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Häufig gestellte Fragen zur Hyper-V-Livemigration

Letzte Aktualisierung: Mai 2010

Betrifft: Windows Server 2008 R2

In diesem Artikel erhalten Sie Antworten auf häufige Fragen zur Livemigrationsfunktion von Hyper-V™ in Windows Server® 2008 R2.

Häufig gestellte Fragen zur Verwendung der Livemigrationsfunktion von Hyper-V

Was ist eine Livemigration?

Welche Anforderungen gelten für die Verwendung der Livemigration?

Wie wird eine Livemigration initiiert?

Wie viele Netzwerkadapter sind erforderlich, um eine Livemigration zu verwenden?

Sind freigegebene Clustervolumes erforderlich, um eine Livemigration zu verwenden?

Wie lange dauert es, einen virtuellen Computer mit einer Livemigration zu verschieben?

Unterstützt die Livemigration das Verschieben eines virtuellen Computers auf einen physischen Computer mit einem anderen Prozessor?

Ist eine Livemigration TCP-abladefähig (Chimneyabladung)?

Können mehrere Livemigrationen gleichzeitig initiiert werden?

Kann ein virtueller Computer während der Migration gesichert werden?

Wann sollten Konfigurationsänderungen aktualisiert werden, die an einem virtuellen Computer vorgenommen wurden?

Müssen alle virtuellen Switchnamen identisch sein, um eine Livemigration zu unterstützen?

Muss bei der Verwendung von CSV mit Hyper-V vom gleichen Laufwerkbuchstaben gestartet werden?

Was ist eine Livemigration?

Bei der Livemigration handelt es sich um eine Hyper-V-Funktion in Windows Server 2008 R2, für die auf den Servern, auf denen Hyper-V ausgeführt wird, die Failoverclusterfunktion konfiguriert und ausgeführt werden muss. Die Livemigration ermöglicht das transparente Verschieben von laufenden virtuellen Computern von einem Knoten des Failoverclusters zu einem anderen Knoten im selben Cluster, ohne dass Netzwerkverbindungen verloren gehen oder Ausfallzeiten entstehen. Für Failovercluster sind zudem Speicherfreigaben auf den Clusterknoten erforderlich. Dabei kann es sich beispielsweise um iSCSI oder ein Fiber-Channel Storage Area Network (SAN) handeln. Alle virtuellen Computer werden in dem Speicherfreigabebereich gespeichert, und der Status des ausgeführten virtuellen Computers wird von einem der Knoten verwaltet. Eine ausführliche Übersicht über die Livemigration und die Vorteile ihrer Verwendung finden Sie auf der Website zur Windows Server 2008 R2 und Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 - Hyper-V-Livemigrationsübersicht und -architektur .

Welche Anforderungen gelten für die Verwendung der Livemigration?

  • Auf allen Servern in einem Failovercluster muss entweder eine x64-basierte oder eine auf der Itanium-Architektur beruhende Version von Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden (auf Knoten innerhalb eines Failoverclusters dürfen keine verschiedenen Versionen ausgeführt werden).

  • Alle Server sollten über die gleichen Softwareupdates (Patches) und Service Packs verfügen.

  • Für die physischen Computer muss Windows Server® 2008 R2 Enterprise oder Windows Server® 2008 R2 Datacenter verwendet werden. Auf diesen Servern muss dieselbe Version von Windows Server 2008 R2 mit einem identischen Installationstyp ausgeführt werden. Das heißt, dass beide Server entweder über eine vollständige oder eine Server Core-Installation verfügen müssen.

  • Konfigurieren Sie alle physischen Hosts, die eine Livemigration mit Failover-Clusterunterstützung verwenden sollen, bei der bis zu 16 Knoten pro Cluster unterstützt werden.

  • Konfigurieren Sie den Cluster mit einem dedizierten Netzwerk für den Livemigrationsdatenverkehr.

  • Konfigurieren Sie physische Hosts im gleichen TCP/IP-Subnetz.

  • Stellen Sie für alle physischen Hosts Zugriff auf den freigegebenen Speicher bereit.

Wie wird eine Livemigration initiiert?

Eine Livemigration kann mithilfe einer der folgenden Methoden initiiert werden:

Wie viele Netzwerkadapter sind erforderlich, um eine Livemigration zu verwenden?

Verwenden Sie für jeden Knoten des Failoverclusters mindestens einen Netzwerkadapter, und konfigurieren Sie mindestens einen Netzwerkadapter für das private Netzwerk. Es wird empfohlen, für den Livemigrationsdatenverkehr und die Clusterkommunikation separate dedizierte Netzwerke mit mindestens Gigabit-Geschwindigkeit zu konfigurieren. Diese Netzwerke sollten von dem vom Verwaltungsbetriebssystem und von den virtuellen Computern verwendeten Netzwerk getrennt sein. Informationen zu den für die Livemigration erforderlichen Netzwerkeinstellungen finden Sie unter Hyper-V: Konfigurationshandbuch für Livemigrationsnetzwerke.

Sind freigegebene Clustervolumes erforderlich, um eine Livemigration zu verwenden?

Zum Durchführen einer Livemigration sind keine freigegebenen Clustervolumes erforderlich. Beachten Sie, dass durch die Verwendung freigegebener Clustervolumes die Konfiguration und die Verwaltung von virtuellen Clustercomputern vereinfacht wird. Mit freigegebenen Clustervolumes kann von mehreren geclusterten virtuellen Computern der gleiche LUN (Datenträger) verwendet werden und dennoch unabhängig voneinander ein Failover (oder eine Verschiebung zwischen Knoten) ausgeführt werden.

Wie lange dauert es, einen virtuellen Computer mit einer Livemigration zu verschieben?

Die Dauer ist abhängig von folgenden Elementen:

  • Geschwindigkeit und Bandbreite der Netzwerkverbindung zwischen Quellclusterknoten und Zielclusterknoten

  • Auslastung von Quellclusterknoten und Zielclusterknoten

  • Größe des für den virtuellen Computer konfigurierten Arbeitsspeichers

Unterstützt die Livemigration das Verschieben eines virtuellen Computers auf einen physischen Computer mit einem anderen Prozessor?

Wenn Sie für die Knoten im Cluster verschiedene Prozessorversionen verwenden, kann die Livemigration möglicherweise fehlschlagen. Um eine Livemigration eines virtuellen Computers zu einem anderen physischen Computer mit einem anderen Prozessor auszuführen, müssen Sie zunächst im Hyper-V-Manager die Einstellung Mit einer anderen Prozessorversion zu einem physikalischen Computer migrieren auswählen. Mit dieser Einstellung wird sichergestellt, dass der virtuelle Computer nur die Funktionen des Prozessors verwendet, die auf allen Versionen eines virtualisierungsfähigen Prozessors vom gleichen Prozessorhersteller verfügbar sind. Sie stellt jedoch nicht die Kompatibilität zwischen Prozessoren unterschiedlicher Hersteller sicher. Dadurch können Sie einen ausgeführten virtuellen Computer auf einen physischen Computer mit anderen Prozessorfunktionen verschieben, ohne den virtuellen Computer neu starten zu müssen.

Ist eine Livemigration TCP-abladefähig (Chimneyabladung)?

Ja, beim Durchführen einer Livemigration wird der TCP-Stapel des Geräts in den Softwarestapel des virtuellen Computers zurückverschoben. Wenn der Clusterknoten, zu dem der virtuelle Computer migriert wird, zudem eine TCP-Abladung unterstützt, wird diese Funktion nach Abschluss der Migration verwendet.

Können mehrere Livemigrationen gleichzeitig initiiert werden?

Ja, je nach Anzahl der Knoten im Failovercluster können Sie mit der Livemigration auch mehrere virtuelle Computer gleichzeitig verschieben. Beachten Sie, dass jeder Clusterknoten jeweils nur für eine Livemigration als Quell- oder Zielknoten verwendet werden kann. Wenn ein Failovercluster z. B. 4 Knoten enthält, können jeweils nur zwei Livemigrationen gleichzeitig durchgeführt werden.

Mithilfe des Wartungsmodus von Virtual Machine Manager können Sie die Livemigration zudem verwenden, um alle virtuellen Computer auf andere Hosts im gleichen Cluster zu evakuieren. Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum Wartungsmodus.

Kann ein virtueller Computer während der Migration gesichert werden?

Ja. Da es sich bei der Livemigration um einen Übergangsstatus handelt, wartet der Hyper-V-VSS Writer, bis die Migration abgeschlossen ist, bevor er die Sicherung fortsetzt. Sobald die Migration abgeschlossen ist, befindet sich der virtuelle Computer jedoch nicht mehr auf dem Clusterknoten, auf dem die Sicherung stattfindet. An diesem Punkt wird die Sicherung fortgesetzt, und die Dateien werden korrekt gesichert (der Zugriff auf die Dateien auf dem CSV-Volume ist weiterhin möglich), sie werden dabei allerdings nur kopiert. Der VSS Writer führt die normalerweise für eine Onlinesicherung durchgeführten Schritte nicht aus. Bedenken Sie, dass der VSS Writer keinen Fehlercode an VSS zurückgibt und daher keine Fehler protokolliert werden. Es werden jedoch zwei Warnmeldungen mit dem Hinweis protokolliert, dass der virtuelle Computer nicht gefunden wurde.

ImportantWichtig
Wenn der Hyper-V-VSS Writer eine Sicherung in einem Failovercluster mit freigegebenen Clustervolumes (CSV) ausführt und die Sicherung fehlschlägt oder abgebrochen wird, wird die CSV-Ausführung in einem umgeleiteten E/A-Modus fortgesetzt. Dies beeinträchtigt die E/A-Leistung aller Clusterknoten.

Wann sollten Konfigurationsänderungen aktualisiert werden, die an einem virtuellen Computer vorgenommen wurden?

Wenn Sie die Konfiguration eines virtuellen Computers ändern, empfiehlt es sich, das Snap-In Failovercluster-Manager zu verwenden, um auf die virtuellen Computereinstellungen zuzugreifen. Dadurch wird der Cluster automatisch mit den Konfigurationsänderungen aktualisiert. Wenn Sie jedoch Änderungen an den Einstellungen des virtuellen Computers im Snap-In Hyper-V-Manager vornehmen, müssen Sie den Cluster manuell aktualisieren, nachdem Sie die Änderungen vorgenommen haben. Wenn die Konfiguration nicht aktualisiert wird, nachdem Netzwerk- oder Speicheränderungen vorgenommen wurden, ist das nachfolgende Failover möglicherweise nicht erfolgreich. Selbst bei einem erfolgreichen Failover wird der virtuelle Computer jedoch möglicherweise falsch konfiguriert.

Müssen alle virtuellen Switchnamen identisch sein, um eine Livemigration zu unterstützen?

Ja, Sie sollten sicherstellen, dass alle virtuellen Switchnamen im gesamten Cluster identisch sind.

Muss bei der Verwendung von CSV mit Hyper-V vom gleichen Laufwerkbuchstaben gestartet werden?

Wenn Sie Hyper-V mit freigegebenen Clustervolumes verwenden, müssen die Betriebssysteme (%SystemDrive%) der einzelnen Server im Cluster so festgelegt werden, dass diese vom gleichen Laufwerksbuchstaben wie allen anderen Server im Cluster gestartet werden, damit Sie virtuelle Computer ordnungsgemäß migrieren oder ein Failover ausführen können. Mit anderen Worten: Wenn ein Server von Laufwerk "C:" gestartet wird, müssen alle anderen Server im Cluster auch von Laufwerk "C:" gestartet werden.

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