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Sicherung und Wiederherstellung in Configuration Manager

Letzte Aktualisierung: November 2012

Betrifft: System Center 2012 Configuration Manager, System Center 2012 Configuration Manager SP1, System Center 2012 R2 Configuration Manager

In Unternehmenslösungen wie System Center 2012 Configuration Manager müssen Vorbereitungen für geeignete Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge getroffen werden, um den Verlust kritischer Daten zu vermeiden. Für Configuration Manager-Standorte stellt eine solche Vorbereitung sicher, dass Standorte und Hierarchien mit möglichst geringem Datenverlust und in möglichst kurzer Zeit wiederhergestellt werden. In den folgenden Abschnitten wird erläutert, wie Sie Ihre Configuration Manager-Standorte sichern und bei einem Standortausfall oder Datenverlust wiederherstellen.

Während des Sicherungsprozesses findet zwischen dem SMS-Writer-Dienst und dem Volumeschattenkopie-Dienst (Volume Shadow Copy Service, VSS) eine Interaktion statt. Der SMS-Writer-Dienst muss ausgeführt werden, damit die Configuration Manager-Standortsicherung erfolgreich abgeschlossen werden kann.

SMS-Writer wird beim VSS registriert und an dessen Schnittstellen und Ereignissse gebunden. Wenn vom VSS Ereignisse übertragen oder bestimmte Benachrichtigungen an SMS-Writer gesendet werden, wird von SMS-Writer daraufhin eine entsprechende Aktion ausgeführt. Zunächst wird die Sicherungssteuerungsdatei „smsbkup.ctl“, die sich unter <ConfigMgr-Installationspfad>\inboxes\smsbkup.box befindet, von SMS-Writer gelesen, und dann werden die zu sichernden Dateien und Daten ermittelt. Anschließend werden von SMS-Writer Metadaten erstellt, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen. Dabei dienen die ermittelten Informationen sowie bestimmte Daten aus den SMS-Registrierungsschlüsseln und Unterschlüsseln als Grundlage. Die Metadaten werden an den VSS gesendet, wenn sie angefordert werden. Vom VSS werden die Metadaten wiederum an die anfordernde Anwendung gesendet (Configuration Manager-Sicherungs-Manager). Vom Sicherungs-Manager werden die zu sichernden Daten ausgewählt und über den VSS an SMS-Writer gesendet. Von SMS-Writer werden geeignete Maßnahmen zur Vorbereitung der Sicherung ergriffen. Vom VSS wird ein Ereignis gesendet, wenn er für die Momentaufnahme bereit ist. Daraufhin werden von SMS-Write sämtliche Configuration Manager-Dienste angehalten, und es wird sichergestellt, dass die Configuration Manager-Aktivitäten während der Erstellung der Momentaufnahme gesperrt sind. Nachdem die Momentaufnahme erstellt wurde, werden die Dienste und Aktivitäten von SMS-Writer neu gestartet.

Der SMS-Writer-Dienst wird automatisch installiert. Dieser Dienst muss ausgeführt werden, wenn eine Sicherungs- oder Wiederherstellungsanforderung von der VSS-Anwendung eingeht.

Die Writer-ID für SMS-Writer lautet: 03ba67dd-dc6d-4729-a038-251f7018463b.

Der SMS-Writer-Dienst muss unter dem lokalen Systemkonto ausgeführt werden.

Der Volumeschattenkopie-Dienst (Volume Shadow Copy Service, VSS) ist ein Satz COM APIs, mit denen ein Framework implementiert wird. Dank dieses Frameworks können Volumesicherungen ausgeführt werden, während von Anwendungen auf einem System weiterhin auf die Volumes geschrieben wird. Mit dem VSS wird eine konsistente Schnittstelle bereitgestellt, mit der Benutzeranwendungen, die zum Ausführen eines Updates für Daten auf einem Datenträger dienen (SMS-Writer-Dienst), und Benutzeranwendungen, die zur Anwendungssicherung verwendet werden (Sicherungs-Manager-Dienst), koordiniert werden können. Weitere Informationen zum VSS finden Sie im Thema Volume Shadow Copy Service (Volumeschattenkopie-Dienst) im Windows Server TechCenter.

In System Center 2012 Configuration Manager gibt es einen Sicherungswartungstask, der nach einem Zeitplan ausgeführt wird und zur Sicherung der Standortdatenbank, bestimmter Registrierungsschlüssel sowie bestimmter Ordner und Dateien dient. Sie können die Datei AfterBackup.bat erstellen, um nach der erfolgreichen Ausführung des Sicherungswartungstasks weitere Aktionen automatisch ausführen. Die Datei AfterBackup.bat wird meistens zur Archivierung der Sicherungsmomentaufnahme an einem sicheren Speicherort verwendet. Sie können mit der Datei AfterBackup.bat aber auch Dateien in den Sicherungsordner kopieren und andere zusätzliche Sicherungstasks starten. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie eine Configuration Manager-Sicherungsstrategie erstellen.

noteHinweis
Von Configuration Manager kann die Standortdatenbank aus dem Configuration Manager-Sicherungswartungstask oder aus der Standortdatenbanksicherung wiederhergestellt werden, die Sie über einen anderen Prozess ausführen. Beispielsweise können Sie die Standortdatenbank anhand einer Sicherung wiederherstellen, die im Rahmen des Microsoft SQL Server-Wartungsplans vorgenommen wurde. Ab Configuration Manager SP1 können Sie die Standortdatenbank anhand einer Sicherung wiederherstellen, indem Sie System Center 2012 Data Protection Manager (DPM) verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Data Protection Manager zur Sicherung der Standortdatenbank.

Durch Planen des vordefinierten Wartungstasks „Standortserver sichern“ können Sie die Sicherung von Configuration Manager-Standorten automatisieren. Sie können einen Standort der zentralen Verwaltung und einen primären Standort sichern. Bei sekundären Standorten oder Standortsystemservern hingegen wird eine Sicherung nicht unterstützt. Wenn der Configuration Manager-Sicherungsdienst ausgeführt wird, läuft dieser Vorgang entsprechend der in der Sicherungssteuerungsdatei (<ConfigMgrInstallationsordner>\Inboxes\Smsbkup.box\Smsbkup.ctl) definierten Anweisungen ab. Sie können die Sicherungssteuerungsdatei ändern, um das Verhalten des Sicherungsdienstes zu ändern. Informationen zum Status der Standortsicherung werden in die Datei Smsbkup.log geschrieben. Diese Datei wird in dem Zielordner erstellt, den Sie in den Eigenschaften des Wartungstasks „Standortserver sichern“ angeben.

Gehen Sie wie folgt vor, um den Wartungstask zur Standortsicherung für einen Standort zu konfigurieren.

  1. Klicken Sie in der Configuration Manager-Konsole auf Verwaltung.

  2. Erweitern Sie im Arbeitsbereich Verwaltung den Bereich Standortkonfiguration, und klicken Sie dann auf Standorte.

  3. Wählen Sie den Standort aus, an dem Sie den Wartungstask zur Standortsicherung aktivieren möchten.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Startseite in der Gruppe Einstellungen auf Standortwartungstasks.

  5. Klicken Sie auf Standortserver sichern und dann auf Bearbeiten.

  6. Wählen Sie Diese Aufgabe aktivieren aus, und klicken Sie auf Pfade festlegen, um das Sicherungsziel anzugeben. Hierzu stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:

    securitySicherheit Hinweis
    Speichern Sie die Dateien an einem sicheren Ort, um einer Manipulation der Sicherungsdateien vorzubeugen. Der sicherste Pfad für eine Sicherung verweist auf ein lokales Laufwerk, sodass Sie NTFS-Dateisystemberechtigungen für den Ordner einrichten können. Unabhängig davon, welche Option Sie auswählen, werden die Sicherungsdaten von Configuration Manager nicht verschlüsselt, die über den Sicherungspfad gesichert sind.

    • Lokales Laufwerk auf Standortserver für Standortdaten und -datenbank: Bei Auswahl dieser Option werden die Sicherungsdateien für den Standort und die Standortdatenbank im angegebenen Pfad auf dem lokalen Laufwerk des Standortservers gespeichert. Sie müssen den lokalen Ordner erstellen, bevor der Sicherungstask ausgeführt wird.

      securitySicherheit Hinweis
      Das lokale Systemkonto auf dem Standortserver muss über die NTFS-Dateisystemberechtigung Schreiben für den lokalen Ordner verfügen, der für die Sicherung des Standorts vorgesehen ist.

      Das lokale Systemkonto auf dem Computer, auf dem SQL Server ausgeführt wird, muss über die NTFS-Berechtigung Schreiben für den Ordner verfügen, der für die Sicherung der Standortdatenbank vorgesehen ist.

    • Netzwerkpfad (UNC-Name) für Standortdaten und -datenbank: Bei Auswahl dieser Option werden die Sicherungsdateien für den Standort und die Standortdatenbank im angegebenen UNC-Pfad gespeichert. Sie müssen die Freigabe erstellen, bevor der Sicherungstask ausgeführt wird.

      securitySicherheit Hinweis
      Das Computerkonto des Standortservers sowie das Computerkonto von SQL Server, so SQL Server auf einem anderen Computer installiert ist, müssen die NTFS-Berechtigung Schreiben sowie Freigabeberechtigungen für den freigegebenen Netzwerkordner aufweisen.

    • Lokale Laufwerke auf dem Standortserver und SQL Server: Bei Auswahl dieser Option werden die Sicherungsdateien für den Standort im angegebenen Pfad auf dem lokalen Laufwerk des Standortservers gespeichert, und die Sicherungsdateien für die Standortdatenbank werden im angegebenen Pfad auf dem lokalen Laufwerk des Standortdatenbankservers gespeichert. Sie müssen die lokalen Ordner erstellen, bevor der Sicherungstask ausgeführt wird.

      securitySicherheit Hinweis
      Für das Computerkonto des Standortservers müssen die NTFS-Berechtigungen Schreiben für den Ordner vorliegen, den Sie auf dem Standortserver erstellen. Für das Computerkonto des SQL Servers müssen die NTFS-Berechtigungen Schreiben für den Ordner vorliegen, den Sie auf dem Standortdatenbankserver erstellen. Diese Option ist nur verfügbar, wenn die Standortdatenbank nicht auf dem Standortserver installiert ist.

    noteHinweis
    Die Option zum Durchsuchen des Sicherungsziels ist nur verfügbar, wenn Sie den UNC-Pfad des Sicherungsziels angeben.

    ImportantWichtig
    Der Ordner- oder Freigabename, der für das Sicherungsziel verwendet wird, darf keine Unicode-Zeichen enthalten.

  7. Konfigurieren Sie für den Standortsicherungstask einen angemessenen Zeitplan. Empfehlenswert ist ein Sicherungszeitplan, der außerhalb der Arbeitszeit liegt. Falls Sie über eine Hierarchie verfügen, empfiehlt sich ein Zeitplan, der mindestens zweimal pro Woche ausgeführt wird. Auf diese Weise bleibt bei einem Standortausfall ein Maximum an Daten erhalten.

    noteHinweis
    Wenn Sie die Configuration Manager-Konsole auf dem gleichen Standortserver ausführen, den Sie für die Sicherung konfigurieren, wird vom Wartungstask „Standortserver sichern“ die lokale Zeit für den Zeitplan verwendet. Wenn die Configuration Manager-Konsole auf einem Computer außerhalb des Standorts, den Sie für die Sicherung konfigurieren, ausführen, wird vom Wartungstask „Standortserver sichern“ UTC (Coordinated Universal Time, koordinierte Weltzeit) für den Zeitplan verwendet.

  8. Geben Sie an, ob eine Warnung generiert werden soll, wenn beim Standortsicherungstask ein Fehler auftritt, und klicken Sie auf OK. Klicken Sie dann auf OK. Wenn diese Option ausgewählt ist, wird von Configuration Manager bei einem Sicherungsfehler eine kritische Warnung generiert. Details zu dieser Warnung können Sie im Arbeitsbereich Überwachung im Knoten Warnungen einsehen.

 

Überprüfen Sie, ob der von Ihnen geplante Wartungstask „Standortserver sichern“ erfolgreich ausgeführt wird. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Sie den Standort bei einem Fehler wiederherstellen können, und Sie können außerdem die Datenwiederherstellung planen. Gehen Sie wie folgt vor, um zu überprüfen, ob der Wartungstask zur Standortsicherung erfolgreich abgeschlossen wurde.

  • Überprüfen Sie wie folgt, ob der Wartungstask zur Standortsicherung erfolgreich abgeschlossen wurde:

    • Überprüfen Sie den Zeitstempel auf den Dateien im Sicherungszielordner, die vom Wartungstask „Standortserver sichern“ erstellt wurden. Überprüfen Sie, ob der Zeitstempel aktualisiert wurde und die Zeitangabe mit der Zeit übereinstimmt, zu der die Ausführung des Wartungstasks „Standortserver sichern“ laut Zeitplan zuletzt vorgesehen war.

    • Prüfen Sie im Arbeitsbereich Überwachung im Knoten Komponentenstatus die Statusmeldungen für SMS_SITE_BACKUP. Wenn die Standortsicherung erfolgreich abgeschlossen ist, wird die Meldungs-ID 5035 angezeigt. Dies bedeutet, dass die Standortsicherung ohne Fehler abgeschlossen wurde.

    • Wenn vom Wartungstask „Standortserver sichern“ bei einem Sicherungsfehler konfigurationsgemäß eine Warnung generiert wird, können Sie die Systemfehler im Arbeitsbereich Überwachung im Knoten Warnungen überprüfen.

    • Prüfen Sie die Datei „Smsbkup.log“ unter <ConfigMgrInstallationsordner>\Logs auf Warnungen und Fehler. Wenn die Standortsicherung erfolgreich abgeschlossen ist, wird Backup completed zusammen mit einem Zeitstempel und der Meldungs-ID STATMSG: ID=5035 angezeigt.

    TipTipp
    Wenn beim Sicherungswartungstask ein Fehler auftritt, können Sie den Task durch Anhalten und Neustarten des Dienstes SMS_SITE_BACKUP neu starten.

Nur für System Center 2012 Configuration Manager SP1 und System Center 2012 R2 Configuration Manager:

Ab Configuration Manager SP1 können Sie die Standortdatenbank mit System Center 2012 Data Protection Manager (DPM) sichern. Sie müssen in DPM eine neue Schutzgruppe für den Standortdatenbankcomputer erstellen. Auf der Seite Gruppenmitglieder auswählen des Assistenten zum Erstellen einer neuen Schutzgruppe wählen Sie den SMS-Writer-Dienst aus der Datenquellenliste und anschließend die Standortdatenbank als geeignetes Mitglied aus. Weitere Informationen zur Verwendung DPM zur Sicherung Ihrer Standortdatenbank finden Sie in der Data Protection Manager-Dokumentationsbibliothek auf der TechNet-Webseite.

ImportantWichtig
Von Configuration Manager wird die DPM-Sicherung für ein SQL Server-Cluster nicht unterstützt, das eine benannte Instanz verwendet, wohl aber eine DPM-Sicherung auf einem SQL Server-Cluster, das die Standardinstanz von SQL Server verwendet.

Nachdem Sie die Standortdatenbank wiederhergestellt haben, befolgen Sie die Schritte im Setup, um den Standort wiederherzustellen. Wählen Sie die Wiederherstellungsoption Manuell wiederhergestellte Standortdatenbank verwenden aus, um die Standortdatenbank zu verwenden, die Sie mithilfe von Data Protection Manager wiederhergestellt haben.

Bei der ersten Ausführung des Wartungstasks „Standortserver sichern“ wird eine Sicherungsmomentaufnahme erstellt, mit der Sie Ihren Standortserver nach einem Fehler wiederherstellen können. Wenn der Sicherungstask im Verlauf späterer Zyklen erneut ausgeführt wird, erstellt er jeweils einen neuen Sicherungssnapshot, mit dem der vorherige Snapshot überschrieben wird. Für einen Standort gibt es daher immer nur eine Sicherungsmomentaufnahme, und es ist nicht möglich, eine frühere Sicherungsmomentaufnahme abzurufen.

Aus den folgenden Gründen wird empfohlen, mehrere Archive der Sicherungsmomentaufnahme aufzubewahren:

  • Es kommt häufig vor, dass Sicherungsmedien ausfallen, verlegt werden oder nur eine unvollständige Sicherung enthalten. Das Wiederherstellen eines ausgefallenen eigenständigen primären Standorts anhand einer älteren Sicherung ist besser als das Wiederherstellen ohne Sicherung. Bei einem Standortserver in einer Hierarchie muss die Sicherung innerhalb der Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung für SQL Server liegen. Andernfalls ist die Sicherung nicht erforderlich.

  • Eine Beschädigung im Standort kann über mehrere Sicherungszyklen hinweg unentdeckt bleiben. Sie müssen möglicherweise mehrere Zyklen zurückgehen und die Sicherungsmomentaufnahme verwenden, die vor der Beschädigung des Standorts erstellt wurde. Dies gilt für für einen eigenständigen primären Standort und Standorte in einer Hierarchie, bei denen die Sicherung innerhalb der Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung für SQL Server liegt.

  • Für den Standort gibt es möglicherweise keine Sicherungsmomentaufnahme, beispielsweise weil beim Wartungstask „Standortserver sichern“ ein Fehler aufgetreten ist. Da der Sicherungstask den vorherigen Sicherungssnapshot entfernt, bevor er mit dem Sichern der aktuellen Daten beginnt, gibt es zeitweise keinen gültigen Sicherungssnapshot.

Nach der erfolgreichen Sicherung des Standorts wird vom Task „Standortserver sichern“ automatisch versucht, eine Datei namens „AfterBackup.bat“ auszuführen. Sie müssen die Datei „AfterBackup.bat“ manuell in <ConfigMgrInstallationsordner>\Inboxes\Smsbkup erstellen. Wenn eine Datei AfterBackup.bat vorhanden ist und sich im richtigen Ordner befindet, wird sie nach Abschluss des Sicherungstasks automatisch ausgeführt. Mit der Datei AfterBackup.bat können Sie die Sicherungsmomentaufnahme am Ende jedes Sicherungsvorgangs archivieren und automatisch andere nach der Sicherung erforderliche Tasks ausführen, die nicht zum Wartungstask „Standortserver sichern“ gehören. Mit der Datei AfterBackup.bat werden die Archivierungs- und Sicherungsvorgänge integriert. Dadurch wird sichergestellt, dass jede neue Sicherungsmomentaufnahme archiviert wird. Wenn die Datei AfterBackup.bat nicht vorhanden ist, wird sie vom Sicherungstask übersprungen. Dies hat keine Auswirkungen auf den Sicherungsvorgang. Prüfen Sie im Arbeitsbereich Überwachung im Knoten Komponentenstatus die Statusmeldungen für SMS_SITE_BACKUP. Daran erkennen Sie, ob die Datei AfterBackup.bat vom Standortsicherungstask erfolgreich ausgeführt wurde. Wenn die Befehlsdatei „AfterBackup.bat“ erfolgreich gestartet wurde, wird die Meldungs-ID 5040 angezeigt.

TipTipp
Sie müssen ein Kopierbefehlstool wie Robocopy in der Batchdatei verwenden, um die Datei AfterBackup.bat zum Archivieren der Sicherungsdateien für den Standortserver zu erstellen. Beispielsweise können Sie die Datei AfterBackup.bat erstellen und der ersten Zeile Folgendes hinzufügen: Robocopy E:\ConfigMgr_Backup \\ServerName\ShareName\ConfigMgr_Backup /MIR. Weitere Informationen zu Robocopy finden Sie in der Befehlszeilenreferenz unter Robocopy.

Die Datei AfterBackup.bat ist zwar zum Archivieren von Sicherungsmomentaufnahmen vorgesehen, Sie aber können auch eine Datei AfterBackup.bat erstellen, um am Ende jedes Sicherungsvorgangs zusätzliche Tasks auszuführen.

Mit dem Wartungstask „Standortserver sichern“ wird eine Sicherungsmomentaufnahme für die Standortserverdateien und die Standortdatenbank erstellt. Beim Erstellen einer Sicherungsstrategie müssen Sie aber noch andere Elemente berücksichtigen, die nicht gesichert werden. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie Ihre Configuration Manager-Sicherungsstrategie vervollständigen.

Wenn Sie vordefinierte Reporting Services-Berichte geändert oder benutzerdefinierte Reporting Services-Berichte erstellt haben, stellt die Sicherung der Berichtsserver-Datenbankdateien eine wichtige Komponente Ihrer Sicherungsstrategie dar. Die Berichtsserver-Sicherung muss eine Sicherung der Quelldateien für Berichte und Modelle, Verschlüsselungsschlüssel, benutzerdefinierte Assemblys oder Erweiterungen, Konfigurationsdateien, in benutzerdefinierten Berichten verwendete benutzerdefinierte SQL Server-Ansichten, benutzerdefinierte gespeicherte Prozeduren usw. umfassen.

ImportantWichtig
Wenn für System Center 2012 Configuration Manager ein Upgrade auf eine neuere Version ausgeführt wird, werden die vordefinierten Berichte von neuen Berichten überschrieben. Sie müssen geänderte vordefinierte Berichte sichern, bevor Sie die neue Version installieren, und sie nach dem Upgrade in Reporting Services wiederherstellen.

Weitere Informationen zum Sichern benutzerdefinierter Berichte in Reporting Services finden Sie unter Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge für eine Reporting Services-Installation in der Onlinedokumentation zu SQL Server 2008.

Die Inhaltsbibliothek in Configuration Manager ist der Ort, an dem alle Inhaltsdateien für Softwareupdates, Anwendungen, Betriebssystembereitstellungen etc. gespeichert werden. Sie befindet sich auf dem Standortserver und an jedem Verteilungspunkt. Vom Wartungstask „Standortserver sichern“ wird keine Sicherung der Inhaltsbibliothek oder der Paketquelldateien ausgeführt. Beim Ausfall eines Standortservers werden die Informationen zu den Dateien der Inhaltsbibliothek in der Standortdatenbank wiederhergestellt. Sie müssen jedoch die Inhaltsbibliothek sowie die Paketquelldateien auf dem Standortserver wiederherstellen.

  • Inhaltsbibliothek: Die Inhaltsbibliothek muss wiederhergestellt werden, damit Sie Inhalt erneut an Verteilungspunkte verteilen können. Wenn Sie die Neuverteilung des Inhalts starten, werden die Dateien von Configuration Manager aus der Inhaltsbibliothek auf dem Standortserver auf die Verteilungspunkte kopiert. Die Inhaltsbibliothek für den Standortserver befindet sich im Ordner SCCMContentLib. Dieser Ordner wiederum befindet sich in der Regel auf dem Laufwerk, auf dem zum Zeitpunkt der Standortinstallation am meisten freier Speicher verfügbar war. Weitere Informationen zur Inhaltsbibliothek finden Sie unter Einführung in die Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

  • Paketquelldateien: Die Paketquelldateien müssen wiederhergestellt werden, damit Sie ein Update des Inhalts an Verteilungspunkten ausführen können. Wenn Sie ein Inhaltsupdate starten, werden neue oder geänderte Dateien von Configuration Manager aus der Paketquelle in die Inhaltsbibliothek kopiert. Von dort werden die Dateien auf die zugeordneten Verteilungspunkte kopiert. Sie können die folgende Abfrage in SQL Server ausführen, um den Quellspeicherort für alle Pakete und Anwendungen zu ermitteln: SELECT * FROM v_Package. Sie können den Paketquellstandort anhand der ersten drei Zeichen der Paket-ID identifizieren. Wenn beispielsweise die Paket-ID „CEN00001“ lautet, ist „CEN“ der Standortcode für den Quellstandort. Paketquelldateien müssen an den gleichen Speicherort wiederhergestellt werden wie vor dem Fehler. Weitere Informationen zum Aktualisieren von Inhalt finden Sie im Abschnitt Aktualisieren von Inhalt an Verteilungspunkten des Themas Vorgänge und Wartungstasks für die Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

Achten Sie darauf, bei der Dateisystemsicherung für den Standortserver sowohl die Inhaltsbibliothek als auch die Paketquellspeicherorte einzuschließen.

System Center Updates Publisher 2011 ist ein eigenständiges Tool, mit dem Sie benutzerdefinierte Softwareupdates in Windows Server Update Services (WSUS) veröffentlichen, die Softwareupdates mit Configuration Manager synchronisieren, die Kompatibilität der Softwareupdates bewerten sowie die benutzerdefinierten Softwareupdates für Clients bereitstellen können. In Updates Publisher 2011 wird für das Softwareupdaterepository eine lokale Datenbank verwendet. Wenn Sie Updates Publisher 2011 zur Verwaltung benutzerdefinierter Softwareupdates verwenden, stellen Sie fest, ob Sie die Updates Publisher 2011-Datenbank bei Ihrem Sicherungsplan berücksichtigen müssen. Weitere Informationen zu Updates Publisher finden Sie unter System Center Updates Publisher 2011 in der System Center TechNet-Bibliothek.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Updates Publisher 2011-Datenbank zu sichern.

  1. Suchen Sie auf dem Computer, auf dem Updates Publisher ausgeführt wird, die Updates Publisher 2011-Datenbankdatei (Scupdb.sdf) in %USERPROFILE%\AppData\Local\Microsoft\System Center Updates Publisher 2011\5.00.1727.0000\. Für jeden Benutzer, der Updates Publisher 2011 ausführt, gibt es eine eigene Datenbankdatei.

  2. Kopieren Sie die Datenbankdatei in das Sicherungsziel. Wenn das Sicherungsziel beispielsweise E:\ConfigMgr_Backup lautet, können Sie die Updates Publisher 2011-Datenbankdatei in E:\ConfigMgr_Backup\SCUP2011 kopieren.

    TipTipp
    Wenn es auf einem Computer mehrere Datenbankdateien gibt, empfiehlt es sich, die Datei in einem Unterordner zu speichern, der den Namen des mit der Datenbankdatei verbundenen Benutzerprofils trägt. Beispielsweise kann sich eine Datenbankdatei in E:\ConfigMgr_Backup\SCUP2011\User1 befinden und eine andere Datenbankdatei in E:\ConfigMgr_Backup\SCUP2011\User2.

Mit Configuration Manager-Tasksequenzen können Sie bei der Betriebssystembereitstellung die Benutzerzustandsdaten erfassen und wiederherstellen, wenn Sie den Benutzerzustand des aktuellen Betriebssystems beibehalten möchten. Die Ordner, in denen die Benutzerzustandsdaten gespeichert werden, werden in den Eigenschaften des Zustandsmigrationspunkts aufgeführt. Diese Daten zur Benutzerzustandsmigration werden vom Wartungstask „Standortserver sichern“ nicht gesichert. Im Rahmen Ihres Sicherungsplans müssen Sie die Ordner, in denen die Daten zur Benutzerzustandsmigration gespeichert werden, manuell sichern. Gehen Sie wie folgt vor, um die Ordner zu bestimmen, in denen die Daten zur Benutzerzustandsmigration gespeichert werden.

  1. Klicken Sie in der Configuration Manager-Konsole auf Verwaltung.

  2. Erweitern Sie im Arbeitsbereich Verwaltung den Bereich Standortkonfiguration, und klicken Sie dann auf Server und Standortsystemrollen.

  3. Wählen Sie das Standortsystem aus, auf dem die Rolle „Zustandsmigration“ gehostet wird. Wählen Sie dann in Standortsystemrollen die Option Zustandsmigrationspunkt aus.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Standortrolle in der Gruppe Eigenschaften auf Eigenschaften.

  5. Die Ordner, in denen die Daten zur Benutzerzustandsmigration gespeichert werden, werden auf der Registerkarte Allgemein im Abschnitt Ordnerdetails aufgeführt.

Eine Configuration Manager-Standortwiederherstellung ist bei einem Configuration Manager-Standortausfall oder bei einem Datenverlust in der Standortdatenbank erforderlich. Bei der Standortwiederherstellung geht es primär darum, Daten zu reparieren und erneut zu synchronisieren, um eine Unterbrechung von Vorgängen zu vermeiden. Zum Starten der Standortwiederherstellung führen Sie entweder den Setup-Assistenten für Configuration Manager vom Installationsmedium aus, oder Sie konfigurieren das Skript für eine unbeaufsichtigte Installation und verwenden dann die Befehlsoption /script. Welche Wiederherstellungsoptionen zur Auswahl stehen, hängt davon ab, ob Ihnen eine Sicherung der Configuration Manager-Standortdatenbank vorliegt.

ImportantWichtig
Wenn Sie Configuration Manager-Setup auf dem Standortserver über das Menü Start ausführen, ist die Option Standort wiederherstellen nicht verfügbar. Sie müssen Setup vom Installationsmedium ausführen.

noteHinweis
Nachdem Sie eine Standortdatenbank wiederhergestellt haben, die für Datenbankreplikate konfiguriert war, müssen Sie vor der Verwendung der Datenbankreplikas jedes Replikat neu konfigurieren, indem Sie die Veröffentlichungen und die Abonnements neu erstellen.

