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Sonstige Änderungen in Windows 7

Letzte Aktualisierung: August 2009

Betrifft: Windows 7

In den folgenden Abschnitten dieses Dokuments werden weitere neue und geänderte Features in Windows 7 behandelt:

Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst (BITS)

Version 4.0 des intelligenten Hintergrundübertragungsdiensts (Background Intelligent Transfer Service, BITS) nutzt die BranchCache-Infrastruktur, um Peer-zu-Peer-Übertragungsfunktionalität bereitzustellen. Der Dienst ist nicht mit der Peercachinglösung von BITS 3.0 interoperabel, die in Windows Vista und Windows Server® 2008 enthalten war.

noteHinweis
Aufgrund dieser Änderung müssen alle Unternehmensanwendungen oder -dienste (z. B. Windows Server Update Services), die das Peercaching von BITS 3.0 verwenden, Dateien direkt vom Ursprungsserver herunterladen und können sie nicht mehr von einem Peercomputer beziehen. Sie können dieses Problem vermeiden oder beheben, indem Sie einen Computer unter Windows Server 2008 R2 verwenden, auf dem BranchCache installiert ist.

AppLocker

AppLocker ist die nächste Version des Features für Softwareeinschränkungsrichtlinien, das die Zugriffssteuerung für Anwendungen ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist AppLocker?.

Die Verbesserungen in AppLocker umfassen Folgendes:

  • AppLocker-PowerShell-Cmdlets. Diese Cmdlets bilden zusammen mit der AppLocker-Benutzeroberfläche die Bausteine für Erstellung, Test, Wartung und Problembehandlung von bzw. für AppLocker-Richtlinien. Weitere Informationen finden Sie unter AppLocker-PowerShell-Cmdlets.

  • Erzwingungsmodus "Nur überwachen". Mit dieser Einstellung können Sie feststellen, welche Anwendungen in einer Organisation verwendet werden, und von Ihnen erstellte Regeln von ihrer Bereitstellung testen. Wenn die AppLocker-Richtlinie für eine Regelsammlung auf Nur überwachen festgelegt ist, werden Regeln für diese Regelsammlung nicht erzwungen. Mit dem Erzwingungsmodus Nur überwachen können Regeln in AppLocker importiert und getestet werden, bevor sie bereitgestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter "Szenario 2: Verwenden der Überwachung zum Nachverfolgen der verwendeten Anwendungen" in AppLocker Step-by-Step Guide.

Windows PowerShell 2.0

Windows PowerShell 2.0 ist mit Windows PowerShell 1.0 kompatibel; vorhandene Skripts und Anwendungen müssen jedoch aktualisiert werden, um den folgenden Änderungen Rechnung zu tragen:

  • Der Wert des Registrierungseintrags PowerShellVersion unter HKLM\SOFTWARE\Microsoft\PowerShell\1\PowerShellEngine wurde in 2.0 geändert.

  • Es wurden neue Cmdlets und Variablen hinzugefügt, die möglicherweise mit Variablen und Funktionen in Profilen und Skripts in Konflikt stehen.

  • Durch den Operator -ieq wird ein Zeichenvergleich ohne Berücksichtigung der Groß- und Kleinschreibung durchgeführt.

  • Mit dem Get-Command-Cmdlet werden zusätzlich zu Cmdlets standardmäßig auch Funktionen abgerufen.

  • Systemeigene Befehle, die eine Benutzeroberfläche generieren, können nicht mittels Pipe an das Out-Host-Cmdlet übergeben werden.

  • Die neuen Sprachschlüsselwörter Begin, Process, End und Dynamic Param können in Konflikt mit ähnlichen Wörtern stehen, die in Skripts und Funktionen verwendet werden. Wenn diese Wörter als Sprachschlüsselwörter interpretiert werden, kann es zu Analysefehlern kommen.

  • Die Namensauflösung für Cmdlets wurde geändert. In Windows PowerShell 1.0 wurde ein Laufzeitfehler generiert, wenn von zwei Windows PowerShell-Snap-Ins Cmdlets mit demselben Namen exportiert wurden. In Windows PowerShell 2.0 wird das letzte zur Sitzung hinzugefügte Cmdlet ausgeführt, wenn Sie den Befehlsnamen eingeben. Zum Ausführen eines Befehls, der nicht standardmäßig ausgeführt wird, müssen Sie den Cmdlet-Namen mit dem Namen des Snap-Ins oder Moduls kennzeichnen, aus dem der Befehl stammt.

  • Durch die Angabe einer Funktion gefolgt von -? wird das Hilfethema für die Funktion aufgerufen, falls ein Hilfethema für die Funktion verfügbar ist.

  • Die Parameterauflösung für Microsoft .NET Framework-Methoden hat sich geändert. Wenn in Windows PowerShell 1.0 eine überladene .NET-Methode mit mehr als einer optimalen Syntax aufgerufen wurde, wurde kein Fehler gemeldet. In Windows PowerShell 2.0 wird in diesem Fall ein Mehrdeutigkeitsfehler gemeldet. Darüber hinaus wurde in Windows PowerShell 2.0 der Algorithmus zur Auswahl der optimalen Methode erheblich überarbeit, um die Anzahl der Mehrdeutigkeiten zu minimieren.

