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Verwenden von Kontingenten

Veröffentlicht: Mai 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Wenn Sie mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver ein Kontingent für ein Volume oder einen Ordner erstellen, können Sie den dafür zugewiesenen Speicherplatz begrenzen. Die Kontingentgrenze gilt für die gesamte Ordnerunterstruktur.

Sie können eine harte oder weiche Kontingentgrenze erstellen:

  • Bei einer harten Kontingentgrenze wird verhindert, dass Benutzer Dateien speichern können, wenn die Speicherplatzbeschränkung erreicht ist. Außerdem werden Benachrichtigungen generiert, wenn die Datenmenge den jeweils konfigurierten Schwellenwert erreicht.

  • Bei einer weichen Kontingentgrenze wird die Kontingentgrenze nicht erzwungen, es werden jedoch alle konfigurierten Benachrichtigungen generiert.

Sie können Benachrichtigungsschwellenwerte konfigurieren, um zu bestimmen, was bei Erreichen der Kontingentgrenze geschieht. Sie können für jeden definierten Schwellenwert E-Mail-Benachrichtigungen senden, ein Ereignis protokollieren, einen Befehl oder ein Skript ausführen oder Speicherberichte generieren. Möglicherweise möchten Sie beispielsweise den Administrator und den Benutzer benachrichtigen (der die Datei gespeichert hat), wenn 85 Prozent der Kontingentgrenze eines Ordners erreicht sind und dann noch eine weitere Benachrichtigung senden, wenn die Kontingentgrenze erreicht ist. In einigen Fällen möchten Sie möglicherweise ein Skript ausführen, mit dem bei Erreichen eines Schwellenwerts die Kontingentgrenze automatisch erhöht wird.

Wenn Sie für ein Volume oder einen Ordner ein Kontingent erstellen, können Sie als Basis dafür eine Kontingentvorlage oder benutzerdefinierte Eigenschaften verwenden. Es wird empfohlen, ein Kontingent nach Möglichkeit auf der Basis einer Kontingentvorlage zu erstellen. Eine Kontingentvorlage kann zum Erstellen weiterer Kontingente wiederverwendet werden und erleichtert die Kontingentverwaltung.

Mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver können Kontingente auch automatisch generiert werden. Beim Konfigurieren eines automatisch zugewiesenen Kontingents wird eine Kontingentvorlage auf ein übergeordnetes Volume oder einen übergeordneten Ordner angewendet. Dann wird für jede der vorhandenen Unterordner ein auf der Vorlage basierendes Kontingent erstellt, und für jeden neu erstellten Unterordner wird automatisch ein Kontingent generiert.

Inhalt dieses Abschnitts:

Kontingente für den Ressourcen-Manager im Vergleich zu NTFS-Datenträgerkontingenten

In der folgenden Tabelle werden die Vorteile der Kontingentverwaltungstools im Ressourcen-Manager für Dateiserver im Vergleich zu den NTFS-Datenträgerkontingenten genannt.

Vorteile der Verwendung des Ressourcen-Managers für Dateiserver

Kontingentfeatures Ressourcen-Manager für Dateiserver NTFS-Datenträgerkontingente

Kontingentnachverfolgung

Nach Ordner oder nach Volume

Pro Benutzer auf einem Volume

Berechnung der Datenträgerverwendung

Tatsächlicher Speicherplatz auf dem Datenträger

Größe der logischen Datei

Benachrichtigungsmechanismen

E-Mail, benutzerdefinierte Berichte, Ausführung von Befehlen oder Skripts, Ereignisprotokolle

Nur Ereignisprotokolle

Informationen zu Kontingentvorlagen

Der Ressourcen-Manager für Dateiserver ermöglicht Flexibilität beim Erstellen, Verwenden und Verwalten von Vorlagen, sowohl für Kontingente als auch für Dateiprüfungen.

Mit einer Kontingentvorlage werden eine Speicherplatzbeschränkung, der Kontingenttyp (weich oder hart) sowie eine Reihe von Benachrichtigungen definiert, die automatisch generiert werden, wenn die Kontingentgrenze erreicht oder überschritten wird.

Kontingentvorlagen ermöglichen ein leichteres Erstellen und Verwalten von Kontingenten:

  • Durch die Verwendung einer Kontingentvorlage können Sie eine Standardspeichergrenze und eine Reihe von Standard-Benachrichtigungsschwellenwerten auf viele Volumes und Ordner von Servern in der gesamten Organisation anwenden.

