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Planen der Volumenaktivierung von Office 2013

 

Gilt für: Office 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Zusammenfassung: Informationen zur Planung der zu verwendenden Aktivierungsmethode für Volumenlizenzeditionen von Office 2013.

Zielgruppe: IT-Spezialisten

Sie können die Bereitstellung von Office-Aktivierungstechnologien für die Volumenaktivierung von Office 2013 in mehreren Schritten planen. Vor der Lektüre dieses Artikels sollten Sie das Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung lesen.

 

Sind Sie ein Benutzer?

Wenn Sie ein Benutzer sind, der eine persönliche Kopie von Office 2013 aktiviert, befolgen Sie stattdessen die Anweisungen zur Office 2013-Aktivierung.

Sind Sie ein Administrator?

Wenn Sie ein Administrator sind, der die Aktivierung und Lizenzierung von Office 365 ProPlus plant, überprüfen Sie stattdessen die Office 365 ProPlus-Aktivierung und -Lizenzierung.

Wenn Sie ein Administrator sind, der die Aktivierung und Lizenzierung einer Volumenlizenzedition von Office 2013 plant, sind Sie hier genau richtig, lesen Sie weiter.

Inhalt dieses Artikels:

Wenn Sie eine Windows-Bereitstellung von Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows 8 oder Windows Server 2012 planen, stellen Sie für Windows vermutlich die gleichen Überlegungen an wie für Office 2013. Hilfreiche Informationen dazu, welche Aktivierungsmethode für Windows verwendet werden sollte, finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung. Für Office 2013 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleiche Methode verwendet.

Eine Bereitstellung mit Volumenaktivierung umfasst folgende Schritte:

  1. Lesen der Informationen zur Produktaktivierung

  2. Prüfen der verfügbaren Aktivierungsmodelle

  3. Bewerten der Clientkonnektivität

  4. Zuordnen des physischen oder virtuellen Computers zu einer Aktivierungsmethode

  5. Ermitteln der Product Key-spezifischen Anforderungen

  6. Ermitteln der Überwachungs- und Berichterstellungsanforderungen

Die meisten Informationen zu diesen Schritten finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung. Dieser Artikel enthält eine Übersicht über die Technologie.

Bei der Planung von Office-Aktivierungstechnologien müssen folgende Informationen berücksichtigt werden:

  • Für Office 2013 liegt der Aktivierungsschwellenwert im KMS (Key Management Service, Schlüsselverwaltungsdienst) bei fünf Computern. Das bedeutet, dass Office 2013-Clientcomputer erst aktiviert werden, nachdem von mindestens fünf Clientcomputern eine Aktivierung angefordert wurde.

  • Für Office 2013-KMS-Clients muss kein Product Key eingegeben werden. Sie müssen lediglich einen Aktivierungsschlüssel für den KMS-Host eingeben.

  • Bei Verwendung von MAKs (Multiple Activation Keys, Mehrfachaktivierungsschlüsseln) geben Sie den Product Key entweder über das Office-Anpassungstool (OAT) (Office-Anpassungstool: Übersicht) oder über die Datei Config.xml ein. Nach der Installation von Office 2013 kann der Product Key mithilfe des Tools für die Volumenaktivierungsverwaltung (Volume Activation Management Tool, VAMT) oder mithilfe des Office Software Protection Platform-Skripts (ospp.vbs) geändert werden. Weitere Informationen zu ospp.vbs finden Sie unter Das Skript "ospp.vbs".

    Informationen zu VAMT 3.0 finden Sie unter Tool für die Volumenaktivierungsverwaltung (Volume Activation Management Tool, VAMT).

Im Rahmen der Office-Aktivierungstechnologien stehen drei Aktivierungsmethoden für Office 2013 zur Verfügung: KMS, MAK und die Active Directory-basierte Aktivierung.

  • Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS): Ein Server-/Clientmodell, bei dem Sie einen KMS-Hostaktivierungsschlüssel auf einem KMS-Hostcomputer installieren und aktivieren müssen. Hierdurch wird ein lokaler Aktivierungsdienst in der Umgebung eingerichtet. Office 2013-Clientcomputer stellen für die Aktivierung eine Verbindung mit dem lokalen Office 2013-KMS-Host her.

  • Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK): Bei Verwendung eines Mehrfachaktivierungsschlüssels werden Office 2013-Clientcomputer online mit von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern oder per Telefon aktiviert.

  • Aktivierung über Active Directory: Nur verfügbar für Office 2013 unter Windows 8 und Windows Server 2012. Bei der Aktivierung über Active Directory können alle Office 2013-Clients mit Volumenlizenz innerhalb einer Domäne aktiviert werden. Die Aktivierung über Active Directory wird mithilfe der Active-Directory-Domänendienste (Active Directory Domain Services, AD DS) eingerichtet – entweder über einen Computer unter einer Volumenlizenzausgabe von Windows 8 oder über einen Computer unter Windows Server 2012

Die Art des installierten Schlüssels bestimmt die Aktivierungsmethode. Bei allen Volumenlizenzeditionen von Office 2013 ist der KMS-Clientschlüssel vorinstalliert. Wenn Sie KMS-Clients bereitstellen, müssen Sie keinen Product Key eingeben. Wenn Sie die MAK-Aktivierung verwenden möchten, müssen Sie den ordnungsgemäßen Mehrfachaktivierungsschlüssel eingeben.

Sie können auch eine Kombination aus KMS und MAK verwenden. Bei Office 2013 auf Desktopcomputern, die mit dem Firmennetzwerk verbunden sind, ist der KMS-Client installiert, während bei Office 2013 auf tragbaren Computern der Mehrfachaktivierungsschlüssel installiert ist.

Die Wahl des Modells hängt von der Größe, der Netzwerkinfrastruktur, der Konnektivität und den Sicherheitsanforderungen in Ihrer Umgebung ab. Sie können auf einem Clientcomputer entweder ein einzelnes dieser Aktivierungsmodelle oder eine Kombination verwenden. In der Regel auf einem Clientcomputer wird für Office die gleiche Aktivierungsmethode verwendet wie für eine bestimmte Instanz von Windows. Weitere Informationen zur Entscheidung für eine Aktivierungsmethode finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung.

Weitere Informationen zum Kauf von Volumenlizenzeditionen von Office 2013 finden Sie im Leitfaden zum Kauf von Microsoft Office-Volumenlizenzen.

KMS ist ein Client/Server-Modell, bei dem der Client von einem Computer, der als KMS-Host fungiert, die Aktivierung anfordert. Die KMS-Aktivierung erfordert TCP/IP-Konnektivität zwischen den Clients und dem KMS-Host. Der KMS-Host verwendet standardmäßig DNS zum Veröffentlichen des KMS-Diensts. Clientcomputer stellen für die Aktivierung mithilfe von anonymen Remoteprozeduraufrufen über den TCP-Port 1688 eine Verbindung mit dem KMS-Host her. Dies ist die Standardportnummer, wenn Sie die Firewall auf einem KMS-Host aktivieren. Sie können entweder die Standardeinstellungen übernehmen, dann entsteht nur wenig bis gar kein Verwaltungsaufwand. Oder Sie konfigurieren KMS-Hosts und die Clients, die sich mit diesem verbinden, manuell gemäß der Netzwerkkonfiguration und den Sicherheitsanforderungen in Ihrer Umgebung.

Für die Lizenzierung muss der KMS-Client aktiviert werden (siehe Einrichten von Office 2013-KMS-Clients). In der folgenden Tabelle wird der Lizenzstatus des Office 2013-Clients in Bezug auf die Aktivierung beschrieben:

Lizenzstatus des KMS-Clients für Office 2013

Lizenzstatus Beschreibung

Lizenziert

Standardmäßig fordert der KMS-Client alle sieben Tage eine Aktivierung beim KMS-Host an. (Die Anzahl der Tage kann konfiguriert werden.) Bei diesem Ansatz kann sich der Client möglichst lange im lizenzierten Zustand befinden.

Nach der Aktivierung des Clients bleibt dieser 180 Tage im lizenzierten Zustand. Im lizenzierten Zustand werden den Benutzern keine Benachrichtigungsdialogfelder angezeigt, in denen sie zur Aktivierung des Clients aufgefordert werden. Nach 180 Tagen wird der Prozess für Aktivierungsversuche fortgesetzt. Ist die Aktivierung weiterhin erfolgreich, ist das gesamte Aktivierungsverfahren für den Endbenutzer transparent.

Außerhalb der Toleranz

Falls während der 180 Tage keine Aktivierung erfolgt, wechselt Office 2013 für 30 Tage in den Zustand außerhalb der Toleranz. Jetzt werden den Benutzern Benachrichtigungen mit der Aufforderung zur Aktivierung angezeigt.

Benachrichtigung bei fehlender Lizenzierung

Wenn im Zustand außerhalb der Toleranz keine Aktivierung erfolgt, wechselt Office 2013 in den Zustand mit Benachrichtigungen bei fehlender Lizenzierung. Den Benutzern werden jetzt Benachrichtigungen mit der Aufforderung zur Aktivierung sowie eine rote Titelleiste angezeigt.

Sie müssen einen KMS-Host vorbereiten, indem Sie zunächst die Lizenzierungsdateien installieren (siehe Einrichten und Aktivieren von Office KMS) und anschließend den KMS-Hostschlüssel aktivieren, ehe dieser Aktivierungsanforderungen von Clients annehmen kann.

WichtigWichtig:
Der Aktivierungsschlüssel für Office 2013 ist nicht spezifisch für ein bestimmtes Betriebssystem. Er ist für die Verwendung unter einem beliebigen Betriebssystem vorgesehen, das als Office 2013-KMS-Host unterstützt wird. Dies gilt sowohl für die 32-Bit-Edition als auch für die 64-Bit-Edition.
  • Volumenlizenzeditionen von Windows 7

  • Volumenlizenzeditionen von Windows 8 oder Windows 8.1

  • Windows Server 2008 R2

  • Windows Server 2012 oder Windows Server 2012 R2

Der KMS-Dienst verwendet Dienstressourceneinträge (Service Resource Records, SRV-RRs) in DNS, um KMS-Hosts zu speichern und den Ort der jeweiligen KMS-Hosts zu übermitteln. KMS-Hosts verwenden dynamische Updates, sofern diese verfügbar sind, um die SRV-RRs zu veröffentlichen. (Weitere Informationen finden Sie unter Dynamisches Update.) Sind keine dynamischen Updates verfügbar, oder hat der KMS-Host keine Berechtigungen zum Veröffentlichen der RRs, müssen Sie die DNS-Einträge manuell veröffentlichen oder Clientcomputer für das Herstellen von Verbindungen mit bestimmten KMS-Hosts konfigurieren. Dies kann zur Folge haben, dass Sie Berechtigungen für das DNS ändern müssen, damit mehrere KMS-Hosts SRV-Einträge veröffentlichen können.

HinweisHinweis:
Je nach Komplexität und Topologie des Netzwerks kann es einige Zeit dauern, bis die DNS-Änderungen an alle DNS-Hosts weitergegeben wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten von DNS für die Office 2013-Volumenaktivierung.

Die folgenden Betriebssysteme werden nicht als KMS-Host für Office 2013 unterstützt:

  • Volumenlizenzeditionen von Windows 7

  • Volumenlizenzeditionen von Windows 8 oder Windows 8.1

  • Windows Server 2008 R2

  • Windows Server 2012 oder Windows Server 2012 R2

Falls Sie bereits einen Computer als Windows-KMS-Host verwenden und der Office 2013-KMS-Host mitgehostet werden soll, führen Sie die Schritte in Vorbereiten und Einrichten des Office 2013-KMS-Hosts aus.

Ein MAK wird für die einmalige Aktivierung mit den von Microsoft gehosteten Aktivierungsdiensten verwendet. Jeder MAK hat eine festgelegte Anzahl von zulässigen Aktivierungen. Diese Anzahl basiert auf Volumenlizenzverträgen und entspricht u. U. nicht der exakten Anzahl der Lizenzen in einer Organisation. Jede Aktivierung, bei der ein MAK mit dem von Microsoft gehosteten Aktivierungsdienst verwendet wird, wird auf den Aktivierungsschwellenwert angerechnet. Nach der Aktivierung von Office 2013 ist keine erneute Aktivierung erforderlich, sofern keine erheblichen Hardwareänderungen vorgenommen werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Computer mit einem MAK zu aktivieren:

  • MAK-unabhängige Aktivierung: Bei der MAK-unabhängigen Aktivierung muss jeder Computer unabhängig von den anderen mit Microsoft verbunden und aktiviert werden – entweder über das Internet oder per Telefon. Die MAK-unabhängige Aktivierung eignet sich ideal für Computer, die über keine dauerhafte Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk verfügen.

  • MAK-Proxy-Aktivierung mit VAMT: Diese Methode ermöglicht eine zentralisierte Aktivierungsanforderung für mehrere Computer, die über eine einzige Verbindung mit Microsoft verfügen. Die Proxy-MAK-Aktivierung wird mithilfe von VAMT (Tool für die Volumenaktivierungsverwaltung (Volume Activation Management Tool, VAMT)) konfiguriert. Sie eignet sich für Umgebungen, in denen der direkte Zugriff auf das Internet oder das Unternehmensnetzwerk aufgrund von Sicherheitsaspekten beschränkt ist. Sie ist außerdem für Entwicklungs- und Testumgebungen geeignet, die nicht über diese Konnektivität verfügen.

Für die MAK-Aktivierung muss ein MAK auf einem Clientcomputer installiert sein und diesen Computer anweisen, über von Microsoft gehostete Aktivierungsserver im Internet eine Selbstaktivierung auszuführen. Bei der Proxy-MAK-Aktivierung muss ein MAK mit einer der oben beschriebenen Methoden auf dem Clientcomputer installiert werden. VAMT ruft die Installations-ID (IID) vom Zielcomputer ab, sendet sie im Namen des Clients an Microsoft und erhält eine Bestätigungs-ID (CID). Anschließend aktiviert das Tool den Client durch Installieren der Bestätigungs-ID. Die Bestätigungs-ID wird gespeichert und kann später verwendet werden, um beispielsweise Testcomputer mit Re-Imaging nach 90 Tagen zu aktivieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren von Office 2013-MAK-Clients.

Für die Windows 8-Plattform (ab Office 2013) steht eine dritte Aktivierungsmethode zur Verfügung: die Aktivierung über Active Directory.

Genau wie bei der KMS-Aktivierung können auch bei der Aktivierung über Active Directory alle Office 2013-Clients mit Volumenlizenz innerhalb der Domäne aktiviert werden. Zur Verwendung der Aktivierung über Active Directory müssen die Active Directory-Domänendienste (Active Directory Domain Services, AD DS) über einen Computer unter einer Volumenlizenzedition von Windows 8 oder über einen Computer unter Windows Server 2012 so eingerichtet werden, dass die Aktivierung aller Office 2013-Clients mit Volumenlizenz innerhalb der Domäne unterstützt wird. Die Office 2013-Clients mit Volumenlizenz können auf einem beliebigen Clientcomputer unter Windows 8 oder Windows Server 2012 ausgeführt werden.

Bei der Aktivierung über Active Directory wird das gleiche GVLK/KMS-Hostschlüsselpaar verwendet wie bei der KMS-Aktivierung. Bei Verwendung der Aktivierung über Active Directory wird vom Softwareschutzplattform-Dienst (SPPSvc) regelmäßig versucht, den GVLK mithilfe eines Aktivierungsobjekts in AD DS oder, falls die Aktivierung über Active Directory nicht erfolgreich war, mithilfe eines auffindbaren KMS-Hosts zu aktivieren. Nach erfolgreicher Aktivierung über Active Directory steht eine Lizenz für den Office 2013-Client für einen Zeitraum von 180 Tagen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Active Directory-basierten Aktivierung für Windows finden Sie unter Übersicht über die Aktivierung über Active Directory.

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