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Erstellen von globalen Bedingungen in Configuration Manager

Letzte Aktualisierung: Januar 2013

Betrifft: System Center 2012 Configuration Manager, System Center 2012 Configuration Manager SP1, System Center 2012 R2 Configuration Manager

In System Center 2012 Configuration Manager sind globale Bedingungen Regeln für geschäftliche oder technische Bedingungen, mit deren Hilfe angegeben werden kann, wie eine Anwendung auf Clientgeräten bereitgestellt werden soll. Sie können globale Bedingungen in der Configuration Manager-Konsole im Knoten Globale Bedingungen oder mithilfe des Assistenten zum Erstellen neuer Bereitstellungstypen erstellen. Der Zugriff auf globale Bedingungen erfolgt über den Assistenten zum Erstellen neuer Bereitstellungstypen auf der Seite Anforderungen.

noteHinweis
Sie können globale Bedingungen nur von dem Standort aus bearbeiten, auf dem sie erstellt wurden.

Gehen Sie wie folgt vor, um globale Configuration Manager-Bedingungen zu erstellen.

Es sind verschiedene Arten von globalen Bedingungen verfügbar. Den unterschiedlichen Arten globaler Bedingungen sind auch unterschiedliche Optionen zugeordnet. Wenn Sie eine bestimmte Art von globaler Bedingung auswählen, werden in Configuration Manager die jeweils zur Auswahl passenden Optionen angezeigt.

  1. Klicken Sie in der Configuration Manager-Konsole auf Softwarebibliothek.

  2. Erweitern Sie im Arbeitsbereich Softwarebibliothek den Knoten Anwendungsverwaltung, und klicken Sie dann auf Globale Bedingungen.

  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Startseite in der Gruppe Erstellen auf Globale Bedingung erstellen.

  4. Geben Sie im Dialogfeld Globale Bedingung erstellen einen Namen und eine optionale Beschreibung für die globale Bedingung ein.

  5. Wählen Sie in der Dropdownliste Gerätetyp aus, ob die globale Bedingung für einen Windows-Computer, ein Windows Mobile-Gerät oder ein Nokia-Gerät bestimmt ist.

  6. Wählen Sie in der Dropdownliste Bedingungstyp eine der folgenden Optionen aus:

    • Einstellung: Mithilfe dieser Option wird das Vorhandensein von einem oder mehreren Elementen auf Clientgeräten überprüft. Sie können beispielsweise überprüfen, ob eine bestimmte Datei, ein Ordner oder ein Registrierungsschlüsselwert auf einem Clientgerät vorhanden ist.

    • Ausdruck: Mithilfe dieser Option können Sie komplexere Regeln zum Überprüfen von Bedingungen auf Clientgeräten konfigurieren. Beispielsweise können Sie überprüfen, ob der physische Arbeitsspeicher auf einem Computer zwischen 2 GB und 4 GB beträgt oder ob ein mobiles Gerät über einen Touchscreen verfügt.

Das Verfahren zum Definieren der globalen Bedingungsregeln ist davon abhängig, ob Sie eine Einstellung oder einen Ausdruck konfigurieren. Verwenden Sie das jeweilige Verfahren, um eine Einstellung oder einen Ausdruck für die globale Bedingung zu konfigurieren.

  1. Wählen Sie in der Dropdownliste Bedingungstyp die Option Einstellung aus.

  2. Wählen Sie in der Dropdownliste Einstellungstyp das Element aus, das als Bedingung für die Überprüfung der Anforderungen dienen soll. Die unten angegebenen Einstellungstypen sind verfügbar.

     

    Einstellungstyp Weitere Informationen

    Active Directory-Abfrage

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • LDAP-Präfix: Geben Sie ein gültiges LDAP-Präfix für die Active Directory-Domänendiensteabfrage an, mit der die Kompatibilität auf Clientcomputern bewertet wird. Sie können LDAP:// oder GC:// verwenden.

    • Definierter Name (DN): Geben Sie den definierten Namen des Active Directory-Domänendiensteobjekts an, das auf Clientcomputern auf Kompatibilität bewertet wird.

    • Suchfilter: Geben Sie einen optionalen LDAP-Filter an, mit dem die Ergebnisse der Active Directory-Domänendiensteabfrage zur Bewertung der Kompatibilität auf Clientcomputern optimiert werden.

    • Suchbereich: Geben Sie den Suchbereich in den Active Directory-Domänendiensten an:

      • Basis: Hiermit wird nur das angegebene Objekt abgefragt.