  • Wenn die Kontingente auf einer Vorlage basieren, können Sie alle auf einer bestimmten Vorlage basierenden Kontingente automatisch aktualisieren, indem Sie die Vorlage bearbeiten. Mit diesem Feature wird die Aktualisierung der Eigenschaften von Kontingenten vereinfacht, indem ein zentraler Ort bereitgestellt wird, an dem IT-Administratoren alle Änderungen vornehmen können.

Sie können beispielsweise eine Vorlage für ein Benutzerkontingent erstellen, um für den persönlichen Ordner jedes Benutzers eine Grenze von 200 MB festzulegen. Sie erstellen dann auf der Basis der Benutzerkontingentvorlage für jeden Benutzer ein Kontingent und weisen es dem Ordner des Benutzers zu. Wenn Sie später für jeden Benutzer zusätzlichen Speicherplatz auf dem Server zulassen möchten, ändern Sie die Speicherplatzbeschränkung einfach in der Benutzerkontingentvorlage und wählen die automatische Aktualisierung aller auf dieser Kontingentvorlage basierenden Kontingente aus.

Der Ressourcen-Manager für Dateiserver bietet mehrere Kontingentvorlagen. Beispiel:

  • Sie können die Vorlage 200 MB-Grenze mit Bericht an Benutzer verwenden, um für den persönlichen Ordner jedes Benutzers eine harte Grenze von 200 MB festzulegen.

  • Möglicherweise möchten Sie für einige Ordner die Vorlage 200 MB-Grenze mit 50 MB Erweiterung verwenden, um die Kontingentgrenze bei Erreichen einer Kontingentgrenze von 200 MB automatisch zu erhöhen.

  • Andere Standardvorlagen sind für die Überwachung der Datenträgerverwendung über weiche Kontingentgrenzen vorgesehen – beispielsweise die Vorlage 200 GB-Volumebelegung überwachen und die Vorlage 500 MB-Freigabe überwachen. Wenn Sie diese Vorlagen verwenden, können Benutzer die Kontingentgrenze überschreiten. In diesem Fall werden dann jedoch E-Mail-Benachrichtigungen und Ereignisprotokollbenachrichtigungen generiert.

Klicken Sie zum Anzeigen der Standardvorlagen in der Konsolenstruktur des Ressourcen-Managers für Dateiserver auf den Knoten Kontingentvorlagen.

Erstellen eines Kontingents

Im folgenden Verfahren werden Sie durch den Prozess des Erstellens eines Kontingents geführt, das auf einer Vorlage basiert (empfohlene Vorgehensweise).

So erstellen Sie ein auf einer Vorlage basierendes Kontingent

  1. Wählen Sie unter Kontingentverwaltung den Knoten Kontingentvorlagen aus.

  2. Wählen Sie im Ergebnisbereich die Vorlage aus, auf der das neue Kontingent basieren soll.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Vorlage, und klicken Sie auf Kontingent mithilfe einer Vorlage erstellen (oder klicken Sie im Bereich Aktionen auf Kontingent mithilfe einer Vorlage erstellen). Das Dialogfeld Kontingent erstellen mit der Zusammenfassung der Eigenschaften der Kontingentvorlage wird angezeigt.

  4. Geben Sie unter Kontingentpfad das Volume bzw. den Ordner ein, auf das bzw. den das Kontingent angewendet wird, oder navigieren Sie dorthin.

  5. Wählen Sie die Option Kontingent im Pfad erstellen aus. Beachten Sie, dass die Kontingenteigenschaften auf das gesamte Volume bzw. den gesamten Ordner angewendet werden.

  6. Unter Eigenschaften aus dieser Kontingentvorlage ableiten ist die Vorlage, die Sie in Schritt 2 zum Erstellen des neuen Kontingents verwendet haben, bereits ausgewählt (Sie können auch eine andere Vorlage aus der Liste auswählen). Beachten Sie, dass die Eigenschaften der Vorlage unter Zusammenfassung der Kontingenteigenschaften angezeigt werden.

