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Schrittweise Anleitung für DHCP: Veranschaulichen des DHCP-Failovers mittels Cluster in einer Testumgebung

Ein Cluster besteht aus einer Gruppe von unabhängigen Computern, die miteinander interagieren, um die Verfügbarkeit von Anwendungen und Diensten zu erhöhen. Die geclusterten Server (sogenannte Knoten) sind durch physische Kabel und Software so verbunden, dass beim Ausfall eines Servers ein anderer Server dessen Aufgaben übernehmen kann. Im Rahmen dieser Testumgebung stellen die doppelt geclusterten Server DHCP-Dienste ohne Unterbrechungen bereit, auch wenn einer der Clusterknoten ausfällt. In dieser Anleitung werden Clustertechnologien beschrieben, die mit DHCP zur Bereitstellung von Lösungen mit hoher Verfügbarkeit oder von Failoverlösungen verwendet werden können.

Quorumbasierte Failovercluster

Quorum bezeichnet die Anzahl Clusterknoten, die in der Clusterkonfiguration verfügbar sein müssen, damit der Cluster funktionsfähig bleibt. Jeder Cluster verfügt über spezifische Knoten und eine spezifische Quorumkonfiguration. Clusterknoten geben Stimmen ab, und Cluster überwachen, wie viele Stimmen eine Mehrheit (Quorum) ergeben. Wenn die Anzahl unter den für eine Mehrheit erforderlichen Wert fällt, stellt der Cluster die Arbeit ein.

Wenn das Netzwerk ausfällt, verwendet der Clusterdienst einen Abstimmungsalgorithmus, um zu bestimmen, welcher Cluster das Stimmenquorum hat (in einigen Fällen werden auch Datenträger und Dateifreigaben als Quorumstimmen gezählt). Knoten überwachen weiterhin auf die Anwesenheit anderer Knoten, stellen also fest, ob ein Knoten wieder im Netzwerk erscheint. Die Knoten werden aber erst wieder als Cluster funktionieren, wenn das Quorum wiederhergestellt wurde.

Es gibt vier Quorummodi:

  • Knotenmehrheit: Jeder verfügbare Knoten mit Kommunikationsverbindung kann abstimmen. Der Cluster funktioniert nur auf Grundlage einer absoluten Stimmenmehrheit (mehr als die Hälfte der Stimmen). Der Modus "Knotenmehrheit" sollte nicht bei gerader Knotenanzahl verwendet werden. Ziehen Sie in einem solchen Fall einen der anderen drei Quorummodi in Erwägung.

  • Knoten- und Datenträgermehrheit: Alle Knoten sowie ein Datenträger im Clusterspeicher (Datenträgerzeuge) können abstimmen, sofern die Komponenten verfügbar sind und kommunizieren können. Der Cluster funktioniert nur auf Grundlage einer absoluten Stimmenmehrheit (mehr als die Hälfte der Stimmen).

  • Knoten- und Dateifreigabemehrheit: Alle Knoten sowie eine Dateifreigabe (Dateifreigabenzeuge) können abstimmen, sofern die Komponenten verfügbar sind und kommunizieren können. Der Cluster funktioniert nur auf Grundlage einer absoluten Stimmenmehrheit (mehr als die Hälfte der Stimmen).

  • Keine Mehrheit: Nur Datenträger: Der Cluster besitzt ein Quorum, wenn ein Knoten verfügbar ist und mit einem bestimmten Datenträger im Clusterspeicher kommunizieren kann. Nur die Knoten, die ebenfalls mit dem betreffenden Datenträger kommunizieren, können dem Cluster beitreten.

Ein Fünf-Knoten-Cluster im Modus Knotenmehrheit wird nicht mehr funktionieren, wenn die Kommunikationsverbindung zur Mehrzahl der Clusterknoten unterbrochen wird.

Die Knoten 1, 2 und 3 bleiben also ein Cluster, auch wenn die Kommunikation mit den Knoten 4 und 5 unterbrochen wird. Die Knoten 1, 2 und 3 bilden die Knotenmehrheit, sodass der Cluster weiter funktioniert. Sobald die Kommunikation mit den Knoten 4 und 5 wiederhergestellt wird, kehren sie in den Cluster zurück. Wird andererseits die Kommunikation der Knoten 3, 4 und 5 mit dem Cluster unterbrochen, funktioniert der Cluster nicht mehr, weil die noch kommunikativen Knoten nicht mehr die Mehrheit im Cluster repräsentieren. Alle fünf Knoten warten darauf, dass die Kommunikation mit einer Knotenmehrheit (in diesem Beispiel drei oder mehr Knoten) wiederhergestellt wird, damit der Cluster wieder funktionsfähig ist.

Es gibt Empfehlungen für den Quorummodus, die auf der Anzahl der Knoten in einem Cluster basieren. Diese Übungseinheit zeigt das Einrichten eines DHCP-Clusters mit dem Modus Knoten- und Dateifreigabemehrheit.

Inhalt dieser Anleitung

Diese Anleitung enthält eine Einführung zu quorumbasierten Clustern und Anweisungen zum Einrichten einer Testumgebung mit zwei Windows DHCP-Servern, einem Windows Storage Server und zwei Windows DHCP-Clients.

ImportantWichtig
Die folgenden Anweisungen beschreiben das Konfigurieren einer Testumgebung mit der Mindestzahl an Computern. Individuelle Computer werden benötigt, um die im Netzwerk bereitgestellten Dienste zu separieren und die gewünschte Funktionalität zu veranschaulichen. Diese Konfiguration wurde nicht als bewährte Methode entwickelt und stellt keine wünschenswerte oder empfehlenswerte Konfiguration für ein Produktionsnetzwerk dar. Die Konfiguration, einschließlich der IP-Adressen und aller sonstigen Konfigurationsparameter, wurde ausschließlich für den Einsatz in einem separaten Testumgebungsnetzwerk entwickelt.

Szenarioübersicht

In dieser Testumgebung wird ein quorumbasierter Failovercluster unter Verwendung von zwei Computern bereitgestellt, die Windows Server® 2008 R2 ausführen und auf denen der Dienst DHCP-Server installiert ist. Dazu kommen zwei Clientcomputer, auf denen Windows Server® 2008 R2 sowie der Dienst DHCP-Client ausgeführt wird. Außerdem kommt ein Computer, auf dem Windows Storage Server® 2003 Enterprise Edition R2 ausgeführt wird, als Domänencontroller, DNS-Server und Speicherserver in der Testumgebung zum Einsatz.

Softwareanforderungen

Die folgenden Komponenten sind für die Testumgebung erforderlich:

  • Produktdatenträger für Windows Server® 2008 R2.

  • Produktdatenträger für Windows Storage Server®.

  • Produktdatenträger für Windows® 7.

Hardwareanforderungen

Die folgenden Komponenten sind für die Testumgebung erforderlich:

  • Netzwerkadapter und Kabel (für die Netzwerkkommunikation): Wie andere Komponenten der Failoverclusterlösung auch, muss die Netzwerkhardware mit Windows Server 2008 R2 kompatibel sein. Die Netzwerkadapter dürfen entweder nur für die Netzwerkkommunikation oder nur für iSCSI, nicht jedoch für beide Kommunikationsmethoden verwendet werden.

    Vermeiden Sie einzelne Fehlerpunkte in der Netzwerkinfrastruktur, die die Clusterknoten verbindet. Dies kann auf unterschiedliche Weise erreicht werden. Sie können die Clusterknoten durch mehrere unterschiedliche Netzwerke verbinden. Zudem können Sie die Clusterknoten mit einem Netzwerk verbinden, das aus redundanten Switches, redundanten Routern oder ähnlicher Hardware besteht, die einzelne Fehlerpunkte mittels Redundanz beseitigt.

    noteHinweis
    Wenn Sie Clusterknoten mit einem einzelnen Netzwerk verbinden, übergibt das Netzwerk die Redundanzanforderung später in dieser Testumgebung an den Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten. Der Bericht des Assistenten enthält jedoch eine Warnung, dass das Netzwerk keine einzelnen Fehlerpunkte enthalten sollte.

  • Gerätecontroller oder entsprechende Adapter für iSCSI-Speicher:

    • Für SAS (Serial Attached SCSI) oder Fibre Channel: Wenn Sie Serial Attached SCSI oder Fibre Channel verwenden, sollten die Massenspeichergeräte-Controller, die dem Clusterspeicher zugeteilt sind, in allen Clusterservern identisch sein. Sie sollten auch die gleiche Firmwareversion verwenden.

      noteHinweis
      Mit Windows Server 2008 R2 können der Speicher nicht mithilfe von parallelem SCSI mit den geclusterten Servern verbunden werden.

    • Für iSCSI: Wenn Sie iSCSI verwenden, muss jeder Clusterserver über mindestens einen Netzwerk- oder Hostbusadapter verfügen, der dem Clusterspeicher zugewiesen ist. Das Netzwerk, das Sie für iSCSI verwenden, kann nicht für die Netzwerkkommunikation verwendet werden. Auf allen Clusterservern sollten die für die Verbindung mit dem ISCSI-Speicherziel verwendeten Netzwerkadapter identisch sein. Außerdem wird die Verwendung von Gigabit Ethernet oder höher empfohlen.

      noteHinweis
      Für iSCSI können keine kombinierten Netzwerkadapter verwendet werden, da diese nicht unterstützt werden.

  • Speicher: Sie müssen freigegebenen Speicher verwenden, der mit Windows Server 2008 R2 kompatibel ist. Für einen Failovercluster mit zwei Knoten (wie der Cluster in dieser Testumgebung) sollte der Speicher mindestens zwei separate, auf Hardwareebene konfigurierte Volumes enthalten. Die Clustervolumes dürfen nicht für Server verfügbar gemacht werden, die sich nicht im Cluster befinden. Ein Volume wird als Zeugendatenträger fungieren. Ein Volume enthält die Dateien, die zwischen den Clusterknoten freigegeben werden. Dieses Volume dient als freigegebener Speicher, auf dem der virtuelle Computer und die virtuelle Festplatte erstellt werden. Um die in diesem Dokument beschriebenen Schritte durchzuführen, müssen Sie nur ein Volume verfügbar machen.

    noteHinweis
    Wenn Sie mehr als einen virtuellen Computer erstellen und testen wollen, ist das Erstellen eines separaten Volumes für jeden virtuellen Computer eine zu erwägende bewährte Methode.

    Die Speicheranforderungen schließen Folgendes ein:

    • Um die systemeigene, im Failoverclustering enthaltene Datenträgerunterstützung verwenden zu können, müssen anstelle von dynamischen Datenträgern Basisdatenträger verwendet werden.

    • Als Partitionsstil können Sie entweder MBR (Master Boot Record) oder GPT (GUID-Partitionstabelle) verwenden.

Bei einem Zeugendatenträger handelt es sich um einen Datenträger im Clusterspeicher, auf dem eine Kopie der Clusterkonfigurationsdatenbank gespeichert ist. (Ein Zeugendatenträger ist Teil von einigen, aber nicht allen Quorumkonfigurationen.) Für diesen Cluster mit zwei Knoten gilt die Quorumkonfiguration Knoten- und Dateifreigabemehrheit. Knoten- und Dateifreigabemehrheit bedeutet, dass die Knoten und die Zeugendateifreigabe jeweils Kopien der Clusterkonfiguration enthalten. Der Cluster besitzt das Quorum, solange die Mehrheit dieser Kopien (zwei von drei) verfügbar ist.

Bereitstellen von SANs (Storage Area Networks) mit Failoverclustern

Wenn Sie ein SAN mit einem Failovercluster bereitstellen, befolgen Sie die folgenden Richtlinien:

  • Stellen Sie die Kompatibilität des Speichers sicher: Stellen Sie gemeinsam mit den Herstellern und Anbietern sicher, dass der Speicher einschließlich der für den Speicher verwendeten Treiber, Firmware und Software mit Failoverclustern unter Windows Server 2008 R2 kompatibel ist.

    ImportantWichtig
    Möglicherweise ist ein Speicher, der mit Serverclustern unter Windows Server® 2003 Enterprise Edition kompatibel war, mit Failoverclustern unter Windows Server 2008 R2 nicht kompatibel. Wenden Sie sich an Ihren Anbieter, um sicherzustellen, dass der Speicher unter Windows Server 2008 R2 mit Failoverclustern kompatibel ist.

    Für Windows Server 2008 R2-Failovercluster gelten die folgenden neuen Speicheranforderungen:

    • Aufgrund der Failoververbesserungen ist es für die Cluster erforderlich, dass der Speicher ordnungsgemäß auf bestimmte SCSI-Befehle reagiert. Der Speicher muss den Standard SCSI Primary Commands-3 (SPC-3) einhalten. Insbesondere muss der Speicher permanente Reservierungen unterstützen, wie im SPC-3-Standard angegeben.

    • Der für den Speicher verwendete Miniporttreiber muss mit dem StorPort-Speichertreiber von Microsoft kompatibel sein.

  • Isolieren Sie Speichervorrichtungen, jeweils ein Cluster pro Gerät: Server unterschiedlicher Cluster dürfen nicht auf dieselben Speichervorrichtungen zugreifen. In den meisten Fällen sollte eine LUN, die für einen Satz von Clusterservern verwendet wird, durch LUN-Maskierung oder -Zoneneinteilung von allen anderen Servern isoliert werden.

  • Erwägen Sie, MPIO-Software zu verwenden: In einem Speicherfabric mit hoher Verfügbarkeit können Sie mit MPIO-Software Failovercluster mit mehreren Hostbusadaptern bereitstellen. Auf diese Weise erhalten Sie den höchsten Grad an Redundanz und Verfügbarkeit. Unter Windows Server 2008 R2 muss die Multipfadlösung auf Microsoft MPIO beruhen. Ihr Hardwarehersteller wird normalerweise ein MPIO-DSM (Device-Specific Module = gerätespezifisches Modul) für die Hardware liefern, Hostbusadapter und MPIO-Software können aber sehr empfindlich auf unterschiedliche Versionen reagieren. Wenn Sie für Ihren Cluster eine Multipfadlösung implementieren, sollten Sie die richtigen Adapter sowie die Firm- und Software für Windows Server 2008 R2 in enger Zusammenarbeit mit dem Hardwarehersteller auswählen.

Netzwerkinfrastruktur- und Domänenkontenanforderungen für einen Failovercluster mit zwei Knoten

Für einen Failovercluster mit zwei Knoten benötigen Sie die folgende Netzwerkinfrastruktur und ein Administratorkonto mit den folgenden Domänenberechtigungen:

  • Netzwerkeinstellungen und IP-Adressen: Wenn Sie für ein Netzwerk identische Netzwerkadapter verwenden, sollten auch die Kommunikationseinstellungen auf diesen Adaptern identisch sein (z. B. Geschwindigkeit, Duplexmodus, Flusssteuerung und Medientyp). Vergleichen Sie zudem die Einstellungen zwischen dem Netzwerkadapter und dem Switch, zu dem eine Verbindung hergestellt wird, und stellen Sie sicher, dass die Einstellungen nicht miteinander in Konflikt stehen.

    Wenn Sie über private Netzwerke verfügen, die nicht an die übrige Netzwerkinfrastruktur weitergeleitet werden, muss sichergestellt werden, dass jedes dieser privaten Netzwerke ein eindeutiges Subnetz verwendet. Dies ist auch dann erforderlich, wenn jeder Netzwerkadapter über eine eindeutige IP-Adresse verfügt. Wenn Sie beispielsweise in einer Zentrale mit einem physischen Netzwerk über einen Clusterknoten und in einer Filiale mit einem separaten physischen Netzwerk über einen weiteren Knoten verfügen, sollte 10.0.0.0/24 selbst dann nicht für beide Netzwerke angegeben werden, wenn Sie jedem Adapter eine eindeutige IP-Adresse zuweisen.

  • DNS: Die Server im Cluster müssen für die Namensauflösung DNS (Domain Name System) verwenden. Das Protokoll für das dynamische DNS-Update kann verwendet werden.

  • Domänenrolle: Alle Server im Cluster müssen sich in der gleichen Active Directory-Domäne befinden. Als bewährte Methode sollten alle geclusterten Server über dieselbe Domänenrolle verfügen (entweder Mitgliedsserver oder Domänencontroller). Die empfohlene Rolle ist Mitgliedsserver.

  • Domänencontroller Es wird empfohlen, dass es sich bei den geclusterten Servern um Mitgliedsserver einer Active Directory-Domäne handelt. Ist dies der Fall, benötigen Sie einen zusätzlichen Server, der in der Domäne, die den Failovercluster enthält, als Domänencontroller fungiert.

  • Clients: Sofern für einen Test erforderlich, können Sie einen oder mehrere vernetzte Clients mit dem Failovercluster verbinden, den Sie erstellen, und die Auswirkung auf einen Client beobachten, wenn Sie geclusterte Dienste oder Anwendungen im Rahmen eines Failovers von einem Clusterknoten auf einen anderen verlagern.

  • Konto zum Verwalten des Clusters: Beim erstmaligen Erstellen eines Clusters oder beim Hinzufügen von Servern zu diesem Cluster müssen Sie an der Domäne mit einem Konto angemeldet sein, das über lokale Administratorrechte für alle Server in diesem Cluster verfügt. Dabei muss es sich nicht unbedingt um ein Domänenadministratorenkonto handeln. Es kann auch ein Domänenbenutzerkonto verwendet werden, das der Gruppe DHCP-Administratoren auf den geclusterten Servern angehört. Wenn es sich bei dem Konto nicht um ein Domänenadministratorenkonto handelt, müssen dem Konto (oder der Gruppe, der das Konto angehört) zudem die Berechtigungen Computerobjekte erstellen und Alle Eigenschaften lesen gewährt werden.

Schritte zum Konfigurieren der Testumgebung

Nachstehend werden Installation und Konfiguration sowie die nach Abschluss der Installation erforderlichen Konfigurationsarbeiten beschrieben, die zum Einrichten dieser Testumgebung erforderlich sind:

  • Konfigurieren von Speicherserver 1 (SS1)

    SS1 ist ein Servercomputer, auf dem Windows Storage Server® 2003 Enterprise Edition SP2 ausgeführt wird. SS1 wird im Cluster als Speicherserver sowie als Active Directory-Domänencontroller und als DNS-Server für die Testumgebungsdomäne konfiguriert.

  • Konfigurieren von DHCP-Server 1

    DHCP-Server 1 ist ein Servercomputer, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. DHCP-Server 1 wird mit dem Dienst DHCP-Server konfiguriert und agiert in der Domäne als DHCP-Server. DHCP-Server 1 wird als einer der Clusterknoten für das Failover des DHCP-Diensts konfiguriert.

  • Konfigurieren von DHCP-Server 2

    DHCP-Server 2 ist ein Servercomputer, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird. DHCP-Server 2 wird mit dem Dienst DHCP-Server konfiguriert und agiert in der Domäne als DHCP-Server. DHCP-Server 2 wird als der andere Clusterknoten für das Failover des DHCP-Diensts konfiguriert.

  • Konfigurieren von DHCP-Client 1

    DHCP-Client 1 ist ein Computer, auf dem Windows 7 ausgeführt wird und der zum Anfordern der IP-Adressen vom DHCP-Server konfiguriert ist.

Nachdem alle Computer und Funktionen konfiguriert wurden, finden Sie in dieser Anleitung die Schritte, mit denen veranschaulicht werden kann, wie der Cluster den DHCP-Dienst ohne Unterbrechung bereitstellt, wenn DHCP-Server 1 nicht mehr verfügbar ist.

Konfigurieren von SS1

SS1 ist ein Computer, auf dem Windows Storage Server 2003® Enterprise Edition SP2 ausgeführt wird und der die folgenden Dienste bereitstellt:

  • Ein Domänencontroller für die Active Directory-Domäne "contoso.com".

  • Ein DNS-Server für die DNS-Domäne "contoso.com".

  • Ein Speicherserver für den DHCP-Cluster.

Die SS1-Konfiguration besteht aus den folgenden Schritten:

  • Installieren Sie das Betriebssystem.

  • Konfigurieren Sie TCP/IP.

  • Installieren Sie Active Directory und DNS.

  • Erstellen Sie ein Benutzerkonto und eine Gruppe in Active Directory.

In den folgenden Abschnitten werden diese Schritte ausführlich erläutert.

Installieren des Betriebssystems auf SS1

Installieren Sie Windows Storage Server 2003® Enterprise Edition SP2 als eigenständigen Server.

So installieren Sie das Betriebssystem auf DC1

  1. Starten Sie den Computer mit dem Produktdatenträger für Windows Storage Server 2003® Enterprise Edition.

  2. Geben Sie bei der Aufforderung zur Eingabe eines Computernamens SS1 ein.

Konfigurieren von TCP/IP auf SS1

Konfigurieren Sie das TCP/IP-Protokoll mit der statischen IP-Adresse 172.16.1.1 und der Subnetzmaske 255.255.255.0.

So konfigurieren Sie TCP/IP auf SS1

  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung. Doppelklicken Sie anschließend auf Netzwerkverbindungen.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf LAN-Verbindung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  3. Klicken Sie auf Internetprotokoll (TCP/IP) und dann auf Eigenschaften.

  4. Wählen Sie Folgende IP-Adresse verwenden aus. Geben Sie 172.16.1.1 in das Feld IP-Adresse und 255.255.255.0 in das Feld Subnetzmaske ein.

  5. Stellen Sie sicher, dass das Feld Bevorzugter DNS-Server leer ist.

  6. Klicken Sie auf OK, anschließend auf Schließen, und schließen Sie dann das Fenster Netzwerkverbindungen.

Konfigurieren von SS1 als Domänencontroller und als DNS-Server

SS1 dient in der Domäne "contoso.com" als einziger Domänencontroller und als DNS-Server.

So konfigurieren Sie SS1 als Domänencontroller und als DNS-Server

  1. Klicken Sie zum Starten des Assistenten zum Installieren von Active Directory auf Start, dann auf Ausführen, geben Sie dcpromo ein, und drücken Sie schließlich die EINGABETASTE.

  2. Klicken Sie im Dialogfeld Assistent zum Installieren von Active Directory auf Weiter.

  3. Kompatibilitätsinformationen zum Betriebssystem werden angezeigt. Klicken Sie erneut auf Weiter.

  4. Stellen Sie sicher, dass Domänencontroller für eine neue Domäne ausgewählt ist, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Stellen Sie sicher, dass Domäne in einer neuen Gesamtstruktur ausgewählt ist, und klicken Sie dann zweimal auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite DNS installieren oder konfigurieren die Option Nein, DNS auf diesem Computer installieren und konfigurieren. Klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Geben Sie den Wert contoso.com in das Feld Vollständiger DNS-Name für die neue Domäne ein. Klicken Sie dann auf Weiter.

  8. Vergewissern Sie sich, dass CONTOSO als Domänen-NetBIOS-Name angezeigt wird. Klicken Sie dann auf Weiter.

  9. Akzeptieren Sie die Standardverzeichnisse für Datenbankordner und Protokollordner, und klicken Sie auf Weiter.

  10. Akzeptieren Sie den Standardspeicherort des Ordners für Freigegebenes Systemvolume, und klicken Sie auf Weiter.

  11. Stellen Sie sicher, dass Nur mit Windows 2000- oder Windows Server 2003-Betriebssystemen kompatible Berechtigungen ausgewählt ist. Klicken Sie dann auf Weiter.

  12. Lassen Sie die Textfelder Kennwort für den Wiederherstellungsmodus und Kennwort bestätigen leer, und klicken Sie auf Weiter.

  13. Lesen Sie die angezeigten zusammenfassenden Informationen, und klicken Sie dann auf Weiter.

  14. Warten Sie, bis der Assistent die Konfiguration der Active Directory- und DNS-Dienste abgeschlossen hat. Klicken Sie dann auf Fertig stellen.

  15. Klicken Sie auf Jetzt neu starten, wenn Sie zum Neustarten des Computers aufgefordert werden.

  16. Melden Sie sich nach dem Neustart des Computers mit dem Administratorkonto bei der Domäne CONTOSO an.

Erstellen eines Benutzerkontos in Active Directory

Erstellen Sie nun ein Benutzerkonto in Active Directory. Dieses Konto wird verwendet, wenn Sie sich bei DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 anmelden.

So erstellen Sie ein Benutzerkonto in Active Directory

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf Active Directory-Benutzer und -Computer.

  2. Doppelklicken Sie in der Konsolenstruktur auf Contoso.com, rechtsklicken Sie auf Benutzer, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie schließlich auf Benutzer.

  3. Geben Sie im Dialogfeld Neues Objekt - Benutzer in das Feld Vollständiger Name den Wert Benutzer1 und in das Feld Benutzeranmeldename ebenfalls den Wert Benutzer1 ein.

  4. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Geben Sie in das Feld Kennwort das für dieses Konto zu verwendende Kennwort ein, und wiederholen Sie es im Feld Kennwort bestätigen.

  6. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Benutzer muss Kennwort bei der nächsten Anmeldung ändern, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Kennwort läuft nie ab.

  7. Klicken Sie auf Weiter und dann auf Fertig stellen.

  8. Lassen Sie die Konsole Active Directory-Benutzer und -Computer für das folgende Verfahren offen.

Einfügen von "Benutzer1" in die Gruppe "DHCP-Administratoren"

Fügen Sie den soeben erstellten Benutzer in die Gruppe "DHCP-Administratoren" ein, und führen Sie alle Konfigurationsarbeiten mit diesem Benutzerkonto durch.

So fügen Sie einen Benutzer in die Gruppe "DHCP-Administratoren" ein

  1. Klicken Sie in der Konsolenstruktur Active Directory-Benutzer und -Computer auf Benutzer.

  2. Doppelklicken Sie im Detailbereich auf DHCP-Administratoren.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld "DHCP-Administratoren - Eigenschaften" auf die Registerkarte Mitglieder und dann auf Hinzufügen.

  4. Geben Sie unter Geben Sie die Namen der auszuwählenden Objekte ein (Beispiele) "Benutzer1", also den Namen des im vorhergehenden Verfahren erstellten Benutzers ein. Klicken Sie dann zweimal auf OK.

  5. Lassen Sie die Konsole Active Directory-Benutzer und -Computer für das folgende Verfahren offen.

Konfigurieren des iSCSI-Ziels auf SS1

iSCSI ist ein SAN-Protokoll (Storage Area Network), mit dem iSCSI-Clients (sogenannte Initiatoren) SCSI-Befehle an iSCSI-Speichergeräte (sogenannte Ziele) auf Remotecomputern senden. Im Unterschied zu Fibre Channel kann iSCSI in einer vorhandenen IP-Netzwerk-Infrastruktur ausgeführt werden, setzt also keine spezielle Verkabelung voraus und stellt deshalb eine kostengünstige Alternative zu Fibre Channel dar. Die iSCSI-Clients stellen die Verbindung zum iSCSI-Ziel über einen Bezeichner her, der auf der IP-Adresse basiert. Über diesen Bezeichner wird auch auf das Ziel zugegriffen.

So konfigurieren Sie iSCSI auf Speicherserver 1

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie anschließend auf Microsoft iSCSI-Softwareziel.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf iSCSI -Ziel, und klicken Sie dann auf iSCSI-Ziel erstellen.

  3. Befolgen Sie die Anweisungen des Assistenten, um ein neues iSCSI-Ziel zu erstellen.

    noteHinweis
    Nach der Benennung des iSCSI-Ziels muss ein Bezeichner für die iSCSI-Initiatoren konfiguriert werden, die eine Verbindung zum iSCSI-Ziel herstellen. Das iSCSI-Ziel verwendet den auch "qualifizierter iSCSI-Name" (iSCSI Qualified Name, IQN) genannten Bezeichner, um den iSCSI-Initiator im Rahmen der Anmeldung beim iSCSI-Ziel zu identifizieren. Klicken Sie auf Erweitert, und tragen Sie die IP-Adresse des Windows-Speicherservers (SS1) in die Liste der iSCSI-Initiatoren für dieses iSCSI-Ziel ein.

Bereitstellen eines virtuellen Datenträgers für das iSCSI-Ziel

Nach dem Erstellen von iSCSI-Ziel und IQN muss Speicher für das iSCSI-Ziel bereitgestellt werden. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:

  • Erstellen Sie einen virtuellen Datenträger für das iSCSI-Ziel.

  • Fügen Sie dem iSCSI-Ziel iSCSI-Initiatoren hinzu.

  • Stellen Sie den virtuellen Datenträger bereit und initialisieren Sie ihn.

  • Partitionieren und formatieren Sie den virtuellen Datenträger.

  • Heben Sie die Bereitstellung des Datenträgers auf.

So stellen Sie einen virtuellen Datenträger für das iSCSI-Ziel bereit

  1. Klicken Sie in der Konsole iSCSI-Ziel unter iSCSI-Ziele auf contoso.com und anschließend auf Virtuellen Datenträger für iSCSI-Ziel erstellen.

  2. Befolgen Sie die Anweisungen des Assistenten, um einen virtuellen Datenträger zu erstellen.

    Konfigurieren Sie nach Abschluss des Assistenten die Clients für das iSCSI-Ziel, indem Sie die IP-Adressen des Knotens (SS1) und der Clusterserver (DHCP-Server 1 und 2) hinzufügen.

  3. Klicken Sie in der Konsole iSCSI-Ziel mit der rechten Maustaste auf contoso.com, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  4. Klicken Sie auf iSCSI-Initiatoren und dann auf Hinzufügen. Geben Sie 172.16.1.1 ein, und klicken Sie anschließend auf OK. Wiederholen Sie diesen Vorgang, um 172.16.1.2 und 172.16.1.3 hinzuzufügen. Klicken Sie dann auf OK.

    Erstellen Sie nun eine Partition auf dem virtuellen Datenträger. Zu diesem Zweck muss der virtuelle Datenträger wie jedes andere Speichergerät bereitgestellt werden. Klicken Sie deshalb in der Konsole iSCSI-Ziel mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Datenträger.

  5. Klicken Sie in der Struktur Microsoft iSCSI-Softwareziel mit der rechten Maustaste auf Virtueller Datenträger 0, zeigen Sie auf Datenträgerzugriff, und klicken Sie schließlich auf Mit Lese-/Schreibzugriff bereitstellen.

  6. Klicken Sie in der Abfrage zur Beschädigung von Daten auf Ja und dann auf OK.

    Nun muss der virtuelle Datenträger mit der Konsole Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc) initialisiert und partitioniert werden, beginnend mit dem Disk Initialization and Conversion Wizard (Assistent für Datenträgerinitialisierung und -konvertierung). Im Rahmen der Initialisierung wird ein MBR (Master Boot Record) auf dem Datenträger erstellt.

    noteHinweis
    Außerdem können Sie den Datenträger mit dem Assistenten in einen dynamischen Datenträger konvertieren. Mit dynamischen Datenträgern können beispielsweise Volumes erstellt werden, die sich über mehrere Datenträger erstrecken (übergreifende Volumes und Stripesetvolumes), sowie fehlertolerante Volumes (gespiegelte und RAID-5-Volumes). Für diese Testumgebung wird kein dynamischer Datenträger erstellt, da nur ein einfacher Datenträger benötigt wird.

  7. Klicken Sie auf Start, geben Sie diskmgmt.msc ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  8. Befolgen Sie die Anweisungen des Assistenten, um den Datenträger zu initialisieren.

    Nach der Initialisierung müssen Sie den virtuellen Datenträger partitionieren und formatieren, bevor Sie den Zugriff auf die iSCSI-Initiatoren konfigurieren.

  9. Klicken Sie in der Konsole Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf den Bereich Nicht zugeordnet, und klicken Sie dann auf Neue Partition.

  10. Befolgen Sie die Anweisungen des Assistenten, um den Datenträger zu partitionieren.

    Nach dem Partitionieren und Formatieren des virtuellen Datenträgers müssen Sie dessen Bereitstellung mit der Konsole iSCSI-Ziel aufheben.

  11. Klicken Sie in der Struktur Microsoft iSCSI-Softwareziel auf Geräte, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Virtueller Datenträger 0, zeigen Sie auf Datenträgerzugriff, und klicken Sie schließlich auf Bereitstellung aufheben.

  12. Klicken Sie in der Warnung zum Aufheben der Bereitstellung eines virtuellen Datenträgers auf Ja und dann auf OK.

Konfigurieren von DHCP-Server 1 und 2

In dieser Testumgebung wird auf DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 Windows Server 2008 R2 ausgeführt. Die Server hosten als primärer bzw. sekundärer Server den DHCP-Dienst, der im Rahmen der Failovercluster-Konfiguration IP-Adressen und -Adressleases für die anfordernden DHCP-Clients bereitstellt. Die Konfiguration von DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 besteht aus den folgenden Schritten:

Führen Sie das folgende Verfahren auf DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 durch.

  • Installieren Sie das Betriebssystem.

  • Konfigurieren Sie TCP/IP.

  • Fügen Sie den Computer der Domäne hinzu.

  • Installieren Sie die DHCP-Serverrollen.

  • Konfigurieren Sie DHCP.

Installieren von Windows Server 2008 R2

So installieren Sie Windows Server

  1. Starten Sie den Computer mit der Windows Server 2008 R2-Produkt-CD.

  2. Wählen Sie Benutzerdefiniert, wenn Sie zur Angabe des Installationstyps aufgefordert werden.

  3. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Installation abzuschließen.

Installieren Sie nun die DHCP-Serverrolle auf DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2.

Installieren der DHCP-Serverrolle

  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Server-Manager.

  2. Klicken Sie unter Rollenübersicht auf Rollen hinzufügen und dann auf Weiter.

  3. Wählen Sie auf der Seite Serverrollen auswählen den DHCP-Server, und klicken Sie dann zweimal auf Weiter.

  4. Stellen Sie auf der Seite Bindungen für Netzwerkverbindung auswählen sicher, dass "172.16.1.2" ausgewählt ist, und klicken Sie dann für DHCP-Server 1 auf Weiter. Stellen Sie entsprechend auf der Seite Bindungen für Netzwerkverbindung auswählen sicher, dass "172.16.1.3" ausgewählt ist, und klicken Sie dann für DHCP-Server 2 auf Weiter.

  5. Stellen Sie sicher, dass auf der Seite Angeben von IPv4-DNS-Servereinstellungen unter Übergeordnete Domänecontoso.com aufgelistet ist.

  6. Geben Sie unter IP-Adresse des bevorzugten DNS-Servers den Wert 172.16.1.1 ein, und klicken Sie auf Überprüfen. Stellen Sie sicher, dass das zurückgegebene Ergebnis gültig ist. Klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Akzeptieren Sie auf der Seite Angeben der IPv4-WINS-Servereinstellungen die Standardeinstellung WINS ist für Anwendungen in diesem Netzwerk nicht erforderlich, und klicken Sie auf Weiter.

  8. Klicken Sie auf der Seite DHCP-Bereiche hinzufügen oder bearbeiten auf Hinzufügen.

  9. Geben Sie im Dialogfeld Bereich hinzufügen den Wert Speicherserverbereich in das Feld Bereichsname ein. Geben Sie für Start-IP-Adresse172.16.1.4, für End-IP-Adresse172.16.1.204 und für Subnetzmaske255.255.255.0 ein.

  10. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Diesen Bereich aktivieren, klicken Sie auf OK, und klicken Sie dann auf Weiter.

  11. Wählen Sie auf der Seite Konfigurieren des statusfreien DHCPv6-Modus die Option Statusfreien DHCPv6-Modus für diesen Server deaktivieren. Klicken Sie dann auf Weiter.

  12. Wählen Sie auf der Seite DHCP-Server autorisieren die Option Aktuelle Anmeldeinformationen verwenden. Vergewissern Sie sich, dass CONTOSO\Benutzer1 neben Benutzername angezeigt wird. Klicken Sie dann auf Weiter.

  13. Klicken Sie auf der Seite Installationsauswahl bestätigen auf Installieren.

  14. Stellen Sie sicher, dass die Installation erfolgreich war, und klicken Sie dann auf Schließen.

Bereitstellen des Speicherzugriffs auf DHCP-Server 1 und 2

Konfigurieren Sie nun die iSCSI-Initiatoren auf DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2. Starten Sie zu diesem Zweck unter Verwaltung den iSCSI Initiator Wizard (iSCSI-Initiator-Assistent). Führen Sie die folgenden Schritte auf DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 durch.

So stellen Sie den Speicherzugriff auf DHCP-Server 1 und 2 bereit

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf iSCSI-Initiator.

  2. Klicken Sie in der Abfrage zum nicht ausgeführten Dienst auf Ja. Klicken Sie erneut auf Ja, wenn Sie aufgefordert werden, die Windows-Firewall zu öffnen.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld iSCSI-Initiator - Eigenschaften auf Ermittlung und dann auf Portal hinzufügen…, geben Sie in das Feld IP-Adresse oder DNS-Name den Wert 172.16.1.1 und in das Feld Port den Wert 3260 ein, und klicken Sie schließlich auf OK.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Ziele auf Anmelden…, aktivieren Sie Beim Neustart des Computers die Verbindung automatisch wiederherstellen, und klicken Sie dann auf OK.

Konfigurieren des Failoverclusters auf DHCP Server 1

Konfigurieren Sie anschließend DHCP-Server 1 und DHCP-Server 2 für das Failover. Sie müssen auf DHCP-Server 1 nur die folgenden Schritte ausführen.

So konfigurieren Sie den Failovercluster auf DHCP Server 1

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Failover-Clusterverwaltung.

  2. Befolgen Sie die Anweisungen des Clustererstellungs-Assistenten. Weisen Sie dem Cluster den Namen DHCPMCS zu.

    noteHinweis
    Der Assistent gibt normalerweise eine Validierungswarnung aus und fordert Sie auf, die Validierungstests auszuführen, um sicherzustellen, dass die ausgewählten Systeme mit der Clusterkonfiguration kompatibel sind. Wir empfehlen dringend, diese Tests auszuführen.

    Definieren Sie nun das Quorum für den Cluster.

  3. Klicken Sie zum Starten des Quorum Configuration Wizard (Quorumkonfigurationsassistent) in der Struktur Failovercluster-Verwaltung mit der rechten Maustaste auf dhcpmcs.contoso.com, zeigen Sie auf Weitere Aktionen, und klicken Sie schließlich auf Clusterquorumeinstellungen konfigurieren.

  4. Wählen Sie im Assistenten Knoten- und Dateifreigabemehrheit.

  5. Geben Sie in das Feld Pfad des freigegebenen Ordners den Wert \\SS1.contoso.com\quorum ein.

Konfigurieren des DHCP-Diensts für den Failovercluster

Im letzten Schritt wird der DHCP-Dienst für den Failovercluster konfiguriert.

So konfigurieren Sie den DHCP-Dienst für den Failovercluster

  1. Klicken Sie in der Konsole Failovercluster-Verwaltung unter DHCPMCS.contoso.com auf Dienst oder Anwendung konfigurieren.

  2. Befolgen Sie die Anweisungen des Assistenten für hohe Verfügbarkeit, und geben Sie für Clientzugriffspunkt den Namen DHCPMCSDhcp ein.

Nachdem DHCP für das Failover konfiguriert wurde, können Sie in der Konsole Failovercluster-Verwaltung Bereiche und weitere Optionen konfigurieren, indem Sie unter Dienste und Anwendungen mit der rechten Maustaste auf DHCPMCSDhcp klicken. Klicken Sie dann auf DHCP verwalten.

Konfigurieren von DHCP-Client 1

DHCP-Client 1 ist ein Computer, auf dem Windows 7 ausgeführt wird und den Sie verwenden werden, um einen typischen DHCP-Client zu veranschaulichen, der eine IP-Adresse vom DHCP-Server im Cluster anfordert. Die Konfiguration besteht aus den folgenden Schritten:

  • Installieren Sie das Betriebssystem.

  • Konfigurieren Sie TCP/IP.

  • Überprüfen Sie, ob Netzwerkkonnektivität vorhanden ist.

  • Fügen Sie den Computer der Domäne hinzu, und starten Sie ihn neu.

Installieren des Windows 7-Clients auf DHCP-Client1

So installieren Sie das Betriebssystem auf DHCP-Client 1

  1. Starten Sie den Computer mit dem Produktdatenträger für Windows 7.

  2. Wählen Sie Benutzerdefinierte Installation, wenn Sie zur Angabe des Installationstyps aufgefordert werden.

  3. Geben Sie bei der Aufforderung zur Eingabe eines Computernamens DHCP-Client1 ein.

  4. Klicken Sie auf der Seite Wählen Sie den aktuellen Standort des Computers aus auf Geschäftlich.

  5. Befolgen Sie die weiteren Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Installation abzuschließen.

Konfigurieren von TCP/IP auf DHCP-Client1

So konfigurieren Sie TCP/IP auf DHCP-Client1

  1. Klicken Sie auf Start und dann auf Systemsteuerung.

  2. Klicken Sie auf Netzwerk und Internet, Netzwerk- und Freigabecenter und schließlich auf Netzwerkverbindungen verwalten.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf LAN-Verbindung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  4. Deaktivieren Sie im Dialogfeld Eigenschaften von LAN-Verbindung das Kontrollkästchen Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6).

  5. Klicken Sie auf Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) und dann auf Eigenschaften.

  6. Stellen Sie sicher, dass die Optionen IP-Adresse automatisch beziehen und DNS-Serveradresse automatisch beziehen ausgewählt sind.

  7. Klicken Sie auf OK und dann auf Schließen, um das Dialogfeld Eigenschaften von LAN-Verbindung zu schließen.

  8. Schließen Sie die Fenster Netzwerkverbindungen und Netzwerk- und Freigabecenter.

Hinzufügen von DHCP-Client 1 zur Domäne "Contoso.com"

Da DHCP-Client 1 jetzt auf Domänendienste zugreifen kann, kann der Client der Domäne hinzugefügt werden.

So fügen Sie DHCP-Client 1 der Domäne "Contoso.com" hinzu

  1. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  2. Klicken Sie unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe auf Einstellungen ändern.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Systemeigenschaften auf Ändern.

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Ändern des Computernamens bzw. der Domäne die Option Domäne. Geben Sie dann contoso.com sowie enggmachine1.contoso.com in das Feld Computername ein.

  5. Klicken Sie auf Weitere, und geben Sie im Feld Primäres DNS-Suffix des Computers den Wert contoso.com ein.

  6. Klicken Sie zweimal auf OK.

  7. Wenn Sie aufgefordert werden, einen Benutzernamen und ein Kennwort einzugeben, geben Sie die betreffenden Werte für das Konto "Benutzer1" ein, und klicken Sie dann auf OK.

  8. Wenn ein Dialogfeld angezeigt wird, das Sie in der Domäne "Contoso.com" begrüßt, klicken Sie auf OK.

  9. Wenn ein Dialogfeld angezeigt wird, das Sie zum Neustarten des Computers auffordert, damit die Änderungen aktiviert werden, klicken Sie auf OK.

  10. Klicken Sie im Dialogfeld Systemeigenschaften auf Schließen.

  11. Klicken Sie im Dialogfeld, das Sie zum Neustarten des Computers auffordert, auf Jetzt neu starten.

Erneuern der IP-Adresse von DHCP-Client 1

Rufen Sie nun ein neues IP-Adressprofil für DHCP-Client 1 vom DHCP-Server ab.

So erneuern Sie die IP-Adresse von DHCP-Client 1

  1. Geben Sie auf dem DHCP-Client 1 im Eingabeaufforderungsfenster ipconfig /renew ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.

  2. Geben Sie an der Eingabeaufforderung ping 172.16.1.1 ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  3. Die Antwort muss "Reply from 172.16.1.1" lauten.

  4. Geben Sie an der Eingabeaufforderung ipconfig ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  5. Vergewissern Sie sich, dass der Wert von Verbindungsspezifisches DNS-Suffix in der Befehlsausgabe contoso.com und der Wert von Subnetzmaske255.255.255.0 lautet.

  6. Geben Sie an der Eingabeaufforderung route print -4 ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  7. Vergewissern Sie sich, dass in der Befehlsausgabe unter Aktive Routen ein Netzwerkziel mit dem Wert 172.16.1.1 angezeigt wird.

Stoppen von DHCP-Server 1

Um zu veranschaulichen, dass DHCP-Server 2 die IP-Adressen an Clients verteilt, wenn DHCP-Server 1 nicht verfügbar ist, schalten Sie DHCP-Server 1 offline.

So stoppen Sie den DHCP-Serverdienst auf DHCP-Server 1

  • Klicken Sie in der DHCP-Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf DHCP-Server 1, zeigen Sie auf Alle Aufgaben, und klicken Sie dann auf Stopp.

Erneuern der IP-Adresse von DHCP-Client 1

Rufen Sie nun ein neues IP-Adressprofil für DHCP-Client 1 vom DHCP-Server ab.

So erneuern Sie die IP-Adresse von DHCP-Client 1

  1. Geben Sie auf dem DHCP-Client 1 im Eingabeaufforderungsfenster ipconfig /renew ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.

  2. Geben Sie an der Eingabeaufforderung ping 172.16.1.1 ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  3. Die Antwort muss "Reply from 172.16.1.1" lauten.

  4. Geben Sie an der Eingabeaufforderung ipconfig ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  5. Vergewissern Sie sich, dass der Wert von Verbindungsspezifisches DNS-Suffix in der Befehlsausgabe contoso.com und der Wert von Subnetzmaske255.255.255.0 lautet.

  6. Geben Sie an der Eingabeaufforderung route print -4 ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  7. Vergewissern Sie sich, dass in der Befehlsausgabe unter Aktive Routen ein Netzwerkziel mit dem Wert 172.16.1.1 angezeigt wird.

Anhang

Dieser Anhang beschreibt Techniken zur Problembehandlung sowie die Einstellung optionaler Funktionen in Windows Server 2008 R2 und Windows 7.

Überprüfen von DHCP-Clientereignissen

Das Überprüfen der Informationen in DHCP-Clientereignissen kann die Problembehandlung unterstützen. Außerdem erleichtern diese Informationen das Verständnis der DHCP-Clientfunktionen.

So überprüfen Sie DHCP-Clientereignisse in der Ereignisanzeige

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Zubehör, und klicken Sie schließlich auf Ausführen.

  2. Geben Sie eventvwr.msc ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

  3. Navigieren Sie in der linken Struktur zu "Ereignisanzeige (Lokal)\Windows-Protokolle\System".

  4. Klicken Sie im mittleren Bereich auf ein Ereignis.

  5. Standardmäßig wird die Registerkarte Allgemein angezeigt. Klicken Sie auf die Registerkarte Details, um weitere Informationen anzuzeigen.

  6. Sie können auch mit der rechten Maustaste auf ein Ereignis klicken. Klicken Sie dann auf Ereigniseigenschaften, um ein neues Fenster zum Überprüfen von Ereignissen zu öffnen.

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