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Verwaltung zwischen Firma und Niederlassung für BI-Planungslösungen und -Szenarien

SharePoint 2010

Veröffentlicht: 27. Januar 2011

Verwaltung zwischen Firma und Niederlassung

In Großunternehmen umfassen die Planungsanforderungen oft mehrere Unternehmenseinheiten, weshalb das Unternehmen eine zentrale Planungslösung implementieren muss, um standardisiertere, präzisere und effizientere Prozesse zu ermöglichen. Durch die immer komplexeren Anforderungen zwischen Firma und Niederlassung ist eine einzelne monolithische Planungslösung möglicherweise aus folgenden Gründen nicht mehr ideal:

  • Zu viele Benutzer greifen auf ein einziges System zu.

  • Für die Anforderungen aller Niederlassungen sind zu viele komplexe Modelle erforderlich.

  • Prozesse einer Niederlassung können andere Niederlassungen beeinträchtigen.

  • Aktualisierungen an einer Niederlassung können andere Niederlassungen beeinträchtigen.

  • Die Durchsetzung von Änderungen ist schwieriger, da sie sich auf das gesamte Unternehmen auswirken.

In diesen Fällen können mehrere Planungslösungen erstellt werden, wobei die Unternehmenslösung als Vorlage für alle Niederlassungen dient, um den Stress, der auf einer einzelnen Planungslösung lasten würde, abzumildern.

Bei der Vorgehensweise mit mehreren Planungslösungen gibt es eine einzelne Lösung pro Unternehmenseinheit, jeweils mit einem eigenen relationalen Data Mart und einer SQL Server Analysis Services-Datenbank. Die Unternehmenslösung dient als primäre Datenquelle für alle Niederlassungen, wobei die Unternehmensansicht der Modelle, Dimensionen und Hierarchien freigegeben wird. Die SQL Server Analysis Services-Unternehmensdatenbank dient als Vorlagenstruktur für jede Niederlassung. Standardisierte Geschäftsregeln werden im Unternehmen implementiert und verwaltet und bei Bedarf in die Niederlassungslösung kopiert.

Kleinere Aktualisierungen an der Unternehmenslösung sollten eine Synchronisierung mit den Niederlassungslösungen auslösen, beispielsweise das Hinzufügen eines neuen Kontos zum "Kontenplan" oder Aktualisierungen an Faktendaten für freigegebene Modelle. Aktualisierungen an Dimensionselementen und -eigenschaften aus der Unternehmenslösung können automatisch synchronisiert werden, indem die Elemente in der Niederlassungslösung als nur der Niederlassung zugehörig gekennzeichnet werden. Auf diese Weise kann ETL problemlos für Aktualisierungen zwischen Niederlassung und Unternehmen definiert werden.

Für größere Aktualisierungen an der Unternehmenslösung muss möglicherweise die Unternehmensvorlage für jede Niederlassung erneut kopiert werden.

Schritte zum Erstellen eines Niederlassungsdatenmodells:

  1. Kopieren Sie die relationale Datenbank der Unternehmenslösung, und stellen Sie sie in der Niederlassungsumgebung wieder her.

  2. Kopieren Sie die SSAS-Datenbank der Unternehmenslösung, und stellen Sie sie in der Niederlassungsumgebung wieder her.

    1. Aktualisieren Sie die Datenverbindungen, sodass sie auf die Niederlassungsumgebung verweisen.

    2. Aktualisieren Sie Benutzersicherheitsrollen in der SSAS-Datenbank für die Verwendung durch die Niederlassung.

  3. Erstellen Sie ETL-Pakete zum Synchronisieren von Daten für freigegebene Datenmodelle zwischen Unternehmens- und Niederlassungslösungen.

  4. Wenden Sie für die Niederlassung spezifische Daten auf die kopierte Unternehmensdatenbank an. Fügen Sie beispielsweise dem Kontenplan Konten hinzu, die nicht Bestandteil der Unternehmenshierarchie sind. Elemente, die der Niederlassung hinzugefügt werden, sollten entsprechend als für die Niederlassung spezifisch gekennzeichnet werden. Dadurch können mit ETL weiterhin Unternehmensdaten mit Niederlassungsdaten synchronisiert werden.

  5. Erstellen Sie für die Niederlassung spezifische Modelle für die Datenerfassung und Berichterstellung.

Mehrer Planungslösungen bieten die folgenden Vorteile:

  • Größere Flexibilität beim Gestalten und Planen des Planungsprozesses für jede Niederlassung, ohne dass unternehmensweite Prozesse beeinträchtigt werden.

  • Änderungen an der Planungslösung der Niederlassung haben keine Auswirkungen auf andere Planungslösungen.

  • Potenziell bessere Leistung; Planungslösungen können sich geografisch in der Nähe der Benutzerbasis der jeweiligen Unternehmenseinheit befinden.

  • Vereinfachtes Sicherheitsmodell für jede Unternehmenseinheit im Vergleich zur Zusammenfassung aller zu den jeweiligen Unternehmenseinheiten gehörenden Information Worker (IW), die sich auf Zehntausende belaufen können.

Für die Nutzung der Unternehmenslösung und deren Datenmodel können die folgenden Elemente freigegeben werden:

  • Freigabe von Fakten-, Dimensions- und Hierarchietabellen zwischen Unternehmen und Niederlassung.

  • Freigabe von Unternehmensgeschäftsregeln im Cube (MdxScript) für die Niederlassung.

  • Freigabe von gespeicherten Prozeduren zwischen Unternehmen und Niederlassung.

Für Dimensions-, Hierarchie- und Faktentabellen für die Niederlassungslösung können die Daten mithilfe des ETL-Prozesses direkt aus der Unternehmenslösung abgerufen werden. Eine periodische Synchronisierung kann zwischen den Tabellen geplant werden, um die neuesten aktuellen Unternehmensdaten für die Niederlassung zu übernehmen. Da die Daten im Unternehmen bereits bereinigt sind, sollte ETL ziemlich einfach sein.

Für standardisierte Geschäftsregeln können die Definitionen aus der Unternehmenslösung wiederverwendet und auf die Niederlassung angewendet werden. In der SQL Server Analysis Services-Unternehmensdatenbank vorhandene MDX-Skripts können kopiert und der SQL Server Analysis Services-Datenbank der Niederlassung hinzugefügt werden. Gespeicherte Prozeduren können ebenfalls kopiert und mithilfe des SSMS-Features "Skript für gespeicherte Prozeduren als" auf das relationale Datenmodell der Niederlassung angewendet werden.

Änderungsverlauf

Datum Beschreibung

27. Januar 2011

Erstveröffentlichung

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