  7. Klicken Sie auf Erstellen.

noteHinweis
Wenn das Kontingent nicht auf einer Vorlage basieren soll oder Sie die aus einer Vorlage kopierten Eigenschaften bearbeiten möchten, können Sie im Dialogfeld Kontingent erstellen die Option Benutzerdefinierte Kontingenteigenschaften definieren auswählen und dann auf Benutzerdefinierte Eigenschaften klicken. Beachten Sie, dass Sie beim Erstellen eines Kontingents mit benutzerdefinierten Eigenschaften die Option haben, eine Kontingentvorlage mit den benutzerdefinierten Kontingenteinstellungen zu speichern. Bei Auswahl dieser Option wird eine neue Vorlage gespeichert. Die Vorlage wird dann auf das neue Kontingent angewendet, sodass zwischen dem Kontingent und der Vorlage eine Verknüpfung bestehen bleibt.

Erstellen einer Kontingentvorlage

Im folgenden Verfahren werden Sie durch den Prozess des Erstellens einer neuen Kontingentvorlage geführt.

So erstellen Sie eine neue Kontingentvorlage

  1. Wählen Sie unter Kontingentverwaltung den Knoten Kontingentvorlagen aus.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Kontingentvorlagen, und klicken Sie dann auf Kontingentvorlage erstellen (oder klicken Sie im Bereich Aktionen auf Kontingentvorlage erstellen).

  3. Wenn Sie die Eigenschaften einer vorhandenen Vorlage als Grundlage für eine neue Vorlage kopieren und verwenden möchten, wählen Sie aus der Dropdownliste Eigenschaften aus Kontingentvorlage kopieren eine Vorlage aus. Klicken Sie anschließend auf Kopieren.

  4. Geben Sie im Feld Vorlagenname einen Namen für die neue Vorlage ein.

  5. Geben Sie im Textfeld Bezeichnung eine optionale beschreibende Bezeichnung ein, die neben allen Kontingenten angezeigt wird, die von der Vorlage abgeleitet werden.

  6. Unter Speicherplatzgrenze:

    1. Geben Sie im Textfeld Speicherplatzgrenze eine Zahl ein, und wählen Sie eine Einheit (KB, MB, GB oder TB) aus, um die Speicherplatzgrenze für das Kontingent anzugeben.

    2. Wählen Sie die Option Harte Kontingentgrenze oder Weiche Kontingentgrenze aus. (Bei einer harten Kontingentgrenze wird verhindert, dass Benutzer nach dem Erreichen der Speicherplatzbeschränkung Dateien speichern können. Außerdem werden Benachrichtigungen generiert, wenn die Datenmenge den jeweils konfigurierten Schwellenwert erreicht. Bei einer weichen Kontingentgrenze wird die Kontingentgrenze nicht erzwungen, aber es werden alle konfigurierten Benachrichtigungen generiert.)

  7. Sie können für die Kontingentvorlage eine oder mehrere Benachrichtigungen über den erreichten Schwellenwert konfigurieren. Gehen Sie dazu wie im Folgenden beschrieben vor. Wählen Sie zunächst alle Kontingentvorlageneigenschaften aus, die verwendet werden sollen, und klicken Sie anschließend zum Speichern der Vorlage auf OK.

Festlegen optionaler Benachrichtigungsschwellenwerte

Wenn der Speicher auf einem Volume oder in einem Ordner einen definierten Schwellenwert erreicht, können mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver E-Mails an Administratoren oder bestimmte Benutzer gesendet, ein Ereignis protokolliert, ein Befehl oder ein Skript ausgeführt oder Berichte generiert werden. Sie können mehr als einen Benachrichtigungstyp für jeden Schwellenwert konfigurieren und für jedes Kontingent (bzw. jede Kontingentvorlage) mehrere Schwellenwerte definieren. Standardmäßig werden keine Benachrichtigungen generiert.

ImportantWichtig
Sie müssen zunächst die allgemeinen Optionen für den Ressourcen-Manager für Dateiserver festlegen, um E-Mail-Benachrichtigungen senden und die Speicherberichte mit für die Serverumgebung geeigneten Parametern konfigurieren zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden des Ressourcen-Managers für Dateiserver.

So konfigurieren Sie Benachrichtigungen für eine Kontingentvorlage

  1. Klicken Sie im Dialogfeld Kontingentvorlage erstellen unter Benachrichtigungsschwellenwerte auf Hinzufügen. Das Dialogfeld Schwellenwert hinzufügen wird angezeigt.

