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Neuerungen in MED-V 2.0

Letzte Aktualisierung: März 2011

Betrifft: Microsoft Enterprise Desktop Virtualization 2.0

In Microsoft Enterprise Desktop Virtualization (MED-V) 2.0 wurden die Unterstützung der Anwendungskompatibilität für Windows 7 weiterentwickelt und Funktionen entfernt, die für dieses Szenario nicht erforderlich sind. So wurden Funktionen wie die Verschlüsselung des MED-V Workspaces, der zentralisierte MED-V-Server und die MED-V Workspaces-Kurzübertragung entfernt.

Änderungen an den Standardfunktionen

In diesem Abschnitt wird auf Schlüsselbereiche eingegangen, in denen sich MED-V 2.0 -Funktionen geändert haben.

MED-V-Arbeitsbereichserstellung

Die für den MED-V Workspace verwendete virtuelle Festplatte wird jetzt in Windows Virtual PC erstellt. Zu den Methoden, die beim Erstellen des MED-V Workspaces zum Einsatz kommen, zählen das Installieren von Windows XP SP3, das Aktualisieren des Betriebssystems und das Vorbereiten des Betriebssystems auf die Verwaltung durch eine Softwareverwaltungsinfrastruktur.

Die Funktionen zur Offline-Verwaltung und zur Kurzübertragung wurden ebenso wie die zur proprietären MED-V Workspace-Verschlüsselung und zur Komprimierung entfernt. Beim Erstellen eines MED-V Workspaces muss ein Administrator die entsprechenden Anwendungen und Verwaltungstools im Abbild vorbereiten und konfigurieren, anstatt das Vorbereitungstool für die virtuelle Maschine zu verwenden, das zum Lösungsumfang von MED-V 1.0 gehört.

Die Ausführung von Sysprep für das MED-V-Abbild ist jetzt erforderlich und wird während der Paketerstellung für den MED-V Workspace geprüft. Der Arbeitsbereichs-Packager für MED-V bietet eine grafische Benutzeroberfläche (GUI), die den Administrator bei der Paketerstellung unterstützt. Die Konsole aus MED-V 1.0 wurde ebenso entfernt wie die Funktionen zum Verwalten von Abbildern und MED-V Workspacesprofilen und die Erfordernis der Bereitstellung und Verschlüsselung von MED-V Workspaceen.

MED-V-Arbeitsbereichsbereitstellung

Bei der Bereitstellung eines MED-V Workspaces kann ein Administrator jetzt von den Vorteilen elektronischer Softwareverteilungstools profitieren. Die Methode des clientseitigen Abrufs aus MED-V 1.0 wurde entfernt. Der MED-V Workspace wird jetzt mit nicht zu MED-V gehörenden Methoden bereitgestellt. Administratoren können MED-V Workspacee jetzt wie andere Anwendungspakete behandeln und die Bereitstellung und Installation von MED-V mithilfe vorhandener Tools und Prozesse planen. MED-V-Installationen können unbeaufsichtigt bereitgestellt und problemlos innerhalb einer bestehenden Softwareverteilungsinfrastruktur verwaltet werden.

MED-V-Arbeitsbereichsverwaltung

Der MED-V Workspace in MED-V 2.0 basiert auf einer virtuellen Windows Virtual PC-Festplatte. Mit MED-V wurden die Möglichkeiten von Windows Virtual PC erweitert. Die nahtlose Integration wurde verbessert, ohne dass dabei Verschlüsselungs- oder sonstige Tools für den Zugriff auf den MED-V Workspace erforderlich wären.

Nachdem MED-V auf einer Arbeitsstation bereitgestellt wurde, kann der MED-V Workspace mithilfe von Windows Virtual PC im Vollbildmodus geöffnet werden. Dank dieser neuen Funktionalität entfällt die Notwendigkeit, den nahtlosen oder Vollbildmodus über Richtlinien festzulegen, sowie den Vollbildmodus zur Diagnose oder Fehlerbehebung zu erzwingen.

Das Veröffentlichen von Anwendungen für den MED-V Workspace erfolgt nicht mehr mit Profilen und durch die manuelle Eingabe der Anwendungspfade. Stattdessen erfolgt die Veröffentlichung automatisch, sobald Anwendungen auf dem Gast installiert werden. Das zentrale Abbildrepository, das Versionen der per Kurzübertragung bereitgestellten Abbilder enthielt, wurde entfernt. Stattdessen können Administratoren mit MED-V den MED-V Workspace wie einen physischen Computer verwalten. Anwendungen und Updates können ohne aufwändige dedizierte MED-V-Infrastruktur verteilt werden.

Änderungen an den MED-V-Funktionen

In mehreren Schlüsselbereichen von MED-V 2.0 wurden Verbesserungen oder Erweiterungen an den folgenden Funktionen vorgenommen.

MED-V-Arbeitsbereichserstellung

MED-V Workspacee müssen mithilfe von Windows Virtual PC erstellt werden. Vorhandene Virtual PC 2007-Abbilder müssen migriert werden. Das Prep-Tool für die virtuelle Maschine ist nicht Bestandteil von MED-V 2.0 . Administratoren müssen Abbilder gemäß der Informationen in der MED-V 2.0 -Hilfedatei konfigurieren, aktualisieren und optimieren. Das Ausführen von Sysprep für ein MED-V-Abbild ist ein obligatorischer Schritt, der der Paketerstellung vorausgehen muss.

Paketerstellung für den MED-V-Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereichs-Packager für MED-V basiert auf Windows PowerShell. Seine Funktionalität ersetzt einen Teil des Funktionsumfangs der vorherigen Konsole, mit der zentrale Funktionen von MED-V verwaltet wurden. Zweck des Arbeitsbereichs-Packagers für MED-V ist es, die virtuelle Festplatte mit den entsprechenden Einstellungen und dem Abbild zu einem Paket zusammenzustellen, das von Administratoren ohne großen Aufwand bereitgestellt werden kann. Erweiterte Funktionen werden mithilfe von Windows PowerShell bereitgestellt.

MED-V-Arbeitsbereichsverteilung

Eine dedizierte Serverinfrastruktur für MED-V 2.0 ist nicht mehr erforderlich und die Methode des clientseitigen Abrufs zum Bereitstellen von MED-V Workspaceen wurde entfernt. MED-V Workspacee werden jetzt mithilfe einer elektronischen Softwareverteilungsinfrastruktur bereitgestellt und können in allgemeinen Freigaben gespeichert werden, die auch für andere Installationspakete verwendet werden.

Erstmalige Einrichtung

Der Prozess der erstmaligen Einrichtung ist jetzt an die Sysprep-Standardkonventionen für Abbilder angepasst. Im Rahmen der erstmaligen Einrichtung des MED-V Workspaces können Einstellungen dynamisch angewendet werden, die im Arbeitsbereichs-Packager für MED-V für das Abbild zu Beginn der Miniinstallation festgelegt wurden. Das Skripttool in der Konsole wurde entfernt, und dem Prozess der erstmaligen Einrichtung liegen jetzt Optionen zugrunde, die im Arbeitsbereichs-Packager für MED-V durch den Administrator konfiguriert wurden.

Anwendungsveröffentlichung

Administratoren können Anwendungen im MED-V-Abbild entweder vor der Paketerstellung, nachdem der MED-V Workspace bereitgestellt wurde oder durch eine Kombination beider Methoden installieren. Von MED-V wird die MED-V Workspacesrichtlinie zum Veröffentlichen von Anwendungen nicht mehr ausgewertet, sondern stattdessen untersucht, was tatsächlich auf dem Gast installiert ist. Wenn auf dem Gast Anwendungen installiert sind, werden sie automatisch erkannt und im Menü Start auf dem Host veröffentlicht. Sie können sofort vom Endbenutzer verwendet werden.

URL-Umleitung

MED-V 2.0 bietet eine nahtlose Host-zu-Gast-Webadressenumleitung, der die vom Administrator konfigurierten und verwalteten Richtlinien zugrunde liegen. Indem eine URL auf den Gastbrowser umgeleitet wird, soll der Benutzer auf diese umgeleitete Site beschränkt werden. Dadurch werden die einem Benutzer möglichen, aber vom Administrator nicht erwünschten Internetaktivitäten eingeschränkt. Die Gast-zu-Host-Browserumleitung wurde entfernt.

Problembehandlung

In MED-V werden jetzt hostbasierte Standardprozesse zur Problembehandlung genutzt. Da der MED-V Workspace nicht mehr verschlüsselt ist, kann er im Vollbildmodus innerhalb der Windows Virtual PC-Konsole geöffnet werden. Hier kann er wie eine Standardarbeitsstation angezeigt und bearbeitet werden. Darüber hinaus werden die Protokolle nicht mehr lokal verschlüsselt und zentral erfasst. MED-V nutzt jetzt verstärkt die lokalen Ereignisprotokolle. Der Protokollierungsgrad der Ausgabe, von Information bis Debuggen, kann einfach konfiguriert werden. Schließlich steht ein Toolkit zur Fehlerbehebung zur Verfügung, das Administratoren und Helpdesk-Mitarbeitern eine grafische Übersicht über alle Optionen zur Fehlerbehebung bietet, aus der sie mühelos die relevanten Aktivitäten auswählen können.

MED-V wird nicht mehr als Systemdienst ausgeführt. Stattdessen wird MED-V, sofern ein Benutzer angemeldet ist, als Benutzerprozess ausgeführt. Funktionen, die früher über den Systemdienst zur Verfügung standen, werden jetzt durch Benutzerprozesse bereitgestellt.

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