(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Übersicht über Outlook 2013-Planung

 

Gilt für: Outlook 2013, Office 365 ProPlus

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Zusammenfassung: Dieser Artikel enthält Informationen darüber, was Sie bei Bereitstellung von Outlook 2013 berücksichtigen sollten.

Eine sorgfältige Überprüfung der Messaginganforderungen Ihres Unternehmens hilft Ihnen, die optimale Outlook 2013-Bereitstellung zu planen.

Inhalt dieses Artikels:

Die Messagingumgebung einer Organisation hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Planung der Outlook 2013-Bereitstellung. Unter anderem ist zu berücksichtigen, ob Sie ein Outlook-Upgrade durchführen, die Anwendung zum ersten Mal installieren, Roaming- oder Remotebenutzer einbeziehen müssen oder ob eine Kombination aus diesen und anderen Faktoren zutrifft.

Das neue Office ist in zwei Zustellformaten verfügbar: Windows Installer-basiert (MSI) und Klick-und-Los. Herkömmliche Windows Installer-basierte Bereitstellungen von Office 2013 sind über Volumenlizenzierung für Unternehmen verfügbar. Office 2013 Klick-und-Los ist mit einem Office-Abonnement von Office 365 ProPlus verfügbar. Benutzer ohne Office 365-Konten können Office 2013 von Office.com herunterladen.

Das Office 365 ProPlus-Angebot umfasst die vollständige Office-Clientsuite als Service in Form eines monatlichen Abonnements. Office 365 ProPlus ist Teil der Office 365-Produktsuite und kann über das Office 365-Portal heruntergeladen und verwaltet werden. Das Downloadverfahren für Office 365 ProPlus wird als Klick-und-Los bezeichnet, eine Streaming- und Virtualisierungstechnologie, die entworfen wurde, um die benötigte Zeit für das Herunterladen und Verwenden von Office 365 ProPlus-Clientprodukten erheblich zu reduzieren. Das Streamingverfahren ermöglicht Benutzern, mit der Verwendung eines Klick-und-Los-Programms zu beginnen, bevor das Programm vollständig heruntergeladen wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Office 365 ProPlus.

Administratoren, die sich für Office 365 registriert haben, können Klick-und-Los-Produkte über einen lokalen Ort bereitstellen. Dies empfiehlt sich für Szenarien, in denen Administratoren die Auslastung des Netzwerks verringern oder aufgrund der Sicherheitsanforderungen des Unternehmens verhindern möchten, dass Benutzer Software über das Internet installieren. Zum phasenweisen lokalen Bereitstellen verwenden Administratoren das Office-Bereitstellungstool für Klick-und-Los. Weitere Informationen finden Sie unter Office-Bereitstellungstool für Klick-und-Los.

Die MSI- und die Klick-und-Los-Version des neuen Office und Outlook 2013 verfügen über unterschiedliche Konfigurationsoptionen und Verwaltungstools. Für die Klick-und-Los-Version von Outlook 2013 können Sie die Einstellungen der Standardkonfiguration ändern, indem Sie Gruppenrichtlinieneinstellungen oder Registrierungsschlüssel bereitstellen. Für die MSI-Version von Outlook 2013 können Sie Gruppenrichtlinien und das Office-Anpassungstool (OAT) zum Festlegen von Benutzereinstellungen verwenden. Verwenden Sie Gruppenrichtlinien, wenn bestimmte Einstellungen erzwungen werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 und Übersicht über die Klick-und-Los-Anpassung.

Wenn Sie ein Upgrade von einer früheren Version von Outlook auf Outlook 2013 durchführen, überlegen Sie, ob Sie die bisherigen Einstellungen migrieren, Benutzerprofile ändern und neue Anpassungsoptionen nutzen möchten. Benutzereinstellungen werden standardmäßig automatisch migriert, ausgenommen Sicherheitseinstellungen. Das Anpassen von Outlook-Einstellungen ist optional und nur erforderlich, wenn Sie die Einstellungen der Standardkonfiguration ändern möchten. Outlook kann auch mit dem automatischen Kontokonfigurationsprozess (AutoErmittlung) automatisch ein neues Outlook-Profil erstellen. Wenn Sie Office 2013 bereitstellen (MSI-Bereitstellung), ermöglicht es Ihnen das Office-Anpassungstool (OAT), die aktuellen Einstellungen von Benutzern zu migrieren und weitere Anpassungen vorzunehmen. Beispielsweise können Sie neue Microsoft Exchange-Server definieren oder neue Features anpassen. Wenn Sie Office 365 ProPlus bereitstellen und Einstellungen der Standardkonfiguration ändern müssen, können Sie dazu Gruppenrichtlinien oder die Registrierung verwenden.

Wenn Sie Outlook zum ersten Mal auf Clientcomputern bereitstellen, sollten Sie den automatischen Kontokonfigurationsprozess (AutoErmittlung) verwenden, um automatisch neue Outlook-Profile zu erstellen. Wenn Sie Office 2013 bereitstellen und Einstellungen der Standardkonfiguration ändern müssen, können Sie das OAT zum Definieren von Profileinstellungen für Benutzer verwenden. Wenn Sie Outlook als Teil von Office 365 ProPlus bereitstellen, können Sie Registrierungseinstellungen zum Definieren von Profileinstellungen bereitstellen.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln:

Wenn Sie ein Upgrade von Office Outlook 2003, Outlook 2007 oder Outlook 2010 auf Outlook 2013 durchführen, werden Outlook-Daten migriert. Datenmigrationen von älteren Outlook-Versionen als Office Outlook 2003 und anderen E-Mail-Anwendungen werden in Outlook 2013 nicht unterstützt.

