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Bereitstellungshandbuch für Windows Server 2008 R2 mit SP1 und Windows 7 mit SP1

Veröffentlicht: Juli 2010

Letzte Aktualisierung: April 2011

Betrifft: Windows 7 with SP1, Windows Server 2008 R2 with SP1

Diese Anleitung richtet sich an IT-Administratoren, die Windows Server® 2008 R2 oder Windows® 7 mit Service Pack 1 (SP1) bereitstellen. Dieses Dokument enthält umfasst technische Informationen, Verfahren und Empfehlungen zum Installieren von SP1 in einer Geschäfts- oder Unternehmensumgebung. Obwohl diese Anleitung auch einige grundlegende Informationen zum Betriebssystem enthält, wird unterstellt, dass Sie mit der Arbeitsweise von Windows Server 2008 R2 und Windows 7 sowie mit der Installation von Updates vertraut sind.

Weitere Informationen zum Thema "Bereitstellung" finden Sie in den folgenden Microsoft-Ressourcen:

Die in der folgenden Tabelle definierten Begriffe werden in diesem Dokument verwendet.

 

Begriff Definition

Integrierte Installation

Wird auch als "Slipstreaminstallation" bezeichnet. Bei dieser Installationsmethode ist das Service Pack in das Betriebssystem integriert. Betriebssystem und Service Pack werden also gleichzeitig installiert. Mithilfe der integrierten Installation können Sie Computer aktualisieren und Neuinstallationen auf Computern ohne Betriebssystem durchführen.

Offline

Im Zusammenhang mit dem Aktualisieren von Abbildern bezieht sich der Begriff "offline" auf das Aktualisieren bzw. Modifizieren des Abbilds eines aktuell nicht ausgeführten Betriebssystems. Sie können eine Windows®-Abbilddatei (WIM) beispielsweise mit ImageX im Windows Automated Installation Kit (AIK) aktualisieren.

Online

Im Zusammenhang mit dem Aktualisieren von Abbildern bezieht sich der Begriff "online" auf das Aktualisieren bzw. Modifizieren des Betriebssystems, mit dem der Computer gestartet wurde. Das Installieren eines Updates mit Windows Update ist ein Beispiel für einen Onlinevorgang.

Paket

Eine Dateisammlung, die ein Update repräsentiert, ein Problem behebt oder neue Funktionen bereitstellt. Pakete enthalten die Dateien sowie die zum Verwalten der Pakete erforderlichen Metadaten.

Service Pack

Die Methode der Konsolidierung und Verteilung von Produktupdates. Service Packs sind Softwarepakete, die Updates zur Verbesserung der Systemzuverlässigkeit, Programmkompatibilität, Sicherheit usw. enthalten können. Diese Updates werden zusammengefasst, um das Herunterladen und die Installation zu erleichtern. Ein Service Pack enthält alle bisher veröffentlichten Fehlerkorrekturen sowie Verbesserungen an vorhandenen Funktionen.

Eigenständiges Paket

Eine Version des SP1-Pakets, das alle Dateien enthält, die zum Installieren des Pakets auf einem Computer (auch ohne Internetverbindung) erforderlich sind. Wenn Sie das SP1-Paket dagegen über Windows Update installieren, werden nur die für den betreffenden Computer benötigten Dateien heruntergeladen und installiert. Es gibt einen deutlichen Größenunterschied zwischen einem Paket, das mit Windows Update heruntergeladen wird, und dem entsprechenden eigenständigen Paket.

Update/Aktualisieren

  • Nomen: Bezeichnet alle Updates, Updaterollups, Service Packs, Feature Packs, wichtigen Updates, Sicherheitsupdates und Hotfixes, die ein von Microsoft veröffentlichtes Softwareprodukt verbessern oder korrigieren. Definitionen all dieser Updatetypen enthält der Artikel 824684 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=43258).

  • Verb: Einen Computer oder eine Datei aktualisieren.

Upgrade/Aktualisieren

  • Nomen: Ein Softwarepaket, das eine bestimmte Version eines Produkts durch eine neuere Version dieses Produkts ersetzt.

  • Verb: Vorhandene Programmdateien, Ordner und Registrierungseinträge mit "Setup.exe" durch aktuellere Versionen vom Installationsdatenträger ersetzen. Bei einer Aktualisierung (gelegentlich auch Upgrade genannt) bleiben vorhandene Dateien und Einstellungen erhalten, während bei einer Neuinstallation alle Dateien gelöscht und dann neu installiert werden.

SP1 für Windows Server 2008 R2 und Windows 7 enthält eine Sammlung empfohlener Updates und Verbesserungen für Windows, zusammengestellt in einem einzelnen installierbaren Update. Windows Server 2008 R2 SP1 stellt zudem vielfältige Innovationen im Bereich der Virtualisierung auf Unternehmensebene bereit, darunter mit Dynamic Memory und Microsoft RemoteFX™ neue Virtualisierungsfunktionen.

Bisher wurden keine kritischen Probleme gemeldet oder in Tests erkannt, die Korrekturmaßnahmen vor oder unmittelbar nach der Installation erforderlich machen. "Anmerkungen zu dieser Version"-Dokumente werden kontinuierlich aktualisiert. Bekannt werdende oder gemeldete Probleme werden an folgenden Stellen beschrieben.

Detailinformationen zu bestimmten Funktionen enthalten die Dokumente, auf die in den entsprechenden Abschnitten in diesem Dokument per Link verwiesen wird.

Diese Schritte helfen Ihnen beim Planen Ihrer Bereitstellung dieses Service Packs: Lesen Sie die nachfolgenden Fragen, sehen Sie sich die verfügbaren Bereitstellungsszenarien an, überprüfen Sie die Anwendungskompatibilität, und beachten Sie einige Überlegungen zur Virtualisierung.

