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Planen der Volumenaktivierung von Office 2010

Aktualisiert: 2012/11/27

Die Bereitstellung von Office-Aktivierungstechnologien für die Volumenaktivierung von Microsoft Office 2010 kann mithilfe der KMS-Schlüsselaktivierung, der MAK-Schlüsselaktivierung oder mit beiden geplant werden. Es wird empfohlen, dass Sie Übersicht über die Volumenaktivierung für Office 2010 lesen, bevor Sie diesen Artikel lesen. Außerdem wird dringend empfohlen, das Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=183040&clcid=0x407) zu lesen.

Ee624358.Important(de-de,office.14).gifWichtig:

Diese Informationen gelten für Volumenlizenzeditionen von Office 2010. Sie beziehen sich nicht auf Office Professional Plus für Office 365, da diese Edition durch Abonnements lizenziert wird.

Inhalt dieses Artikels:

Planen einer Bereitstellung

Wenn Sie eine Windows-Bereitstellung von Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 planen, sind die Überlegungen für Windows vermutlich identisch mit denen für Office 2010. Hilfreiche Informationen für die Entscheidung, welche Aktivierungsmethode Sie für Windows verwenden (den Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) und/oder Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK)), finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=183040&clcid=0x407). Bei Office 2010 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Methode verwendet.

Eine Bereitstellung mit Volumenaktivierung umfasst folgende Schritte:

  1. Informieren Sie sich über die Produktaktivierung.

  2. Überprüfen Sie die verfügbaren Aktivierungsmodelle.

  3. Bewerten Sie die Clientkonnektivität.

  4. Ordnen Sie den physikalischen Computer oder den virtuellen Compter einer Aktivierungsmethode zu.

  5. Ermitteln Sie die Anforderungen hinsichtlich von Product Keys.

  6. Ermitteln Sie die Überwachungs- und Berichterstellungsanforderungen.

Die meisten dieser Information finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=183040&clcid=0x407). Dieser Artikel enthält eine Übersicht über die Technologie.

Bei der Planung für Office-Aktivierungstechnologien sollten Sie die folgenden Informationen berücksichtigen:

  • Der Aktivierungsschwellenwert im KMS (Key Management Service, Schlüsselverwaltungsdienst) ist für Office 2010 fünf Computer. Das bedeutet, dass Office 2010-Clientcomputer erst aktiviert werden, nachdem mindestens fünf Clientcomputer die Aktivierung angefordert haben.

  • Es ist nicht erforderlich, einen Product Key für Office 2010-KMS-Clients einzugeben. Sie müssen lediglich einen KMS-Hostschlüssel auf dem KMS-Hostcomputer eingeben.

  • Wenn Sie MAK (Multiple Activation Keys, Mehrfachaktivierungsschlüssel) verwenden, geben Sie den Product Key entweder über das Office-Anpassungstool (OAT) oder über die Datei Config.xml ein. Nach der Installation von Office 2010 kann der Product Key mithilfe von VAMT 2.0 (Volume Activation Management Tool, Tool für Volumenaktivierungsverwaltung) oder mithilfe des Skripts für die Office-Softwareschutzplattform (Office Software Protection Platform), ospp.vbs, geändert werden. (Weitere Informationen zu ospp.vbs finden Sie unter Tools zum Konfigurieren von Clientcomputern in Office 2010.)

Eine visuelle Darstellung der Volumenaktivierungsmethoden für Office 2010 sowie typische Netzwerkszenarien finden Sie unter Volumenaktivierung von Microsoft Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=188811&clcid=0x407).

Volumenaktivierung des Microsoft Office 2010-Modells

Grundlegendes zu Aktivierungsmethoden

Die Office-Aktivierungstechnologien bieten zwei Aktivierungsmethoden:

  • Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS): Ein Server-/Clientmodell, in dem ein Computer als KMS-Host fungiert. Hierfür muss ein KMS-Hostschlüssel installiert und aktiviert werden. Dabei wird ein lokaler Aktivierungsdienst in der Umgebung eingerichtet. Office 2010-Clientcomputer stellen für die Aktivierung eine Verbindung mit dem lokalen Office 2010-KMS-Host her.

  • Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK): Mit einem Mehrfachaktivierungsschlüssel werden Office 2010-Clientcomputer online mit von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern oder per Telefon aktiviert.

Die Art des installierten Schlüssels legt die Aktivierungsmethode fest. Bei allen Volumenlizenzeditionen von Office 2010 ist der KMS-Clientschlüssel vorinstalliert. Beim Bereitstellen vom KMS-Clients müssen Sie keinen Product Key eingeben. Wenn Sie die MAK-Aktivierung verwenden möchten, müssen Sie den richtigen Mehrfachaktivierungsschlüssel eingeben.

Es ist auch möglich, eine Kombination aus KMS und MAK zu verwenden. Bei Office 2010 auf Desktopcomputern ist der KMS-Client installiert, während bei Office 2010 auf tragbaren Computern der Mehrfachaktivierungsschlüssel installiert ist.

Die Wahl des Modells hängt von der Größe, der Netzwerkinfrastruktur, der Konnektivität und den Sicherheitsanforderungen ab. Sie können entweder eines dieser Aktivierungsmodelle oder eine Kombination aus beiden verwenden. In der Regel wird für Office dieselbe Aktivierungsmethode wie für eine bestimmte Instanz von Windows verwendet. Informationen zur Entscheidung für eine Aktivierungsmethode finden Sie im Planungshandbuch für die Windows-Volumenaktivierung (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=183040&clcid=0x407).

Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS)

KMS ist ein Server-/Clientmodell, bei dem ein Computer als KMS-Host fungiert. Die KMS-Aktivierung erfordert TCP/IP-Konnektivität. KMS-Hosts verwenden standardmäßig DNS zum Veröffentlichen des KMS-Diensts, und Clientcomputer stellen für die Aktivierung mithilfe von anonymen Remoteprozeduraufrufen (Remote Procedure Calls, RPCs) über TCP-Port 1688 eine Verbindung mit dem KMS-Host her. Dies ist die Standardportnummer, wenn Sie die Firewall auf einem KMS-Host aktivieren. Sie können die Standardeinstellungen übernehmen, dann entsteht nur wenig bis gar kein Verwaltungsaufwand. Oder Sie konfigurieren KMS-Hosts und -Clients manuell entsprechend der Netzwerkkonfiguration und den Sicherheitsanforderungen.

Für die Lizenzierung muss der KMS-Client aktiviert werden. In der folgenden Tabelle wird der Lizenzstatus des Office 2010-KMS-Clients in Bezug auf die Aktivierung beschrieben.

Lizenzstatus Beschreibung

Lizenziert

Standardmäßig versucht der KMS-Client die Aktivierung beim KMS-Host einmal alle sieben Tage. (Die Anzahl der Tage kann konfiguriert werden.) Bei diesem Ansatz kann der Client so lange wie möglich den lizenzierten Status aufweisen. Sobald der KMS-Client erfolgreich aktiviert wurde, bleibt er 180 Tage im lizenzierten Status. Im lizenzierten Status werden den Benutzern keine Benachrichtigungsdialogfelder angezeigt, in denen sie zur Aktivierung aufgefordert werden. Nach 180 Tagen wird der Prozess der Aktivierungsversuche fortgesetzt. Wenn die Aktivierung weiterhin erfolgreich ist, ist das gesamte Aktivierungsverfahren für den Endbenutzer transparent.

Außerhalb der Toleranz

Wenn während der 180 Tage keine Aktivierung erfolgt, wechselt Office 2010 für 30 Tage in den Status außerhalb der Toleranz. Jetzt werden den Benutzern Benachrichtigungen mit der Aufforderung zur Aktivierung angezeigt.

Benachrichtigung zur fehlenden Lizenzierung

Wenn im Status außerhalb der Toleranz keine Aktivierung erfolgt, wechselt Office 2010 in den Status mit Benachrichtigungen zur fehlenden Lizenzierung. Den Benutzern werden jetzt Benachrichtigungen mit der Aufforderung zur Aktivierung sowie eine rote Titelleiste angezeigt.

Der KMS-Host muss mit einem KMS-Hostschlüssel installiert und aktiviert werden, bevor er KMS-Aktivierungsanforderungen von KMS-Clients annehmen kann. Informationen zum Einrichten eines KMS-Hosts finden Sie unter Vorbereiten und Konfigurieren des KMS-Hosts in Bereitstellen der Volumenaktivierung von Office 2010.

Ee624358.Important(de-de,office.14).gifWichtig:

Der KMS-Hostschlüssel für Office 2010 ist nicht spezifisch für ein bestimmtes Betriebssystem. Er ist für die Verwendung unter einem beliebigen Betriebssystem vorgesehen, die als Office 2010-KMS-Host unterstützt werden, sowohl in der 32-Bit- als auch in der 64-Bit-Edition.

Veröffentlichung des KMS-Diensts

Der KMS-Dienst verwendet Service (SRV)-Ressourceneinträge (RRs) im DNS, um KMS-Hosts zu speichern und die Speicherorte von KMS-Hosts zu kommunizieren. KMS-Hosts verwenden dynamische Updates, sofern diese verfügbar sind, um die KSM-SRV-RRs zu veröffentlichen. Sind keine dynamischen Updates verfügbar, oder hat der KMS-Host keine Berechtigungen zum Veröffentlichen der RRs, müssen Sie die DNS-Einträge manuell veröffentlichen oder Clientcomputer für das Herstellen von Verbindungen zu bestimmten KMS-Hosts konfigurieren. Dies kann zur Folge haben, dass Sie Berechtigungen auf dem DNS ändern müssen, damit mehr als ein KMS-Host SRV-Einträge veröffentlichen kann.

Ee624358.note(de-de,office.14).gifHinweis:

Je nach Komplexität und Topologie des Netzwerks kann es einige Zeit dauern, bis DNS-Änderungen an alle DNS-Hosts weitergegeben worden sind.

Clientermittlung des KMS

Wenn ein KMS-Client das erste Mal den DNS nach KMS-Informationen abfragt, wählt er nach dem Zufallsprinzip einen KMS-Host aus der Liste der SRV-RRs aus, die der DNS zurückgibt. Die Adresse eines DNS-Servers, der die SRV-RRs enthält, kann als Eintrag mit Suffix auf KMS-Clients aufgeführt werden. Dies ermöglicht die Ankündigung von SRV-RRs für KMS auf einem DNS-Server und den KMS-Clients mit anderen primären DNS-Servern, diesen zu finden.

Sie können dem Registrierungswert DnsDomainPublishList für KMS-Hosts unter Volumenlizenzeditionen von Windows 7 oder unter Windows Server 2008 R2priority- und weight-Parameter hinzufügen. Dadurch können Sie innerhalb jeder Gruppe Prioritätsgruppen und Gewichtungen für KMS-Hosts festlegen. Diese bestimmen die Reihenfolge, in der die KMS-Hosts verwendet werden, und verteilen den Datenverkehr gleichmäßig auf mehrere KMS-Hosts. Wenn Sie Prioritäts- und Gewichtungsparameter verwenden, empfiehlt es sich, die KMS-Zwischenspeicherung auf dem Client zu deaktivieren. Dadurch kann der Client den DNS bei jedem Aktivierungsversuch abfragen, wobei die Prioritäts- und Gewichtungsparameter berücksichtigt werden, anstatt den zwischengespeicherten KMS-Host direkt zu kontaktieren, der zuletzt eine erfolgreiche Aktivierung ermöglicht hatte.

Wenn der von einem Client ausgewählte KMS-Host nicht antwortet, entfernt der KMS-Client diesen KMS-Host aus seiner Liste der SRV-RRs und wählt nach dem Zufallsprinzip einen anderen KMS-Host aus der Liste aus. Wenn die Prioritäts- und Gewichtungsparameter festgelegt sind, werden sie vom KMS-Client während der Suche nach einem anderen KMS-Host angewendet. Andernfalls werden KMS-Hosts nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Hat ein KMS-Host geantwortet, wird der Name des KMS-Hosts vom KMS-Client zwischengespeichert und für nachfolgende Aktivierungs- und Erneuerungsversuche verwendet, wenn die Zwischenspeicherung aktiviert ist. Antwortet der zwischengespeicherte KMS-Host bei einem nachfolgenden Erneuerungsversuch nicht, ermittelt der KMS-Client einen neuen KMS-Host, indem er den DNS nach KMS-SRV-RRs abfragt.

KMS-Aktivierungsschwellenwerte

Die Mindestanforderung für die Office 2010-KMS-Aktivierung ist ein KMS-Host und mindestens fünf KMS-Clients ein einer Netzwerkumgebung. Mindestens fünf Computer, auf denen Office 2010-Volumeneditionen ausgeführt werden, müssen den KMS-Host innerhalb von 30 Tagen kontaktieren, damit ihre Aktivierungsanforderungen erfolgreich ausgeführt werden. Wenn fünf Clients eine Verbindung mit einem KMS-Host hergestellt haben, erhalten Clients, die später eine Verbindung mit dem KMS-Host herstellen, Antworten, mit denen die Clients aktiviert werden können. Aufgrund des Neuaktivierungszeitplans werden die ursprünglichen fünf Clients ebenfalls aktiviert, wenn sie erneut beim KMS-Host die Aktivierung anfordern.

Nach der Initialisierung des KMS ist die KMS-Aktivierungsinfrastruktur selbstverwaltend. Der KMS-Dienst kann gemeinsam mit anderen Diensten gehostet werden. Ein einziger KMS-Host kann Hunderttausende von KMS-Clients unterstützen. Die meisten Organisationen können nur zwei KMS-Hosts für ihre gesamte Infrastruktur hosten (einen Haupt-KMS-Host und einen Sicherungshost für die Redundanz).

Erneuerung der KMS-Aktivierung

KMS-Aktivierungen sind 180 Tage lang gültig. Diese Zeitspanne wird als Gültigkeitszeitraum der Aktivierung bezeichnet. Damit sie aktiviert bleiben, müssen KMS-Clients ihre Aktivierung erneuern, indem sie mindestens einmal alle 180 Tage eine Verbindung mit dem KMS-Host herstellen. KMS-Clientcomputer versuchen standardmäßig alle sieben Tage, ihre Aktivierung zu erneuern. Sobald die Aktivierung eines Clients erneuert worden ist, beginnt der Gültigkeitszeitraum der Aktivierung von vorne.

Verwenden von KMS für Computer mit Windows- und Office 2010-Clientprodukten

Wenn Sie den Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) zum Aktivieren von Computern mit Windows und Office 2010 verwenden, gibt es für Office 2010 folgende Optionen:

  • Verwenden Sie denselben KMS-Host auf einem Computer unter Windows Server 2003 (nur Standard Edition, Enterprise Edition und Datacenter Edition [32-Bit und 64-Bit]), Volumenlizenzeditionen von Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 (empfohlen).

  • Verwenden Sie für Computer mit Windows und Office 2010 separate KMS-Hosts.

Ee624358.Important(de-de,office.14).gifWichtig:

Wenn bereits ein KMS-Host zur Aktivierung von Windows-Produkten eingerichtet ist, müssen Sie dennoch die Office 2010-KMS-Hostlizenzdateien installieren, den Office 2010-KMS-Hostschlüssel eingeben und den Schlüssel aktivieren. Gehen Sie hierzu zur Website mit dem Microsoft Office 2010 KMS Host License Pack (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169244&clcid=0x407), laden Sie KeyManagementServiceHost.exe herunter, und führen Sie diese Datei aus.

Folgende Betriebssysteme werden als Office 2010-KMS-Host unterstützt:

Falls Sie bereits einen Computer verwenden, der als Windows-KMS-Host ausgeführt wird, und derOffice 2010-KMS-Host mitgehostet werden soll, führen Sie die unter Vorbereiten und Konfigurieren des KMS-Hosts in Bereitstellen der Volumenaktivierung von Office 2010 beschriebenen Schritte aus.

Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK)

Ein MAK wird für die einmalige Aktivierung mit dem von Microsoft gehosteten Aktivierungsdiensten verwendet. Jeder MAK hat eine festgelegte Anzahl von zulässigen Aktivierungen. Diese Anzahl basiert auf Volumenlizenzverträgen und entspricht u. U. nicht der exakten Anzahl der Lizenzen in einer Organisation. Jede Aktivierung, bei der ein MAK mit dem von Microsoft gehosteten Aktivierungsdienst verwendet wird, wird auf den Aktivierungsschwellenwert angerechnet. Nach der Aktivierung von Office 2010 ist keine erneute Aktivierung erforderlich, sofern keine erheblichen Hardwareänderungen vorgenommen werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Computer mit einem MAK zu aktivieren:

  • Unabhängige MAK-Aktivierung: Bei der unabhängigen MAK-Aktivierung muss jeder Computer unabhängig von den anderen mit Microsoft verbunden und aktiviert werden, entweder über das Internet oder per Telefon. Die unabhängige MAK-Aktivierung eignet sich ideal für Computer in einer Organisation, die keine Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk aufrechterhalten.

  • Proxy-MAK-Aktivierung mit VAMT 2.0: Diese Methode ermöglicht eine zentralisierte Aktivierungsanforderung für mehrere Computer, die über eine einzige Verbindung zu Microsoft verfügen. Die Proxy-MAK-Aktivierung wird mithilfe von VAMT 2.0 konfiguriert. Sie eignet sich für Umgebungen, in denen der direkte Zugriff auf das Internet oder das Unternehmensnetzwerk aufgrund von Sicherheitsaspekten beschränkt ist. Sie ist außerdem für Entwicklungs- und Testlabors geeignet, die nicht über diese Konnektivität verfügen.

MAK-Architektur

Für die MAK-Aktivierung muss ein MAK auf einem Clientcomputer installiert sein und diesen Computer anweisen, sich über von Microsoft gehostete Aktivierungsserver im Internet selbst zu aktivieren. Bei der Proxy-MAK-Aktivierung muss ein MAK mit einer der oben beschriebenen Methoden auf dem Clientcomputer installiert werden. VAMT 2.0 bezieht die Installations-ID (IID) vom Zielcomputer, sendet sie im Namen des Clients an Microsoft und bezieht eine Bestätigungs-ID (CID). Anschließend aktiviert das Tool den Client durch Installieren der Bestätigungs-ID. Die Bestätigungs-ID wird gespeichert und kann später verwendet werden, beispielsweise, um Testcomputer mit Re-Imaging nach 90 Tagen zu aktivieren.

VAMT 2.0

VAMT 2.0 ist ein MMC-Snap-In (Microsoft Management Console), mit dem über eine grafische Benutzeroberfläche Windows- und Office 2010-Clientprodukte, einschließlich Microsoft Project 2010 und Microsoft Visio 2010, mit installierten Volumenlizenzschlüsseln leicht verwaltet werden können. Sie können eine Gruppe von zu aktivierenden Produkten angeben, indem Sie Active Directory-Domänendienste (Active Directory Domain Services, AD DS), Arbeitsgruppennamen, IP-Adressen, Computernamen oder eine generische LDAP-Abfrage verwenden. Nur VAMT 2.0 und höhere Versionen unterstützen Office 2010 zusätzlich zu Windows.

Mit VAMT 2.0 können Sie Computer leicht zwischen den MAK- und KMS-Aktivierungsmethoden wechseln lassen, indem Sie auf den Zielcomputer klicken und den entsprechenden Schlüssel installieren.

Außerdem können Sie mit VAMT 2.0 die Aktivierung auf einem Remotecomputer auslösen. Wenn auf dem Zielcomputer ein MAK installiert ist, sendet dieser Computer eine Aktivierungsanforderung an die Microsoft-Aktivierungsserver. Wenn ein KMS-Clientschlüssel installiert ist, sendet der Zielcomputer eine Aktivierungsanforderung an den KMS-Host.

Das Tool unterstützt auch die Erfassung von Aktivierungsanforderungen verschiedener Computer, die dann gesammelt an die von Microsoft gehosteten Aktivierungsserver gesendet werden. Dies wird als MAK-Proxy-Aktivierung über VAMT 2.0 bezeichnet. Auf den Zielcomputern müssen Mehrfachaktivierungsschlüssel installiert sein. Nur bei der Proxy-Aktivierung verteilt VAMT 2.0 die Aktivierungsbestätigungscodes von den von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern auf die Computer, die die Aktivierung angefordert hatten. Da VAMT diese Bestätigungscodes auch lokal speichert, kann es einen zuvor schon einmal aktivierten Computer nach dem Re-Imaging neu aktivieren, ohne Microsoft erneut kontaktieren zu müssen.

Ausführliche Informationen zu VAMT 2.0 finden Sie unter Produktaktivierung mit VAMT 2.0 (Tool für Volumenaktivierungsverwaltung) (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=207804&clcid=0x407).

Planen einer KMS-Bereitstellung

Für den KMS-Dienst ist kein dedizierter Server erforderlich. Der KMS-Dienst kann auf einem Server gehostet werden, auf dem auch KMS für Windows gehostet wird. Konkret heißt das, Sie können einen Computer mit Windows Server 2003, auf dem KMS 1.1 oder eine höhere Version installiert ist, oder einen Computer mit Volumenlizenzeditionen von Windows 7 oder mit Windows Server 2008 R2 so konfigurieren, dass dieser als einziger KMS-Host fungiert, der Aktivierungsanforderungen von KMS-Clients sowohl von Windows als auch von Office 2010 beantwortet. Dies ist möglich, solange die entsprechenden Office 2010-KMS-Hostlizenzen und ein gültiger KMS-Hostschlüssel installiert sind und der Schlüssel auf von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern aktiviert ist. Sie können Office 2010-KMS-Hostlizenzen installieren, indem Sie das Microsoft Office 2010 KMS Host License Pack (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169244&clcid=0x407) ausführen.

Ee624358.Important(de-de,office.14).gifWichtig:

Mit Office 2010 Beta eingerichtete KMS-Hosts können nicht zum Aktivieren von Clientcomputern verwendet werden, auf denen die endgültige veröffentlichte Version von Office 2010 ausgeführt wird. Zum Aktivieren dieser Clientcomputer können Sie die veröffentlichte Version vom Microsoft Office 2010 KMS Host License Pack (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169244&clcid=0x407) ausführen und den KMS-Hostschlüssel auf dem gleichen KMS-Host eingeben oder einen neuen KMS-Server nur für die Aktivierung der endgültigen veröffentlichten Version von Office 2010 einrichten.

Planen der DNS-Serverkonfiguration

Für das standardmäßige KMS-Feature für automatische Veröffentlichung sind SRV-RRs und die Unterstützung von dynamischen Updates erforderlich. Microsoft DNS oder ein anderer DNS-Server, der SRV-RRs unterstützt, wie im Request for Comments (RFC) 2782 der Internet Engineering Task Force (IETF) dokumentiert, und dynamische Updates gemäß RFC 2136 können das standardmäßige KMS-Client-Verhalten und die Veröffentlichung von KMS-SRV-RRs unterstützen. Berkeley Internet Domain Name (BIND) Version 8.x und 9.x unterstützen beispielsweise SRV-Einträge und dynamische Updates.

Der KMS-Host muss so konfiguriert werden, dass er über die Anmeldeinformationen verfügt, die zum Erstellen und Aktualisieren von SRV-RRs, A (IPv4)-RRs und AAAA (IPv6)-RRs auf den Servern für dynamische Updates benötigt werden, oder die Einträge müssen manuell erstellt werden. Die empfohlene Vorgehensweise, um dem KMS-Host die benötigten Anmeldeinformationen zur Verfügung zu stellen, besteht darin, in Active Directory-Domänendienste eine Sicherheitsgruppe zu erstellen und dieser Gruppe alle KMS-Hosts hinzuzufügen. Für Microsoft DNS müssen Sie sicherstellen, dass dieser Sicherheitsgruppe volle Kontrolle über den Eintrag _VLMCS._TCP in jeder DNS-Domäne gegeben wird, in denen die KMS-SRV-RRs enthalten sind.

Aktivieren des KMS-Hosts

Der KMS-Host muss mit von Microsoft gehosteten Aktivierungsservern über das Internet oder per Telefon aktiviert werden. Sobald der KMS-Host aktiviert ist, übermittelt er keine zusätzlichen Informationen mehr an Microsoft. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten und Konfigurieren des KMS-Hosts in Bereitstellen der Volumenaktivierung von Office 2010.

Vorbereiten von KMS-Clients

Standardmäßig ist in Volumenlizenzeditionen von Office 2010 der KMS-Clientschlüssel vorinstalliert. Dadurch sind diese Editionen KMS-Clients, ohne dass zusätzliche Konfigurationsschritte erforderlich sind. KMS-Clients können einen KMS-Host automatisch auffinden, indem Sie den DNS nach SRV-RRs abfragen, die den KMS-Dienst veröffentlichen. Wenn die Netzwerkumgebung keine SRV-RRs verwendet, können Sie einen KMS-Client manuell für die Verwendung eines bestimmten KMS-Hosts zuweisen, indem Sie den folgenden Registrierungsschlüssel konfigurieren:

HKLM\Software\Microsoft\OfficeSoftwareProtectionPlatform

Der KMS-Hostname wird durch KeyManagementServiceName (REG_SZ) angegeben, der Port durch KeyManagementServicePort (REG_SZ). Diese Registrierungsschlüssel können auch über das Skript ospp.vbs festgelegt werden . Weitere Informationen zu ospp.vbs finden Sie unter Tools zum Konfigurieren von Clientcomputern in Office 2010.

Aktivieren als Standardbenutzer

In Office 2010 sind für die KMS-Aktivierung keine Administratorberechtigungen erforderlich. Bei Volumeneditionen werden jedoch für die MAK-Aktivierung Administratorberechtigungen benötigt. Administratoren können Benutzern, die nicht mit Administratorberechtigungen ausgestattet sind, die MAK-Aktivierung ermöglichen, indem sie den entsprechenden Registrierungsschlüssel in den Bereitstellungen oder im Masterabbild festlegen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\OfficeSoftwareProtectionPlatform\UserOperations = 1

Dieser Registrierungsschlüssel kann auch über das Skript ospp.vbs festgelegt werden. Weitere Informationen zu ospp.vbs finden Sie unter Tools zum Konfigurieren von Clientcomputern in Office 2010.

Planen einer MAK-Aktivierung

MAK-Aktivierung wird für Computer empfohlen, die selten oder nie eine Verbindung zum Unternehmensnetzwerk herstellen, sowie für Umgebungen, in denen die Anzahl der physischen Computer, die aktiviert werden müssen, unter dem Office 2010-KMS-Aktivierungsschwellenwert liegt (fünf Computer). Die MAK-Aktivierung kann für einzelne Computer oder mit einem Abbild, das mit Bereitstellungslösungen von Microsoft oder Drittanbietern installiert werden kann, verwendet werden. Sie kann außerdem auf einem Computer genutzt werden, der ursprünglich für die Verwendung der KMS-Aktivierung konfiguriert worden war. Dies ist nützlich, wenn ein Computer aus dem Kernnetzwerk in eine nicht verbundene Umgebung verschoben werden soll.

Weitere Informationen zur Installation eines Mehrfachaktivierungsschlüssels finden Sie unter Bereitstellen der Volumenaktivierung von Office 2010.

Keine Unterstützung von authentifizierten Proxyservern

Die Aktivierung über das Internet ist blockiert, wenn für den Proxyserver eine Benutzerauthentifizierung erforderlich ist. In Microsoft Internet Security and Acceleration (ISA) Server wird diese Einstellung als Standardauthentifizierung bezeichnet. Da bei Aktivierungsanforderungen die Anmeldeinformationen des Benutzers nicht dem Proxyserver übergeben werden, wird empfohlen, für ISA Server oder andere Proxyserver nicht die Standardauthentifizierung zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 921471: Aktivierung von Windows Vista oder Windows Longhorn Server über das Internet schlägt fehl (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=183044&clcid=0x407).

Änderungsverlauf

Datum Beschreibung

2012/11/27

2012/11/27

05. Mai 2011

2011/05/02

16. Dezember 2010

2010/12/13

14. Oktober 2010

2010/10/11

02. September 2010

2010/08/30

27. August 2010

2010/08/23

2010/05/12

Erstveröffentlichung

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