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Desktopbereitstellung unter Windows 7: Übersicht

Letzte Aktualisierung: Juni 2009

Betrifft: Windows 7

Mit Windows® 7, das auf den in Windows Vista® eingeführten Technologien aufbaut, können Sie die Desktopbereitstellung optimieren. Durch die Technologien in Windows 7 wird die Anwendungskompatibilität verbessert, und dank neuer Tools in Windows 7 können Sie die Ressourcenbewertung und die Bereitschaftsprüfung verkürzen. Zu den weiteren Verbesserungen in Windows 7 zählen folgende:

  • Bereitstellen weiterer Optionen für die Erstellung und Bereitstellung von Abbildern. Eine einzige, zusammengefasste Sammlung von Tools vereinfacht die Pflege von Abbildern während des ganzen Betriebssystem-Lebenszyklus.

  • Optimieren der Bereitstellung mit verbesserter Treiberhandhabung durch die dynamische Treiberbereitstellung. Hierdurch kann die Abbildgröße reduziert werden, da Treiber während der Bereitstellung dynamisch mit Plug & Play-IDs oder BIOS-Eigenschaften abgeglichen dann aus einem zentralen Speicher abgerufen werden.

  • Verbesserte Dateiübermittlung durch die Windows-Bereitstellungsdienste. Durch die Verwendung von Multicastübertragungen mit mehreren Datenströmen wird der Bandbreitenbedarf reduziert und die Geschwindigkeit und Flexibilität erhöht.

  • Verbessertes Installationsverhalten durch ein schnelleres und konsistenteres Setup, leistungsstarke Tools für die Strukturierung von Installationsaufgaben und die schnellere Übertragung von Benutzerdateien und -einstellungen.

Weitere Informationsquellen, Artikel, Demos und Anleitungen zu Windows 7 finden Sie in der Springboard-Serie für Windows 7 (möglicherweise in englischer Sprache)

Eine herunterladbare Version dieses Dokuments finden Sie unter Desktopbereitstellung unter Windows 7: Übersicht (möglicherweise in englischer Sprache) im Microsoft Download Center.

Inhalt dieses Dokuments

Verbesserte Bereitschaftsprüfung für Anwendungen und Hardware

Verbesserte Abbilderstellung und Dateiübermittlung

Optimierte Installation und Dateimigration

Verbesserte Bereitschaftsprüfung für Anwendungen und Hardware

Windows 7 nutzt die Investitionen, die in Windows Vista-Hardware und zum Herstellen der Anwendungskompatibilität getätigt wurden. Darüber hinaus unterstützen Windows 7 und die darin enthaltenen Tools IT-Professionals im Rahmen der Ressourcenbewertung und -bereitschaftsprüfung:

  • Integrierte Features   Windows 7 bietet systemeigene Ausgleichsfeatures für eine erweiterte und priorisierte Liste von Anwendungen. Benutzern stehen darüber hinaus zusätzliche Möglichkeiten zum Anwenden von Kompatibilitätsmodi zur Verfügung, indem Problembehandlungsfeatures genutzt werden, um Probleme bei nicht kompatiblen oder unbekannten Anwendungen auszugleichen. Außerdem werden in Windows 7 das gleiche Treibermodell und die gleichen Hardwareleistungskriterien wie in Windows Vista verwendet, sodass die meisten Hardwareprodukte, die nach der Veröffentlichung von Windows Vista hergestellt wurden, mit Windows 7 kompatibel sind.

  • Anwendungskompatibilitäts-Toolkit (ACT)   Mit ACT können Sie einen umfassenden Anwendungs- und Hardwarebestand erfassen. Mithilfe von ACT-Tools können Sie außerdem Kompatibilitätsprobleme testen und ausgleichen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft-Anwendungskompatibilitäts-Toolkit (ACT), Version 5.5 (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Microsoft Assessment and Planning (MAP) Toolkit   Das MAP-Toolkit ist eine Hardware- und Anwendungsbestandslösung ohne Agents, die ausführliche Kompatibilitätsberichte bereitstellt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Assessment and Planning Toolkit (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Windows-Kompatibilitätscenter   Das Windows-Kompatibilitätscenter ist ein vereinheitlichtes Online-Kompatibilitätscenter, das Kompatibilitätsinformationen sowohl zu Anwendungen als auch zu Geräten bereitstellt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Windows 7-Kompatibilitätscenter (möglicherweise in englischer Sprache).