  2. So legen Sie eine prozentuale Kontingentgrenze fest, bei der eine Benachrichtigung generiert wird

    Geben Sie im Textfeld Benachrichtigungen generieren, wenn die Auslastung den folgenden Prozentwert erreicht einen Prozentwert für den Benachrichtigungsschwellenwert für die Kontingentgrenze ein. (Der Standardprozentwert für den ersten Benachrichtigungsschwellenwert liegt bei 85 Prozent.)

  3. Legen Sie zum Konfigurieren von E-Mail-Benachrichtigungen auf der Registerkarte E-Mail die folgenden Optionen fest:

    • Damit Administratoren benachrichtigt werden, wenn ein Schwellenwert erreicht wird, aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mail an die folgenden Administratoren senden, und geben Sie die Namen der Administratorkonten ein, die Benachrichtigungen erhalten sollen. Verwenden Sie das Format Konto@Domäne, und trennen Sie mehrere Konten durch Semikolons voneinander.

    • Aktivieren Sie zum Senden einer E-Mail an die Person, die die Datei mit dem erreichten Kontingentschwellenwert gespeichert hat, das Kontrollkästchen E-Mail an den Benutzer senden, der den Schwellenwert überschritten hat.

    • Bearbeiten Sie zum Konfigurieren der Nachricht die Betreffzeile und den Nachrichtentext, die standardmäßig bereitgestellt werden. Durch den Text in eckigen Klammern werden Variableninformationen zu dem Kontingentereignis eingefügt, das die Benachrichtigung verursacht hat. Beispielsweise wird durch die Variable [Source Io Owner] der Name des Benutzers eingefügt, der die Datei, bei der die Kontingentschwelle erreicht wurde, gespeichert hat. Wenn Sie weitere Variablen im Text einfügen möchten, positionieren Sie den Cursor in der Nachricht an der Stelle, an der Sie die Variable einfügen möchten, wählen Sie die einzufügende Variable aus, und klicken Sie dann auf Variable einfügen.

    • Klicken Sie zum Konfigurieren weiterer Kopfzeilen (einschließlich "Von", "Cc", Bcc" und "Antwort an") auf Weitere E-Mail-Kopfzeilen.

  4. Aktivieren Sie zum Protokollieren eines Ereignisses auf der Registerkarte Ereignisprotokoll das Kontrollkästchen Warnung an Ereignisprotokoll senden, und bearbeiten Sie den Standardprotokolleintrag.

  5. Aktivieren Sie zum Ausführen eines Befehls oder Skripts auf der Registerkarte Befehl das Kontrollkästchen Diesen Befehl oder dieses Skript ausführen. Geben Sie anschließend den Befehl ein, oder klicken Sie auf Durchsuchen, um den Ort des Skripts zu suchen. Sie können auch Befehlsargumente eingeben, ein Arbeitsverzeichnis für den Befehl oder das Skript auswählen oder die Befehlssicherheitseinstellung ändern.

  6. Aktivieren Sie zum Generieren eines oder mehrerer Speicherberichte auf der Registerkarte Bericht das Kontrollkästchen Berichte generieren, und wählen Sie dann die zu generierenden Berichte aus. Sie können optional einen oder mehrere Administratoren als E-Mail-Empfänger für den Bericht eingeben oder den Bericht per E-Mail an den Benutzer senden, der den Schwellenwert erreicht hat.

    noteHinweis
    Berichte werden am Standardort für Schadensberichte gespeichert, der auf der Registerkarte Bericht angezeigt wird. Der Standardort kann im Dialogfeld Optionen für den Ressourcen-Manager für Dateiserver geändert werden.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden des Ressourcen-Managers für Dateiserver.

  7. Klicken Sie auf OK, um den Benachrichtigungsschwellenwert zu speichern.

  8. Wiederholen Sie diese Schritte für jeden weiteren Benachrichtigungsschwellenwert, den Sie für die Kontingentvorlage konfigurieren möchten.

Aktualisieren von Kontingenten durch Bearbeiten einer Kontingentvorlage

Wenn Sie an einer Kontingentvorlage Änderungen vornehmen, können Sie die Änderungen auf Kontingente erweitern, die mithilfe der Originalkontingentvorlage erstellt wurden. Sie können entweder nur die mit der Originalvorlage übereinstimmenden Kontingente oder alle von der Originalvorlage abgeleiteten Kontingente ändern – unabhängig davon, ob seit deren Erstellung Änderungen vorgenommen wurden. Wenn Sie eine Vorlage erneut anwenden, werden die Eigenschaften in den Kontingenten durch die Eigenschaften in der Vorlage überschrieben – die Updates sind nicht auf die im Kontingent geänderten Eigenschaften beschränkt.

ImportantWichtig
Wenn Sie die Änderungen an allen von der Originalvorlage abgeleiteten Kontingenten vornehmen, werden alle von Ihnen erstellten benutzerdefinierten Kontingenteigenschaften überschrieben.

So bearbeiten Sie Kontingentvorlageneigenschaften

  1. Wählen Sie in Kontingentvorlagen die zu ändernde Kontingentvorlage aus.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Kontingentvorlage, und klicken Sie dann auf Vorlageneigenschaften bearbeiten (oder klicken Sie im Bereich Aktionen unter Ausgewählte Kontingentvorlagen auf Vorlageneigenschaften bearbeiten). Das Dialogfeld Kontingentvorlageneigenschaften wird geöffnet.

  3. Nehmen Sie alle erforderlichen Änderungen vor. Die Einstellungen und Benachrichtigungsoptionen sind mit denen identisch, die Sie beim Erstellen einer Kontingentvorlage festlegen können. (Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Kontingentvorlage.) Sie können optional die Eigenschaften einer anderen Vorlage kopieren und sie für diese Kontingentvorlage ändern.

  4. Wenn Sie mit dem Bearbeiten der Vorlageneigenschaften fertig sind, klicken Sie auf OK. Das Dialogfeld Aus Vorlage abgeleitete Kontingente aktualisieren wird geöffnet.

  5. Wählen Sie den Aktualisierungstyp aus, den Sie anwenden möchten:

    • Wenn Sie über Kontingente verfügen, die seit ihrer Erstellung mithilfe der Originalvorlage geändert wurden, und Sie diese nicht ändern möchten, wählen Sie Vorlage nur auf abgeleitete Kontingente anwenden, die mit der Originalvorlage übereinstimmen aus. Bei dieser Option werden nur die Kontingente aktualisiert, die seit ihrer Erstellung mithilfe der Originalvorlage nicht bearbeitet wurden.

    • Wenn Sie alle vorhandenen Kontingente ändern möchten, die mithilfe der Originalvorlage erstellt wurden, wählen Sie Vorlage auf alle abgeleiteten Kontingente anwenden aus.

    • Wenn die vorhandenen Kontingente unverändert bleiben sollen, wählen Sie Vorlage nicht auf abgeleitete Kontingente anwenden aus.

  6. Klicken Sie auf OK.

Erstellen eines automatisch zugewiesenen Kontingents

Mithilfe automatisch zugewiesener Kontingente können Sie einem Volume oder Ordner eine Kontingentvorlage zuweisen und angeben, dass auf der Vorlage basierende Kontingente automatisch generiert und auf die vorhandenen Unterordner sowie auf alle zukünftig erstellten Unterordner angewendet werden sollen.

So können Sie beispielsweise ein automatisch zugewiesenes Kontingent für bei Bedarf erstellte Unterordner, für Benutzer mit einem servergespeicherten Profil oder für neue Benutzer definieren. Bei jedem Erstellen eines neuen Unterordners wird für den Unterordner automatisch ein neuer Kontingenteintrag generiert. Dazu wird die Vorlage verwendet, die im Profil für das automatisch zugewiesene Kontingent des übergeordneten Ordners definiert wurde. Diese automatisch generierten Kontingenteinträge können dann im Ergebnisbereich unter dem Knoten Kontingente als einzeln erstellte Kontingente angezeigt werden, die separat bearbeitet und geändert werden können.

So erstellen Sie ein automatisch zugewiesenes Kontingent

  1. Klicken Sie unter Kontingentverwaltung auf den Knoten Kontingente.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Kontingente, und klicken Sie dann auf Kontingent erstellen (oder klicken Sie im Bereich Aktionen auf Kontingent erstellen). Das Dialogfeld Kontingent erstellen wird geöffnet.

  3. Geben Sie unter Kontingentpfad den Namen des Volumes bzw. übergeordneten Ordners ein, auf das bzw. den das Kontingentprofil angewendet werden soll, oder navigieren Sie dorthin. Das automatisch zugewiesene Kontingent wird auf alle Unterordner (aktuelle und zukünftige) des Volumes bzw. Ordners angewendet.

  4. Klicken Sie auf Vorlage automatisch anwenden und Kontingente in Unterordnern erstellen.

  5. Wählen Sie unter Eigenschaften aus dieser Kontingentvorlage ableiten die Kontingentvorlage aus der Dropdownliste aus, die Sie anwenden möchten. Beachten Sie, dass die Eigenschaften für jede Vorlage unter Zusammenfassung der Kontingenteigenschaften angezeigt werden.

  6. Klicken Sie auf Erstellen.

    noteHinweis
    • Öffnen Sie zum Überprüfen aller automatisch generierten Kontingente den Knoten Kontingente, und klicken Sie dann auf Aktualisieren. Ein individuelles Kontingent für jeden Unterordner sowie das Profil für das automatisch zugewiesene Kontingent auf dem übergeordneten Volume bzw. im übergeordneten Ordner werden aufgelistet.

    • Klicken Sie zum ausschließlichen Auflisten automatisch zugewiesener Kontingente oben im Ergebnisbereich auf Filter, und wählen Sie dann Automatisch zugewiesene Kontingente aus.

Bearbeiten eines automatisch zugewiesenen Kontingents

Wenn Sie an einem automatisch zugewiesenen Kontingent Änderungen vornehmen, können Sie diese Änderungen auf vorhandene Kontingente im Pfad für das automatisch zugewiesene Kontingent erweitern. Sie können entweder nur die mit dem ursprünglichen automatisch zugewiesenen Kontingent übereinstimmenden Kontingente oder alle Kontingente im Pfad für das automatisch zugewiesene Kontingent ändern – unabhängig davon, ob seit deren Erstellung Änderungen vorgenommen wurden. Da automatisch zugewiesene Kontingente auf Kontingentvorlagen basieren, müssen jegliche spezifische Eigenschaftsänderungen in der für das ursprüngliche automatisch zugewiesene Kontingent verwendeten Kontingentvorlage erstellt werden oder durch das Erstellen einer neuen Kontingentvorlage mit den gewünschten Eigenschaften erfolgen. Weitere Informationen zum Ändern einer vorhandenen Kontingentvorlage finden Sie unter Aktualisieren von Kontingenten durch Bearbeiten einer Kontingentvorlage.

noteHinweis
Wenn Sie die Änderungen auf alle Kontingente im Pfad für das automatisch zugewiesene Kontingent anwenden, werden alle von Ihnen erstellten benutzerdefinierten Kontingenteigenschaften überschrieben.

So bearbeiten Sie ein automatisch zugewiesenes Kontingent

  1. Wählen Sie unter Kontingente das zu ändernde automatisch zugewiesene Kontingent aus.

    noteHinweis
    Klicken Sie zum ausschließlichen Auflisten automatisch zugewiesener Kontingente oben im Ergebnisbereich auf Filter, und wählen Sie dann Automatisch zugewiesene Kontingente aus.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das zu ändernde automatisch zugewiesene Kontingent, und klicken Sie dann auf Kontingenteigenschaften bearbeiten (oder klicken Sie im Bereich Aktionen unter Ausgewählte Kontingente auf Kontingenteigenschaften bearbeiten). Das Dialogfeld Automatisch zugewiesene Kontingente bearbeiten wird geöffnet.

  3. Wählen Sie unter Eigenschaften aus dieser Kontingentvorlage ableiten die neue Kontingentvorlage aus, die Sie anwenden möchten. Sie können die Eigenschaften der jeweiligen Kontingentvorlage im Listenfeld Zusammenfassung der Eigenschaften des automatisch zugewiesenen Kontingents überprüfen.

  4. Klicken Sie auf OK. Das Dialogfeld Aus dem automatisch zugewiesenen Kontingent abgeleitete Kontingente aktualisieren wird geöffnet.

  5. Wählen Sie den Aktualisierungstyp aus, den Sie anwenden möchten:

    • Wenn Sie über Kontingente verfügen, die seit ihrem automatischen Generieren geändert wurden und die Sie nicht ändern möchten, wählen Sie Automatisch zugewiesenes Kontingent nur auf abgeleitete Kontingente anwenden, die mit dem ursprünglichen automatisch zugewiesenen Kontingent übereinstimmen aus. Bei dieser Option werden nur die Kontingente im Pfad für das automatisch zugewiesene Kontingent aktualisiert, die seit deren automatischer Generierung nicht bearbeitet wurden.

