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Neuigkeiten für IT-Experten in Project Server 2013

Project Server 2013

Veröffentlicht: 16.07.2012

Zusammenfassung: Erfahren Sie mehr über neue Features und Funktionen in Project Server 2013.

Betrifft:

Dieser Artikel enthält eine kurze Übersicht über neue und umfassend aktualisierte Funktionen in Project Server 2013, wobei insbesondere die für IT-Spezialisten interessanten Bereiche hervorgehoben werden. Hierzu gehören:

noteHinweis:

Project Server 2013 basiert auf SharePoint Server 2013. Daher sollten Project Server-Benutzer sich über die neuen Features und Funktionen in dieser Anwendung informieren. Informationen zu neuen Features und Funktionen in SharePoint Server 2013 finden Sie unter Neuigkeiten in SharePoint Server 2010.

Project Online in Office 365

Die Veröffentlichung von Project Server 2013 ist mit der Einführung eines neuen Diensts in Office 365 für Unternehmen verbunden: Project Online. Mit Project Online wird die gesamte betriebsbezogene Wartung über einen Onlinedienst behandelt, der in Microsoft-Datacentern gehostet wird. So haben Sie mehr Zeit, sich auf zentrale Projektmanagementaufgaben zu konzentrieren. Project Online in Office 365 stellt umfassende PPM-Funktionen (Project Portfolio Management) bereit. Das gehören u. a. Projektbedarfsmanagement, Portfolioverwaltung, Ressourcenmanagement und Berichterstellung. Portfoliomanager, Projektmanager und Teammitglieder können über eine Internetverbindung von überall aus auf Project Online zugreifen.

Das Project Online-Angebot bietet folgende Vorteile:

  • IT Pro-Verwaltung   Die gesamte betriebsbezogene Wartung wird über den Project Online-Dienst behandelt. Sie müssen nicht mehr IT-Ressourcen für Aufgaben wie Updates, Notfallwiederherstellung und Wartung einsetzen. Zudem werden in Ihren Datenbanken Skripts für vorbeugende Wartung ausgeführt, um Probleme zu verhindern, bevor sie auftreten.

  • Einfacher Start   Es fallen keine Vorlaufkosten für die Infrastruktur an, und die Lizenzierung erfolgt pro Benutzer.

  • Sicherheit In Office 365 werden stabile Notffallwiederherstellungsfunktionen, global redundante Sicherungen und umfassende Datenschutzfeatures eingesetzt. Filter helfen dabei, Benutzer vor Spam und Viren zu schützen.

  • Garantierte Betriebszeiten   Microsoft bietet garantierte, finanziell abgesicherte Betriebszeiten sowie Telefonsupport rund um die Uhr (24 Stunden/7 Tage).

noteHinweis:

Weitere Informationen zum Verwenden von Project Online finden Sie unter Erste Schritte mit Project Online.

Project Server 2013-Architekturänderungen

Project Server 2013 ist ein mehrstufiges System, das die in Office Project Server 2007 eingeführte Architektur erweitert. Zur Front-End-Stufe gehören Project Professional 2013, Project Web App und Anwendungen von Drittanbietern. Clientanwendungen kommunizieren mit der mittleren Schicht nur über PSI (Project Server Interface) oder über Endpunkte des clientseitigen Objektmodells (CSOM), die wiederum mit PSI und der Geschäftsobjektschicht kommunizieren. Der Datenbankzugriff ist in die Geschäftsobjekte integriert. Das Project Server-Ereignisverwaltungssystem kann sowohl auf lokale als auch Remoteereignishandler zugreifen. Der Project-Berechnungsdienst dupliziert das Project Professional-Planungsmodul. Clientanwendungen greifen nicht direkt (oder sollten dies zumindest nicht) auf die Project Web App-Datenbank zugreifen, und in Project Server werden Geschäftsobjekte vor Clients verborgen.

Auf hoher Ebene wurden u. a. folgende wichtige Architekturänderungen für Project Server 2013 vorgenommen:

  • Datenbankkonsolidierung: Project Server 2013-Daten werden in eine einzelne Project Web App-Datenbank konsolidiert, um die Gesamtbetriebskosten zu reduzieren. Die Vorteile einer einzelnen Datenbank sind im Abschnitt Datenbankkonsolidierung dieses Dokuments beschrieben.

  • Windows Azure-Workflow: Deklarative Workflows (in SharePoint Designer 2013 definierte Workflows) werden zur Verarbeitung an Windows Azure Workflow ausgelagert. Windows Azure Workflow kann auf einem separaten Server in der SharePoint-Farm, unter Windows Azure in der Cloud oder zu Test- oder Demonstrationszwecken auf einem einzelnen Computer mit Project Server ausgeführt werden. Codierte Workflows, die mit Visual Studio 11 Beta entwickelt wurden, werden in der Workflowlaufzeit in SharePoint Server verarbeitet, so wie auch in Project Server 2010.

  • OData-Dienste zur Berichterstellung: Project Online-Benutzer und Benutzer einer lokalen Project Server 2013-Installation können über den OData-Dienst auf ihre Projekte zugreifen. Open Data (OData) ist ein Webprotokoll, das dem Branchenstandard entspricht und für den Zugriff auf Daten aus externen Systemen verwendet wird. Der OData-Dienst führt intern SQL-Abfragen in den Berichtstabellen und -ansichten durch. Dies ist insbesondere für Project Online-Benutzer nützlich, da in Windows Azure nicht direkt auf die Project Web App-Datenbank zugegriffen werden kann. Project Server 2013-Benutzer können dennoch über Microsoft SQL Server direkt auf die Berichtstabellen und -ansichten zugreifen, um Berichte zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie im Thema zu OData-Einführung: Datenzugriff für das Web, die Cloud, mobile Geräte und mehr (http://msdn.microsoft.com/de-de/data/hh237663) in der MSDN Library.