  • Wenn Sie Import-Module zum Laden von Befehlen verwenden, die nicht genehmigte Verben oder eingeschränkte Zeichen im Befehlsnamen verwenden, wird eine Warnung ausgegeben. Verwenden Sie den Get-Verb-Befehl, um eine Liste genehmigter Verben anzuzeigen. Verwenden Sie in Befehlsnamen keines der folgenden Zeichen:

    [ # , ( ) { } [ ] & - / \ $ ^ ; : " ' < > | ? @ ` * ~ % + =

  • Wenn Sie eine Auflistung in der Pipeline auflisten und versuchen, die Auflistung zu ändern, löst Windows PowerShell 2.0 einen Ausnahmefehler aus. So könnte beispielsweise der folgende Befehl in Windows PowerShell 1.0 ausgeführt werden, würde in Windows PowerShell 2.0 jedoch nach der ersten Pipeline-Iteration einen Fehler auslösen:

    $h = @{Name="Hello"; Value="Test"}
    $h.keys | foreach-object {$h.remove($_)}
    
    Erstellen Sie zur Vermeidung dieses Fehlers einen Teilausdruck für den Enumerator, indem Sie die Zeichen $() folgendermaßen verwenden:

    $($h.keys) | foreach-object {$h.remove($_)}
    

Weitere Informationen finden Sie unter Neues zu Windows PowerShell (möglicherweise in englischer Sprache) im Windows-Client-TechCenter.

Gruppenrichtlinie

In Windows 7 wurde die Gruppenrichtlinie folgendermaßen verbessert:

  • Neue Windows PowerShell-Cmdlets. Dieses Feature betrifft Windows 7 Enterprise, Windows 7 Professional und Windows 7 Ultimate. Vor Windows 7 erfolgte die Gruppenrichtlinienverwaltung und -automatisierung über die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC) oder mit Skripts für die COM-Schnittstellen der GPMC. In Windows 7 werden 25 neue Cmdlets eingeführt, die IT-Administratoren die Gruppenrichtlinieverwaltung und -automatisierung über Windows PowerShell ermöglichen. Mit diesen Cmdlets kann ein IT-Administrator Gruppenrichtlinienobjekte sichern, wiederherstellen, konfigurieren (über Registrierungseinstellungen) oder entsprechende Berichte erstellen. Diese Funktionalität wird bei der GPMC-Installation hinzugefügt.

  • ADMX-Unterstützung für "Reg_QWORD" und "Reg_MultiSZ". Vor Windows 7 konnte ein Registrierungsschlüssel des Typs QWORD oder MultiSZ nicht über administrative Vorlagen für Gruppenrichtlinien (ADMX) konfiguriert werden. Das ADMX-Schema wurde aktualisiert und unterstützt nun die Schlüsseltypen QWORD und MultiSZ.

  • Verbesserter ADMX-Editor. Dieses Feature betrifft Windows 7 Enterprise, Windows 7 Professional und Windows 7 Ultimate. Vor Windows 7 wurde der ADMX-Editor als Dialogfeld mit Registerkarten angezeigt, dessen Größe nicht verändert werden konnte. Der Text der Benutzeroberfläche war häufig abgeschnitten, und Hilfeinformationen waren nur schwer zu finden. Der neue ADMX-Editor wird in einem Fenster angezeigt, dessen Größe veränderbar ist und das das Abschneiden von Text verhindert. Informationen zu Einstellungen, einschließlich Hilfe und Kommentare, sind nun leichter zu finden.

  • Verbesserungen an Gruppenrichtlinieneinstellungen. Dieses Feature betrifft Windows 7 Enterprise, Windows 7 Professional und Windows 7 Ultimate. Die Gruppenrichtlinieneinstellungen wurden mit neuen Features erweitert, sodass nun die Konfiguration von Internet Explorer 8 möglich ist. Darüber hinaus steht in Windows 7 neue Funktionalität in Geplante Aufgaben und Energiesparpläne zur Verfügung. IT-Professionals können die Gruppenrichtlinieneinstellungen verwenden, um Einstellungen für Internet Explorer 8, für geplante Aufgaben und Energiesparpläne zentral zu konfigurieren. Diese Funktionalität wird bei der GPMC-Installation hinzugefügt. Darüber hinaus wurden die clientseitigen Erweiterungen der Gruppenrichtlinieneinstellungen in Windows 7 eingebunden, sodass IT-Administratoren Erweiterungen nicht über Windows Update oder das Download Center bereitstellen müssen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Neues in den Gruppenrichtlinien in Windows 7.

Eigenständiges Windows Update-Installationsprogramm

Das eigenständige Windows Update-Installationsprogramm (Wusa.exe) stellt in Windows 7 die folgenden Verbesserungen bereit:

  • Unterstützung der Deinstallation. Vor Windows 7 wurde von wusa.exe nur die Installation unterstützt. In Windows 7 bietet wusa.exe auch Unterstützung für die Deinstallation, sodass Administratoren Updates über die Befehlszeile deinstallieren können. Benutzer können ein Update deinstallieren, indem sie den Pfad zur MSU-Datei oder die Paketnummer (aus der Microsoft Knowledge Base) des zu deinstallierenden Updates angeben.

    Verwenden Sie den folgenden Befehl, um ein Update durch Angabe des vollständigen Updatepfads zu deinstallieren:

    wusa.exe /uninstall <Path>
    
    Verwenden Sie den folgenden Befehl, um ein Update durch Angabe der Updatepaketnummer aus der Microsoft Knowledge Base zu deinstallieren:

    wusa.exe /uninstall /kb:<KB Number>
    
  • Zusätzliche Befehlszeilenparameter. In Windows 7 sind neue Parameter verfügbar, um die Protokollierung, das Extrahieren von Inhalten aus einer MSU-Datei und die Steuerung des Neustartverhaltens, wenn ein Update im stillen Modus installiert wird, zu ermöglichen.

     

    Befehlszeilenparameter Windows Vista Windows 7

    /log

    Nicht verfügbar. Die Protokollierung konnte nur über Ablaufverfolgungstools aktiviert werden.

    Der neue Parameter ermöglicht die Protokollierung über das Tool Wusa.exe.

    /extract

    Nicht verfügbar. Inhalte von MSU-Dateien konnten nur mit dem Tool expand.exe extrahiert werden.

    Der neue Parameter ermöglicht das Extrahieren aus MSU-Dateien über das Tool Wusa.exe.

    /quiet

    Unterstützt nur die Option /norestart.

    Wurde erweitert und unterstützt nun auch die Optionen /forcerestart, /warnrestart und /promptrestart.

  • Erweiterte Fehlerinformationen. Das Tool Wusa.exe bietet erweiterte Fehlerinformationen und erleichtert auf diese Weise die Diagnose.

     

    Fehler Fehlercode in Windows Vista Fehlercode in Windows 7

    Das Update ist bereits installiert.

    1 (S_FALSE)

    0x240006 (WU_S_ALREADY_INSTALLED)

    Das Update ist nicht geeignet.

    1 (S_FALSE)

    0x80240017 (WU_E_NOT_APPLICABLE)

    noteHinweis
    Es ist ein Update verfügbar, um die Fehlercodes für Windows 7 auf Computern bereitzustellen, auf denen Windows Vista ausgeführt wird. Weitere Informationen zum Update finden Sie in Artikel 949545 (möglicherweise in englischer Sprache) der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=151807).

Suchen, Durchsuchen und Organisieren in Windows

In Windows 7 werden zahlreiche Features und Verbesserungen eingeführt, um IT-Professionals bei der Bereitstellung und Wartung von Funktionalität zum Suchen, Durchsuchen und Organisieren des Desktops zu unterstützen. Die zentralen Verbesserungen von in diesen Bereichen umfassen Folgendes:

  • Bessere Abstimmung auf alltägliche Workflows.

  • Verbesserte Leistung der Suchfunktion und höhere Relevanz der Suchergebnisse.

  • Einführung von Aggregation und Visualisierungen, um die Organisation zu verbessern.

  • Einführung von Sammelsuchen in Remoteindizes.

Weitere Informationen finden Sie unter Neues in Windows Search, und beim Durchsuchen und Organisieren in Windows.

.NET Framework Assistant und das Windows Presentation Foundation-Plug-In für Firefox

Der .NET Framework Assistant und das Windows Presentation Foundation-Plug-In (WPF) für Firefox sind nicht in Windows 7 enthalten. Diese Komponenten waren im Lieferumfang von .NET Framework 3.5 Service Pack 1 enthalten und sind mittlerweile veraltet.

Wenn Sie in Firefox versuchen, eine XAML-Browseranwendung (XBAP) anzuzeigen oder eine ClickOnce-Anwendung zu starten, versucht der Browser, die Datei herunterzuladen und zu speichern, anstatt sie zu starten.

Falls erforderlich, können Sie den .NET Framework Assistant unter den folgenden Adressen herunterladen:

Das WPF-Plug-In für Firefox wird zu einem späteren Zeitpunkt auf ähnliche Weise veröffentlicht.

Auf der Microsoft Update-Website (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=157925) finden Sie darüber hinaus Strategien für die Bereitstellung dieser Komponenten.

Windows Media Audio-Sprachencoder und -decoder

Die DirectX Media Objects (DMOs) für den Windows Media Audio-Sprachencoder (wmspdmoe.dll) und den Windows Media Audio-Sprachdecoder (wmspdmod.dll) wurden in Windows 7 aktualisiert. Sie geben nun einen Fehler aus, wenn der Versuch unternommen wird, sie jenseits der unterstützten Samplingraten von 8 kHz, 16 kHz, 11,25 kHz und 22,5 kHz zu verwenden.

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