  • Berücksichtigen von Planungsfragen

  • Berücksichtigen verfügbarer Bereitstellungsszenarien

  • Überprüfen der Anwendungskompatibilität

  • Überlegungen zur Virtualisierung

Berücksichtigen von Planungsfragen: Stellen Sie anhand folgender Fragen fest, welches SP1-Bereitstellungsszenario oder welche Kombination von Szenarien für Ihre Organisation am besten geeignet ist. Beachten Sie, dass die Microsoft Deployment Toolkit-Dokumentation (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108442) bewährte Methoden und Tools enthält, die Ihnen beim Beantworten von Fragen zur integrierten Abbildinstallation helfen. Sie sollten beispielsweise die folgenden Fragen berücksichtigen:

  • Aktualisieren Sie vorhandene Computer unter Windows Server 2008 R2 oder Windows 7, führen Sie neue Installationen aus, oder aktualisieren Sie eine frühere Version von Windows auf Windows Server 2008 R2 oder Windows 7?

  • Welche Installationsoption ist geeignet?

  • Wo werden die Service Pack-Dateien gespeichert?

  • Gibt es Auswirkungen auf meine Verfahren für Änderungs- und Konfigurationsverwaltung?

  • Wie kann ich das Service Pack bzw. die Abbildinstallationen vor der Bereitstellung testen und validieren?

  • Welche Netzwerkkapazität ist erforderlich, um sicherzustellen, dass die Bereitstellung des Service Packs den Netzwerkbetrieb nicht beeinträchtigt und keine signifikanten Leistungseinbußen bei anderen Geschäftsanwendungen verursacht?

  • Wie kann ich feststellen, dass das Service Pack erfolgreich installiert wurde?

Berücksichtigen verfügbarer Bereitstellungsszenarien: Für diese Version werden sechs Installationsszenarien unterstützt:

Diese Bereitstellungsmethoden werden im Abschnitt Bereitstellen von SP1 ausführlich beschrieben.

Überprüfen der Anwendungskompatibilität: Mit dem Anwendungskompatibilitäts-Toolkit 5.6 (Application Compatibility Toolkit, ACT) können Sie Ihr gesamtes Anwendungsportfolio verwalten und so den Kosten- und Zeitaufwand verringern, den das Beheben von Problemen mit sich bringt. Weitere Informationen und einen Download von ACT 5.6 finden Sie unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=24DA89E9-B581-47B0-B45E-492DD6DA2971&displaylang=en.

Überlegungen zur Virtualisierung: Diese Überlegungen sind nur wichtig, wenn Sie dieses Service Pack auf einem Computer mit Hyper-V™ installieren und insbesondere die neuen Features RemoteFX und Dynamic Memory auf virtuellen Computern einsetzen wollen. Andernfalls können Sie den Vorgang beim Abschnitt Durchführen der Aufgaben zur Bereitstellungsvorbereitung fortsetzen.

Diese Überlegungen sind nur wichtig, wenn Sie dieses Service Pack auf virtuellen Windows Server 2008 R2- oder Windows 7-Computern installieren und insbesondere die neuen Funktionen Microsoft RemoteFX und Dynamic Memory einsetzen wollen. Andernfalls können Sie den Vorgang beim Abschnitt Durchführen der Aufgaben zur Bereitstellungsvorbereitung fortsetzen.

Wenn Sie Hyper-V auf Computern verwenden, auf denen dieses Service Pack installiert werden soll, sollten Sie sich der folgenden Aspekte bewusst sein:

  • Sie können virtuelle Computer frei zwischen Virtualisierungsservern mit Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 R2 mit SP1 importieren und exportieren, sofern weder Microsoft RemoteFX noch Dynamic Memory auf den virtuellen Computern aktiviert ist.

    noteHinweis
    Gespeicherte Zustände und Snapshots virtueller Computer sind zwischen den beiden Versionen kompatibel, wenn weder Dynamic Memory noch RemoteFX aktiviert wurde.

  • Virtuelle Computer, die Windows als Gastbetriebssystem mit installierten R2-Integrationsdiensten ausführen, werden wie gewohnt auf Virtualisierungsservern mit Windows Server 2008 R2 mit SP1 ausgeführt. Die Funktionen Dynamic Memory und RemoteFX benötigen jedoch die SP1-Version der Integrationsdienste, die zudem weitere Updates und Verbesserungen enthält. Wenn Sie die SP1-Version dieser Dienste verwenden möchten, installieren Sie SP1 auf dem Gastbetriebssystem, oder verwenden Sie den Hyper-V-Manager (weitere Details finden Sie unter Hyper-V Getting Started Guide).

Weitere Informationen zu Microsoft RemoteFX™ finden Sie in "Neuigkeiten in RemoteFX" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=192437.

Damit Sie RemoteFX verwenden können, muss auf dem Virtualisierungsserver Windows Server 2008 R2 mit SP1, auf dem virtuellen Computer Windows 7 Enterprise mit SP1 oder Windows 7 Ultimate mit SP1 und auf dem Remoteclientcomputer entweder Windows Server 2008 R2 mit SP1 oder Windows 7 mit SP1 ausgeführt werden.

Ausführliche Informationen zu wichtigen CPU- und zu anderen Hardwareanforderungen für RemoteFX finden Sie in der Beschreibung der Hardwareanforderungen für RemoteFX unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=191918 (möglicherweise in englischer Sprache).

Bevor Sie mit RemoteFX arbeiten, sollten Sie die folgenden Aspekte in Erwägung ziehen:

  • Sie sollten die Treiber für die Grafikkarte auf dem Virtualisierungsserver installieren, bevor Sie die Rollen Remotedesktopdienste und Hyper-V aktivieren. Andernfalls wird die virtuelle Grafikkarte RemoteFX 3D Video Adapter nicht im Hyper-V-Manager verfügbar sein.

  • Deaktivieren Sie alle Einheiten zur Verarbeitung von Grafikdaten, die einen XDDM-Treiber (Windows XP-Anzeigetreibermodell) verwenden.

  • Wenn Sie einen KVM-Switch über IP mit einem integrierten Managementadapter verwalten, installieren Sie den RemoteFX Cap-Treiber, nachdem Sie die RemoteFX-Rolle aktiviert haben. Der RemoteFX Cap-Treiber unterstützt den KVM-Zugriff über IP, bis das Windows-Betriebssystem geladen wird (damit Sie auf das BIOS zugreifen können). Sobald das Betriebssystem geladen wurde, können Sie mit dem Remotedesktopprotokoll oder einer nicht von Microsoft stammenden Lösung für die KVM-Verwaltung über IT auf den RemoteFX-Server zugreifen. Weitere Informationen zum RemoteFX Cap-Treiber enthält die schrittweise Anleitung zum Bereitstellen von Microsoft RemoteFX auf einem einzelnen Remotedesktop-Virtualisierungshost (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Wenn Sie keine KVM-Switches über IP mit einem integrierten Managementadapter verwalten, müssen Sie diese Adapter im BIOS deaktivieren.

