(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Schrittweise Anleitung für Dienste für NFS für Windows Server 2008 R2

Veröffentlicht: Mai 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Dienste für NFS

Dienste für NFS (Network File System) sind eine Dateifreigabelösung für Unternehmen, die über eine gemischte Windows- und UNIX-Umgebung verfügen. Dienste für NFS ermöglichen mithilfe des NFS-Protokolls die Übertragung von Dateien zwischen Computern unter Windows Server® 2008 R2 und Computern unter UNIX.

noteHinweis
Eine Version dieses Dokuments zum Herunterladen finden Sie unter Schrittweise Anleitung für Dienste für NFS für Windows Server 2008 R2 (möglicherweise in englischer Sprache) im Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151755).

Neues in Dienste für NFS

In Windows Server 2008 R2 stehen folgende Verbesserungen für Dienste für NFS zur Verfügung:

  • Netzgruppenunterstützung Dienste für NFS unterstützen Netzgruppen, die zum Erstellen von netzwerkweiten benannten Gruppen von Hosts verwendet werden. Netzgruppen vereinfachen die Kontrolle der Benutzer- und Gruppenanmeldung sowie den Shellzugriff auf Remotecomputer. Außerdem ermöglichen sie Systemadministratoren die einfachere Verwaltung von NFS-Zugriffssteuerungslisten.

  • Unterstützung von "RPCSEC_GSS". Dienste für NFS bieten integrierte Unterstützung für RPCSEC_GSS, einem Remoteprozeduraufruf-Sicherheitsfeature (Remote Procedure Call, RPC), durch das Anwendungen die GSS-API-Sicherheitsfeatures (Generic Security Service Application Programming Interface) nutzen können. Mit GSS-API erhalten Anwendungen die Möglichkeit, die Integritäts- und Authentifizierungs-Sicherheitsdienste hinzuzufügen. RPCSEC_GSS ermöglicht Diensten für NFS die Verwendung der Kerberos-Authentifizierung und bietet Sicherheitsdienste, die unabhängig vom verwendeten Mechanismus sind.

    noteHinweis
    Dienste für NFS unterstützen nicht den RPCSEC_GSS-Datenschutzdienst.

    Um für freigegebene Ordner Authentifizierungsmethoden mithilfe des Kerberos-Protokolls zu ermöglichen, wurden der Seite NFS-Authentifizierung im Assistent zum Bereitstellen eines freigegebenen Ordners und dem Dialogfeld Eigenschaften für freigegebene Ordner auf der Registerkarte NFS-Authentifizierung die folgenden Optionen hinzugefügt:

    • Kerberos V5-Authentifizierung (Krb5): verwendet das Kerberos V5-Protokoll, um Benutzer für den Zugriff auf das freigegeben Dateisystem zu authentifizieren.

    • Kerberos V5-Integrität und Authentifizierung (Krb5i): verwendet Kerberos V5-Authentifizierung mit Integritätsprüfung (Prüfsummen), um sicherzustellen, dass die Daten nicht manipuliert wurden.

    Sie können diese Optionen kombinieren, um Clients bei der Bereitstellung des NFS-Dateisystems die Auswahl zwischen einem der Kerberos V5-Protokolle zu ermöglichen.

  • Verwenden von WMI (Windows Management Instrumentation, Windows-Verwaltungsinstrumentation) zum Verwalten von Server für NFS. Mithilfe von WMI können IT-Professionals NFS remote verwalten, da WBEM-Anwendungen (Web-Based Enterprise Management) mit WMI-Anbietern auf dem lokalen oder Remotecomputer kommunizieren können, um WMI-Objekte zu verwalten. WMI ermöglicht die Verwendung von Skriptsprachen wie VBScript oder Windows PowerShell, um Computer und Server unter Microsoft Windows sowohl lokal als auch remote zu verwalten.

  • Zugriff für nicht zugeordnete Unix-Benutzer. Die Option Nicht zugeordnete Unix-Benutzer ist jetzt für freigegebene NFS-Ordner verfügbar. Windows-Server können zum Speichern von NFS-Daten verwendet werden, ohne dass eine UNIX-zu-Windows-Kontenzuordnung erstellt werden muss. Zugeordnete Benutzerkonten verwenden Windows-Sicherheits-IDs (SIDs), und nicht zugeordnete Benutzer verwenden benutzerdefinierte NFS-SIDs.