  • Project Server-Warteschlangensystem: In Project Server 2013 wird das Warteschlangensystem nicht für Arbeitszeittabellenaufträge verwendet (keine Warteschlange für Arbeitszeittabellen). Alle Websites, die denselben Anwendungsdienst nutzen, verwenden denselben Warteschlangendienst. Die Warteschlangenleistung wurde durch mehrere wichtige Änderungen erheblich verbessert. Wenn ein Auftrag in die Warteschlangentabelle eingefügt wird, wird das System über das Vorhandensein eines Auftrags benachrichtigt und muss nicht selbst regelmäßig eine Abfrage nach Warteschlangenaufträgen durchführen.

  • Windows Azure-Clouddienste für Project Online: Für Project Online-Benutzer in Office 365 werden Daten im Betriebssystem der Windows Azure-Clouddienste gespeichert.

    noteHinweis:

    Weitere Informationen zur Project Server 2013-Architektur finden Sie unter Project Server 2010 mit SharePoint Server 2010-Architektur (Übersicht).

Unterstützung der Mehrinstanzenfähigkeit

Im Gegensatz zu Project Server 2010 können in Project Server 2013 mehrere Mandanten eingebunden werden, wenn diese in Verbindung mit dem SharePoint Server 2013-Feature für Mehrinstanzenfähigkeit verwendet werden. So können Sie mehrere Kunden, Geschäftseinheiten oder Abteilungen in derselben SharePoint Server- und Project Server-Farm und -Infrastruktur verwalten. In einer gehosteten Umgebung können beispielsweise getrennte Project Server 2013-Instanzen für zwei verschiedene Unternehmen verwendet werden. Oder in einem Unternehmen kann für die Rechtsabteilung eine Project Server 2013-Instanz verwendet werden, die vollständig unabhängig von den Instanzen ist, die von anderen Abteilungen verwendet werden. Alle Project Server 2013-Mandanten verwenden zwar denselben Project-Anwendungsdienst, aber jeder Mandant wird unabhängig und getrennt von den anderen Mandanten ausgeführt.

Datenbankkonsolidierung

In Project Server 2013 stellt der Project-Dienst nicht nur für Project Web App (PWA) Projektmanagementfunktionen bereit, sondern auch in der gesamten SharePoint Server 2013-Farm, in der PWA bereitgestellt ist. Eine wesentliche Änderung ist die Verwendung einer einzelnen Project Web App-Datenbank für Project Server 2013.

In Project Server 2010 wurde jede Project Server 2010-Instanz von einer Gruppe von vier Project Server-Datenbanken (Entwurfs- Berichts-, Archiv- und veröffentlichte Datenbank) unterstützt. Für Project Server 2013 wurden alle vier Project Server 2013-Datenbanken in eine einzelne Project Web App-Datenbank konsolidiert (Standardname: ProjectWebApp). Die Berichtstabellen behalten ihre bisherigen Namen. Die Namen der Entwurfstabellen, Archivtabellen und veröffentlichten Tabellen sind mit dem Präfix draft., pub. bzw. ver. versehen. Für die Entwurfstabellen, Archivtabellen und veröffentlichten Tabellen und die entsprechenden Ansichten wird kein direkter Zugriff unterstützt. In Berichten sollten nur die Berichtstabellen und -ansichten verwendet werden.

Diese Änderungen sind bedingt durch die Notwendigkeit zur Senkung der Gesamtbetriebskosten (TCO) für die Verwendung von Project Server 2013, insbesondere bei der Implementierung einer Umgebung, in der sich mehrere PWA-Instanzen befinden. Durch Reduzierung der Anzahl der Datenbanken, die für Project Server 2013 erforderlich sind, werden die Kosten für die Verwaltung der Daten (Update, Sicherung, Notfallwiederherstellung usw) gesenkt.

Projektwebsiteverfügbarkeit in SharePoint Server 2013

Das Projektwebsitefeature stellt in allen SharePoint Server 2013-Versionen grundlegende Projektverwaltungsfunktionen bereit. Es stellt SharePoint Server 2013-Benutzern eine Website für die Teamzusammenarbeit zur Verfügung, über die Projekte verwaltet werden können.

Mit Projektwebsites in SharePoint Server 2013 können Personen in einer Organisation effektiv an kleinen Projekten zusammenarbeiten. Projektmanager erhalten schnell einen Überblick über die Vorgänge in einem Projekt, und Teammitglieder können schnell sehen, wie ihre Arbeit in den Gesamtkontext eingebettet ist. Mithilfe von Projektwebsites können Teams zudem schnell auf relevante Daten, Dokumente und Mitteilungen zugreifen und für alle Teammitglieder freigeben.

Eine Projektwebsite stellt Folgendes bereit:

  • Projektsammelvorgang-Webpart

  • Visuelle Zeitachse der Projektaufgaben

  • Vollständiger Aufgabenterminplan für ein Projekt

  • Bibliothek zum Speichern relevanter Projektdokumente

  • Notizbuch zum schnellen Erfassen und Organisieren von Informationen zum Projekt

  • Freigegebener Kalender für Teamereignisse

  • Möglichkeit zum Verbinden mit der Project 2013-Clientanwendung

Wenn SharePoint Server 2013 mit der Exchange Server verbunden ist, kann sie auch ein Teampostfach beinhalten, um eine einheitliche Kommunikation im Verlauf des Projekts zu ermöglichen. Wenn eine Projektwebsite Teil einer Websitesammlung ist, die mit Project Server 2013 verknüpft ist, kann sie auch zum Erfassen von Problemen, Risiken und Projektleistungen verwendet werden. Zudem kann die Website für stabilere Project Server 2013-Funktionen in den Vollzugriffsmodus (im Gegensatz zum verwalteten Modus) versetzt werden.

