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Planen von Anpassungen und Optionen für Visio 2010

Office 2010

Veröffentlicht: 2012/05/16

Dieser Artikel beschreibt einige der Anpassungen und Optionen, die in Microsoft Visio 2010 verfügbar sind.

Inhalt dieses Artikels:

Anwendungseinstellungen

In Visio 2010 gibt es mehrere Möglichkeiten, die verwendeten Anwendungseinstellungen anzupassen, vom Aussehen und Verhalten der Anwendung bis hin zu den Regeln zur Verwaltung der erstellten Dateien.

Kataloge "Hintergründe" sowie "Ränder und Titel"

Der Katalog Hintergründe sowie der Katalog Ränder und Titel auf der Registerkarte Entwurf sind mit integrierten Schablonen gefüllt. Sie können jedoch angepasst werden, indem eine Schablone im Ordner Meine Shapes des Benutzers (entspricht dem Ordner Dokumente oder Eigene Dateien) abgelegt wird.

Die Schablonen müssen folgende Namen aufweisen:

  • _BCKGRND.VSS für den Katalog Hintergründe

  • _BORDERS.VSS für den Katalog Ränder und Titel

Ff468688.note(de-de,office.14).gifHinweis:

Die Dateinamen müssen mit einem Unterstrich beginnen.

Wenn von Visio eine Schablone mit genau diesem Dateinamen im Ordner Meine Shapes gefunden wird (der Dateiname muss in allen Sprachen gleich sein), wird der Katalog anhand dieser Schablone gefüllt und nicht mit der in Visio 2010 enthaltenen Schablone.

Ff468688.Warning(de-de,office.14).gifWarnung:

Die Shapes in diesen Katalogen weisen ein spezielles Verhalten auf, das nur mit Kenntnissen über das Visio ShapeSheet repliziert werden kann.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Grundlage für den angepassten Kataloginhalt zu schaffen:

  1. Suchen Sie die im Lieferumfang von Visio 2010 enthaltenen Schablonen, die sich unter \Programme\Microsoft Office\Office14\Visio Content\1031 (für Deutsch) befinden.

  2. Kopieren Sie die Dateien in Ihren Ordner \Meine Shapes:

    1. Hintergründe (US und metrisch)

      BCKGRN_U.VSS

      BCKGRN_M.VSS

    2. Ränder und Titel (US und metrisch)

      BORDRS_U.VSS

      BORDRS_M.VSS

  3. Benennen Sie die Dateien um, und passen Sie sie an.

Benutzerdefinierte Designs

Die Einführung von Designs in Microsoft Office Visio 2007 erleichterte die professionelle Gestaltung von Diagrammen. In Visio 2010 nutzt das Feature für Designs die Microsoft Office Fluent-Benutzeroberfläche und ist eines der Features mit Livevorschau.

Benutzerdefinierte Visio-Designs werden im Dokument gespeichert, nicht in einer externen Datei. Zum Bereitstellen eines benutzerdefinierten Designs definieren Sie es in einem Visio-Dokument und speichern es dann als Vorlage (*.vst) , die in der gesamten Organisation verwendet werden kann. Das Erstellen von Vorlagen in Visio 2010 hat sich gegenüber Office Visio 2007 oder früheren Version nicht geändert.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein benutzerdefiniertes Design zu erstellen, das als Vorlage gespeichert wird:

  1. Klicken Sie auf die Registerkarte Entwurf.

  2. Klicken Sie auf Farben.

  3. Klicken Sie auf Neue Designfarben erstellen.

  4. Wählen Sie den Namen und die Farben des Designs aus, und klicken Sie auf OK.

  5. Klicken Sie auf Effekte.

  6. Klicken Sie auf Neue Designeffekte erstellen.

  7. Wählen Sie die gewünschten Effekte aus, und klicken Sie dann auf OK.

Alle Benutzer müssen diese Vorlage zum Erstellen neuer Zeichnungen verwenden, um dieses benutzerdefinierte Design zu verwenden.

Benutzerdefinierte Gültigkeitsregeln

In Visio 2010 können Sie benutzerdefinierte Vorlagen mit Gültigkeitsregelsätzen und -regeln bereitstellen, um sicherzustellen, dass die Diagramme bestimmten Unternehmensnormen entsprechen. Eine Gültigkeitsregel entspricht einem Anforderungstyp, den das Diagramm erfüllen muss. Beim Ausführen der Gültigkeitsprüfung wird in Visio eine Liste der Probleme für nicht erfüllte Anforderungen angezeigt.

