(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Windows 7-Bereitstellung von A bis Z

Letzte Aktualisierung: Januar 2010

Betrifft: Windows 7

Von Jeremy Chapman, Senior Product Manager, Microsoft® Corporation

noteHinweis
Eine vollständige Übersicht über Ressourcen, Artikel, Demos und Leitfäden finden Sie in der Springboard Series für Windows 7 im Windows Client TechCenter.

Eine herunterladbare Version dieses Dokuments finden Sie im Artikel zur Windows 7-Bereitstellung von A bis Z im Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=180725).

Da ich im Unternehmen für die Bereitstellung von Betriebssystemen zuständig bin, werde ich häufig gebeten, "auf einer Seite" zu erläutern, wie eine unternehmensweite Desktopbereitstellung oder die Migration von Hunderten oder Tausenden von Computern von Windows® XP bis Windows 7 durchzuführen sei. Obwohl mir schon Bücher im Miniaturformat begegnet sind, halte ich es für ausgeschlossen, sämtliche Desktopmigrationsaufgaben beim Verschieben von einer Betriebssystemversion zu einer anderen auf einer Seite zu erklären. Wenn Sie einen Computer von Windows Vista® aktualisieren oder eine Neuinstallation auf Ihrem PC (auf dem eine aktuelle Windows-Version ausgeführt wird) durchführen möchten, finden Sie auf der Microsoft-Website eine Anleitung, die nur eine einzelne Seite umfasst: Installieren und Neuinstallieren von Windows 7. Diese Anleitung ist jedoch vermutlich nicht ausreichend, wenn Sie diese Aufgaben häufiger durchführen müssen.

Gehen wir zunächst von einigen Annahmen aus:

  1. Sie sind ein IT-Spezialist, der mehrere Computer oder Benutzer von Windows XP oder Windows Vista nach Windows 7 migrieren möchte.

  2. Die zu Windows 7 zu migrierenden Computer verfügen über Benutzerdaten, Einstellungen und Anwendungen, die entweder teilweise oder vollständig zu Windows 7 migriert werden müssen.

  3. Sie möchten die Benutzerdateien nicht mithilfe eines Dateikopiervorgangs manuell von den alten Computern zu Windows 7 übertragen oder hierfür manuell bediente Heimanwendertools (z. B. Windows-EasyTransfer) verwenden.

  4. Sie möchten Anwendungen verwenden, die ein Bestandteil des zu installierenden benutzerdefinierten Betriebssystems sind, oder die Anwendungsinstallation als Teil des gesamten Bereitstellungsprozesses automatisieren.

  5. Optimal wäre eine möglichst weitgehende Automatisierung des gesamten Prozesses.

  6. Sie verfügen bereits über Erfahrungen mit der Installation von Betriebssystemen, der Bereitstellung oder der Systemabbilderstellung.

Möglicherweise fragen Sie sich: "Wie wäre es mit dem üblichen Verfahren des Klonens von Festplatten oder der sektorbasierten Abbilderstellung, um eine Referenzinstallation zu duplizieren?"

Die gute Nachricht ist, dass Sie dank der Fortschritte bei der Systemabbilderstellung nicht mehr stundenlang Benutzerdaten von einem alten Computer sichern, die Festplatte eines Referenzcomputers klonen und anschließend langwierig die im ersten Schritt gesicherten Daten wiederherstellen müssen. Obwohl vermutlich in den meisten Fällen Festplatten geklont werden, bringt diese Methode mehrere Nachteile mit sich, darunter:

  • Die zum Klonen der einzelnen Systeme erforderliche Zeit.

  • Die wachsende Zahl an Festplattenabbildern aufgrund verschiedener Hardwaretypen.

  • Große Abbildgrößen und der entsprechend erforderliche Speicherplatz.

  • Die potenziellen Kosten für die Festplattenklonsoftware.

  • Der große Zeitaufwand beim erneuten Erstellen und Beibehalten mehrerer Abbilder.

  • Manuelle Prozesse zum Aktivieren von Endbenutzerlizenzen.

Beim Migrieren von Windows XP verfügen Sie über mehrere Optionen. Viele sind abhängig von der Größe und der Komplexität der Umgebung. Im Artikel Auswählen einer Bereitstellungsstrategie im Microsoft TechNet werden vier primäre Optionen zum Migrieren von Windows XP nach Windows 7 (oder Windows Vista) hervorgehoben. Dieser Artikel ist um einiges ausführlicher als dieses Dokument, und Sie erhalten hervorragende Hinweise auf Tools und Ressourcen.

Ich verwende in diesem Dokument einige austauschbare Begriffe. Wenn ich Begriffe wie z. B. "Migrieren von Windows XP" oder "Betriebssystembereitstellung" oder "Übergang von Windows XP" verwende, sind die folgenden Hauptschritte gemeint, die bei jeder Betriebssystembereitstellung erforderlich sind:

  • Erfassen von vorhandenen Benutzerdaten und Einstellungen (sofern vorhanden)

  • Installieren des Betriebssystems

  • Installieren von Treibern und Anwendungen

  • Aktivieren des Betriebssystems

  • Beitreten zu einer Domäne (sofern erforderlich)

  • Wiederherstellen von Benutzerdaten und Einstellungen

  • Bereitstellen der Flexibilität, Anwendungen anhand von Benutzerrollen zu installieren, und das Übernehmen von Spracheinstellungen, Gebietsschema, Zeitzone usw. anhand der Benutzeranforderungen

Für diesen Gesamtprozess für mehrere Computer verwende ich in der Regel den Begriff "Bereitstellung". Im Rahmen dieser Einführung möchte ich zudem noch einige andere Begriffe definieren. In den folgenden Abschnitten wird auf Installationsszenarien verwiesen, sodass ich hier die wichtigsten definieren möchte:

  1. Computeraktualisierung. Hierbei verfügt der Benutzer über einen Computer mit Dateien, Einstellungen und Anwendungen. Das neue Betriebssystem wird auf diesem vorhandenen Computer installiert, und es wird davon ausgegangen, dass dieser Benutzer den Computer weiterhin verwendet. In diesem Fall versuchen wir, die Benutzerdateien und Einstellungen auf diesem Computer lokal beizubehalten, um Zeit, Speicher und Netzwerkbandbreite zu sparen. Dieses Verfahren wird mitunter als "direkte Neuinstallation" oder einfach als "Aktualisierung" eines Computers bezeichnet.

  2. Ersetzen des Computers. Hierbei erhält der Benutzer einen neuen Computer oder den Computer eines anderen Benutzers, sodass die Benutzerdaten und Einstellungen vom alten Computer mithilfe einer bestimmten Methode auf den neuen Computer verschoben werden müssen. Im Vergleich zur Computeraktualisierung oder zu einem neuen Computer wird für dieses Szenario die meiste Zeit benötigt. Dieses Szenario wird mitunter als "parallele" Migration bezeichnet, wobei es allerdings nicht erforderlich ist, dass die Computer in irgendeiner Weise physisch parallel angeordnet oder verbunden sein müssen.

  3. Neuer Computer. Hierbei müssen keine bereits vorhandenen Benutzerdaten oder Einstellungen migriert werden. Dieses Szenario wird für neue Mitarbeiter oder für Zweitcomputer verwendet bzw. bei Verlust oder Beschädigung eines alten Computers ohne vorheriges Sichern der Benutzerdaten. Dieses Szenario wird mitunter als "Bare-Metal"-Bereitstellung bezeichnet, in den meisten Fällen wurde jedoch vom OEM ein Betriebssystem vorinstalliert, das ersetzt werden muss.

Nun haben wir die Annahmen für dieses Dokument aufgeführt, einige Gründe aufgelistet, warum Sie den vorhandenen Bereitstellungsprozess prüfen sollten, sofern dieser ein Klonen von Festplatten einschließt, sowie den Betriebssystem-Bereitstellungsprozess und die primären Installationsszenarien definiert. Nun haben wir also bereits die erste Seite gefüllt, die jedoch den Hintergrund für die nächsten Abschnitte bildet. Im nächsten Abschnitt beschreibe ich die Optionen und Empfehlungen für die Migration von Benutzerdaten und Einstellungen Windows XP zu Windows 7.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Microsoft führt eine Onlineumfrage durch, um Ihre Meinung zur MSDN-Website zu erfahren. Wenn Sie sich zur Teilnahme entscheiden, wird Ihnen die Onlineumfrage angezeigt, sobald Sie die MSDN-Website verlassen.

Möchten Sie an der Umfrage teilnehmen?
Anzeigen:
© 2014 Microsoft