Verwendungsszenarios für Dienste für NFS

Dienste für NFS ermöglichen die Unterstützung einer gemischten Umgebung aus Windows- und UNIX-Betriebssystemen. Mit Diensten für NFS können Sie auch die Computer Ihres Unternehmens aktualisieren und während der Übergansphase gleichzeitig ältere Technologien unterstützen. Die folgenden Szenarios stellen Beispiele dar, wie Unternehmen von der Bereitstellung der Dienste für NFS profitieren können.

  • Ermöglichen Sie Clientcomputern unter UNIX auf Ressourcen auf Computer unter Windows Server 2008 R2 zuzugreifen. Möglicherweise besitzt Ihr Unternehmen UNIX-Clients, die auf Ressourcen, z. B. Dateien, auf UNIX-Dateiservern zugreifen. Um Features in Windows Server 2008 R2 nutzen zu können, z. B. Schattenkopien für freigegebene Ordner, können Sie Ressourcen von den UNIX-Servern zu Computern unter Windows Server 2008 R2 verschieben. Anschließend können Sie Dienste für NFS einrichten, damit UNIX-Clients, die NFS-Software ausführen, auf diese Computer zugreifen können. Alle Ihre UNIX-Clients können mithilfe des NFS-Protokolls ohne zusätzliche Konfiguration auf die Ressourcen zugreifen.

  • Ermöglichen Sie Computern unter Windows Server 2008 R2 auf Ressourcen auf UNIX-Dateiservern zuzugreifen. Möglicherweise besitzt Ihr Unternehmen eine gemischte Umgebung aus Windows- und UNIX-Computern mit auf UNIX-Dateiservern gespeicherten Ressourcen, z. B. Dateien. Sie können Dienste für NFS verwenden, um Computern unter Windows Server 2008 R2 den Zugriff auf diese Ressourcen zu ermöglichen, wenn auf den Dateiservern NFS-Software ausgeführt wird.

  • Nutzen Sie die Vorteile von 64-Bit-Hardware. Sie können Komponenten der Dienste für NFS auf 64-Bit-Editionen von Windows Server 2008 R2 ausführen.

Komponenten der Dienste für NFS

Dienste für NFS bestehen aus den folgenden Komponenten:

  • Server für NFS. Normalerweise kann ein Computer unter UNIX nicht auf Dateien auf einem Computer unter Windows zugreifen. Ein Computer unter Windows Server 2008 R2, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, kann jedoch sowohl für Windows-basierte als auch UNIX-basierte Computer als Dateiserver fungieren.

  • Client für NFS. Normalerweise kann ein Computer unter Windows nicht auf Dateien auf einem Computer unter UNIX zugreifen. Ein Computer unter Windows Server 2008 R2, auf dem Client für NFS ausgeführt wird, kann jedoch auf Dateien auf einem UNIX-basierten NFS-Server zugreifen.

Verwaltungstools für Dienste für NFS

Dienste für NFS verfügen über ein MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) für die Verwaltung sowie über mehrere Befehlszeilentools.

Snap-In für Dienste für NFS

Mit dem Snap-In für Dienste für NFS können Sie alle installierten Komponenten der Dienste für NFS verwalten. Wenn Sie das Snap-In öffnen, stehen die auf dem lokalen Computer installierten Komponenten für die Verwaltung zur Verfügung.

noteHinweis
Um diese Schritte ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem lokalen Computer sein, oder Ihnen müssen die entsprechenden Rechte übertragen worden sein. Wenn der Computer einer Domäne angehört, kann dieses Verfahren möglicherweise auch von Mitgliedern der Gruppe Domänen-Admins ausgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie die Dienste für NFS als Administrator ausführen.

Wenn Sie Hilfe für ein Element in diesem Snap-In benötigen, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, und klicken Sie dann auf Hilfe.

So öffnen Sie Dienste für NFS

  • Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Dienste für NFS (Network File System).

