(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Senden von Plandaten für BI-Planungslösungen und -Szenarien

SharePoint 2010
 

Gilt für: SharePoint Server 2010 Enterprise

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-01-28


In Excel 2010 können Information Worker SSAS-Cubes (SQL Server Analysis Services) mithilfe von rückschreibfähigen PivotTables aktualisieren. Diese Aktualisierungen durch Information Worker werden durch rollenbasierte Sicherheit in SSAS strikt gesteuert, wobei die Dateneingabe nur in Bereichen mit Schreibzugriff möglich ist. Sie legen für ein Formular fest, dass es rückschreibfähig ist, indem Sie unter PivotTable-Tools die Option Was-wäre-wenn-Analyse und dann Was-wäre-wenn-Analyse aktivieren auswählen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, bei der Eingabe in dem Formular entweder manuelle oder automatische Neuberechnung auszuwählen. Wenn Sie automatische Neuberechnung auswählen, löst jede Änderung in dem Formular eine Was-wäre-wenn-Analyse für den Cube aus. Dies ist nützlich, wenn Sie die Ergebnisse der Änderungen von Werten im Formular immer sofort sehen möchten, kann jedoch in gewissem Umfang zu Leistungseinbußen führen. Wenn Sie einen Planungsprozess für mehrere Benutzer verwenden, empfiehlt es sich, diese Option auf "manuell" festzulegen, sodass vom SSAS-Server weniger Neuberechnungen ausgeführt werden. Das erweist sich besonders dann als sinnvoll, wenn die Leistung ohnehin schon nicht optimal ist.

Änderungen in der PivotTable werden standardmäßig mit einem Indikator in Form eines dunkelroten Dreiecks gekennzeichnet. Die berechnete Änderung wird mit einem dunkelblauen Dreieck gekennzeichnet. Wenn die Information Worker ihre Planaktualisierungen abgeschlossen haben, können sie die Änderungen für das Rückschreiben direkt im Cube veröffentlichen. Die Veröffentlichung der Änderungen im Cube bewirkt, dass die Änderungen in einer relationalen Rückschreibetabelle auf dem Server gespeichert werden.

Zum Veröffentlichen der Änderungen wählen Sie unter PivotTable-Tools die Option Was-wäre-wenn-Analyse und dann Veröffentlichen aus.

1) In Excel-PivotTables werden Daten veröffentlicht, indem Aktualisierungen an die zugrunde liegenden SSAS-Cubes gesendet werden.

2) SSAS transformiert die Aktualisierungen in Faktenzeilen und speichert sie in der Rückschreibetabelle.

In Planungsmodellen, die mit Excel PowerPivot erstellt wurden, können Datenmodelle mithilfe der Funktion Verknüpfte Tabellen aktualisiert werden. Verknüpfte Tabellen sind sozusagen Tabellen, die mit Partitionstabellen in SSAS-Cubes verbunden sind. Dadurch können Aktualisierungen am PowerPivot-Modell entweder durch direktes Aktualisieren einer vorhandenen verknüpften Tabelle oder durch Erstellen einer neuen Tabelle und anschließendes Verknüpfen mit dem PowerPivot-Modell durchgeführt werden.

Der primäre Vorteil der Verwendung von verknüpften Tabellen liegt darin, dass Information Worker mit den unterschiedlichsten heterogenen, aktualisierbaren Datenquellen Formulare erstellen und Analysen durchführen können und das Datenmodell dennoch weiterhin mit Anpassungen erweitern können, die alle in einer Arbeitsmappe verwaltet werden können.

Um die richtige Umgebung hierfür einzurichten, müssen wir eine separate Tabelle erstellen, aus der die Daten im PowerPivot-Modell zur Verfügung gestellt werden. Im folgenden Beispiel haben wir eine Tabelle in einem gesonderten Blatt erstellt und zum Aktualisieren des PowerPivot-Modells verwendet.

  • Beachten Sie, dass verknüpfte Tabellen oft Faktentabellen ähneln und daher nicht immer die am besten geeignete Struktur für Anpassungen an Datenmodellen sind.

