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Bereitstellen von Office 2013 mithilfe von Gruppenrichtlinienskripts zum Starten des Computers

 

Gilt für: Office 365 ProPlus, Office 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Zusammenfassung: Enthält Informationen zur Verwendung von Gruppenrichtlinien und eines Computerstartskripts zum Installieren von Office 2013.

Zielgruppe: IT-Experten

Eine Bereitstellungsmethode für Office 2013 ist die Verwendung eines Skripts, das Office beim Starten des Computers installiert. Zum Bereitstellen dieses Skripts auf einem Computer verwenden Sie Gruppenrichtlinien. Bei Gruppenrichtlinien handelt es sich um ein Feature von Windows Server Active Directory Domain Services (AD DS), mit dem Sie Richtlinien erstellen können, um Standardkonfigurationen auf Computer und Benutzer in Ihrer Organisation anwenden können. Weitere Informationen zu Gruppenrichtlinien finden Sie unter Gruppenrichtlinien.

Das Verwenden eines Computerstartskripts zum Installieren von Office eignet sich beispielsweise in Situationen, bei denen Benutzer keine lokalen Administratoren auf ihren Computern sind. Zum Installieren von Office müssen Sie ein lokaler Administrator auf dem Computer sein. Da das Startskript im Kontext des lokalen Systemkontos ausgeführt wird, verfügt das Skript über die erforderlichen Berechtigungen zum Installieren von Office auf dem Computer.

Sie können auch ein Computerstartskript verwenden, wenn Sie Office nur auf bestimmten Computern in Ihrer Organisation installieren müssen, oder wenn die Installation von Office für Benutzer automatisch durchgeführt werden soll.

Sie können ein Computerstartskript verwenden, um eine Windows Installer-basierte (MSI)-Version von Office (z. B. Office Standard 2013) oder eine Klick-und-Los-Version von Office (z. B. Office 365 ProPlus) bereitzustellen.

WichtigWichtig:
Folgendes kann in den Gruppenrichtlinien nicht für die Bereitstellung von Office 2013 verwendet werden:
  • Gruppenrichtlinie für die Softwareinstallation

  • Die Gruppenrichtlinieneinstellung "Immer mit erhöhten Rechten installieren" für Windows Installer

Dies liegt daran, dass die Setuparchitektur für Office 2013 mehrere MSI-Dateien verwendet, während es sich beim Office-Setupprogramm um eine ausführbare Datei (.exe) handelt.

Inhalt dieses Artikels:

Der erste Schritt beim Verwenden eines Computerstartskripts besteht im Kopieren des Office-Produkts und der Sprachdateien an einen zentralen Speicherort wie z. B. eine Netzwerkfreigabe. Alle Computer, auf denen Sie Office installieren möchten, müssen die Netzwerkfreigabe erreichen. Außerdem müssen authentifizierte Benutzer über Leseberechtigungen für die Netzwerkfreigabe verfügen.

Zum Bereitstellen einer Windows Installer-basierten (MSI)-Version von Office 2013 kopieren Sie das Office-Produkt und die Sprachdateien vom Installationsmedium in die Netzwerkfreigabe. Weitere Informationen zum Erstellen einer Netzwerkfreigabe für die Installation von Office finden Sie unter Bereitstellen von Office 2013 über einen Netzwerkinstallationspfad.

HinweisHinweis:
Zum Anpassen der Installation einer Windows Installer-basierten Version von Office verwenden Sie das Office-Anpassungstool. Damit können Sie beispielsweise die zu installierenden Anwendungen und Features festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Referenz für Office-Anpassungstool (OAT) in Office 2013.

Beim Bereitstellen einer Klick-und-Los-Version von Office verwenden Sie das Office-Bereitstellungstool zum Herunterladen des Office-Produkts und der Sprachdateien in das lokale Netzwerk. Weitere Informationen zur Verwendung des Office-Bereitstellungstools finden Sie unter Office-Bereitstellungstool für Klick-und-Los.

Nachdem Sie das Office-Produkt und die Sprachdateien in eine Netzwerkfreigabe kopiert haben, erstellen Sie ein Skript, mit dem das Setup in der Netzwerkfreigabe ausgeführt wird und Office auf dem Computer des Benutzers installiert wird. Sie können das Skript in allen Sprachen schreiben, die vom Clientcomputer unterstützt werden. Zum Erstellen von Skripts werden häufig die von Windows Scripts Host unterstützten Sprachen wie VBScript und Jscript sowie Befehlsdateien wie Batchdateien und Windows PowerShell verwendet.

Denken Sie daran, das Skript so zu schreiben, dass eine automatische (unbeaufsichtigte) Installation von Office durchgeführt wird, die keine Benutzereingabe erfordert, da das Skript ausgeführt wird, bevor sich ein Benutzer am Computer anmeldet. Weitere Informationen zum Ausführen einer automatischen Installation von Office finden Sie im Folgenden:

Da das Startskript bei jedem Start des Computers ausgeführt wird, kann das Skript überprüfen, ob Office bereits auf dem Computer installiert ist, bevor es weiter ausgeführt wird.

Überprüfen Sie nach dem Erstellen des Skripts seine Funktionstüchtigkeit in einer kontrollierten Testumgebung, bevor Sie es als Computerstartskript in Gruppenrichtlinien verwenden.

Führen Sie nach dem Testen des Installationskripts folgende Schritte durch:

Zum Erstellen eines Gruppenrichtlinienobjekts verwenden Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (Group Policy Management Console, GPMC). Standardmäßig können nur Domänenadministratoren, Organisationsadministratoren und Mitglieder der Gruppe "Richtlinien-Ersteller-Besitzer" in AD DS GPOs erstellen und bearbeiten. Weitere Informationen zur Verwendung des GPMC finden Sie unter Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole.

Eine mögliche Konfiguration umfasst das Erstellen einer Organisationseinheit (Organizational Unit, OU) in AD DS und das Verschieben der Computer, auf denen Office installiert werden soll, in diese OU. Anschließend erstellen Sie das GPO und verknüpfen es mit der OU.

VorsichtVorsicht:
Gruppenrichtlinien bieten die Möglichkeit, Konfigurationen auf hunderten und sogar tausenden von Computern in einer Organisation zu bearbeiten. Stellen Sie daher sicher, dass alle neuen Gruppenrichtlinienkonfigurationen oder -bereitstellungen in einer Testumgebung eingehend gestestet werden, bevor sie für die Produktionsumgebung übernommen werden.

Nach dem Erstellen des GPO kopieren Sie das Skript in den Startordner für das GPO auf einem Domänencontroller für die Active Directory-Domäne. Der Pfad des Startordners für das GPO lautet:

%systemroot%\sysvol\domain\Policies\{GPO ID}\Machines\Scripts\Startup

Dabei gilt:

  • %systemroot% ist eine Umgebungsvariable, die das Laufwerk und den Ordner darstellt, in denen das Betriebssystem installiert ist, z. B. "c:\windows".

  • {GPO ID} ist die eindeutige Kennung für das GPO, z. B. {467FE97D-0A65-4EE1-AE41-EB9A27E7DC7A}. Zum Ermitteln der Kennung für das GPO, wählen Sie in der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole das GPO aus und rufen dann im Detailbereich die Registerkarte Details auf. Die Kennung ist auf der RegisterkarteDetails als Eindeutige ID aufgeführt.

Das GPO und das Skript werden automatisch auf allen Domänencontrollern in der Domäne repliziert.

Nach dem Kopieren des Skripts in den Startordner für das GPO konfigurieren Sie das GPO für die Verwendung des Skripts als Computerstartskript. Zum Konfigurieren des GPO verwenden Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole und führen die Schritte in Zuweisen von Skripts zum Starten des Computers aus.

Die Gesamtwartezeit des Systems auf die Ausführung aller Skripts zum Anmelden, Abmelden, Starten und Herunterfahren, die durch Gruppenrichtlinien angewendet wurden, beträgt 600 Sekunden (10 Minuten). Gegebenenfalls können Sie mit der Gruppenrichtlinieneinstellung "Maximale Wartezeit für Gruppenrichtlinienskripts" diese Zeit anpassen, um die vollständige Ausführung des Startskripts sicherzustellen. Der Pfad dieser Einstellung in der Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole beim Bearbeiten eines GPO lautet Computerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\System\Skripts.

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