Befehlszeilentools für Dienste für NFS

Dienste für NFS verfügen über die folgenden Windows-Befehlszeilentools für die Verwaltung. Um ein Tool auszuführen, geben Sie seinen Namen in ein Eingabeaufforderungsfenster ein. Wenn Sie Informationen zu den für ein Tool verfügbaren Parametern erhalten möchten, geben Sie den Namen des Tools ein, gefolgt von der Befehlszeilenoption /?.

  • mount. Stellt freigegebene NFS-Netzwerkressourcen bereit.

  • nfsadmin. Verwaltet Server für NFS und Client für NFS.

  • nfsshare. Steuert freigegebene NFS-Ressourcen.

  • nfsstat. Zeigt den Zähler der Aufrufe der Dienste für NFS an oder setzt diesen zurück.

  • showmount. Zeigt bereitgestellte Dateisysteme an, die von Server für NFS exportiert wurden.

  • umount. Entfernt bereitgestellte NFS-Laufwerke.

Testszenario

Für dieses Szenario müssen Sie die Dienste für NFS in einer Testumgebung bereitstellen, sodass Sie bewerten können, wie diese Technologie nach der Bereitstellung in einer Produktionsumgebung funktionieren würde. Die Anleitungen in diesem Dokument unterstützen Sie bei folgenden Aufgaben:

  • Erstellen einer freigegebenen NFS-Ressource auf einem Computer, auf dem Windows Server 2008 R2 und Server für NFS ausgeführt wird, die bereitgestellt und von einem UNIX-Computer verwendet werden kann.

  • Erstellen einer freigegebenen NFS-Ressource auf einem UNIX-Dateiserver, die bereitgestellt und von einem Computer verwendet werden kann, auf dem Windows Server 2008 R2 und Client für NFS ausgeführt wird.

Voraussetzungen und Annahmen

In dieser Anleitung wird von folgenden Voraussetzungen ausgegangen:

  • Sie sind grundsätzlich mit Windows- und UNIX-Betriebsumgebungen und -Dateisicherheit vertraut.

  • Sie wissen, wie Windows Server 2008 R2 installiert und bedient wird.

  • Sie sind vertraut mit Client-Server-Interaktion in einer Netzwerkumgebung.

Bereitstellen und Testen der Dienste für NFS

In diesem Anschnitt wird die Einrichtung einer grundlegenden Testumgebung für die Dienste für NFS erläutert. Außerdem wird die Installation und Konfiguration der Komponenten der Dienste für NFS erläutert sowie der Test der Bereitstellung.

Überprüfen der Systemanforderungen für die Dienste für NFS

Dienste für NFS können auf Computern unter jeder Edition von Windows Server 2008 R2 installiert werden. Die beiden Hauptkomponenten der Dienste für NFS (Server für NFS und Client für NFS) können auf dem gleichen Computer oder auf unterschiedlichen Computern installiert werden.

ImportantWichtig
Vor der Installation der Dienste für NFS müssen alle zuvor installierten NFS-Komponenten deinstalliert werden. Sie sollten Ihre Computer sichern oder die Konfiguration erfassen, bevor Sie die NFS-Komponenten entfernen, damit Sie die Konfiguration für die Dienste für NFS wiederherstellen können.

Sie können Dienste für NFS mit UNIX-Computern verwenden, auf denen Server für NFS oder Client für NFS ausgeführt wird, wenn diese einer der folgenden Protokollspezifikationen entsprechen:

noteHinweis
Standardmäßig unterstützt Server für NFS UNIX-Clientcomputer, die NFS Version 2 oder NFS Version 3 verwenden. Sie können diese Einstellung jedoch außer Kraft setzen und Server für NFS so konfigurieren, dass nur Clients Zugriff erhalten, die NFS Version 2 ausführen. Anleitungen dazu finden Sie unter Konfigurieren von Server für NFS in der Hilfe der Dienste für NFS. Client für NFS unterstützt beide Versionen, und dies ist nicht konfigurierbar.

Einrichten der Umgebung für die Dienste für NFS

Im nächsten Schritt müssen Sie die Umgebung für die Dienste für NFS einrichten, indem Sie Computer bereitstellen und Benutzerkonten für den Test erstellen.

Bereitstellen von Computern

Sie müssen die folgenden Computer bereitstellen und mit einem LAN verbinden:

  • Mindestens einen Computer unter Windows Server 2008 R2, auf dem die beiden Hauptkomponenten der Dienste für NFS installiert werden: Server für NFS und Client für NFS. Sie können die Komponenten auf dem gleichen Computer oder auf unterschiedlichen Computern installieren. Installationsanleitungen für alle Komponenten der Dienste für NFS finden Sie weiter unten in diesem Dokument.

  • Mindestens einen UNIX-Computer auf dem Server für NFS und Client für NFS ausgeführt wird. Der Computer, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, hostet eine freigegebene UNIX-NFS-Ressource, auf die von einem Computer zugegriffen wird, auf dem Windows Server 2008 R2 und Client für NFS ausgeführt wird. Sie können Server für NFS und Client für NFS auf dem selben Computer oder auf unterschiedlichen Computern ausführen.

  • Einen Windows Server 2008 R2-Domänencontroller, der auf der Funktionsebene von Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. Der Domänencontroller stellt die Benutzerauthentifizierungsinformationen für die Windows-Umgebung bereit. Sie können aber auch lokale Benutzerkonten verwenden.

  • Einen NIS-Server (Network Information Service), der die Benutzerauthentifizierungsinformationen für die UNIX-Umgebung bereitstellt. Sie können aber auch Kennwort- und Gruppendateien verwenden, die auf dem Computer gespeichert werden, auf dem der Benutzernamenzuordnungs-Dienst ausgeführt wird. Der Benutzernamenzuordnungs-Dienst kann auf einem Computer unter Windows Server 2003 R3 ausgeführt werden.

Erstellen von Testbenutzerkonten

Für diesen Test können Sie mehrere fiktive Benutzer erstellen. Für jeden Benutzer können Sie ein Sicherheitskonto für Windows und ein Sicherheitskonto für UNIX erstellen. Weisen Sie den beiden Konten unterschiedliche Benutzernamen zu. Sie können diese Konten später verwenden, um das erweiterte Zuordnungsfeature der Dienste für NFS zu testen. Die erweiterte Zuordnung ermöglicht die Zuordnung der Anmeldeinformationen eines bestimmten Benutzers zu Windows und UNIX, selbst wenn der Benutzername abweicht.

noteHinweis
Die Alternative zur erweiterten Zuordnung ist die einfache Zuordnung. Sie können die einfache Zuordnung verwenden, wenn die Benutzernamen unter Windows und UNIX identisch sind. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten der Benutzernamenzuordnung (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=127917).

Für Windows können Sie die Benutzerkonten auf dem Windows Server 2008 R2-Domänencontroller erstellen. Sie können aber auch lokale Benutzerkonten auf jedem Windows-Computer in der Bereitstellung erstellen. Anleitungen zur Konfiguration von Benutzerkonten finden Sie in der Dokumentation von Windows Server 2008 R2.

Für UNIX können Sie die Benutzerkonten auf dem NIS-Server oder in den UNIX-Dateien /etc/passwd und /etc/group erstellen. Anleitungen zur Konfiguration von NIS-Benutzerkonten finden Sie in der Dokumentation des NIS-Servers. Anleitungen zur Erstellung der Dateien /etc/passwd und /etc/group finden Sie in der UNIX-Dokumentation.

Die folgende Tabelle enthält einige fiktive Benutzer mit zugehörigen Benutzer- und Gruppenkonten, die für diesen Test verwendet werden können.

 


Fiktiver Benutzer

Windows-Benutzername

UNIX-Benutzername
Windows-Gruppenname UNIX-Gruppenname

Carol Philips

WindowsDomain\CarolP

CPhilips@NISDomain

WinGroup

UNIXGrp

Roger Harui

WindowsDomain\RogerH

RHarui@NISDomain

WinGroup

UNIXGrp

Luis Alverca

WindowsDomain\LuisA

LAlverca@NISDomain

WinGroup

UNIXGrp

Installieren der Dienste für NFS

Sie müssen die Komponenten der Dienste für NFS auf einem Computer unter Windows Server 2008 R2 installieren. In diesen Anleitungen wird davon ausgegangen, dass Sie alle Komponenten auf einem einzigen Computer installieren.

noteHinweis
Um diese Schritte ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem lokalen Computer sein, oder Ihnen müssen die entsprechenden Rechte übertragen worden sein. Wenn der Computer einer Domäne angehört, kann dieses Verfahren möglicherweise auch von Mitgliedern der Gruppe Domänen-Admins ausgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie die Dienste für NFS als Administrator ausführen.

