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Aktualisieren auf Windows 7 mit einem Standardabbild: Übersicht

Letzte Aktualisierung: September 2009

Betrifft: Windows 7

 

 

Die Standardabbildmethode ist für Unternehmen geeignet, die einen allgemeinen IT-Verantwortlichen beschäftigen und die bei der Technologieübernahme oftmals mit Partnern zusammenarbeiten. Verwenden Sie diese Methode, wenn Ihr Unternehmen über ein kleines Netzwerk mit 100 bis 200 Clientcomputern verfügt, die sich möglicherweise an mehreren Standorten befinden. Der wesentliche Unterschied zwischen dieser und der manuellen Installationsmethode besteht darin, dass Sie nicht alle Anwendungen manuell installieren und sämtliche Einstellungen auf den einzelnen Computern konfigurieren müssen.

Die Anleitung in diesem Abschnitt ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen konzipiert, die über keine vorherige Erfahrung mit der Windows®-Bereitstellung bzw. über keine Unternehmensbereitstellungsinfrastruktur verfügen.

Stattdessen können Sie ein standardmäßiges, benutzerdefiniertes Abbild erstellen, das die meisten Anwendungen und Einstellungen umfasst und das Sie anschließend auf den einzelnen Computern Ihres Unternehmens installieren. Durch die Anpassung und Bereitstellung eines Standardabbilds können Sie Zeit und Geld sparen, da die Bereitstellung schneller und konsistenter vonstatten geht und weniger Probleme verursacht. Zudem können Sie den Vorteil verbesserter Lösungen von Microsoft® nutzen und somit im Zuge des Wachstums Ihres Unternehmens den Automatisierungsgrad erhöhen. Wie bei der manuellen Installationsmethode wird auch hier eine manuelle Installation empfohlen. Dabei wird jedoch das Verkaufsabbild durch ein benutzerdefiniertes Abbild ersetzt.

Weitere Informationen finden Sie auch in den folgenden Dokumenten:

noteHinweis
Eine vollständige Übersicht über Ressourcen, Artikel, Demos und Leitfäden finden Sie in der Springboard Series für Windows 7 im Windows Client TechCenter.

Eine zum Download verfügbare Version dieses Dokuments (möglicherweise in englischer Sprache) finden Sie im Microsoft Download Center unter Aktualisieren auf Windows 7 mit einem Standardabbild: Übersicht (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=162737).

Informationen zur Methode

Beim manuellen Installieren des Betriebssystems Windows® 7 führen Sie das Setupprogramm über die Einzelhandels- oder Volumenlizenzmedien (Volume License, VL) und die Schritte zu den einzelnen Eingabeaufforderungen aus. Dieser Prozess wiederholt sich, und er ist problematisch und ineffizient. Sie müssen immer wieder dieselben manuellen Schritte ausführen. Dies führt zu inkonsistenten Konfigurationen, die nicht immer ordnungsgemäß ausgeführt werden.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, einen effizienteren Bereitstellungsprozess zu erstellen. Windows Setup unterstützt das Anpassen und Installieren eines benutzerdefinierten Abbilds. Dabei handelt es sich um einen Snapshot eines Computers, den Sie mit Anwendungen, Gerätetreibern, Einstellungen usw. konfiguriert haben. Dieser Prozess trägt ferner zur Automatisierung der Installation bei. Dadurch können Sie die Interaktion mit dem Setupprogramm während der Installation umgehen.

Nachdem Sie ein Standardabbild erstellt haben, können Sie Clientcomputer mithilfe von Windows Setup mit dem neuen Abbild anstatt mit dem von Microsoft zur Verfügung gestellten Verkaufs- oder Volumenlizenzabbild aktualisieren. Beim Aktualisieren eines Computers erfolgt eine Neuinstallation von Windows 7 auf dem Computer, während die Einstellungen aus der alten Windows-Version übertragen werden. Die Verwendung eines benutzerdefinierten Abbilds bietet beispielsweise die folgenden Vorteile:

  • Weniger Probleme und Minimierung der Supportprobleme durch konsistente Konfigurationen auf allen Clientcomputern.

  • Schnellere Bereitstellung, da die Einstellungen, Anwendungen usw. in den Abbildern enthalten sind.

  • Weniger Zeitaufwand für die Bereitstellungsüberprüfung und für Tests.

  • Zahlreiche Updates für das Standardabbild können offline vorgenommen werden (ohne dass das Abbild installiert, angepasst und erneut aufgezeichnet werden muss).

Anforderungen für die Methode

Für die Verwendung der Standardabbildmethode sind die folgenden Elemente erforderlich:

  • Windows 7-Volumenlizenzmedien von Microsoft.

  • Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) Informationen zum Herunterladen und Installieren finden Sie im Microsoft Download Center unter Windows Automated Installation Kit (möglicherweise in englischer Sprache).

  • USB-Flashlaufwerk (USB Flash Drive, UFD) oder USB-Festplatte, von dem bzw. von der das Standardabbild installiert wird.

  • Abbildcomputer, auf dem das Standardabbild erstellt und angepasst wird.

Bereitstellungsprozess

Die Erstellung des benutzerdefinierten Abbilds für die Standardabbildmethode erfolgt online. Das heißt, Sie installieren Windows 7 auf einem Abbildcomputer, Sie passen das Betriebssystem je nach Bedarf an (indem Sie Anwendungen, Gerätetreiber und Updates installieren), und anschließend zeichnen Sie ein Abbild auf. Nach dem Aufzeichnen des benutzerdefinierten Abbilds können Sie das Abbild auf den Clientcomputern bereitstellen. Zudem können Sie Abbilder offline verwalten. Dies ermöglicht Ihnen das Aktualisieren von Abbildern mit neuen Betriebssystemupdates und Gerätetreibern, sobald diese verfügbar sind. Eine vorherige Installation ist dabei nicht erforderlich.

In der folgenden Tabelle wird der Bereitstellungsprozess auf hoher Ebene zum Verwenden der Standardabbildmethode beschrieben. In der linken Spalte ist der Schritt beschrieben. Die rechte Spalte enthält Links zu ausführlichen Informationen (möglicherweise in englischer Sprache) bezüglich der Ausführung des Schritts. Da von den einzelnen Abbildern nur jeweils eine Architektur (x86 oder x64) unterstützt wird, führen Sie die in der Tabelle aufgeführten Schritte für alle Plattformen aus, die in Ihrem Unternehmen verwendet werden.

 

Schritt Weitere Informationen

1. Analysieren der Anwendungskompatibilität. Optional können Sie mithilfe des ACT die Anwendungen Ihres Unternehmens nach Rang sortieren, ihren Kompatibilitätsstatus bestimmen und sie konsolidieren. Sie können mithilfe des ACT Anwendungen mit Kompatibilitätsproblemen selektieren und warten.

2. Vorbereiten eines Startgeräts zum Aufzeichnen von Abbildern. Bereiten Sie mithilfe des Windows AIK ein Windows PE-Abbild (Windows Preinstallation Environment) vor. Mithilfe dieses Windows PE-Abbilds werden Sie später den Abbildcomputer starten und ein benutzerdefiniertes Abbild aufzeichnen. Stellen Sie sicher, dass Sie das Tool Imagex.exe in das Abbild einbeziehen.

3. Installieren Sie Windows 7 auf dem Abbildcomputer. Installieren Sie Windows 7 von den Einzelhandels- oder Volumenlizenzmedien auf dem Abbildcomputer.

4. Passen Sie die Windows 7-Installation an. Installieren Sie die Anwendungen, Gerätetreiber und Updates auf dem Abbildcomputer, die Sie in das benutzerdefinierte Abbild einbeziehen möchten. Konfigurieren Sie zudem die Einstellungen, die in das benutzerdefinierte Abbild einbezogen werden sollen.

  • Keine

5. Starten im Überwachungsmodus, um das Vorbereiten des Abbilds fertig zu stellen. Bereiten Sie auf dem Abbildcomputer den Computer für das Starten im Überwachungsmodus vor. Führen Sie dazu den Befehl sysprep /audit aus. Starten Sie den Computer anschließend neu, melden Sie sich als Administrator an, und bereinigen Sie die Konfiguration des Computers. Entfernen Sie beispielsweise temporäre Benutzerkonten und Benutzerprofile vom Computer, um zu verhindern, dass sie in das Abbild einbezogen werden.

6. Vorbereiten der Abbildaufzeichnung. Verallgemeinern Sie das Abbild auf dem Abbildcomputer, indem Sie den Befehl sysprep /generalize ausführen. Fahren Sie den Computer anschließend herunter. Einige Anwendungen sind nicht mit dem Systemvorbereitungsprogramm (Sysprep) kompatibel. Daher ist es wichtig, dass Sie sie vollständig testen. Bei Problemen mit Sysprep wird empfohlen, die Installation dieser Anwendungen bei der Bereitstellung mithilfe der Datei Unattend.xml automatisch vorzunehmen.

7. Aufzeichnen eines Abbilds des Abbildcomputers. Starten Sie den Abbildcomputer mit Windows PE, und zeichnen Sie dann mithilfe von ImageX ein Abbild davon auf. Das Abbild können Sie unter einer Netzwerkfreigabe oder auf einer lokalen USB-Festplatte speichern.

8. Erstellen von Medien zum Installieren des benutzerdefinierten Abbilds. Bereiten Sie die Medien für die Installation von Windows 7 vor. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

  • Speichern Sie das im vorherigen Schritt aufgezeichnete Abbild auf Wechselmedien oder unter einer Netzwerkfreigabe. Erstellen Sie anschließend eine Antwortdatei (Unattend.xml), die auf das Abbild verweist.

  • Erstellen Sie neue Installationsmedien, indem Sie die Datei Install.wim auf dem Medium durch die im vorherigen Schritt aufgezeichnete Datei ersetzen.

9. Speichern der Dokumente und Einstellungen des Benutzers. Optional können Sie mithilfe von Windows-EasyTransfer die Benutzerdokumente und -einstellungen des Computers speichern und nach dem Aktualisieren des Computers mit einer neuen Windows 7-Version wiederherstellen.

10. Installieren des benutzerdefinierten Abbilds von Windows 7. Installieren Sie das Standardabbild auf allen Clientcomputern. Wenn Sie neue Installationsmedien erstellt haben, starten Sie den Computer mithilfe der Medien, oder führen Sie unter der vorherigen Windows 7-Installation den Befehl Setup.exe aus. Führen Sie andernfalls das Setupprogramm mit der zuvor erstellten Antwortdatei aus.

11. Wiederherstellen der Dokumente und Einstellungen des Benutzers. Optional können Sie mit Windows-EasyTransfer die Benutzerdokumente und -einstellungen auf dem Computer wiederherstellen.

12. Aktivieren von Windows 7. Wenn in Ihrem Unternehmen der Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) nicht verwendet wird, können Sie Windows 7 manuell bei Microsoft aktivieren.

noteHinweis
Mithilfe des Windows AIK können Sie benutzerdefinierte Abbilder bequem offline warten. Somit können Sie Gerätetreiber aktualisieren und weitere Updates installieren, ohne das Abbild zu installieren, zu konfigurieren und erneut aufzuzeichnen. Mithilfe der Offlinewartung können Sie leichter sicherstellen, dass das Standardabbild immer aktuell ist. Ferner haben Sie die Möglichkeit, Abbilder online zu warten. Führen Sie dazu den in dieser Methode beschriebenen Prozess erneut aus. Weitere Informationen finden Sie unter Phase 5: Verwalten und Warten des Windows-Abbilds (möglicherweise in englischer Sprache)

Methodeneinschränkungen

Mithilfe der Standardabbildmethode können Sie einen Großteil des Installationsprozesses von Windows 7 für Ihr Unternehmen automatisieren. Für diese Methode gelten jedoch einige Einschränkungen, durch die Sie möglicherweise eine Netzwerkbereitstellung mithilfe der automatischen Installationsmethode in Erwägung ziehen. Weitere Informationen finden Sie unter Automatische Installation: Übersicht.

Wenn eine der folgenden Aussagen für Ihre Organisation zutrifft, sollten Sie die automatische Installationsmethode verwenden:

  • Für die Methode erfolgt keine Skalierung. Für die Standardabbildmethode erfolgt keine Skalierung für größere Organisationen, da Windows 7 mithilfe von Medien (USB-Festplatten, DVDs usw.) und von einem Techniker auf dem Clientcomputer bereitgestellt werden muss. In größeren Organisationen sollte die automatische Installationsmethode verwendet werden, damit die Installation stärker automatisiert und für die Benutzer eine Self-Service-Funktion bereitgestellt werden kann.

  • Die Methode funktioniert mit einem Abbild am besten. Diese Methode ist gut geeignet, wenn für die meisten Clientcomputer Ihres Unternehmens ähnliche Anwendungen und Konfigurationen verwendet werden. Wenn für Ihr Unternehmen mehrere Abbilder erforderlich sind (möglicherweise werden für die einzelnen Abteilungen unterschiedliche Anwendungen benötigt), sollten Sie die automatische Installationsmethode in Erwägung ziehen, für die Abbilder mit geringerem Umfang verwendet werden. Bei der Verwendung der Methode für Abbilder mit geringem Umfang installieren Sie das von Microsoft bereitgestellte Abbild. Anschließend werden die Anwendungen, Gerätetreiber und Updates automatisch installiert.

  • Die Methode funktioniert am besten, wenn Sie selten Abbilder ändern. Die Anzahl möglicher Updates eines Abbilds, auf das Sie die Sysprep-Anwendung online anwenden, ist durch die Lizenzierungseinschränkungen begrenzt. Wenn Sie optimale Ergebnisse erzielen möchten, beginnen Sie die Abbildungserstellung und den Updatevorgang mit dem Installieren von Windows 7 von Einzelhandels- oder Volumenlizenzmedien. Wenn Sie die Abbilder häufig aktualisieren, sollten Sie das Microsoft Deployment Toolkit (MDT) 2010 verwenden, das die Automatisierung des Standardabbild-Erstellungsvorgangs ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt zur automatischen Installationsmethode.

  • Direkte Upgrades werden bei dieser Methode nicht unterstützt. Das Aktualisieren einer vorhandenen Windows-Installation und das Beibehalten der Benutzeranwendungen (ein direktes Upgrade) werden beim Bereitstellen eines Standardabbilds nicht unterstützt. Stattdessen müssen Sie die Computer mit einer Neuinstallation von Windows 7 aktualisieren und die Benutzerdateien und -einstellungen übertragen. Für diese Methode wird die Verwendung von Windows-EasyTransfer empfohlen, um die Benutzerdateien und -einstellungen zu migrieren. Optional können Sie statt Windows-EasyTransfer das Migrationstool für den Benutzerstatus (User State Migration Tool, USMT) von Windows verwenden.

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