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Anforderungen und Limits für virtuelle Computer und Hyper-V in Windows Server 2008 R2

Veröffentlicht: August 2009

Letzte Aktualisierung: Januar 2011

Betrifft: Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008 R2 with SP1

Für eine effiziente Planung und Bereitstellung von Hyper-V in Windows Server 2008 R2 sollten Sie die Anforderungen und Maximalkonfigurationen für die physische und virtuelle Hardware kennen, aus der die virtualisierte Servercomputerumgebung besteht. Sie müssen die Höchstwerte für die einzelnen virtuellen Computer sowie für den physischen Computer, auf dem die Hyper-V-Rolle ausgeführt wird, berücksichtigen.

noteHinweis
Weitere Informationen zu den Systemanforderungen für System Center Virtual Machine Manager (VMM) finden Sie unter Unterstützte Konfigurationen für VMM (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=161174). VMM ist ein Produkt von Microsoft zum Verwalten eines separat erhältlichen virtualisierten Rechenzentrums. Hierbei handelt es sich nicht um eine Komponente von Windows Server 2008.

In der folgenden Tabelle sind die Höchstwerte für die einzelnen virtuellen Computer aufgeführt.

 

Komponente Höchstwert Hinweis

Virtuelle Prozessoren

4

Die Anzahl der von einem Gastbetriebssystem unterstützten virtuellen Prozessoren kann niedriger sein. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Computern und Gastbetriebssystemen.

Arbeitsspeicher

64 GB

Überprüfen Sie die Anforderungen für das jeweilige Betriebssystem, um den Mindestwert und den empfohlenen Wert zu bestimmen.

Virtuelle IDE-Datenträger

4

Der Startdatenträger muss an eines der IDE-Geräte angeschlossen sein. Beim Startdatenträger kann es sich entweder um eine virtuelle Festplatte oder um einen physischen Datenträger, der an einen virtuellen Computer angeschlossen ist, handeln.

Virtuelle SCSI-Controller

4

Für die Verwendung von virtuellen SCSI-Geräten müssen für das Gastbetriebssystem Integrationsdienste installiert sein. Eine Liste der Gastbetriebssysteme, für die Integrationsdienste verfügbar sind, finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Computern und Gastbetriebssystemen

Virtuelle SCSI-Datenträger

256

Jeder SCSI-Controller unterstützt maximal 64 Datenträger. Das heißt, für jeden virtuellen Computer können bis zu 256 virtuelle SCSI-Datenträger konfiguriert werden. (4 Controller x 64 Datenträger pro Controller)

Kapazität virtueller Festplatten

2040 GB

Jede virtuelle Festplatte wird auf physischen Medien als VHD-Datei gespeichert.

Größe von direkt an einen virtuellen Computer angeschlossenen physischen Datenträgern

Unterschiedlich

Die maximale Größe hängt vom Gastbetriebssystem ab.

Snapshots

50

Der tatsächliche Wert kann in Abhängigkeit vom verfügbaren Speicher niedriger sein. Jeder Snapshot wird als AVHD-Datei gespeichert, die physischen Speicher belegt.

Virtuelle Netzwerkkarten

12

  • 8 kann der Typ „Netzwerkkarte“ sein. Dieser Typ bietet eine bessere Leistung und erfordert einen Treiber für einen virtuellen Computer, der in Integrationsdienstpaketen enthalten ist.

  • 4 kann der Typ „Ältere Netzwerkkarte“ sein. Dieser Typ emuliert eine bestimmte physische Netzwerkkarte und unterstützt PXE (Pre-Boot eXecution Environment), um eine netzwerkbasierte Installation eines Betriebssystems auszuführen.

Virtuelle Diskettenlaufwerke

1 virtuelles Diskettenlaufwerk

Keine.

Serielle (COM-) Anschlüsse

2

Keine.

In der folgenden Tabelle sind die Anforderungen und Maximalwerte aufgeführt, die für den Server mit Hyper-V gelten. Außerdem empfiehlt es sich, den Windows-Katalog einzusehen, um für die Verwendung mit Hyper-V qualifizierte Server zu identifizieren. Sie können durch Suchen im Windows Server-Katalog Systeme identifizieren, die x64-Architektur und Hyper-V unterstützen. Für Windows Server 2008 können Sie Hyper-V als zusätzliche Qualifikation auswählen (Informationen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=111228). Für Windows Server 2008 R2 wird Hyper-V von allen Systemen mit dem Logo „Zertifiziert für Windows® Server 2008 R2“ unterstützt.

 

Komponente Höchstwert Hinweis

Logische Prozessoren

64

Die folgenden beiden Optionen müssen im BIOS vorhanden und aktiviert sein:

  • Hardwareunterstützte Virtualisierung

  • Von der Hardware erzwungene Datenausführungsverhinderung (Data Execution Prevention, DEP)

Virtuelle Prozessoren pro logischem Prozessor

12, wenn die Bedingungen in der Spalte „Hinweis“ erfüllt sind, andernfalls 8.

Für Hyper-V unter Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 wird ein Verhältnis von 12:1 unterstützt, wenn für alle Gastbetriebssysteme auf dem Server Windows 7 ausgeführt wird. Andernfalls lautet das unterstützte Verhältnis 8:1.

Virtuelle Computer pro Server

384 ausgeführte virtuelle Computer

Keine.

Virtuelle Prozessoren pro Server

512

Keine.

Arbeitsspeicher

1 TB

Keine.

Speicherung

Begrenzt durch den vom Verwaltungsbetriebssystem unterstützten Speicher. Keine Begrenzung durch Hyper-V.

Weitere Informationen zu den Speicheroptionen für Hyper-V finden Sie unter Planen der Datenträger und der Speicherung. Allgemeine Informationen zum Speicher für Windows Server finden Sie unter Überprüfen von Speicherlimits (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=161361).

noteHinweis
Microsoft unterstützt NAS (Network-Attached Storage) für Hyper-V nicht.

Physische Netzwerkkarten

Keine Begrenzung durch Hyper-V.

Keine.

Virtuelle Netzwerke (Switches)

Unterschiedlich; keine Begrenzung durch Hyper-V.

Der Grenzwert hängt in der Praxis von den verfügbaren Computerressourcen ab.

Virtuelle Netzwerk-Switchports pro Server

Unterschiedlich; keine Begrenzung durch Hyper-V.

Der Grenzwert hängt in der Praxis von den verfügbaren Computerressourcen ab.

In der folgenden Tabelle sind die Höchstwerte für Server mit hoher Verfügbarkeit, auf denen Hyper-V ausgeführt wird, aufgeführt. Die Kapazitätsplanung spielt eine wichtige Rolle, um ausreichend Hardwareressourcen zum Ausführen aller virtuellen Computer in einer Clusterumgebung sicherzustellen. Weitere Informationen zu den Anforderungen für Failovercluster und Hyper-V finden Sie unter Hyper-V und die Failover-Clusterunterstützung (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=129063).

 

Komponente Höchstwert Hinweis

Knoten pro Cluster

16

Berücksichtigen Sie die Anzahl von Knoten, die Sie für das Failover reservieren möchten, sowie Wartungsaufgaben wie etwa das Anwenden von Updates. Es wird empfohlen, ausreichend Ressourcen einzuplanen, damit 1 Knoten für das Failover reserviert werden kann. Dies bedeutet, dass dieser Knoten sich so lange im Leerlauf befindet, bis das Failover zu einem anderen Knoten erfolgt ist. (Dies wird manchmal als passiver Knoten bezeichnet.) Sie können diesen Wert erhöhen, wenn Sie zusätzliche Knoten reservieren möchten. Es gibt kein empfohlenes Verhältnis bzw. keinen empfohlenen Faktor zwischen reservierten und aktivierten Knoten. Die einzige Anforderung ist, dass die Gesamtanzahl von Knoten in einem Cluster nicht den Höchstwert von 16 Knoten überschreiten darf.

Ausführen virtueller Computer pro Cluster und pro Knoten

1.000 pro Cluster, maximal 384 auf jedem Knoten

Mehrere Faktoren können die tatsächliche Anzahl von virtuellen Computern beeinflussen, die gleichzeitig in einem Knoten ausgeführt werden können:

  • Die von jedem virtuellen Computer belegte Menge an physischem Speicher.

  • Netzwerk- und Speicherbandbreite.

  • Anzahl der Festplattenspindles, was die E/A-Leistung der Festplatten beeinflusst.

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