ImportantWichtig
Vor der Installation der Dienste für NFS müssen alle zuvor installierten NFS-Komponenten deinstalliert werden. Sie sollten Ihre Computer sichern oder die Konfiguration erfassen, bevor Sie die NFS-Komponenten entfernen, damit Sie die Konfiguration für die Dienste für NFS wiederherstellen können.

So installieren Sie die Komponenten der Dienste für NFS

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Server-Manager.

  2. Klicken Sie im linken Fensterbereich auf Rollen verwalten.

  3. Klicken Sie auf Rollen hinzufügen. Der Assistent zum Hinzufügen von Rollen wird geöffnet.

  4. Klicken Sie auf Weiter. Die Optionen für Serverrollen auswählen werden angezeigt.

  5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Dateiserver, und klicken Sie auf Weiter.

  6. Der Bildschirm Dateiserver wird angezeigt. Klicken Sie auf Weiter, um die Optionen für Rollendienste anzuzeigen.

  7. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Dienste für NFS (Network File System), und klicken Sie auf Weiter.

  8. Bestätigen Sie die Auswahl, und klicken Sie auf Installieren.

  9. Wenn die Installation abgeschlossen ist, werden die Installationsergebnisse angezeigt. Klicken Sie auf Schließen.

noteHinweis
Wenn Sie Benutzernamenzuordnung, Server für NFS oder Client für NFS auswählen, wählt der Assistent für Windows-Komponenten auch die entsprechende Kombination der unterstützenden Komponenten aus.

Konfigurieren der NFS-Authentifizierung

Die erforderliche Konfiguration für diesen Test verwendet einen Windows Server 2008 R2-Domänencontroller, der auf der Funktionsebene von Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. Aus Sicherheitsgründen wird die Installation von Windows Server 2008 R2 und der neuesten Sicherheitsupdates empfohlen.

Erstellen eines freigegebenen NFS-Ordners

Im nächsten Schritt wird die NFS-Freigabe verwendet, um auf dem Computer, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, einen freigegebenen NFS-Ordner zu erstellen. Sie können diesen freigegebenen Ordner später auf einem UNIX-Client bereitstellen und darin eine Testdatei erstellen.

noteHinweis
Um diese Schritte ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem lokalen Computer sein, oder Ihnen müssen die entsprechenden Rechte übertragen worden sein.

So erstellen Sie einen freigegebenen Ordner unter Verwendung der NFS-Freigabe

  1. Erstellen Sie auf dem Computer, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, einen Ordner, der als freigegebener NFS-Ordner verwendet werden soll.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den erstellten Ordner, und klicken Sie auf NFS-Freigabe.

  3. Wählen Sie Diesen Ordner freigeben aus.

  4. Wenn Sie den anonymen Zugriff zulassen möchten, wählen Sie Anonymen Zugriff zulassen aus.

  5. Klicken Sie auf Berechtigungen, klicken Sie auf Hinzufügen, und führen Sie dann eine der folgenden Aktionen aus:

    • Klicken Sie in der Liste Namen auf die Clients und Gruppen, die Sie hinzufügen möchten, und klicken Sie dann auf Hinzufügen.

    • Geben Sie im Textfeld Namen hinzufügen die Namen der Clients oder Gruppen ein, die Sie hinzufügen möchten. Trennen Sie die Namen in der Liste dabei mit einem Semikolon.

  6. Klicken Sie in der Liste Zugriffsart auf die Zugriffsart, die den ausgewählten Clients und Gruppen gewährt werden soll.

  7. Wählen Sie Stammzugriff zulassen aus, wenn für einen als Root-Benutzer identifizierten Benutzer eine andere Zugriffsart gelten soll als für einen anonymen Benutzer. Standardmäßig wird für den Root-Benutzers mit Benutzer-ID (UID) die Verwendung der anonymen UID erzwungen.

  8. Wählen Sie in der Liste Codierung den gewünschten Verzeichnis- und Dateinamencodierungstyp für die ausgewählten Clients und Gruppen aus.

  9. Klicken Sie zweimal auf OK, und klicken Sie dann auf Übernehmen.

noteHinweis
Wenn Sie eine Liste der Mitglieder einer Gruppe anzeigen möchten, klicken Sie in der Liste Namen auf eine Gruppe, und klicken Sie dann auf Mitglieder.

Angeben von Standardberechtigungen für neue Dateien und Ordner

Sie können die Standardberechtigungen festlegen, die von dem Computer, auf dem Client für NFS ausgeführt wird, auf die freigegebene NFS-Ressource angewendet wird. Sie können die Berechtigungen Lesen, Schreiben und Ausführen für Besitzer, Gruppe und Andere zuweisen.

  • Besitzer. Die Person, die die Datei erstellt hat. Standardmäßig besitzt der Besitzer die Berechtigungen Lesen, Schreiben und Ausführen.

  • Gruppe. Die primäre Gruppe der Person, die die Datei erstellt hat. Standardmäßig besitzt die Gruppe die Berechtigungen Lesen und Ausführen.

  • Andere. Andere Dateisystembenutzer (entspricht der Berechtigungsgruppe Jeder unter Windows). Standardmäßig besitzen Andere die Berechtigungen Lesen und Ausführen.

noteHinweis
Um diese Schritte ausführen zu können, müssen Sie Mitglied der Gruppe Administratoren auf dem lokalen Computer sein, oder Ihnen müssen die entsprechenden Rechte übertragen worden sein.

So legen Sie Standarddateiberechtigungen fest

  1. Öffnen Sie die Dienste für NFS auf dem Computer, auf dem Client für NFS ausgeführt wird. Um die Dienste für NFS zu öffnen, klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie auf Dienste für NFS (Network File System).

  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf Client für NFS, und klicken Sie auf Eigenschaften.

  3. Wählen Sie auf der Registerkarte Dateiberechtigungen die Standarddateiberechtigungen aus, die auf alle von diesem Computer erstellten neuen Dateien und neuen Ordner angewendet werden sollen, und klicken Sie auf OK.

Aktivieren der Datei- und Druckerfreigabe für Verwaltungstools

Sie müssen in der Windows-Firewall auf dem Computer, auf dem das Snap-In und die Befehlszeilentools für die Dienste für NFS ausgeführt werden, die Datei- und Druckerfreigabe aktivieren.

So aktivieren Sie die Datei- und Druckerfreigabe

  1. Klicken Sie auf einem Computer, auf dem Dienste für NFS ausgeführt werden, auf Start und dann auf Ausführen, geben Sie firewall.cpl ein, und klicken Sie auf OK.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Ausnahmen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Datei- und Druckerfreigabe, und klicken Sie auf OK.

  3. Wiederholen Sie diese Schritte auf jedem Computer, auf dem die Dienste für NFS ausgeführt werden.

Testen der Bereitstellung

Jetzt, nachdem alle Voraussetzungen eingerichtet ist, können Sie die Funktionalität Ihrer Bereitstellung testen. Im Anschluss finden Sie einige empfohlene grundlegende Tests.

Test 1: Ordnen Sie auf dem Computer, auf dem Client für NFS ausgeführt wird, einer UNIX-basierten freigegebenen NFS-Ressource einen Laufwerksbuchstaben zu.

Der Test ist erfolgreich, wenn Sie das Laufwerk zuordnen können, und die Testdatei auf der freigegebenen NFS-Ressource des Computers angezeigt wird, auf dem Client für NFS ausgeführt wird.

So ordnen Sie einer UNIX-basierten freigegebenen NFS-Ressource einen Laufwerksbuchstaben zu

  1. Erstellen Sie auf einem UNIX-Server, auf dem NFS-Software ausgeführt wird, eine freigegebene NFS-Ressource. Erstellen Sie auf der freigegebenen Ressource eine Testdatei.

  2. Verwenden Sie eines der für diesen Test erstellten Windows-Benutzerkonten, um sich auf dem Computer anzumelden, auf dem Windows Server 2008 R2 und Client für NFS ausgeführt wird.