Verbesserte Abbilderstellung und Dateiübermittlung

In Windows 7 wurden die Tools, die Sie beim Erstellen und Bereitstellen von Betriebssystemabbildern verwenden, optimiert und erweitert. Unter Windows 7 verfügen Sie über zusätzliche Möglichkeiten, um Abbilder zu erstellen. Außerdem können Sie Abbilder während des gesamten Betriebssystem-Lebenszyklus pflegen. In den folgenden Abschnitten werden die Features in Windows 7 und die zugehörigen Tools beschrieben, mit denen Sie den Bereitstellungsprozess verbessern können.

Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM)

Die Abbildverwaltung für die Bereitstellung (Deployment Image Servicing and Management, DISM) ist ein Tool, um Windows 7-Abbilder offline zu erstellen und zu pflegen. Dies schließt sowohl WIM- als auch VHD-Abbilddateien (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) ein. DISM ist ein skriptfähiges Befehlszeilentool, das die Funktionen mehrerer Dienstprogramme für Windows Vista-Offlineabbilder zusammenfasst und erweitert. Dies schließt auch ImageX, International Settings Configuration (IntlCfg.exe), PEImg und den Paket-Manager (PkgMgr.exe) ein. DISM bietet außerdem die verbesserte Unterstützung für Fehlerberichterstattung und Problembehandlung.

Mit DISM können Sie Systemabbilder bereitstellen, die Bereitstellung von Systemabbildern aufheben und Betriebssystemkomponenten aktualisieren. Sie können Microsoft-fremde Gerätetreiber hinzufügen, auflisten und entfernen. Sie können Sprachpakete und internationale Einstellungen anwenden. Besonders wichtig ist jedoch, dass Sie sehr leicht einen Bestand aus Offlineabbildern verwalten können, die Treiber, Pakete, Features und Softwareupdates einschließen.

DISM unterstützt die Verwendung von Windows Vista-Skripts für Windows 7-Abbilder, indem Befehle des Paket-Managers in DISM-Befehle übersetzt werden. Mit DISM können Sie außerdem Windows Vista-Abbilder verwalten.

Weitere Informationen zu DISM finden Sie unter Technische Referenz zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung (möglicherweise in englischer Sprache).

Verwaltung und Bereitstellung virtueller Festplattenabbilder

Für virtuelle Festplatten (Virtual Hard Disks, VHDs) sind traditionellerweise andere Verwaltungs- und Bereitstellungslösungen erforderlich als für die systemeigenen, dateibasierten Windows-Abbilder (WIM). Unter Windows 7 können Sie Windows 7-basierte VHD-Abbilder mithilfe von DISM verwalten und VHD-Dateien mithilfe der Windows-Bereitstellungsdienste bereitstellen. Dies ist im Rahmen automatisierter Netzwerkbereitstellungen vorteilhaft, da der Bandbreitenbedarf geringer ist.

Darüber hinaus können Sie VHD-Dateien genauso wie WIM-Dateien für automatisierte Bereitstellungsszenarien bereitstellen. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn Tools für die Serverbereitstellung im Rechenzentrum verwendet werden.

Dynamische Treiberbereitstellung

Mit der dynamischen Treiberbereitstellung in Windows 7 können Sie die Größe von Abbildern und die Anzahl der zu wartenden Abbilder reduzieren. Bei der Einführung neuer Hardware in eine Umgebung ist es nicht notwendig, Abbilder zu aktualisieren.

Indem Treiber zentral und von Abbildern getrennt auf Bereitstellungsservern gespeichert werden, ist es möglich, ausgehend von Informationen im BIOS, Treiber dynamisch zu installieren oder Treibersammlungen zuzuweisen. Wenn Sie Treiber dynamisch installieren, listet Windows 7 die Plug & Play-Geräte während der Installation auf und wählt die Treiber dann, ausgehend von den Plug & Play-IDs der tatsächlich installierten Geräte, aus.