Sie können Outlook individuell anpassen, um die Benutzerfreundlichkeit für Remote- und Roamingbenutzer zu erhöhen und Outlook für mehrere Benutzer auf demselben Computer einzurichten.

Es empfiehlt sich u. U., für Remotebenutzer Features wie Outlook Anywhere (in Vorgängerversionen von Outlook als RPC über HTTP bezeichnet) und Exchange-Cache-Modus zu konfigurieren. Diese Features verbessern die Benutzerfreundlichkeit, wenn Outlook über langsamere oder weniger zuverlässige Verbindungen verwendet wird. Mit Outlook Anywhere können Sie Verbindungen konfigurieren, die es Benutzern ermöglichen, sicherere Verbindungen aus dem Internet zu Computern mit Exchange Server oder Exchange Online in Ihrer Organisation herzustellen, ohne dass dafür eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network) benötigt wird. Der Exchange-Cache-Modus ist ein Outlook-Feature, das mit Office Outlook 2003 eingeführt wurde. Mit diesem Feature wird eine lokale Kopie der Postfächer von Benutzer erstellt. Dieser Modus wird für alle Konfigurationen empfohlen, ist jedoch besonders für Remotebenutzer vorteilhaft. Mit dem Exchange-Cache-Modus haben Benutzer einen zuverlässigeren Zugriff auf ihre Outlook-Daten, unabhängig davon, ob sie mit einem Netzwerk verbunden sind oder offline arbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Outlook Anywhere in Outlook 2013 und Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013.

Wenn mehrere Benutzer einen Computer gemeinsam verwenden, können Sie mithilfe der Windows-Anmeldefeatures die Anmeldeüberprüfung durch das Betriebssystem des Computers ausführen lassen. Sofern Sie nicht die mit Office 365 ProPlus verfügbare Klick-und-Los-Version von Outlook bereitstellen, müssen alle Benutzer die gleiche Outlook-Version verwenden. Wenn Sie die Windows Installer-basierte (MSI)-Version von Outlook bereitstellen, kann nur eine Version von Outlook auf einem Computer installiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützte Szenarien. Weitere Informationen zum Einrichten mehrerer Outlook-Benutzer auf einem Computer finden Sie unter Verwenden von Outlook auf einem Computer, der von mehreren Benutzern verwendet wird.

Office 2013 bietet umfassende Unterstützung für die Bereitstellung in internationalen oder mehrsprachigen Umgebungen. Wie 2007 Microsoft Office System und Office 2010-Produktfamilien besteht auch das Office 2013-Produkt aus dem sprachneutralen Kernpaket und mindestens einem sprachspezifischen Paket. Zusätzlich zu den Korrekturhilfen, die in jeder Sprachversion enthalten sind, können Sie auch Korrekturhilfen für andere Sprachen herunterladen und bereitstellen, damit mehrsprachige Benutzergruppen Dateien in einer Vielzahl von Sprachen bearbeiten können. Weitere Informationen finden Sie unter Plan für die mehrsprachige Bereitstellung von Office 2013.

In Outlook 2013 wird durchgängig Unicode unterstützt. Dies ermöglicht mehrsprachigen Organisationen einen nahtlosen Austausch von Nachrichten und anderen Informationen in einer mehrsprachigen Umgebung.

Einige Features von Outlook 2013 (z. B. der Exchange-Cache-Modus) erfordern Exchange Server als Messagingplattform. Outlook 2013 funktioniert zwar auch einwandfrei mit früheren Versionen von Exchange, doch sind für manche Features von Outlook 2013 bestimmte Versionen von Exchange erforderlich. Aus diesem Grund und aufgrund der verbesserten Integration von Outlook 2013 mit Exchange wird empfohlen, Outlook 2013 mit der neuesten Version von Exchange Server zu kombinieren oder Exchange Online zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Von den verschiedenen Versionen von Exchange Server unterstützte Outlook 2013-Features.

Entscheidungen zu Anpassung der Bereitstellung von Outlook 2013 sind von der verwendeten Version von Exchange Server abhängig. Wenn Sie derzeit Exchange Server als Messagingserver verwenden und kein Upgrade auf Exchange 2007 oder höher durchgeführt haben, sollten Sie das Exchange Server-Upgrade zeitlich mit der Bereitstellung von Outlook 2013 oder der Migration zu Exchange Online abstimmen. Exchange Server 2007 ist die niedrigste Version von Exchange Server, die mit Outlook 2013 verwendet werden kann.

Wenn Exchange Server lokal bereitgestellt ist und Sie in Ihrer Organisation parallel auch Exchange Online verwenden möchten, müssen zwei Aspekte beachtet werden:

  • Es gibt keine standortübergreifende Vorgesetztenstellvertretung. Wenn das Konto des Vorgesetzten mit Exchange Online verbunden ist, muss das Konto des Stellvertreters ebenfalls in Exchange Online enthalten sein.

  • Ein Konto in der lokalen Bereitstellung kann nicht die Berechtigung "Senden als" für ein mit Exchange Online verbundenes Konto haben.

Beachten Sie auch, dass die Benutzerauthentifizierungsmethode zwischen einer lokalen Bereitstellung von Exchange Server und Exchange Online unterschiedlich ist. Ein Exchange Online-Benutzer gibt seine E-Mail-Adresse (als Benutzernamen) und ein Kennwort ein. Der Benutzer kann jedoch das Kennwort speichern, damit es nur einmal eingegeben werden muss.

Für den Zeitpunkt und das Verfahren für die Installation von Outlook 2013 bestehen mehrere Optionen. Überlegen Sie z. B., welche Vorgehensweise für Ihre Organisation am sinnvollsten wäre:

  • Phasenweises oder gleichzeitiges Installieren oder Durchführen eines Upgrades von Outlook für unterschiedliche Benutzergruppen.

  • Installieren von Outlook als eigenständige Anwendung.

  • Installieren von Outlook vor, während oder nach einer Installation von Office 2013.

Jede Organisation verfügt über eine andere Umgebung und stellt möglicherweise andere Anforderungen an die Planung von Outlook 2013-Upgrades. Angenommen, Sie haben eine Messaginggruppe, die für die Durchführung von Outlook-Upgrades zuständig ist, und eine andere Gruppe, die die Bereitstellung von anderen Office-Anwendungen plant. In diesem Falls ist es möglicherweise einfacher, das Outlook-Upgrade getrennt vom Rest von Office durchzuführen, anstatt zu versuchen, die Bereitstellung zwischen den beiden Gruppen zu koordinieren.

Die MSI-Version von Outlook 2013 kann nicht parallel mit früheren Versionen von Outlook auf demselben Computer verwendet werden. Sie können jedoch eine Klick-und-Los-Version von Outlook 2013 installieren, die parallel mit Outlook 2007 oder Outlook 2010 verwendet werden kann. Parallelinstallationen von Outlook 2013 mit früheren Versionen von Outlook wie z. B. Office Outlook 2003 werden jedoch nicht unterstützt.

Sie haben zwei Möglichkeiten, eine MSI-Installation von Outlook für die Handhabung von Outlook-Benutzereinstellungen und -profilen anzupassen:

  • Angeben der Outlook-Benutzereinstellungen im Office-Anpassungstool (OAT).

  • Angeben von Optionen für die Verwaltung von neuen und vorhandenen Outlook-Profilen im OAT oder Verwenden einer Outlook-Profildatei (PRF-Datei).

Beispielsweise können Sie es Outlook-Benutzer ermöglichen, ihre aktuellen Profile und Einstellungen zu migrieren, und gleichzeitig Standardprofile und -einstellungen für neue Outlook-Benutzer definieren. Sie können auch vorhandene Profile ändern und neue Standardprofile für neue Outlook-Benutzer einrichten. Wenn Sie Outlook 2013 zusammen mit Exchange Server 2010 oder Exchange Online bereitstellen, können Sie mithilfe des OAT oder der PRF-Datei mehrere Exchange-Konten für ein Profil hinzufügen.

Wenn Sie Outlook mithilfe des OAT anpassen, speichern Sie die gewählten Optionen und anderen Installationseinstellungen in einer Anpassungsdatei (MSP), die während der Installation angewendet wird. Später können Sie die Einstellungen und Profilinformationen aktualisieren, indem Sie die Datei im OAT öffnen und eine Kopie der Datei speichern.

Weitere Informationen zum Konfigurieren von Outlook-Profilen finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 und Anpassen von Outlook-Profilen mit einer Outlook-Profildatei (PRF). Diese Artikel gelten auch für Umgebungen, in denen Exchange Online bereitgestellt ist.

Für Klick-und-Los-Installationen von Outlook 2013 können Sie Gruppenrichtlinien oder Registrierungsschlüssel zum Anpassen von Outlook-Einstellungen und -Profilen verwenden.

Wie Office Outlook 2007 und Outlook 2010 enthält auch Outlook 2013 Features, mit denen Sie problemlos neue Inhaltsquellen abonnieren und mit Benutzern innerhalb und außerhalb Ihrer Organisation gemeinsam nutzen können. Solche Inhaltsquellen sind z. B. SharePoint Foundation 2013- und SharePoint Foundation 2013-Kontakte, -Aufgaben und -Kalender sowie lokale und internetbasierte Kalender (iCals).

RSS (Really Simple Syndication) ist ein anderes Freigabefeature, mit dem Benutzer interne oder internetbasierte Informationsquellen mit Fremdinhalten (XML-Dateien) abonnieren können, sodass sie nicht die Website auf neue Informationen überprüfen müssen. Sie können bestimmte RSS-Feeds oder Kalenderabonnements für Benutzer bereitstellen, Einstellungen zur Verwaltung der Freigabe dieser Abonnements oder Inhalte durch die Benutzer konfigurieren und angeben, wie häufig die Benutzerkopien der Daten auf den Servern aktualisiert werden usw.

Mithilfe der Remotedesktopdienste in Windows Server können Sie eine einzelne Volumenlizenzkopie einer MSI-Version von Outlook 2013 auf einem für Remotedesktopdienste aktivierten Computer installieren. Anstatt Outlook auf den lokalen Computern auszuführen, stellen dann mehrere Benutzer eine Verbindung mit dem Server her und führen Outlook über diesen Server aus.

Damit Sie bei der Verwendung von Outlook mit Remotedesktopdiensten optimale Ergebnisse erzielen, sollten Sie bedenken, wie Sie die Outlook-Konfiguration anpassen. Beispielsweise können Sie in Outlook 2013 den Exchange-Cache-Modus mit Remotedesktopdiensten konfigurieren. Allerdings müssen Sie dabei ausreichend Speicherplatz bereitstellen, damit die Postfächer aller Benutzer auf dem Hostserver mit Remotedesktopdiensten (Terminalserver) gespeichert werden können. Beachten Sie, dass Outlook möglicherweise Teil einer Umgebung ist, in der andere Anwendungen auf demselben Remotedesktopdienste-Hostcomputer bereitgestellt sind. Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Cache-Modus in einer RDSH-Umgebung (Remote Desktop Session Host, Remotedesktop-Sitzungshost): Planungsüberlegungen (Whitepaper). Dieser Artikel bezieht sich zwar auf Outlook 2010, der Inhalt gilt jedoch auch für Outlook 2013.

Bei einer Mail-App für Outlook handelt es sich um eine cloudfähige Anwendung für die Integration umfangreicher, szenarioorientierter Inhalte und Dienste in Outlook 2013. Apps für Outlook sind im Office Store erhältlich. Exchange-Administratoren können für Endbenutzer bestimmte Apps für Outlook verfügbar machen, sofern sich deren Exchange-Konten in Exchange Server 2013 befinden. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Apps für Office 2013.

Outlook-Postfächer nehmen an Größe zu, da die Benutzer Elemente erstellen und empfangen. Damit die Postfächer verwaltbar bleiben, benötigen Benutzer einen anderen Ort zum Speichern (oder Archivieren) älterer Elemente, die zwar wichtig sind, aber selten verwendet werden. Normalerweise ist es am bequemsten, diese älteren Elemente automatisch in den Archivordner zu verschieben, und Elemente, deren Inhalt abgelaufen und nicht mehr gültig ist, zu löschen. Die AutoArchivierung in Outlook 2013 kann diesen Vorgang automatisieren. Es wird jedoch empfohlen, persönliche Archive in der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Exchange Server 2013 (oder Exchange Online) zu nutzen, da hierbei keine Persönliche Ordner-Dateien (PST-Dateien) erforderlich sind. Wenn ein persönliches Archiv in Exchange Server 2013 oder Exchange Online verwendet wird, werden die E-Mail-Archivordner online gespeichert, sodass die Benutzer auf die archivierten Dateien jederzeit mithilfe von Outlook Web App oder von einem sekundären Computer aus mithilfe von Outlook 2013 zugreifen können. Mithilfe dieser Clientanwendungen können die Benutzer ein Archivpostfach anzeigen und Nachrichten zwischen ihrem Hauptpostfach und dem Archiv verschieben oder kopieren.

Wenn ein persönliches Archiv aktiviert ist, steht die AutoArchivierung dem Benutzer nicht zur Verfügung, sodass damit keine Nachrichten archiviert werden.

Wenn Sie Outlook 2013 zusammen mit Exchange Server 2010, Exchange Server 2013 oder Exchange Online bereitstellen möchten, sollten Sie die persönlichen Archive von Exchange Server anstelle der AutoArchivierung von Outlook 2013 verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu persönlichen Archiven: Exchange 2010-Hilfe, Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010 und Microsoft Exchange-Onlinearchivierung.

Wenn Sie die AutoArchivierung in Outlook 2013 verwenden möchten, können Sie die Einstellungen konfigurieren und die AutoArchivierung von Outlook 2013 mithilfe der Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage ("Outlk15.admx") anpassen. Wenn Sie die MSI-Version von Outlook bereitstellen, können Sie mithilfe des Office-Anpassungstools (OAT) Standardeinstellungen konfigurieren. In diesem Falle können Benutzer die Einstellungen ändern.

Wenn Sie Outlook 2013 zusammen mit Exchange Server 2013 oder Exchange Online bereitstellen möchten, empfiehlt es sich, das Feature für persönliche Archive in der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Exchange Server 2013 (oder Exchange Online) zu verwenden, weil dann keine Outlook-Datendateien (PST) benötigt werden. Wenn Sie das persönliche Archiv in Exchange Server 2013 oder Exchange Online verwenden, wird das E-Mail-Archiv online gespeichert, sodass Benutzer mit Outlook Web App oder über einen sekundären Computer mit Outlook 2013 auf die archivierten Dateien zugreifen können. Mithilfe dieser Clientanwendungen können die Benutzer ein Archivpostfach anzeigen und Nachrichten zwischen ihrem Hauptpostfach und dem Archiv verschieben oder kopieren. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu persönlichen Archiven, Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010 und Microsoft Exchange-Onlinearchivierung.

Wenn Sie die Bereitstellung von Outlook 2013 zusammen mit Exchange Server 2007 planen, können Sie PST-Dateien konfigurieren, die lokal (empfohlen) oder in einer Netzwerkfreigabe gespeichert werden. Das Speichern von PST-Dateien in einer Netzwerkfreigabe wird in den meisten Szenarien nicht unterstützt. Ziehen Sie die Speicherung der PST-Dateien in einer Netzwerkfreigabe nur dann in Betracht, wenn das Netzwerk über eine hohe Bandbreite und Zuverlässigkeit verfügt. Wenn die PST-Datei eines Benutzers in einer Netzwerkfreigabe gespeichert ist und der Benutzer die Verbindung mit dem Netzwerk verliert, gehen nicht gespeicherte Änderungen u. U. verloren, und die Benutzerfreundlichkeit von Outlook wird reduziert.

Aufbewahrungsrichtlinien unterstützen Benutzer bei der Einhaltung der von der Organisation erlassenen Richtlinien zur Aufbewahrung von Dokumenten. Sie können keine AutoArchivierungs-basierten Aufbewahrungseinstellungen für Outlook 2013 mithilfe von Gruppenrichtlinien bereitstellen. Wenn Sie Aufbewahrungsrichtlinien bereitstellen müssen, verwenden Sie die Features der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Exchange Server. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur Messaging-Datensatzverwaltung: Hilfe zu Exchange 2010 und Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010.

Outlook enthält zahlreiche Features für Sicherheit und Datenschutz, von denen einige in den folgenden Abschnitten behandelt werden. Weitere Informationen zum Planen von Sicherheit und Datenschutz in Outlook 2013 finden Sie unter Übersicht über die Sicherheits- und Schutzeinstellungen für Outlook 2013.

Outlook 2013 enthält Features, die die Ausbreitung von Viren eindämmen und Benutzern helfen, Junk-E-Mails zu vermeiden. Doch bei Suche nach Viren, Junk-E-Mails und Spam sind bestimmte Aspekte zu beachten.

Wie in Outlook 2007 und Outlook 2010 können Sie in Outlook 2013 Virenschutz- und andere Sicherheitseinstellungen mithilfe von Gruppenrichtlinien entsprechend den Anforderungen einer Organisation konfigurieren. Wie in früheren Versionen von Outlook können Sie auch die Outlook-Sicherheitsvorlage verwenden, um Einstellungen zu konfigurieren. Mit beiden Konfigurationsmethoden können Sie beispielsweise die Liste der Dateitypen ändern, die in E-Mail-Nachrichten blockiert werden.

Der Objektmodellschutz, der verhindert, dass Viren sich über das Outlook-Adressbuch verbreiten, wurde aktualisiert. Outlook überprüft automatisch, ob die Antivirensoftware aktuell ist, um zu bestimmen, wann Adressbuch-Zugriffswarnungen und andere Outlook-Sicherheitswarnmeldungen angezeigt werden.

Einige Planungsüberlegungen für den Virenschutz in Outlook 2013

Wenn Sie den Antivirenscan für Microsoft Outlook 2013-Dateien und E-Mail-Nachrichten planen möchten, müssen Sie Vorsichtsmaßnahmen gegen Probleme treffen, die dabei auftreten können.

Überprüfung von Outlook-Dateien—Outlook-Datendateien (*.pst) und Offlineordnerdateien (*.ost) sind die Outlook-Dateien, auf die am häufigsten zugegriffen wird. Wenn Sie eine Antivirensoftware verwenden, um eine Überprüfung auf Dateiebene vorzunehmen, während Outlook verwendet wird, können Probleme durch eine mögliche Datenbeschädigung auftreten.

Probleme durch eine mögliche Datenbeschädigung können auch auftreten, wenn Sie Outlook-Adressbuchdateien (*.oab ), Senden-Empfangen-Einstellungsdateien (*.srs ), *.xml-Dateien und Outlprnt überprüfen, obwohl die Wahrscheinlichkeit hier geringer ist, da die Benutzer weniger häufig auf diese Dateien zugreifen.

Überprüfen von E-Mail-Nachrichten—Es wird nicht empfohlen, *.pst, *.ost, und andere Outlook-Dateien direkt zu überprüfen, stattdessen wird empfohlen, die E-Mail-Nachrichtenanhänge auf dem E-Mail-Server und dem Outlook-Clientcomputer zu überprüfen.

  • Damit Sie auf dem E-Mail-Server gespeicherte E-Mail-Nachrichten überprüfen können, müssen Sie eine Antivirensoftware verwenden, die dazu entwickelt wurde, eingehen und ausgehende E-Mails zu überprüfen.

    • Damit Sie auf dem Exchange Server gespeicherte E-Mailnachrichten überprüfen können, müssen Sie ein Antivirenprogramm verwenden, das für Exchange geeignet ist.

    • Wenn Ihre E-Mail-Nachrichten auf einem E-Mail-Server eines Internetdienstanbieters (ISP) gespeichert sind, sollten Sie überprüfen, dass der Internetdienstanbieter eine Antivirensoftware zur Überprüfung von ein- und ausgehenden E-Mails einsetzt.

  • Setzen Sie zum Überprüfen von Anhängen, die in E-Mail-Nachrichten auf dem Clientcomputer gespeichert sind, eine Antivirensoftware auf dem Clientcomputer ein. Diese Vorgehensweise wird empfohlen, wenn Sie eine unerwünschte Nachricht auf Ihrem E-Mail-Client erhalten, da sie von der Antivirensoftware auf dem E-Mail-Server nicht erkannt werden konnte.

Outlook 2013 bietet eine Reihe von Features, mit denen Benutzer den Empfang von Junk-E-Mail-Nachrichten vermeiden können. Outlook 2013 enthält einen Junk-E-Mail-Filter, der die in früheren Versionen von Outlook zum Filtern von E-Mail verwendeten Regeln ersetzt. Nachrichten, die durch den Filter abgefangen wurden, werden in den Junk-E-Mail-Ordner verschoben, wo sie später angezeigt oder gelöscht werden können.

Junk-E-Mail-Absender können einen Webbeacon in HTML-E-Mails mit externen Inhalten, z. B. Grafiken, einbinden. Wenn Benutzer dann eine solche E-Mail öffnen oder anzeigen, werden ihre E-Mail-Adressen durch die Webbeacons als gültig bestätigt. Dadurch nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass Benutzer weitere unerwünschte E-Mail-Nachrichten erhalten. Outlook 2013 verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Benutzer Ziel zukünftiger Junk-E-Mails werden, indem das automatische Herunterladen von Bildern von externen Servern standardmäßig blockiert wird.

Outlook 2013 bietet Schutz vor Problemen aufgrund von Phishing-E-Mail-Nachrichten und betrügerischen Domänennamen. Standardmäßig überprüft Outlook E-Mail-Nachrichten auf Phishing-E-Mails. Diese Nachrichten sind scheinbar legitim, erfassen jedoch persönliche Informationen wie z. B. Kontonummern oder Kennwörter von Benutzern. Outlook unterbindet zudem den Empfang von E-Mail-Nachrichten von betrügerischen Absendern, indem bei verdächtigen Domänennamen in E-Mail-Adressen eine Warnung ausgegeben wird. Outlook 2013 unterstützt internationale Domänennamen (IDN) in E-Mail-Adressen. Mithilfe dieses Systems können Benutzer Domänennamen in der Landessprache anstatt in Englisch registrieren lassen und verwenden. Die IDN-Unterstützung erlaubt Phishern allerdings Homografieangriffe: Bei einem solchen Angriff wird in der Absicht, die Benutzer davon zu überzeugen, dass sie eine legitime Website besuchen, ein gleich aussehender Domänenname erstellt, der Zeichen aus verschiedenen Sprachen enthält.

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über die Sicherheits- und Schutzeinstellungen für Outlook 2013 und Planen der Einschränkung von Junk-E-Mails in Outlook 2010.

Outlook bietet Kryptografiefeatures zum Senden und Empfangen von gesicherten E-Mail-Nachrichten über das Internet oder das lokale Intranet. Sie können diese Features in einer Outlook 2013-Bereitstellung anpassen, um die Kryptografieoptionen festzulegen, die den Anforderungen Ihrer Organisation entsprechen.

Sie können auch zusätzliche Features zur Verbesserung der Sicherheit beim E-Mail-Messaging implementieren. Beispielsweise können Sie Sicherheitskennzeichen bereitstellen, die den Sicherheitsrichtlinien Ihrer Organisation entsprechend. So könnte ein Kennzeichen "Nur interne Verwendung" als Sicherheitskennzeichen für E-Mail-Nachrichten eingeführt werden, die nicht außerhalb des Unternehmens gesendet oder weitergeleitet werden sollten.

Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Kryptografie für E-Mail-Messaging in Outlook 2010.

Mithilfe der Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM) können Benutzer verhindern, dass vertrauliche E-Mail-Nachrichten und andere Office-Inhalte wie Dokumente und Arbeitsblätter durch nicht autorisierte Personen weitergeleitet, bearbeitet oder kopiert werden. In Outlook 2013 können Benutzer mithilfe von IRM E-Mails mit dem Vermerk "Nicht weiterleiten" markieren, wodurch die Berechtigungen der Empfänger zum Weiterleiten, Drucken oder Kopieren der Nachricht automatisch beschränkt werden. Darüber hinaus können Sie benutzerdefinierte Office-weite IRM-Berechtigungsrichtlinien gemäß den Anforderungen Ihrer Organisation definieren und für Benutzer zur Verwendung mit E-Mail-Nachrichten oder anderen Office-Dokumenten bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Verwaltung von Informationsrechten in Office 2013.

Outlook 2013 kann mit vielen E-Mail-Servern und -Diensten verwendet werden. Zu den wichtigsten E-Mail-Servern und -Diensten, die von Outlook unterstützt werden, gehören folgende:

  • SMTP

  • Post Office Protocol, Version 3 (POP3)

  • Internet Mail Access Protocol, Version 4 (IMAP4)

  • MAPI für Exchange Server (Version 2007 und spätere Versionen)

  • Exchange Active Sync für die Verbindung mit Diensten wie z. B. Outlook.com (Hotmail), um auf E-Mails, Kalender, Kontakte und Aufgaben zuzugreifen

  • Andere Messaging- und Informationsquellen wie z. B. Hewlett-Packard OpenMail. Die Nutzung dieser zusätzlichen Dienstanbieter wird durch die Methode der Verwendung der MAPI-Erweiterungsschnittstelle in Outlook 2013 ermöglicht.

Benutzer können die Kontakt-, Aufgaben- und Kalenderfeatures in Outlook 2013 auch ohne Verbindung mit einem E-Mail-Server nutzen.

Sie können Outlook 2013 über eine beliebige frühere Installation von Outlook installieren. Wie bei anderen Office 2013-Anwendungen werden dabei die in der Registrierung gespeicherten Benutzereinstellungen migriert, wenn Sie ein Upgrade von Office Outlook 2003 oder neueren Versionen auf Outlook 2013 durchführen. Wenn auf dem Computer eines Benutzers bereits ein MAPI-Profil vorhanden ist, können Sie eine Bereitstellung normalerweise so konfigurieren, dass das Profil weiterverwendet wird.

Die MSI-Version von Outlook 2013 kann nicht parallel mit früheren Versionen von Outlook auf demselben Computer verwendet werden. Sie können jedoch eine Klick-und-Los-Version von Outlook 2013 installieren, die parallel mit Outlook 2007 oder Outlook 2010 verwendet werden kann. Parallelinstallationen von Outlook mit früheren Versionen von Office Outlook 2003 werden jedoch nicht unterstützt. Wenn Sie bestimmen, dass Benutzer Outlook 2007 oder Outlook 2010 parallel mit Outlook 2013 ausführen müssen, stellen Sie die Klick-und-Los-Version von Outlook 2013 oder Outlook 2013 mit Anwendungsvirtualisierung bereit.

Wenn Sie ein Upgrade von Benutzern von einer früheren Version von Outlook durchführen, müssen Sie Entscheidungen zur Konfiguration von Benutzerprofilen treffen, Probleme mit dem Exchange-Cache-Modus berücksichtigen und sich über Änderungen bei Faxen und Formularen informieren.

Eine Übersicht über Änderungen bei Features sowie Überlegungen zur Migration finden Sie unter Neuerungen in Outlook 2013 und Änderungen in Office 2013.

Das Durchführen eines Upgrades von Benutzern, die den Exchange-Cache-Modus in Office Outlook 2003, Office Outlook 2007 oder Outlook 2010 aktiviert haben, ist unkompliziert. Wenn Sie die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus nicht ändern, werden die gleichen Einstellungen für Outlook 2013 übernommen.

Bei der Installation von Outlook 2013 wird standardmäßig eine neue komprimierte Version der Outlook-Datendatei (.ost) erstellt. Diese neue komprimierte Version der OST-Datei ist bis zu 40 % kleiner als die OST-Dateien, die in früheren Outlook-Versionen erstellt wurden. Soll Outlook 2013 keine neue komprimierte Outlook-Datendatei (.ost) erstellen, aktivieren Sie mithilfe der Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage (Outlk15.admx) die Richtlinie Bei Upgrades keine neue OST-Datei erstellen. Diese Einstellung befindet sich unter Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Microsoft Outlook 2013\Kontoeinstellungen\Exchange.

Mit dem Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013 sind zwei neue Features verfügbar: Exchange-Schnellzugriff und den Synchronisierungsregler. Exchange-Schnellzugriff kombiniert den Sofortzugriff des Onlinemodus mit den Offlinefunktionen und der Synchronisierungsrobustheit des Exchange-Cache-Modus. Dies ist besonders hilfreich, wenn das lokale Synchronisieren von Daten so lange dauert, dass es vom Benutzer wahrgenommen wird (z. B. bei der Erstsynchronisierung oder nach dem Urlaub). Wenn Sie Outlook 2013 zum ersten Mal starten, werden sofort Ihre neuen E-Mails und ein aktueller Kalender angezeigt. Outlook 2013 speichert die Elemente im Hintergrund zwischen, ohne die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen.

Der Synchronisierungsregler ermöglicht Outlook 2013-Benutzern das Beschränken der E-Mail-Nachrichten, die lokal in einer Outlook-Datendatei (.ost) synchronisiert werden. Wenn der Exchange-Cache-Modus aktiviert ist, speichert Outlook 2013 nur E-Mail-Nachrichten aus den vergangenen 12 Monaten zwischen und entfernt alle älteren Elemente aus dem lokalen Cache. Benutzer können die aus dem lokalen Cache entfernten Nachrichten anzeigen, indem sie in einem Ordner zum Ende einer E-Mail-Liste navigieren und auf die Meldung Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu Microsoft Exchange anzuzeigen klicken. Benutzer haben auch die Möglichkeit zum Ändern des E-Mail-Umfangs, der offline verfügbar sein soll. Sie als IT-Administrator können das Standardalter ändern oder das Alter von E-Mail-Nachrichten erzwingen, die mithilfe von Gruppenrichtlinien oder dem Office-Anpassungstool aus dem lokalen Cache entfernt werden, um die Synchronisierungseinstellungen für den Exchange-Cache-Modusfestzulegen. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus für Outlook 2013.

Weitere Überlegungen zur Planung des Exchange-Cache-Modus werden unter Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2013 erläutert.

Bei der Vorbereitung eines Upgrades müssen Sie die folgenden zusätzlichen Fragen beantworten:

  • Soll ein Upgrade auf Exchange Server 2010 oder eine Migration zu Exchange Online durchgeführt werden, damit Sie Features wie z. B. Schutz vor Datenverlust, das integrierte E-Mail-Archiv, zentralisierte Rechteverwaltung, Unterstützung mehrerer Exchange-Konten, E-Mail-Info, Richtlinieninfos, Voicemailvorschau und das Feature für den Voicemailschutz, nutzen können? Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft Exchange in TechNet und Von den verschiedenen Versionen von Exchange Server unterstützte Outlook 2013-Features.

  • Sollen im Rahmen eines Upgrades Änderungen an Outlook-Benutzerprofilen vorgenommen werden? Es kann beispielsweise sein, dass Sie einen neuen Exchange Server definieren (z. B. Exchange Online) oder neue Outlook 2013-Features aktivieren möchten. Weitere Informationen zum Anpassen von Outlook-Profilen für die MSI-Version von Outlook 2013 finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013 und Planen von Funktionsanpassungen in Outlook 2013. Diese Artikel gelten für Outlook 2013 mit Exchange Server 2007 und Exchange Server 2010.

  • Wie soll eine Sicherung der vorhandenen Installation erstellt und gespeichert werden? Bevor Sie ein Upgrade auf eine neue Version durchführen, ist es ratsam, die vorhandenen Daten zu sichern. Weitere Informationen zum Sichern von Outlook-Dateien finden Sie unter Verwenden des Tools zum Sichern Persönlicher Ordner in Microsoft Outlook.

  • Wie erfahren Benutzer von der neuen Benutzeroberfläche und den neuen Features von Office 2013? Weitere Informationen finden Sie unter Benutzerbereitschaft für Office 2013.

  • Haben nicht mehr verfügbare Features oder neue oder geänderte Funktionen einen Einfluss darauf, wann und wie Sie das Upgrade durchführen sollten? Eine Liste der Änderungen gegenüber früheren Versionen von Outlook finden Sie unter Änderungen in Office 2013.

  • Müssen Sie Outlook-Add-Ins in Ihrer Umgebung bewerten und warten?

    • Outlook 2013 erzwingt einen schnellen Herunterfahrvorgang für Add-Ins. Dieser Vorgang hindert Add-Ins am Verursachen langer Verzögerungen durch Blockieren von Ressourcen, nachdem der Benutzer Outlook beendet hat. Da sich diese Änderung negativ auf einige vorhandene Add-Ins auswirken kann, können Add-In-Anbieter und IT-Administratoren diese Auswirkungen vermeiden, indem sie Outlook zwingen, zum standardmäßigen Herunterfahrvorgang für Add-Ins zurückzukehren. Weitere Informationen zum neuen Vorgang für das Herunterfahren finden Sie unter Änderungen beim Herunterfahren für Outlook 2010. Weitere Informationen zur Add-In-Bewertung und -Wartung finden Sie unter Kompatibilität in Office 2013.

    • Exchange-Clienterweiterungen werden in Outlook 2013 nicht geladen. Verschiedene Drittanbieteranwendungen, z. B. Archivierungs- und Sicherheitslösungen, arbeiten mit Exchange-Clienterweiterungen und müssen für Outlook 2013 aktualisiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Announcing the deprecation of Exchange Client Extensions (Ankündigung des Auslaufens der Unterstützung von Exchange-Clienterweiterungen).

    • Bei Installation der 64-Bit-Version von Outlook 2013 müssen 32-Bit-Versionen von MAPI-Anwendungen, Add-Ins und Makros für Outlook auf 64-Bit aktualisiert werden. Weitere Informationen finden Sie im nächsten Abschnitt, Überlegungen zu 32-Bit-Outlook-Anwendungen beim Upgrade auf eine 64-Bit-Plattform.

Wenn Sie 32-Bit-MAPI-Anwendungen (Messaging Application Programming Interface), Add-Ins oder Makros für Outlook entwickelt haben, sollten Sie bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die 32-Bit-Anwendungen so zu ändern und neu zu erstellen, dass sie auf einer 64-Bit-Plattform ausgeführt werden können.

Beginnend mit Office 2010 ist Outlook als 32-Bit- und als 64-Bit-Anwendung verfügbar. Welche Version von Outlook Sie auswählen, hängt von der Edition des Windows-Betriebssystems (32-Bit oder 64-Bit) und der Edition von Office 2013 (32-Bit oder 64-Bit) ab, die auf dem Computer installiert ist, wenn Office bereits installiert wurde.

Folgende Faktoren bestimmen, ob eine 32-Bit- oder eine 64-Bit-Version von Outlook installiert werden kann:

  • Sie können eine 32-Bit-Version von Office 2013 und eine 32-Bit-Version von Outlook 2013 unter einer unterstützten 32-Bit- oder 64-Bit-Version des Windows-Betriebssystems installieren. Sie können die 64-Bit-Version von Office 2013 und die 64-Bit-Version von Outlook 2013 nur unter einer unterstützten 64-Bit-Version des Windows-Betriebssystems installieren.

  • Die Standardinstallation von Office 2013 unter einer 64-Bit-Version des Windows-Betriebssystems ist eine 32-Bit-Version von Office 2013.

  • Die installierte Version von Outlook ist immer mit der Version von Office 2013 identisch, falls Office auf demselben Computer installiert ist. Eine 32-Bit-Version von Outlook 2013 kann nicht auf einem Computer installiert werden, auf dem bereits 64-Bit-Versionen anderer Office 2013-Anwendungen installiert sind, z. B. die 64-Bit-Version von Word 2013 oder die 64-Bit-Version von Excel 2013. Ebenso ist es nicht möglich, eine 64-Bit-Version von Outlook 2013 auf einem Computer zu installieren, auf dem bereits 32-Bit-Versionen anderer Office-Anwendungen installiert sind.

MAPI-Anwendungen umfassen eigenständige Anwendungen wie Lync, Microsoft Office Communicator und MFCMAPI sowie Dienstanbieter wie Adressbuch-, Speicher- und Transportanbieter. Damit MAPI-Methoden- und Funktionsaufrufe in einer MAPI-Anwendung funktionieren (ausgenommen die Simple MAPI-Funktion MAPISendMail), muss die Bitanzahl der MAPI-Anwendung mit der Bitanzahl des MAPI-Subsystems auf dem Computer identisch sein, auf dem die Anwendung ausgeführt werden soll. Die Bitanzahl des MAPI-Subsystems wird wiederum durch die Bitanzahl der installierten Outlook-Version bestimmt und ist immer mit dieser identisch. Informationen zum Vorbereiten von Outlook-Anwendungen für 32-Bit- und 64-Bit-Plattformen finden Sie in der Outlook 2013 MAPI Reference unter Microsoft Office Development in der MSDN Library, Building MAPI Applications on 32-Bit and 64-Bit Platforms (Erstellen von MAPI-Anwendungen unter 32-Bit- und 64-Bit-Plattformen) und Entwickeln von Outlook 2010-Lösungen für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft