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Erstellen eines Virtualisierungsplans für SharePoint 2013

 

Gilt für: SharePoint Server 2013, SharePoint Foundation 2013

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Zusammenfassung:  Informationen zur Planung vor der Installation, der Konfiguration und dem Testen von SharePoint 2013 in einer Windows Server 2008-Umgebung.

Zu einem Virtualisierungsplan gehören wichtige Elemente, Planungsaufgaben und Entscheidungspunkte. Die Reichweite und Ausführlichkeit des Plans haben Einfluss auf den Erfolg einer SharePoint 2013-Bereitstellung in einer Test-, Präproduktions- oder virtuellen Produktionsumgebung.

Inhalt dieses Artikels:

In der Realität passieren Dinge nicht immer strikt nacheinander. Sie können viele Aufgaben parallel planen. Die Hauptphasen in diesem Planungsdokument sind jedoch aufeinanderfolgend organisiert, um den logischen Ablauf des Sammelns von Informationen, des Entscheidens und der Planerstellung zu veranschaulichen. Diese Phasen und die vorgeschlagene Reihenfolge sind jedoch nicht in Stein gemeißelt. Sie können und sollten auch die Reihenfolge und Aufgaben ggf. ändern, um den Anforderungen Ihrer Organisation gerecht zu werden. Ziel ist es, dass der fertige Plan alle Informationen enthält, die Sie zur Bereitstellung von SharePoint 2013 in einer virtuellen Umgebung benötigen.

Dieser Artikel befasst sich hauptsächlich mit Windows Server 2008 Hyper-V-Technologie, Sie können jedoch unsere Planungskonzepte, Anweisungen und Aufgaben auf jede Virtualisierungslösung anwenden, die im Server Virtualization Validation Program (SVVP) gültig ist. Weitere Informationen finden Sie unter Server Virtualization Program FAQ.

Die folgenden Themen werden in diesem Artikel erwähnt, ausführlichere Informationen über jedes der Themen finden Sie jedoch in gesonderten Artikeln.

  • Geschäftskontinuität

  • Sicherheit

  • Leistung und Kapazität

  • Wartung und Betrieb

Die Referenzmaterialien und Tools, die zur Bereitstellung der zu planenden Technologien wichtig sind, sind für die Planung wertvoll. Sie verringern die Gefahr, Schritte zu vergessen. Vorlagen und Tools reduzieren Fehler und erhöhen die Konsistenz. Folgende Anleitungen sollten Sie zurate ziehen:

Sie sollten die gesamte Liste der "Solution Accelerators" unter Solution Accelerator Downloads durchgehen, um eventuell relevante Solution Accelerators für Ihre virtuelle Farm zu finden.

Ein wichtiger erster Schritt bei der Planerstellung ist, die Verfügbarkeit von eigenen Ressourcen und der technischen Infrastruktur zu ermitteln, zu dokumentieren und zu bewerten. Die Verfügbarkeit von adäquaten Ressourcen und der Infrastruktur sind entscheidende Faktoren bei der Planung des Budgets, des Zeitplans, der Implementierung, der Wartung und des Einsatzes von SharePoint 2013 in einer virtuellen Umgebung.

Falls Sie noch keine genauen Daten für die Farmserver und Virtualisierungsserverhosts haben, können Sie dennoch eine vorläufige Definition der Systemanforderungen festlegen. Sobald die Planung weiter fortgeschritten ist, werden Sie die Farmanforderungen präzisieren und die verfügbaren internen Ressourcen und die Infrastruktur erneut einschätzen.

Die Mindestanforderungen für eine virtuelle Farm sind folgende:

  • Windows Server 2008 R2

  • Hyper-V

  • SharePoint 2013

  • SQL Server 2008 R2 oder SQL Server 2012

  • eine geeignete Hardware, Speicherlösung und Netzwerkinfrastruktur für die Farm.

Sie müssen die verfügbaren grundlegenden Technologien überprüfen, um zu ermitteln, welche Komponenten Sie wiederverwenden können und welche Komponenten Sie für das Virtualisierungsprojekt neu erwerben müssen. In jedem Fall müssen Sie alle Anforderungen an die Infrastruktur und den Zeitplan kennen, damit zur Bereitstellung der Farm alles rechtzeitig vorhanden ist. Bei den vorhandenen Technologien sollten Sie die internen Fachkenntnisse und Erfahrungen einschätzen, die das Virtualisierungsprojekt unterstützen können. Das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein dieser Elemente hat unter anderem Auswirkungen auf die folgenden Aspekte des Virtualisierungsprojekts:

  • Implementierungskosten ohne Hardware, Software und Lizenzen.

