(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Migrieren von Benutzerdateien und -einstellungen von Windows XP zu Windows 7

Ich beginne mit einer Datenmigration, die ausschließlich auf den Automatisierungsschritten in der Kette basiert, die ich im ersten Abschnitt aufgelistet habe, da die Migration mittels fester Links für mich eines der interessantesten Dinge an der Windows 7-Bereitstellung ist. Denken Sie an große Dateiverschiebungen im Vergleich zu großen Dateikopierungen. Dies ist im Wesentlichen der Geschwindigkeitsvorteil, den Migration mittels fester Links haben kann. Wenn Sie so ungeduldig sind wie ich und nicht drei oder vier Stunden pro Computer warten möchten, bis der Benutzerstatus von einem Betriebssystem auf ein anderes migriert wurde (Betriebssysteme plus Anwendungen benötigen zusammen oft bis zu 45 Minuten), dann schätzen Sie die Migration mittels fester Links vielleicht genauso wie ich.

Natürlich könnten Sie Technologien und Taktiken wie Roamingprofile und Ordnerumleitung verwenden, und Sie könnten die Erstellung lokaler E-Mail-Speicher verbieten, wodurch viele der Probleme im Zusammenhang mit der Benutzerstatusmigration eventuell wegfallen würden. In diesem Fall befasse ich mich jedoch mit dem herkömmlichen Szenario, bei dem der Benutzerstatus Teil des Benutzercomputers ist.

Wenn Sie Desktopcomputer verwalten, sind wahrscheinlich Dateien mehrerer Benutzer an allen möglichen Speicherorten auf den Computern gespeichert, und es gibt Einstellungen wie Internet Explorer-Favoriten, bekannte Funknetzwerkverbindungen und Anwendungseinstellungen, die auf dem neuen Betriebssystem verfügbar sein sollen. Sämtliche dieser Komponenten können behandelt werden, außer der Migration der Anwendungen selbst. In den meisten Fällen möchten wir die Kompatibilität von älteren Anwendungen testen und diese nicht unbedingt direkt von Windows XP nach Windows 7 migrieren. Darüber hinaus können wir die Installation verwalteter Anwendungen zum Zeitpunkt der Bereitstellung vollständig automatisieren oder sie als Teil des benutzerdefinierten Betriebssystemabbilds aufzeichnen. Ich werde all dies im nächsten Abschnitt behandeln, in dem ich die Anwendungsverwaltung erläutere.

Damit kommen wir wieder auf Benutzerdateien und -einstellungen zurück. Wir wissen, dass Benutzerdaten üblicherweise an verschiedenen Orten gespeichert werden:

  • "C:\Dokumente und Einstellungen" unter Windows XP

  • "C:\Benutzer" unter Windows Vista und neueren Versionen von Windows

Dann drängt sich die folgende Frage auf...

"Können wir nicht ein Hilfsprogramm wie z. B. Robocopy verwenden, um die Dateien von "C:\Dokumente und Einstellungen" in einen Ordner irgendwo im Netzwerk zu verschieben, der für den Computer erstellt wurde, und die Dateien dann im Anschluss zurück in den Ordner "C:\Benutzer" kopieren?"

Ja und nein. So einfach ist es normalerweise nicht. Wenn Sie nicht gerade drakonische Standards und Richtlinien dazu haben, wo die Benutzer Daten auf ihren lokalen Laufwerken speichern können, reicht dies nicht aus. Wir müssen auch die Einstellungen in der Registrierung berücksichtigen, die auf dem neuen Computer beibehalten werden sollen, und Benutzerkonten erstellen und aktivieren. Einige Benutzer möchten vielleicht zudem bestimmte Dateien von der Migration ausschließen. Möglicherweise möchten Sie nicht, dass Joe aus der Marketingabteilung seine 100-GB-Musik- und Videosammlung auf dem verwalteten Computer speichert, daher blockieren wir bestimmte Dateitypen im Migrationsvorgang. (Es wäre gut, Joe im Voraus darüber zu informieren, damit er genügend Zeit hat, um seine Mediensammlung zu sichern.) Andererseits weiß Joe vielleicht nicht, wo seine Microsoft Office Outlook®-PST-Dateien sind, und selbst wenn wir diese PST-Dateien mit unserem Robocopy-Befehl ausfindig machen, ruft er eventuell nach der Installation von Windows 7 den Helpdesk an, um zu fragen, wo seine gespeicherten E-Mails sind.

Die gute Nachricht ist, dass wir hierfür ein Tool haben, das User State Migration Tool (USMT). Die noch bessere Nachricht ist, dass dies bei Verwendung von Microsoft Deployment Toolkit (MDT) oder System Center Configuration Manager 2007 SP2 bereits Teil des End-to-End-Bereitstellungsvorgangs der Betriebssysteme ist. Möglicherweise haben Sie gesehen, dass die Migrationsdemos von Windows XP nach Windows 7 in nur 18 Minuten abgeschlossen sind (und das mit mehreren Gigabyte migrierter Daten). Wenn nicht, schauen Sie doch mal rein:

In beiden Demos wird für das Computeraktualisierungsszenario die Funktion zur Migration mittels fester Links verwendet. Dieses sowie weitere Szenarien habe ich im ersten Abschnitt definiert. Früher unterstützte USMT Computeraktualisierungen ohne das Verschieben der Dateien vom Computer. Es handelte sich jedoch im Wesentlichen um eine Dateikopierung und doppelte Instanziierung der Dateien auf lokaler Ebene. Jetzt werden die Dateien beim Migrieren von Windows XP nicht mehr auf dem Datenträger verschoben – wir weisen einfach Zeiger auf Dateien den entsprechenden Speicherorten in Windows 7 neu zu. Der Index für feste Links belegt ungefähr 200 MB. Daher benötigen Sie für die Migration mittels fester Links nicht viel Speicherplatz. Denken Sie daran, wie viel schneller es geht, eine 1-GB-Datei zu "verschieben" anstatt sie an einen anderen Speicherort auf demselben Datenträger zu kopieren. Deshalb ist die Migration mittels fester Links viel schneller. Es macht keinen großen Unterschied, ob wir 5 GB oder 50 GB bei der Migration verschieben. Die Dauer wird fast gleich sein. Die Zeitspanne ist abhängig von der Anzahl der verschobenen Dateien und nicht von der Größe der Dateien.

Das User State Migration Tool ist nun im Windows Automated Installation Kit (AIK) enthalten. Das USMT wird einfach durch einen Dateikopiervorgang installiert. Nach der Installation des Windows AIK befinden sich die USMT-Tools für 32-Bit- und 64-Bit-Betriebssysteme standardmäßig im Ordner "C:\Programme\Windows AIK\Tools\USMT".

Sie können das Windows AIK von der Microsoft-Website für das Windows Automated Installation Kit für Windows 7 herunterladen.

Sie können eine einfache Computeraktualisierung mit einer Migration mittels fester Links durchführen, indem Sie ein normales Windows 7-Installationsmedium zusammen mit USMT-Dateien auf einem USB-Laufwerk verwenden. Ich erläutere diesen Vorgang an mehreren Stellen:

Bei diesem Vorgang werden Dateien schnell aus dem standardmäßig erstellten Ordner "Windows.old" migriert, wenn Sie Windows 7 auf einem Computer mit Windows XP installieren. Wenn Sie dem Standardprozess nicht folgen und die Windows-Partition während des Installationsvorgangs formatieren, steht "Windows.old" nicht für die Migration zur Verfügung. Denken Sie deshalb daran, dem Standardinstallationsprozess zu folgen, um Ihre Daten zu behalten und "Windows.old" zu erstellen.

An diesem Punkt könnte eine andere Frage aufkommen...

"Was geschieht, wenn ich einen Computeraustausch durchführe und die Daten vom alten Windows XP-Computer des Benutzers auf den neuen Windows 7-Computer verschoben werden müssen?"

Ein Computeraustausch ist ein häufiger Vorgang, und die Tools sind auch hierfür geeignet. Normalerweise werden die Daten vom alten Computer auf eine Netzwerkfreigabe und dann von der Netzwerkfreigabe auf den neuen Computer übertragen. Sowohl mit Configuration Manager als auch mit MDT kann der gesamte Migrationsvorgang beim Computeraustausch mittels einer Netzwerkfreigabe automatisiert werden. Sie können den Migrationsspeicher im Netzwerk sogar verschlüsseln (bei Configuration Manager geschieht dies standardmäßig), um den Schutz der Datenspeicher sicherzustellen.

Ein weiterer nützlicher Zusatz zu den Migrationstools für den Computeraustausch ist die Unterstützung einer Volumeschattenkopie. Dies bedeutet, dass Dateien sogar erfasst werden können, während sie verwendet werden. Beim Computeraustausch sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie nicht die Geschwindigkeitsvorteile der Migration mittels fester Links erhalten, da die Daten physisch an einen externen Netzwerkspeicherort oder auf eine externe Festplatte verschoben werden müssen.

Was geschieht mit den Typen und Speicherorten von Dateien, die migriert werden? Im User State Migration Tool wurde ein neuer Algorithmus hinzugefügt, um mehr Benutzerdateien als mit vorherigen USMT-Versionen zu finden. Die Steuerungsdatei ("migdocs.xml") verwendet gemeinsame verwendete, umfassende Dateierkennungslogik mit Windows-EasyTransfer. Wenn Sie also USMT in der Vergangenheit verwendet haben und die vorherigen Steuerungsdateien umfangreich ändern mussten (z. B. "miguser.xml"), um die Dateiabdeckung zu erweitern, sollte die neue Datei "migdocs.xml" eine willkommene Verbesserung darstellen.

Es gibt zwar andere Methoden, um Dateien zwischen Betriebssystemen zu verschieben, USMT wurde jedoch speziell dafür entwickelt, die Migration von Benutzerdaten zu verwalten und so viele Mainstreamoptionen wie möglich für Kunden mit einer großen Anzahl zu verwaltender Computer zu unterstützen. USMT leistet beim Migrieren von Benutzerdateien und -einstellungen gute Arbeit. Personen, die nach einer Benutzeroberfläche für USMT suchen, würde ich die Verwendung in Verbindung mit Microsoft Deployment Toolkit oder System Center Configuration Manager empfehlen. Wenn Sie USMT in der Vergangenheit mit wenig Erfolg verwendet haben, bietet die aktuelle Version des USMTs verschiedene Verbesserungen, um die Geschwindigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit des Vorgangs zu erhöhen und den Migrationsteil der Betriebssystembereitstellung einfacher und sicherer zu gestalten.

Im nächsten Abschnitt gehe ich das Thema der Anwendungsverwaltung an. Dies beinhaltet Anwendungskompatibilität, Automatisierung der Anwendungsinstallation und Informationen zu Hardwarebestand und -kompatibilität.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft