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Einschätzen der Leistungs- und Kapazitätsanforderungen für Word Automation Services in SharePoint Server 2010

SharePoint 2010
 

Gilt für: SharePoint Server 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-09-28

Dieser Artikel enthält Informationen zur Kapazitätsplanung für Word Automation Services. Anhand dieser Informationen können Sie die Hardware- und Microsoft SharePoint Server 2010-Farmanforderungen für Word Automation Services für Topologien bestimmen, in denen SharePoint Server 2010 ausgeführt wird.

Inhalt dieses Artikels

In diesem Abschnitt werden das Dataset, die Arbeitsauslastung, Hardwareeinstellungen, Topologie und Testdefinitionen beschrieben, die zum Testen der Leistung und Kapazität von Word Automation Services 2010 verwendet wurden.

Das für die Tests verwendete Dataset umfasst 384 Open XML-Dateien (.docx) mit den folgenden Arten von Microsoft Word 2007-Inhalten:

  • Text mit direkter Formatierung

  • Inhaltssteuerelemente

  • Bilder

  • Tabellen

  • Formatvorlagen

  • Felder

  • OLE-Objekte

  • Links

  • Lesezeichen

  • Anmerkungen

  • Zitate

Die Dateigröße reichte von 20 KB bis 8.8 MB, die durchschnittliche Dateigröße betrug 225 KB. Mithilfe von Duplikaten dieser 384 Dateien wurde eine Bibliothek mit ca. 20.000 Dokumenten angelegt. Diese Bibliothek diente bei jedem Testlauf als Eingabebibliothek.

Die Tests für Word Automation Services wurden entwickelt, damit eingeschätzt werden kann, wie unterschiedliche Farmkonfigurationen auf Änderungen an den folgenden Variablen reagieren:

  • Anzahl der für Word Automation Services aktivierten Anwendungsserver in der Farm

  • Anzahl der aktiven Konvertierungsprozesse pro für Word Automation Services aktiviertem Anwendungsserver

  • Anzahl der Elemente in der Word Automation Services-Datenbank

Die in diesem Artikel genannten spezifischen Kapazitäts- und Leistungsangaben weichen von den Werten in tatsächlichen Umgebungen ab. Die hier dargestellten Werte sollen einen Ausgangspunkt für die Entwicklung einer ordnungsgemäß skalierten Umgebung darstellen. Nachdem Sie einen ersten Systementwurf erstellt haben, testen Sie die Konfiguration, um zu ermitteln, ob das System die Faktoren in der Umgebung unterstützt.

In diesem Abschnitt werden die Testszenarien für diesen Artikel definiert und der jeweilige Testprozess für jedes Szenario erläutert. Ausführliche Informationen wie Testergebnisse und spezifische Parameter finden Sie unter Testergebnisse.

Tabelle 1 - Testdefinitionen für diesen Artikel

Testname Testbeschreibung

Durchsatzvolumen

  1. Erstellen Sie in SharePoint Server eine Dokumentbibliothek, und füllen Sie sie mit einer größeren Anzahl gültiger Open XML-Dateien (.docx) auf.

  2. Erstellen und starten Sie einen Konvertierungsauftrag, der die Bibliothek aus Schritt 1 als Eingabebibliothek verwendet.

  3. Nutzen Sie nach Abschluss des Konvertierungsauftrags die Ergebnisse in der Word Automation Services-Datenbank zu den erfolgreichen oder misslungen Konvertierungen, um den Gesamtdurchsatz während der Konvertierungen zu bestimmen.

Größe der SQL Server-Datenbankdateien

  1. Erstellen Sie in SharePoint Server eine Dokumentbibliothek, und füllen Sie sie mit einer größeren Anzahl gültiger Open XML-Dateien auf.

  2. Starten Sie Konvertierungsaufträge zum Auffüllen der Datenbank, und brechen Sie diese ab, da die Konvertierungsaufträge nicht abgeschlossen werden müssen.

  3. Zeichen Sie die Größe der LDF- und MDF-Datenbankdateien auf.

In diesem Abschnitt werden die bei den Tests verwendete Hardware, die verwendeten Einstellungen und die verwendete Topologie erläutert.

Zum Erzielen eines hohen Maßes an Details bei den Testergebnissen wurden verschiedene Farmkonfigurationen für die Tests genutzt. Die Farmkonfigurationen reichten von einem bis zu sieben Anwendungsservern und einem einzelnen Datenbankserver, auf dem Microsoft SQL Server 2008-Datenbanksoftware ausgeführt wurde. Alle Server waren 64-Bit-Server.

In der folgenden Tabelle ist die Hardware aufgeführt, die für die Tests verwendet wurde.

