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Übersicht über die Planung von Outlook 2010

 

Gilt für: Office 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-03-21

Eine sorgfältige Überprüfung der Messaginganforderungen Ihres Unternehmens hilft Ihnen, die optimale Microsoft Outlook 2010-Bereitstellung zu planen. Dieser Artikel bietet Ihnen eine Übersicht über die Punkte, die bei der Bereitstellung von Outlook 2010 zu berücksichtigen sind.

Inhalt dieses Artikels:

Die Messagingumgebung einer Organisation hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Planung der Outlook 2010-Bereitstellung. Unter anderem ist zu berücksichtigen, ob Sie ein Outlook-Upgrade durchführen, die Anwendung zum ersten Mal installieren, Roaming- oder Remotebenutzer einbeziehen müssen oder ob eine Kombination aus diesen und anderen Faktoren zutrifft.

Wenn Sie ein Upgrade von einer früheren Version von Microsoft Outlook auf Outlook 2010 durchführen, überlegen Sie, ob Sie die bisherigen Einstellungen migrieren, Benutzerprofile ändern und neue Anpassungsoptionen nutzen möchten. Mit dem Office-Anpassungstool (OAT) können Sie die aktuellen Benutzereinstellungen migrieren und andere Anpassungen vornehmen, z. B. neue Computer mit Microsoft Exchange Server (einschließlich Exchange Online definieren oder neue Features anpassen. Benutzereinstellungen werden standardmäßig automatisch migriert, ausgenommen Sicherheitseinstellungen.

Wenn Sie Outlook zum ersten Mal auf Clientcomputern bereitstellen, benötigt jeder Benutzer ein Outlook-Profil, in dem Informationen zu E-Mail-Messagingserververbindungen und andere wichtige Outlook-Einstellungen gespeichert werden. Zum Definieren von Profileinstellungen für Benutzer können Sie das Office-Anpassungstool (OAT) verwenden oder eine Outlook-Profildatei (PRF-Datei) bereitstellen.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln:

Wenn die Organisation einen anderen E-Mail-Client verwendet, müssen Sie möglicherweise Daten von diesen Clients zu Outlook 2010 migrieren. Hierbei können die in Outlook bereitgestellten Importfilter (z. B. für Eudora Light) hilfreich sein. Importfilter können nicht für die automatische Ausführung konfiguriert werden. Sie werden zum Migrieren der Daten für einzelne Benutzer verwendet.

Sie können Outlook individuell anpassen, um die Benutzerfreundlichkeit für Remote- und Roamingbenutzer zu erhöhen und Outlook für mehrere Benutzer auf demselben Computer einzurichten.

Es empfiehlt sich u. U., für Remotebenutzer Features wie Outlook Anywhere (in Vorgängerversionen von Outlook als RPC über HTTP bezeichnet) und Exchange-Cache-Modus zu konfigurieren. Diese Features verbessern die Benutzerfreundlichkeit, wenn Outlook über langsamere oder weniger zuverlässige Verbindungen verwendet wird. Mit Outlook Anywhere können Sie Verbindungen konfigurieren, die es Benutzern ermöglichen, sicherere Verbindungen aus dem Internet zu Computern mit Exchange Server oder Exchange Online in Ihrer Organisation herzustellen, ohne dass dafür eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network) benötigt wird. Der Exchange-Cache-Modus ist ein Outlook-Feature, das mit Office Outlook 2003 eingeführt wurde. Mit diesem Feature wird eine lokale Kopie der Postfächer von Benutzer erstellt. Dieser Modus wird für alle Konfigurationen empfohlen, ist jedoch besonders für Remotebenutzer vorteilhaft. Mit dem Exchange-Cache-Modus haben Benutzer einen zuverlässigeren Zugriff auf ihre Outlook-Daten, unabhängig davon, ob sie mit einem Netzwerk verbunden sind oder offline arbeiten. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von Outlook Anywhere in Outlook 2010 und Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Wenn mehrere Benutzer einen Computer gemeinsam verwenden, können Sie mithilfe der Windows-Anmeldefeatures die Anmeldeüberprüfung durch das Betriebssystem des Computers ausführen lassen. Sofern Sie nicht die Anwendungsvirtualisierung bereitgestellt haben, müssen alle Benutzer die gleiche Outlook-Version verwenden, da auf einem Computer nur eine Version von Outlook installiert sein kann. Weitere Informationen zum Einrichten mehrerer Outlook-Benutzer auf einem Computer finden Sie unter Verwenden von Outlook auf einem Computer, der von mehreren Benutzern verwendet wird (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=100528&clcid=0x407).

