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Neues in der Windows Server-Sicherung

Veröffentlicht: August 2009

Betrifft: Windows Server 2008 R2

Worin bestehen die wichtigsten Änderungen?

Die Windows Server-Sicherung wurde in Windows Server® 2008 R2 erheblich erweitert und enthält Features, durch die Sie mehr Kontrolle über die gesicherten Dateien und den Speicherort für Sicherungen erhalten. Außerdem wird erweiterte Befehlszeilenunterstützung und Windows PowerShell™-Unterstützung für die Remoteverwaltung von Sicherungen bereitgestellt.

Die folgenden Änderungen sind in Windows Server 2008 R2 verfügbar. Durch diese Änderungen wird die Flexibilität, Effizienz und Verwaltbarkeit beim Erstellen und Verwalten von Sicherungen sowie beim Ausführen von Wiederherstellungen verbessert:

  • Möglichkeit zum Sichern bzw. Ausschließen einzelner Dateien und zum Ein- bzw. Ausschließen von Dateitypen und Pfaden von einem Volume

  • Verbesserte Leistung und Verwendung inkrementeller Sicherungen

  • Erweiterte Optionen für die Sicherungsspeicherung

  • Verbesserte Optionen und Leistung für Sicherungen und Wiederherstellungen des Systemstatus

  • Erweiterte Befehlszeilenunterstützung

  • Erweiterte Windows PowerShell-Unterstützung

Details zu diesen Änderungen finden Sie im Abschnitt zu neuen Funktionen weiter unten in diesem Thema.

Welche Funktion hat die Windows Server-Sicherung?

Die Windows Server-Sicherung besteht aus einem MMC-Snap-In (Microsoft Management Console), Befehlszeilentools sowie einem Windows PowerShell-Snap-In und Cmdlets, die zusammen eine vollständige Lösung für tägliche Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben darstellen. Mit der Windows Server-Sicherung können Sie einen vollständigen Server (alle Volumes), ausgewählte Volumes, den Systemstatus oder bestimmte Dateien und Ordner sichern und eine Sicherung erstellen, die Sie für die Bare-Metal-Recovery verwenden können. Sie können Volumes, Ordner, Dateien, bestimmte Anwendungen und den Systemstatus wiederherstellen. In Notfällen, beispielsweise bei Festplattenfehlern, können Sie zudem eine Bare-Metal-Recovery ausführen. Mit der Windows Server-Sicherung können Sie Sicherungen für den lokalen Computer oder einen Remotecomputer erstellen und verwalten. Außerdem können Sie die automatische Ausführung von Sicherungen planen.

Für wen ist dieses Feature von Interesse?

Die Windows Server-Sicherung ist für alle Benutzer vorgesehen, die eine einfache Sicherungslösung benötigen, von kleineren Firmen bis zu großen Unternehmen.

Die folgenden Gruppen sind möglicherweise an diesen Änderungen interessiert:

  • IT-Professionals, die für Infrastruktur, Sicherung und Notfallwiederherstellung zuständig sind.

  • Kleine Unternehmen oder Personen, die nicht IT-Professionals sind und eine schrittweise All-in-One-Sicherungslösung suchen

  • Mittlere oder große Unternehmen, die eine flexible und effiziente Sicherungslösung suchen, die durch Skripts gesteuert und remote verwaltet werden kann

Gibt es spezielle Überlegungen?

Zum Ausführen einer Bare-Metal-Recovery oder Betriebssystemwiederherstellung benötigen Sie eine (mit der Windows Server-Sicherung erstellte) Sicherung des vollständigen Servers oder nur der Volumes, die Betriebssystemdateien enthalten, und die Windows-Wiederherstellungsumgebung. Das gesamte System wird dann auf dem alten System oder auf einer neuen Festplatte wiederhergestellt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Wiederherstellen des Betriebssystems oder des vollständigen Servers (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=159599).

Bestimmte Sicherungs- oder Wiederherstellungsaufgaben müssen mit zwei Computern unter der gleichen Version von Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden, während andere mit Computern ausgeführt werden können, bei denen es keine Rolle spielt, welche dieser Versionen ausgeführt wird. In der folgenden Tabelle werden die Aufgaben aufgeführt, die Sie mit einem bestimmten Sicherungstyp ausführen können.

Weitere Informationen zu den Aspekten, die Sie bei der Verwendung der Windows Server-Sicherung in Windows Server 2008 R2 berücksichtigen müssen, finden Sie unter Windows Server-Sicherung (Übersicht) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=159614).

 

  Mit Windows Server 2008 erstellte Sicherung Mit Windows Server 2008 R2 erstellte Volumesicherung Mit Windows Server 2008 R2 erstellte Datei- bzw. Ordnersicherung Mit Windows Server 2008 erstellte Bare-Metal-Recovery-Sicherung

Ausführen einer Datei- bzw. Ordnerwiederherstellung für einen Computer unter Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Ausführen einer Volumewiederherstellung für einen Computer unter Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Ausführen einer Bare-Metal-Recovery für einen Computer unter Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Ausführen einer Wiederherstellung des Systemstatus für einen Computer unter Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit dem Wbadmin-Befehl auf einem Computer unter Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit dem MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung in Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit den Windows PowerShell-Cmdlets in Windows Server 2008

Unterstützt

Nicht unterstützt

Nicht unterstützt

Unterstützt

Ausführen von Remotesicherungen oder -wiederherstellungen mithilfe der Option Verbindung mit anderem Computer herstellen in Windows Server 2008 R2

Nicht unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Nicht unterstützt

Ausführen einer Datei- bzw. Ordnerwiederherstellung für einen Computer unter Windows Server 2008 R2

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Ausführen einer Volumewiederherstellung für einen Computer unter Windows Server 2008 R2

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Ausführen einer Bare-Metal-Recovery für einen Computer unter Windows Server 2008 R2

Nicht unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Nicht unterstützt

Ausführen einer Wiederherstellung des Systemstatus für einen Computer unter Windows Server 2008 R2

Nicht unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Nicht unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit dem Wbadmin-Befehl für einen Computer unter Windows Server 2008 R2

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit der Benutzeroberfläche der Windows Server-Sicherung in Windows Server 2008 R2

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Verwalten von Sicherungen mit den Windows PowerShell-Cmdlets in Windows Server 2008 R2

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Unterstützt

Welche neuen Funktionen bietet dieses Feature?

Möglichkeit zum Sichern bzw. Ausschließen einzelner Dateien und zum Ein- bzw. Ausschließen von Dateitypen und Pfaden von einem Volume

Sie können mit der Windows Server-Sicherung ausgewählte Dateien anstatt nur vollständiger Volume sichern. Außerdem können Sie Dateien basierend auf dem Dateityp oder Pfad von den Sicherungen ausschließen.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Diese Änderung bietet mehr Flexibilität und Kontrolle über die in die Sicherungen einzuschließenden Dateien, sodass Sie nicht vollständige Volumes sichern müssen.

Worin bestehen die Unterschiede?

Dem Assistenten für den Sicherungszeitplan und dem Assistenten für die Einmalsicherung (verfügbar im Snap-In Windows Server-Sicherung) wurden neue Optionen hinzugefügt. Mithilfe dieser Optionen können Sie Dateien und Ordner auswählen, um diese der Sicherung hinzuzufügen, und Dateitypen und Pfade von der Sicherung ausschließen. Außerdem wurden die Befehle Wbadmin enable backup und Wbadmin start backup aktualisiert und enthalten jetzt ebenfalls diese Funktionen.

Verbesserte Leistung und Verwendung inkrementeller Sicherungen

Mit der Windows Server-Sicherung werden standardmäßig inkrementelle Sicherungen erstellt, die wie vollständige Sicherungen verwendet werden (Sie können beliebige Elemente aus einer einzelnen Sicherung wiederherstellen, aber die Sicherung belegt nur den für eine inkrementelle Sicherung benötigten Speicherplatz). Alle Datei- bzw. Ordnersicherungen (mit Ausnahme der ersten) sind inkrementelle Sicherungen, bei denen nur die geänderten Dateien gelesen und in den Sicherungsspeicherort übertragen werden. Darüber hinaus ist bei der Windows Server-Sicherung kein Benutzereingriff erforderlich, um regelmäßig durch Löschen älterer Sicherungen auf der Festplatte Speicherplatz für neuere Sicherungen freizugeben - ältere Sicherungen werden automatisch gelöscht.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Durch diese Änderung wird die Leistung bezüglich des Zeitaufwands für das Erstellen von Sicherungen mit geringerem Platzbedarf verbessert. Außerdem müssen Administratoren aufgrund dieser Änderung ältere Sicherungen nicht manuell löschen oder anderweitig sicherstellen, dass nicht benötigte Sicherungen gelöscht werden.

Worin bestehen die Unterschiede?

Zum Erstellen inkrementeller Sicherungen ist kein Benutzereingriff erforderlich. Wenn Sie jedoch vollständige Volumes sichern, können Sie mithilfe des aktualisierten Dialogfelds Sicherungsleistung optimieren im MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung die Leistungseinstellungen konfigurieren.

Erweiterte Optionen für die Sicherungsspeicherung

Sie können jetzt Sicherungen, die mit einer geplanten Sicherung erstellt wurden, in einem freigegebenen Remoteordner oder auf einem Volume speichern. (Wenn Sie Sicherungen in einem freigegebenen Remoteordner speichern, wird nur eine Version der Sicherung beibehalten.) Sie können Sicherungen auch auf virtuellen Festplatten speichern.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Sie können Sicherungen in Speicherorten speichern, die auch andere Daten enthalten - Sie müssen nicht mehr einen gesamten Datenträger für die Speicherung von Sicherungen vorsehen.

Worin bestehen die Unterschiede?

Dem Assistenten für den Sicherungszeitplan (verfügbar im MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung) wurden neue Optionen hinzugefügt, mit denen ein freigegebener Remoteordner oder ein Volume als Sicherungsspeicherort ausgewählt werden kann. Außerdem wurde der Wbadmin enable backup-Befehl aktualisiert und enthält jetzt ebenfalls diese Funktionen.

Verbesserte Optionen und Leistung für Sicherungen und Wiederherstellungen des Systemstatus

Sie können jetzt das MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung verwenden, um Sicherungen zu erstellen, die Sie zum Ausführen von Wiederherstellungen des Systemstatus verwenden können. Außerdem können Sie eine einzige Sicherung verwenden, um sowohl den Systemstatus als auch weitere Daten auf dem Server zu sichern. Die Sicherungen des Systemstatus werden jetzt schneller ausgeführt und erfordern weniger Speicherplatz für mehrere Versionen, da bei der Versionsverwaltung für die einzelnen Versionen (ähnlich wie bei volumebasierten Sicherungen) Schattenkopien anstelle einzelner Ordner verwendet werden. Weitere Informationen zur Speicherung von Sicherungen des Systemstatus in Windows Server 2008 R2 finden Sie in der Technischen Bibliothek (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=143713).

Welche Relevanz hat diese Änderung?

In Windows Server 2008 konnten Sie Sicherungen des Systemstatus nur mithilfe des Wbadmin-Befehls erstellen. Außerdem konnten Sie nicht den Systemstatus und andere Elemente in der gleichen Sicherung sichern. Dadurch wurde die Ausführung von Wiederherstellungen erschwert.

Worin bestehen die Unterschiede?

Dem Assistenten für den Sicherungszeitplan und dem Assistenten für die Einmalsicherung (verfügbar im Snap-In Windows Server-Sicherung) wurden neue Optionen hinzugefügt, mit denen Sie eine Sicherung des Systemstatus erstellen und gleichzeitig der Sicherung weitere Elemente hinzufügen können. Außerdem wurden die Befehle Wbadmin enable backup und Wbadmin start backup aktualisiert und enthalten jetzt den –systemState-Parameter, mit dem Sie den Systemstatus in eine geplante Sicherung oder Einmalsicherung einschließen können.

Erweiterte Befehlszeilenunterstützung

Die Änderungen am Wbadmin-Befehl spiegeln die Änderungen am MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung wieder, das heißt, Sie können Dateien anstelle vollständiger Volumes sichern, bestimmte Dateitypen oder Pfade ausschließen und geplante Sicherungen in freigegebenen Remoteordnern oder auf Volumes speichern. Syntax und Beispiele finden Sie im Befehlsverzeichnis (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=140216).

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Die Änderungen am Wbadmin-Befehl bieten mehr Kontrolle, Leistung und Funktionen und sorgen für Konsistenz zwischen der Benutzeroberfläche und dem Befehl.

Worin bestehen die Unterschiede?

Die Funktionen der folgenden Befehle wurden aktualisiert:

  • Wbadmin enable backup

  • Wbadmin start backup

  • Wbadmin start sysrecovery

Erweiterte Windows PowerShell-Unterstützung

Durch die Windows Server-Sicherung werden die Windows PowerShell-Cmdlets in Windows Server 2008 R2 erweitert, indem Routineaufgaben automatisiert und die Sicherungsskripts mithilfe der Windows PowerShell-Funktionen besser verwaltet werden können.

Welche Relevanz hat diese Änderung?

Durch die Änderungen wurden die Verwaltung, die Remoteverwaltung und die Skriptfunktionen verbessert. Außerdem ist die Cmdlet-Unterstützung konsistent mit den Änderungen am MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung und am Wbadmin-Befehl.

noteHinweis
Wiederherstellungen müssen nach wie vor mithilfe des MMC-Snap-Ins oder des Wbadmin-Befehls ausgeführt werden.

Worin bestehen die Unterschiede?

Wie bei den Änderungen am Wbadmin-Befehl spiegeln die Änderungen an den Windows PowerShell-Cmdlets für die Windows Server-Sicherung die Änderungen für das MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung wieder. Das heißt, Sie können Dateien anstelle vollständiger Volumes sichern, bestimmte Dateitypen oder Pfade ausschließen und geplante Sicherungen in freigegebenen Remoteordnern oder auf Volumes speichern. Weitere Informationen finden Sie in den Inhalten zu Cmdlets für die Windows Server-Sicherung (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=159759).

Gibt es Abhängigkeiten?

Sie müssen die Windows PowerShell-Komponente für die Windows Server-Sicherung eigens im Server-Manager installieren. Entsprechende Anweisungen finden Sie unter Installieren der Windows Server-Sicherungstools (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=101794).

In welchen Editionen ist dieses Feature enthalten?

Die Windows Server-Sicherung ist in allen Editionen von Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 verfügbar. Für die Server Core-Installationsoption von Windows Server 2008 R2 ist das MMC-Snap-In Windows Server-Sicherung jedoch nicht verfügbar. Zum Ausführen von Sicherungen für Computer mit einer Server Core-Installation müssen Sie den Wbadmin-Befehl oder die Windows PowerShell-Cmdlets für die Windows Server-Sicherung verwenden oder die Sicherungen remote von einem anderen Computer aus verwalten.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zum Sichern oder Wiederherstellen von Servern finden Sie unter Sicherung und Wiederherstellung (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=93012).

Anweisungen zum Sichern oder Wiederherstellen von Servern mit Active Directory®-Domänendiensten finden Sie unter Wiederherstellen von Active Directory-Domänendiensten (möglicherweise in englischer Sprache) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=143754).

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