  • Sie müssen dieses Service Pack im Windows 7-Gastbetriebssystem installieren, bevor Sie einen virtuellen Computer mit 3D-Adapter aktivieren. Aktivieren Sie nach dem Installieren von Windows 7 die Remotedesktopdienste. Stellen Sie sicher, dass eine Remoteverbindung zum virtuellen Computer hergestellt werden kann. Fahren Sie den virtuellen Computer dann herunter, und fügen Sie dem virtuellen Computer eine neue Grafikkarte hinzu, indem Sie im Hyper-V-Manager-Menü Einstellungen die Option Hardware hinzufügen wählen und dann auf 3D-Grafikkarte zeigen. Starten Sie den virtuellen Computer, und stellen Sie die Verbindung zum virtuellen Computer wie gewohnt her. Damit Sie die 3D-Desktopfunktionen in vollem Umfang nutzen können, starten Sie Mstsc.exe. Achten Sie darauf, dass im Menü Optionen für Erfahrung der Wert LAN (10 Mbit/s oder höher) eingestellt ist.

  • Wenn Sie die virtuelle 3D-Grafikkarte verwenden, können Sie "Verbindung mit virtuellen Computern" nicht verwenden. Verwenden Sie stattdessen Remotedesktop. Wenn Sie die "Verbindung mit virtuellen Computern" benötigen, müssen Sie die virtuelle 3D-Grafikkarte vom virtuellen Computer entfernen.

Weitere Anleitungen zum Einrichten von und zur Arbeit mit RemoteFX enthalten die Dokumente zu folgenden Themen:

Dynamic Memory ist eine neue Hyper-V-Funktion, die mit diesem Service Pack bereitgestellt wird. Mit dieser Funktion kann der Virtualisierungsserver Speicher in einem Pool zusammenfassen und Speicher dynamisch unter Berücksichtigung der Auslastung der virtuellen Computer hinzufügen oder entfernen. Dies verbessert die Konsolidierung der virtuellen Computer auf dem Virtualisierungsserver. Damit Sie Dynamic Memory nutzen können, muss der Virtualisierungsserver Windows Server 2008 R2 mit SP1 oder Hyper-V Server 2008 R2 ausführen. Außerdem muss diese Version des Service Packs installiert sein.

noteHinweis
Wenn Sie dieses Service Pack installieren und dann Dynamic Memory für die vorhandenen virtuellen Computer aktivieren, wird – auch wenn Sie den maximalen Speicherwert der virtuellen Computer auf den vorherigen statischen Speicherwert einstellen – der maximale Speicherwert auf den Standardwert 64 GB eingestellt. Um dies zu korrigieren, müssen Sie den maximalen Speicherwert ein zweites Mal auf den von Ihnen gewünschten Wert einstellen.

Dynamic Memory kann von virtuellen Computern mit einer großen Bandbreite von Betriebssystemen verwendet werden. Eine vollständige Liste enthält die Evaluierungsanleitung für Dynamic Memory unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=192444 (möglicherweise in englischer Sprache). Diese Anleitung enthält außerdem ausführliche Informationen zu den Einstellungen und zur Benutzung von Dynamic Memory.

Sie können virtuelle Computer mit der Windows 7-Version der Remoteserver-Verwaltungstools (Remote Server Administration Tools, RSAT) verwalten, jedoch die Einstellungen von RemoteFX und Dynamic Memory nicht mit dieser Version konfigurieren. Die SP1-Version der RSAT ist noch nicht verfügbar, deshalb müssen Sie zum Verwalten dieser Einstellungen auf einem Virtualisierungsserver mit Hyper-V Server 2008 R2 mit SP1 einen Server verwenden, auf dem Windows Server 2008 R2 mit SP1 ausgeführt wird.

Sie können Virtualisierungsserver mit Windows Server 2008 R2 mit SP1 auch mit System Center Virtual Machine Manager (VMM) verwalten, derzeit aber weder RemoteFX- noch Dynamic Memory-Einstellungen konfigurieren. Wenn Sie VMM verwenden, um einen virtuellen Computer zu verlagern, auf dem Dynamic Memory aktiviert wurde, wird Dynamic Memory deaktiviert.

Ein Windows Server 2008 R2 Hyper-V-Cluster kann als gemischter Cluster mit Knoten eingesetzt werden, auf denen Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 R2 mit SP1 ausgeführt wird. Weitere Informationen zum Installieren eines Service Packs in einem Cluster finden Sie unter http://support.microsoft.com/kb/174799/de-de. Bevor Sie das Service Pack auf einem Cluster installieren, sollten Sie sich der folgenden Aspekte bewusst sein:

  • Aktivieren Sie weder RemoteFX noch Dynamic Memory, bevor der gesamte Cluster auf Windows Server 2008 R2 mit SP1 aktualisiert wurde.

  • Die Migration virtueller Computer, auf denen Dynamic Memory aktiviert wurde, auf einen Knoten ohne Dynamic Memory-Unterstützung wird fehlschlagen.

    Die Migration virtueller Computer, auf denen RemoteFX aktiviert wurde, auf einen Knoten ohne aktiviertes RemoteFX wird fehlschlagen.

    Für eine Livemigration virtueller Computer, auf denen RemoteFX aktiviert wurde, müssen alle Knoten in RemoteFX unterstützen können, über identische Einheiten zur Verarbeitung von Grafikdaten verfügen und RemoteFX muss auf allen Knoten aktiviert sein. Details zu CPU-Anforderungen für RemoteFX finden Sie in "Überlegungen zur Hardware für RemoteFX" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=191918.

Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, bevor Sie SP1 installieren. Wenn Sie SP1 mit Windows Update installieren, müssen Sie diese Aufgaben ausführen, bevor Sie die Microsoft Software-Lizenzbedingungen akzeptieren.

  1. Überprüfen der Speicherplatzanforderungen. Die folgende Tabelle listet die ungefähren Speicherplatzanforderungen für die Systempartition auf. Dabei wurde standardmäßig das Sprachpaket Englisch (EN) zugrunde gelegt. Diese Anforderungen wachsen, wenn andere Sprachpakete auf Ihrem Computer installiert sind. Weitere Informationen zu den einzelnen Installationsmethoden finden Sie unter Bereitstellen von SP1.



    Für Windows Server 2008 R2 mit SP1:

     

    Installationsmethode Ungefähre Speicherplatzanforderungen Größe des Downloadpakets

    Eigenständige Installation

    • x64-basiert: 7,4 GB

    • Itanium-basiert: 3,6 GB

    • x64-basiert: 903 MB

    • Itanium-basiert: 511 MB

    Windows Update

    • x64-basiert: 850 MB

    • Itanium-basiert: nicht zutreffend

    • x64-basiert: 95,7 MB

    • Itanium-basiert: nicht zutreffend

    noteHinweis
    SP1 wird für x64- und Itanium-basierte Computer unterstützt.

    Weitere Informationen zu Systemanforderungen für Windows Server 2008 R2 unabhängig von diesem Service Pack finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=190938.



    Für Windows 7 mit SP1:

     

    Installationsmethode Ungefähre Speicherplatzanforderungen Größe des Downloadpakets

    Eigenständige Installation

    • x86-basiert: 4,1 GB

    • x64-basiert: 7,4 GB

    • x86-basiert: 537 MB

    • x64-basiert: 903 MB

    Windows Update

    • x86-basiert: 750 MB

    • x64-basiert: 1050 MB

    • x86-basiert: 44,3 MB

    • x64-basiert: 73,7 MB

    Weitere Informationen zu Systemanforderungen fürWindows 7 unabhängig von diesem Service Pack finden Sie unter Roadmap zur technischen Bibliothek für Windows 7.

  2. Lesen der Anmerkungen zu dieser Version Grundsätzlich enthalten die Anmerkungen zur Version wichtige Informationen über Probleme, die auftreten können, zusammen mit möglichen Schritten zur Problemumgebung, die entweder vor oder unmittelbar nach der Installation dieses Service Packs auszuführen sind.

    Bisher wurden keine kritischen Probleme gemeldet oder in Tests erkannt, die Korrekturmaßnahmen vor oder unmittelbar nach der Installation erforderlich machen. "Anmerkungen zu dieser Version"-Dokumente werden kontinuierlich aktualisiert. Bekannt werdende oder gemeldete Probleme werden an folgenden Stellen beschrieben.

  3. Verwenden Sie ein Administratorkonto. Melden Sie sich mit einem Administratorkonto bei Ihrem Computer an, stellen Sie sicher, dass alle anderen Benutzer von diesen Computer abgemeldet sind, und schließen Sie alle offenen Anwendungen.

  4. Sichern wichtiger Daten. Ihre Sicherung sollte alle erforderlichen Daten und Konfigurationsinformationen für eine ordnungsgemäße Ausführung des Computers einschließen. Es ist wichtig, die Konfigurationsinformationen für Server (insbesondere Server der Netzwerkinfrastruktur), wie z. B. DHCP-Server (Dynamic Host Configuration-Protokoll), zu sichern. Vergessen Sie bei der Sicherung nicht, die Start- und Systempartitionen und die Systemstatusdaten mit einzuschließen. Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung von Konfigurationsinformationen besteht in der Erstellung eines Sicherungssatzes für die automatische Systemwiederherstellung.

    Bei eigenständigen Installationen und Installationen mit Windows Update speichert Setup automatisch einen Systemwiederherstellungspunkt, mit dem die Systemdateien gesichert werden, bevor die Installation von SP1 beginnt. Bei Bedarf können Sie vor der Installation von SP1 auch Benutzerdaten sichern.

  5. Vergewissern Sie sich, dass alle Treiber in der aktuellen Version vorliegen. Suchen Sie mit Windows Update und beim Hardwarehersteller nach aktualisierten Treibern. Windows Update und das eigenständige Installationsprogramm für SP1 unterbinden die Installation von SP1, wenn ein problematischer Treiber installiert ist. Ist aufgrund des Treibers nur ein kleinerer Funktionalitätsverlust zu erwarten, wird eine Warnung ausgegeben.

  6. Trennen Sie alle USV-Geräte. Wenn der Zielcomputer mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) verbunden ist, ziehen Sie vor dem Installieren des Service Packs das serielle Kabel dieses Geräts ab. Setup versucht automatisch, die Geräte an den seriellen Anschlüssen zu erkennen. Eine USV kann zu Problemen bei diesem Vorgang führen. Sie können den Computer zur Stromversorgung an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) angeschlossen lassen, solange sich die USV selbst im Netzbetrieb befindet. Sie müssen jedoch sicherstellen, dass der Computer über eine ausreichende Stromversorgung für die gesamte Installation verfügt, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

  7. Sicherstellen der Stromversorgung. Wenn Sie einen Laptop verwenden, verbinden Sie diesen mit einer Netzsteckdose, lassen Sie ihn eingesteckt, und starten Sie den Computer während der Installation nicht neu.

  8. Deaktivieren Sie die Virenschutzsoftware. Die Virenschutzsoftware kann die Installation beeinträchtigen. Beispielsweise kann die Installation durch Prüfen jeder lokal auf den Computer kopierten Datei deutlich verlangsamt werden.

  9. Verwalten von Sprachpaketen. Wenn Sie Sprachpakete verwenden, müssen Sie eine der folgenden unterstützten Sequenzen befolgen:

    1. Installieren Sie Windows Server 2008 R2 oder Windows 7.

    2. Installieren Sie dieses Service Pack.

    3. Installieren Sie das aktualisierte Sprachpaket für dieses Service Pack.

    Alternativ:

    1. Installieren Sie Windows Server 2008 R2 oder Windows 7.

    2. Installieren Sie die Sprachpakete in den vor diesem Service Pack veröffentlichten Versionen.

    3. Installieren Sie dieses Service Pack.

  10. Prüfen Sie auf Dateischäden und Schäden am bereitstellenden Speicher. Um sicherzustellen, dass auf Ihrem Computer keine Probleme mit Dateischäden vorliegen, empfehlen wir die Ausführung von Check Disk (Chkdsk.exe), System File Checker (SFC.exe) und Systemupdate-Vorbereitungstool (CheckSUR.exe) in folgendem Verfahren.

    1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten (klicken Sie auf die Schaltfläche Start, geben Sie Eingabeaufforderung in das Feld Programme/Dateien durchsuchen ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen).

    2. Führen Sie den folgenden Befehl aus (davon ausgehend, dass C das Systemlaufwerk ist): chkdsk c: /F

    3. Führen Sie nach Abschluss des Befehls in Schritt 2 den Befehl SFC /Scannow aus.

    1. Laden Sie das KB947821-Update aus dem Microsoft Download Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109180) herunter.

    2. Doppelklicken Sie auf die Datei Windows6.0-KB947821-NNN.msu (NNN wird durch x86, x64 oder ia64 ersetzt), um das Systemupdate-Vorbereitungstool (CheckSur.exe) auszuführen.

Diese Installationsmethode eignet sich für individuelle Benutzer, die aktuell mit Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 arbeiten und Windows Update zum Herunterladen und Installieren von Updates konfiguriert haben.

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie mit dem Internet verbunden sind.

  2. Führen Sie eines der folgenden Verfahren aus:

    • Wenn Ihr Computer so konfiguriert wurde, dass Updates automatisch installiert werden, befolgen Sie auf Aufforderung die Anweisungen zum Installieren von SP1.

    • Mit den Schritten 3–7 können Sie die Installation manuell einleiten.

  3. Klicken Sie auf Start, Systemsteuerung, Windows Update und schließlich auf Nach Updates suchen.

  4. Wählen Sie das SP1-Update aus. Klicken Sie dann auf Installieren.

  5. Setup startet die Installation. Klicken Sie auf Jetzt neu starten, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Während Setup die Installation abschließt, können Sie sich nicht beim Computer anmelden.

    CautionVorsicht
    Starten Sie den Computer nicht neu, während die Installation ausgeführt wird. Schalten Sie ihn auch nicht aus. Andernfalls kann der Computer in einen nicht startfähigen Zustand gelangen.

  6. Wenn die Windows-Anmeldeaufforderung angezeigt wird, wurde die Installation abgeschlossen Nun können Sie sich beim Computer anmelden. Der Installationsstatus wird in einem Dialogfeld gemeldet.

Die ausführbare Installationsdatei enthält alle zum Installieren des Service Packs erforderlichen Dateien. Diese Datei ist selbstextrahierend. Sie können die Datei entweder in der Befehlszeile aufrufen oder in Windows-Explorer auf die Datei doppelklicken.

  1. Kopieren Sie die Installationsdatei (Windows6.1-kb976932-nnn.exe) auf einen Computer, oder laden Sie die Datei auf einen Computer herunter. Sie können SP1 aus dem Microsoft Download Center unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=199583 herunterladen.

  2. Verwenden Sie zum Ausführen des Pakets die später in diesem Abschnitt aufgelisteten Befehlszeilenoptionen, oder doppelklicken Sie in Windows-Explorer auf die Datei.

  3. Befolgen Sie die Anweisungen des Setup-Assistenten. Während Setup die Installation abschließt, können Sie sich nicht beim Computer anmelden.

    CautionVorsicht
    Starten Sie den Computer nicht neu, während die Installation ausgeführt wird. Schalten Sie ihn auch nicht aus. Andernfalls kann der Computer in einen nicht startfähigen Zustand gelangen.

  4. Nach Abschluss der ersten Installationsphase wird der Computer automatisch neu gestartet. Während Setup die Installation abschließt, können Sie sich nicht beim Computer anmelden.

  5. Wenn die Windows-Anmeldeaufforderung angezeigt wird, wurde die Installation abgeschlossen Nun können Sie sich beim Computer anmelden. Der Installationsstatus wird in einem Dialogfeld gemeldet.

Verwenden Sie die in der folgenden Tabelle aufgelisteten und beschriebenen Optionen, um anzugeben, wie SP1 installiert wird. Sie können die folgenden Optionen mit einem Schrägstrich (/) oder einem Bindestrich (-) einleiten. Beachten Sie, dass bei den Optionen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird.

Verwenden Sie die folgende Syntax (NNN steht für x86, x64 oder ia64):

Windows6.1-kb976932-nnn.exe [/quiet] [/nodialog] [/norestart]

Windows6.1-kb976932-nnn.exe [/quiet] [/nodialog] [/forcerestart | /warnrestart[:<Sekunden>]] [/promptrestart]

Soll die Installationsdatei beispielsweise im stillen Modus und ohne Computerneustart ausgeführt werden, geben Sie Folgendes ein:

Windows6.1-kb976932-nnn.exe /quiet /norestart

 

Optionen Beschreibung

/forcerestart

Wenn ein Neustart erforderlich ist, erzwingt diese Option das Schließen aller offenen Anwendungen und Dokumente.

/nodialog

Unterdrückt die Anzeige des Dialogfelds mit der Erfolgs- oder Fehlermeldung am Ende der Installation.

/norestart

Legt fest, dass der Computer nach der Installation nicht neu gestartet wird, auch wenn ein Neustart erforderlich ist, um die Installation abzuschließen. Diese Option sollte nicht zusammen mit der Option /quiet verwendet werden.

/promptrestart

Wenn ein Neustart erforderlich ist, wird der Benutzer in einem Dialogfeld darauf hingewiesen, dass der Computer zum Abschließen der Installation neu gestartet werden muss. Diese Option sollte nicht zusammen mit der Option /quiet verwendet werden.

/quiet

Führt die Installation im stillen Modus aus. In diesem Modus wird während der Installation keine Benutzeroberfläche angezeigt. Der Modus entspricht also weitgehend dem unbeaufsichtigten Modus, blendet jedoch zusätzlich die Benutzeroberfläche aus. Während der Installation werden keine Eingabeaufforderungen angezeigt. Es erscheint nur das Dialogfeld am Ende der Installation, das die erfolgreiche Durchführung oder einen Fehler meldet. Soll dieses Dialogfeld unterdrückt werden, müssen Sie zusätzlich die Option /nodialog angeben.

/unattend

Installiert das Service Pack im unbeaufsichtigten Modus. Während der Installation wird nur eine Statusanzeige, bei kritischen Fehlern werden entsprechende Eingabeaufforderungen angezeigt. Die Microsoft Software-Lizenzbedingungen werden beispielsweise nicht angezeigt, und der Computer wird automatisch neu gestartet.

/warnrestart[:<Sekunden>]

Wenn ein Neustart erforderlich ist, wird der Benutzer in einem Dialogfeld darauf hingewiesen, dass der Computer nach der angegebenen Anzahl Sekunden neu gestartet wird. Der Benutzer kann den Neustart abbrechen oder den Computer sofort neu starten. Standardmäßig erfolgt der automatische Neustart nach 30 Sekunden.

/? oder /help

Zeigt Informationen zur Verwendung des Befehls an.

Diese Szenarien sind für Unternehmen geeignet, die SP1 auf mehreren Computern und/oder für benutzerdefinierte Abbilder bereitstellen wollen. Es wird empfohlen, die DVD mit der integrierten Version von SP1 zum Installieren von SP1 zu verwenden. Obwohl dies nicht empfohlen wird, können Sie ein vorhandenes benutzerdefiniertes Windows Server 2008 R2- oder Windows 7-Abbild starten, das Service Pack installieren und das Abbild dann neu erfassen. Diese Onlinemethode stellt die einzige Möglichkeit dar, Abbilder mit SP1 zu aktualisieren. SP1 kann weder auf einem Offlineabbild von Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 installiert noch von einem solchen Abbild deinstalliert werden.

Das Microsoft Deployment Toolkit (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108442) ist die empfohlene Methode und Lösung zur Bereitstellung von Windows Server 2008 R2. Dieses Toolkit unterstützt Sie bei der Erstellung und Bereitstellung benutzerdefinierte Abbilder, einschließlich so genannter Zero Touch-Bereitstellungen mit Systems Management Server 2003 und System Center Configuration Manager 2007.

Verwenden Sie diese Installationsmethode, wenn Sie über ein automatisches Verfahren zum Reproduzieren von Abbildern verfügen. Beim Erfassen benutzerdefinierter Abbilder können Sie das für Windows Server 2008 R2 veröffentlichte Windows-OPK oder Windows-AIK verwenden. Um ein vorhandenes Windows Server 2008 R2-Abbild zu aktualisieren, starten Sie das Abbild, und aktualisieren Sie es dann mit SP1. Sie können zum Aktualisieren von Abbildern mit SP1 nur eine Onlinemethode verwenden. SP1 kann zudem weder auf einem Offlineabbild von Windows Server 2008 R2 installiert, noch von einem solchen Abbild deinstalliert werden. Es gibt beispielsweise keine der Option /integrate in früheren Windows-Versionen vergleichbare Unterstützung.

Windows Server Update Services (WSUS) ermöglicht Ihnen das Bereitstellen der aktuellen Microsoft-Produktupdates für Computer, auf denen das Windows-Betriebssystem ausgeführt wird. Mithilfe von WSUS können Sie die Verteilung von Updates, die über Microsoft Update veröffentlicht werden, auf den Computern in Ihrem Netzwerk vollständig verwalten. Allgemeine Informationen zu WSUS finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=94244.

Bevor Sie die Bereitstellung mit WSUS starten, sollten Sie sich Folgendes bewusst machen:

  • Wenn Ihr WSUS-Server Windows Server 2003 ausführt, müssen Sie ein Update installieren, damit das SP1 heruntergeladen werden kann. Weitere Informationen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 938759 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108519).

  • Wenn Ihre Organisation das Service Pack-Blockiertool verwendet, um einzelne Benutzer an der Installation von SP1 zu hindern, wird diese Sperre durch die Weitergabe des Service Packs an WSUS automatisch überschrieben, und SP1 wird installiert.

Schließlich synchronisiert SP1 automatisch mit ihrem WSUS-Server, sofern der Server zum Synchronisieren von Service Packs für Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 konfiguriert wurde. Bis dahin können Sie das Service Pack mit den folgenden Schritten manuell von der Microsoft Update-Katalogsite importieren. Das zu installierende Paket enthält die Pakete mit erforderlichen Komponenten und SP1. Dieses Paket wird vollständig auf jeden Zielcomputer heruntergeladen, während bei Verwendung von Windows Update nur die Komponenten heruntergeladen werden, die für den jeweiligen Computer benötigt werden.

  1. Öffnen Sie die WSUS-Administratorkonsole, erweitern Sie den Knoten Update Services, und erweitern Sie dann den Knoten für den WSUS-Server.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Updates, und klicken Sie dann auf Updates importieren.

  3. Suchen Sie in der At the Microsoft Update-Katalogwebsite nach "976932".

  4. Klicken Sie in den Ergebnissen auf Hinzufügen, um dem Warenkorb eines oder mehrere der folgenden Updates hinzuzufügen: Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 für x64-basierte Systeme (KB976932); Windows 7 Service Pack 1 für x64-basierte Systeme (KB976932); Windows 7 Service Pack 1 (KB976932). Das letzte Element ist für x86-basierte Systeme vorgesehen.

  5. Klicken Sie auf Auswahlkorb anzeigen.

  6. Bestätigen Sie Ihre Einstellungen. Klicken Sie dann auf Importieren, um diese Pakete zu importieren.

Dieser Abschnitt erläutert die Installation einer integrierten Version von Windows Server 2008 R2 mit SP1 unter Verwendung der Windows-Bereitstellungsdienste (Windows Deployment Services, WDS). Die Installation oder Einrichtung der Windows-Bereitstellungsdienste selbst wird dagegen nicht behandelt. Weitere Informationen über WDS finden Sie in der schrittweisen Anleitung für die Windows-Bereitstellungsdienste (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=84628).

Zur Bereitstellung eines Windows Server 2008 R2-Abbilds mit SP1 können Sie eines der folgenden Verfahren verwenden:

  • Fügen Sie das "Install.wim"-Abbild von der DVD mit der integrierten Version von Windows Server 2008 R2 SP1 auf Ihrem Windows-Bereitstellungsdienste-Server hinzu.

  • Erstellen Sie ein benutzerdefiniertes Installationsabbild von einem Referenzcomputer, und fügen Sie es dann auf Ihrem Windows-Bereitstellungsdienste-Server hinzu, um ein Aufzeichnungsabbild und einen Referenzcomputer zu erstellen. Erstellen Sie schließlich ein Installationsabbild, welches das neue Abbild enthält.

  1. Fügen Sie die Datei "Boot.wim" aus dem Ordner "\Sources" auf der DVD "Windows Server 2008 R2 mit SP1" auf Ihrem Windows-Bereitstellungsdienste-Server hinzu.

  2. Erstellen Sie ein Aufzeichnungsabbild aus der Datei "Boot.wim". Fügen Sie das Abbild dann auf dem Windows-Bereitstellungsdienste-Server hinzu.

  3. Erstellen Sie einen Referenzcomputer, der Windows Server 2008 R2, SP1 sowie alle Programme und Einstellungen enthält, die Sie in das Abbild einschließen möchten.

  4. Ändern Sie Verzeichnisse an der Eingabeaufforderung in \Windows\System32\Sysprep. Führen Sie den folgenden Befehl aus: sysprep /oobe /generalize /reboot.

  1. Starten Sie den Computer neu, und drücken Sie dann F12.

  2. Wählen Sie das Aufzeichnungsabbild, das Sie in Schritt 2 des vorhergehenden Verfahrens erstellt haben.

  3. Wählen Sie im Assistenten zur Abbildaufzeichnung das richtige Laufwerk, und geben Sie dann einen Namen und eine Beschreibung für das Abbild ein.

  4. Klicken Sie auf Weiter. Angezeigt werden nur Laufwerke, die mit "Sysprep" vorbereitete Betriebssysteme enthalten.

  5. Klicken Sie auf Durchsuchen, und wechseln Sie zum lokalen Ordner, in dem das aufgezeichnete Installationsabbild gespeichert werden soll. Sie müssen einen lokalen Ordner zum Speichern des neuen Abbilds angeben, andernfalls kann das Abbild nicht erfasst werden. Dies verhindert eine Beschädigung des Abbilds im Fall einer Fehlfunktion des Netzwerks.

  6. Geben Sie einen Namen für das Abbild mit der Dateinamenerweiterung ".wim" ein. Klicken Sie dann auf Speichern. Sie müssen die Dateinamenerweiterung ".wim" verwenden, andernfalls schlägt die Erfassung fehl.

  7. Schließen Sie den Assistenten zur Abbildaufzeichnung ab.

Mit diesem benutzerdefinierten Installationsabbild können Sie einen Clientcomputer in die PXE (Pre-Boot eXecution Environment) starten und das Abbild installieren. Weitere Informationen zu finden Sie in der schrittweisen Anleitung zu den Windows-Bereitstellungsdiensten (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=84628).

Sie können SP1 mit Microsoft System Center Configuration Manager 2007, Microsoft System Center Essentials oder Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003 bereitstellen. Eine Beschreibung der Optionen zum Installieren von SP1 (insbesondere der Option /wsus) finden Sie im Abschnitt zu den Befehlszeilenoptionen an anderer Stelle in dieser Anleitung.

Bevor Sie die Bereitstellung mit einem dieser Tools starten, führen Sie die erforderlichen Schritte durch, um möglicherweise aus den Treibern resultierende Probleme zu beseitigen:

  • Bedenken Sie, dass System Center Configuration Manager und Systems Management Server keine Warn- oder Fehlermeldungen ausgeben, die Sie am Installieren des Service Packs hindern.

  • Schulen Sie Ihre Supportmitarbeiter hinsichtlich der Erkennung und Behebung von Treiberproblem.

  • Testen Sie SP1-Installationen vor der Bereitstellung. Installieren Sie bei Bedarf aktualisierte Treiber aus Windows Update oder von den Herstellern, sofern solche Treiber verfügbar sind.

  • Installieren Sie SP1 auf Ihren Softwareupdatepunkten.

  • Konfigurieren Sie System Center Configuration Manager- und Systems Management Server-Sammlungen und Softwareupdatepunkte, um SP1 schrittweise auf den Clientcomputern bereitzustellen.

  • Bei Computern mit Treibern, für die noch keine Updates verfügbar sind, müssen die Treiberprobleme nach der Installation von SP1 behoben werden. Weitere Informationen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=113723.

  • Wenn Sie eines dieser Bereitstellungstools auf einem Computer mit Windows Server 2003 verwenden, installieren Sie das Update KB938759 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108519, möglicherweise in englischer Sprache), um sicherzustellen, dass SP1 erfolgreich heruntergeladen wird. Installieren Sie das Update für Systems Management Server und System Center Configuration Manager auf jedem Standortserver, jedem Softwareupdatepunkt und jeder Verwaltungskonsole. Dieses Update ist in Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008 R2 enthalten, aber nicht für Windows XP verfügbar. Starten Sie den Softwareupdateverteilungs-Assistenten auf einem Computer, auf dem Windows Vista, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2003 (Update KB938759 muss installiert sein) ausgeführt wird.

Nachstehend finden Sie weiterführende Informationen zu den verschiedenen Bereitstellungsmethoden:

  • System Center Configuration Manager 2007: Sie können die Software entweder durch Erstellung eines Softwareverteilungspakets und Ankündigung oder mithilfe der Softwareupdateverwaltung verteilen. Weitere Informationen zur Verwendung von Softwareverteilungspaketen finden Sie im Dokument zur Softwareverteilung in Configuration Manager (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109191). Weitere Informationen zur Verwendung der Softwareupdateverwaltung finden Sie im Dokument zu Softwareupdates in Configuration Manager (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109202). Ein Vorteil der Verwendung der Softwareupdateverwaltung besteht darin, dass weder Befehlszeileneinstellungen noch Erkennungslogik erforderlich sind. In Configuration Manager wird SP1 nach einer erfolgreichen Synchronisierung mit dem Softwareupdatepunkt als verfügbares Update aufgeführt

  • System Center Essentials: Weitere Informationen zu System Center Essentials finden Sie unter "Übersicht: System Center Essentials 2007" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=89185).

  • Systems Management Server: Sie können die Software entweder durch Erstellung eines Softwareverteilungspakets und Ankündigung oder mithilfe des Inventurprogramms für Microsoft Updates (Inventory Tool for Microsoft Updates, ITMU) verteilen. Weitere Informationen zur Verwendung von Softwareverteilungspaketen finden Sie unter "Verteilen von Software" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109218). Informationen zum Verwenden von SMS und ITMU finden Sie unter "SMS 2003-Inventurprogramm für Microsoft Updates" (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108463).

Sie können dieses Service Pack mit Programme und Funktionen (in der Systemsteuerung) oder über die Befehlszeile entfernen. Beachten Sie aber, dass es keine Methode gibt, SP1 offline zu deinstallieren. Außerdem können Sie das mithilfe einer integrierten Installation installierte Service Pack (sowie andere Updates) nicht deinstallieren.

  1. Öffnen Sie die Systemsteuerung, klicken Sie auf Programme und dann auf Installierte Updates anzeigen.

  2. Klicken Sie in der Liste Microsoft Windows mit der rechten Maustaste auf Service Pack für Microsoft Windows (KB976932). Klicken Sie dann auf Deinstallieren.

  3. Starten Sie den Computer bei entsprechender Aufforderung neu.

Entfernen Sie das Service Pack mit folgenden Schritten:

  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten (klicken Sie auf Start, geben Sie Eingabeaufforderung in das Feld Suche starten ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen).

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    Wusa.exe /uninstall /kb:976932

Die folgenden Befehlszeilenoptionen können ebenfalls nützlich sein:

 

Optionen Beschreibung

/norestart

Verhindert, dass "Wusa.exe" den Computer automatisch neu startet. Wenn Sie "Wusa.exe" mit den beiden Optionen /quiet und /norestart ausführen, müssen Sie den Computer manuell neu starten, um die Deinstallation abzuschließen.

/promptrestart

Wenn ein Neustart erforderlich ist, wird der Benutzer in einem Dialogfeld darauf hingewiesen, dass der Computer zum Abschließen des Vorgangs neu gestartet werden muss. Diese Option sollte nicht zusammen mit der Option /quiet verwendet werden.

/quiet

Führt die Installation im stillen Modus aus. In diesem Modus wird während der Installation keine Benutzeroberfläche angezeigt. Während der Installation werden keine Eingabeaufforderungen angezeigt.

/warnrestart[:<Sekunden>]

Wenn ein Neustart erforderlich ist, wird der Benutzer in einem Dialogfeld darauf hingewiesen, dass der Computer nach der angegebenen Anzahl Sekunden neu gestartet wird. Der Benutzer kann den Neustart abbrechen oder den Computer sofort neu starten. Standardmäßig erfolgt der automatische Neustart nach 30 Sekunden.

Wenn Sie dieses Service Pack installieren, sichert das Installationsprogramm alle Dateien, die durch das Service Pack ersetzt werden. Sie können diese Sicherungsdateien mit der Abbildverwaltung für die Bereitstellung (Deployment Image Servicing and Management, DISM) entfernen, um Speicherplatz freizugeben.

ImportantWichtig
Nachdem Sie diese Dateien entfernt haben, können Sie dieses Service Pack nicht mehr deinstallieren.

  1. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Dateien online zu entfernen:

    DISM.exe /online /Cleanup-Image /spsuperseded

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Dateien aus einem Offlineabbild zu entfernen:

    DISM.exe /Image:<Pfad_zum_Offlineabbild> /Cleanup-Image /spsuperseded

Die Option /spsuperseded entfernt die im Rahmen der Installation erstellten Sicherungsdateien. Sie können die Option /hidesp verwenden, um das Service Pack aus der Liste der installierten Updates auszublenden, ohne die Dateien zu entfernen.

Um zu bestätigen, dass SP1 installiert wurde, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Den Verweis auf das Service Pack finden Sie im Bereich "Windows-Edition".

Beim Installieren von SP1 unterbinden einige Computer die Installation. Es kann auch zu anderen Installationsproblemen kommen. Zu diesen Problemen zählen die folgenden:

  • Problematisches BIOS oder problematische Anwendung

  • Schadhafte Festplatte

  • Arbeitsspeicherfehler

  • Software- und Dateisystem-Synchronisierungsprobleme. Aus Leistungsgründen bewahrt das Dateisystem eine Kopie des Inhalts einiger Dateien im Speicher auf. Es kann einige Zeit dauern, bis dieser Inhalt auf die Festplatte zurückgeschrieben wurde. Aus diesem Grund besteht gelegentlich eine leichte Abweichung zwischen dem Inhalt der Dateien auf der Festplatte im Vergleich zum Speicherinhalt.

Führen Sie die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge durch, um Installationsprobleme zu umgehen:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie über ausreichend Speicherplatz verfügen, wie in der Tabelle "Überprüfen der Speicherplatzanforderungen" unter Durchführen der Aufgaben zur Bereitstellungsvorbereitung weiter vorn in dieser Anleitung beschrieben ist. Starten Sie den Computer dann neu, und versuchen Sie erneut, SP1 zu installieren. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass alle Dateien ordnungsgemäß synchronisiert sind.

  2. Schlägt die Installation weiterhin fehl, laden Sie das Update KB976932 aus dem Microsoft Download Center herunter, und extrahieren Sie die Dateien. Die Datei "Windows6.0-KB976932-NNN.msu" stellt sicher, dass der Computer für das Update vorbereitet ist. Versuchen Sie dann erneut, SP1 zu installieren. Weitere Informationen zu diesem Update, einschließlich Informationen zum Abrufen des Updates, finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=109180.

  3. Schlägt die Installation weiterhin fehl, öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten. Führen Sie dann den Befehl chkdsk /f aus. Das Tool "Chkdsk" prüft das Dateisystem und die Metadaten auf Fehler und behebt dann die Fehler, sofern das möglich ist. Versuchen Sie dann erneut, SP1 zu installieren.

  4. Schlägt die Installation weiterhin viel, öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster mit erhöhten Rechten. Führen Sie dann den Befehl MdSched.exe aus. Das Windows-Speicherdiagnosetool testet den Arbeitsspeicher (RAM) des Computers auf Fehler. Versuchen Sie dann erneut, SP1 zu installieren.

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