      • Eine Ebene: Diese Option wird in dieser Version von Configuration Manager nicht verwendet.

      • Unterstruktur: Hiermit werden das angegebene Objekt und dessen vollständige untergeordnete Struktur im Verzeichnis abgefragt.

    • Eigenschaft: Geben Sie die Eigenschaft des Active Directory-Domänendiensteobjekts an, mit dem auf Clientcomputern die Kompatibilität bewertet wird.

    • Abfrage: zeigt die LDAP-Abfrage an, die aus den Einträgen unter LDAP-Präfix, Definierter Name (DN), Suchfilter (falls angegeben) und Eigenschaft erstellt wird. Diese Abfrage wird zur Bewertung der Kompatibilität auf Clientcomputern verwendet.

    Assembly

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Assemblyname: gibt den Namen des Assemblyobjekts an, nach dem gesucht wird. Der Name darf nicht mit einem Namen eines anderen Assemblyobjekts vom gleichen Typ identisch sein und muss im globalen Assemblycache (Global Assembly Cache, GAC) registriert sein. Der Assemblyname darf maximal 256 Zeichen umfassen.

    noteHinweis
    Eine Assembly ist ein Programmcode, der zwischen Anwendungen freigegeben werden kann. Assemblys können die Dateinamenerweiterung DLL oder EXE haben. Der GAC ist ein Ordner mit dem Namen %systemroot%\assembly auf Clientcomputern, in dem alle freigegebenen Assemblys gespeichert werden.

    Dateisystem

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Typ: Wählen Sie in der Dropdownliste aus, ob Sie nach einer Datei oder nach einem Ordner suchen möchten.

    • Pfad: Geben Sie den Pfad zur Datei bzw. zum Ordner auf Clientcomputern an. Sie können Systemumgebungsvariablen und die %USERPROFILE%-Umgebungsvariable im Pfad angeben.

      noteHinweis
      Wenn Sie die Umgebungsvariable %USERPROFILE% in den Feldern Pfad oder Datei- oder Ordnername verwenden, werden alle Benutzerprofile auf dem Clientcomputer durchsucht. Dies kann dazu führen, dass mehrere Instanzen einer Datei oder eines Ordners gefunden werden.

    • Datei- oder Ordnername: Geben Sie den Namen des Datei- oder Ordnerobjekts an, nach dem gesucht werden soll. Sie können Systemumgebungsvariablen und die %USERPROFILE%-Umgebungsvariable im Datei- oder Ordnernamen angeben. Sie können im Dateinamen * und ? als Platzhalter verwenden.

      noteHinweis
      Wenn Sie einen Datei- oder Ordnernamen angeben und dabei Platzhalter verwenden, kann dies zu einer großen Anzahl von Ergebnissen führen. Dies kann zu hoher Ressourcenauslastung auf dem Clientcomputer und zu erhöhtem Netzwerkverkehr beim Berichten der Ergebnisse an Configuration Manager führen.

    • Unterordner einschließen: Aktivieren Sie diese Option, wenn auch Unterordner unter dem angegebenen Pfad durchsucht werden sollen.

    • Diese Datei oder dieser Ordner ist mit einer 64-Bit-Anwendung verknüpft: Geben Sie an, ob der Speicherort der 64-Bit-Systemdatei (%windir%\system32) zusätzlich zum Speicherort der 32-Bit-Systemdatei (%windir%\syswow64) auf Configuration Manager-Clients gesucht werden soll, auf denen eine 64-Bit-Version von Windows ausgeführt wird.

      noteHinweis
      Wenn dieselbe Datei bzw. derselbe Ordner sowohl am Speicherort der 64-Bit-Systemdatei als auch am Speicherort der 32-Bit-Systemdatei desselben 64-Bit-Computers existiert, werden von der globalen Bedingung mehrere Dateien ermittelt.

    Die Angabe eines UNC-Pfads zu einer Netzwerkfreigabe im Feld Pfad wird vom Einstellungstyp Dateisystem nicht unterstützt.

    IIS-Metabasis

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Metabasispfad: Geben Sie einen gültigen Pfad für die IIS-Metabasis an.

    • Eigenschafts-ID: Geben Sie die numerische Eigenschaft der IIS-Metabasiseinstellung an.

    Registrierungsschlüssel

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Struktur: Wählen Sie aus der Dropdownliste die Registrierungsstruktur aus, die durchsucht werden soll.

    • Schlüssel: Geben Sie den Namen des Registrierungsschlüssels an, nach dem gesucht werden soll. Das zu verwendende Format ist Schlüssel\Unterschlüssel.

    • Dieser Registrierungsschlüssel ist einer 64-Bit-Anwendung zugeordnet: gibt an, ob auf Clients mit der 64-Bit-Version von Windows die 64-Bit-Registrierungsschlüssel zusätzlich zu den 32-Bit-Registrierungsschlüsseln gesucht werden sollen.

      noteHinweis
      Wenn derselbe Registrierungsschlüssel sowohl in der 64-Bit-Registrierung als auch in der 32-Bit-Registrierung desselben 64-Bit-Computers existiert, werden von der globalen Bedingung beide Registrierungsschlüssel ermittelt.

    Registrierungswert

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Struktur: Wählen Sie aus der Dropdownliste die Registrierungsstruktur aus, die durchsucht werden soll.

    • Schlüssel: Geben Sie den Namen des Registrierungsschlüssels an, nach dem gesucht werden soll. Das zu verwendende Format ist Schlüssel\Unterschlüssel.

    • Wert: Geben Sie den Wert an, der im angegebenen Registrierungsschlüssel enthalten sein muss.

    • Dieser Registrierungsschlüssel ist einer 64-Bit-Anwendung zugeordnet: gibt an, ob auf Clients mit der 64-Bit-Version von Windows die 64-Bit-Registrierungsschlüssel zusätzlich zu den 32-Bit-Registrierungsschlüsseln gesucht werden sollen.

      noteHinweis
      Wenn derselbe Registrierungsschlüssel sowohl in der 64-Bit-Registrierung als auch in der 32-Bit-Registrierung desselben 64-Bit-Computers existiert, werden von der globalen Bedingung beide Registrierungsschlüssel ermittelt.

    Skript

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Ermittlungsskript: Klicken Sie auf Hinzufügen, um ein zu verwendendes Skript einzugeben oder zu suchen. Sie können Windows PowerShell-, VBScript- oder JScript-Skripts verwenden.

    • Skripts durch Verwendung der Anmeldeinformationen angemeldeter Benutzer ausführen: Wenn Sie diese Option aktivieren, wird das Skript auf Clientcomputern unter Verwendung der Anmeldeinformationen angemeldeter Benutzer ausgeführt.

      noteHinweis
      Der Wert, der vom Skript zurückgegeben wird, wird zur Bewertung der Kompatibilität der globalen Bedingung verwendet. Bei der Verwendung von VBScript können Sie beispielsweise den Befehl WScript.Echo Result verwenden, um den Wert der Variablen Result der globalen Bedingung zurückzugeben.

    SQL-Abfrage

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • SQL Server-Instanz – Wählen Sie aus, ob die SQL-Abfrage auf der Standardinstanz, allen Instanzen oder einem bestimmten Datenbankinstanznamen ausgeführt werden soll.

      noteHinweis
      Der Instanzname muss sich auf eine lokale Instanz von SQL Server beziehen. Verwenden Sie eine Skripteinstellung, um sich auf eine gruppierte SQL-Serverinstanz zu beziehen.

    • Datenbank: Geben Sie den Namen der Microsoft SQL Server-Datenbank an, für die die SQL-Abfrage ausgeführt wird.

    • Spalte: Geben Sie den für die Bewertung der Kompatibilität der globalen Bedingung zu verwendenden Spaltennamen an, der von der Transact-SQL-Anweisung zurückgegeben wird.

    • Transact-SQL-Anweisung: Geben Sie die vollständige SQL-Abfrage an, die für die globale Bedingung verwendet werden soll. Sie können zum Öffnen einer vorhandenen SQL-Abfrage auch auf Öffnen klicken.

    WQL-Abfrage

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Namespace: Geben Sie den WMI-Namespace zum Erstellen einer WQL-Abfrage an, deren Kompatibilität auf Clientcomputern bewertet wird. Der Standardwert ist "Root\cimv2".

    • Klasse: Geben Sie die WMI-Klasse zum Erstellen einer WQL-Abfrage an, deren Kompatibilität auf Clientcomputern bewertet wird.

    • Eigenschaft: Geben Sie die WMI-Eigenschaft zum Erstellen einer WQL-Abfrage an, deren Kompatibilität auf Clientcomputern bewertet wird.

    • WQL-Abfrage, WHERE-Klausel: Mithilfe des Elements WQL-Abfrage, WHERE-Klausel können Sie eine WHERE-Klausel angeben, die auf Clientcomputern auf den angegebenen Namespace, die Klasse und die Eigenschaft angewendet wird.