  • Personelle Anforderungen.

  • Schulungsanforderungen (Zeitpläne und Kosten) für die Benutzer und die IT-Abteilung.

  • Hardwareumfang und Kosten, die aus vorhandenen oder neuen Benchmarkdaten ermittelt werden können.

  • Präproduktionsphasen und Benchmarkanforderungen.

  • Die erforderliche Zeit bis zur vollständigen Inbetriebnahme der Farm.

Nach der Einschätzung können Sie entscheiden, ob die internen Ressourcen für alle Bereiche der Implementierung der virtuellen Farm ausreichen. Wenn externe Ressourcen wie Anbieter oder Partner erforderlich sind, stellen Sie fest, welche Aufgaben ausgelagert werden müssen.

Sie sollten auch in Erwägung ziehen, andere Aufgaben extern zu vergeben, um interne Ressourcen zu entlasten, die sich dann besser um die Implementierung kümmern können. Während des Prozesses können Sie die internen Qualifikationen und das Wissen der Organisation verbessern. Wenn externe Ressourcen eingesetzt werden, ändert sich das Projekt grundlegend, beispielsweise könnte der Zeitplan angepasst werden müssen. Sofern Sie bestimmte Aufgaben extern vergeben, müssen Sie auch die Zeitpläne für die externen Teams in den Plan aufnehmen.

Beim Ermitteln und Bewerten der Infrastruktur müssen Sie auch vorhandene IT-Richtlinien, Verfahren und bewährte Methoden berücksichtigen. Eine gut bemessene Infrastruktureinschätzung erhellt zusätzliche technische Anforderungen, wie Hardware, Software und Lizenzen, und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen bei der Virtualisierung auf. Ein bekanntes Beispiel ist die Virtualisierung von Datenbankservern, die in vielen Organisationen nicht zulässig ist, besonders in solchen, die Datenbanksupport anbieten.

Ein Projektteam besteht aus geeigneten Mitarbeitern, die über die Erfahrung oder das Fachwissen verfügen, die oder das für die jeweilige Projektphase erforderlich ist. Beispielsweise sammeln und analysieren technische Teammitglieder Benchmarkdaten. Nicht-technische Teammitglieder, die die Workflows zwischen den Geschäftsbereichen verstehen, sind jedoch wichtig für die verschiedenen Aspekte der Benutzerakzeptanztests. Die Teammitglieder sind außerdem nicht an allen Projektphasen beteiligt. Beispielsweise ist ein Mitglied der Rechtsabteilung nur mit der Festlegung von Regelanforderungen für die Farm beschäftigt. Vertreter bestimmter Geschäftsbereiche sind etwa nur an Benutzerakzeptanztests für SharePoint-Features beteiligt, die ihre Teams betreffen.

Ein Projektteam besteht typischerweise aus folgenden Mitgliedern:

  • IT-Spezialisten aus den betreffenden Produktsupportbereichen (z. B. Datenbanken und Netzwerk) definieren die anfänglichen Benchmarkkriterien für das Projekt. Während der Bereitstellungsphasen sammeln und analysieren sie Daten und überprüfen die Benchmarks bzw. definieren sie neu.

    HinweisHinweis:
    Benutzerakzeptanztests. Wie beim Testen einer Farm in einer reellen Umgebung nehmen Benutzer aus verschiedenen Geschäftsbereichen, die die Farm verwenden werden, an Benutzerakzeptanztests teil. Die Tatsache, dass die Plattform virtualisiert ist, sollte für die Benutzer transparent sein.
  • Wenn eine gewisse Anpassung vorgenommen wurde, überprüfen die Mitglieder des Entwicklungsteams die Funktionen und das Verhalten der Anpassungen und debuggen Farmelemente in jeder Projektbereitstellungsphase.

    HinweisHinweis:
    Möglicherweise muss der benutzerdefinierte Code erneut überprüft werden, der nun auf virtualisierten Farmservern ausgeführt wird und nicht mehr auf physischen Servern.

Sie müssen vor dem Projektbeginn die Erwartungen klar darlegen und Zuständigkeiten und Aufgaben verbindlich festlegen, damit sichergestellt ist, dass Sie ausreichend personelle und zeitliche Ressourcen haben. Schließlich müssen Sie mit allen Teammitgliedern zusammenarbeiten, um Akzeptanzkriterien zu erstellen, die für die Bestimmung des Zeitpunkts für die Übernahme in die Produktionsumgebung entscheidend sind.

Sie sollten den Entwurf einer virtuellen Farm auf die gleiche Weise in Angriff nehmen wie Sie es mit einer physischen Farm machen würden. Die meisten Aufgaben und Anforderungen bei der Bereitstellung von UNRESOLVED_TOKEN_VAL(SharePointAll_2nd_NoVer) auf physischen Servern gelten gleichermaßen für virtuelle Computer. Jede von Ihnen getroffene Entscheidung, z. B. die Mindestanforderungen an Prozessor oder Arbeitsspeicher, hat einen direkten Einfluss auf die Anzahl der Server in der Farmtopologie und der entsprechenden Anforderungen an die Virtualisierungshosts. Die Hostcomputer müssen über ausreichende Ressourcen verfügen, um die virtuellen Computer zu unterstützen, die für die Farm bestimmt werden.

In der folgenden Liste werden einige typische Farmanforderungen aufgeführt, die für physische und virtuelle Farmen gelten.

  • Identifizieren der erforderlichen Rollen (z. B. Abfragen) für eine bestimmte SharePoint-Lösung.

  • Entscheiden, wie die SharePoint-Rollen auf die Farmserver verteilt werden.

  • Ermitteln, wie viele Server für die Farm erforderlich sind.

  • Entscheiden, wie jeder Server konfiguriert werden muss.

Der Ausgangspunkt zur Festlegung der Farmserverspezifikationen sind die Mindestanforderungen an die Hardware und Software für SharePoint 2013. Weitere Informationen über diese Anforderungen (z. B. bestimmte erforderliche Updates) finden Sie unter Hardware- und Softwareanforderungen für SharePoint 2013.

Die nächsten Schritte bestehen darin, die Farmserverspezifikationen zu optimieren, indem Benchmarkdaten von einer vorhandenen SharePoint-Farm oder veröffentlichte Benchmarktests zu Leistung und Größenvorgaben zurate gezogen werden.

WichtigWichtig:
Wenn Sie Benchmarkdaten von einer vorhandenen Farm verwenden, müssen Sie dennoch Benchmarktests durchführen.
WichtigWichtig:
Ausgehend von derselben Konfiguration (Anzahl der Prozessoren, Größe des Arbeitsspeichers und der Festplatten) zeigen die Ergebnisse vorhergehender Benchmarktests eindeutig, dass ein virtueller Computer eine geringere allgemeine Leistung hat (z. B. durchschnittliche Reaktionszeit, Abfragen pro Sekunde und geringere IOPS) als ein physischer Computer. Sie sollten diese Ergebnisse berücksichtigen, wenn Sie eine virtuelle Farmtopologie entwerfen.

Wenn Sie beginnen, ihre Architektur zu entwerfen, müssen Sie entscheiden, ob alle Farmserver virtualisiert oder virtuelle und physische Computer gemischt werden sollen.

Wenn Sie eine heterogene SharePoint-Virtualisierungsumgebung implementieren möchten, müssen Sie die Server bestimmen, die für eine Virtualisierung am besten geeignet sind. Aus technischer Sicht und aus Sicht des Microsoft-Supports können alle Server virtualisiert werden, auf denen SharePoint 2013 ausgeführt wird. Die Entscheidung, einen bestimmten Farmserver zu virtualisieren, sollte anhand bestimmter Anforderungen und Überlegungen wie den folgenden getroffen werden:

  • Kompatibilitätsrichtlinien des Unternehmens (z. B. rechtliche und technische Richtlinien) unterstützen möglicherweise keine Virtualisierung oder Virtualisierungshostserver und Speicherorte.

  • Geschätzte Leistungs- und Kapazitätsanforderungen.

  • Sicherheitsanforderungen.

  • Support- und Wartungsanforderungen

Weitere Informationen zu Virtualisierungsumfang und -architekturen finden Sie unter Übersicht über Farmvirtualisierung und -architekturen in SharePoint 2013.

Wenn Sie einen Topologieentwurf für eine physische Farm erstellt haben, haben Sie auch einen Ausgangspunkt für den Entwurf einer virtuellen Architektur. Im Idealfall kommt diese Architektur der abschließenden Virtualisierungslösung so nah wie möglich, die Sie in die Produktionsumgebung übernehmen möchten. Realistisch gesehen wird sich die Architektur wahrscheinlich im Laufe der Bereitstellungsphase des Systemlebenszyklus noch ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführliche Entwurfs- und Systemspezifikationsverfahren für eine virtuelle SharePoint 2013-Farm.

HinweisHinweis:
Wenn Sie Benchmarks während der Pilot- und Präproduktionsphasen der Bereitstellung entwickeln, erkennen Sie möglicherweise, dass einige Serverrollen nicht für eine Virtualisierung geeignet sind. Wenn der Virtualisierungsumfang aus einer homogenen Umgebung besteht, müssen Sie den Umfang ggf. ändern, um die Leistung zu optimieren.

Ermitteln Sie die Mindestanforderungen an den Serverhost für die Virtualisierung (Arbeitsspeicher, Anzahl von physischen Prozessoren und Prozessorkernen, Anzahl und Größe von lokalen Festplatten, Anzahl von Netzwerkadaptern).

WichtigWichtig:
Die Anzahl der physischen Prozessoren bestimmt die Lizenzkosten für die Windows Server-Virtualisierung. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung und Lizenzierung für Virtualisierung in SharePoint 2013.

Sie sollten auch Folgendes bedenken und planen:

  • Skalierbarkeit

    Ermitteln Sie, ob Sie dem Hostcomputer mehr CPUs, mehr Speicher, mehr Festplatten und mehr Netzwerkadapter hinzufügen können.

    WichtigWichtig:
    Der Hersteller, das Computermodell oder die Hardwarearchitektur können die Skalierbarkeit begrenzen oder gar verhindern. Sie müssen die Leistungsgrenzen eines potenziellen Hostservers kennen, bevor Sie einen vorhandenen Server verwenden können oder einen neuen kaufen.
  • Reservekapazitäten

    Ermitteln Sie, ob der Host über genügend Reservekapazität verfügt, um die vorhandenen virtuellen Computer vertikal zu skalieren oder durch Hinzufügen von virtuellen Computern horizontal zu skalieren. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie die Hyper-V-Failovercluster, die schnelle Migration oder die Livemigration verwenden möchten.

WichtigWichtig:
Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Strategie für saisonale oder zufällige hohe Lasten auf den virtuellen Computern auch die Hostserver mit einbezieht.

Die Virtualisierung erhöht die Komplexität der IT-Umgebung und stellt neue Herausforderungen, die Ihre IT-Abteilung bewältigen muss, um die Farm und ihre Infrastruktur effizient zu verwalten. Der Frontline-Support, der Betriebssupport und die laufende Wartung unterscheiden sich von einer physischen Umgebung.

Die virtuelle Farm bedingt zwei zusätzliche Ebenen an Supportanforderungen: die virtuellen Computer und die Virtualisierungshostserver. Auch wenn die Anforderungen jeder Ebene ähnlich wie in einer Farm mit physischen Servern sind, sind sie nicht identisch. Es gibt genügend exklusive Bereiche, die eine Neubewertung der vorhandenen Supportinfrastruktur erforderlich machen.

IT-Abteilungen haben in den meisten Organisationen Softwaretools und Dienstprogramme zur Überwachung und Verwaltung der physischen Umgebung gekauft oder selbst entwickelt.

  • Tools und Dienstprogramme von Drittanbietern – Software von Drittanbietern kann meist zu einem gewissen Grad angepasst werden, und IT-Abteilungen passen ihre Tools an, um den sich ändernden Automatisierungsanforderungen gerecht zu werden.

  • Interne Tools und Dienstprogramme – Diese Softwaretools können lediglich aus einer Sammlung von Batchdateien und Skripts bestehen, die für die sich ändernde Umgebung entwickelt wurden, sie bieten dennoch eine gewisse Automatisierung und erfüllen ihre Aufgabe.

Die IT-Abteilung muss nun ermitteln, ob vorhandene Tools den Anforderungen einer virtuellen Umgebung gerecht werden und welche Kosten dafür anfallen. Tools von Drittanbietern können möglicherweise nicht weiter angepasst werden oder unterstützen die Virtualisierungsanforderungen noch nicht. Die interne Toolsammlung kann möglicherweise gleichermaßen nicht weiter angepasst werden, oder die Kosten und Zeitanforderungen können nicht mehr gerechtfertigt werden. Ihre Analyse wird zeigen, ob Sie in neue Tools zur Verwaltung der virtuellen Farm investieren müssen.

Wenn Sie sich entscheiden, in Verwaltungstools für die neue Umgebung zu investieren, empfehlen wir Microsoft System Center 2012, das stabile Tools bietet und in Hyper-V und SharePoint-Produkte gut integriert ist. Zum System Center-Toolset gehören die folgenden Programme, die außer der Verwaltung Ihrer virtuellen Umgebung noch weitere Funktionen bieten.

  • Virtual Machine Manager (VMM) ist eine Verwaltungslösung für das virtualisierte Rechenzentrum. Sie können damit Ihren Virtualisierungshost, das Netzwerk und die Speicherressourcen konfigurieren und verwalten, um virtuelle Computer und Dienste für private Clouds zu erstellen und bereitzustellen.

  • System Center 2012 – Operations Manager bietet eine flexible und kostengünstige Infrastrukturüberwachung. Damit kann die vorhersagbare Leistung und Verfügbarkeit von wichtigen Anwendungen sichergestellt werden, und außerdem bietet es eine umfassende Überwachung für Ihr Rechenzentrum und Ihre private oder öffentliche Cloud.

    HinweisHinweis:
    Operations Manager bietet ein System Center Management Pack für SharePoint Server 2013 und ein System Center Management Pack für SharePoint Foundation 2013.
  • Mit Microsoft System Center 2012 Configuration Manager können Sie Benutzerschnittstellen für eine Vielzahl von Geräten bereitstellen und gleichzeitig die Einhaltung von Unternehmensrichtlinien gewährleisten.

  • System Center 2012 – Data Protection Manager (DPM) bietet einen Schutz von Daten auf Festplatten und Bändern und die Wiederherstellung für Server wie z. B. SQL Server, Exchange Server, SharePoint 2013, virtuelle Server und Dateiserver. DPM unterstützt auch Windows-Desktops und tragbare Computer. Mit DPM kann auch der Systemstatus und Bare-Metal-Recovery (BMR) zentral verwaltet werden.

  • Orchestrator ist eine Workflowverwaltungslösung für das Rechenzentrum. Mit Orchestrator können Sie die Erstellung, Überwachung und die Bereitstellung von Ressourcen in Ihrer Umgebung automatisieren.

HinweisHinweis:
Möglicherweise benötigen Sie das "Virtual Machine Servicing Tool" aus dem Microsoft Download Center. Dieser Solution Accelerator bietet automatisierte Tools und Anleitungen, mit denen IT-Spezialisten virtuelle Computer, Vorlagen und virtuelle Festplatten offline effizient aktualisieren können, ohne diese Sicherheitsrisiken auszusetzen.

An dieser Stelle der Planung müssen Sie einen Implementierungsplan erstellen, der die Phasen beschreibt, in denen die virtuelle Farm in die Produktionsumgebung übernommen wird. Der Umfang und die Details des Implementierungsplans sind dieselben wie bei der Bereitstellung einer SharePoint-Produkte-Farm auf physischen Servern.

Verwenden Sie die folgende Tabelle, in der die Phasen der Übernahme einer physischen Farm in die Produktionsumgebung beschrieben werden, als Anleitung für die Implementierung Ihrer virtuellen Farm.

Implementierungsphasen

Name Schritte Ausgabe Merkmale

Machbarkeitsstudie

Stellt fest, ob die Lösung den Geschäftsanforderungen entspricht, und legt die geeignete Infrastruktur fest.

  • Bereitstellen der Farm

  • Bereitstellen der Lösung

  • Sammeln von Benchmarkdaten

  • Bewerten der Machbarkeitsstudie

  • Neudefinition der Ziele und Infrastrukturanforderungen

  • Aktualisierter Lösungsplan

  • Aktualisierte Topologie

  • Aktualisierte Ressourcenanforderungen

Machbarkeitsstudien werden oft durchgeführt, um ein Projekt oder eine Lösung zu bewerten. Eine Machbarkeitsstudie kann in einer Entwicklungsumgebung oder auf einem kleinen Produktionscomputer gehostet werden. Manchmal begleitet die Machbarkeitsstudie mehrere Phasen der kontinuierlichen Entwicklung.

Pilot (Test im kleinen Maßstab)

Wird verwendet, um eine Lösung im kleinen Maßstab zu testen

Pilots werden verwendet, um die Einsatzfähigkeit der Lösung zu testen (keine echten Daten, nur ein Funktionstest). Mit einem Pilot können auch Produktionsmerkmale getestet werden, wenn echte Daten verarbeitet werden (empfohlen).

  • Bereitstellen der Pilotfarm

  • Bereitstellen der Pilotlösung

  • Sammeln von Benchmarkdaten

  • Bewerten des Pilotprojekts

  • Neudefinition der Ziele und Infrastrukturanforderungen

  • Bestimmen von Betriebsanforderungen

  • Aktualisierter Lösungsplan

  • Aktualisierte Topologie- und Ressourcenanforderungen

  • Ein Betriebsplan

Ein eingeschränkter Benutzerkreis hat Zugriff auf die Umgebung, um die Funktionalität und Leistung der Lösung und Infrastruktur zu testen.

Benutzerakzeptanztest

Das Ziel besteht darin, eine Präproduktionsumgebung zur Verfügung zu stellen, um Lösungen mit einer teilweisen oder vollständigen Kopie der Produktionsdaten zu testen.

Mit diesem Test können auch Sicherungen oder Betriebsabläufe überprüft werden.

  • Bereitstellen der Benutzerakzeptanztest-Farm

  • Bereitstellen der Benutzerakzeptanztest-Lösung

  • Implementieren des Betriebsplans

  • Bewerten der Lösung

  • Bewerten des Betriebsplans

  • Testen der Kapazität und Leistung

Aktualisierter Betriebsplan

Die Topologie sollte der Produktionsumgebung möglichst ähnlich sein.

Die Tester stellen sicher, dass alle Lösungselemente im Netzwerk wie erwartet funktionieren und dass die Sicherheitsbedingungen der Produktionsumgebung entsprechen.

Produktion

Dies ist die Live-Umgebung, mit der die Benutzer arbeiten.

  • Bereitstellen der Produktionsfarm

  • Bereitstellen der Produktionslösung

  • Implementieren des Betriebsplans

  • Stellen Sie zusätzliche Umgebungen bereit, beispielsweise Erstellungs- und Stagingfarmen und Dienstfarmen.

Bereitgestellte Produktionsfarm

Diese ist geschäftsentscheidend, und alle zutreffenden Vereinbarungen zum Servicelevel (Service Level Agreements, SLAs) gelten.

Für jede der vorhergehenden Phasen müssen Sie Antworten auf folgende Fragen erörtern:

  • Wer nimmt an welchen Tests in jeder Phase teil?

  • Was muss getestet werden?

  • Welche Benchmarkdaten werden gesammelt?

  • Was sind die Kriterien zum Wechseln in die nächste Phase?

  • Wer ist für die Genehmigung nach dem erfolgreichen Abschluss einer Phase verantwortlich?

Die Dauer jeder Phase sollte anhand von vordefinierten Akzeptanzkriterien und termingerechten Veröffentlichungszielen festgelegt werden. Terminziele bieten einen guten Maßstab für die tatsächliche Dauer einer Phase und überprüfen die Zeitschätzungen. Die Ergebnisse können für zukünftige Bereitstellungen oder Upgrades hilfreich sein.

Überprüfen und überarbeiten Sie Ihren Plan vor und während der Implementierung der virtuellen Farm in der Produktionsumgebung. Halten Sie den Plan aktuell – er bietet wertvolle Informationen für eine nachträgliche Analyse des Projekts und kann für zukünftige Projekte verwendet werden.

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