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Migrieren von virtuellen Clustercomputern zu Windows Server 2008 R2

Letzte Aktualisierung: Januar 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

In diesem Handbuch wird erläutert, wie die virtuellen Hyper-V™-Computer in einem Failovercluster unter Windows Server® 2008 zu einem Failovercluster unter Windows Server 2008 R2 migriert werden.

Migrieren von virtuellen Hyper-V-Computern in einem Failovercluster

Für virtuelle Computer in einem Failovercluster unter Windows Server 2008 führen Sie die folgenden Schritte aus, um die virtuellen Computer und Cluster auf Windows Server 2008 R2 zu aktualisieren:

Schritt 1: Migrieren virtueller Computer zu einer anderen Teilmenge von Clusterknoten

Verwenden Sie das folgende Verfahren, um eine Schnellmigration von virtuellen Computern zu einer anderen Teilmenge von Clusterknoten auszuführen. Die virtuellen Computer müssen zu einer Teilmenge von Knoten migriert werden, die eine ausreichende Größe für die virtuellen Computer besitzen und noch Windows Server 2008 ausführen.

So führen Sie eine Schnellmigration von virtuellen Computern zu einer anderen Teilmenge von Clusterknoten aus

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager-Snap-In den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an.

  2. Wenn die Konsolenstruktur ausgeblendet ist, erweitern Sie die Struktur unter dem Cluster, den Sie konfigurieren möchten.

  3. Erweitern Sie Dienste und Anwendungen, und klicken Sie dann auf die geclusterten Instanzen, die die zu migrierenden virtuellen Computer enthalten.

  4. Klicken Sie unter Aktionen (auf der rechten Seite) auf Virtuelle Computer per Schnellmigration an einen anderen Knoten migrieren.

Schritt 2: Entfernen der ursprünglichen Clusterknoten

Bevor Sie die ursprüngliche Teilmenge von Clusterknoten entfernen, müssen Sie sicherstellen, dass die zu entfernenden Knoten keinen Zugriff auf den freigegebenen Speicher des ursprünglichen Clusters haben.

So entfernen Sie die ursprünglichen Clusterknoten

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager-Snap-In den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Knoten, die Sie entfernen möchten, klicken Sie auf Weitere Aktionen und dann auf Entfernen.

Schritt 3: Ausführen einer Neuinstallation von Windows Server 2008 R2 und Aktivieren von Hyper-V und des Failoverclusterfeatures

Führen Sie auf der entfernten Teilmenge von Knoten eine Neuinstallation von Windows Server 2008 R2 aus (Aktualisierungen werden in einem Failovercluster nicht unterstützt). Aktivieren Sie anschließend Hyper-V, und installieren Sie das Failoverclusterfeature. Weitere Informationen zum Ausführen dieser Schritte finden Sie im Hyper-V-Planungs- und Bereitstellungshandbuch ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=108560", möglicherweise in englischer Sprache) und unter Schrittweise Anleitung für Hyper-V: Hyper-V und Failovercluster ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=129063", möglicherweise in englischer Sprache).

Schritt 4: Erstellen eines neuen Clusters mit den entfernten Knoten

Es wird dringend empfohlen, die Konfiguration anhand aller Tests im Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten zu überprüfen, bevor Sie einen Failovercluster erstellen. Durch die Ausführung der Tests können Sie feststellen, ob die Hardware und Einstellungen Failoverclusterunterstützung bieten. Weitere Informationen zum Überprüfen der Clusterkonfiguration finden Sie unter Schrittweise Anleitung für Failovercluster: Prüfen der Hardware auf einen Failovercluster (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=119949).

Konfigurieren Sie nach der Überprüfung die entfernten Knoten als Knoten in einem Failovercluster. Weitere Informationen finden Sie im Bereitstellungshandbuch für Failovercluster ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=129457", möglicherweise in englischer Sprache).

Schritt 5: Konfigurieren freigegebener Clustervolumes

Aktivieren Sie ggf. freigegebene Clustervolumes (CSV), und fügen Sie dem freigegebenen Clustervolume Datenträger hinzu. Weitere Informationen finden Sie unter Hyper-V: Verwenden der Livemigration mit freigegebenen Clustervolumes unter Windows Server 2008 R2 ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=164729", möglicherweise in englischer Sprache).

Schritt 6: Vorbereiten der virtuellen Computer im ursprünglichen Cluster für die Migration

Die zum Vorbereiten der virtuellen Computer durchgeführte Aktion hängt vom Status der virtuellen Computer ab.

  • Wenn sich der virtuelle Computer im Ausführungsstatus befindet, fahren Sie ihn mithilfe des Hyper-V-Managers herunter.

  • Wenn sich der virtuelle Computer in einem gespeicherten Zustand befindet, schalten Sie ihn mithilfe des Failovercluster-Managers offline. Wählen Sie unter Dienste und Anwendungen die virtuellen Computer aus, die Sie offline schalten möchten. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf jeden virtuellen Computer, und klicken Sie dann auf Diese Ressource offline schalten. Der gespeicherte Zustand wird nicht unterstützt, wenn Sie auf Windows Server 2008 R2 aktualisieren.

noteHinweis
Wenn ein virtueller Computer einen Snapshot enthält, den Sie benötigen, wenden Sie den Snapshot an, und fahren Sie den virtuellen Computer dann herunter.

Wenn Sie die virtuellen Computer zu einem CSV-Datenträger migrieren, sollten Sie das Verfahren unter Migrieren von virtuellen Computern zu einem Datenträger mit freigegebenem Clustervolume ausführen, bevor Sie die virtuellen Computer für die Migration vorbereiten.

So bereiten Sie die virtuellen Computer für die Migration vor

  1. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um die Migration der Computer vorzubereiten:

    • Exportieren Sie die virtuellen Computer. Wenn Sie vorhaben, den gleichen SAN-Speicher für den Windows Server 2008 R2-Cluster zu verwenden, ist es möglich, nur die Konfiguration zu exportieren. Exportieren Sie die virtuellen Computer mithilfe des Hyper-V-Managers, indem Sie im Menü Aktion auf Exportieren klicken. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen für den ausschließlichen Export der Konfiguration des virtuellen Computers.

    • Sichern Sie die virtuellen Computer mit einer Sicherungsanwendung Ihrer Wahl.

  2. Schalten Sie die virtuellen Computer mithilfe des Failovercluster-Managers offline. Wählen Sie unter Dienste und Anwendungen die virtuellen Computer aus, die Sie offline schalten möchten. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf jeden virtuellen Computer, und klicken Sie dann auf Diese Ressource offline schalten.

  3. Wenn Sie vorhaben, den Speicher für den neuen Cluster wiederzuverwenden, müssen Sie sicherstellen, dass er keinen Zugriff auf den ursprünglichen Cluster hat, und ihn dann für den neuen Failovercluster unter Windows Server 2008 R2 verfügbar machen. Verwenden Sie den Failovercluster-Manager, um den Speicher für den neuen Failovercluster verfügbar zu machen. Klicken Sie unter Dienste und Anwendungen auf den Dienst oder die Anwendung, dem bzw. der Sie Speicher hinzufügen möchten. Klicken Sie unter Aktionen auf Speicher hinzufügen, und wählen Sie die Datenträger aus, die Sie hinzufügen möchten.

Schritt 7: Migrieren der virtuellen Computer zum Cluster unter Windows Server 2008 R2

Die Schritte zum Migrieren der virtuellen Computer zu Windows Server 2008 R2 hängen davon ab, ob Sie die virtuellen Computer exportiert oder gesichert haben.

So migrieren Sie die virtuellen Computer zum neuen Cluster

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um die virtuellen Computer zu migrieren:

    • Wenn Sie die virtuellen Computer exportiert haben, sollten Sie sie wieder in die Clusterknoten importieren. Führen Sie die Schritte unter Exportieren und Importieren von virtuellen Computern in Failoverclustern aus, um die virtuellen Computer zu importieren.

    • Wenn Sie die virtuellen Computer gesichert haben, stellen Sie sie mithilfe einer Sicherungsanwendung auf dem Clusterdatenträger wieder her.

  2. Für jeden virtuellen Computer, der jetzt im Cluster unter Windows Server 2008 R2 enthalten ist, sollten die Integrationsdienste aktualisiert werden. Aktivieren Sie dazu den virtuellen Computer. Klicken Sie im Menü Aktion von "Verbindung mit virtuellen Computern" auf Installationsdatenträger für Integrationsdienste einlegen.

    noteHinweis
    In Windows Server 2008 R2 sind die Integrationsdienste für Windows Vista® und Windows Server 2008 in Programme und Funktionen als "KB955484" aufgeführt.

Schritt 8: Entfernen des ursprünglichen Failoverclusters

Wenn alle virtuellen Computer im Cluster unter Windows Server 2008 R2 enthalten sind, der Cluster getestet und seine vollständige Funktionsfähigkeit bestätigt wurde, entfernen Sie den ursprünglichen Cluster mithilfe des Failovercluster-Managers.

So entfernen Sie einen Failovercluster

  1. Klicken Sie im Failovercluster-Manager-Snap-In mit der rechten Maustaste auf den zu entfernenden Cluster, klicken Sie auf Weitere Aktionen und dann auf Cluster entfernen.

Schritt 9: Ausführen einer Neuinstallation von Windows Server 2008 R2 auf den verbleibenden Knoten

Führen Sie für die verbleibenden Knoten des ursprünglichen Clusters eine Neuinstallation von Windows Server 2008 R2 aus. Aktivieren Sie dann die Hyper-V-Rolle und das Failoverclusterfeature. Fügen Sie diese Knoten dem neuen Cluster hinzu.

Migrieren von virtuellen Computern zu einem Datenträger mit freigegebenem Clustervolume

Freigegebene Clustervolumes (CSV) ist ein neues Failoverclusterfeature in Windows Server 2008 R2. Wenn Sie virtuelle Computer von einem Cluster unter Windows Server 2008 zu einem Cluster unter Windows Server 2008 R2 migrieren, können Sie die virtuellen Computer zu einem CSV-Datenträger im Windows Server 2008 R2-Cluster migrieren.

So migrieren Sie virtuelle Computer zu einem Datenträger mit freigegebenem Clustervolume

  1. Exportieren Sie die virtuellen Computer mit einer der folgenden Optionen:

    1. Verschieben Sie die virtuellen Festplatten mit den Konfigurationen der virtuellen Computer mithilfe des Hyper-V-Managers. Klicken Sie im Hyper-V-Manager im Menü Aktion auf Exportieren, und geben Sie dann den Ordner an, in den Sie den virtuellen Computer exportieren möchten. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen für den ausschließlichen Export der Konfiguration des virtuellen Computers deaktiviert ist.

    2. Exportieren Sie den virtuellen Computer in den CSV-Ordner ("systemdrive\clusterstorage\volume1"), um den Speicherort der virtuellen Festplatten während der Migration besser kontrollieren zu können. Klicken Sie im Hyper-V-Manager im Menü Aktion auf Exportieren, und wählen Sie dann die Option für den ausschließlichen Export der Konfiguration des virtuellen Computers aus.

  2. Löschen Sie im Hyper-V-Manager die virtuellen Computer, indem Sie alle virtuellen Computer auswählen und dann unter "Aktionen" auf Löschen klicken.

  3. Fügen Sie der Gruppe Verfügbarer Speicher des Clusters Speicher hinzu.

    So fügen Sie freigegebenen Clustervolumes einen Datenträger hinzu

    1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager-Snap-In den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an.

    2. Wenn die Konsolenstruktur reduziert ist, erweitern Sie die Struktur unter dem Cluster, in dem Sie freigegebenen Clustervolumes den Datenträger hinzufügen möchten.

    3. Klicken Sie auf Freigegebene Clustervolumes.

    4. Klicken Sie unter Aktionen auf Speicher hinzufügen.

    5. Wählen Sie den Datenträger aus der Liste unter Speicher hinzufügen aus, und klicken Sie anschließend auf OK. Der ausgewählte Datenträger wird im Ergebnisbereich der freigegebenen Clustervolumes angezeigt.

  4. Klicken Sie im Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf die virtuellen Computer, die Sie importieren möchten, und klicken Sie dann auf Importieren.

  5. Verwenden Sie den Failovercluster-Manager, um für die virtuellen Computer hohe Verfügbarkeit festzulegen. Informationen zu diesem Verfahren finden Sie in Schritt 7 unter Schrittweise Anleitung für Hyper-V: Hyper-V und Failovercluster ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=129063", möglicherweise in englischer Sprache).

Exportieren und Importieren von virtuellen Computern in Failoverclustern

Verwenden Sie die Verfahren in diesem Abschnitt, um die virtuellen Computer zu exportieren und dann zu importieren.

So exportieren Sie die virtuellen Computer

  1. Führen Sie das Skript "GetAssociatedVHDLocations" aus, um die Liste von AVHD-Snapshotdateien und VHD-Dateien abzurufen, die den virtuellen Computern zugeordnet sind, um nur die Konfiguration der virtuellen Computer zu exportieren. Dieses Skript steht Ihnen im Microsoft TechNet Script Center ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=177857", möglicherweise in englischer Sprache) zur Verfügung.

  2. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das Skript auszuführen:

    cscript GetAssociatedVHDLocations.vbs /VMName: Name des virtuellen Computers

  3. Kopieren Sie in der Skriptausgabe die unter "ChildPaths" aufgeführten AVHD-Dateien in den gleichen Ordner wie den in der Ausgabe unter "ParentPath" angegebenen VHD-Ordner.

So importieren Sie die virtuellen Computer

  1. Führen Sie zum Importieren der virtuellen Computer das Skript "ImportVM" aus. Dieses Skript steht Ihnen im Microsoft TechNet Script Center ("http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=177858", möglicherweise in englischer Sprache) zur Verfügung.

    noteHinweis
    Sie müssen den während des Exports erstellten Ordner Exportpfad angeben, nicht den Ordner, den Sie zum Exportieren des virtuellen Computers verwendet haben.

  2. Wenn Sie virtuelle Computer von einer Nicht-CSV-Speicherumgebung zu einer anderen Nicht-CSV-Speicherumgebung migrieren, ersetzen Sie den Laufwerksspeicherort durch den Speicherort, der dem im neuen Failovercluster bereitgestellten Speicher zugeordnet ist. Wenn der Speicherort des Speichers jetzt z. B. "Z" ist, lauten die Ressourcenpfade im Skript wie folgt:

    "Z:\HarddiskTempStorage0\fixed.vhd";"Z:\HarddiskTempStorage0\fixed_diff.vhd";"Z:\HarddiskTempStorage0\fixed1.vhd";"Z:\HarddiskTempStorage0\expanding.vhd"

  3. Wenn Sie virtuelle Computer von einer Nicht-CSV-Speicherumgebung zu einer CSV-Speicherumgebung migrieren, ersetzen Sie den ursprünglichen Laufwerksspeicherort durch "systemdrive/ClusterStorage". Nachdem Sie das Skript ausgeführt haben, sollte folgende Ausgabe angezeigt werden:

    >ImportVM.vbs /ImportDirectory:C:\ClusterStorage\Volume4\vm3Export\MyVM /ResourcePaths: "C:\ClusterStorage\Volume4\HarddiskTempStorage0\fixed.vhd"; "C:\ClusterStorage\Volume4:\HarddiskTempStorage0\fixed_diff.vhd"; "C:\ClusterStorage\Volume4\HarddiskTempStorage0\fixed1.vhd"; "C:\ClusterStorage\Volume4\HarddiskTempStorage0\expanding.vhd"

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