Bei der Wiederherstellung des primären Standortservers und des zentralen Verwaltungsstandorts von Configuration Manager müssen Sie zwei Hauptbereiche berücksichtigen: den Standortserver und die Standortdatenbank. In den folgenden Abschnitten wird erläutert, wie Sie die Optionen bestimmen, die Sie für Ihr Wiederherstellungsszenario auswählen müssen.

ImportantWichtig
Ab Configuration Manager SP1 stehen neue Optionen für die Wiederherstellung eines sekundären Standorts zur Verfügung. Informationen zur Wiederherstellung von sekundären Standorten finden Sie im Abschnitt Wiederherstellen eines sekundären Standorts.

noteHinweis
Wenn eine frühere Standortwiederherstellung fehlerhaft war oder wenn Sie versuchen, einen Standort wiederherzustellen, der nicht vollständig deinstalliert wurde, müssen Sie zunächst in Setup Configuration Manager-Standort deinstallieren auswählen. Erst danach können Sie den Standort wiederherstellen. Falls der ausgefallene Standort untergeordnete Standorte hat und Sie den Standort deinstallieren müssen, müssen Sie die Standortdatenbank manuell vom ausgefallenen Standort löschen, bevor Sie die Option Configuration Manager-Standort deinstallieren auswählen. Andernfalls tritt bei der Deinstallation ein Fehler auf.

Sie müssen Setup auf den System Center 2012 Configuration Manager-Installationsmedien oder in einem freigegebenen Netzwerkordner, der die Quelldateien enthält, starten. Andernfalls ist die Option Standort wiederherstellen nicht verfügbar. Beim Ausführen von Setup stehen für den ausgefallenen Standortserver die folgenden Wiederherstellungsoptionen zur Verfügung:

  • Diesen Standortserver mit einem vorhandenen Sicherungssatz wiederherstellen: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie über eine Sicherung des Configuration Manager-Standortservers verfügen, die vor dem Standortausfall im Rahmen des Wartungstasks Standortserver sichern auf dem Standortserver erstellt wurde. Der Standort wird erneut installiert, und die Standardeinstellungen werden anhand des gesicherten Standorts konfiguriert.

  • Diesen Standortserver erneut installieren: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie über keine Sicherung des Standortservers verfügen. Der Standortserver wird erneut installiert, und Sie müssen die Standorteinstellungen genau wie bei einer Erstinstallation angeben. Sie müssen den gleichen Standortcode und Datenbanknamen verwenden, die Sie bei der Erstinstallation des ausgefallenen Standorts angegeben hatten, damit der Standort erfolgreich wiederhergestellt werden kann.

noteHinweis
Wenn von Setup ein vorhandener Configuration Manager-Standort auf dem Server erkannt wird, können Sie eine Standortwiederherstellung starten. Allerdings sind die Wiederherstellungsoptionen für den Standortserver beschränkt. Wenn Sie Setup beispielsweise auf einem vorhandenen Standortserver ausführen und die Wiederherstellung auswählen, können Sie zwar den Standortdatenbankserver wiederherstellen, aber die Option zum Wiederherstellen des Standortservers ist deaktiviert.

Beim Ausführen von Setup stehen für die Standortdatenbank die folgenden Wiederherstellungsoptionen zur Verfügung:

  • Die Standortdatenbank mit dem Sicherungssatz aus folgendem Ort wiederherstellen: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie über eine Sicherung der Configuration Manager-Standortdatenbank verfügen, die vor dem Standortdatenbankfehler bei der Ausführung des Wartungstasks Standortserver sichern auf dem Standort erstellt wurde. Wenn Sie über eine Hierarchie verfügen, werden die Änderungen, die Sie seit der letzten Sicherung der Standortdatenbank an der Standortdatenbank vorgenommen haben, für einen primären Standort vom Standort der zentralen Verwaltung abgerufen bzw. für einen Standort der zentralen Verwaltung von einem primären Referenzstandort. Wenn Sie die Standortdatenbank für einen eigenständigen primären Standort wiederherstellen, gehen die Standortänderungen seit der letzten Sicherung verloren.

    Wenn Sie die Standortdatenbank für einen Standort in einer Hierarchie wiederherstellen, hängt das Wiederherstellungsverhalten vom Standorttyp (Standort der zentralen Verwaltung oder primärer Standort) sowie davon ob, ob die letzte Sicherung innerhalb oder außerhalb der Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung für SQL Server liegt. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Wiederherstellungsszenarien für die Standortdatenbank in diesem Thema.

    noteHinweis
    Die Wiederherstellung ist nicht möglich, wenn Sie angeben, dass die Standortdatenbank anhand eines Sicherungssatzes wiederhergestellt werden soll, die Standortdatenbank aber bereits vorhanden ist.

  • Eine neue Datenbank für diesen Standort erstellen: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie über keine Sicherung der Configuration Manager-Standortdatenbank verfügen. Wenn Sie über eine Hierarchie verfügen, wird eine neue Standortdatenbank erstellt. Die Daten werden anhand replizierter Daten wiederhergestellt, die bei einem primären Standort vom Standort der zentralen Verwaltung stammen bzw. bei einem Standort der zentralen Verwaltung von einem primären Referenzstandort. Diese Option ist beim Wiederherstellen eines eigenständigen primären Standorts oder eines Standorts der zentralen Verwaltung, der keine primären Standorte hat, nicht verfügbar.

  • Manuell wiederhergestellte Standortdatenbank verwenden: Verwenden Sie diese Option, wenn Sie die Configuration Manager-Standortdatenbank bereits wiederhergestellt haben, aber den Wiederherstellungsprozess noch beenden müssen. Von Configuration Manager kann die Standortdatenbank aus dem Configuration Manager-Sicherungswartungstask oder aus einer Standortdatenbanksicherung wiedergeherstellt werden, die Sie mit DPM oder einem anderen Prozess vorgenommen haben. Nachdem Sie die Standortdatenbank mithilfe einer Methode außerhalb von Configuration Manager wiederhergestellt haben, müssen Sie Setup ausführen und diese Option auswählen, um die Wiederherstellung der Standortdatenbank abzuschließen. Wenn Sie über eine Hierarchie verfügen, werden die Änderungen, die Sie seit der letzten Sicherung der Standortdatenbank an der Standortdatenbank vorgenommen haben, für einen primären Standort vom Standort der zentralen Verwaltung abgerufen bzw. für einen Standort der zentralen Verwaltung von einem primären Referenzstandort. Wenn Sie die Standortdatenbank für einen eigenständigen primären Standort wiederherstellen, gehen die Standortänderungen seit der letzten Sicherung verloren.

    noteHinweis
    Wenn Sie DPM verwenden, um die Standortdatenbank zu sichern, dann verwenden Sie DPM-Prozeduren, um die Standortdatenbank an einem angegebenen Ort wiederherzustellen, bevor Sie den Wiederherstellungsprozess in Configuration Manager fortsetzen. Weitere Informationen zu DPM finden Sie in der Data Protection Manager-Dokumentationsbibliothek auf der TechNet-Webseite.

  • Datenbankwiederherstellung überspringen: Verwenden Sie diese Option, wenn es auf dem Configuration Manager-Standortdatenbankserver keine Datenverluste gab. Diese Option gilt nur, wenn die Standortdatenbank sich auf einem anderen Computer als der Standortserver, den Sie wiederherstellen, befindet.

Die Änderungsnachverfolgung ist für die Standortdatenbank in SQL Server aktiviert. Bei der Änderungsnachverfolgung können von Configuration Manager Informationen über die Änderungen abgefragt werden, die seit einem früheren Zeitpunkt an den Datenbanktabellen vorgenommen worden sind. Mit der Beibehaltungsdauer wird angegeben, wie lange Informationen zur Änderungsnachverfolgung beibehalten werden. Für die Standortdatenbank ist standardmäßig eine Beibehaltungsdauer von 5 Tagen konfiguriert. Beim Wiederherstellen einer Standortdatenbank richtet sich der Wiederherstellungsprozess danach, ob die Sicherung innerhalb oder außerhalb der Beibehaltungsdauer liegt. Wenn beispielsweise ein Standortdatenbankserver ausfällt und die letzte Sicherung vor 7 Tagen erstellt wurde, liegt die Sicherung außerhalb der Beibehaltungsdauer.

Beim erneuten Initialisieren der Standortdaten oder der globalen Daten werden in der Standortdatenbank vorhandene Daten durch Daten aus einer anderen Standortdatenbank ersetzt. Wenn beispielsweise an Standort ABC Daten von Standort XYZ erneut initialisiert werden, werden die folgenden Schritte ausgeführt:

  • Die Daten werden von Standort XYZ zu Standort ABC kopiert.

  • Die für Standort XYZ vorhandenen Daten werden aus der Standortdatenbank an Standort ABC entfernt.

  • Die von Standort XYZ kopierten Daten werden in die Standortdatenbank an Standort ABC eingefügt.

Die globalen Daten vom Standort der zentralen Verwaltung werden am primären Standort erneut initialisiert: Bei der Wiederherstellung werden die vorhandenen globalen Daten für den primären Standort aus der Datenbank des primären Standorts entfernt und durch die am Standort der zentralen Verwaltung kopierten globalen Daten ersetzt.

Die Standortdaten von einem primären Standort werden am Standort der zentralen Verwaltung erneut initialisiert: Bei der Wiederherstellung werden die vorhandenen Standortdaten für diesen primären Standort aus der Datenbank des Standorts der zentralen Verwaltung entfernt und durch die am primären Standort kopierten Standortdaten ersetzt. Die Standortdaten für andere primäre Standorte bleiben unverändert.

Nach der Wiederherstellung einer Standortdatenbank anhand einer Sicherung wird von Configuration Manager versucht, die seit der letzten Datenbanksicherung an den Standortdaten und globalen Daten vorgenommenen Änderungen wiederherzustellen. In der folgenden Tabelle sind die Aktionen aufgeführt, die nach der Wiederherstellung einer Standortdatenbank anhand einer Sicherung von Configuration Manager gestartet werden.

 

  Datenbanksicherung innerhalb der Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung Datenbanksicherung, die älter ist als die Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung

Wiederhergestellter Standort

Globale Daten

Standortdaten

Globale Daten

Standortdaten

Primärer Standort

Die nach der Sicherung an globalen Daten vorgenommenen Änderungen werden vom Standort der zentralen Verwaltung repliziert.

Am Standort der zentralen Verwaltung werden die Standortdaten vom primären Standort erneut initialisiert. Die nach der Sicherung ausgeführten Änderungen gehen verloren. Die meisten Daten werden jedoch von Clients erneut generiert, von denen Informationen an den primären Standort gesendet werden.

Am primären Standort werden die globalen Daten vom Standort der zentralen Verwaltung erneut initialisiert.

Am Standort der zentralen Verwaltung werden die Standortdaten vom primären Standort erneut initialisiert. Die nach der Sicherung ausgeführten Änderungen gehen verloren. Die meisten Daten werden jedoch von Clients erneut generiert, von denen Informationen an den primären Standort gesendet werden.

Standort der zentralen Verwaltung

Die Änderungen in globalen Daten nach der Sicherung werden von allen primären Standorten repliziert.

Die Änderungen in Standortdaten nach der Sicherung werden von allen primären Standorten repliziert.

Auf dem Standort der zentralen Verwaltung werden die globalen Daten vom primären Referenzstandort, sofern angegeben, neu initialisiert. Anschließend werden die globalen Daten vom Standort der zentralen Verwaltung auf allen anderen primären Standorten neu initialisiert. Wenn kein Referenzstandort angegeben wurde, werden die globalen Daten vom Standort der zentralen Verwaltung (die aus der Sicherung wiederhergestellten Daten) auf allen primären Standorten neu initialisiert.

Auf dem Standort der zentralen Verwaltung werden die Standortdaten von jedem primären Standort neu initialisiert.

Wenden Sie eines der folgenden Verfahren an, um Standortserver und Standortdatenbank wiederherzustellen.

  1. Führen Sie den Setup-Assistenten für Configuration Manager vom Installationsmedium oder aus einem freigegebenen Netzwerkordner aus. Sie können den Setup-Assistenten beispielsweise nach Einlegen der Configuration Manager-DVD über die Option Installieren ausführen. Sie können aber auch Setup.exe in einem freigegebenen Netzwerkordner ausführen, um den Setup-Assistenten zu starten.

  2. Wählen Sie auf der Seite Erste Schritte die Option Standort wiederherstellen aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  3. Wählen Sie die Optionen aus, die für die Standortwiederherstellung geeignet sind, und schließen Sie den Assistenten ab.

    ImportantWichtig
    Während der Wiederherstellung wird der Port des SQL Server-Service Brokers (SSB), der von SQL Server verwendet wird, von Setup identifiziert. Ändern Sie die Einstellung für diesen Port während der Wiederherstellung nicht, da andernfalls die Datenreplikation nach Abschluss der Wiederherstellung nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden kann.

    noteHinweis
    Ab System Center 2012 R2 Configuration Manager können Sie für die Configuration Manager-Installation einen beliebigen Pfad im Setup-Assistenten eingeben. Zuvor mussten Sie denselben Pfad angeben, der bei der ursprünglichen Installation des Standorts verwendet wurde.

  1. Bereiten Sie das Skript für eine unbeaufsichtigte Installation mit den für die Standortwiederherstellung erforderlichen Optionen vor.

  2. Führen Sie Configuration Manager-Setup mit der Befehlszeilenoption /script aus. Wenn der Name der Initialisierungsdatei zum Beispiel ConfigMgrUnattend.ini lautet und die Datei im Verzeichnis C:\temp des Computers gespeichert ist, auf dem Sie das Setup ausführen, lautet der Befehl wie folgt: Setup /script C:\temp\ConfigMgrUnattend.ini.

Wenn Sie eine unbeaufsichtigte Wiederherstellung eines Standorts der zentralen Verwaltung oder eines primären Standorts für Configuration Manager ausführen möchten, können Sie ein Skript für eine unbeaufsichtigte Installation erstellen und Setup mit der Befehlsoption /script ausführen. Mit dem Skript werden die gleichen Informationen bereitgestellt, die andernfalls über den Setup-Assistenten eingegeben werden müssten. Das Skript enthält jedoch keine Standardeinstellungen. Alle Werte müssen für die Setup-Schlüssel angegeben werden, die für den jeweils verwendeten Wiederherstellungstyp gelten.

Sie können Configuration Manager-Setup unbeaufsichtigt ausführen, indem Sie eine Initialisierungsdatei mit der Setup-Befehlszeilenoption /script verwenden. Die unbeaufsichtigte Installation wird bei der Wiederherstellung eines Standorts der zentralen Verwaltung und eines primären Standorts für Configuration Manager unterstützt. Damit Sie die Setup-Befehlszeilenoption /script verwenden können, müssen Sie eine Initialisierungsdatei erstellen und den Namen der Initialisierungsdatei nach der Setup-Befehlszeilenoption /script angeben. Der Name der Datei ist unerheblich. Wichtig ist, dass er die Dateinamenerweiterung „.ini“ aufweist. Wenn Sie in der Befehlszeile auf die Setup-Initialisierungsdatei verweisen, müssen Sie den vollständigen Dateipfad angeben. Wenn die Setup-Initialisierungsdatei beispielsweise setup.ini heißt und sich im Ordner C:\setup befindet, muss die Befehlszeile wie folgt lauten:

setup /script c:\setup\setup.ini.

securitySicherheit Hinweis
Zum Ausführen von Setup benötigen Sie Administratorrechte. Wenn Sie Setup mit dem unbeaufsichtigten Skript ausführen, starten Sie die Eingabeaufforderung im Kontext eines Administrators mit Als Administrator ausführen.

Das Skript enthält Abschnittsnamen, Schlüsselnamen und Werte. Welche Abschnitts- und Schlüsselnamen erforderlich sind, hängt vom Wiederherstellungstyp ab, für den Sie das Skript erstellen. Die Reihenfolge der Schlüssel in den Abschnitten und die Reihenfolge der Abschnitte in der Datei spielen keine Rolle. Bei Schlüsseln wird die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet. Wenn Sie Werte für Schlüssel angeben, müssen dem Namen des Schlüssels ein Gleichheitszeichen (=) und der Wert für den Schlüssel folgen.

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie ein Skript für die unbeaufsichtigte Standortwiederherstellung erstellen. In den Tabellen werden die verfügbaren Setupskriptschlüssel und die entsprechenden Werte aufgeführt. Außerdem wird angegeben, ob die Schlüssel erforderlich sind und für welchen Installationstyp sie verwendet werden. In der letzten Spalte finden Sie zudem eine kurze Beschreibung der einzelnen Schlüssel.

Im folgenden Abschnitt finden Sie Informationen zur unbeaufsichtigten Wiederherstellung eines Standorts der zentralen Verwaltung mithilfe einer Skriptdatei.

 

Abschnitt Schlüsselname Erforderlich Werte Beschreibung

Identification

Aktion

Ja

RecoverCCAR

Mit diesem Schlüssel wird ein Standort der zentralen Verwaltung wiederhergestellt.

RecoveryOptions

ServerRecoveryOptions

Ja

1, 2 oder 4

1 = Wiederherstellung von Standortserver und SQL Server

2 = nur Wiederherstellung von Standortserver

4 = nur Wiederherstellung von SQL Server

Über diesen Schlüssel wird angegeben, ob Setup den Standortserver, SQL Server oder beides wiederherstellt. Die zugeordneten Schlüssel sind erforderlich, wenn Sie den folgenden Wert für die Einstellung ServerRecoveryOptions festlegen:

  • Wert = 1: Sie können einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation angeben, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

    Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10 konfigurieren, um die Standortdatenbank aus einer Sicherung wiederherstellen zu lassen.

  • Wert = 2: Sie können einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation angeben, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

  • Wert = 4: Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10 konfigurieren, um die Standortdatenbank aus einer Sicherung wiederherstellen zu lassen.

DatabaseRecoveryOptions

Vielleicht

10, 20, 40, 80

10 = Wiederherstellen der Standortdatenbank aus einer Sicherung

20 = Verwenden einer Standortdatenbank, die mithilfe einer anderen Methode manuell wiederhergestellt wurde

40 = Erstellen einer neuen Datenbank für den Standort. Verwenden Sie diese Option, wenn keine Standortdatenbank verfügbar ist. Globale Daten und Standortdaten werden durch die Replikation von anderen Standorten wiederhergestellt.

80 = Datenbankwiederherstellung überspringen

Über diesen Schlüssel wird angegeben, wie Setup die Standortdatenbank in SQL Server wiederherstellen soll. Dieser Schlüssel ist erforderlich, wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 1 oder 4 konfiguriert wurde.

ReferenceSite

Vielleicht

<FQDN des Referenzstandorts>

Gibt den primären Referenzstandort an, der vom Standort der zentralen Verwaltung verwendet wird, um globale Daten wiederherzustellen, wenn die Datenbanksicherung älter ist als die Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung oder wenn Sie den Standort ohne Sicherung wiederherstellen.

Wenn Sie keinen Referenzstandort angeben und die Sicherung älter als die Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung ist, dann werden alle primären Standorte mit den wiederhergestellten Daten vom Standort der zentralen Verwaltung neu initialisiert.

Wenn Sie keinen Referenzstandort angeben und die Sicherung innerhalb der Beibehaltungsdauer der Änderungsnachverfolgung liegt, dann werden nur Änderungen, die seit der Sicherung vorgenommen wurden, von den primären Standorten repliziert. Wenn Änderungen von verschiedenen primären Standorten vorliegen, die miteinander in Konflikt stehen, dann wird vom Standort der zentralen Verwaltung die zuerst empfangene verwendet.

Dieser Schlüssel ist erforderlich, wenn für die Einstellung DatabaseRecoveryOptions der Wert 40 vorliegt.

SiteServerBackupLocation

Nein

<Pfad zum Sicherungssatz des Standortservers>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zum Sicherungssatz des Standortservers angegeben. Dieser Schlüssel ist optional, wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 1 oder 2 konfiguriert wurde. Geben Sie einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation an, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

BackupLocation

Vielleicht

<Pfad zum Sicherungssatz der Standortdatenbank>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zum Sicherungssatz der Standortdatenbank angegeben. Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel ServerRecoveryOptions den Wert 1 oder 4 konfigurieren und für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10.

Optionen

ProductID

Ja

xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

Eval

Der Product Key für die Configuration Manager-Installation, einschließlich der Bindestriche. Geben Sie Eval ein, um die Evaluierungsversion von Configuration Manager zu installieren.

SiteCode

Ja

<Sitecode>

Drei alphanumerische Zeichen, die den Standort in der Hierarchie eindeutig angeben. Sie müssen den Standortcode angeben, der vor dem Auftreten des Fehlers vom Standort verwendet wurde. Weitere Informationen zu Einschränkungen bei Standortcodes finden Sie im Abschnitt Standortbenennung in Configuration Manager des Themas Installieren von Standorten und Erstellen einer Hierarchie für Configuration Manager.

SiteName

Ja

<Sitename>

Beschreibung für diesen Standort.

SMSInstallDIr

Ja

<ConfigMgr-Installationspfad>

Hiermit wird der Installationsordner für die Configuration Manager-Programmdateien wird angegeben.

noteHinweis
Ab System Center 2012 R2 Configuration Manager können Sie einen beliebigen Pfad für die Configuration Manager-Installation eingeben. Zuvor mussten Sie den Pfad angeben, der vor dem Ausfall des Standorts verwendet wurde.

SDKServer

Ja

<FQDN des SMS-Anbieters>

Hiermit wird der FQDN des Servers angegeben, auf dem der SMS-Anbieter gehostet wird. Sie müssen den Server angeben, von dem der SMS-Anbieter vor Auftreten des Fehlers gehostet wurde.

Nach der Erstinstallation können Sie zusätzliche SMS-Anbieter für den Standort konfigurieren. Weitere Informationen zum SMS-Anbieter finden Sie im Abschnitt Standortsystemrollen in Configuration Manager des Themas Planen der Standortsysteme in Configuration Manager.

PrerequisiteComp

Ja

0 oder 1

0 = herunterladen

1 = bereits heruntergeladen

Hiermit wird angegeben, ob die für Setup erforderlichen Dateien bereits heruntergeladen wurden. Wenn Sie beispielsweise den Wert 0 angeben, werden die Dateien von Setup heruntergeladen.

PrerequisitePath

Ja

<Pfad zu erforderlichen Dateien für Setup>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zu den für Setup erforderlichen Dateien angegeben. Je nach dem Wert unter PrerequisiteComp wird dieser Pfad von Setup zum Speichern heruntergeladener Dateien oder zum Suchen der zuvor heruntergeladenen Dateien verwendet.

AdminConsole

Vielleicht

0 oder 1

0 = nicht installieren

1 = installieren

Hiermit wird angegeben, ob die Configuration Manager-Konsole installiert werden soll. Dieser Schlüssel ist erforderlich, außer wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 4 vorliegt.

JoinCEIP

Ja

0 oder 1

0 = nicht teilnehmen

1 = teilnehmen

Hiermit wird angegeben, ob am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit teilgenommen wird.

SQLConfigOptions

SQLServerName

Ja

<SQLServername>

Der Name des Servers oder der gruppierten Instanz mit SQL Server, auf dem bzw. der die Standortdatenbank gehostet werden soll. Sie müssen den Server angeben, von dem die Standortdatenbank vor dem Auftreten des Fehlers gehostet wurde.

DatabaseName

Ja

<Standortdatenbankname>

oder

<Instanzname>\<Standortdatenbankname>

Der Name der SQL Server-Datenbank, der bei der Installation der Datenbank für den Standort der zentralen Verwaltung erstellt oder verwendet werden soll. Sie müssen den gleichen Datenbanknamen angeben, der vor Auftreten des Fehlers verwendet wurde.

ImportantWichtig
Sie müssen den Instanznamen und den Namen der Standortdatenbank angeben, falls Sie die Standardinstanz nicht verwenden.

SQLSSBPort

Nein

<SSB-Portnummer>

Geben Sie den Port des SQL Server-Service Brokers (SSB) an, der von SQL Server verwendet wird. Von SSB wird zwar in der Regel TCP-Port 4022 verwendet, aber es werden auch andere Ports unterstützt. Sie müssen den gleichen SSB-Port angeben, der vor Auftreten des Fehlers verwendet wurde.

Im folgenden Abschnitt finden Sie Informationen zur unbeaufsichtigten Wiederherstellung eines primären Standorts mithilfe einer Skriptdatei.

 

Abschnitt Schlüsselname Erforderlich Werte Beschreibung

Identification

Aktion

Ja

RecoverPrimarySite

Mit diesem Schlüssel wird ein primärer Standort wiederhergestellt.

RecoveryOptions

ServerRecoveryOptions

Ja

1, 2 oder 4

1 = Wiederherstellung von Standortserver und SQL Server

2 = nur Wiederherstellung von Standortserver

4 = nur Wiederherstellung von SQL Server

Über diesen Schlüssel wird angegeben, ob Setup den Standortserver, SQL Server oder beides wiederherstellt. Die zugeordneten Schlüssel sind erforderlich, wenn Sie den folgenden Wert für die Einstellung ServerRecoveryOptions festlegen:

  • Wert = 1: Sie können einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation angeben, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

    Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10 konfigurieren, um die Standortdatenbank aus einer Sicherung wiederherstellen zu lassen.

  • Wert = 2: Sie können einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation angeben, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

  • Wert = 4: Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10 konfigurieren, um die Standortdatenbank aus einer Sicherung wiederherstellen zu lassen.

DatabaseRecoveryOptions

Vielleicht

10, 20, 40, 80

10 = Wiederherstellen der Standortdatenbank aus einer Sicherung

20 = Verwenden einer Standortdatenbank, die mithilfe einer anderen Methode manuell wiederhergestellt wurde

40 = Erstellen einer neuen Datenbank für den Standort. Verwenden Sie diese Option, wenn keine Standortdatenbank verfügbar ist.

80 = Datenbankwiederherstellung überspringen

Über diesen Schlüssel wird angegeben, wie Setup die Standortdatenbank in SQL Server wiederherstellen soll. Dieser Schlüssel ist erforderlich, wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 1 oder 4 konfiguriert wurde.

SiteServerBackupLocation

Nein

<Pfad zum Sicherungssatz des Standortservers>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zum Sicherungssatz des Standortservers angegeben. Dieser Schlüssel ist optional, wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 1 oder 2 konfiguriert wurde. Geben Sie einen Wert für den Schlüssel SiteServerBackupLocation an, um den Standort aus einer Standortsicherung wiederherstellen zu lassen. Wenn Sie keinen Wert angeben, wird der Standort erneut installiert, ohne ihn aus einem Sicherungssatz wiederherzustellen.

BackupLocation

Vielleicht

<Pfad zum Sicherungssatz der Standortdatenbank>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zum Sicherungssatz der Standortdatenbank angegeben. Der Schlüssel BackupLocation ist erforderlich, wenn Sie für den Schlüssel ServerRecoveryOptions den Wert 1 oder 4 konfigurieren und für den Schlüssel DatabaseRecoveryOptions den Wert 10.

Optionen

ProductID

Ja

xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

Eval

Der Product Key für die Configuration Manager-Installation, einschließlich der Bindestriche. Geben Sie Eval ein, um die Evaluierungsversion von Configuration Manager zu installieren.

SiteCode

Ja

<Sitecode>

Drei alphanumerische Zeichen, die den Standort in der Hierarchie eindeutig angeben. Sie müssen den Standortcode angeben, der vor dem Auftreten des Fehlers vom Standort verwendet wurde. Weitere Informationen zu Einschränkungen bei Standortcodes finden Sie im Abschnitt Standortbenennung in Configuration Manager des Themas Installieren von Standorten und Erstellen einer Hierarchie für Configuration Manager.

SiteName

Ja

<Sitename>

Beschreibung für diesen Standort.

SMSInstallDIr

Ja

<ConfigMgr-Installationspfad>

Hiermit wird der Installationsordner für die Configuration Manager-Programmdateien wird angegeben.

noteHinweis
Ab System Center 2012 R2 Configuration Manager können Sie einen beliebigen Pfad für die Configuration Manager-Installation eingeben. Zuvor mussten Sie den Pfad angeben, der vor dem Ausfall des Standorts verwendet wurde.

SDKServer

Ja

<FQDN des SMS-Anbieters>

Hiermit wird der FQDN des Servers angegeben, auf dem der SMS-Anbieter gehostet wird. Sie müssen den Server angeben, von dem der SMS-Anbieter vor Auftreten des Fehlers gehostet wurde.

Nach der Erstinstallation können Sie zusätzliche SMS-Anbieter für den Standort konfigurieren. Weitere Informationen zum SMS-Anbieter finden Sie im Abschnitt Site System Roles in Configuration Manager des Themas Planen der Standortsysteme in Configuration Manager.

PrerequisiteComp

Ja

0 oder 1

0 = herunterladen

1 = bereits heruntergeladen

Hiermit wird angegeben, ob die für Setup erforderlichen Dateien bereits heruntergeladen wurden. Wenn Sie beispielsweise den Wert 0 angeben, werden die Dateien von Setup heruntergeladen.

PrerequisitePath

Ja

<Pfad zu erforderlichen Dateien für Setup>

Über diesen Schlüssel wird der Pfad zu den für Setup erforderlichen Dateien angegeben. Je nach dem Wert für PrerequisiteComp werden in diesem Pfad heruntergeladene Dateien gespeichert oder bereits heruntergeladene Dateien gesucht.

AdminConsole

Vielleicht

0 oder 1

0 = nicht installieren

1 = installieren

Hiermit wird angegeben, ob die Configuration Manager-Konsole installiert werden soll. Dieser Schlüssel ist erforderlich, außer wenn für die Einstellung ServerRecoveryOptions der Wert 4 vorliegt.

JoinCEIP

Ja

0 oder 1

0 = nicht teilnehmen

1 = teilnehmen

Hiermit wird angegeben, ob am Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit teilgenommen wird.

SQLConfigOptions

SQLServerName

Ja

<SQLServername>

Der Name des Servers oder der gruppierten Instanz mit SQL Server, auf dem bzw. der die Standortdatenbank gehostet werden soll. Sie müssen den Server angeben, von dem die Standortdatenbank vor dem Auftreten des Fehlers gehostet wurde.

DatabaseName

Ja

<Standortdatenbankname>

oder

<Instanzname>\<Standortdatenbankname>

Der Name der SQL Server-Datenbank, der bei der Installation der Datenbank für den Standort der zentralen Verwaltung erstellt oder verwendet werden soll. Sie müssen den gleichen Datenbanknamen angeben, der vor Auftreten des Fehlers verwendet wurde.

ImportantWichtig
Sie müssen den Instanznamen und den Namen der Standortdatenbank angeben, falls Sie die Standardinstanz nicht verwenden.

SQLSSBPort

Nein

<SSB-Portnummer>

Geben Sie den Port des SQL Server-Service Brokers (SSB) an, der von SQL Server verwendet wird. Von SSB wird zwar in der Regel TCP-Port 4022 verwendet, aber es werden auch andere Ports unterstützt. Sie müssen den gleichen SSB-Port angeben, der vor Auftreten des Fehlers verwendet wurde.

HierarchyExpansionOption

CCARSiteServer

Vielleicht

<Standortcode für Standort der zentralen Verwaltung>

Über diesen Schlüssel wird der Standort der zentralen Verwaltung angegeben, dem ein primärer Standort beim Hinzufügen zur Configuration Manager-Hierarchie zugeordnet wird. Diese Einstellung ist erforderlich, wenn der primäre Standort vor dem Fehler mit einem zentralen Verwaltungsstandort verbunden war. Sie müssen den Standortcode angeben, der vor dem Auftreten des Fehlers vom zentralen Verwaltungsstandort verwendet wurde.

CASRetryInterval

Nein

<Intervall>

Über diesen Schlüssel wird das Wiederholungsintervall angegeben (in Minuten), wenn beim Herstellen der Verbindung mit dem Standort der zentralen Verwaltung ein Fehler aufgetreten ist. Wenn beispielsweise beim Herstellen der Verbindung mit dem Standort der zentralen Verwaltung ein Fehler auftritt, wird der Verbindungsversuch auf dem primären Standort nach der für CASRetryInterval angegebenen Anzahl von Minuten wiederholt.

WaitForCASTimeout

Nein

<Timeout>

Über diesen Schlüssel wird der maximale Timeoutwert (in Minuten) für die Verbindung eines primären Standorts mit dem Standort der zentralen Verwaltung angegeben. Wenn beispielsweise beim Herstellen der Verbindung mit dem Standort der zentralen Verwaltung ein Fehler auftritt, wird der Verbindungsversuch auf dem primären Standort basierend auf dem Wert für CASRetryInterval solange wiederholt, bis der für WaitForCASTimeout angegebene Zeitraum abgelaufen ist. Sie können einen Wert von 0 bis 100 angeben.

Nach der Wiederherstellung Ihres Standorts müssen Sie ggf. einige zusätzliche Tasks ausführen, bevor die Standortwiederherstellung abgeschlossen ist. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie Ihre Standortwiederherstellung abschließen.

Nach der Wiederherstellung eines Standortservers müssen die Kennwörter der für den Standort angegebenen Benutzerkonten erneut eingegeben werden, da sie im Rahmen der Standortwiederherstellung zurückgesetzt werden. Die Konten werden nach Abschluss der Standortwiederherstellung im Setup-Assistenten auf der Seite Fertig gestellt aufgelistet und auf dem wiederhergestellten Standortserver unter C:\ConfigMgrPostRecoveryActions.html gespeichert.

  1. Öffnen Sie die Configuration Manager-Konsole, und stellen Sie eine Verbindung mit dem wiederhergestellten Standort her.

  2. Klicken Sie in der Configuration Manager-Konsole auf Verwaltung.

  3. Erweitern Sie im Arbeitsbereich Verwaltung den Eintrag Sicherheit, und klicken Sie dann auf Konten.

  4. Gehen Sie für jedes Konto, für das Sie das Kennwort erneut eingeben müssen, wie folgt vor:

    1. Wählen Sie das Konto aus der nach der Standortwiederherstellung angezeigten Liste von Konten aus. Sie finden diese Liste auf dem wiederhergestellten Standortserver unter C:\ConfigMgrPostRecoveryActions.html.

    2. Klicken Sie auf der Registerkarte Startseite in der Gruppe Eigenschaften auf Eigenschaften, um die Kontoeigenschaften zu öffnen.

    3. Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein auf Festlegen, und geben Sie dann die Kennwörter für das Konto erneut ein.

    4. Klicken Sie auf Überprüfen, wählen Sie die entsprechende Datenquelle für das ausgewählte Benutzerkonto aus, und klicken Sie dann auf Testverbindung, um zu überprüfen, ob eine Verbindung des Benutzerkontos mit der Datenquelle möglich ist.

    5. Klicken Sie auf OK, um die Kennwortänderungen zu speichern, und klicken Sie dann auf OK.

Nur für System Center 2012 R2 Configuration Manager:

Nach der Wiederherstellung eines Standortservers müssen Sie die Windows-Sideload-Schlüssel für den Standort erneut eingeben, weil diese im Rahmen der Standortwiederherstellung zurückgesetzt werden. Nach dem erneuten Eingeben der Sideload-Schlüssel wird der Zähler in der Spalte Verwendete Aktivierungen für Windows-Sideload-Schlüssel in der Configuration Manager-Konsole zurückgesetzt. Angenommen, vor dem Standortausfall hätten der Zähler Aktivierungen insgesamt den Wert 100 und Verwendete Aktivierungen den Wert 90 für die Anzahl der von Geräten verwendeten Schlüssel gehabt. Nach der Standortwiederherstellung zeigt die Spalte Aktivierungen insgesamt weiterhin 100 an, der Wert in Verwendete Aktivierungen wurde jedoch fälschlich auf 0 zurückgesetzt. Wenn nun jedoch Sideload-Schlüssel von zehn weiteren Geräten verwendet werden, sind nachfolgend keine Sideload-Schlüssel mehr übrig, und für das nächste Gerät wird kein Sideload-Schlüssel mehr zur Anwendung verfügbar sein. Weitere Informationen zu Sideload-Schlüsseln finden Sie unter Abrufen von Zertifikaten oder Schlüsseln zum Erfüllen der plattformspezifischen Voraussetzungen im Thema Verwalten von mobilen Geräten mit Configuration Manager und Windows Intune.

Wenn Sie Standortserver wiederherstellen, auf denen IIS ausgeführt wird und die vor dem Auftreten des Fehlers für HTTPS konfiguriert wurden, müssen Sie IIS für die Verwendung des Webserverzertifikats umkonfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter „Konfigurieren von IIS für die Verwendung des Webserverzertifikats“ im Abschnitt Bereitstellen des Webserverzertifikats für Standortsysteme, von denen IIS ausgeführt werden des Themas Beispiel für die schrittweise Bereitstellung der PKI-Zertifikate für Configuration Manager: Windows Server 2008-Zertifizierungsstelle.

Nach der Wiederherstellung eines Standorts müssen Sie alle Hotfixes neu installieren, die auf den Standortserver angewendet worden waren. Die zuvor installierten Hotfixes werden nach Abschluss der Standortwiederherstellung im Setup-Assistenten auf der Seite Fertig gestellt aufgelistet und auf dem wiederhergestellten Standortserver unter C:\ConfigMgrPostRecoveryActions.html gespeichert.

Wenn Sie benutzerdefinierte Reporting Services-Berichte erstellt haben und ein Fehler in Reporting Services auftritt, können Sie die Berichte wiederherstellen, sofern der Berichtsserver gesichert wurde. Weitere Informationen zum Wiederherstellen benutzerdefinierter Berichte in Reporting Services finden Sie unter Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgänge für eine Reporting Services-Installation in der Onlinedokumentation zu SQL Server 2008.

Die Standortdatenbank enthält Informationen zum Speicherort der Inhaltsdateien auf dem Standortserver, jedoch werden die Inhaltsdateien beim normalen Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren nicht berücksichtigt. Zum vollständigen Wiederherstellen von Inhaltsdateien müssen Sie die Inhaltsbibliothek und die Paketquelldateien am Originalspeicherort wiederherstellen. Es gibt verschiedene Methoden zum Wiederherstellen von Inhaltsdateien. Am einfachsten ist die Wiederherstellung der Dateien aus einer Sicherung des Dateisystems des Standortservers.

Wenn eine Sicherung des Dateisystems für die Paketquelldateien nicht verfügbar ist, müssen Sie diese Dateien wie beim ursprünglichen Erstellen des Pakets manuell kopieren bzw. herunterladen. Sie können die folgende Abfrage in SQL Server ausführen, um den Quellspeicherort für alle Pakete und Anwendungen zu ermitteln: SELECT * FROM v_Package. Sie können den Paketquellstandort anhand der ersten drei Zeichen der Paket-ID identifizieren. Wenn beispielsweise die Paket-ID „CEN00001“ lautet, ist „CEN“ der Standortcode für den Quellstandort. Paketquelldateien müssen an den gleichen Speicherort wiederhergestellt werden wie vor dem Fehler.

Wenn eine Sicherung des Dateisystems mit der Inhaltsbibliothek nicht verfügbar ist, gibt es folgende Möglichkeiten zur Wiederherstellung:

  • Importieren einer vorab bereitgestellten Inhaltsdatei: Wenn Sie über eine Configuration Manager-Hierarchie verfügen, können Sie eine vorab bereitgestellte Inhaltsdatei mit allen Paketen und Anwendungen von einem anderen Speicherort erstellen und dann die vorab bereitgestellte Inhaltsdatei importieren, um die Inhaltsbibliothek auf dem Standortserver wiederherzustellen. Weitere Informationen zu vorab bereitgestellten Inhaltsdateien finden Sie im Abschnitt Vorabbereitstellen von Inhalt des Themas Vorgänge und Wartungstasks für die Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

  • Aktualisieren des Inhalts: Wenn Sie die Aktion Inhalt aktualisieren für den Bereitstellungstyp eines Pakets oder einer Anwendung starten, wird der Inhalt aus der Paketquelle in die Inhaltsbibliothek kopiert. Die Paketquelldateien müssen im ursprünglichen Speicherort verfügbar sein, damit diese Aktion erfolgreich ausgeführt werden kann. Sie müssen diese Aktion für jedes Paket und jede Anwendung ausführen. Weitere Informationen zum Aktualisieren von Inhalt finden Sie im Abschnitt Aktualisieren von Inhalt an Verteilungspunkten des Themas Vorgänge und Wartungstasks für die Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

Wenn Sie Updates Publisher 2011-Datenbankdateien in Ihren Sicherungsplan einbezogen haben, können Sie die Datenbanken wiederherstellen, falls auf dem Computer, auf dem Updates Publisher 2011 ausgeführt wird, ein Fehler auftritt. Weitere Informationen zu Updates Publisher finden Sie unter System Center Updates Publisher 2011 in der System Center TechNet-Bibliothek.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Updates Publisher 2011-Datenbank wiederherzustellen.

  1. Installieren Sie Updates Publisher 2011 auf dem wiederhergestellten Computer erneut.

  2. Kopieren Sie die Datenbankdatei (Scupdb.sdf) von Ihrem Sicherungsziel nach %USERPROFILE%\AppData\Local\Microsoft\System Center Updates Publisher 2011\5.00.1727.0000\ auf dem Computer, auf dem Updates Publisher 2011 ausgeführt wird.

  3. Wenn Updates Publisher 2011 auf dem Computer von mehreren Benutzern ausgeführt wird, müssen Sie jede Datenbankdatei in den Speicherort für das entsprechende Benutzerprofil kopieren.

In den Standortsystemeigenschaften für den Zustandsmigrationspunkt geben Sie die Ordner an, in denen die Daten zur Benutzerzustandsmigration gespeichert werden. Nach der Wiederherstellung eines Servers mit einem Ordner, in dem Daten zur Benutzerzustandsmigration gespeichert sind, müssen Sie die Daten zur Benutzerzustandsmigration auf dem Server manuell in den gleichen Ordner wiederherstellen, in dem sie vor dem Auftreten des Fehlers gespeichert waren.

Nur für System Center 2012 Configuration Manager SP1 und System Center 2012 R2 Configuration Manager:

Für Configuration Manager ist ein Verwaltungszertifikat erforderlich, das für die Kommunikation zwischen Standortserver und cloudbasiertem Verteilungspunkt verwendet wird. Nach einer Standortwiederherstellung müssen Sie die Zertifikate für cloudbasierte Verteilungspunkte aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Zu Abonnements und Zertifikaten zu Verteilungspunkten für Windows Azure im Thema Planen der Inhaltsverwaltung in Configuration Manager.

Führen Sie nach dem Wiederherstellen des Standorts die folgenden Konfigurationsschritte aus:

  1. Fordern Sie das AMT-Bereitstellungszertifikat erneut an, und wählen Sie es in den Eigenschaften des Out-of-Band-Dienstpunkts aus.

  2. Konfigurieren Sie in den Eigenschaften der Out-of-Band-Verwaltungskomponente die Kennwörter für die folgenden Konten erneut:

    • MEBx-Konto

    • Konto zur Aufhebung der AMT-Bereitstellung

    • AMT-Bereitstellungs- und Ermittlungskonto

Weitere Informationen zum Ausführen dieser Schritte finden Sie unter Bereitstellen und Konfigurieren von AMT-basierten Computern in Configuration Manager.

Gehen Sie anschließend wie folgt vor, um zuvor bereitgestellte Intel AMT-basierte Computer erneut bereitzustellen.

  1. Stellen Sie sicher, dass das Konto zur Aufhebung der AMT-Bereitstellung in den Eigenschaften der Out-of-Band-Verwaltungskomponente konfiguriert wurde.

  2. Entfernen Sie Informationen zur AMT-Bereitstellung von den Intel AMT-basierten Computern:

    • Wählen Sie nicht Automatische Bereitstellung deaktivieren aus.

    • Wählen Sie Konto zur Aufhebung der AMT-Bereitstellung verwenden aus.

    Weitere Informationen zum Entfernen von AMT-Bereitstellungsinformationen finden Sie unter Entfernen von AMT-Informationen.

  3. Überwachen Sie den AMT-Status für die folgenden Computer:

    • Nicht bereitgestellt: Diese Computer sind zur erneuten Bereitstellung durch Configuration Manager bereit.

    • Erkannt: Diese Computer können nicht durch Configuration Manager erneut bereitgestellt werden. Wenn die AMT-Bereitstellungsinformationen von Configuration Manager nicht entfernt werden können, müssen Sie diese Informationen durch die Konfiguration der BIOS-Erweiterungen auf dem Computer manuell entfernen.

      noteHinweis
      Die Bereitstellungsinformationen können nicht durch das Konto zur Aufhebung der AMT-Bereitstellung entfernt werden, wenn der Überwachungspfad aktiviert und entsperrt ist oder es sich bei dem Konto, das für das Konto zur Aufhebung der AMT-Bereitstellung konfiguriert wurde, nicht um ein AMT-Benutzerkonto auf diesem Computer handelt.

  4. Stellen Sie sicher, dass in den Sammlungseigenschaften auf der Registerkarte Out-of-Band-Verwaltung das Kontrollkästchen Bereitstellung für AMT-basierte Computer aktivieren aktiviert ist.

  5. Vergewissern Sie sich, dass der AMT-Status in Bereitgestellt geändert wird. Sie können auch den Bericht Computer mit Out-of-Band-Verwaltungscontrollern ausführen, um den AMT-Bereitstellungsstatus zu überprüfen.

Nur für System Center 2012 Configuration Manager SP1 und System Center 2012 R2 Configuration Manager:

Bei einem Fehler auf einem sekundären Standort von Configuration Manager ist eine Wiederherstellung des sekundären Standorts erforderlich. Sie können einen sekundären Standort wiederherstellen, indem Sie in der Configuration Manager-Konsole unter dem Knoten Standorte die Aktion Sekundären Standort wiederherstellen verwenden. Anders als für die Wiederherstellung eines zentralen Verwaltungsstandorts oder eines primären Standorts, wird bei der Wiederherstellung eines sekundären Standorts keine Sicherungsdatei verwendet. Stattdessen werden die Dateien des sekundären Standorts auf dem Computer des sekundären Standorts, bei dem der Fehler aufgetreten ist, von Configuration Manager installiert. Dann werden die Daten des sekundären Standorts mit den Daten aus dem übergeordneten primären Standort neu initialisiert. Während des Wiederherstellungsprozesses wird von Configuration Manager überprüft, ob die Inhaltsbibliothek auf dem Computer des sekundären Standorts vorhanden und der entsprechende Inhalt verfügbar ist. Auf dem sekundären Standort wird die Inhaltsbibliothek verwendet, wenn diese auf dem Computer vorhanden ist und den entsprechenden Inhalt enthält. Andernfalls müssen Sie den Inhalt am sekundären Standort erneut verteilen oder vorab bereitstellen, um die Inhaltsbibliothek wiederherzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgänge und Wartungstasks für die Inhaltsverwaltung in Configuration Manager. Bei einem Verteilungspunkt, der sich nicht am sekundären Standort befindet, müssen Sie während der Wiederherstellung des sekundären Standorts den Verteilungspunkt nicht neu installieren. Nach der Wiederherstellung des sekundären Standorts wird der Standort automatisch mit dem Verteilungspunkt synchronisiert.

Sie können den Status der Wiederherstellung des sekundären Standorts überprüfen, indem Sie in der Configuration Manager-Konsole unter dem Knoten Standorte die Aktion Installationsstatus anzeigen verwenden.

ImportantWichtig
Sie müssen einen Computer mit derselben Konfiguration wie der des fehlerhaften Computers verwenden, wie etwa dessen FQDN, um den sekundären Standort erfolgreich wiederherzustellen. Der Computer muss außerdem alle Voraussetzungen für einen sekundären Standort erfüllen, und es müssen die entsprechenden Sicherheitsrechte konfiguriert sein. Außerdem verwenden Sie den gleichen Installationspfad, der für den fehlerhaften Standort verwendet wurde.

ImportantWichtig
Während der Wiederherstellung eines sekundären Standorts wird SQL Server Express nicht von Configuration Manager installiert, wenn dies nicht auf dem Computer installiert ist. Daher müssen Sie vor der Wiederherstellung des sekundären Standorts SQL Server Express oder SQL Server manuell installieren. Sie müssen dieselbe Version und Instanz von SQL Server verwenden, die Sie vor Auftreten des Fehlers für die sekundäre Standortdatenbank verwendet haben.

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For additional resources, see Information and Support for Configuration Manager.

Tip: Use this query to find online documentation in the TechNet Library for System Center 2012 Configuration Manager. For instructions and examples, see Search the Configuration Manager Documentation Library.
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