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Cubemodellierung für das Zurückschreiben von Daten in BI-Planungslösungen und -Szenarien

SharePoint 2010

Veröffentlicht: 27. Januar 2011

Inhalt dieses Artikels

Bestimmen der Cubegröße und Empfehlungen

Für den ordnungsgemäßen Entwurf von Cubes müssen zahlreiche Aspekte beachtet werden, die sich auf die Größe und Gesamtleistung des Cubes auswirken.

Vermieden werden sollte das Packen der gesamten Logik unter Verwendung aller verfügbaren Dimensionen in einen einzelnen riesigen Cube. Dadurch wird nicht nur die Cubegröße unnötig aufgeblasen, sondern auch die Nutzung und Verwaltung durch Information Worker stark erschwert.

Verwenden Sie MOLAP-Partitionen für unveränderliche Daten.

Laden Sie Daten, die für den Planungsprozess relevant sind. Vermeiden Sie das Laden aller verfügbaren Daten aus einem Quellsystem in Ihre Planungscubes. Trennen Sie die für die Kernplanung benötigten Daten von den Daten für das Berichtswesen. Mithilfe von Planungscubes müssen viele Was-wäre-wenn-Szenarien durchgespielt werden. Je kleiner der Cube, desto höher der Nutzen für alle Information Worker.

Berechnen Sie Faktendaten nach Möglichkeit stets vorab, damit keine MdxScript-Regeln für Berechnungen ausgeführt werden müssen. Berichtscubes sind ideale Kandidaten für das Vorabberechnen des Ergebnisses direkt in die Faktentabellen. Dies führt zu einer besseren Abfrageleistung und Skalierung.

Verwenden von Measuregruppen

Measuregruppen eignen sich zum Gruppieren von Daten mit derselben Dimensionalität innerhalb eines einzelnen Cubes. Daten im Cube "Personalbudget" sind beispielsweise auf zwei Measuregruppen verteilt: eine für die Budgetdaten mit der Dimensionalität "Region", "Metrik", "Zeit" und "Mitarbeiter", während die Annahmedaten die Dimensionalität "Entgeltgruppe" und "Zeit" haben. Das Aufteilen der Daten gemäß Dimensionalität führt zu einem besseren Cubeentwurf, einer besseren und einfacheren Regelverwaltung und optimierten Leistung.

Verwenden der Rückschreibetabelle und Empfehlungen

In Microsoft SQL Server 2008 Analysis Services (SSAS) wurden Rückschreibetabellen mit MOLAP-Speicherung so verbessert, dass auf Benutzerinteraktionen schnellere Datenaktualisierungen folgen. In der Rückschreibetabelle wird ein laufendes Delta für jede vom Information Worker vorgenommene Änderung gespeichert. In dieser Tabelle werden alle Benutzeränderungen am Cube samt Prüfprotokoll zu Person und Zeitpunkt gespeichert.

Richten Sie zum Konfigurieren Ihrer Measuregruppe mit einer Partition für das Rückschreiben dediziert eine MOLAP-Partitionierung für das Rückschreibeszenario ein. (Weitere Informationen finden Sie unter Leitfaden für die Planungsmodellierung und Berichterstellung für BI-Planungslösungen und -Szenarien.)

Wert_0 Element-ID_1 Element-ID_2 Element-ID_3 Element-ID_4 Element-ID_5 Element-ID_6 MS-Überprüfungszeit_7 MS-Überprüfungszeit_8

82,27

1

20100500

2

12

210

1

23:11:34 Uhr

CORP\jeffwan

82,27

1

20100500

2

13

210

1

23:11:34 Uhr

CORP\jeffwan

-12997,73

1

20100500

2

14

210

1

23:11:34 Uhr

CORP\jeffwan

Rückschreiben durch mehrere Benutzer

In Rückschreibetabellen in SQL Server Analysis Services können mehrere Benutzer Daten zurückschreiben. Wenn mehrere Information Worker Daten in dasselbe Segment zurückschreiben, hat die Änderung der letzten Person Vorrang. Mithilfe der Rückschreibetabelle werden alle Dateneingaben durch Information Worker als Transaktionen überwacht.

Es wird empfohlen, den Dateneingabeprozess so zu konfigurieren, dass jeder Information Worker Daten in seinem eigenen eindeutigen Datensegment innerhalb des Cubes eingibt und aktualisiert. Dies führt zu einer besseren Verantwortlichkeit für Daten und einer besseren allgemeinen Benutzerumgebung, da Daten, die von einem Information Worker übermittelt werden, nicht durch die Übermittlung eines anderen Information Workers verloren gehen oder überschrieben werden.

Verwenden von Partitionen und Cubeeinstellungen (MOLAP/ROLAP)

Die MOLAP-Speicherung (mehrdimensionale OLAP) für Partitionen ermöglicht in SQL Server Analysis Services die beste Abfragezeitleistung. Die MOLAP-Speicherung ist für unveränderliche bzw. statische Daten ideal. Statisch bezieht sich hier darauf, dass die zugrunde liegenden Faktenwerte nicht durch Prozesse wie die Ausführung von Regeln, das Laden von Daten oder Benutzereingaben ändern. Tatsächliche und Verlaufsdaten eignen sich besonders für eine gemeinsame Speicherung in einer MOLAP-Partition. Statische Daten können einmal verarbeitet werden und erfordern keine weitere Verarbeitung, es sei denn, die Partitionsdaten werden geändert. Dies kann hilfreich sein, wenn Sie große Partitionen verarbeiten, was viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Daten, die veränderlich sind und echtzeitnahe Aktualisierungen erfordern, sollten mithilfe der ROLAP-Speicherung (relationale OLAP) für die Partition gespeichert werden. ROLAP liefert bei entsprechenden Abfragen die neuesten Daten. Sie können die Speichermechanismus für jede Partition abhängig von den zu speichernden Daten (statisch oder veränderlich) konfigurieren.

Weitere Informationen zu MOLAP/ROLAP-Partitionseinstellungen finden Sie unter Leitfaden für die Planungsmodellierung und Berichterstellung für BI-Planungslösungen und -Szenarien.

Verwenden des proaktiven Zwischenspeicherns

In Planungslösungen können Daten auf vielfältige Weisen aktualisiert werden. Siehe die Folgenden:

  • Senden von Daten durch Endbenutzer

  • Datenladevorgänge für neue und geänderte Daten

  • Aktualisierungen durch Geschäftsregelberechnungen auf relationaler Ebene

Nun soll eine nützliche Funktion in SQL Server Analysis Services vorgestellt werden, die automatische Datenaktualisierungen im Cube ermöglicht, wenn sich Daten in der zugrunde liegenden Datenquelle ändern. Diese Funktion wird als proaktives Zwischenspeichern bezeichnet. Nachfolgend wird erklärt, wie diese Funktion für eine Partition des Cubes so konfiguriert werden kann, dass Änderungen in unserer relationalen SQL Server 2008-Faktentabelle mithilfe der Änderungsbenachrichtigung erkannt werden.

Gg558562.note(de-de,office.14).gifHinweis:

Informationen zum Konfigurieren des proaktiven Zwischenspeicherns für den Planungscube finden Sie unter Leitfaden für die Planungsmodellierung und Berichterstellung für BI-Planungslösungen und -Szenarien. Weitere Informationen finden Sie unter Proaktives Zwischenspeichern (Partitionen).

Änderungsverlauf

Datum Beschreibung

27. Januar 2011

Erstveröffentlichung

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