In einer Gültigkeitsregel wird ein logischer Test der Diagramminhalte definiert. Die Gültigkeitsregeln werden in Regelsätzen zusammengefasst. Ein Dokument kann mehrere Regelsätze enthalten. Jeder Regelsatz kann aktiv oder inaktiv (ausgeschaltet) sein, und mehrere Regelsätze können gleichzeitig aktiv sein. Jeder Regelsatz in einem Dokument hat einen eindeutigen Namen. Dieselbe Regel kann in mehreren Regelsätzen in einem Dokument vorkommen, und derselbe Regelsatz kann in mehreren Dokumenten erscheinen, die die Anwendung verwenden. Microsoft Visio Premium 2010 bietet Regeln in den Diagrammvorlagen Standardflussdiagramm, Funktionsübergreifendes Flussdiagramm, Six Sigma-Diagramm, Microsoft SharePoint-Workflow und BPMN-Diagramm. Benutzerdefinierte Regeln und Regelsätze können zu beliebigen Vorlagen hinzugefügt werden.

Bei der Gültigkeitsprüfung überprüft Visio für jede aktive Regel im Dokument, ob sie in allen im Dokument gefundenen Zielen eingehalten wird. Für jedes Ziel, das die in der Regel festgelegten Anforderungen nicht erfüllt, wird in Visio ein Überprüfungsproblem erzeugt. Alle bei der Gültigkeitsprüfung gefundenen Probleme werden dem Benutzer in einer einzelnen Liste präsentiert.

Die Gültigkeitsprüfung kann vom Benutzer über die Befehlsschaltfläche auf dem Menüband gestartet werden, um das Dokument gezielt auf Probleme zu überprüfen. Gefundene Probleme können entweder nicht behoben oder aber spezifisch ignoriert werden, wodurch das Problem bei zukünftigen Gültigkeitsprüfungen unterdrückt wird.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Gültigkeitsprüfung aufzurufen:

  1. Wählen Sie auf der Registerkarte Prozess das Problemfenster aus. Daraufhin wird unterhalb der Zeichnung das Überprüfungsfenster angezeigt.

  2. Klicken Sie anschließend auf der Registerkarte Prozess auf die Schaltfläche Diagramm überprüfen.

Wenn die Gültigkeitsprüfung ausgelöst wird, werden die Regeln und Shapes in keiner speziellen Reihenfolge verarbeitet. Ab einer Dauer von drei Sekunden wird jedoch eine Statusanzeige eingeblendet. Der Vorgang kann beendet werden; in Visio werden dann alle bis dahin gefundenen Probleme angezeigt.

Wenn Visio im Dokument mehr Fehler findet, als im Problemfenster angezeigt werden können (derzeit 32.767), wird die Gültigkeitsprüfung automatisch beendet. In einem Dialogfeld wird folgende Meldung angezeigt: “Die Diagrammüberprüfung wurde beendet, weil zu viele Probleme für eine Nachverfolgung durch Visio vorliegen.”

Nach Beendigung der Gültigkeitsprüfung (vollständig oder unvollständig), wird in Visio das Problemfenster geöffnet, falls dieses nicht bereits geöffnet ist, und die gefundenen Probleme werden darin aufgeführt.

Diagrammvorlagen

Beim Starten von Visio 2010 wird zuerst der neue Bildschirm in der Microsoft Office Backstage-Ansicht angezeigt, in dem Sie eine Vorlage für das Diagramm auswählen können, das Sie erstellen möchten. Der Bildschirm ähnelt dem Bildschirm Erste Schritte in Office Visio 2007. Visio 2010-Dokumente werden entweder in US-Einheiten oder in metrischen Einheiten erzeugt. Die einzige SKU, die sowohl US-amerikanische als auch metrische Einheiten enthält, ist die US-englische Version (en-us). Wenn Sie mit dieser SKU ein neues Diagramm erstellen, können Sie die gewünschten Einheiten auswählen. Mithilfe einer Einstellung und einer Gruppenrichtlinie kann eine der beiden Einheiten als Standard festgelegt werden, sofern beide verfügbar sind und die en-us-Version installiert ist.

Anpassen von Quick-Shapes

Das Shapes-Fenster wurde in Visio 2010 neu gestaltet. Im Shapes-Fenster befindet sich eine Gruppe namens Quick-Shapes. Quick-Shapes sind eine Untergruppe von Shapes, die in einer bestimmten Schablone häufiger verwendet werden.

Quick-Shapes können über die Benutzeroberfläche angepasst werden, und diese Anpassungen werden in der Registrierung gespeichert. Die Quick-Shapes-Zählerinformationen für Schablonen werden in der Tabelle veröffentlichter Komponenten gespeichert und standardmäßig verwendet.

Wenn ein Benutzer die Schablone über die Benutzeroberfläche anpasst, werden der Quick-Shapes-Zähler und die Mastersortierreihenfolge von Visio in folgendem Format in der Registrierung unter HKCU\Software\Microsoft\Office\14.0\Visio\Quick Shapes gespeichert:

Name:

Vollständiger Dateipfad der Schablonendatei

Typ:

REG_BINARY

Daten:

Der Quick-Shapes-Zähler und die Sequenz der Master-IDs in binärer Form. Der Quick-Shapes-Zähler und die einzelnen Master-IDs werden mit 4 Bytes dargestellt.

Vertrauenswürdige Dokumente

Vertrauenswürdige Dokumente sind ein Feature, das in Office 2010 verbessert wurde und eng mit den Features für Dokumentsicherheit zusammenhängt. Diese Funktion aktiviert aktiven Inhalt (z. B. Makros und ActiveX-Steuerelemente) in einem Dokument basierend auf der Entscheidung über die Vertrauenswürdigkeit der Datei; die Auswahl bleibt für jedes weitere Mal gespeichert, das Sie das Dokument öffnen. In Office-Versionen vor 2007 Office System wurden Sie bei jedem Öffnen eines Dokuments gefragt, wie Makros und andere aktive Inhalte behandelt werden sollten.

In Office 2010 erhalten Sie beim Erstellen oder Öffnen eines Dokuments mit einem Makro oder beim Empfang eines Dokuments, das eine Datenverbindung auf einem vertrauenswürdigen Server verwendet, keine Sicherheitsbenachrichtigung über aktiven Inhalt, sofern Sie den Inhalt im Vertrauensstellungsdatensatz aktiviert haben. Wenn Sie vertrauenswürdige Dokumente verwenden, wird die Vertrauensstellung pro Datei aufgezeichnet. Der Vertrauensstellungsdatensatz wird im Abschnitt Current User der lokalen Registrierung hinzugefügt und enthält den vollständigen Pfad der Datei und andere Daten wie das Erstellungsdatum des Dokuments.

Ff468688.note(de-de,office.14).gifHinweis:

Vertrauensstellungsdatensätze werden auf einem bestimmten Computer gespeichert. Sie erhalten daher erneut eine Meldung, wenn Sie die Datei auf einem anderen Computer öffnen.

Es gibt zwei Einstiegspunkte, um ein Dokument als vertrauenswürdig zu definieren. Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Dokument als vertrauenswürdig zu definieren:

  1. Klicken Sie auf der Meldungsleiste auf Inhalt aktivieren.

  2. Klicken Sie auf die Meldungsleiste, um weitere Details anzuzeigen. Daraufhin wird die Backstage-Ansicht geöffnet.

    Klicken Sie in der Backstage-Ansicht auf Inhalt aktivieren. Daraufhin werden zwei weitere Optionen angezeigt:

    1. Aktivieren Sie alle Inhalte, und definieren Sie das Dokument als vertrauenswürdig.

    2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Optionen, um den Inhalt einmalig zu aktivieren (ähnlich wie in 2007 Office System).

Das Definieren von Dokumenten auf einer Netzwerkfreigabe als vertrauenswürdig ist mit mehr Risiken behaftet als bei Dokumenten auf der lokalen Festplatte, da andere Benutzer mit Zugriff auf die Netzwerkspeicherorte den Inhalt der Datei ändern können. Aus diesem Grund wird beim ersten Mal, wenn Sie ein Dokument an einem Netzwerkspeicherort als vertrauenswürdig festlegen möchten, eine Sicherheitswarnung angezeigt. Im Sicherheitscenter können Sie festlegen, dass Dokumente an einem Netzwerkspeicherort nicht als vertrauenswürdig definiert werden dürfen. Damit veranlassen Sie, dass in Office jedes Mal ein Sicherheitshinweis angezeigt wird, wenn Sie ein Dokument an einem Netzwerkspeicherort öffnen.

Im Sicherheitscenter können Sie Einstellungen ändern, um zuzulassen oder zu untersagen, dass Dokumente in einem Netzwerk als vertrauenswürdig eingestuft werden, um das Feature für vertrauenswürdige Dokumente zu deaktivieren oder um alle vertrauenswürdigen Dokumente zurückzusetzen, sodass sie nicht mehr als vertrauenswürdig gelten. Alle diese Einstellungen können vom Administrator mithilfe von Gruppenrichtlinien konfiguriert werden.

SharePoint und das Repository

In Visio 2010 können Sie Dateien mithilfe der Backstage-Ansicht in Microsoft SharePoint 2010-Produkte speichern. Führen Sie folgende Schritte aus, um Dateien zu speichern

  1. Klicken Sie auf die Registerkarte Datei.

  2. Klicken Sie auf Speichern & Senden.

  3. Klicken Sie auf Auf SharePoint speichern.

  4. Speichern Sie die Zeichnung in einem der folgenden Formate:

    Zeichnung (*.vsd) oder Webzeichnung (*.vdw)

  5. Im Dialogfeld Speichern unter können Sie die Auswahl bestätigen oder verfeinern.

    Wenn Sie Webzeichnung (*.vdw) auswählen, müssen Sie sicherstellen, dass SharePoint 2010-Produkte und Visio Services vorhanden sind, damit Sie das Diagramm im Browser anzeigen können.

Änderungsverlauf

Datum Beschreibung

2012/05/16

Erstveröffentlichung

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