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Schrittweise Anleitung: Konfigurieren von neuen Offlinedateifunktionen für Windows 7-Computer

Veröffentlicht: April 2010

Betrifft: Windows 7, Windows Server 2008 R2

Offlinedateien (auch clientseitige Zwischenspeicherung oder CSC (Client Side Caching) genannt) machen Netzwerkdateien für Endbenutzer verfügbar, wenn eine Netzwerkverbindung mit dem Server nicht verfügbar oder langsam ist. Wenn Sie online arbeiten, entspricht die Zugriffsleistung der Geschwindigkeit des Netzwerks und des Servers. Wenn der Server nicht verfügbar oder die Netzwerkverbindung langsamer als ein konfigurierbarer Schwellenwert ist, werden Dateien mit lokalen Zugriffsgeschwindigkeiten aus dem Ordner für Offlinedateien abgerufen. Offlinedateien sind für die folgenden Administratoren und Endbenutzer von Nutzen:

  • Administratoren, die Daten von Clientcomputern für Verwaltungsaufgaben, z. B. die Sicherung, zentralisieren möchten

  • Netzwerkadministratoren, die die Bandbreitenverwendung optimieren und die Arbeitsmöglichkeiten von Benutzern in Filialen, die auf Dateien und Ordner zugreifen, die von Unternehmensservern an anderen Standorten gehostet werden, verbessern möchten

  • Benutzer, die auch bei einem Ausfall des Netzwerks weiter auf Netzwerkdateien zugreifen möchten

  • Mobile Benutzer, die auf Netzwerkdateien zugreifen müssen, während sie offline oder über langsame Netzwerke arbeiten

Informationen zur Anleitung

Der Zweck dieser Anleitung besteht darin, Administratoren mit neuen Funktionen für Offlinedateien und zugehörigen Gruppenrichtlinieneinstellungen in Windows 7 und Windows Server 2008 R2 vertraut zu machen. Diese Anleitung bietet eine Übersicht über die neuen Funktionen, eine Übersicht über das Bereitstellen der Ordnerumleitung und schrittweise Verfahren zum Konfigurieren der neuen Einstellungen. Administratoren können Offlinedateien mithilfe von Gruppenrichtlinien für mehrere Benutzer konfigurieren, wenn die Ordner der Benutzer mithilfe der Ordnerumleitung zu einer Freigabe umgeleitet werden. Es empfiehlt sich, die Ordnerumleitung vor der Bereitstellung in einer Produktionsumgebung in einer Testumgebung bereitzustellen.

Überblick über die Technologie

Zu den wichtigsten Änderungen für Offlinedateien für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 gehören der deutlich verbesserte Dateizugriff über ein Fernnetz (WAN) und verbesserte Arbeitsmöglichkeiten bezüglich Netzwerkdateien für Remotebenutzer. Für Offlinedateien stehen unter anderem die folgenden neuen Funktionen zur Verfügung:

  • Schnelle erste Anmeldung

  • Normalerweise offline bereitgestellter Support mit Hintergrundsynchronisierung

  • Ausschlussliste

  • Transparentes Zwischenspeichern

Schnelle erste Anmeldung

Die schnelle erste Anmeldung ist eine neue Funktion, dank der Benutzer nicht mehr warten müssen, wenn Dateien bei der ersten Anmeldung auf den Server kopiert werden, nachdem eine Richtlinieneinstellung für die Ordnerumleitung angewendet wurde, die den Pfad eines Benutzerordners auf einen Netzwerkpfad umleitet. Sie optimiert außerdem die Netzwerkauslastung für WAN-Verbindungen, da die Synchronisierung von Dateien als Hintergrundaufgabe ausgeführt wird. Vor Windows 7 musste nach Anwenden einer Richtlinieneinstellung, bei der der Ordner eines Benutzers auf einen Netzwerkpfad umgeleitet wurde, dieser Benutzer warten, während der Inhalt des Ordners an den neuen Speicherort übertragen wurde. Dieser Vorgang konnte eine beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen, wenn eine umfangreiche Datenmenge übertragen werden musste und das Netzwerk langsam war. Unter Windows 7 muss der Benutzer, sofern die Funktion Offlinedateien aktiviert ist (in der Standardeinstellung ist dies der Fall), nur so lange warten, bis Windows die Dateien in den lokalen Offlinedateicache übertragen hat. Nachdem die Dateien übertragen wurden, meldet sich der Benutzer an und kann sofort andere Aufgaben ausführen, während Windows die lokal zwischengespeicherten Daten als Hintergrundaufgabe über das Netzwerk synchronisiert.

Normalerweise offline bereitgestellter Support mit Hintergrundsynchronisierung

Dieser normalerweise offline bereitgestellte Support mit Hintergrundsynchronisierung ermöglicht Remotebenutzern und Benutzern in Filialen über eine langsame Netzwerkverbindung einen schnelleren Zugriff auf Dateien, die sich in einem Netzwerkordner befinden. Windows 7 erweitert diese Funktion durch die Bereitstellung der Hintergrundsynchronisierung. Diese Funktion synchronisiert Offlinedateien im Hintergrund und stellt sicher, dass der Server regelmäßig mit den neuesten Änderungen aktualisiert wird. Wenn die Netzwerkverbindung eines Clientcomputers mit einem Server langsam ist (wie vom Administrator konfiguriert), versetzt die Funktion Offlinedateien den Clientcomputer automatisch in den Modus "Offline (langsame Verbindung)". Der Benutzer arbeitet dann mit dem lokalen Offlinedateicache. Unter Windows 7 wird die Hintergrundsynchronisierung in regelmäßigen Abständen als Hintergrundaufgabe ausgeführt, um Änderungen zwischen dem Clientcomputer und dem Server automatisch zu synchronisieren und abzustimmen. IT-Administratoren können Synchronisierungsintervalle und Sperrzeiten konfigurieren. Dank dieser Funktion müssen Benutzer sich nicht mehr um die manuelle Synchronisierung ihrer Daten mit dem Server kümmern, wenn sie offline arbeiten.

Ausschlussliste

Die Ausschlusslistenfunktion reduziert den Synchronisierungsaufwand und die Speicherplatznutzung auf dem Server und beschleunigt Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge durch den Ausschluss bestimmter Dateitypen von der Replikation für alle Clients mit Ordnerumleitung. Vor Windows 7 wurden alle Dateien in einem Ordner für Offlinedateien auf den Server repliziert. Dies bedeutete, dass die persönlichen Dateien eines Benutzers oder große Dateien, die für das Unternehmen nicht relevant waren, häufig auf einen oder mehrere Server repliziert wurden. Dadurch wurden Speicherplatz belegt sowie Sicherungs- und Wiederherstellungszeiten verlängert. Unter Windows 7 können Administratoren mithilfe der Ausschlusslistenfunktion von Offlinedateien verhindern, dass bestimmte Dateitypen (z. B. MP3-Dateien) synchronisiert werden. Die Liste der Dateitypen wird vom IT-Administrator mithilfe von Gruppenrichtlinien konfiguriert.

Transparentes Zwischenspeichern

Transparentes Zwischenspeichern optimiert die Bandbreitenauslastung für WAN-Verbindungen und ermöglicht mobilen Benutzern und Mitarbeitern in Filialen, die auf nicht explizit offline verfügbar gemachte Netzwerkdateien und -ordner zugreifen, Antwortzeiten, die ungefähr den Antwortzeiten lokaler Lesevorgänge entsprechen. Transparentes Zwischenspeichern bietet dann die größten Vorteile, wenn BranchCache bereitgestellt wird. BranchCache wurde entwickelt, um die Auslastung von WAN-Verbindungen zu reduzieren und die Reaktionsfähigkeit von Anwendungen für Mitarbeiter in Filialen zu verbessern, die auf Inhalte von Servern an Remotestandorten zugreifen.

Vor Windows 7 riefen Clientcomputer zum Öffnen einer Datei über ein langsames Netzwerk die Datei stets vom Server ab, selbst wenn die Datei kurz zuvor vom Clientcomputer gelesen wurde. Bei Verwendung des transparenten Zwischenspeicherns liest Windows 7 beim ersten Öffnen einer Datei in einem freigegebenen Ordner durch den Benutzer die Datei vom Server und speichert sie dann im Offlinedateicache auf dem lokalen Festplattenlaufwerk. Wird dieselbe Datei danach von einem Benutzer geöffnet, ruft Windows 7 die zwischengespeicherte Datei vom Festplattenlaufwerk ab, statt sie vom Server zu lesen. Um die Datenintegrität sicherzustellen, stellt Windows 7 stets eine Verbindung mit dem Server her, um sicherzustellen, dass die zwischengespeicherte Kopie auf dem neuesten Stand ist. Auf den Cache wird nie zugegriffen, wenn der Server nicht verfügbar ist. Aktualisierungen der Datei werden dann stets direkt auf den Server geschrieben.

Transparentes Zwischenspeichern ist nicht standardmäßig aktiviert. Über eine Gruppenrichtlinieneinstellung können IT-Administratoren transparentes Zwischenspeichern aktivieren, die Effizienz des Cache verbessern und die vom Cache belegte Menge an Festplattenspeicherplatz konfigurieren.

Szenarioübersicht

In diesem Szenario werden die Verfahren dargestellt, mit denen ein Administrator Offlinedateieinstellungen für Windows 7-Clientcomputer mithilfe von Gruppenrichtlinien auf einem als Domänencontroller konfigurierten Windows Server 2008 R2-Computer konfigurieren kann. Administratoren können Offlinedateien für Gruppenrichtlinienobjekte konfigurieren, wenn Ordner auf Clientcomputern mithilfe der Ordnerumleitung auf eine Freigabe umgeleitet wurden.

In dem Szenario wird gezeigt, wie die Einstellungen mit dem Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor konfiguriert werden. Außerdem bietet es eine Übersicht über das Bereitstellen der Ordnerumleitung. Offlinedateien sind dann besonders nützlich, wenn Ordner auf mehreren Computern mithilfe der Ordnerumleitung auf eine Freigabe umgeleitet werden. Wenn Sie Offlinedateien mithilfe der Ordnerumleitung konfigurieren, werden die umgeleiteten Dateien auf Clientcomputern zwischengespeichert, damit sie offline verwendet werden können.

Diese Anleitung enthält schrittweise Verfahren zum Konfigurieren der folgenden Funktionen von Offlinedateien:

Konfigurieren Sie die Hintergrundsynchronisierung und aktivieren Sie transparentes Zwischenspeichern, wenn Sie über mindestens eine der folgenden Umgebungen verfügen:

  • Mobile Benutzer sind über langsame, unzuverlässige Netzwerke mit einem Remoteserver verbunden

  • Benutzer in Filialen sind über Netzwerke mit hoher Latenz und geringer Bandbreite mit dem Server in der Hauptniederlassung verbunden, und BranchCache wird nicht bereitgestellt

noteHinweis
Wird BranchCache bereitgestellt, wird transparentes Zwischenspeichern automatisch aktiviert.

Sie können die Richtlinieneinstellung "Dateien aus der Zwischenspeicherung ausschließen" konfigurieren, wenn bestimmte Dateitypen auf Clientcomputern nicht auf den Server repliziert werden sollen.

Überlegungen zum Konfigurieren von Offlinedateien

Bevor Sie Gruppenrichtlinieneinstellungen für Offlinedateien konfigurieren, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Die Funktion Offlinedateien ist unter den folgenden Betriebssystemen für Clientcomputer standardmäßig aktiviert: Windows 7 Professional, Windows 7 Enterprise, Windows 7 Ultimate und Windows Vista.

  • Diese Funktion ist unter Windows Server-Betriebssystemen standardmäßig deaktiviert. Um Offlinedateien unter Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 zu aktivieren, müssen Sie zuerst die Funktion Desktopdarstellung mithilfe von Server-Manager installieren und aktivieren und anschließend Offlinedateien im Synchronisierungscenter aktivieren.

  • Sie können die Hintergrundsynchronisierung, transparentes Zwischenspeichern und den Dateiausschluss nur auf Windows 7- und Windows Server 2008 R2-Computern konfigurieren.

Aktualisieren eines Computers über eine langsame Verbindung

Wird ein Computer beispielsweise von Windows Vista auf Windows 7 aktualisiert, wird nicht der gesamte Offlinedateicache zum neuen Betriebssystem migriert. Nur der Inhalt im Cache, der nicht mit dem Server synchronisiert wurde, wird migriert. Nach der Installation von Windows 7 werden Dateien auf dem Server mit dem Cache synchronisiert.

Es wird nicht der gesamte Cache migriert, da dies die Leistung und den Speicherplatz beeinträchtigen kann. Auf dem Windows 7-Clientcomputer muss genug Speicherplatz sowohl für das neue Betriebssystem als auch für den Offlinedateicache zur Verfügung stehen. Wenn der Clientcomputer über ein langsames Netzwerk mit dem Server verbunden wird, empfiehlt es sich, den gesamten Cache zu migrieren. Die Zeit, die für die Synchronisierung des gesamten Satzes von Netzwerkdateien vom Server zum Client benötigt wird, ist sowohl von der Latenz und der Bandbreite des Netzwerks als auch von der Größe des Satzes von Dateien abhängig. Verwenden Sie den folgenden Registrierungsschlüssel, um den gesamten Offlinedateicache zu migrieren, und legen Sie den Wert des Registrierungsschlüssels auf 1 fest:

HKLM\System\CurrentControlSet\Services\CSC\Parameters DWORD MigrationParameters = 1

Diese Einstellung wird nicht beibehalten. Daher müssen Sie sie jedes Mal erneut festlegen, wenn Sie den Computer aktualisieren.

Konfigurieren der Registrierungseinstellung für das Umbennen und Löschen von Offlineverzeichnissen

In Windows 7 ist die Möglichkeit, Ordner zu löschen oder umzubenennen, die während der Arbeit im Offlinemodus in Offlineordnern zwischengespeichert wurden, standardmäßig aktiviert. Da das Umbenennen eines Ordners wie das Löschen und anschließende Erstellen der gleichen Verzeichnisstruktur behandelt wird, müssen Sie möglicherweise die Liste der Verzeichnispfade aktualisieren, für die die Funktionalität aktiviert werden kann.

Die Registrierungseinstellung zur Aktualisierung dieser Pfade lautet:

HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\NetCache\OfflineDirRenameDeleteList

Wenn diese Einstellung mithilfe der Befehlszeile aktualisiert werden soll, wird empfohlen, beim Hinzufügen eines neuen Schlüssels den Wert, die Daten und den Typ anzugeben. Beispiel:

REG ADD “keyname” /v \\server\share /t REG_DWORD /d 1

Bereitstellen der Ordnerumleitung

Mit der Ordnerumleitung kann ein Administrator den Speicherort bestimmter Ordner in Benutzerprofilen zu einem neuen Speicherort umleiten, z. B. zu einem freigegebenen Netzwerkpfad. Die Ordnerumleitung stellt Benutzern eine zentralisierte Ansicht ausgewählter Benutzerprofilordner von jedem Computer aus zur Verfügung, der einer Domäne angehört. Benutzer haben dann die Möglichkeit, so mit Dokumenten auf einem Server zu arbeiten, als befänden sich diese auf dem lokalen Laufwerk. Es ist beispielsweise möglich, den Ordner Dokumente, der normalerweise auf dem lokalen Festplattenlaufwerk des Computers gespeichert wird, auf einen Netzwerkpfad umzuleiten.

Wenn die Gruppenrichtlinieneinstellung "Ordnerumleitung" für bestimmte Ordner bereitgestellt wird, werden diese Ordner auch standardmäßig mithilfe der Offlinedateien-Technologie automatisch auf dem Clientcomputer zwischengespeichert. Dadurch können Benutzer problemlos auf Dateien im Cache zugreifen, wenn kein Netzwerk oder ein langsames Netzwerk zur Verfügung steht, und die Änderungen können zwischen dem Client und dem Server im Hintergrund synchronisiert werden.

Durch die Verwendung von Offlinedateien in Verbindung mit der Ordnerumleitung und Gruppenrichtlinien können Administratoren Benutzerkonfigurationen und die Datenverwaltung zentral steuern. Diese Kombination bietet die größte Flexibilität bei der Konfiguration und Verwaltung verschiedener Benutzertypen und eine bequeme Möglichkeit, Benutzerdaten von einem zentralen Ort aus zu verwalten (z. B. Sicherung und Wiederherstellung).

Verwenden Sie in einer Domänenumgebung die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) auf einem Domänencontroller, um bestimmte Benutzerprofilordner umzuleiten sowie Richtlinieneinstellungen für die Ordnerumleitung zu bearbeiten. Klicken Sie auf einem Windows Server 2008 R2-Computer im Server-Manager auf Features hinzufügen, um die Gruppenrichtlinienverwaltung zu installieren.

Die Ordnerumleitung befindet sich in der Konsolenstruktur unter Windows-Einstellungen, wenn Sie domänenbasierte Gruppenrichtlinien bearbeiten. Der Pfad lautet [Gruppenrichtlinienobjektname]\Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Windows-Einstellungen\Ordnerumleitung. Verwenden Sie den Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor, um die Ordnerumleitung für eine Domäne (Jeder) oder Benutzergruppen von einem Domänencontroller aus zu konfigurieren:

  1. Klicken Sie in der GPMC-Struktur mit der rechten Maustaste auf das Gruppenrichtlinienobjekt, das mit der Site, Domäne oder Organisationseinheit verknüpft ist, die die Benutzer enthält, deren Benutzerprofilordner Sie umleiten möchten, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.

  2. Erweitern Sie Benutzerkonfiguration\Richtlinien\Windows-Einstellung\Ordnerumleitung, und wählen Sie dann den spezifischen Ordner aus, der umgeleitet werden soll, z. B. Dokumente.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, der umgeleitet werden soll, und klicken Sie dann auf Eigenschaften, um Ordnereinstellungen zu konfigurieren.

Auswahl von Eigenschaften zum Konfigurieren von Ordnereinstellungen

Eine Übersicht über die Ordnerumleitung und schrittweise Verfahren zum Konfigurieren der Ordnerumleitung von einem Windows Server 2008 R2-Computer aus finden Sie auf der Website zum Verwenden der Ordnerumleitung (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=188721).

Konfigurieren von Einstellungen für Offlinedateien für Windows 7-Computer

Es gibt mehrere Gruppenrichtlinieneinstellungen für Offlinedateien, die Sie für mehrere Benutzer in einer Domänenumgebung konfigurieren können. In dieser Anleitung werden die Konfigurationsoptionen für die neuen in Windows 7 eingeführten Einstellungen erklärt.

In der folgenden Tabelle sind die drei neuen Gruppenrichtlinieneinstellungen für Offlinedateien aufgeführt. Alle Einstellungen befinden sich unter Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\Offlinedateien.

Gruppenrichtlinieneinstellungen

 

Einstellungsname Standardwert

Hintergrundsynchronisierung konfigurieren

Aktiviert

Dateien aus der Zwischenspeicherung ausschließen

Deaktiviert

Transparentes Zwischenspeichern aktivieren

Deaktiviert

In diesem Szenario legt der Administrator die Einstellungen für Offlinedateien für die Domäne fest. Erstellen Sie ein neues Gruppenrichtlinienobjekt, verknüpfen Sie es mit der Domäne, und bearbeiten Sie die Einstellungen in diesem Gruppenrichtlinienobjekt, um Gruppenrichtlinieneinstellungen für die gesamte Domäne festzulegen.

Rechtsklicken auf ein GPO in der Gruppenrichtlinienverwaltung

So konfigurieren Sie Einstellungen für Offlinedateien mit Gruppenrichtlinien

  1. Klicken Sie in der GPMC-Struktur mit der rechten Maustaste auf das Gruppenrichtlinienobjekt, für das Sie die Einstellungen für Offlinedateien konfigurieren möchten, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.

  2. Erweitern Sie unter Computerkonfiguration den Knoten Administrative Vorlagen\Netzwerk\Offlinedateien.

  3. Konfigurieren Sie die Einstellungen nach Bedarf.

Konfigurieren der Hintergrundsynchronisierung

Die Hintergrundsynchronisierung ist eine computerspezifische Einstellung, die für jeden Benutzer gilt, der sich am angegebenen Computer anmeldet, während diese Richtlinieneinstellung gültig ist. Diese Richtlinieneinstellung ist gültig, wenn festgestellt wird, dass sich ein Netzwerkordner wie in der Richtlinieneinstellung "Modus für langsame Verbindungen konfigurieren" angegeben im Modus für langsame Verbindungen befindet.

Für Netzwerkordner im Modus für langsame Verbindungen wird regelmäßig eine Synchronisierung im Hintergrund gemäß diesen Einstellungen initiiert, um die Dateien in diesen Freigaben bzw. Ordnern zwischen dem Client und dem Server zu synchronisieren. Standardmäßig werden Ordner im Modus für langsame Verbindungen alle 360 Minuten mit dem Server synchronisiert. Dabei variiert der Start der Synchronisierung zwischen 0 und 60 Minuten.

Sie können das Standardsynchronisierungsintervall und die Abweichung überschreiben, indem Sie Werte für "Synchronisierungsintervall" und "Synchronisierungsabweichung" festlegen. Sie können auch einen Zeitraum festlegen, in dem die Hintergrundsynchronisierung deaktiviert wird, indem Sie Werte für "Startzeit der Sperre" und "Dauer der Sperre" festlegen. Um sicherzustellen, dass alle Netzwerkordner auf dem Computer regelmäßig mit dem Server synchronisiert werden, können Sie außerdem einen Wert für die Einstellung "Maximal zulässige Zeit ohne Synchronisierung" festlegen.

Außerdem können Sie die Hintergrundsynchronisierung für Netzwerkfreigaben konfigurieren, für die der Benutzer den Modus "Offline arbeiten" ausgewählt hat. Dieser Modus ist gültig, wenn ein Benutzer für eine bestimmte Freigabe auf die Schaltfläche Offline arbeiten klickt. Bei Auswahl dieser Option gelten alle konfigurierten Einstellungen auch für Freigaben, für die der Benutzer den Modus "Offline arbeiten" ausgewählt hat.

Doppelklicken auf die Option zum Konfigurieren der Synchronisierung im Hintergrund

So konfigurieren Sie die Hintergrundsynchronisierung

  1. Klicken Sie im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor auf den Ordner Offlinedateien.

  2. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf Hintergrundsynchronisierung konfigurieren.

  3. Klicken Sie auf Aktiviert, und wählen Sie unter Optionen die gewünschten Optionen aus.

  4. Klicken Sie auf OK.

Aktivieren des transparenten Zwischenspeicherns

Wird diese Richtlinieneinstellung aktiviert, werden nachfolgende Lesevorgänge für Netzwerkdateien durch einen Benutzer oder eine Anwendung optimiert. Dazu werden Lesevorgänge für Remotedateien über ein langsames Netzwerk im Offlinedateicache zwischengespeichert. Nachfolgende Lesevorgänge, die dieselbe Datei betreffen, erfolgen dann auf dem Client, nachdem die Integrität der zwischengespeicherten Kopie überprüft wurde. Mit dieser Richtlinieneinstellung werden nicht die Antwortzeiten für Endbenutzer verbessert, sondern auch die Bandbreitenauslastung über die WAN-Verbindung mit dem Server verringert.

Die zwischengespeicherten Dateien sind temporär und stehen dem Benutzer nicht zur Verfügung, wenn er offline ist. Die zwischengespeicherten Dateien werden nicht mit der Version auf dem Server synchron gehalten, und die aktuelle Version vom Server steht stets für nachfolgende Lesevorgänge zur Verfügung.

Doppelklicken auf die Option zum Aktivieren der durchsichtigen Zwischenspeicherung

So aktivieren Sie transparentes Zwischenspeichern

  1. Klicken Sie im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor auf den Ordner Offlinedateien.

  2. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf Transparentes Zwischenspeichern aktivieren.

  3. Klicken Sie auf Aktiviert, und geben Sie unter Optionen einen Netzwerklatenzwert ein.

  4. Klicken Sie auf OK.

Ausschließen von Dateien aus der Zwischenspeicherung

Verwenden Sie diese Einstellung, damit bestimmte Dateitypen nicht offline verfügbar gemacht werden. Sie müssen die Dateierweiterungen der Dateitypen angeben, die ausgeschlossen werden sollen. Daraufhin kann ein Benutzer keine Datei dieses Typs in den Ordnern erstellen, die offline verfügbar gemacht wurden.

Doppelklicken auf die Option zum Ausschließen von Dateien aus dem Zwischenspeicher

So schließen Sie Dateien aus der Zwischenspeicherung aus

  1. Klicken Sie im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor auf den Ordner Offlinedateien.

  2. Doppelklicken Sie im rechten Bereich auf Dateien aus der Zwischenspeicherung ausschließen.

  3. Klicken Sie auf Aktiviert, und geben Sie unter Optionen die Dateierweiterungen ein, die nicht offline verfügbar gemacht werden sollen.

  4. Klicken Sie auf OK.

Weitere Ressourcen (möglicherweise in englischer Sprache)

Informationen zu Funktionen für Offlinedateien, die mit Windows Vista eingeführt wurden, finden Sie auf der Website zu Neuen Funktionen von Offlinedateien für Windows Vista (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=166654).

Eine vollständige Fallstudie, in der eine Lösung der Benutzerdatenzentralisierung mithilfe der Ordnerumleitung und der Technologie der Offlinedateien beschrieben wird, finden Sie auf der Website zum Implementieren einer Lösung für die Endbenutzerdatenzentralisierung: Validierung und Bereitstellung der Ordnerumleitung und der Technologie der Offlinedateien (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=168195).

Informationen zur Verwendung der GPMC finden Sie unter Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=143867).

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