Obwohl Projektwebsites dem SharePoint Server-Benutzer einfache Projektverwaltungsfunktionen bereitstellen, kann sich Ihre Umgebung irgendwann bis zu einem Punkt weiterentwickeln, an dem zusätzliche Features erforderlich sind. Sie haben beispielsweise verschiedene Projektwebsites und benötigen eine Sammelansicht aller Informationen. Wenn Sie erweiterte Projektverwaltungsfunktionen benötigen, können Sie mit einer strukturierten Methode Ihre gesamten Projektwebsitedaten zu Project Server 2013 migrieren.

Ausführliche Informationen zur Verwendung von Projektwebsites in SharePoint Server 2013 finden Sie unter Erste Schritte mit einer Projektwebsite.

Mobile Verfügbarkeit von Projekten

Neu in Project Server 2013 ist die Unterstützung des mobilen Zugriffs auf Ihre Projektdaten. Jetzt ist eine webbasierte mobile Website verfügbar, über die Teammitglieder und Projektmanager mit einem mobilen Gerät auf einen Blick den Projektstatus einsehen können. Mithilfe der mobilen Website mit Fingereingabeunterstützung können Sie auf relevante Projektdokumente zugreifen und diese bearbeiten. Von Ihrem Windows Phone 7.5 (mit Internet Explorer 9), Apple iPhone oder Android-Gerät aus können Sie einfache Bearbeitungen an Projektplänen vornehmen.

Mobile Features werden hauptsächlich von zwei Typen von Project Server-Benutzern verwendet:

  • Teammitglieder

    • Aufgabenzuweisungen auf einer Projektwebsite prüfen

    • Mit Dokumenten, Aufgaben und anderen Informationen interagieren, die auf einer Projektwebsite gespeichert sind

    • Zusammenfassung des Projektstatus für Project Server-Projekte und kleine Projekte anzeigen

  • Projektmanager

    • Projekte mithilfe von Projektwebsites verwalten

    • Aktuelle Statusinformationen zu Ressourcen anzeigen, die den Projekten zugeordnet sind, unabhängig von ihrem Standort

    • Projektstatusinformationen auf einem Blick auf einem Gerät anzeigen, das überallhin mitgenommen werden kann

    • Spontan geringfügige Änderungen am Projektplan vornehmen

Teammitglieder können den Aufgabenstatus auch über den Microsoft Exchange-Client auf ihren Mobiltelefonen bearbeiten und übermitteln. Die Aufgabensynchronisierung zwischen Exchange Server und SharePoint Server 2013 (Seite Meine Aufgaben) erfolgt über den Aufgabenverwaltungsdienst.

Informationen zur mobilen Verfügbarkeit in SharePoint Server 2013 finden Sie unter Neuigkeiten für mobile Geräte in SharePoint 2013.

Verbesserungen beim Projektbedarfsmanagement

Unter Projektbedarfsmanagement versteht man das Ermitteln des "Bedarfs" für Projektideen und -vorschläge und das Sammeln von Informationen zu diesen Vorschlägen. Die Vorschläge werden über die Portfolioverwaltung mit Selektierungs- und Auswahlworkflows verwaltet. Die ausgewählten Projekte werden dann mithilfe von Project Professional 2013 und Project Server 2013 ausgeführt und nachverfolgt. In Project Server 2010 können Workflows in Visual Studio erstellt und bearbeitet werden. Eine wichtige Verbesserung in Project Server 2013 ist die Möglichkeit, SharePoint Designer und das Workflowmodul in SharePoint Server 2013 zu verwenden, um Projektworkflows für das Projektbedarfsmanagement zu erstellen.

Das Projektbedarfsmanagement in Project Server 2013 ermöglicht Folgendes:

  • Ein neuer Vorschlag kann in SharePoint Server (z. B. mit einer SharePoint-Liste) erstellt und verwaltet und dann nahtlos in Project Server integriert werden.

    1. Der Projektmanager erstellt eine SharePoint-Liste für Ideen und richtet diese nach eigenen Vorstellungen ein. Beim Einrichten der Liste müssen keine besonderen Anforderungen beachtet werden, damit die Liste von PPM Online verwendet werden kann.

    2. Wenn der Projektmanager möchte, dass über die Liste Elemente zu Project Server migriert werden können, kann der Liste die App zum Verwalten von Projekten hinzugefügt werden, um diese Funktion verfügbar zu machen.

    3. (Optional) Der Benutzer öffnet die Seite Project Server-Einstellungen in den Listeneinstellungen und richtet die Zuordnung der Spalten in der Liste zu Feldern in Project Server ein.

    4. Der Benutzer kann Elemente auf eine von zwei Arten höherstufen:

      • Manuell, indem er mindestens ein Element in der Listenansicht auswählt und auf der Registerkarte Elemente des Menübands auf die Schaltfläche Projekte erstellen klickt. Daraufhin wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem der Benutzer die Spalten-Feld-Zuordnung (vorgegeben sind die in Schritt 3 eingerichteten Zuordnungen) und den zu verwendenden Enterprise-Projekttyp (EPT) angibt. Danach werden die Projekte für die ausgewählten Elemente erstellt.

      • Automatisch über eine Workflowaktion. Der Benutzer richtet einen normalen SharePoint-Workflow in der Liste ein und verwendet eine Project-Aktion (Projekt aus Listenelement erstellen) als Teil dieses Workflows. Bei dieser Aktion wird ein EPT als Parameter verwendet. Beim Ausführen der Aktion werden die in dem vorherigen Schritt eingerichteten Zuordnungen verwendet, um ein Projekt aus dem aktuellen Listelementkontext zu erstellen.

    5. In beiden Fällen wird das Projekt in Project Server und zwischen dem Listenelement und dem Projekt erstellt (nur neue Listenelemente können importiert werden).

  • Wenn Benutzer die Projektbedarfsmanagement-Plattform mit Projektdetailseiten (PDPs) und EPTs verwenden (dies war in Project 2010 möglich), können sie eine umfassende Visualisierung des Project-Workflowstatus zum Vorschlag (anstelle einer Texttabelle) sehen.

OData-Dienst für bessere Berichterstellung

Eine wichtige Änderung bei der Project Server 2013-Berichterstellung ist die Verwendung des OData-Diensts, um auf die Project Web App-Datenbank zuzugreifen. Der Grund für die Verwendung von OData war der Wunsch, ein Project Online-Angebot bereitzustellen. In Office 365 kann nicht direkt auf die Project Web App-Datenbank für Project Online zugegriffen werden, sodass ein OData-Dienst verfügbar ist. Für Onlinekunden werden Berichtstabellen und -ansichten nur durch die OData-Schnittstelle verfügbar gemacht. Project Online wurde entwickelt, um eine separate Datenbank für jede Instanz von Project Web App bereitzustellen. Das heißt, mehrere Instanzen von Project Web App haben jeweils eine eigene Project Web App-Datenbank. Der OData-Dienst führt intern SQL-Abfragen in den Berichtstabellen und -ansichten in der Project Web App-Datenbank durch, die der bestimmten Instanz von Project Web App zugeordnet ist. In Project Server 2013 können Benutzer auch über die OData-Schnittstelle auf die lokalen Berichtstabellen zugreifen.

Benutzer der lokalen Project Server 2013-Installation, die über die richtigen Berechtigungen verfügen, können über SQL Server direkt auf die Berichtstabellen und -ansichten zugreifen, um Berichte zu erstellen, so wie dies auch in Project Server 2010 möglich ist. Beispielsweise können die Tabelle dbo.MSP_PROJECT und die Ansicht dbo.MSP_EpmProject_UserView für Berichte verwendet werden. Alle Tabellen oder Ansichten mit dem Präfix draft., pub. oder ver. können ausschließlich intern von Project Server verwendet werden und sind nicht zur Berichterstellung vorgesehen. Die Tabelle draft.MSP_TASKS und die Ansicht pub.MSP_PROJECTS_WORKING_VIEW sind beispielsweise nicht dokumentiert und nicht für die Verwendung durch Drittanbieter bestimmt.

Die Berichtstabellen, -ansichten und -felder in der Project Web App-Datenbank sind in einer HTML-Hilfedatei im Project 2013 SDK dokumentiert. Das OData-XML-Schema für die Berichtsdaten wird auch online in einem Update des SDKs auf der MSDN-Website dokumentiert. Abfragen für Berichtstabellen und -ansichten, die für Project Server 2010 erstellt wurden, können in den meisten Fällen auch in der Project Web App-Datenbank in Project Server 2013 verwendet werden. Benutzer einer lokalen Project Server 2013-Installation können weiterhin auf die Project Server-OLAP-Cubes in SQL Server Analysis Services zugreifen. In Project Online stehen keine OLAP-Cubes zur Verfügung.

Eine weitere Änderung bei der Berichterstellung in Project Server 2013 ist, dass die PowerPivot-Basistechnologie in die neueste Version von Excel integriert ist. In Project Server 2013 und Project Online werden die Vorteile dieser Technologie genutzt, um komplexe Berichte zu entwerfen.

noteHinweis:

Für Project Server 2013 können Berichte nur im Excel-Client entworfen und angezeigt werden.

Informationen zum Konfigurieren der Berichterstellung in Project Server 2013 finden Sie unter Konfigurieren der Berichterstellung für Project Web App (Project Server 2013).

Verbesserungen bei der Exchange-Integration in Project Server

Die Exchange-Integration in Project Server wurde in Project Server 2010 eingeführt. Sie bietet Teammitgliedern oder den Ressourcen in einem Projekt die Möglichkeit zum Anzeigen, Aktualisieren, Löschen und Melden des Status ihrer veröffentlichten Aufgaben in Outlook, Outlook Web App (OWA) oder einer anderen Anwendung, die Aufgaben aus Exchange Server synchronisieren kann.

Mit dem Exchange-Integrationsfeature in Project Server 2013 können Sie die Projektaufgabenverwaltung mithilfe von SharePoint Server 2013 in Exchange Server 2013 integrieren. So können Teammitglieder, die Zugriff auf Exchange Server haben, von überall aus mit Aufgabenverwaltungsdaten in Outlook oder Outlook Web App interagieren und sogar ein mobiles Gerät (mit Windows Phone 7.5 oder Apple IOS v5) verwenden, das über eine Exchange-Verbindung verfügt.

Project Server 2013 mit Exchange Server 2013 ermöglicht Folgendes:

  • Open Authorization (OAuth)-Standard zwischen Servern

  • Verbindungen zwischen SharePoint Server 2013, Exchange Server 2013 und Lync Server

  • Integration der Aufgabendaten in "Alle Arbeit an einem Ort"

Project Server 2013 mit Exchange Server 2010 bietet Folgendes:

  • Dieselben Funktionen, die auch in Project Server 2010 verfügbar sind:

SharePoint-Aufgabenlistenprojekte und Enterprise-Projekte

Der Project-Anwendungsdienst in Project Server 2013 kann einer SharePoint-Websitesammlung zugeordnet werden, bei deren Projektwebsites es sich um SharePoint-Aufgabenlistenprojekte handelt. Wenn eine Projektwebsite ein SharePoint-Aufgabenlistenprojekt ist, wird die Projektwebsite von SharePoint in einer Websitesammlung verwaltet. In Project Professional kann eine Synchronisierung und Aktualisierung der Aufgabenlisten erfolgen. Eine Projektwebsite kann eine unabhängige SharePoint-Aufgabenliste oder eine Aufgabenliste enthalten, die mit einer MPP-Datei synchronisiert wird. Die MPP-Datei kann lokal oder in einer SharePoint-Bibliothek gespeichert werden.