  • PowerPivot-PivotTables unterstützen das Rückschreiben nicht. Das macht das Aktualisieren eines PowerPivot-Modells für den Information Worker schwieriger.

Nachdem Sie die Tabelle eingerichtet haben, markieren Sie den Datenabschnitt in der Tabelle, und klicken Sie unter PowerPivot auf die Schaltfläche Verknüpfte Tabelle erstellen. Hier können Sie den Modus für die automatische Aktualisierung auswählen, damit Aktualisierungen in der Excel-Tabelle automatisch das PowerPivot-Modell aktualisieren. Durch Verwendung der mit einer Tabelle in PowerPivot verknüpften Daten haben Sie jetzt zusätzliche Werte, die Sie in der PowerPivot-Formularerstellung verwenden können.

1) Aktualisierungen an den verknüpften Tabellen erfolgen über Kopieren und Einfügen oder über Zellbezüge.

2) Änderungen an den verknüpften Tabellen werden automatisch im PowerPivot-Modell verarbeitet.

3) Das aktualisierte PowerPivot-Modell kann in Formularen oder Berichten verwendet werden.

4) Andere Datenquellen werden wie üblich mit PowerPivot aktualisiert.

Sobald die Planungsformulare erstellt sind, richten Sie in der SharePoint 2010-Website eine Dokumentbibliothek zum Veröffentlichen der Formulare an die Information Worker ein. Wie Sie die Dokumentbibliothek organisieren, hängt von den Anforderungen der Benutzer ab (d. h. nach Geschäftsbereich, Abteilung oder Geografie).

Für PowerPivot-Berichte empfiehlt es sich, diese Berichte im PowerPivot-Katalog von SharePoint zu veröffentlichen, da der Berichts-Viewer hier umfassender mit dem Bericht interagiert. Wenn Sie SharePoint 2010 verwenden, werden die folgenden Szenarien für Zusammenarbeit zwischen mehreren Benutzern unterstützt:

  • Einchecken/Auschecken für mehrere Benutzer für Datensendungen und Genehmigungen.

  • In Excel 2010 können Kopien des PowerPivot-Datenmodells erstellt oder Änderungen an diesem Datenmodell vorgenommen werden.

  • Freigeben von interaktiven Berichten und Analysen über den PowerPivot-Katalog.

Eine Alternative zum Übermitteln von Plandaten sind SharePoint-Listen. SharePoint-Listen ermöglichen die Erfassung von Daten über Webbrowser durch mehrere Information Worker in der gesamten Organisation. Da die Listen in der SharePoint-Umgebung verwaltet werden, wird Excel nicht für deren Erstellung oder Verwaltung benötigt. Das vereinfacht die Einrichtung und die Funktionalität, allerdings hat die Verwendung von SharePoint-Listen als Datenerfassungsmechanismus gegenüber OLAP-Cubes einige Nachteile.

 

Vorteile von Listen Nachteile gegenüber OLAP-Cubes

Schnelles Setup und schneller Zugriff

Keine Datenaggregierung

Einfache Dateneingabe

Keine Hierarchieanzeige

Einfache Berechnungen

Begrenzte Berechnungsfunktionen

Workflow und Sicherheit (SharePoint)

Weniger Unterstützung von Geschäftsregeln

 

Begrenzte Datensicherheit

 

Begrenzte Filterauswahl

HinweisNote
Informationen zum Einrichten einer SharePoint-Liste für ein beispielhaftes Planungsszenario finden Sie unter Leitfaden zum Entwickeln von Planungsfunktionen für BI-Planungslösungen und -Szenarien im Abschnitt über SharePoint-Listen.

Für Planungsszenarien können Listen z. B. Eingabeformulare für das Finanzwesen sein, mit denen Daten von Fachvorgesetzten und unterschiedlichen Abteilungen und Geschäftsbereichen gesammelt werden. SharePoint-Listen lassen sich auch in die übrigen BI-Tools integrieren, die beim Erstellen von Dashboards, Scorecards und Analysen auf der SharePoint-Plattform zur Verfügung stehen.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft