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Übersicht über Office Professional Plus für Office 365

Office 365
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-10-12

Office 365 vereint die Microsoft Office Professional Plus-Clientsuite mit Cloudversionen der folgenden Produkte und Dienste: Microsoft Exchange Online, Microsoft SharePoint Online und Microsoft Lync Online. Mit dem Office Professional Plus-Angebot können Organisationen die komplette Office-Clientsuite als Service in Form eines monatlichen Abonnements nutzen. Die Kombination aus der Office Professional Plus-Suite und den Office 365-Diensten bietet ideale Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Bearbeiten von Dokumenten und zum Arbeiten online oder offline und ermöglicht Zugriff auf Dokumente, E-Mails und Kalender von fast jedem Gerät aus.

Im Rahmen des Office Professional Plus-Abonnements können Kunden monatliche Lizenzen für jeden einzelnen Benutzer erwerben. Jede Benutzerlizenz erlaubt fünf gleichzeitige Installationen. In Office 365 sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Versionen von Office Professional Plus verfügbar. Wir empfehlen jedoch die Installation der 32-Bit-Version. Office Professional Plus für Office 365 wird über das Office 365-Portal (unter https://portal.microsoftonline.com/download/default.aspx) heruntergeladen und verwaltet. Nach dem Herunterladen von Office Professional Plus für Office 365 können Sie den Benutzern in Ihrer Organisation gemäß der Anzahl der Benutzerlizenzen, die Sie angemeldet haben, die Office-Suite zur Verfügung stellen. Informationen zur Bereitstellung der 64-Bit-Version von Office 2010 und damit zusammenhängenden Überlegungen finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=213871&clcid=0x407).

Dieser übersichtsartige Artikel bietet Administratoren von kleinen Unternehmen wie auch von Unternehmensumgebungen Informationen zu Office Professional Plus für Office 365. Anhand der Bereitstellungsverfahren, die in diesem Leitfaden beschrieben werden, können Administratoren Office Professional Plus für Office 365 in kleinen Unternehmen Schritt für Schritt einrichten und in Betrieb nehmen.

Office Professional Plus für Office 365 umfasst die gleichen Anwendungen, die auch in der Microsoft Office Professional Plus 2010-Clientsuite verfügbar sind. Hierzu gehören folgende:

  • Microsoft Access

  • Microsoft Excel

  • Microsoft InfoPath

  • Microsoft OneNote

  • Microsoft Outlook

  • Microsoft PowerPoint

  • Microsoft SharePoint Workspace

  • Microsoft Word

Je nachdem, welchen Plan Sie für Office 365 erwerben, umfasst die Abonnementlizenz auch Zugriff auf Microsoft SharePoint Online (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=214030&clcid=0x407) Office Web Apps (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=213875&clcid=0x407) zum Anzeigen und Bearbeiten von Dokumenten im Web. Office Web Apps sind Onlinebegleitprodukte zu Excel-, OneNote-, PowerPoint- und Word-Anwendungen, mit denen Benutzer unabhängig von ihrem Standort auf Dokumente zugreifen und sie bearbeiten können:

  • Microsoft Excel-Webanwendung

  • Microsoft OneNote-Webanwendung

  • Microsoft PowerPoint-Webanwendung

  • Microsoft Word-Webanwendung

Damit die Benutzer Office Web Apps verwenden können, benötigen sie einen Office 365-Plan, der SharePoint Online umfasst.

Inhalt dieses Artikels

Informationen zu den Softwareanforderungen für Office 365-Clients finden Sie in den folgenden Quellen:

In der folgenden Tabelle werden die Hardwareanforderungen für Office Professional Plus-Clients für Office 365 aufgelistet.

 

Komponente Erforderliche Hardware

Computer und Prozessor

Mindestens 500-MHz-Prozessor; für Outlook mit Business Contact Manager wird 1 GHz benötigt

Arbeitsspeicher

256 MB RAM; 512 MB wird für Grafikfeatures, Outlook-Sofortsuche, Outlook mit Business Contact Manager, Communicator und bestimmte erweiterte Funktionen empfohlen

Speicherplatz

3,5 GB freier Speicherplatz

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Monitor mit 1.024 x 768 oder einer höheren Auflösung

Betriebssystem

Windows XP mit SP3 (32-Bit), Windows Vista mit Service Pack (SP) 1 (32- oder 64-Bit), Windows Server 2003 mit Service Pack 2 (32- oder 64-Bit) und MSXML 6.0 (nur 32-Bit-Office), Windows Server 2008 oder höher (32- oder 64-Bit), Windows 7 (32- oder 64-Bit), Windows on Windows (WOW) (was die Installation der 32-Bit-Versionen von Office 2010 unter 64-Bit-Betriebssystemen mit Ausnahme von Windows XP 64 ermöglicht) werden unterstützt.

Zusätzliche Angaben

Die Anforderungen und Produktfunktionen können je nach Systemkonfiguration und Betriebssystem variieren.

Sonstige

  • Für bestimmte Freihandfeatures wird Windows XP Tablet PC Edition oder höher benötigt. Die Spracherkennung erfordert ein Nahaufnahmemikrofon und ein Audioausgabegerät.

  • Eine Verbindung zu Microsoft Exchange 2000 Server oder höher ist für bestimmte erweiterte Funktionen in Office Outlook 2007 erforderlich. Die Sofortsuche setzt Windows-Desktopsuche 3.0 voraus. Für dynamische Kalender muss eine Verbindung zum Server bestehen.

  • Für die Grafikhardwarebeschleunigung ist eine DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit einem Videospeicher von 64 MB oder mehr erforderlich.

  • Internet Explorer 6, Internet Explorer 7 oder Internet Explorer 8, nur 32-Bit-Browser. Für die Internetfunktionalität ist Internetzugriff erforderlich (hierfür können Gebühren anfallen).

  • 512 MB RAM oder mehr werden für die Outlook-Sofortsuche empfohlen. Grammatik- und kontextbezogene Rechtschreibprüfung in Word 2010 werden nur aktiviert, wenn der Computer über 1 GB RAM verfügt.

  • Silverlight-Plug-In. Siehe Erste Schritte mit Microsoft Silverlight (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169372&clcid=0x407).

In der folgenden Tabelle werden die Unterschiede zwischen Office Professional Plus für Office 365 und Volumenlizenzversionen von Office 2010 zusammengefasst.

 

  Office Professional Plus für Office 365 Volumenlizenzprodukte

Download über

Office 365-Portal (at https://portal.microsoftonline.com/download/default.aspx)

Volume Licensing Service Center (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=184280&clcid=0x407)

Software

Office Professional Plus

Office Standard 2010

Office Professional Plus 2010

Product Key und Aktivierung

Abonnementbasierte Aktivierung

Laufzeit: monatlich pro Benutzerlizenz

Technologien für die Volumenlizenzierung:

Schlüsselverwaltungsdienst (Key Management Service, KMS): 180 Tage

Mehrfachaktivierungsschlüssel (Multiple Activation Key, MAK): unbefristete Aktivierung

Zeitpunkt des Wechsels in den Modus mit eingeschränkter Funktionalität

60 Tage nach der letzten Aktivierung

MAK: nicht zutreffend

KMS: nach 180 Tagen

Benachrichtigungsmodus

Bereitstellungsoptionen

Office 365-Portal

Optionen für nicht verwaltete und für verwaltete Bereitstellung

Optionen für nicht verwaltete und für verwaltete Bereitstellung

Microsoft Application Virtualization (App-V)

Remotedesktopdienste (Terminaldienste)

Zulässige Anzahl der Kopien

5 aktive Installationen auf unterschiedlichen Geräten pro Benutzer

Ein Gerät pro Lizenz\Aktivierung

Office Professional Plus für Office 365 enthält eine neue Aktivierungstechnologie, die ein Abonnement auf monatlicher Basis ermöglicht. Dabei überprüft Office Professional Plus jeden Monat automatisch den Status des Abonnements eines Benutzers. Für den Validierungsprozess wird ein Internetzugang benötigt.

  • Verfügt ein Benutzer über ein gültiges Abonnement, so wird Office Professional Plus für weitere 30 Tage aktiviert.

  • Wenn das Abonnement des Benutzers nicht verifiziert werden kann, wechselt Office Professional Plus in eine 30-Tage-Nachfrist.

    Während dieser 30-Tage-Frist versucht Office Professional Plus alle 24 Stunden, das Abonnement eines Benutzers zu überprüfen. Wenn der Status des Abonnements nach Ablauf der 30-Tage-Frist immer noch nicht von Office Professional Plus verifiziert werden konnte, wird Office Professional Plus in den Modus mit eingeschränkter Funktionalität geschaltet.

Informationen zum Reaktivieren von Office Professional Plus nach dem Wechsel in den Modus mit eingeschränkter Funktionalität finden Sie unter Allgemeine Problembehandlung in Office Professional Plus für Office 365 und Problembehandlung bei speziellen Fehlern in Office Professional Plus für Office 365.

Ausführliche Informationen zu den Office Professional Plus-Clientkomponenten und den damit verbundenen Interaktionen sowie zum Validierungsprozess finden Sie unter Übersicht über die Aktivierung von Office Professional Plus für Office 365.

Außerdem wird in Office Professional Plus für Office 365 die zusätzliche Komponente Microsoft Office 365-Desktopsetup verwendet, die ebenfalls vom Office 365-Portal heruntergeladen werden kann.

Microsoft Office 365-Desktopsetup ist ein Installations- und Konfigurationsdienst, der ein System auf das Vorhandensein wichtiger Softwareupdates und Clientkonfigurationen überprüft und diese bereitstellt. Diese Updates und Konfigurationen werden zum Herstellen von Verbindungen von den Clients zu den Clouddiensten in Office 365 und für den Betrieb der Software mit diesen Clouddiensten benötigt.

Von Microsoft Office 365-Desktopsetup wird außerdem ermittelt, ob die für Office 365 benötigten Komponenten vorhanden sind:

  • Windows: Windows XP SP3 mit Internet Explorer 7, Windows Vista mit SP2, Windows Server 2008 R2, Windows 7

  • Office-Versionen: 2007 Office System SP2, Office 2010 RTM

Darüber hinaus werden von Microsoft Office 365-Desktopsetup Softwareupdates installiert und Konfigurationen bereitgestellt, die von den Office Professional Plus-Clients zum Herstellen von Verbindungen zu den Office 365-Diensten benötigt werden.

Mit Office Professional Plus für Office 365 wird Kunden ein Lizenzmodell auf Benutzerbasis mit nutzungsabhängigen Gebühren angeboten. Wird das Office Professional Plus-Abonnement eines Benutzers beendet, wechselt Office in den Modus mit eingeschränkter Funktionalität. Anders als bei der herkömmlichen Office 2010-Clientaktivierung, bei der der Benutzer einen Product Key mit 25 Zeichen eingeben muss, wird in Office Professional Plus für Office 365 der Office-Abonnement-Agent verwendet. Diese Add-On-Komponente ruft automatisch einen Product Key ab und aktiviert ihn. Der Benutzer muss nur einmal eine Microsoft Online Services-ID und ein zugehöriges Kennwort eingeben, um das Abonnement validieren zu lassen. Danach kann ein Benutzer bis zu fünf gleichzeitige Installationen unter ein und derselben Microsoft Online Services-ID und demselben Kennwort verwenden.

Der Office-Abonnement-Agent wird während der Installation von Office Professional Plus für Office 365 installiert. Diese Komponente ist der Mechanismus, über den die volle Funktionsbandbreite von Office Professional Plus je nach Status des Abonnements des Benutzers aktiviert oder deaktiviert wird. Nach Abschluss der Installation werden der Systemdienst und die Benachrichtigungskomponente des Office-Abonnement-Agents gestartet. Diese beiden Prozesse werden benötigt, damit ein Office Professional Plus für Office 365-Abonnement ordnungsgemäß funktioniert.

Für die Überprüfung des Lizenzstatus der Office 365-Clients müssen die Clients alle 30 Tage über einen zuverlässigen Internetzugang verfügen. Weitere Informationen zur Aktivierung finden Sie unter Übersicht über die Aktivierung von Office Professional Plus für Office 365.

In einem Szenario für kleine Unternehmen legt der Administrator einer Organisation während des Office 365-Anmeldeprozesses einen neuen Domänennamen fest und erstellt eine Microsoft Online Services-ID für sein Konto. Die Microsoft Online Services-ID ist eine Kombination aus E-Mail-Adresse und Kennwort, die für die Anmeldung bei Office 365 verwendet wird. Administratoren melden sich mithilfe ihrer Microsoft Online Services-ID an, um administrative Aufgaben zu erledigen, Abrechnungs- und Kontoinformationen anzusehen und die Dienste zu nutzen, darunter Microsoft Exchange Online, Microsoft SharePoint Online und Microsoft Lync Online.

Der Administrator fügt dem Abonnement der Organisation Benutzer hinzu und erstellt für jeden Benutzer eine neue Microsoft Online Services-ID. Neuen Benutzern wird ein temporäres Kennwort zugeordnet, das sie vor dem ersten Anmelden ändern müssen. Informationen zur Anmeldung, zu Kennwörtern sowie zum Verwalten von Benutzerkonten und Berechtigungen finden Sie unter Anmeldung und Kennwörter (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212337&clcid=0x407) und Benutzerkonten und Berechtigungen (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212338&clcid=0x407) in der Onlinehilfe zu Microsoft Office 365.

Nach Abschluss des Setups von Office Professional Plus für Office 365 werden die Benutzer aufgefordert, den Microsoft Online Services-Anmelde-Assistenten zu installieren. Mit Microsoft Online Services werden Anmeldeinformationen von Benutzern für Office 365 verwaltet. Damit Sie sich anmelden und die Dienste verwenden können, müssen Sie den Microsoft Online Services-Anmelde-Assistenten installieren.

In Unternehmensumgebungen, in denen Active Directory-Domänendienste lokal bereitgestellt sind, können Administratoren die folgenden Dienste konfigurieren:

  • Einmaliges Anmelden oder Identitätsverbund. Mithilfe der Komponente für einmaliges Anmelden können Active Directory-Benutzer ihre vorhandenen firmeneigenen Active Directory-Anmeldeinformationen (Benutzername und Kennwort) verwenden, um auf Dienste in Microsoft Office 365 für Unternehmen zuzugreifen. Für das einmalige Anmelden in Office 365 wird Active Directory-Verbunddienste 2.0 verwendet. Durch Bereitstellen von Active Directory-Verbunddienste können Sie die vorhandenen Funktionen für die Identitätsverwaltung in Ihrer Organisation auf das Internet erweitern.

    Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Vorteilen und zur Vorbereitung eines Identitätsverbunds finden Sie unter Vorbereiten des einmaligen Anmeldens (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212334&clcid=0x407) in der Onlinehilfe zu Microsoft Office 365.

  • Active Directory-Synchronisierung. Wenn in Ihrer Organisation Active Directory lokal installiert ist, können Sie Benutzerkonten, Kontakte und Gruppen aus dem lokalen Active Directory mit Office 365 synchronisieren. Dazu verwenden Sie beim Abonnieren von Office 365 für Unternehmen das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool. Mit diesem Tool können Sie Ihr lokales Active Directory mit Office 365 synchron halten. Dadurch können Sie Kopien von jedem Benutzerkonto und jeder Gruppe erstellen und zudem die globale Adressliste (Global Address List, GAL) aus der lokalen Microsoft Exchange Server-Umgebung mit Microsoft Exchange Online synchronisieren.

    Informationen zum Vorbereiten der Verzeichnissynchronisierung, Installieren des Verzeichnissynchronisierungstools, Synchronisieren des Verzeichnisses, Überprüfen der Synchronisierung, Aktivieren von Benutzern und Verwalten der Verzeichnissynchronisierung finden Sie unter Active Directory-Synchronisierung: Roadmap (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212335&clcid=0x407) in der Onlinehilfe zu Microsoft Office 365.

  • Domänen. Wenn Sie sich bei Office 365 anmelden, wird automatisch eine neue Domäne für Ihr Konto bereitgestellt. Diese Domäne ist voll funktionsfähig. Sie können über diese Domäne E-Mails senden und empfangen, SharePoint-Websites erstellen und öffentliche Websites anlegen. Hat Ihr Unternehmen bereits einen registrierten Domänennamen, können Sie diese Domäne redelegieren, sodass sie in Office 365 verwendet werden kann.

    Beim Redelegieren Ihrer Domäne ändern Sie das Ziel der Domänendienste – z. B. E-Mail und Webhosting – so, dass auf Office 365 gezeigt wird. In Office 365 können Sie Dienste partiell redelegieren. Bei der partiellen Redelegierung können Administratoren Domänenziele ändern, während die bestehende Beziehung zwischen dem Unternehmen und der Domänenregistrierungsstelle beibehalten wird. Informationen zum Redelegieren einer Domäne finden Sie unter Redelegieren von Domänen zu Office 365 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212336&clcid=0x407) in der Onlinehilfe zu Microsoft Office 365.

Administratoren können eine der folgenden Methoden nutzen, um Office Professional Plus für Office 365 für Benutzer bereitzustellen: das Office 365-Portal, eine Netzwerkfreigabe, ein über Gruppenrichtlinien zugewiesenes Skript zum Starten des Computers oder ein Tool für die verwaltete Softwarebereitstellung wie etwa Microsoft System Center Configuration Manager 2007 oder Microsoft System Center Essentials 2010.

HinweisNote
Für die aktuelle Version des Produkts wird in der vorliegenden Dokumentation beschrieben, wie Sie Office Professional Plus für Office 365 für Kleinunternehmen über das Office 365-Portal oder eine Netzwerkfreigabe bereitstellen.

Office Professional Plus für Office 365 unterstützt nicht die Bereitstellung mithilfe von Microsoft Application Virtualization oder Remotedesktopdienste (früher als Terminaldienste bezeichnet).

In der folgenden Tabelle werden die Optionen für die Bereitstellung von Office Professional Plus für Office 365 sowie deren jeweiligen Vorteile zusammengefasst.

 

Office 365-Portal Netzwerkfreigabe Optionen für eine von der IT verwaltete Bereitstellung

Das Office 365-Portal ist die Standardmethode zum Bereitstellen von Office Professional Plus. Diese Methode bietet die folgenden Vorteile:

  • Einfacher für Organisationen, die über begrenzte oder keine IT-Ressourcen verfügen.

  • Ermöglicht ein Self-Service-Modell für Benutzer.

  • Funktionen und Verwaltung werden von Office 365 bereitgestellt.

Administratoren können die ausführbare Datei für Office Professional Plus für Office 365 (MicrosoftOffice.exe) herunterladen und lokal einen Netzwerkinstallationspfad (einen freigegebenen Netzwerkspeicherort) erstellen, auf dem die Office Professional Plus-Quelldateien gehostet werden. Die Benutzer können dann Office Professional Plus von diesem freigegebenen Netzwerkspeicherort aus installieren. Diese Methode bietet u. a. die folgenden Vorteile:

  • Setzt nur minimale Kenntnisse der IT-Verwaltung voraus.

  • Erfordert nur eine Netzwerkfreigabe und Zugriff durch die Benutzer auf die Freigabe.

  • Effizienter für langsame Netzwerkverbindungen, da nur einmal eine einzige Datei heruntergeladen werden muss (MicrosoftOffice.exe).

  • Ermöglicht dem Administrator, die Installation anzupassen.

  • Der Administrator steuert, ob 32-Bit- oder 64-Bit-Versionen von Office Professional Plus werden.

In verwalteten Unternehmensumgebungen können IT-Administratoren Office Professional Plus mit einer der folgenden Methoden bereitstellen: Zuweisen eines Skripts zum Starten des Computers mithilfe von Gruppenrichtlinien oder Verwenden eines Softwareverwaltungstools wie etwa Microsoft System Center Configuration Manager 2007 oder Microsoft System Center Essentials 2010. Diese Methoden bieten folgende Vorteile:

  • Die vorhandene Infrastruktur aus Active Directory-Domänendiensten und Gruppenrichtlinien kann genutzt werden.

  • Administratoren können Office Professional Plus auf Tausenden von Arbeitsstationen bereitstellen.

  • Die Steuerung und Verwaltung der Softwarebereitstellung erfolgt zentralisiert. Zudem bieten die Softwareverwaltungstools Funktionen für Berichterstellung und Überwachung.

Die Standardmethode für das Installieren von Office Professional Plus für Office 365 besteht darin, das Office 365-Portal zu verwenden. In diesem Szenario meldet sich der Administrator bei Microsoft Office 365 für kleine Unternehmen an, legt einen neuen Domänennamen fest, erstellt für die Benutzer in seiner Organisation ein Benutzerkonto und ein Kennwort und ordnet jedem Benutzer eine Lizenz zu. Den Benutzern wird ein temporäres Kennwort zugewiesen. Der Administrator sendet den Benutzern per E-Mail ihr temporäres Kennwort zu. Die Benutzer müssen ihr temporäres Kennwort ändern, wenn sie sich das erste mal beim Office 365-Portal anmelden.

Die Benutzer melden sich beim Office 365-Portal an und navigieren zur Seite Downloads (nach dem Anmelden, unter https://portal.ccsctp.com/download/default.aspx), um Office Professional Plus zu installieren und ihre Desktops für Office 365 zu konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von Office Professional Plus direkt vom Office 365-Portal in Bereitstellen von Office Professional Plus für Office 365.

In diesem Szenario lädt der Administrator, nachdem er Benutzerkonten und Kennwörter erstellt und allen Benutzern eine Lizenz zugewiesen hat, die ausführbare Datei für Office Professional Plus für Office 365 (MicrosoftOffice.exe) aus dem Office 365-Portal auf einen lokalen Computer herunter. MicrosoftOffice.exe ist eine Microsoft Self-Extractor-Datei.

Im nächsten Schritt erstellen Sie einen Netzwerkinstallationspfad für die Office Professional Plus-Quelldateien. Dabei handelt es sich um einen freigegebenen Netzwerkspeicherort, von dem aus die Benutzer setup.exe ausführen, um Office Professional Plus zu installieren. Beispiel: \\server\OfficeProPlus\Source. Kopieren Sie die Datei MicrosoftOffice.exe in den Ordner \\server\OfficeProPlus in diesem Beispiel, und extrahieren Sie dann die Dateien.

Zum Extrahieren der Dateien führen Sie die Datei MicrosoftOffice.exe im Ordner \\server\OfficeProPlus mit dem Schalter /extract:[Pfad des Extraktionszielordners] aus. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Bereitstellen von Office Professional Plus von einer Netzwerkfreigabe in Bereitstellen von Office Professional Plus für Office 365.

Sie müssen den Zugriff auf die Office Professional Plus-Quelldateien (in \\server\OfficeProPlus\Source) auf schreibgeschützt festlegen und sicherstellen, dass alle Benutzer über Administratorberechtigungen verfügen, bevor sie Office Professional Plus installieren.

Nach dem Einrichten des Netzwerkinstallationspfads mit der Office Professional Plus-Quelle kann der Administrator den Benutzern mitteilen, wie Sie die Datei setup.exe für Office Professional Plus vom Netzwerkinstallationspfad ausführen müssen, um das Produkt zu installieren.

Informationen zu Netzwerkfreigaben in Windows Server 2008 R2 und Windows 7 finden Sie unter Freigeben eines Ordners oder Laufwerks (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=184711&clcid=0x407).

In Umgebungen, in denen Active Directory-Domänendienste bereits installiert ist, können Administratoren die Datei MicrosoftOffice.exe an einen Netzwerkspeicherort herunterladen, die Dateien aus der Microsoft Self-Extractor-Datei MicrosoftOffice.exe extrahieren und die Bereitstellung von Office Professional Plus vorbereiten, indem sie ein über Gruppenrichtlinien zugewiesenes Skript zum Starten des Computers verwenden.

In verwalteten Umgebungen in mittleren und großen Unternehmen können IT-Administratoren die Datei MicrosoftOffice.exe an einen Netzwerkspeicherort herunterladen und die Verwendung eines Softwareverwaltungstools, z. B. Microsoft System Center Configuration Manager 2007 oder Microsoft System Center Essentials 2010, zum Bereitstellen von Office Professional Plus für die Benutzer vorbereiten. Diese Bereitstellungsoptionen setzen eine unterstützende Infrastruktur für die Softwareverwaltungstools (System Center Configuration Manager 2007 oder System Center Essentials 2010) und fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet Softwareverwaltungstools voraus.

In Unternehmensumgebungen können IT-Administratoren Office Professional Plus mithilfe eines der folgenden Tools anpassen, bevor sie es den Benutzern in ihrer Organisation bereitstellen:

  • Office-Anpassungstool (OAT)

  • Datei Config.xml

  • Gruppenrichtlinien

Das Office-Anpassungstool (OAT) ist das wichtigste Anpassungstool für Office 2010 (und das 2007 Office System). Das Office-Anpassungstool ist Teil des Setupprogramms und ist in Volumenlizenzversionen von Office 2010 und des 2007 Office System enthalten. Im Gegensatz zu den Volumenlizenzversionen von Office 2010 enthält die Version Office Professional Plus für Office 365 das Office-Anpassungstool nicht. Administratoren können die neueste Version des Office-Anpassungstools und der OAT-Einstellungsdateien vom Microsoft Download Center herunterladen: Administrative Vorlagendateien (ADM, ADMX/ADML) für Office 2010 und das Office-Anpassungstool (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=189316&clcid=0x407). Das Downloadpaket umfasst einen Ordner \Admin, der das OAT und die OAT-Dateien (OPAX- und OPAL-Dateien) enthält.

Administratoren erstellen mithilfe des Office-Anpassungstools eine Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) zum Anpassen der Office-Installation. Weitere Informationen zum Office-Anpassungstool finden Sie unter Office-Anpassungstool in Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212778&clcid=0x407). Ausführliche Informationen zur Verwendung des Office-Anpassungstools für Office Professional Plus für Office 365 finden Sie unter Anpassen der Bereitstellung von Office Professional Plus in Bereitstellen von Office Professional Plus für Office 365.

HinweisNote
Bei der Aktivierung von Office Professional Plus für Office 365 werden benutzerbezogene monatliche Lizenzen verwendet. Verwenden Sie nicht den Abschnitt Lizenzierung und Benutzeroberfläche im OAT, um Product Keys festzulegen.

Weitere Informationen zum Office-Anpassungstool finden Sie unter Office-Anpassungstool in Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212778&clcid=0x407) und Anpassen von Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212779&clcid=0x407).

Die Datei Config.xml wird verwendet, um Installationsoptionen anzugeben. Sie wird nur während des Setups ausgeführt. Die Datei Config.xml, die in den Hauptproduktordnern gespeichert ist (Name_des_Hauptproduktordners.WW, z. B. ProPlus.WW für Office Professional Plus 2010), weist das Setupprogramm an, dieses Produkt zu installieren. Zum Bearbeiten der Datei Config.xml verwenden Sie einen Text-Editor wie etwa Editor. Administratoren können mit der Datei Config.xml beispielsweise Folgendes anpassen:

  • Setupoptionen, z. B. für die Protokollierung, und den Speicherort der Setupanpassungsdatei und von Softwareupdates.

  • Optionen, mit denen angegeben wird, wie einzelne Produktfeatures während der Installation zu behandeln sind.

  • Den vollqualifizierten Pfad des Netzwerkinstallationspfads, von dem die Installation ausgeführt werden soll.

Wenn Sie sowohl eine OAT-Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) als auch die Datei Config.xml zum Anpassen der Installation verwenden, haben die in Config.xml angegebenen Einstellungen Vorrang vor denen in der Setupanpassungsdatei.

HinweisNote
Bei der Aktivierung von Office Professional Plus für Office 365 werden benutzerbezogene monatliche Lizenzen verwendet. Verwenden Sie nicht das PIDKEY-Element der Datei Config.xml, um Product Keys festzulegen.

Ausführliche Anleitungen zur Verwendung der Datei Config.xml zum Anpassen von Office Professional Plus für Office 365 finden Sie unter Anpassen der Bereitstellung von Office Professional Plus in Bereitstellen von Office Professional Plus für Office 365.

Weitere Informationen zur Datei Config.xml finden Sie unter Datei "Config.xml" in Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212787&clcid=0x407).

Gruppenrichtlinien sind eine Infrastruktur, mit deren Hilfe Administratoren bestimmte Computerkonfigurationen für Benutzer und Computer implementieren können. Richtlinieneinstellungen können auch auf Mitgliedsserver und Domänencontroller innerhalb des Geltungsbereichs einer Active Directory-Gesamtstruktur angewendet werden. Administratoren verwenden Gruppenrichtlinien zum einmaligen Definieren von Konfigurationen, deren Status anschließend vom Betriebssystem erzwungen wird.

Gruppenrichtlinieneinstellungen sind in Gruppenrichtlinienobjekten enthalten, die mit den folgenden ausgewählten Active Directory-Verzeichnisdienstcontainern (Active Directory Domain Services, AD DS) verknüpft sind: Standorten, Domänen oder Organisationseinheiten. Die Einstellungen in Gruppenrichtlinienobjekten werden von den betroffenen Zielen anhand der hierarchischen Struktur der AD DS-Container ausgewertet.

Die Office-Richtlinieneinstellungen sind in administrativen Vorlagendateien (ADM- oder ADMX- und ADML-Dateien) enthalten. Sie können die administrativen Vorlagen für Office 2010 vom Microsoft Download Center unter Administrative Vorlagendateien (ADM, ADMX/ADML) für Office 2010 und das Office-Anpassungstool http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=189316&clcid=0x407) herunterladen, wie unter Office-Anpassungstool beschrieben.

Administratoren können mithilfe von Office 2010-Gruppenrichtlinieneinstellungen den Standardspeicherort für Dateien ändern, Befehle, Tastenkombinationen und Menüelemente deaktivieren und Einstellungen im Zusammenhang mit Sicherheit, Barrierefreiheit, Kompatibilität usw. konfigurieren. Weitere Informationen zur Verwendung von Gruppenrichtlinien finden Sie unter Übersicht über Gruppenrichtlinien für Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212786&clcid=0x407), Planen von Gruppenrichtlinien in Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212786&clcid=0x407) und Erzwingen von Einstellungen mithilfe von Gruppenrichtlinien in Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=212784&clcid=0x407).

Office 2010 bietet Einstellungen für Sicherheitsrichtlinien, die Administratoren helfen, einen robusten Schutz vor Bedrohungen zu errichten. Informationen zu den empfohlenen Einstellungen für Sicherheitsrichtlinien für Office 2010 finden Sie in der Microsoft Office 2010-Sicherheitsbasis (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=207183&clcid=0x407). Die Microsoft Office 2010-Sicherheitsbasis und das Paket der Office 2010-Einstellungen sind im Tool Microsoft-Manager für Sicherheitskonformität (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=213953&clcid=0x407) enthalten. Dieses Tool bietet Administratoren eine durchgängige Lösung für die Planung, Bereitstellung und Überwachung der Sicherheitsbasis von Computern, auf denen Office 2010 ausgeführt wird. Weitere Ressourcen mit Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie im Office 2010-Sicherheitsressourcencenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=210459&clcid=0x407).

Im Rahmen der Planung der Bereitstellung von Office Professional Plus für Office 365 müssen Sie die Kompatibilität von Anwendungen und Dokumenten mit berücksichtigen. Ihre Planung sollte eine Bewertung der Kompatibilität von Office 2010-Anwendungen mit vorhandenen Hardwarekomponenten, aktuellen Office-Dokumenten, Add-Ins und Branchenanwendungen umfassen. Ressourcen mit Informationen zum Thema Kompatibilität finden Sie im Ressourcencenter Kompatibilität mit Microsoft Office 2010 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=213955&clcid=0x407).

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