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Grundlegendes zur kombinierten Konfiguration der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen bei der Kapazitätsplanung

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP3, Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2010-09-21

Ein gängiger Trend bei Serverhardware ist eine beträchtliche Zunahme der Prozessorleistung und eine steigende Anzahl von Prozessorkernen, die von einem physikalischen Prozessor unterstützt werden. Dies bedeutet, dass bei Bereitstellung einer einzelnen Exchange-Serverrolle auf einem handelsüblichen Standardserver mit zwei physikalischen Prozessoren ein Teil der verfügbaren CPU-Leistung unausgenutzt bleiben könnte. Einige Kunden erwarten, dass Server-CPU-Ressourcen mithilfe der Servervirtualisierung effektiver genutzt werden. Andere Kunden möchten Exchange-Serverrollen auf demselben physikalischen Server kombinieren. Beide Lösungen sind möglich, sofern die Implementierung gemäß den empfohlenen Vorgehensweisen für die Bereitstellung erfolgt.

Anhand der Informationen in diesem Thema können Sie bestimmen, wann Sie die Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen auf demselben physikalischen Server bereitstellen sollten und wie Sie die kombinierte Konfiguration der Rollen ordnungsgemäß planen. Weitere Informationen zum Bereitstellen der Clientzugriffs-, Hub-Transport- und Postfachserverrollen auf demselben physikalischen Server finden Sie unter Grundlegendes zur Konfiguration mehrerer Serverrollen bei der Kapazitätsplanung.

Inhalt

Empfohlene Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen auf einem physikalischen Server

Prozessorempfehlungen für Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

Abstimmung der kombinierten Konfiguration der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf einem Server mit empfohlenen Prozessorkernverhältnissen

Arbeitsspeicherempfehlungen für kombinierte Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen

Bestimmen der Hardwareanforderungen für kombinierte Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen

Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle und Virtualisierung

Es wird empfohlen, die Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen auf demselben physikalischen Server bereitzustellen, wenn Folgendes erwägt wird:

  • Serverkonsolidierung   Für Bereitstellungen, deren primäres Ziel die Minimierung der Anzahl physischer Server, der Betriebssysteminstanzen und zu verwaltender Exchange-Server ist, stellt die kombinierte Bereitstellung der Serverrollen Clientzugriff und Hub-Transport eine empfohlene Lösung dar. Das Ausführen der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen auf demselben physikalischen Server ermöglicht die erforderliche Redundanz für die Rollen bei einer Mindestanforderung von zwei physikalischen Servern.

  • Virtualisierung   Bei Bereitstellungen, bei denen die Anzahl der Prozessoren der Virtualisierungshostserver durch acht teilbar ist (8, 16, 24, 32 oder 48), gewährleistet die kombinierte Konfiguration der Serverrollen Clientzugriff und Hub-Transport bei einem Prozessorkernverhältnis von 1:1 zu Servern mit der einzelnen Serverrolle Postfach einen ausgewogenen Einsatz virtueller Computer ungeachtet der Hostservergröße.

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Die maximal empfohlene Anzahl der Prozessorkerne für die Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf einem Server ist zwölf. Wenngleich die kombinierte Konfiguration der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf Servern mit mehr als zwölf Prozessorkernen bereitgestellt werden kann, wird dies nicht empfohlen.

Nachfolgend sind die Mindestanforderungen und empfohlenen Maximalkonfigurationen beschrieben:

  • Minimum   Dies ist die Prozessor- und Speichermindestkonfiguration, die für die Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf einem Server geeignet ist. Die Mindesthardwareanforderungen müssen erfüllt sein, um Unterstützung vom Microsoft Kundendienst und Support zu erhalten.

  • Empfohlenes Maximum   Dies ist die maximale Prozessor- und Speicherkonfiguration für die Kombination der Serverrollen Clientzugriff und Hub-Transport auf einem Server. Das empfohlene Maximum stellt die obere Begrenzung für geeignete Prozessor- und Speicherkonfigurationen basierend auf Preis und Leistung dar. Bei der empfohlenen maximalen Konfiguration handelt es sich um einen Richtwert. Dies ist kein Kriterium für den Erhalt von Support, und der Wert berücksichtigt nicht die Ressourcenanforderungen von Anwendungen anderer Anbieter, die möglicherweise auf den Server zugreifen oder auf diesem installiert sind. Die empfohlene maximale Konfiguration kann sich im Lauf der Zeit aufgrund von Preisänderungen und technologischen Weiterentwicklungen ändern.

In der folgenden Tabelle sind die Mindestanzahl und die empfohlene maximale Anzahl von Prozessorkernen für die kombinierte Konfiguration der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf Microsoft Exchange Server 2010-Servern angegeben.

Prozessorkonfigurationen für die Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf einem Exchange 2010-Server

Exchange 2010-Serverrolle Minimum Empfohlenes Maximum

Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

2 Prozessorkerne

12 Prozessorkerne

importantWichtig:
Bestimmte Servervirtualisierungsplattformen unterstützen ggf. nicht die in der obigen Tabelle angegebene maximale Prozessoranzahl. Wenn Sie vorhaben, Exchange-Serverrollen auf einer Virtualisierungsplattform bereitzustellen, konsultieren Sie die Dokumentation dieser Plattform, um die maximale Anzahl unterstützter virtueller Prozessoren zu ermitteln.

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Die folgende Tabelle enthält Angaben zur empfohlenen Anzahl von Prozessorkernen, die für die Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen relativ zur Anzahl der Prozessorkerne für die Postfachserverrolle bereitgestellt wird. Das Standardverhältnis bei den Prozessorkernen ist nicht gut auf die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne in heutigen Systemen abgestimmt. Ihre Bereitstellung entspricht ggf. nicht dem gewünschten Prozesskernverhältnis, es sei denn, es liegt eine große Organisation mit vielen Clientzugriffs-, Hub-Transport- und Postfachservern vor.

Die kombinierte Konfiguration der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle kann dieses Problem lösen und sollte zu einer besseren Hardwareausnutzung führen. Wenn Sie beispielsweise über einen Server mit vier Prozessorkernen verfügen, nutzt die Clientzugriffs-Serverrolle ca. drei Kerne und die Hub-Transport-Serverrolle ungefähr einen Kern. Wenn Sie dies in Kombination mit einem Postfachserver mit vier Kernen bereitstellen, ist das Ergebnis ein Prozessorkernverhältnis von 4:1 bei der Postfach- und der Hub-Transport-Serverrolle und von 4:3 bei der Postfach- und der Clientzugriffs-Serverrolle. Dies entspricht nahezu dem empfohlenen Prozessorkernverhältnis.

In der folgenden Tabelle sind die empfohlenen Serverrollenverhältnisse basierend auf der Prozessorkernanzahl für die kombinierten Rollen auf einem Server angegeben.

Prozessorkonfigurationen für die Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle auf Exchange 2010-Servern

Serverrollenverhältnis Empfohlenes Prozessorkernverhältnis

Postfach- zu Hub-Transport-Serverrolle

7:1 (ohne Scans durch die Antivirusanwendung auf dem Hub-Transport-Server)

5:1 (mit Scans durch die Antivirenanwendung auf dem Hub-Transport-Server)

Postfach- zu Clientzugriffs-Serverrolle

4:3

Postfachserverrolle zu kombinierter Konfiguration von Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

1:1

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In der folgenden Tabelle sind die Mindest- und empfohlenen maximalen Speicherkonfigurationen für die kombinierte Konfiguration von Exchange 2010-Rollen auf einem Server angegeben.

Arbeitsspeicherkonfiguration für kombinierte Exchange 2010-Rollen auf einem Server

Exchange 2010-Serverrolle Minimum Empfohlenes Maximum

Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

4 GB

2 GB pro Kern

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Zum Bestimmen der Hardwareanforderungen für kombinierte Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen müssen Sie zuerst die Hardwareanforderungen der Postfachserverrolle bestimmen. Weitere Informationen finden Sie unter Kapazitätsplanung für den Postfachserverprozessor.

Richten Sie sich bei der Anzahl von Prozessorkernen, die für Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle bereitgestellt werden, nach der Anzahl der für die Postfachserverrolle bereitgestellten Prozessorkerne. Stellen Sie beispielsweise für jeden Postfachserver mit acht Prozessorkernen einen Server für die kombinierte Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle mit acht Prozessorkernen bereit. Passen Sie anschließend die Arbeitsspeicherkonfiguration an die Anzahl der Prozessorkerne an. Wenn Ihr Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle acht Prozessorkerne hat, benötigen Sie zwei GB Arbeitsspeicher pro Kern bzw. 16 GB Arbeitsspeicher pro Server.

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Falls Sie vorhaben, Exchange zu virtualisieren, kann das Kombinieren der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrollen Ihren Planungsprozess vereinfachen. Die empfohlenen Größen virtueller Computer sind in der folgenden Tabelle beschrieben.

Empfohlene Größe virtueller Computer für Exchange 2010-Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

Virtuelle Computerrolle Empfohlene Anzahl virtueller Prozessoren Empfohlener Arbeitsspeicher

Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

4 Prozessorkerne

8 GB

Postfachserverrolle

4 Prozessorkerne

4 GB plus 3-30 Megabytes (MB) pro Postfach.

Dies variiert je nach Benutzerprofil. Weitere Informationen finden Sie unter "Empfohlene Arbeitsspeicherkonfigurationen" in Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung.

noteAnmerkung:
Nicht alle Servervirtualisierungsplattformen unterstützen dieselbe maximale Anzahl virtueller Prozessoren. Wenn Sie vorhaben, Exchange-Serverrollen auf einer Virtualisierungsplattform bereitzustellen, konsultieren Sie die Dokumentation dieser Plattform, um die maximale Anzahl unterstützter virtueller Prozessoren zu ermitteln.

Es wird empfohlen, diese virtuellen Computer im Verhältnis 1:1 bereitzustellen (z. B. einen virtuellen Computer mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle pro virtuellem Computer mit der Postfachserverrolle).

Wenn Sie mit Virtualisierungsservern arbeiten, die dediziert als Hosts für virtuelle Computer mit Exchange eingerichtet sind, und die Anzahl der Prozessorkerne durch acht teilbar ist (8, 16, 24, 32 oder 48), erfolgt die Bereitstellung virtueller Computer problemlos. Beispiel: Wenn Ihr Virtualisierungsstammserver acht Prozessorkerne hat, stellen Sie einen virtuellen Computer für die kombinierte Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle und einen virtuellen Computer für die Postfachserverrolle bereit. Wenn Ihr Virtualisierungsstammserver 16 Prozessorkerne hat, verdoppeln Sie jeweils die Anzahl der virtuellen Computer. Wenn der Stammserver 24 Kerne hat, verdreifachen Sie die Anzahl (siehe die folgende Abbildung).

Virtualisierungsserver

Virtuelle Computer – Empfehlungen zur Skalierung

Bei dieser Konstellation können Sie stammserverübergreifend für Redundanz bei den Exchange-Rollen sorgen und die Exchange-Verarbeitungslast zur effektiven Nutzung von Stammserverressourcen gleichmäßig verteilen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die empfohlene Größe von Stammservern, die als Hosts virtueller Computer für die Kombination der Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle dienen.

Empfohlene Größe virtueller Computer für Exchange 2010-Server mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle

Anzahl der Prozessorkerne pro Stammserver (Stammserver mit 12 Prozessorkernen passen nicht zu diesem Modell) Arbeitsspeicheranforderungen für Stammserver Empfohlene Arbeitsspeicherkonfiguration Anzahl von virtuellen Computern mit kombinierter Clientzugriffs- und Hub-Transport-Serverrolle Anzahl von virtuellen Computern mit der Postfachserverrolle

8

26 - 34 GB

32 GB

1

1

16

53 - 69 GB

64 GB

2

2

24

76 - 100 GB

96 GB

3

3

32

131 - 143 GB

160 GB

4

4

48

152 - 200 GB

192 GB

6

6

noteAnmerkung:
Die Arbeitsspeicheranforderungen von Stammservern basieren auf den Anforderungen des Stammbetriebssystems sowie auf denen des virtuellen Computers. Die Anforderungen virtueller Computer für die Postfachserverrolle sind von Postfachprofilen abhängig. Weitere Informationen finden Sie unter "Empfohlene Arbeitsspeicherkonfigurationen" in Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung.
noteAnmerkung:
Bei der Beschaffung von Arbeitsspeicher müssen die Kosten berücksichtigt werden. Sie müssen ggf. die Anzahl aktiver Postfächer verringern, die auf jedem virtuellen Computer mit der Postfachserverrolle gehostet werden, um die Arbeitsspeicheranforderungen des Stammservers mit der erworbenen Arbeitsspeicherkonfiguration in Einklang zu bringen.

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