SharePoint-Aufgabenlistenprojekte können konvertiert werden, damit sie in Project Server als Enterprise-Projekte verwaltet werden. In diesem Fall werden die Daten von Project Professional direkt in Project Server gespeichert. In der folgenden Featurevergleichstabelle werden die Verhaltensweise von Aufgabenlisten, Planungs-Webpart und anderen Funktionen für SharePoint-Aufgabenlistenprojekte und Enterprise-Projekte verglichen. Das Planungs-Webpart enthält das Raster auf der Project Web App-Seite, auf der Sie einen Projektzeitplan bearbeiten können.

In der folgenden Tabelle wird die Funktionsweise der verschiedenen Features im Sichtbarkeitsmodus und im Vollzugriffsmodus verglichen:

Vergleich der SharePoint-Aufgabenlistenprojekte und Enterprise-Projekte

Feature SharePoint-Aufgabenlistenprojekt Enterprise-Projekt

Aufgabenliste in SharePoint

Schreibgeschützt

Lesen/Schreiben

Planungs-Webpart

Schreibgeschützt

Lesen/Schreiben

Berichterstellung

Komplexe Berichterstellung über Project Server

Komplexe Berichterstellung über Project Server

Sonstige Project Server-Funktionen

Gesperrte Funktionen:

  • Serverseitige Projektbearbeitungen mit Project Web App oder benutzerdefinierten Clientanwendungen

  • Statuserfassung

  • Aufgaben sind im verbundenen Modus nicht sichtbar

Voller Funktionsumfang ist aktiviert

noteHinweis:

Weitere Informationen zu SharePoint-Aufgabenlisten finden Sie unter Übersicht: Anzeigen einer SharePoint-Aufgabenliste in Project Web App.

Meine Aufgaben: Alle Aufgaben an einem Ort

Mit dem Feature "Meine Aufgaben" können Benutzer eine Zusammenstellung all ihrer SharePoint-, Project Server- und Outlook/Exchange-Aufgaben an einem einzelnen Ort anzeigen – auf der Seite Meine Aufgaben auf der persönlichen Website eines Benutzers. Anstatt zu den verschiedenen Listen, Websites und Websitesammlungen zu navigieren, um sowohl SharePoint Server- als auch Project Server-Aufgaben anzuzeigen und zu bearbeiten, können Benutzer einfach die Seite Meine Aufgaben öffnen, um eine einzelne Auflistung aller Aufgaben anzuzeigen, die ihnen zugewiesen sind.

Auf der Seite Meine Aufgaben können Sie vorhandene Project Server-Zuordnungen aktualisieren. Die Ergebnisse werden dann mit Project Server 2013 synchronisiert. Wenn Sie beispielsweise den Zuordnungsstatus einer aktiven Project Server 2013-Aufgabe in Abgeschlossen ändern, wird die Änderung an Project Server 2013 weitergeleitet.

Der freigegebene Aufgabenverwaltungsdienst in SharePoint Server 2013 stellt die Funktionen für die Seite Meine Aufgaben bereit. Der Aufgabenverwaltungsdienst ist für das Aggregieren der SharePoint-Aufgaben über Enterprise Search und der Project Server-Aufgabenzuordnungen über den Project-Anwendungsdienst verantwortlich. Aufgaben werden nicht nur auf der Seite Meine Aufgaben gesammelt, sondern auch an andere Anwendungen, die zur Anzeige dieser Aufgaben konfiguriert sind (z. B. Outlook), oder an mobile Geräte weitergeleitet, die mit Exchange Server synchronisiert werden.

Sie können auch Aufgaben aus SharePoint Server, Meine Website und Project Server mit Ihrem Exchange Server-Postfach und Ihren Windows Phone-Aufgabenhub synchronisieren. Zudem können Exchange Server-Aufgaben mit der Seite Meine Aufgaben synchronisiert werden.

Der Aufgabenabschnitt der Seite Meine Aufgaben umfasst viele Features zur besseren Aufgabenorganisation. Hierzu gehören:

  • Zeitachse: Die Zeitachse bietet eine visuelle Darstellung Ihrer letzten und anstehenden Aufgaben bezogen auf das aktuelle Datum. Die Zeitachse kann über die Seite Aufgabeneinstellungen konfiguriert werden. In der Standardansicht werden alle Aufgaben der vergangenen Woche und der nächsten drei Wochen angezeigt.

  • Filter: Aufgaben können nach einer Reihe unterschiedlicher Einstellungen gefiltert werden, z. B. nach Projekt, gekennzeichneten und anstehenden Aufgaben, aktiven Aufgaben, neuen Aufgaben, Arbeitszeittabellenaufgaben und nach Aufgabenstatusberichten. Zudem können Aufgaben mithilfe einer Schlüsselwortsuche gefiltert werden.

  • Wichtige Aufgaben: Sie können das Kennzeichen "Wichtig" verwenden, um Aufgaben, die eine besondere Bedeutung für Sie haben, zu kennzeichnen und in der Hauptansicht sichtbar zu machen. Kennzeichen laufen mit der Zeit automatisch ab, damit die Liste der wichtigen Aufgaben stets aktuell ist.

noteHinweis:

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht: Arbeiten mit Aufgaben auf der persönlichen Website.

Benutzeroberflächenänderungen bei administrativen Einstellungen

In Project Server 2013 wurden administrative Steuerelemente, die eher IT-bezogen waren, von der Seite Project Web App-Servereinstellungen zur Website der SharePoint-Zentraladministration verschoben. Durch Verschieben der Einstellungen, die sich auf Farmverwaltung beziehen, zur Website für die SharePoint-Zentraladministration ist die Seite Servereinstellungen jetzt besser auf die PMO-Verwaltung ausgerichtet.

In der Zentraladministration in SharePoint Server 2013 finden Sie die Seite Project Server-Einstellungen verwalten im Abschnitt Allgemeine Anwendungseinstellungen. Diese Seite enthält die folgenden Konfigurationsseiten:

Konfigurationsseiten für allgemeine Anwendungseinstellungen in SharePoint Server 2013

Warteschlangen- und Datenbankverwaltung Betriebsrichtlinien Workflow- und Projektdetailseiten

Warteschlangenaufträge verwalten

Weitere Servereinstellungen

Projektworkfloweinstellungen

Zeitplan für tägliche Sicherung

Serverseitige Ereignishandler

Administrative Sicherung

Bereitstellungseinstellungen für Projektwebsites

Administrative Wiederherstellung

Massenaktualisierung von Projektwebsites

OLAP-Datenbankverwaltung

Die Einstellungen für Projektwarteschlangen wurden zur Seite Project Web Apps verwalten in der Zentraladministration verschoben. Sie können auf diese Seite zugreifen, indem auf der Seite Dienstanwendung in der Zentraladministration auf die Project-Dienstanwendung klicken. Sie können die Warteschlangeneinstellungen dann anzeigen, indem Sie auf der Seite Project Web App-Websites verwalten auf den Link Warteschlangeneinstellungen für Project Web App verwalten klicken.

SharePoint-Berechtigungsmodus

In Project Server 2013 wurde der neue standardmäßige SharePoint-Berechtigungsmodus eingeführt, um sowohl die Project Server-Berechtigungen zu vereinfachen als auch die Berechtigungskonfiguration näher auf SharePoint Server auszurichten. Er bietet Benutzern eine Alternative zum klassischen Project Server-Berechtigungsmodell (Project-Berechtigungsmodus). Eine Neuinstallation von Project Server 2013 wird automatisch im SharePoint-Berechtigungsmodus gestartet. Wenn Sie detailliertere Verwaltungsberechtigungen benötigen, können Sie einfach über einen Windows PowerShell-Befehl in den Project-Berechtigungsmodus wechseln.

In der folgenden Tabelle werden die Features veranschaulicht, die in jedem Sicherheitsmodus verfügbar sind.

Vergleich der Sicherheitsmodi in Project Server 2013

Feature Berechtigungsmodus

SharePoint

Project

Einheitliche Sicherheitsverwaltung über SharePoint Server

×

Berechtigungsvererbung für PWA und Arbeitsbereiche

×

Direkte Autorisierung anhand von Active Directory-Sicherheitsgruppen

×

Anspruchsbasierte Autorisierung

×

Autorisierungsverwaltung nach rollenbasierten Gruppen

×

×

Erweiterbar und anpassbar

×

×

Benutzerdelegierung

×

Möglichkeit zum Sichern von Arbeitsressourcen

×

Identitätswechsel

×

Sicherheitsfilterung mit dem Ressourcenstrukturplan

×

Benutzerdefinierte Sicherheitskategorien

×

Da der SharePoint-Berechtigungsmodus keine Synchronisierung zwischen Project Server-Benutzern und SharePoint-Websites erfordert, zeichnet sich der SharePoint-Berechtigungsmodus durch geringere Systemressourcen bessere Skalierbarkeit aus.

ImportantWichtig:

Beim Wechsel zwischen dem SharePoint-Berechtigungsmodus und dem Project Server-Berechtigungsmodus werden alle sicherheitsbezogenen Einstellungen gelöscht. Wenn Sie vom SharePoint-Berechtigungsmodus in den Project Server-Berechtigungsmodus wechseln, müssen Sie Ihre Sicherheitsberechtigungsstruktur in Project Server 2013 manuell konfigurieren. Beim Wechsel vom Project Server-Berechtigungsmodus zurück zum SharePoint-Berechtigungsmodus werden die Informationen zu Ihren Sicherheitsberechtigungen aus Project Server 2013 gelöscht.

Einer der Vorteile des SharePoint-Berechtigungsmodus ist, dass versucht wird, die IT- und PMO-Rollen zu trennen. Die Berechtigungen der Websitesammlungsadministratoren für PMO-Einstellungen und -Seiten werden eingeschränkt, und im Gegenzug erhalten sie mehr Kontrolle über alle Aspekte der Websitesammlung.

Im SharePoint-Berechtigungsmodus werden SharePoint-Gruppen erstellt, die den Project Server 2010-Standardsicherheitsgruppen direkt entsprechen. SharePoint-Gruppen werden im Anschluss an die Bereitstellung und nach dem Wechsel in den SharePoint-Berechtigungsmodus erstellt.

Diese Project Server 2013 -SharePoint-Gruppen haben dieselben globalen Berechtigungen und Kategorieberechtigungen, die ihnen normalerweise auch in Project Server 2010 zugewiesen sind. Im SharePoint-Berechtigungsmodus können Sie keine zusätzlichen benutzerdefinierten Gruppen, Kategorien und Ressourcenstrukturplan-Knoten erstellen oder die Standardberechtigungen bearbeiten, die diesen Objekten zugewiesen sind. In der folgenden Tabelle werden die Project Server 2013-SharePoint-Gruppen und ihre Berechtigungen in EPM erläutert:

Project Server 2013-SharePoint-Gruppen

SharePoint-Gruppe EPM/PPM-Funktion

Administratoren

Die Benutzer verfügen durch die Kategorie Meine Organisation über alle globalen Berechtigungen sowie alle Kategorieberechtigungen. Dadurch haben sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Elemente in Project Server 2013.

Portfolioanzeiger

Die Benutzer sind berechtigt, Projekt- und Project Server-Daten anzuzeigen. Diese Gruppe ist für hochrangige Benutzer gedacht, die Projekte einsehen müssen, denen selbst aber keine Projektaufgaben zugewiesen sind.

Projektmanager

Die Benutzer sind berechtigt, Projekte zu erstellen und zu verwalten. Diese Gruppe ist für Projektbesitzer vorgesehen, die den Ressourcen Aufgaben zuweisen.

Portfoliomanager

Die Benutzer verfügen über verschiedene Berechtigungen zum Erstellen von Projekten und zum Zusammenstellen von Teams. Diese Gruppe ist für hochrangige Manager von Projektgruppen vorgesehen.

Ressourcenmanager

Die Benutzer verfügen über die meisten globalen Berechtigungen und Ressourcenberechtigungen auf Kategorieebene. Diese Gruppe ist für Benutzer gedacht, die Ressourcen verwalten und zuweisen und Ressourcendaten bearbeiten.

Teamleiter

Die Benutzer verfügen über eingeschränkte Berechtigungen für das Erstellen von Aufgaben und für Statusberichte. Diese Gruppe ist für Personen in einer Führungsposition ohne regelmäßige Projektzuordnungen gedacht.

Teammitglieder

Die Benutzer verfügen über allgemeine Berechtigungen für die Verwendung von PWA, aber über eingeschränkte Berechtigungen auf Projektebene. Mit dieser Gruppe soll allen Benutzern der grundlegende Zugriff auf PWA erteilt werden. Alle neuen Benutzer werden automatisch der Gruppe Teammitglieder hinzugefügt.

Führen Sie das folgende Windows PowerShell-Cmdlet aus, um vom SharePoint-Berechtigungsmodus in den Project-Berechtigungsmodus zu wechseln:

Set-SPProjectPermissionMode -url <url> -mode ProjectServer

Führen Sie das folgende Windows PowerShell-Cmdlet aus, um vom Project-Berechtigungsmodus in den SharePoint-Berechtigungsmodus zu wechseln:

Set-SPProjectPermissionMode -url<url > -mode SharePoint

Projektwebsite-Berechtigungen

Für Projektwebsites, die über SharePoint (im Sichtbarkeitsmodus) verwaltet werden, werden die Benutzer der Website einer der drei SharePoint-Gruppen mit den folgenden SharePoint-Berechtigungsebenen zugewiesen:

Name der Gruppe SharePoint-Berechtigungsstufe

ProjectNameOwner

Vollzugriff

ProjectNameMember

Teilnehmen

ProjectNameVisitor

Lesen

Wenn die Projektwebsite dann von einem SharePoint-Aufgabenlistenprojekt auf ein Enterprise-Projekt umgestellt wird (in dem die Projektwebsite von Project Server verwaltet wird), erhalten die Gruppen globale Project Server-Berechtigungen und Project Server-Kategorieberechtigungen, und zwar basierend auf der Gruppe, der sie angehören:

Name der Gruppe Project Server-Berechtigungsstufe

ProjectNameOwner

Volle Berechtigungen

ProjectNameMember

Grundlegende Berechtigungen

ProjectNameVisitor

Eingeschränkte Berechtigungen

Projektwebsite-Benutzer müssen mindestens einer der drei SharePoint-Gruppen angehören, damit sie erkannt werden, wenn sich die Projektwebsite im Vollzugriffsmodus befindet. Benutzer, die im Stammverzeichnis der SharePoint-Website erstellt werden, werden vom Project Server nicht erkannt, obwohl sie Zugriff auf die Website haben.

noteHinweis:

Weitere Informationen zum SharePoint-Berechtigungsmodus in Project Server 2013 finden Sie unter Planen von Gruppen, Kategorien und Ressourcenstrukturplänen in Project Server 2013.

Verbesserungen bei der Active Directory-Synchronisierung

In Project Server 2013 wurde die Leistung bei der Synchronisierung und bei Zeitgeberaufträgen stark verbessert. Es wurden Änderungen vorgenommen, um die erforderliche Zeit zum Synchronisieren von Benutzern im Active Directory-Verzeichnisdienst mit Project Server-Enterprise-Ressourcenpools (ERPs) und mit Project Server-Sicherheitsgruppen zu verkürzen. Hierzu gehören folgende Änderungen:

  • Einführung einer intelligenteren Planung: Synchronisierungsaufträge werden jetzt häufiger zu Zeiten mit geringer Auslastung ausgeführt. Zeitgeberaufträge zur Active Directory-Synchronisierung können über die Website für die SharePoint-Zentraladministration geplant werden.

  • Reduzierte Anzahl von RDB-Updates: Die Ausführung von Aufträgen zur Berichtssynchronisierung ist aufwendiger als die Ausführung anderer Aufträge. Sowohl die Anzahl als auch die Typen der auszuführenden Aufträge wurden reduziert.