Durch die Verringerung der Anzahl der Treiber auf den einzelnen Computern können Sie die Anzahl der potenziellen Treiberkonflikte reduzieren. Dies bewirkt letztlich, dass sich Installations- und Setupzeiten reduzieren und die Zuverlässigkeit der Gesaminstallation steigt.

Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten und Bereitstellen von Treiberpaketen (möglicherweise in englischer Sprache).

Multicastübertragungen mit mehreren Datenströmen

Unter Windows 7 können Sie Multicastübertragungen mit mehreren Datenströmen verwenden, um Abbilder effizienter über das Netzwerk bereitzustellen. Anstatt für jeden Client eine direkte Verbindung zu einem Bereitstellungsserver herzustellen, können Bereitstellungsserver mithilfe von Multicastübertragungen Abbilder gleichzeitig an mehrere Clients übertragen.

Unter Windows 7 ist es Servern dank der Option für Übertragungen mit mehreren Datenströmen möglich, Clients mit vergleichbaren Bandbreitenkapazitäten zu Netzwerkdatenströmen zu gruppieren und auf diese Weise die größtmögliche Übertragungsrate sicherzustellen. Im Standardmulticastmodus, der in Windows Server® 2008 eingeführt wurde, wird die Dateiübertragungsrate für alle Clientcomputer vom langsamsten Computer bestimmt. Im Standardmulticastmodus ohne Übertragungen mit mehreren Datenströmen können Sie nun Schwellenwerte für die Mindestübertragungsleistung definieren, um langsamere Computer automatisch aus der Multicastgruppe zu entfernen.

Weitere Informationen finden Sie unter Durchführen von Multicastbereitstellungen (möglicherweise in englischer Sprache).

Optimierte Installation und Dateimigration

Unter Windows 7 wird das Installationsverhalten durch ein schnelleres und konsistenteres Setup, leistungsstarke Tools für die Strukturierung von Installationsaufgaben und die schnellere Übertragung von Benutzerdateien und -einstellungen verbessert. Windows 7 bietet Ihnen eine größere Auswahl an Tools, um die Auswirkungen einer Bereitstellung auf die Benutzer zu verringern oder vollständig zu vermeiden.

Windows-EasyTransfer bietet neue Features, um die Migrationsleistung für Windows 7 zu verbessern. Windows-EasyTransfer ist ein Befehlszeilentool, mit dem Sie Benutzerdateien und -einstellungen, z. B. Anwendungs- und Betriebssystemeinstellungen, von einer Windows-Installation zu einer anderen migrieren können. Windows-EasyTransfer stellt z. B. ein Feature für die Migration mittels fester Links zur Verfügung. Hierbei werden, wenn Sie den Computer mittels Neuinstallation aktualisieren, Dateien und Einstellungen migriert, ohne diese Dateien auf dem Datenträger physisch zu verschieben. Durch dieses Feature wird die Migrationsleistung erheblich verbessert.

Windows-EasyTransfer in Windows 7 umfasst darüber hinaus folgende Verbesserungen:

  • Die Notwendigkeit, benutzerdefinierte XML-Migrationsdateien schreiben zu müssen, wird verringert, indem ein dynamischer Algorithmus zur Verfügung gestellt wird, um Benutzerdokumente während der Bereitstellung zu erkennen.

  • Die Offlinemigration des Benutzerstatus wird unterstützt, wodurch Flexibilität und Leistung beim Erfassen der Benutzerdateien und -einstellungen steigen.

  • Mithilfe des Volumeschattenkopie-Dienstes werden aktuell verwendete Dateien migriert.

Weitere Informationen finden Sie unter Windows-EasyTransfer (möglicherweise in englischer Sprache).

Schlussfolgerung

Mit Windows 7 stellt Microsoft zahlreiche Verbesserungen zur Verfügung, um die Abbildbereitstellung zu optimieren. Zu diesen Verbesserungen zählen der systemeigene Ausgleich von Kompatibilitätsproblemen für eine erweiterte Anzahl von Anwendungen, neue und verbesserte Tools für die Abbilderstellung, die den Bereitstellungsprozess verbessern, sowie Verbesserungen, die die Migration von Benutzerdateien und -einstellungen optimieren.

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