    XPath-Abfrage

    Konfigurieren Sie Folgendes für diesen Einstellungstyp:

    • Pfad – Geben Sie den Pfad zur XML-Datei auf Clientcomputern an, die zur Bewertung der Kompatibilität verwendet wird. Von Configuration Manager wird für den Pfadnamen die Verwendung aller Windows-Systemumgebungsvariablen und der Benutzervariable %USERPROFILE% unterstützt.

    • XML-Dateiname: Geben Sie den Namen der Datei mit der XML-Abfrage an, die für die Bewertung der Kompatibilität auf Clientcomputern verwendet wird.

    • Unterordner einschließen – Aktivieren Sie diese Option, wenn auch Unterordner unter dem angegebenen Pfad durchsucht werden sollen.

    • Diese Datei ist mit einer 64-Bit-Anwendung verknüpft: Geben Sie an, ob der Speicherort der 64-Bit-Systemdatei (%windir%\system32) zusätzlich zum Speicherort der 32-Bit-Systemdatei (%windir%\syswow64) auf Configuration Manager-Clients durchsucht werden soll, auf denen eine 64-Bit-Version von Windows ausgeführt wird.

    • XPath-Abfrage: Geben Sie eine gültige, vollständige XPath-Abfrage (XML Path Language) an, die für die Bewertung der Kompatibilität auf Clientcomputern verwendet wird.

    • Namespaces: öffnet das Dialogfeld XML-Namespaces zum Identifizieren von Namespaces und Präfixen, die bei der XPath-Abfrage verwendet werden sollen.

  3. Wählen Sie aus der Dropdownliste Datentyp das Format aus, in dem Daten von der Bedingung zurückgegeben werden, bevor sie zur Überprüfung der Anforderungen verwendet wird.

    noteHinweis
    Die Dropdownliste Datentyp wird nicht für alle Einstellungstypen angezeigt.

  4. Konfigurieren Sie weitere Details zu dieser Einstellung unterhalb der Dropdownliste Einstellungstyp. Die konfigurierbaren Elemente sind je nach gewähltem Einstellungstyp unterschiedlich.

  5. Klicken Sie auf OK, um die Regel zu speichern und das Dialogfeld Globale Bedingung erstellen zu schließen.

  1. Wählen Sie in der Dropdownliste Bedingungstyp die Option Ausdruck aus.

  2. Klicken Sie auf Klausel hinzufügen, um das Dialogfeld Klausel hinzufügen zu öffnen.

  3. Wählen Sie in der Dropdownliste Kategorie auswählen aus, ob dieser Ausdruck für ein Gerät oder einen Benutzer bestimmt ist. Sie können auch Benutzerdefiniert auswählen, um eine zuvor konfigurierte globale Bedingung zu verwenden.

  4. Wählen Sie in der Dropdownliste Wählen Sie eine Bedingung aus die Bedingung aus, mit der bewertet werden soll, ob der Benutzer bzw. das Gerät die Regelanforderungen erfüllt. Der Inhalt dieser Liste ist von der ausgewählten Kategorie abhängig.

  5. Wählen Sie in der Dropdownliste Operator auswählen den Operator aus, der zum Vergleichen der ausgewählten Bedingung mit dem angegebenen Wert verwendet werden soll, um zu bewerten, ob der Benutzer bzw. das Gerät den Regelanforderungen entspricht. Welche Operatoren verfügbar sind, ist von der ausgewählten Bedingung abhängig.

  6. Geben Sie im Feld Wert die Werte ein, die zusammen mit der ausgewählten Bedingung und dem Operator verwendet werden sollen, um zu bewerten, ob der Benutzer bzw. das Gerät die Regelanforderungen erfüllt. Welche Werte verfügbar sind, ist von der ausgewählten Bedingung und dem ausgewählten Operator abhängig.

  7. Klicken Sie auf OK, um den Ausdruck zu speichern und das Dialogfeld Klausel hinzufügen zu schließen.

  8. Wenn der globalen Bedingung alle gewünschten Klauseln hinzugefügt wurden, klicken Sie auf OK, um die globale Bedingung zu speichern und das Dialogfeld Globale Bedingung erstellen zu schließen.

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For additional resources, see Information and Support for Configuration Manager.

Tip: Use this query to find online documentation in the TechNet Library for System Center 2012 Configuration Manager. For instructions and examples, see Search the Configuration Manager Documentation Library.
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