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Lite-Touch, High-Volume Deployment

Die Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" (Bereitstellung mit geringer Interaktion, hohes Volumen) ist für mittelgroße Organisationen geeignet, die eine IT-Abteilung (Information Technology) unterhalten und für die Übernahme von Technologien manchmal auf Partner zurückgreifen. Organisationen, die auf diese Strategie zurückgreifen, verfügen üblicherweise über 200–500 Clientcomputer und mindestens einen Standort mit über 25 Benutzern. Sie verfügen normalerweise über verwaltete Netzwerke an verteilten Standorten mit Windows Server.

Mittelgroße Organisationen stellen häufig mithilfe der Tools und Technologien von Microsoft für das Betriebssystem Windows eigene Bereitstellungslösungen zusammen. Diese Lösungen bestehen üblicherweise aus Kombinationen aus Antwortdateien, Skripts, dem Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) usw.

Organisationen dieser Art können aus Microsoft Deployment Toolkit (MDT) 2010 Nutzen ziehen, einem kostenlos erhältlichen Solution Accelerator. MDT 2010 enthält Tausende Zeilen Code, der von den Mitarbeitern, Partnern und Kunden von Microsoft entwickelt wurde. Mit diesem Code können Sie ein Bereitstellungsframework für Windows-Betriebssysteme bereitstellen und sich auf diese Weise auf Ihr Unternehmen konzentrieren, anstatt programmieren zu müssen.

Informationen zur Strategie

Kunden können mit MDT 2010 die Bereitstellungsstrategien "Lite-Touch" und "Zero-Touch" umsetzen. Mittelgroße Organisationen, die nicht über die erforderliche Infrastruktur für die Strategie "Zero-Touch" verfügen, sollten am besten die Strategie "Lite-Touch" verwenden. Für eine Installation nach der Strategie "Lite-Touch" mit MDT 2010 ist lediglich eine Infrastruktur erforderlich, die bei den meisten mittelgroßen Organisationen bereits vorhanden ist. (Die einzige Voraussetzung ist ein Dateiserver.)

Mit der Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" unter Verwendung von MDT 2010 werden die Bereitstellung optimiert und die Supportkosten gesenkt, da eine konsistentere Konfiguration mit geringeren Supporteingriffen entsteht, ohne dass in größerem Ausmaß in die Infrastruktur investiert werden muss.

Zu den Vorteilen der Integration von MDT 2010 mit der Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" gehören folgende:

  • Weniger Probleme, da die Konfigurationen auf allen Clientcomputern konsistent sind.

  • Einfachere Bereitstellung, da die Installation von Anwendungen, Gerätetreibern und Updates durch MDT 2010 bearbeitet wird.

  • Optimierte Wartung, da es einfach ist, Anwendungen, Gerätetreiber und Updates zu aktualisieren.

noteHinweis
MDT 2010 unterstützt Abbilder mit unterschiedlich komplexen Inhalten. Sie können z. B. ein Windows-Abbild mit geringer Anpassung erstellen und dann Anwendungen, Gerätetreiber und Updates auf den einzelnen Clientcomputern manuell oder automatisch installieren. Ebenso ist es auch möglich, ein Abbild vor der Bereitstellung mit Anwendungen, Gerätetreiber und Updates anzupassen.

Sie sollten die Abbilder nur geringfügig anpassen, da auf diese Weise der Zeit- und Kostenaufwand für die Wartung verringert wird. Die Verwendung von geringfügig angepassten Abbildern mit der Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" ist mit MDT 2010 einfach: Diese Art von Abbildern wird in der Strategie sogar empfohlen.

Strategieanforderungen

Für die Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" sind folgende Elemente erforderlich:

  • Microsoft Assessment and Planning Toolkit

  • Von Microsoft bereitgestellte volumenlizenzierte Medien

  • MDT 2010

  • Windows USMT (User State Migration Toolkit)

  • Anwendungskompatibilitäts-Toolkit (Application Compatibility Toolkit, ACT)

  • Windows AIK

  • Dateiserver zum Speichern der Distributionsfreigabe

  • Eine der folgenden Möglichkeiten:

    • Medien, mit denen die Clientcomputer während der Bereitstellung gestartet werden können

    • Ein Server mit der Rolle Windows-Bereitstellungsdienste

Einschränkungen der Strategie

Die Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment" weist keine besonderen Einschränkungen für mittelgroße Organisationen auf. Eine gewisse Interaktion zu Beginn der Installation ist jedoch erforderlich. Mit wachsendem Umfang können mittelgroße Unternehmen MDT 2010 jedoch einfach erweitern und so einen Ablauf mit extrem geringer Interaktion erzielen, indem sie lediglich eine Datenbank konfigurieren und die Rolle Windows-Bereitstellungsdienste bereitstellen. Mit dem Vermeiden von Benutzerinteraktionen im Bereitstellungsvorgang durch automatisierte Installation von Anwendungen und Konfiguration des Betriebssystems werden die Kosten für die Bereitstellung und den Support verringert.

Bereitstellungsprozess

In der folgenden Tabelle finden Sie eine allgemeine Beschreibung des Bereitstellungsprozesses mit der Strategie "Lite-Touch, High-Volume Deployment". In der linken Spalte wird der Schritt beschrieben, und die rechte Spalte enthält Links zu ausführlichen Informationen zu diesem Schritt.

 

Schritt Weitere Informationen

1. Wenn in Ihrer Organisation eine neue Version von Windows bereitgestellt wird, ermitteln Sie mit dem Microsoft Assessment and Planning Toolkit, wie gut sie auf die neue Version vorbereitet ist.

Microsoft Assessment and Planning Toolkit (möglicherweise in englischer Sprache)

2. Teilen Sie mithilfe des ACT die Anwendungen Ihrer Organisation in Prioritäten ein, legen Sie den Kompatibilitätsstatus fest, und führen Sie Anwendungen zusammen. Das ACT kann Organisationen dabei helfen, Anwendungen mit Kompatibilitätsproblemen zu warten oder ihre Einsatzbereiche zu bestimmen.

Microsoft-Anwendungskompatibilitäts-Toolkit (Application Compatibility Toolkit, ACT), Version 5.5 (möglicherweise in englischer Sprache)

3. Bereiten Sie die Infrastruktur auf MDT 2010 vor, indem Sie einen Dateiserver für die Ressource mit Distributionsfreigabe erstellen. Installieren und konfigurieren Sie optional die Rolle Windows-Bereitstellungsdienste in Windows Server 2008 R2. Das Starten von Clientcomputern mit den Windows-Bereitstellungsdiensten ist die einfachste Methode zum Starten einer Netzwerkbereitstellung.

4. Installieren Sie MDT 2010 auf dem Dateiserver zusammen mit zusätzlichen Komponenten wie dem USMT.

5. Erstellen Sie eine Distributionsfreigabe, die Betriebssysteme, Anwendungen, Gerätetreiber und Updates enthält.

Microsoft-Bereitstellung: Abbilderstellungsleitfaden für die Arbeitsumgebung (möglicherweise in englischer Sprache)

6. Erstellen Sie in MDT 2010 eine Aufgabenabfolge für jede Konfiguration, die Sie bereitstellen möchten, und passen Sie diese an. Aufgabenabfolgen enthalten Anweisungen zum Installieren und Konfigurieren von Windows.

Ändern von Aufgabenabfolgen (möglicherweise in englischer Sprache)

7. Erstellen Sie in MDT 2010 einen Bereitstellungspunkt, und aktualisieren Sie diesen. In Bereitstellungspunkten wird beschrieben, wie eine Verbindung zu den Dateien in der Ressource mit Distributionsfreigabe (oder zu einer Kopie dieser Dateien) hergestellt werden kann. Indem Sie den Bereitstellungspunkt anpassen, können Sie festlegen, in welchem Ausmaß die Benutzer während der Bereitstellung mit MDT 2010 interagieren. Bei der Aktualisierung eines Bereitstellungspunkts werden Windows PE-Abbilder erstellt, mit denen Sie Clientcomputer während der Bereitstellung starten.

Vorbereiten der Bereitstellungsumgebung (möglicherweise in englischer Sprache)

8. Erstellen Sie ein Gerät zum Starten des Windows PE-Abbilds, indem Sie ein Wechselspeichermedium mit den von MDT 2010 beim Aktualisieren des Bereitstellungspunkts erstellten Abbildern vorbereiten. Fügen Sie optional das Windows PE-Abbild den Windows-Bereitstellungsdiensten hinzu. Dadurch kann das Abbild während der Bereitstellung schnell und einfach gestartet werden.

Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines startbaren Windows PE-RAM-Datenträgers auf einem USB-Flashlaufwerk

9. Starten Sie jeden Clientcomputer mit dem Windows PE-Abbild, und befolgen Sie dann die Anweisungen, um sich bei der Ressource mit Distributionsfreigabe anzumelden. Wählen Sie anschließend eine Aufgabenabfolge aus, und installieren Sie Windows.

Ausführen des Assistenten für die Windows-Bereitstellung

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