Microsoft Office 2010 bietet umfassende Unterstützung für die Bereitstellung in internationalen oder mehrsprachigen Umgebungen. Wie 2007 Microsoft Office System besteht auch das Office 2010-Produkt aus dem sprachneutralen Kernpaket und mindestens einem sprachspezifischen Paket. Zusätzlich zu den Korrekturhilfen, die in jeder Sprachversion enthalten sind, können Sie auch Korrekturhilfen für andere Sprachen herunterladen und bereitstellen, damit mehrsprachige Benutzergruppen Dateien in einer Vielzahl von Sprachen bearbeiten können. Weitere Informationen finden Sie unter Plan für die mehrsprachige Bereitstellung von Office 2010.

In Outlook 2010 wird durchgängig Unicode unterstützt. Dies ermöglicht mehrsprachigen Organisationen einen nahtlosen Austausch von Nachrichten und anderen Informationen in einer mehrsprachigen Umgebung.

Einige Features von Outlook 2010 (z. B. der Exchange-Cache-Modus) erfordern Microsoft Exchange Server als Messagingplattform. Outlook 2010 funktioniert zwar auch einwandfrei mit früheren Versionen von Exchange, doch sind für manche Features von Outlook 2010 bestimmte Versionen von Exchange erforderlich. Aus diesem Grund und aufgrund der verbesserten Integration von Outlook 2010 mit Exchange wird empfohlen, Outlook 2010 mit der neuesten Version von Exchange Server zu kombinieren oder Exchange Online zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Bewerten der Funktionsweise von Outlook 2010 mit unterschiedlichen Versionen von Exchange Server.

Entscheidungen zu Anpassung der Bereitstellung von Outlook 2010 sind von der verwendeten Version von Exchange Server abhängig. Wenn Sie derzeit Exchange Server als Messagingserver verwenden und kein Upgrade auf Exchange 2003 oder höher durchgeführt haben, sollten Sie das Exchange Server-Upgrade zeitlich mit der Bereitstellung von Outlook 2010 oder der Migration zu Exchange Online abstimmen. Exchange Server 2003 ist die niedrigste Version von Exchange Server, die mit Outlook 2010 verwendet werden kann.

Wenn Exchange Server lokal bereitgestellt ist und Sie in Ihrer Organisation parallel auch Exchange Online verwenden möchten, müssen zwei Aspekte beachtet werden:

  • Es gibt keine standortübergreifende Vorgesetztenstellvertretung. Wenn das Konto des Vorgesetzten in Exchange Online enthalten ist, muss das Konto des Stellvertreters ebenfalls in Exchange Online enthalten sein.

  • Ein Konto in der lokalen Bereitstellung kann nicht die Berechtigung Senden als für ein Konto in Exchange Online haben.

Beachten Sie auch, dass die Benutzerauthentifizierungsmethode zwischen einer lokalen Bereitstellung von Exchange Server und Exchange Online unterschiedlich ist. Ein Exchange Online-Benutzer gibt seine E-Mail-Adresse (als Benutzernamen) und ein Kennwort ein. Der Benutzer kann jedoch das Kennwort so speichern, dass es nur einmal eingegeben werden muss.

Für den Zeitpunkt und das Verfahren für die Installation von Outlook 2010 bestehen mehrere Optionen. Überlegen Sie z. B., welche Vorgehensweise für Ihre Organisation am sinnvollsten wäre:

  • Phasenweises oder gleichzeitiges Installieren oder Durchführen eines Upgrades von Outlook für unterschiedliche Benutzergruppen.

  • Installieren von Outlook als eigenständige Anwendung.

  • Installieren von Outlook vor, während oder nach der Installation von Office 2010.

Jede Organisation verfügt über eine andere Umgebung und stellt möglicherweise andere Anforderungen an die Planung von Outlook 2010-Upgrades. Angenommen, Sie haben eine Messaginggruppe, die für die Durchführung von Outlook-Upgrades zuständig ist, und eine andere Gruppe, die die Bereitstellung von anderen Microsoft Office-Anwendungen plant. In diesem Falls ist es möglicherweise einfacher, das Outlook-Upgrade getrennt vom Rest von Office durchzuführen, anstatt zu versuchen, die Bereitstellung zwischen den beiden Gruppen zu koordinieren.

Beachten Sie, dass Outlook 2010 nicht parallel mit früheren Versionen von Outlook auf demselben Computer verwendet werden kann. Wenn Sie frühere Versionen verwenden müssen, dürfen Sie Outlook 2010 nicht installieren oder Outlook 2010 nicht mit Anwendungsvirtualisierung bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Bestimmen des Installationszeitpunkts für Outlook 2010.

Sie haben zwei Möglichkeiten, eine Outlook-Installation für die Handhabung von Outlook-Benutzereinstellungen und -profilen anzupassen:

  • Angeben der Outlook-Benutzereinstellungen im Office-Anpassungstool (OAT).

  • Angeben von Optionen für die Verwaltung von neuen und vorhandenen Outlook-Profilen im OAT oder Verwenden einer Outlook-Profildatei (PRF-Datei).

Beispielsweise können Sie es Outlook-Benutzer ermöglichen, ihre aktuellen Profile und Einstellungen zu migrieren, und gleichzeitig Standardprofile und -einstellungen für neue Outlook-Benutzer definieren. Sie können auch vorhandene Profile ändern und neue Standardprofile für neue Outlook-Benutzer einrichten. Wenn Sie Outlook 2010 mit Microsoft Exchange Server 2010 oder Exchange Online bereitstellen, können Sie mithilfe des OAT oder der PRF-Datei mehrere Exchange-Konten für ein Profil hinzufügen.

Wenn Sie Outlook mithilfe des OAT anpassen, speichern Sie die gewählten Optionen und anderen Installationseinstellungen in einer Anpassungsdatei, die während der Installation angewendet wird. Später können Sie die Einstellungen und Profilinformationen aktualisieren, indem Sie die Datei im OAT öffnen und eine Kopie der Datei speichern.

Weitere Informationen zum Konfigurieren von Outlook-Profilen finden Sie unter Office-Anpassungstool in Office 2010 und Anpassen von Outlook-Profilen mit einer Outlook-Profildatei (PRF). Diese Artikel gelten auch für Umgebungen, in denen Exchange Online bereitgestellt ist.

WichtigImportant
Es gibt ein bekanntes Problem, bei dem dem Outlook-Profil ein zusätzliches Exchange-Konto hinzugefügt wird, wenn ein Benutzer, der bereits über ein Exchange-Konto im Profil verfügt, von Outlook 2003 oder Outlook 2007 aktualisiert wird. Dieses Problem kann auftreten, wenn Sie Outlook aktualisieren und Anpassungen mithilfe einer benutzerdefinierten OAT-Datei (MSP) oder PRF-Datei anwenden, die mit Profil ändern und Änderungen für das vorhandene Standardprofil definieren konfiguriert ist.
Wenn Sie verhindern möchten, dass beim Upgraden von Benutzern auf Outlook 2010 weitere Exchange-Konten in einem Profil erstellt werden, müssen Sie die Service Pack 1 (SP1)-Version des Office-Anpassungstools (OAT) herunterladen und verwenden, das im Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=189316&clcid=0x407) verfügbar ist. Ersetzen Sie zur Aktualisierung des OAT den Ordner /Admin in den Office 2010-Installationsdateien oder dem Installationsimage durch den neuen Ordner /Admin, der im Downloadpaket enthalten ist. Wenn Sie nicht die SP1-Version des OAT verwenden, müssen Sie eine PRF-Datei erstellen und die Eigenschaften BackupProfile=False und UniqueService=Yes festlegen. Die entsprechenden Schritte finden Sie unter Multiple Exchange accounts created in Outlook 2010 with existing Outlook profiles after upgrading from an earlier Office version using a custom MSP (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=199704&clcid=0x407).

Wie Office Outlook 2007 enthält auch Outlook 2010 Features, mit denen Sie problemlos neue Inhaltsquellen abonnieren und mit Benutzern innerhalb und außerhalb Ihrer Organisation gemeinsam nutzen können. Solche Inhaltsquellen sind z. B. Microsoft SharePoint Foundation 2010- und SharePoint Foundation 2010-Kontakte, -Aufgaben und -Kalender sowie lokale und internetbasierte Kalender (iCals).

RSS (Really Simple Syndication) ist ein anderes Freigabefeature, mit dem Benutzer interne oder internetbasierte Informationsquellen mit Fremdinhalten (XML-Dateien) abonnieren können, sodass sie nicht die Website auf neue Informationen überprüfen müssen. Sie können bestimmte RSS-Feeds oder Kalenderabonnements für Benutzer bereitstellen, Einstellungen zur Verwaltung der Freigabe dieser Abonnements oder Inhalte durch die Benutzer konfigurieren und angeben, wie häufig die Benutzerkopien der Daten auf den Servern aktualisiert werden usw.

Mithilfe der Remotedesktopdienste in Windows Server können Sie eine einzelne Volumenlizenzkopie von Outlook 2010 auf einem für Remotedesktopdienste aktivierten Computer installieren. Anstatt Outlook auf den lokalen Computern auszuführen, stellen dann mehrere Benutzer eine Verbindung mit dem Server her und führen Outlook über diesen Server aus.

Damit Sie bei der Verwendung von Outlook mit Remotedesktopdiensten optimale Ergebnisse erzielen, sollten Sie genau bedenken, wie Sie die Outlook-Konfiguration anpassen. Beispielsweise können Sie in Outlook 2010 den Exchange-Cache-Modus mit Remotedesktopdiensten konfigurieren. Allerdings müssen Sie dabei ausreichend Speicherplatz bereitstellen, damit die Postfächer aller Benutzer auf dem Hostservercomputer mit Remotedesktopdienste (Terminalserver) gespeichert werden können. Beachten Sie, dass Outlook möglicherweise Teil einer Umgebung ist, in der andere Anwendungen auf demselben Remotedesktopdienste-Hostcomputer bereitgestellt sind. Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Cache-Modus in einer RDSH-Umgebung (Remote Desktop Session Host, Remotedesktop-Sitzungshost): Planungsüberlegungen (Whitepaper).

Datenobjekte für die Zusammenarbeit (Collaboration Data Objects, CDO) werden in Outlook 2010 nicht unterstützt. Manche Lösungen, die auf CDO 1.2.1 aufbauen, können zwar u. U. weiter ausgeführt werden, doch ist CDO 1.2.1 nicht für eine Umgebung mit mehreren Exchange-Konten ausgelegt, sodass es zu unerwarteten Ergebnissen kommen kann. Verwenden Sie daher für Outlook-Lösungen das Outlook-Objektmodell anstelle von CDO 1.2.1.

Outlook-Postfächer nehmen an Größe zu, da die Benutzer Elemente erstellen und empfangen. Damit die Postfächer verwaltbar bleiben, benötigen Benutzer einen anderen Ort zum Speichern (oder Archivieren) älterer Elemente, die zwar wichtig sind, aber selten verwendet werden. Normalerweise ist es am bequemsten, diese älteren Elemente automatisch in den Archivordner zu verschieben, und Elemente, deren Inhalt abgelaufen und nicht mehr gültig ist, zu löschen. Die AutoArchivierung in Outlook 2010 kann diesen Vorgang automatisieren. Es wird jedoch empfohlen, persönliche Archive in der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Microsoft Exchange Server 2010 (oder Exchange Online) zu nutzen, da hierbei keine Persönliche Ordner-Dateien (PST-Dateien) erforderlich sind. Wenn ein persönliches Archiv in Exchange Server 2010 oder Exchange Online verwendet wird, werden die E-Mail-Archivordner online gespeichert, sodass die Benutzer auf die archivierten Dateien jederzeit mithilfe von Microsoft Outlook-Webanwendung oder von einem sekundären Computer aus mithilfe von Outlook 2010 zugreifen können. Mithilfe dieser Clientanwendungen können die Benutzer ein Archivpostfach anzeigen und Nachrichten zwischen ihrem Hauptpostfach und dem Archiv verschieben oder kopieren.

Wenn ein persönliches Archiv aktiviert ist, steht die AutoArchivierung dem Benutzer nicht zur Verfügung, sodass damit keine Nachrichten archiviert werden.

Wenn Sie vorhaben, Outlook 2010 mit Exchange Server 2010 oder Exchange Online bereitzustellen, sollten Sie die persönlichen Archive von Exchange Server anstelle der AutoArchivierung von Outlook 2010 verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu persönlichen Archiven: Exchange 2010-Hilfe (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169269&clcid=0x407), Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010 und Microsoft Exchange-Onlinearchivierung(http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=218120&clcid=0x407).

Wenn Sie die AutoArchivierung in Outlook 2010 verwenden möchten, können Sie die Einstellungen konfigurieren und die AutoArchivierung von Outlook 2010 mithilfe der Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage (Outlk14.adm) anpassen. Alternativ können Sie mithilfe des Office-Anpassungstools (OAT) Standardeinstellungen konfigurieren. In diesem Falle können Benutzer die Einstellungen ändern.

Wenn Sie die Bereitstellung von Outlook 2010 mit Exchange Server 2010 oder Exchange Onlineplanen, wird empfohlen, das Feature für persönliche Archive in der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Exchange Server 2010 (oder Exchange Online) zu verwenden, da dann keine Outlook-Datendateien (PST) benötigt werden. Wenn Sie das persönliche Archiv in Exchange Server 2010 oder Exchange Online verwenden, wird das E-Mail-Archiv online gespeichert, sodass Benutzer mit Microsoft Outlook-Webanwendung oder über einen sekundären Computer mit Outlook 2010 auf die archivierten Dateien zugreifen können. Mithilfe dieser Clientanwendungen können die Benutzer ein Archivpostfach anzeigen und Nachrichten zwischen ihrem Hauptpostfach und dem Archiv verschieben oder kopieren. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu persönlichen Archiven (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169269&clcid=0x407), Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010 und Microsoft Exchange-Onlinearchivierung (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=218120&clcid=0x407).

Wenn Sie die Bereitstellung von Outlook 2010 mit Exchange Server 2003 oder Exchange Server 2007 planen, können Sie PST-Dateien konfigurieren, die lokal (empfohlen) oder in einer Netzwerkfreigabe gespeichert werden. Ziehen Sie die Speicherung der PST-Dateien in einer Netzwerkfreigabe nur dann in Betracht, wenn das Netzwerk über eine hohe Bandbreite und Zuverlässigkeit verfügt. Wenn die PST-Datei eines Benutzers in einer Netzwerkfreigabe gespeichert ist und der Benutzer die Verbindung mit dem Netzwerk verliert, reduziert dies die Benutzerfreundlichkeit von Outlook, und nicht gespeicherte Änderungen können verloren gehen.

Aufbewahrungsrichtlinien unterstützen Benutzer bei der Einhaltung der von der Organisation erlassenen Richtlinien zur Aufbewahrung von Dokumenten. In Outlook 2010 können Sie keine AutoArchivierungs-basierten Aufbewahrungseinstellungen für Outlook 2010 mithilfe von Gruppenrichtlinien bereitstellen. Wenn Sie Aufbewahrungsrichtlinien bereitstellen müssen, verwenden Sie die Features der Messaging-Datensatzverwaltung (Messaging Records Management, MRM) von Exchange Server 2010. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zur Messaging-Datensatzverwaltung: Hilfe zu Exchange 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169263&clcid=0x407) und Planen der Einhaltung von Vorschriften und der Archivierung in Outlook 2010.

Outlook enthält zahlreiche Features für Sicherheit und Datenschutz, von denen einige in den folgenden Abschnitten behandelt werden. Weitere Informationen zum Planen von Sicherheit und Datenschutz in Outlook 2010 finden Sie unter Sicherheits- und Schutzplan in Outlook 2010 und Auswählen von Sicherheits- und Schutzeinstellungen für Outlook 2010.

Das mit 2007 Office System eingeführte Sicherheitscenter bietet eine zentrale Verwaltungsstelle für Sicherheits- und Datenschutzoptionen. Die Sicherheitsstufen Sehr hoch, Hoch, Mittel und Niedrig, die in früheren Versionen von Office verwendet wurden, sind durch ein optimiertes Sicherheitssystem ersetzt worden.

Outlook 2010 enthält Features, die die Ausbreitung von Viren eindämmen und Benutzern helfen, Junk-E-Mails zu vermeiden.

Wie in Office Outlook 2007 können Sie in Outlook 2010 Virenschutz- und andere Sicherheitseinstellungen mithilfe von Gruppenrichtlinien entsprechend den Anforderungen einer Organisation konfigurieren. Wie in früheren Versionen von Outlook können Sie auch die Outlook-Sicherheitsvorlage verwenden, um Einstellungen zu konfigurieren. Mit beiden Konfigurationsmethoden können Sie beispielsweise die Liste der Dateitypen ändern, die in E-Mail-Nachrichten blockiert werden.

Der Objektmodellschutz, der verhindert, dass Viren sich über das Outlook-Adressbuch verbreiten, wurde aktualisiert. Outlook überprüft automatisch, ob die Antivirensoftware aktuell ist, um zu bestimmen, wann Adressbuch-Zugriffswarnungen und andere Outlook-Sicherheitswarnmeldungen angezeigt werden.

Outlook 2010 bietet eine Reihe von Features, mit denen Benutzer den Empfang von Junk-E-Mail-Nachrichten vermeiden können. Outlook 2010 enthält einen Junk-E-Mail-Filter, der die in früheren Versionen von Outlook zum Filtern von E-Mail verwendeten Regeln ersetzt. Nachrichten, die durch den Filter abgefangen wurden, werden in den Junk-E-Mail-Ordner verschoben, wo sie später angezeigt oder gelöscht werden können. Outlook 2010 umfasst ein Poststempelfeature, das mit Office Outlook 2007 eingeführt wurde. Dieses Feature kann vom Junk-E-Mail-Filter bei der Erkennung von zulässigen E-Mail-Nachrichten genutzt werden.

Junk-E-Mail-Absender können einen Webbeacon in HTML-E-Mails mit externen Inhalten, z. B. Grafiken, einbinden. Wenn Benutzer dann eine solche E-Mail öffnen oder anzeigen, werden ihre E-Mail-Adressen durch die Webbeacons als gültig bestätigt. Dadurch nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass sie weitere unerwünschte E-Mail-Nachrichten erhalten. Outlook 2010 verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Benutzer Ziel zukünftiger Junk-E-Mails werden, indem das automatische Herunterladen von Bildern von externen Servern standardmäßig blockiert wird.

Outlook 2010 bietet Schutz vor Problemen aufgrund von Phishing-E-Mail-Nachrichten und betrügerischen Domänennamen. Standardmäßig überprüft Outlook E-Mail-Nachrichten auf Phishing – E-Mails, die scheinbar legitim sind, jedoch Benutzer dazu verleiten sollen, persönliche Informationen zu offenbaren, z. B. ihre Kontonummer oder ein Kennwort. Outlook unterbindet zudem den Empfang von E-Mail-Nachrichten von betrügerischen Absendern, indem bei verdächtigen Domänennamen in E-Mail-Adressen eine Warnung ausgegeben wird. Outlook 2010 unterstützt internationale Domänennamen (IDN) in E-Mail-Adressen. Mithilfe dieses Systems können Benutzer Domänennamen in der Landessprache anstatt in Onlineenglish registrieren lassen und verwenden. Die IDN-Unterstützung erlaubt Phishern allerdings Homografieangriffe: Bei einem solchen Angriff wird in der Absicht, die Benutzer davon zu überzeugen, dass sie eine legitime Website besuchen, ein gleich aussehender Domänenname erstellt, der Zeichen aus verschiedenen Sprachen enthält.

Weitere Informationen finden Sie unter Auswählen von Sicherheits- und Schutzeinstellungen für Outlook 2010 und Planen der Einschränkung von Junk-E-Mails in Outlook 2010.

Outlook bietet Kryptografiefunktionen zum Senden und Empfangen von gesicherten E-Mail-Nachrichten über das Internet oder das lokale Intranet. Sie können diese Features in einer Outlook 2010-Bereitstellung anpassen, um die Kryptografieoptionen festzulegen, die den Anforderungen Ihrer Organisation entsprechen.

Sie können auch zusätzliche Features zur Verbesserung der Sicherheit beim E-Mail-Messaging implementieren. Beispielsweise können Sie Sicherheitskennzeichen bereitstellen, die den Sicherheitsrichtlinien Ihrer Organisation entsprechend. So könnte ein Kennzeichen "Nur interne Verwendung" als Sicherheitskennzeichen für E-Mail-Nachrichten eingeführt werden, die nicht außerhalb des Unternehmens gesendet oder weitergeleitet werden dürfen.

Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Kryptografie für E-Mail-Messaging in Outlook 2010.

Mithilfe der Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM) können Benutzer verhindern, dass vertrauliche E-Mail-Nachrichten und andere 2007 Office System-Inhalte wie Dokumente und Arbeitsblätter durch nicht autorisierte Personen weitergeleitet, bearbeitet oder kopiert werden. In Outlook 2010 können Benutzer mithilfe von IRM E-Mails mit dem Vermerk "Nicht weiterleiten" markieren, wodurch die Berechtigungen der Empfänger zum Weiterleiten, Drucken oder Kopieren der Nachricht automatisch beschränkt werden. Darüber hinaus können Sie benutzerdefinierte Office-weite IRM-Berechtigungsrichtlinien gemäß den Anforderungen Ihrer Organisation definieren und für Benutzer zur Verwendung mit E-Mail-Nachrichten oder anderen Office-Dokumenten bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Planen der Verwaltung von Informationsrechten in Office 2010.

Outlook 2010 kann mit vielen E-Mail-Servern und -Diensten verwendet werden. Zu den wichtigsten E-Mail-Servern und -Diensten, die von Outlook unterstützt werden, gehören folgende:

  • SMTP

  • Post Office Protocol, Version 3 (POP3)

  • Internet Mail Access Protocol, Version 4 (IMAP4)

  • Messaging Application Programming Interface (MAPI) für Exchange Server (Version 2003 und höher)

  • Andere Messaging- und Informationsquellen, z. B. Hewlett-Packard OpenMail. Die Nutzung dieser zusätzlichen Dienstanbieter wird durch die Verwendung der MAPI-Erweiterungsschnittstelle in Outlook 2010 ermöglicht.

HTTP wird mit der Installation von Outlook Connector unterstützt.

Benutzer können Outlook 2010 auch ohne E-Mail-Server in einer eigenständigen Konfiguration nutzen, um die Kontakt-, Aufgaben- und Kalenderfunktionen zu verwenden.

Sie können Outlook 2010 über eine beliebige frühere Installation von Outlook installieren. Wie bei anderen Office 2010-Anwendungen werden dabei die in der Registrierung gespeicherten Benutzereinstellungen migriert. Wenn auf dem Computer eines Benutzers bereits ein MAPI-Profil vorhanden ist, können Sie eine Bereitstellung normalerweise so konfigurieren, dass das Profil weiterverwendet wird. Wenn Sie jedoch ein Upgrade von einer Installation von Outlook 2000 oder früher im Modus Nur via Internet durchführen, müssen Sie möglicherweise. Benutzerprofile neu erstellen.

Outlook 2010 kann nicht parallel mit früheren Versionen von Outlook auf demselben Computer verwendet werden. Wenn Sie bestimmen, dass die Benutzer eine frühere Version benötigen, dürfen Sie Outlook 2010 nicht installieren oder Outlook 2010 nicht mit Anwendungsvirtualisierung bereitstellen.

Wenn Sie ein Upgrade von Benutzern von einer früheren Version von Outlook durchführen, müssen Sie Entscheidungen zur Konfiguration von Benutzerprofilen treffen, Probleme mit dem Exchange-Cache-Modus berücksichtigen und sich über Änderungen bei Faxen und Formularen informieren.

Eine Übersicht über Änderungen bei Features sowie Überlegungen zur Migration finden Sie unter Änderungen in Outlook 2010.

Das Durchführen eines Upgrades von Benutzern, die den Exchange-Cache-Modus in Office Outlook 2003 oder Office Outlook 2007 aktiviert haben, ist unkompliziert. Wenn Sie die Einstellungen für den Exchange-Cache-Modus nicht ändern, werden die gleichen Einstellungen für Outlook 2010 übernommen. Das OST- oder OAB-Dateiformat wird nicht geändert, und Sie müssen diese Dateien während eines Upgrades nicht neu erstellen.

Wenn in der Umgebung der Organisation jedoch ANSI-Outlook-Datendateien (OST-Dateien) vorhanden sind, müssen Sie beim Migrieren von Dateien zu Outlook 2010 möglicherweise zusätzliche Schritte durchführen. Fehler können auftreten, wenn Outlook versucht, die Postfächer von Benutzern mit Datendateien (OST-Dateien) im Nicht-Unicode-Format und großen Exchange-Postfächern mit deren OST-Dateien zu synchronisieren. Es empfiehlt sich, die OST-Dateien der Benutzer auf das Unicode-Format zu upgraden, da für Outlook-Unicode-Dateien keine Größenbegrenzung von 2 GB gilt wie für Outlook-ANSI-Dateien. Unicode ist das Standarddateiformat für Outlook 2010. Informationen dazu, wie Sie ein Upgrade einer vorhandenen OST-Datei im Nicht-Unicode-Format (ANSI) auf das Unicode-Format erzwingen, finden Sie im Abschnitt "So erzwingen Sie ein Upgrade für OST-Dateien im Nicht-Unicode-ANSI-Format auf Unicode" des Artikels Konfigurieren des Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010.

Weitere Überlegungen zur Planung des Exchange-Cache-Modus werden unter Planen einer Bereitstellung im Exchange-Cache-Modus in Outlook 2010 erläutert.

Bei der Vorbereitung eines Upgrades müssen Sie die folgenden zusätzlichen Fragen beantworten:

Sie können ein Upgrade von anderen E-Mail- und Zeitplanungsprogrammen auf Outlook 2010 durchführen. Dieser Prozess kann mithilfe des Importfeatures in Outlook vereinfacht werden.

In der folgenden Tabelle sind die von Outlook 2010 unterstützten Migrationspfade aufgeführt.

 

Softwareprogramm Version

Outlook Express

4. x, 5. x, 6. x

Eudora Pro, Eudora Light

2. x, 3. x, 4. x, 5. x, 6. x, 7. x

HinweisNote
Microsoft Mail-Dateien können nicht in Outlook 2010 importiert werden, und Informationen können nicht zwischen Outlook 2010 und Schedule Plus ausgetauscht werden.

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