Das Ergebnis dieser Änderungen ist eine merkliche Zeiteinsparung beim Ausführen von Synchronisierungsaufträgen. In der folgenden Tabellen werden neueste Testergebnisse für die Ausführungszeit von Aufträgen zur Active Directory-Synchronisierung einer großen Gruppe von Benutzern zwischen Project Server 2010 SP1 und Project Server 2013 verglichen:

Project Server 2010 SP1 – Dauer des Synchronisierungsauftrags Project Server 2013 – Dauer des Synchronisierungsauftrags

Erstsynchronisierung

20:01

7:43

Wiederholte Synchronisierung

14:07

00:24

noteHinweis:

Im obigen Testszenario wurden mindestens 6100 Benutzer in mindestens 12 geschachtelten Gruppen synchronisiert.

Bessere Protokollierung und Überwachung

Der Project Server-Protokolliergrad-Manager ist ein Feature in Project Server 2013, mit dem Administratoren die Protokolle für eine bestimmte Entität (z. B. Projekt, Ressource, Auftrag usw.) drosseln können. Falls aktiviert, werden alle Protokolle zu einer bestimmten Entität in den vereinheitlichten Protokollierungsdienst (ULS) geschrieben, auch wenn für den Server eine höhere Protokollierungsstufe eingestellt ist. Die nachzuverfolgende Entität wird im Protokolliergrad-Manager anhand ihrer GUID angegeben. Wenn der ULS eine Ablaufverfolgung mit dieser GUID erkennt, fügt er diese zur Protokollierung hinzu. Obwohl nicht empfohlen wird, eine ausführliche Protokollierung für die gesamte Farm durchzuführen, wird für die spezifische Entität die ausführliche Protokollierung aktiviert. Folgende Entitäten können über den Protokolliergrad-Manager nachverfolgt werden:

  • Zuordnungen

  • Kalender

  • Warteschlangenaufträge

  • Objekte

  • Projekte

  • TS-Perioden

  • Ressourcen

  • Aufgaben

  • Vorlagen

  • Arbeitszeittabellen

Der Protokolliergrad-Manager wird über folgende Windows PowerShell-Cmdlets konfiguriert:

  • Add-SPProjectLogLevelManager: Führen Sie dieses Cmdlet aus, um eine neue zu überwachende Entität hinzuzufügen. Durch die Ausführung dieses Cmdlets werden die Benutzer aufgefordert, alle relevanten Parameter bereitzustellen, einschließlich PWA-URL, Typ und GUID der zu überwachenden Entität sowie gewünschte Protokollierungsstufe.

  • Set-SPProjectLogLevelManager: Führen Sie dieses Cmdlet aus, um einen Eintrag zu aktualisieren, der der Protokollüberwachungsliste bereits hinzugefügt wurde. Mit diesem Cmdlet können Sie beispielsweise die Protokollierungsstufe aktualisieren. (Standardmäßig wird die ausführliche Protokollierung verwendet.)

  • Get-SPProjectLogLevelManager: Führen Sie dieses Cmdlet aus, um alle hinzugefügten Entitäten oder alle mit einem bestimmten Kriterium übereinstimmenden Entitäten aufzulisten. Sie können beispielsweise alle Entitäten für einen bestimmten Entitätstyp oder mit einer EntityUID, die mit einer bestimmten GUID-Zeichenfolge beginnt, auflisten.

  • Clear-SPProjectLogLevelManager: Führen Sie dieses Cmdlet aus, um alle zu überwachenden Entitäten zu löschen.

  • Remove-SPProjectLogLevelManager: Führen Sie dieses Cmdlet aus, um eine bestimmte Entität zu löschen, die durch eine EntityUID dargestellt wird.

  • Set-SPProjectLogLevelManagerRefresh: Sie müssen dieses Cmdlet ausführen, nachdem Sie Änderungen im Protokolliergrad-Manager vorgenommen haben, um die zwischengespeicherte Liste der zu überwachenden Entitäten zu aktualisieren. Aus Leistungsgründen führt der Prozess, der für das Schreiben in ULS-Protokolle verantwortlich ist, keine Datenbankabfrage nach Änderungen in der Liste der zu überwachenden Entitäten durch. Stattdessen wird eine Kopie dieser Tabelle im Arbeitsspeicher abgearbeitet. Dieser Befehl ist erforderlich, um die Liste im Arbeitsspeicher zu aktualisieren.

Änderungen beim Project Server 2013-Upgrade

Im Folgenden sind wichtige Aspekte aufgeführt, die beim Upgrade auf Project Server 2013 berücksichtigt werden müssen:

  • Ein vollständiges Upgrade durch Datenbankanfügung ist die einzige verfügbare Upgrademethode, wenn Sie ein Upgrade auf Project Server 2013 durchführen. Ein direktes Upgrade wird beim Upgrade auf Project Server 2013 nicht unterstützt.

  • Abwärtskompatibilität wird für Project Server 2013 nicht unterstützt. Wenn Sie mit einem Project-Client eine Verbindung mit Project Server 2013 herstellen, ist Project Professional 2013 erforderlich. Project Professional 2010 stellt keine Verbindung mit Project Server 2013 her.

  • Es gibt keinen direkten Upgradepfad von Project Server 2007 auf Project Server 2013. Sie müssen zuerst ein Upgrade auf Project Server 2010 durchführen, bevor Sie Ihre Daten auf Project Server 2013 upgraden. Informationen zum Upgrade von Project Server 2007 auf Project Server 2010 finden Sie im Ressourcencenter unter Upgrade und Migration für Project Server 2010 auf Microsoft TechNet.

  • Da ein direktes Upgrade nicht unterstützt wird, müssen Sie die Bereitstellung einer Project Server 2013-Umgebung planen, zu der Sie Ihre Project Server 2010-Daten migrieren können.

Informationen zum Upgrade auf Project Server 2013 finden Sie unter Upgrade auf Project Server 2013.

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