    • Wenn Sie alle vorhandenen Kontingente im Pfad des automatisch zugewiesenen Kontingents ändern möchten, wählen Sie Automatisch zugewiesenes Kontingent auf alle abgeleiteten Kontingente anwenden aus.

    • Wenn die vorhandenen Kontingente unverändert bleiben sollen, das geänderte automatisch zugewiesene Kontingent jedoch für neue Unterordner im Pfad für das automatisch zugewiesene Kontingent wirksam werden soll, wählen Sie Zugewiesenes Kontingent nicht auf abgeleitete Kontingente anwenden aus.

  6. Klicken Sie auf OK.

Überwachen der Kontingentverwendung

Zusätzlich zu den in den Benachrichtigungen enthaltenen Informationen erhalten Sie außerdem Informationen zum Kontingentbedarf, wenn Sie die Kontingente in Kontingentverwaltung anzeigen, einen Kontingentbedarfsbericht generieren oder weiche Kontingentgrenzen zur Überwachung der Gesamt-Datenträgerverwendung erstellen.

Anzeigen von Kontingentinformationen

Klicken Sie zum Anzeigen von Kontingentinformationen in der Konsolenstruktur des Ressourcen-Managers für Dateiserver auf Kontingentverwaltung, und klicken Sie dann auf Kontingente.

  • Im Ergebnisbereich finden Sie schnell Informationen zur Kontingentgrenze, zum bereits erreichten Prozentsatz der Kontingentgrenze, zum Typ der Kontingentgrenze (hart oder weich) und zu anderen Kontingentattributen.

    • Klicken Sie oben im Ereignisbereich auf Filter, um die Anzeige auf reguläre bzw. automatisch zugewiesene Kontingente oder auf solche Kontingente zu begrenzen, die sich auf einen bestimmten Pfad auswirken.

    • Klicken Sie auf eine Spaltenkopfzeile, um Kontingente nach diesem Attribut zu gruppieren.

  • Klicken Sie für zusätzliche Informationen zu einem Kontingent auf das entsprechende Kontingent. Im Beschreibungsbereich unten im Ergebnisbereich werden die maximale Verwendung aufgelistet und der verbleibende verfügbare Speicherplatz auf dem Volume angezeigt, auf dem das Kontingent erstellt wurde.

  • Klicken Sie zum Anzeigen aller Kontingente mit Grenzen, die auf ein bestimmtes Volume oder einen bestimmten Ordner angewendet werden, im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Kontingent (durch dessen Pfad identifiziert), und klicken Sie dann auf Kontingente anzeigen, die sich auf Ordner auswirken. Im Ergebnisbereich wird die gefilterte Liste anwendbarer Kontingente angezeigt.

    – oder –

    So filtern Sie die Ergebnisbereichsanzeige nach Kontingenten, die sich auf einen bestimmten Pfad auswirken

    1. Klicken Sie oben im Bereich auf Filter.

    2. Klicken Sie im Dialogfeld Kontingentfilter unter Kontingentpfad auf die Option Dem folgenden Ordner übergeordnet oder auf die Option Dem folgenden Ordner untergeordnet.

    3. Geben Sie den Pfad ein, oder navigieren Sie dorthin.

    4. Klicken Sie auf OK.

Kontingentbedarfsbericht

Mithilfe des Kontingentbedarfsberichts können Sie Kontingente identifizieren, die bald überschritten werden. Auf diese Weise können Sie die entsprechende Aktion ausführen. Anweisungen zum Generieren eines Kontingentbedarfsberichts finden Sie unter Generieren von Speicherberichten.

Vorlagen zum Überwachen der Datenträgerverwendung

Sie können für Volumes oder Freigaben weiche Kontingentgrenzen erstellen, um die Gesamt-Datenträgerverwendung zu überwachen. Der Ressourcen-Manager für Dateiserver bietet zu diesem Zweck die folgenden Standardvorlagen, die Sie verwenden (oder anpassen) können: die Vorlage 200 GB-Volumebelegung überwachen und die Vorlage 500 MB-Freigabe überwachen.

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