  3. Klicken Sie in Windows Explorer im Menü Extras auf Netzlaufwerk verbinden.

  4. Geben Sie den Namen des UNIX-Servers und den der freigegebenen Ressource ein (Hostname://Name_der_freigegebenen_Ressource) oder den UNC-Pfad (Universal Naming Convention) der freigegebenen NFS-Ressource auf dem UNIX-Dateiserver.

  5. Klicken Sie auf OK.

Test 2: Erstellen Sie eine Testdatei auf dem Computer, auf dem die Dienste für NFS ausgeführt werden, und überprüfen Sie deren Berechtigungen.

Der Test ist erfolgreich, wenn Sie ein neues Dokument erstellen können, und wenn dessen Besitz und Berechtigungen mit den von Ihnen festgelegten Standarddateiberechtigungen übereinstimmen.

So erstellen Sie eine Testdatei und überprüfen ihre Berechtigungen

  1. Verwenden Sie eines der für diesen Test erstellten Windows-Benutzerkonten, um sich auf dem Computer anzumelden, auf dem Client für NFS ausgeführt wird.

  2. Öffnen Sie die in Test 1 verwendete freigegebene NFS-Ressource.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Dateiliste, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Textdokument.

  4. Geben Sie einen Namen für die Datei ein. Verwenden Sie keine Leerzeichen.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen, klicken Sie dann auf Eigenschaften und dann auf NFS-Attribute.

  6. Überprüfen Sie, dass die NFS-Attribute den zuvor angegebenen Standardattributen entsprechen (wie unter Angeben von Standardberechtigungen für neue Dateien und Ordner erläutert). Überprüfen Sie auch, dass die Besitzer-UID und die Gruppen-UID richtig sind.

Test 3: Stellen Sie die freigegebene Windows-NFS-Ressource auf einem UNIX-Clientcomputer bereit.

Der Test ist erfolgreich, wenn Sie die freigegebene NFS-Ressource bereitstellen können.

So stellen Sie die freigegebene Windows-NFS-Ressource bereit

  • Geben Sie auf einem UNIX-Clientcomputer, auf dem die NFS-Clientsoftware ausgeführt wird, in einer Befehlsshell Folgendes ein:

    mount Hostname :/ Freigabename Bereitstellungspunkt

 

Variable Beschreibung

Hostname

Dies ist der Name des Computers, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, und auf dem Sie zuvor eine freigegebenen NFS-Ressource erstellt haben (wie unter Erstellen eines freigegebenen NFS-Ordners erläutert).

Freigabename

Dies ist der Name der freigegebenen NFS-Ressource.

Bereitstellungspunkt

Dies ist der Punkt im Dateisystem, an dem der Befehl die freigegebene NFS-Ressource bereitstellt, beispielsweise /Startverzeichnis/Benutzername/Testfreigabe.

Test 4: Erstellen Sie auf einem UNIX-Client eine Testdatei, und überprüfen Sie, dass die Dateiberechtigungen denjenigen unter Windows entsprechen.

Der Test ist erfolgreich, wenn Sie die Textdatei erstellen können, und wenn die Dateiberechtigungen unter Windows und UNIX einander entsprechen.

So erstellen Sie eine Testdatei und überprüfen die Übereinstimmung der Dateiberechtigungen

  1. Erstellen Sie auf dem gleichen UNIX-Client, den Sie in Test 3 verwendet haben, mithilfe eines einfachen Texteditors eine Textdatei. Speichern Sie die Datei in der in Test 3 bereitgestellten freigegebenen NFS-Ressource.

  2. Öffnen Sie Windows Explorer auf dem Computer, auf dem Server für NFS ausgeführt wird, und der die freigegeben NFS-Ressource enthält, und wechseln Sie zu der freigegebenen NFS-Ressource.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eigenschaften, und klicken Sie dann auf Sicherheit.

  4. Vergleichen Sie die unter Windows angegebenen Dateiberechtigungen mit den Dateiberechtigungen, die in dem in Test 3 verwendeten UNIX-Client angegeben werden.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zum Verwenden und Konfigurieren von NFS finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft