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Konfigurieren von Datenträgern und Speicher

Betrifft: Windows Server 2008

Sie können virtuelle Festplatten als Speicheroption im Verwaltungsbetriebssystem verwenden und den Speicher dann für virtuelle Computer zur Verfügung stellen.

Zum Erstellen und Verwalten virtueller Festplatten können Sie das Tool Hyper-V-Manager verwenden. Zum Erstellen einer neuen virtuellen Festplatte verwenden Sie entweder den Assistenten für neue virtuelle Festplatten oder den Assistenten für neue virtuelle Computer. Wenn Sie dynamisch erweiterbare Festplatten erstellen, können Sie mit dem Assistenten für neue virtuelle Computer Speicher für den neuen virtuellen Computer erstellen, ohne den Assistenten für neue virtuelle Festplatten auszuführen. Dies kann nützlich sein, wenn Sie auf einem virtuellen Computer kurz nach der Erstellung ein Gastbetriebssystem installieren möchten.

Zum Erstellen einer neuen virtuellen Festplatte sind ein Name und ein Speicherort erforderlich.. Die Festplatten werden als VHD-Dateien gespeichert. Dadurch sind sie portabel, aber auch möglichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Sie sollten diese Risiken durch Vorsichtsmaßnahmen mindern, beispielsweise, indem Sie die VHD-Dateien an einem sicheren Ort speichern. Erstellen Sie die virtuelle Festplatte nicht in einem Ordner, der zur Verschlüsselung markiert ist. In Hyper-V wird die Verwendung von Speichermedien nicht unterstützt, wenn die VHD-Datei mit dem verschlüsselnden Dateisystem (Encrypting File System, EFS) verschlüsselt wurde. Sie können jedoch Dateien verwenden, die auf einem Volume mit Windows BitLocker-Laufwerkverschlüsselung gespeichert sind.

So erstellen Sie eine virtuelle Festplatte

  1. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Manager.

  2. Klicken Sie im Aktionsbereich auf Neu, und klicken Sie dann auf Festplatte.

  3. Bearbeiten Sie die Seiten des Assistenten, um die virtuelle Festplatte anzupassen. Sie können auf Weiter klicken, um alle Seiten des Assistenten nacheinander zu bearbeiten. Sie können aber auch im linken Bereich auf den Namen einer Seite klicken, um direkt zu einer Seite zu wechseln.

  4. Wenn Sie mit dem Konfigurieren der virtuellen Festplatte fertig sind, klicken Sie auf Fertig stellen.

Konfigurieren von direkt an einen virtuellen Computer angeschlossenen physischen Datenträgern

Sie können direkt an einen virtuellen Computer angeschlossene physische Datenträger als Speicheroption im Verwaltungsbetriebssystem verwenden. Auf diese Weise können virtuelle Computer auf Speicher zugreifen, der direkt dem Server mit Hyper-V zugeordnet ist, ohne dass das Volume zuvor konfiguriert werden muss. Bei dem Speicher kann es sich entweder um einen serverinternen physischen Datenträger oder um eine dem Server zugeordnete SAN-LUN (Logical Unit Number, logische Gerätenummer) handeln. (Eine logische Gerätenummer stellt einen logischen Verweis auf einen Teil des Speichersubsystems dar.) Der virtuelle Computer muss über exklusiven Zugriff auf den Speicher verfügen. Der Speicher muss somit in der Datenträgerverwaltung in den Offlinestatus versetzt werden. Die Größe des Speichers ist nicht begrenzt. Es kann sich also um eine LUN mit mehreren Terabyte handeln.

Bei Verwendung physischer Datenträger, die direkt an einen virtuellen Computer angeschlossen sind, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Dieser Datenträgertyp kann nicht dynamisch erweitert werden.

  • Sie können keine differenzierenden Festplatten mit diesem Typ verwenden.

  • Sie können keine Snapshots virtueller Festplatten erstellen.

So konfigurieren Sie direkt an einen virtuellen Computer angeschlossene physische Datenträger

  1. Ordnen Sie das Speichergerät, das Sie verwenden möchten, dem Server mit Hyper-V zu. Der Speicher wird in der Datenträgerverwaltung als RAW-Volume im Offlinestatus angezeigt.

  2. Zum Initialisieren des RAW-Volumes klicken Sie in der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf den zu initialisierenden Datenträger, und klicken Sie dann auf Datenträgerinitialisierung. Beachten Sie, dass sich der Datenträger im Onlinestatus befinden muss, damit Sie ihn initialisieren können.

  3. Wählen Sie im Dialogfeld Datenträgerinitialisierung den zu initialisierenden Datenträger aus. Sie können wählen, ob Sie den MBR-Partitionsstil (Master Boot Record) oder den GPT-Partitionsstil (GUID-Partitionstabelle) verwenden möchten.

  4. Nach dem Initialisieren eines Datenträgers müssen Sie ihn in den Offlinestatus zurücksetzen. Befindet sich der Datenträger nicht im Offlinestatus, ist er beim Konfigurieren des Speichers für einen virtuellen Computer nicht verfügbar.

  5. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Hyper-V-Manager.

  6. Wenn Sie den virtuellen Computer, auf dem Sie die physikalische Festplatte anfügen möchten, noch nicht erstellt haben, erstellen Sie ihn mit dem Assistenten für neue virtuelle Computer im Hyper-V-Manager, und wählen Sie auf der Seite Virtuelle Festplatte verbinden die Option Virtuelle Festplatte später zuordnen aus.

  7. Wählen Sie im Hyper-V-Manager unter Virtuelle Computer den virtuellen Computer aus, auf dem Sie die physikalische Festplatte anfügen möchten.

  8. Klicken Sie im Bereich Aktion unter dem Namen des virtuellen Computers auf Einstellungen.

  9. Klicken Sie im Navigationsbereich (linker Bereich) auf den Controller, an den Sie den Datenträger anschließen möchten. Wenn der Datenträger als Startdatenträger verwendet werden soll, müssen Sie ihn an einen IDE-Controller anschließen. Klicken Sie auf Hinzufügen.

  10. Wählen Sie auf der Seite Festplatte den Ort auf dem Controller aus, an den der Datenträger angeschlossen werden soll.

  11. Geben Sie unter Medien die physische Festplatte an. Wird die Festplatte nicht in der Dropdownliste unter Physische Festplatte angezeigt, stellen Sie in der Datenträgerverwaltung sicher, dass sich die Festplatte im Offlinestatus befindet.

  12. Nachdem die physische Festplatte konfiguriert wurde, können Sie den virtuellen Computer starten und Daten auf der Festplatte speichern. Beim Installieren eines Betriebssystems wird die Festplatte automatisch für die Verwendung vorbereitet. Falls Sie die physische Festplatte zum Speichern von Daten verwenden, muss sie zunächst vom virtuellen Computer vorbereitet werden.

    Wenn Sie ein Betriebssystem auf der physischen Festplatte installieren und sich die Festplatte vor dem Start des virtuellen Computers im Onlinestatus befindet, kann der virtuelle Computer nicht gestartet werden. Sie müssen die Konfigurationsdatei des virtuellen Computers an einem anderen Speicherort speichern, da die physische Festplatte von der Betriebssysteminstallation verwendet wird. Sie können die Konfigurationsdatei beispielsweise auf einem anderen internen Laufwerk des Servers mit Hyper-V speichern.

Konfigurieren des iSCSI-basierten Speichers

Vom Gastbetriebssystem aus können Sie eine direkte Verbindung mit iSCSI-LUNs in einem Speicherarray herstellen. Eine direkte Verbindung mithilfe von iSCSI bietet im Vergleich zu anderen iSCSI-LUN-Optionen die folgenden Vorteile:

  • SAN-Verwaltungsanwendungen können transparent ausgeführt werden.

  • Gast-Clusterunterstützung.

  • Sie können eine Verbindung mit iSCSI-LUNs herstellen, ohne das Gastbetriebssystem herunterzufahren und neu zu starten.

  • LUNs können im Gastbetriebssystem auf die gleiche Weise wie LUNs in der physischen Umgebung verwaltet werden.

  • Unterstützung von VSS-Hardwaresnapshots im Gastbetriebssystem.

So konfigurieren Sie iSCSI-Direktverbindungen in einem Gastbetriebssystem unter Windows Server 2008 oder Windows Vista

  1. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf iSCSI-Initiator.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Suche, und klicken Sie dann auf Hinzufügen, um die IP-Adresse oder den DNS-Namen des iSCSI-Zielgeräts einzugeben.

  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Ziele, und wählen Sie das Zielgerät aus, mit dem Sie eine Verbindung herstellen möchten.

  4. Klicken Sie auf Anmelden, und konfigurieren Sie dann im Dialogfeld Anmelden am Ziel die Anmeldeparameter. Klicken Sie anschließend auf OK.

  5. Öffnen Sie Computerverwaltung. Schalten Sie den iSCSI-Datenträger online, und erstellen Sie in der neuen iSCSI-LUN Partitionen.

noteHinweis
Für Gastbetriebssysteme unter Windows Server 2003 oder Windows XP müssen Sie den Microsoft iSCSI-Initiator im Microsoft Download Center (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=160332) herunterladen.

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