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End-to-End-Automatisierung der Migration von Windows XP zu Windows 7

Dies ist der fünfte und letzte Teil der Reihe über Bereitstellung und alle durchzuführenden Unteraufgaben. Zugegebenermaßen habe ich beim Schreiben darauf geachtet, dass alles auf eine Seite passt, und mit kleiner Schriftart und einem Plotter von geeigneter Größe kann wohl auch alles auf eine einzige Seite gedruckt werden. Scharfsinnige Leser werden sich möglicherweise zwei Dinge fragen: "Wozu mehrere Seiten lesen, die im Wesentlichen Einführungen enthalten?" und "Warum steht da gar nichts über Treiber?"

Zur ersten Frage: Ich war im Team, das die legendäre "1500-seitige Anleitung zur Desktopbereitstellung" verfasste, als die Business Desktop Deployment (BDD)-Versionen 2.0 und 2.5 noch aktuell waren. Wir haben diese auf ein paar hundert Seiten reduziert, die meisten Inhalte über Projektmanagement, Geschäftsszenarien, Microsoft Solutions Framework usw. jedoch weggelassen. Das Ergebnis war eine Anleitung vom Typ "Klicken Sie hier, und führen Sie dies aus", wie sie häufig gewünscht wird. Falls Sie sich für die umfangreichen bewährten Methoden zum Projektmanagement interessieren, wurden jedoch archivierte Versionen der MDT- und BDD-Veröffentlichungen bereitgestellt:

Wenn Sie Inhalte über Windows XP SP2 oder Windows Vista nicht für aktuell genug halten, sind diese Archive wahrscheinlich nicht interessant für Sie. Wenn Sie Beispielprojektpläne und Projektvorlagen zum Bereitstellen eines Betriebssystems benötigen und kein Problem damit haben, ein gelegentlich vorkommendes "Vista" durch eine "7" zu ersetzen, können diese Inhalte jedoch nützlich sein. Sagen Sie es nicht weiter, aber die Vorgänge bei der Bereitstellung von Windows XP unterscheiden sich kaum von denen für Windows 7. Natürlich sind die Tools besser geworden und decken mehr Bereiche und Szenarien ab, und das Betriebssystem ist bezüglich Abbilderstellung sowie Offlinewartung flexibler. Der Gesamtvorgang ist jedoch im Grunde genommen seit Jahren der gleiche.

Erinnern Sie sich an das "BDD-Rad"?

All dies trifft heute immer noch zu, unabhängig davon, welches Betriebssystem Sie bereitstellen. Obwohl ich über die Quelldateien für diese Abbildung verfüge, die wir 2003 mit Microsoft Office Visio® erstellt haben, könnte ich im Grunde genau dieselbe Grafik heute für Windows 7 verwenden. Deshalb habe ich die meisten dieser Bereiche in den ersten vier Abschnitten behandelt.

Automatisieren des End-to-End-Migrationsvorgangs

Ich werde die Frage zu den Treibern beantworten, wenn ich zur Prozessautomatisierung komme. Um ehrlich zu sein, möchte ich den Treibern keine allzu große Bedeutung zumessen. Wenn Sie Windows 7 (oder auch Windows Vista) installiert haben, werden Sie wissen, dass die integrierte Treiberabdeckung im Vergleich zu Windows XP auf aktueller Hardware in einer ganz neuen Liga spielt. Die wichtigen Elemente wie Massenspeicher und Netzwerktreiber sind enthalten, wie auch die meisten anderen Treiberkategorien. Sie müssen sicherstellen, dass Anzeigetreiber im Prozess enthalten sind und dass etwaige weitere OEM-spezifische Applets, die Sie beibehalten möchten, vorhanden sind. Ich werde dies im Anschluss weiter ausführen.

Relativ bald müssen Sie sich über die Windows-Aktivierungsmethode Gedanken machen, die Sie für Windows 7 verwenden. Bei der Windows XP-Aktivierung wurde normalerweise ein Schlüssel in den unbeaufsichtigten Prozess integriert. Dies können Sie immer noch mit der überarbeiteten "unattend.xml" mithilfe von Windows System Image Manager und einem Mehrfachaktivierungsschüssel (MAK). Sie können auch einen Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS) einrichten. Ich empfehle den Schlüsselverwaltungsdienst, damit wir uns im Buildprozess nicht um die Verwaltung von Schlüsseln sorgen müssen. Wenn das System online ist und den KMS-Server erreichen kann, erfolgt die Aktivierung automatisch – keine zu verwaltenden oder fehlerhaften Schlüssel während der Bereitstellung selbst.

Lesen Sie mehr dazu in der folgenden Anleitung: Volumenaktivierung

In den vorherigen Abschnitten war ich nicht so ganz ehrlich, wenn ich behauptet habe, die Bereitstellung würde "Spaß" machen, das Automatisieren von Prozessen finde ich jedoch wirklich ganz amüsant. Ganz gleich, ob Sie die Bereitstellungsaufgabensequenzen mit Microsoft Deployment Toolkit 2010 oder System Center Configuration Manager 2007 SP2 erstellen – im Grunde müssen Sie dem Build die gleichen Bestandteile hinzufügen:

  1. Ein Betriebssystem

  2. Anwendungen

  3. Treiber

  4. Pakete

In der MDT 2010 Deployment Workbench sieht das folgendermaßen aus:

Tatsächlich gefällt mir meine Reihenfolge der Bestandteile mehr, da das Betriebssystem das einzige "erforderliche" Element der vier aufgelisteten ist. Wenn Sie über ein umfangreiches Abbild mit Anwendungen verfügen, nur die Aufgabensequenz zum Erfassen und Wiederanwenden des Benutzerstatus verwenden möchten und vielleicht noch Microsoft-Softwareupdates von Ihrem Updateserver oder von Windows Update herunterladen möchten, kommen Sie möglicherweise nur mit dem Betriebssystemabbild zurecht. Bei einem weniger umfangreichen Abbild können Sie schon zurechtkommen, indem Sie einen Satz flacher Windows 7-Verkaufsquelldateien importieren.

Der nächste Schritt besteht aus dem Hinzufügen der gepackten Anwendungen. Sie benötigen die Anwendungsquelldateien und die Befehle zur automatischen Installation. Sie können auch Anwendungsabhängigkeiten einrichten. Wenn Microsoft Office Communicator z. B. von Microsoft Office 2007 abhängig ist, kann dies automatisch durch das gesamte Office-Paket aus ausgeschlossen werden, indem Communicator installiert wird.

Wie in Deployment Workbench üblich, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Element, wählen Sie "Neue Anwendung" aus, und befolgen Sie die Anweisungen der Assistenten. Nach Abschluss wird in etwa der folgende Bildschirm angezeigt:

Wie Sie anhand des Felds "CommandLine" sehen können, variieren Installationsbefehlszeilen je nach installierter Anwendung stark. An diesem Punkt sollten Sie auch nach Treiben suchen, die als Anwendungsinstallationspakete bereitgestellt wurden. Diese behandeln Sie in diesem Fall wie Anwendungen.

Nun können Sie "normale" Treiber mit INF-Erweiterung zum Menü "Out-of-Box Drivers" hinzufügen. Treiber werden automatisch auf Grundlage ihrer PnP-IDs (Plug & Play) installiert. Wenn Sie volle Kontrolle wünschen, können Sie sie auch mit "Selection Profiles" in MDT 2010 nach Typ und Modell der Hardware gruppieren. Nachdem Sie Treiber in Deployment Workbench importiert haben, wird in etwa Folgendes angezeigt:

Wenn Sie eine reine Windows-Bereitstellungsdienste-Umgebung mit Windows Server 2008 R2 verwenden, können Sie auch den Treiberspeicher der Windows-Bereitstellungsdienste verwenden, um Treiber zentral auf unserem Bereitstellungsserver zu speichern und anhand von PnP-IDs zu installieren. Ebenso verfügt System Center Configuration Manager über einen großen Treiberspeicher, um zu steuern, wie Treiber installiert werden. Als letzten Schritt der Treiberinstallation können Sie die Auswahl in der Bereitstellungsaufgabensequenz treffen, um Updates und Treiber von Windows Update herunterzuladen. Aller Wahrscheinlichkeit nach können zwischen diesen Ansätzen und einem optionalen Aufruf von Windows Update selbst ungetestete Geräte mit den meisten (wenn nicht allen) Treibern betriebsbereit installiert werden.

Beim letzten Bestandteil, den Sie dem Build hinzufügen, handelt es sich um Pakete. Pakete können Cabinet- (.cab) oder Microsoft Update (.msu)-Dateien sein. In Deployment Workbench und Configuration Manager gibt es dafür einen Mechanismus. Wenn Sprachpakete in MDT erkannt werden, stellen wir diese sogar als optionale Pakete bereit, und sie müssen nicht alle für Ihr Betriebssystem geeigneten Inhalte installieren. Nach dem Hinzufügen von Paketen wird in etwa Folgendes angezeigt, mit variierenden Pakettypen:

An diesem Punkt sind alle Bestandteile vorhanden. MDT 2010 und Configurations Manager enthalten außerdem wichtige Komponenten wie USMT und Windows PE zum Migrieren von Benutzerdateien und stellen eine Installationsumgebung zum Aufzeichnen des Windows 7-Abbilds bereit. Sie können Windows PE bei Bedarf mit MDT 2010 anpassen. MDT erstellt jedoch automatisch die benutzerdefinierte Windows PE-Umgebung als Teil des Standardbuildprozesses. Die Aufgabensequenzen verbinden alle Migrationsvorgänge miteinander. Die Kernschritte sind im letzten Abschnitt aufgelistet. Das Ganze wird maßgeblich vereinfacht, indem die standardmäßigen Client- und Serveraufgabensequenzen in MDT und Configuration Manager praktisch alles Notwendige erledigen, und in vielen Fällen müssen Sie keine benutzerdefinierten Aufgaben erstellen. Im Folgenden ist die Aufgabensequenz und sämtliche ihrer Funktionen dargestellt:

Diese Schritte enthalten auch ein paar Schritte zum "Injizieren von Treibern", bei denen Sie sich entweder auf den standardmäßigen PnP-ID-Mechanismus verlassen oder ein Auswahlprofil in der Dropdownliste auswählen können, wie zuvor erwähnt. Nachdem Sie die Aufgabensequenz erstellt haben und alles abgeschlossen ist, können Sie mit den Tests beginnen. Sie können nun einen Dateiserver, Windows-Bereitstellungsdienste oder eigenständige Medien verwenden, um Ihren Windows 7-Build bereitzustellen. Dadurch werden alle Schritte ausgeführt, die ich im letzten Abschnitt aufgelistet habe, und Sie können damit beginnen, Windows XP-Computer auf umfangreich automatisierte Weise nach Windows 7 zu migrieren.

Tricks für mehr Automatisierung

Dies ist der letzte Punkt in diesem Artikel. Wenn mithilfe von MDT 2010 alles ordnungsgemäß funktioniert, möchten Sie wahrscheinlich als erstes einige der Bildschirme des Lite Touch-Bereitstellungs-Assistenten entfernen, wie ich dies im folgenden Video getan habe: Windows 7-Bereitstellungstools Teil 4.

Sie gehen hierfür am besten folgendermaßen vor. Sie können eine Datei mit dem Namen "customsettings.ini" in der MDT 2010-Verteilungsfreigabe bearbeiten. Die Datei befindet sich im Ordner "…Deploy\Control". Mit dieser Datei können Sie einen, mehrere oder alle Assistentenbildschirme entfernen, indem Sie die Felder, die ausgefüllt werden müssten, im Voraus ausfüllen. In anderen Fällen können Sie Bildschirme auch überspringen und die Standards übernehmen. Eine vollkommen automatisierte "customsettings.ini"-Datei sieht wie der folgende Screenshot aus:

Ich habe außerdem erforderliche Anwendungen hinzugefügt, um zu steuern, welche Anwendungen Teil dieses Builds sind. Mithilfe einer ähnlichen "customsettings.ini"-Datei mit der Standardaufgabensequenz zur Clientaktualisierung können Sie alle Migrationsschritte automatisieren.

Sie sind nun in der Lage, mit dem Automatisieren der Migration von Windows XP nach Windows 7 zu beginnen. Die wichtigsten Bereiche wurden in unter 20 Seiten abgehandelt, um die einzelnen Aufgaben zu verdeutlichen. Wenn Sie diese Reihe nützlich fanden, können Sie:

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