Tabelle 2 - Details zur Hardware der Word Automation Services-Testtopologie

Detail Front-End-Webserver/Anwendungsserver 1 Anwendungsserver 2-7 Datenbankserver

Rolle

Front-End-Webserver/Anwendungsserver (gemeinsam genutzt)

Anwendungsserver (dediziert)

SQL Server-Cluster (ein Computer)

Prozessoren

2px4c @2,33 GHz

2px4c @2,33 GHz

4px4c @3,2 GHz

Arbeitsspeicher (RAM)

8 GB

8 GB

16 GB

Betriebssystem

Windows Server 2008 SP2 x64

Windows Server 2008 SP2 x64

Windows Server 2008 SP2 x64

Speicherung und Geometrie (einschließlich Konfiguration der SQL Server-Datenträger)

6 Datenträger * 590 GB

6 Datenträger * 590 GB

6 Datenträger * 460 GB

Anzahl der Netzwerkadapter

2

2

2

Geschwindigkeit des Netzwerkadapters

1 Gigabit

1 Gigabit

1 Gigabit

Authentifizierung

NTLM

NTLM

NTLM

Softwareversion

4762.1000

4762.1000

SQL Server 2008

Anzahl der SQL Server-Instanzen

 1

Lastenausgleichstyp

NLB

NLB

Protokollierebene des vereinheitlichten Protokollierungsdiensts (ULS)

Mittel

Mittel

Mittel

Für die Tests wurde zu keiner Zeit ein dedizierter Front-End-Webserver verwendet, denn der verwendete Front-End-Webserver war gleichzeitig auch Anwendungsserver 1. Dies ist für eine dedizierte Word Automation Services-Topologie üblich, da SharePoint Server-Front-End-Webserver nicht zum Verarbeiten von Konvertierungen genutzt werden. Die einzige Aufgabe eines Front-End-Webservers ist das Erstellen von Konvertierungsaufträgen mittels einer benutzerdefinierten SharePoint Server-Lösung, z. B. eines benutzerdefinierten Webparts. Damit eine SharePoint Server-Lösung ordnungsgemäß funktioniert, muss ein Front-End-Webserver ggf. reaktionsbereit bleiben.

Für die Word Automation Services-Testfarm wurde auf Front-End-Webserver–Anwendungsserver 1 eine einfache C#-Anwendung verwendet, um gelegentlich zu testende Konvertierungsaufträge zu generieren. Bei dieser Farm spielte das Aufrechterhalten der Reaktionsfähigkeit des Front-End-Webservers keine Rolle. Aus diesem Grund sprach nichts dagegen, den Front-End-Webserver auch als Anwendungsserver zu verwenden.

Diagramm 1 – Topologie der Word Automation Services-Testfarm

Testfarmtopologie

Die folgenden Abschnitte enthalten die Testergebnisse für Word Automation Services in SharePoint Server 2010. Bei jeder Testgruppe wurden nur bestimmte Variablen geändert, um die schrittweisen Auswirkungen auf die Farmleistung zu veranschaulichen.

Die beiden Tests in der folgenden Tabelle zeigen, wie der Durchsatz von Word Automation Services ansteigt, je mehr die Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse auf einem einzelnen Anwendungsserver allmählich ansteigt. Daten werden für die Ausgabeformate Open XML (.docx) und PDF gezeigt. Die Open XML-Konvertierungen bieten einen Basisdurchsatz für den Vergleich mit anderen Ausgabeformaten, und die PDF-Konvertierungen sind ein Beispiel eines typischeren Konvertierungsdurchsatzes.

Tabelle 3 - Beispieldurchsatz eines Anwendungsservers mit acht Prozessorkernen entsprechend der Anzahl hinzugefügter aktiver Konvertierungsprozesse

Aktive Konvertierungsprozesse Open XML PDF

1

2,72

1,13

2

4,65

1,78

3

5,92

1,99

4

7,02

2

6

7,73

1,87

8

9,45

1,64

16

7,91

1,41

24

8,06

1,37

32

7,71

1,37

Beim PDF-Format ist eine Verringerung des Durchsatzes zu beobachten, die auftritt, wenn Word Automation Services sechs anstatt vier aktive Konvertierungsprozesse verwendet. Dies liegt an der serverbezogenen Einschränkung in Word Automation Services, wenn eine Konvertierung in PDF (oder XPS) erfolgt. Diese Durchsatzeinschränkung gilt hingegen nicht für Open XML, sodass ein Anstieg zu verzeichnen ist, bis acht aktive Konvertierungsprozesse verwendet werden. Bei Open XML tritt jedoch eine andere, häufigere Einschränkung auf, wenn die Anzahl aktiver Konvertierungsprozess die Anzahl der Prozessorkerne auf dem Server überschreitet. (In diesem Fall sind es acht Kerne.)

Die ungewöhnlich kleine Verbesserung beim Durchsatz für Open XML bei Verwenden von sechs aktiven anstatt vier aktiven Konvertierungsprozessen ist eine typische Abweichung für Word Automation Services. Dies ist ein Beispiel dafür, wie der Durchsatz bei einer bestimmten Konfiguration von den Erwartungen abweichen kann.

Es folgt eine grafische Abbildung dieser Daten.

Beispieldurchsatz eines Anwendungsservers mit acht Prozessorkernen entsprechend der Anzahl hinzugefügter aktiver Konvertierungsprozesse

Beispieldurchsatz für 8-Kern-Anwendungsserver

Die Kurve zeigt bei 16, 24 und 32 aktiven Konvertierungsprozessen, dass wenn die Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse die der Prozessorkerne überschreitet, der Durchsatz eines Anwendungsservers beeinträchtigt wird. Konvertierungselemente können zwischenzeitlich auch nicht ordnungsgemäß verarbeitet werden, wenn für Word Automation Services eine nicht unterstützte Anzahl für Aktive Konvertierungsprozesse gesamt für einen gegebenen Anwendungsserver verwendet wird.

Die Ergebnisse dieses Tests veranschaulichen die folgenden wichtigen Auswirkungen der Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse auf den Durchsatz:

  • Die größte Steigerung des Durchsatzes für die Konvertierung in PDF erfolgt, wenn die Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse von eins auf drei pro Server erhöht wird. Der PDF-Durchsatz beginnt nachzulassen, wenn ca. vier oder mehr aktive Konvertierungsprozesse auf Servern mit mindestens vier Prozessorkernen verwendet werden. Dies ist eine Einschränkung von Word Automation Services, die auch für XPS gilt.

  • Die Durchsatzverbesserung für andere Formate, z. B. Open XML, kann sehr gut vertikal auf n aktive Konvertierungsprozesse skaliert werden, wobei n die Anzahl der Prozessorkerne auf dem Anwendungsserver ist. Der empfohlene Maximalwert für Aktive Konvertierungsprozesse gesamt auf Anwendungsservern ist allerdings n-1, was im Abschnitt Empfehlungen weiter erläutert wird.

Die beiden Tests in der folgenden Tabelle zeigen, wie der Durchsatz von Word Automation Services ansteigt, je mehr die Anzahl der Anwendungsserver allmählich zunimmt. Die Gesamtanzahl aktiver Konvertierungsprozesse wurde für die Farm auf acht festgelegt. Daten werden für die Ausgabeformate Open XML (.docx) und PDF gezeigt. Der Open XML-Konvertierungsdurchsatz ist zumeist für die meisten Ausgabeformate repräsentativ, während der PDF-Durchsatz für sowohl PDF als auch XPS repräsentativ ist.

Tabelle 4 – Beispieldurchsatz einer Farm entsprechend der Anzahl hinzugefügter Anwendungsserver

Topologie Open XML PDF

1x1

9,5

1,64

1x2

17,3

3,25

1x3

23,1

4,81

1x4

32,8

6,52

1x5

39,7

7,87

1x6

45,9

9,5

1x7

52,1

11,48

Die folgende Abbildung zeigt, dass die Durchsatzsteigerung für PDF und Open XML bei jedem weiteren hinzugefügten Server im Allgemeinen linear bleibt.

Abbildung 2 – Beispieldurchsatz einer Farm entsprechend der Anzahl hinzugefügter Anwendungsserver

Durchsatz bei ansteigender Anzahl von Anwendungsservern

Tabelle 5 – Prozentuale Steigerung im Vergleich zum Durchsatz eines einzelnen Servers

Topologie Open XML PDF

1x1

1x2

82,11

97,57

1x3

61,05

95,3

1x4

102,11

103,66

1x5

72,63

82,21

1x6

65,26

99,05

1x7

65,26

120,54

Tabelle 6 – Prozentuale Steigerung des Z-1-Durchsatzes

Topologie Open XML PDF

1x1

1x2

82,11

97,57

1x3

33,53

48,24

1x4

41,99

35,40

1x5

21,04

20,73

1x6

15,62

20,69

1x7

13,51

20,86

Tabelle 5 zeigt die prozentuale Steigerung des Durchsatzes im Vergleich zum Durchsatz eines einzelnen Anwendungsservers. Die 1x4-Topologie (vier Anwendungsserver) weist beispielsweise im Vergleich zur 1x1-Topologie (ein Anwendungsserver) eine Steigerung des Durchsatzes um 102,11 % auf.

Tabelle 6 zeigt die prozentuale Steigerung des Durchsatzes im Vergleich zum in der Tabelle aufgelisteten Durchsatz der vorherigen Topologie. Die 1x4-Topologie hat beispielsweise vier Anwendungsserver, weshalb Z = 4. Wenn Z = 4, dann Z-1 = 3, sodass die Z-1-Topologie der 1x3-Topologie entspricht. Die 1x4-Topologie weist eine die prozentuale Steigerung des Durchsatzes im Vergleich zur 1x3-Topologie von 41,99 % auf.

Diese Werte sind nur ein Beispiel dafür, wie der Durchsatz bei einer gegebenen Produktionsbereitstellung von Word Automation Services gesteigert werden kann. Verschiedene Abweichungen in diesen Tabellen sind ggf. nicht typisch für andere SharePoint Server-Farmen.

Die Gesamtanzahl aktiver Konvertierungsprozesse wurde auf acht festgelegt. Deshalb sind die PDF-Ergebnisse wahrscheinlich niedriger, als von diesen Anwendungsservern erwartet werden würde, wenn ihre Gesamtanzahl aktiver Konvertierungsprozesse festgelegt worden wäre, um die Durchsatzverringerung für PDF zu vermeiden, die von der serverbezogenen Einschränkung in Word Automation Services herrührt (siehe Tabelle 3). Das PDF-Durchsatzvolumen in Tabelle 4 könnte wohl wesentlich gesteigert werden, indem die Gesamtanzahl aktiver Konvertierungsprozesse auf vier festgelegt wird. Dadurch würde sich aber zweifelsohne das Durchsatzvolumen von Open XML verringern (siehe die Ergebnisse in Tabelle 3). Die wichtigste Erkenntnis zum Durchsatz, die sich anhand dieser Beobachtungen ergibt ist, dass beim Auswählen eines Werts für Aktive Konvertierungsprozesse gesamt ein Kompromiss gefunden werden muss. Die empfohlene Word Automation Services-Einstellung im Abschnitt Empfehlungen berücksichtigt diesen Kompromiss dahingehend, dass zwei Gruppen empfohlener Einstellungen bereitgestellt werden.

Diese Daten zeigen, dass eine horizontale Skalierung eine geeignete Möglichkeit ist, den Word Automation Services-Durchsatz bei sämtlichen Ausgabeformaten zu steigern. Die hier gezeigte lineare Verbesserung des Durchsatzes wird sich bei anwachsender Topologie wohl nicht unendlich fortsetzen, da bestimmte Engpässe auftreten werden. Beispielsweise wird der Computer mit SQL Server letztlich an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.

Die Word Automation Services-Datenbank benötigt pro Konvertierungselement in der Datenbank zwischen 1,58 und 0,15 KB Datenträgerspeicher (siehe die folgende Tabelle).

Tabelle 7 – Größe der MDF-Datei bei einer veränderlichen Anzahl von Konvertierungselementen

Hinzugefügte Elemente Größe der MDF-Datei (KB) KB pro Element

2304

3648

1,58

4608

3648

0,79

23.040

6720

0,29

46.080

10.048

0,22

230.400

37.952

0,16

460.800

72.000

0,16

1.152.000

174.400

0,15

2.304.000

345.408

0,15

3.456.000

515.392

0,15

4.608.000

685.376

0,15

11.520.000

1.707.328

0,15

23.040.000

3.429.568

0,15

Anhand dieser Daten wird deutlich, dass die Größe der MDF-Datei letztlich mit einer Rate von ca. 0,15 KB für jedes Konvertierungselement zunimmt, das der Word Automation Services-Datenbank hinzugefügt wird. Eine Ausnahme sind die ersten ca. 50.000 Konvertierungselemente. Doch die Gesamtgröße der MDF-Datei ist jedoch jederzeit verwaltbar, wenn die Anzahl der Konvertierungselemente so klein ist.

Generell wird empfohlen, dass die Word Automation Services-Datenbank auf maximal zwei Millionen Konvertierungselemente begrenzt wird. Andernfalls kann die Leistung einiger Word Automation Services-Lösungen bei weiterem Datenbankwachstum nachlassen.

Ca. 0,2 bis 0,5 KB Datenträgerspeicher wird von Word Automation Services in der LDF-Datei von SQL Server für jedes aus der Datenbank gelöschte Element belegt. SQL Server nutzt die LDF-Datei zum Aufbewahren von Wiederherstellungsdaten für die Word Automation Services-Datenbank.

Tabelle 8 – Größe der LDF-Datei bei einer veränderlichen Anzahl gelöschter Konvertierungselemente

Gelöschte Elemente Größe der LDF-Datei (KB) KB pro Element

2304

1856

0,56

4608

2624

0,44

11.520

2624

0,18

23.040

2624

0,09

46.080

20.416

0,43

69.120

20.416

0,29

115.200

39.936

0,34

172.800

53.248

0,30

207.360

53.248

0,25

218.880

53.248

0,24

228.096

53.248

0,23

230.400

53.248

0,23

Die Größe der LDF-Datei erhöht sich in bestimmten Intervallen gemäß den Einstellungen für die automatische Vergrößerung von SQL Server. Weitere Informationen zur Vergrößerung der LDF-Datei finden Sie in folgendem Artikel: Ein Transaktionsprotokoll auf einem SQL Server-Computer wächst unerwartet oder wird voll (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=217307&clcid=0x407).

Bei längerer Nichtbeaufsichtigung kann die LDF-Datei anwachsen, bis dem Computer mit SQL Server kein Speicherplatz mehr zur Verfügung steht. Das Verkleinern der LDF-Datei sollte im Rahmen der Routinewartung einer Produktionsfarm regelmäßig erfolgen. Informationen zum Umgang mit einer übergroßen LDF-Datei finden Sie im folgenden Artikel: So verhindern Sie, dass das Transaktionsprotokoll einer SQL Server-Datenbank unerwarteterweise größer wird.

Word Automation Services kann in einer Installation von SharePoint Server mit einem Server ausgeführt werden, der als Front-End-Webserver, Anwendungsserver und Datenbankserver für die Word Automation Services-Datenbank und verschiedene SharePoint-Datenbanken fungiert.

Für Produktionsumgebungen wird jedoch ausdrücklich vom Arbeiten mit einer Farm mit nur einem Server abgeraten. Word Automation Services, SharePoint Server und SQL Server konkurrieren um Ressourcen, was zu einer uneinheitlichen Leistung von Word Automation Services führen kann.

Eine einfache Word Automation Services-Farm besteht aus zwei Servern: einem Server, der sowohl als Front-End-Webserver als auch als Anwendungsserver fungiert, und einem zweiten Server, der als Instanz von SQL Server für SharePoint Server und Word Automation Services fungiert. Eine solche Konfiguration stellt die Mindesttopologie für eine Word Automation Services-Produktionsfarm dar. Eine Erweiterung über diese einfache Topologie hinaus wird unter Erweiterte Topologien beschrieben.

Abbildung 2 – Topologie einer einfachen Word Automation Services-Farm

Einfache Word Automation Services-Farm

Zur Erhöhung der Kapazität und Leistung der einfachen Word Automation Services-Farm können Sie entweder eine vertikale Skalierung ausführen, indem Sie die Kapazität Ihrer vorhandenen Anwendungsserver erhöhen, oder eine horizontale Skalierung vornehmen, indem Sie der Topologie weitere Server hinzufügen. In diesem Abschnitt werden die allgemeinen Leistungsmerkmale und empfohlenen Einstellungen mehrerer Topologien beschrieben, die diese beiden Strategien in verschiedenen Konfigurationen kombinieren. Es werden nicht alle möglichen, sondern nur ausgewählte Beispieltopologien vorgestellt.

Bei einer horizontal skalierten Topologie wird die Farmkapazität durch Hinzufügen weiterer Anwendungsserver zur Farm erhöht. Wie die Testergebnisse in Tabelle 4 zeigen, eignet sich diese Strategie zum Steigern der Kapazität einer Farm für alle Ausgabeformate. Die horizontale Skalierung ist ein empfehlenswerter nächster Schritt, wenn vorhandene Server, die Sie vertikal skaliert haben, den Durchsatz von Word Automation Services nicht mehr steigern können.

Abbildung 3 – Topologie einer horizontal skalierten Word Automation Services-Farm mit drei Anwendungsservern

Dezentral skalierte Word Automation Services-Farm

Word Automation Services verfügt über eine eigene SQL Server-Datenbank. Bei der einfachen Word Automation Services-Farm sind sowohl die Word Automation Services-Datenbank als auch die SharePoint Server zugeordneten Datenbanken in derselben physischen Instanz von SQL Server vorhanden. Word Automation Services hat Auswirkungen sowohl auf die SharePoint Server zugeordneten Datenbanken (z. B. Eingabe in und Ausgabe aus der Inhaltsdatenbank) als auch auf die Word Automation Services-Datenbank (z. B. beim Aktualisieren des Status eines Konvertierungselements nach erfolgreichem Abschluss einer Konvertierung).

Zum Verhindern, dass ein freigegebener Datenbankserver zum Engpass für Word Automation Services und SharePoint Server wird, kann ein weiterer physischer Datenbankserver als Host der Word Automation Services-Datenbank eingerichtet werden. Dadurch kann der Durchsatz und die Zuverlässigkeit von Word Automation Services verbessert werden, wenn ein freigegebener Datenbankserver einen Engpass für eine Farm darstellt.

Abbildung 4 - Topologie einer Word Automation Services-Farm mit dediziertem SQL Server

Word Automation Services-Farm mit dediziertem SQL Server-Computer

Ein einzelner Datenbankserver stellt bei kleinen Farmen zumeist keinen Engpass dar, insbesondere wenn Word Automation Services der einzige genutzte Dienst ist.

Eine dedizierte Word Automation Services-Farm (siehe die folgende Abbildung) ist die beste Topologie zum Maximieren des Word Automation Services-Durchsatzes. Diese Topologie umfasst das Steigern der Kapazität einzelner Server in der Farm, indem Word Automation Services so konfiguriert wird, dass die Anwendungsserverressourcen optimal genutzt werden. Mehrere wichtige Diensteinstellungen müssen ordnungsgemäß konfiguriert werden, damit dies ohne Diensteinschränkungen erreicht wird.

Abbildung 5 – Beispiel einer Topologie einer dedizierten Word Automation Services-Farm

Dedizierte Word Automation Services-Farm

Die Leistung kann verbessert werden, indem Word Automation Services-Lösungen auf einem Front-End-Webserver ausgeführt werden, der von den dedizierten Anwendungsservern in der Farm getrennt ist, wenn die Word Automation Services-Lösung zum Erstellen vieler kleiner Konvertierungsaufträge genutzt wird. In einem solchen Fall hilft ein dedizierter Front-End-Webserver zum Sicherstellen, dass die Lösung reaktionsbereit ist, auch wenn die Anwendungsserver unter Belastung sind. Die vorherige Abbildung zeigt eine alternative Topologie, bei der der Front-End-Webserver auch ein Anwendungsserver ist, der weiter zum Verarbeiten von Konvertierungen verwendet wird. Eine solche Topologie kann ideal sein, wenn die Word Automation Services-Lösung nur gelegentlich einige große Aufträge generiert.

Dedizierte Word Automation Services-Farmen sollten zumeist mit den folgenden Einstellungen arbeiten:

  • Aktive Konvertierungsprozesse gesamt ist auf den niedrigen der folgenden Werte festgelegt: n-1, wobei n die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne der einzelnen Server bzw. 4 ist.

    • Beispiel: Der Wert dieser Einstellung ist 4, wenn die Farmanwendungsserver zwei 4-Kern-CPUs haben, da 4 ein niedrigerer Wert als n-1, d. h. 7 ist.

      HinweisNote
      Wie Tabelle 3 zeigt, schränken Leistungsgrenzen des Diensts beim Konvertieren von Dokumenten in ein festes Ausgabeformat wie PDF das Potenzial zur vertikalen Skalierung einzelner Server für PDF und XPS stark ein. Vier Kerne ist zumeist die beste Einstellung für Aktive Konvertierungsprozesse gesamt zur Maximierung des Durchsatzes auf einem Anwendungsserver, wenn die Ausgabe im PDF- oder XPS-Format erfolgt. Durch Erhöhen des Werts für diese Einstellung wird der Durchsatz für PDF und XPS tatsächlich verringert.
  • Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) ist auf 1 Minute festgelegt.

  • Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden ist auf 30 festgelegt.

    HinweisNote
    Dieser Wert ermöglicht als RPS-Wert (Requests per second, Anforderungen pro Sekunde) 0,5 Konvertierungen pro Sekunde für jeden aktiven Konvertierungsprozess in der Farm. Wie die Tabellen 3 und 4 zeigen, ist dies ein geeigneter RPS-Zielwert, um einen maximalen Durchsatz für eine Farm für die Ausgabeformate PDF und XPS zu erreichen.
  • Aktive Konvertierungsprozesse gesamt ist auf n-1 festgelegt, wobei n die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne der einzelnen Server ist.

    • Beispiel: Dieser Wert ist bei Farmanwendungsservern mit zwei 4-Kern-CPUs 7.

    • Hinweis: Aktive Konvertierungsprozesse gesamt sollte nicht auf einen Wert größer als n-1 festgelegt werden. Bei Verwenden höherer Werte können ggf. Probleme bei Zuverlässigkeit und Reaktionsfähigkeit auftreten.

  • Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) ist auf 1 Minute festgelegt.

  • Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden ist auf 72 festgelegt.

    HinweisNote
    Dieser Wert ermöglicht als RPS-Wert (Requests per second, Anforderungen pro Sekunde) 1,2 Konvertierungen pro Sekunde für jeden aktiven Konvertierungsprozess in der Farm. Wie Tabelle 4 zeigt, ist dies ein geeigneter RPS-Zielwert, um stets einen maximalen Durchsatz für eine Farm für andere Ausgabeformate als PDF und XPS zu erreichen.

Da ein aktiver Konvertierungsprozess jeweils mindestens einen Prozessorkern nutzt, können Sie Word Automation Services einschränken, indem Sie die Einstellung Aktive Konvertierungsprozesse gesamt auf einen wesentlich niedrigeren Wert als die Gesamtanzahl verfügbarer Prozessorkerne für jeden Anwendungsserver festlegen. Eingeschränkten Anwendungsserver in dieser Topologie (siehe die folgende Abbildung) stehen stets Prozessorkerne für andere Aufgaben oder Dienste zur Verfügung, was im Allgemeinen dazu beiträgt, dass Anwendungsserver weiter reaktionsbereit bleiben, wenn Word Automation Services unter Last steht.

Abbildung 6 – Beispiel einer Produktionsfarmtopologie mit gemeinsam genutzten Anwendungsservern, auf denen Word Automation Services ausgeführt wird

Produktionsfarm mit heruntergedrosseltem WAS

Word Automation Services wird standardmäßig durch Festlegen von Aktive Konvertierungsprozesse gesamt auf 1 eingeschränkt. Dies gilt für die meisten Word Automation Services-Bereitstellungen als zu vorsichtig, weshalb die folgenden Einstellungen für eine typische eingeschränkte Topologie gelten sollten:

  • Aktive Konvertierungsprozesse gesamt ist auf den niedrigen der folgenden Werte festgelegt: n:2-1, wobei n die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne der einzelnen Server bzw. 4 ist.

    • Beispiel: Der Wert dieser Einstellung ist 3, wenn die Farmanwendungsserver zwei 4-Kern-CPUs haben, da 8:2-1=3 und 3 kleiner als 4 ist.

    • Beispiel: Der Wert dieser Einstellung ist 4, wenn die Farmanwendungsserver vier 4-Kern-CPUs haben, da 4 kleiner als 16:2-1= 7 ist.

    HinweisNote
    Indem ein einzelner Prozessorkern ungenutzt belassen wird, kann die Anwendungsserverleistung vorhersehbarer bleiben, auch wenn der Word Automation Services-Zeitgeberauftrag ausgeführt wird, der vorübergehend einen zusätzlichen Prozessorkern dominieren kann. Dies gilt für alle Topologien. Über diese Einstellungen wird Word Automation Services im Wesentlichen auf eine CPU-Spitzenauslastung von 50 % beschränkt. Um die CPU-Spitzenauslastung des Diensts noch weiter zu senken, verringern Sie den Wert dieser Einstellung auf n:2-2, n:2-3 usw.
  • Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) ist auf 1 Minute festgelegt.

  • Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden ist auf 30 festgelegt.

    HinweisNote
    Dieser Wert ermöglicht als RPS-Wert (Requests per second, Anforderungen pro Sekunde) 0,5 Konvertierungen pro Sekunde für jeden aktiven Konvertierungsprozess in der Farm. Wie Tabelle 4 zeigt, ist dies ein geeigneter RPS-Zielwert, um einen adäquaten Durchsatz zu erreichen.
  • Aktive Konvertierungsprozesse gesamt ist auf n:2-1 festgelegt, wobei n die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne der einzelnen Server ist.

    • Beispiel: Dieser Wert ist bei Farmanwendungsservern mit zwei 4-Kern-CPUs 3.

      HinweisNote
      Indem ein einzelner Prozessorkern ungenutzt belassen wird, kann die Anwendungsserverleistung vorhersehbarer bleiben, auch wenn der Word Automation Services-Zeitgeberauftrag ausgeführt wird, der vorübergehend einen zusätzlichen Prozessorkern dominieren kann. Dies gilt für alle Topologien. Über diese Einstellungen wird Word Automation Services im Wesentlichen auf eine CPU-Spitzenauslastung von 50 % beschränkt. Um die CPU-Spitzenauslastung des Diensts noch weiter zu senken, verringern Sie den Wert dieser Einstellung auf n:2-2, n:2-3 usw.
  • Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) ist auf 1 Minute festgelegt.

  • Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden ist auf 60 festgelegt.

    HinweisNote
    Dieser Wert ermöglicht als maximalen RPS-Wert (Requests per second, Anforderungen pro Sekunde) bis zu 1,0 Konvertierungen pro Sekunde für jeden aktiven Konvertierungsprozess in der Farm. Wie Tabelle 4 zeigt, ist dies ein einigermaßen geeigneter RPS-Zielwert, um einen adäquaten Durchsatz für Ausgaben zu erreichen, die nicht in das PDF- oder XPS-Format erfolgen.
    HinweisNote
    Das Festlegen dieses Werts auf 60 anstatt auf 72 erhöht für Anwendungsserver die Wahrscheinlichkeit, alle Prozessorkerne für einen kurzen Zeitraum (mehrere Sekunden) pro Zeiteinheit gemäß der Einstellung Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) zur Verfügung zu haben, die auf 1 Minute festgelegt ist. Dies kann je nach den Anforderungen der Farm hilfreich sein. Eine Verringerung dieses Einstellungswerts gibt die Prozessorkerne aller Anwendungsserver für einen noch längeren Zeitraum frei, was allerdings auf Kosten des Durchsatzes geht.

Eine gemischte Topologie mit für Word Automation Services aktivierten Anwendungsservern und Anwendungsservern für andere Zwecke ist die beste Möglichkeit zum Erzielen eines hohen Word Automation Services-Durchsatzes, ohne die Leistung anderer SharePoint-Dienste zu beeinträchtigen. Eine gemischte Farm hat die folgenden Vorteile:

  • Durch die Verwendung dedizierter Word Automation Services-Server wird der Durchsatz erhöht.

  • Andere Dienste, die auf nicht für Word Automation Services aktivierten Anwendungsservern ausgeführt werden, sind von Word Automation Services nur minimal betroffen.

Eine gemischte Farm hat die folgenden Nachteile:

  • Im Vergleich zu einer gemeinsam genutzten oder dedizierten Farm sind ggf. mehr physische Server erforderlich.

  • Alle Word Automation Services-Anwendungsserver arbeiten mit denselben Einstellungen.

Für gemischte Farmen gibt es zwei Basiskonfigurationen:

  • Nicht für Word Automation Services aktivierte Anwendungsserver werden mit gemeinsam genutzten, eingeschränkten für Word Automation Services aktivierten Anwendungsservern kombiniert.

  • Nicht für Word Automation Services aktivierte Anwendungsserver werden mit dedizierten Word Automation Services-Anwendungsservern kombiniert, die für eine vollständige Nutzung von Anwendungsserverressourcen konfiguriert wurden.

Eine gemischte Topologie sieht zumeist wie in der folgenden Abbildung gezeigt aus.

Abbildung 7 – Beispiel einer Produktionsfarmtopologie mit dedizierten Word Automation Services-Anwendungsservern

Produktionsfarm mit gemischter Topologie

Die für Word Automation Services aktivierten Server in einer gemischten Farm können ähnlich konfiguriert werden wie die gemeinsam genutzten Anwendungsserver in einer eingeschränkten Topologie oder die dedizierten Anwendungsserver in einer Vertikal skalierte Topologie: dedizierte Word Automation Services-Farm, um denselben Durchsatz wie in diesen beiden Topologien zu erzielen.

Anhand der Informationen in diesem Abschnitt können Sie den Zieldurchsatz einer gegebenen Topologie mit spezifischen Einstellungen bestimmen.

(Aktive Konvertierungsprozesse gesamt x Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden) : Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten)

Hinweise

  • Das Ergebnis dieser Gleichung bei Umrechnung in Konvertierungen pro Sekunde pro aktivem Konvertierungsprozess darf 1,2 für andere Formate als PDF und XPS bzw. 0,5 für die Ausgabeformate PDF und XPS nicht überschreiten. Andernfalls kann es zu Einbußen beim Durchsatz und einer Zunahme von Konvertierungsfehlern kommen.

  • Wenn der Wert von Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) erhöht wird (d. h. der Word Automation Services-Zeitgeberauftrag weniger häufig ausgeführt werden) und der Gesamtdurchsatz der Farm gleich bleiben soll, muss Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden direkt proportional zu Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) erhöht werden.

    Beispiel: Eine SharePoint-Administratorin möchte, dass der Word Automation Services-Zeitgeberauftrag seltener ausgeführt wird, möchte aber auch, dass der Durchsatz von Word Automation Services unverändert bleibt. Über die Einstellungen in der folgenden Tabelle wird diese Vorgabe umgesetzt.

     

    Ursprüngliche Einstellungen Neue Einstellungen

    Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten)

    1 Minute

    10 Minuten

    Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden

    72

    720

    HinweisNote
    Aktive Konvertierungsprozesse gesamt darf nicht proportional zu Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) geändert werden.

 

Engpass oder Problem Ursache Lösung

Der Durchsatz bei Konvertierungen in das PDF- oder XPS-Format wird bei mehr als 3 oder 4 aktiven Konvertierungsprozessen nicht verbessert, auch wenn mehr Prozessorkerne verfügbar sind.

Word Automation Services ist hinsichtlich des Tempos der Konvertierung in das PDF- oder XPS-Format auf einem einzelnen Anwendungsserver limitiert. Insbesondere kann der Word Automation Services-Durchsatz nicht gesteigert werden, indem eine horizontale Skalierung über 3 oder 4 aktive Konvertierungsprozesse pro Anwendungsserver hinaus erfolgt. Das Hinzufügen weiterer aktiver Konvertierungsprozesse pro Anwendungsserver führt letztlich zu einer Verringerung der Leistung des Diensts, wenn die Konvertierung in das PDF- oder XPS-Format erfolgt.

Wenn eine Steigerung des Durchsatzes von Word Automation Services für Konvertierungen in das PDF- oder XPS-Format erforderlich ist, selbst wenn die Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse pro Anwendungsserver auf 3 oder 4 festgelegt ist, führt das Hinzufügen weiterer Anwendungsserver bei derselben Computerkonfiguration nahezu zu einer 100 %-igen Durchsatzsteigerung.

Wenn zudem die Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse pro Anwendungsserver auf größer als 4 festgelegt ist, wird durch Ändern dieser Einstellung in 4 der Durchsatz geringfügig gesteigert. Durch Festlegen der Anzahl aktiver Konvertierungsprozesse pro Anwendungsserver auf 4 kann jedoch den Durchsatz bei anderen Ausgabeformaten wesentlich verringert werden.

Wenn die Konvertierung in PDF oder XPS eine zentrale Anforderung darstellt, kann es wirtschaftlicher sein, nicht mit dedizierten Word Automation Services-Anwendungsservern zu arbeiten. Stattdessen können gemeinsam genutzte Server eingesetzt werden, sodass überzählige Prozessorkerne für andere Farmdienste zur Verfügung stehen.

Bei Konvertierungselementen treten immer öfter Fehler auf, nachdem Sie die Einstellungen für Word Automation Services geändert haben.

Die Einstellungen von Word Automation Services sind rasch auf Werte festgelegt, die in der Praxis nicht unterstützt werden, was ggf. zu Folgendem führt:

  • Geringer Gesamtdurchsatz

  • Immer häufigere Fehler bei Konvertierungselementen

Befolgen Sie diese einfachen Regeln zum Korrigieren oder Verhindern der zuvor aufgelisteten Symptome:

Legen Sie Aktive Konvertierungsprozesse gesamt nicht auf einen Wert größer als n-1 fest, wobei n die Anzahl der verfügbaren Prozessorkerne des Anwendungsservers ist.

Legen Sie Anzahl der Konvertierungen, die pro Konvertierungsprozess gestartet werden für die gewünschten Ausgabeformate nicht größer als unter Vertikal skalierte Topologie: dedizierte Word Automation Services-Farm vorgeschlagen fest, es sei denn, Häufigkeit, mit der Konvertierungen gestartet werden (Minuten) wird ebenfalls (direkt proportional) so angepasst, dass das sich ergebende Durchsatzziel identisch bleibt.

Nach Ändern der Einstellungen für Word Automation Services sind andere Dienste weniger reaktionsbereit.

Ein aktiver Konvertierungsprozess nimmt mitunter einen Prozessorkern auf dem Anwendungsserver vollständig in Anspruch. Ein wie unter Vertikal skalierte Topologie: dedizierte Word Automation Services-Farm empfohlen konfigurierter Anwendungsserver kann während der Konvertierung einen Großteil der CPU-Ressourcen nutzen, da der Word Automation Services-Zeitgeberauftrag regelmäßig auf einem eigenen Kern ausgeführt wird.

Wenn andere Dienste wie Excel-Webdienste oder Microsoft Office Web Apps CPU-Ressourcen eines solchen Anwendungsservers benötigen, kann es zu inakzeptablen Wartezeiten bei diesen anderen Diensten kommen.

Befolgen Sie diese Anweisungen, um die Auswirkungen von Word Automation Services auf andere Dienste einzudämmen:

  1. Schränken Sie Aktive Konvertierungsprozesse gesamt für Word Automation Services auf das unterEingeschränkte Topologie: SharePoint-Produktionsfarm mit gemeinsam genutzten Anwendungsservern empfohlene Niveau ein.

  2. Fügen Sie Anwendungsserver, die nicht von Word Automation Services genutzt werden, jedoch anderen Diensten zur Verfügung stehen, gemäß der unter Gemischte Topologie: SharePoint-Produktionsfarm mit einer Kombination aus für Word Automation Services aktivierten Anwendungsservern und anderen Anwendungsservern beschriebenen Topologie hinzu.

Mitunter tritt bei Konvertierungselementen der Fehlercode 3 auf, wenn die Farm ausgelastet oder offline ist oder zeit- bzw. tageweise einer Wartung unterzogen wird.

Word Automation Services erfordert im Allgemeinen, dass der Word Automation Services-Warteschlangendatenbank hinzugefügte Konvertierungsaufträge binnen 24 Stunden nach Übermittlung vollständig verarbeitet werden. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, tritt für das Konvertierungselement der Fehlercode 3 auf. Die Fehlermeldung lautet wie folgt:

Die Datei konnte nicht aus der Eingabebibliothek heruntergeladen werden, weil die angegebenen Benutzerberechtigungen abgelaufen sind, bevor die Datei abgerufen werden konnte. Dies weist wahrscheinlich darauf hin, dass das System stark ausgelastet ist. Versuchen Sie, den Auftrag erneut zu übermitteln. Wenn der Fehler wieder auftritt, wenden Sie sich an den Systemadministrator.

Wenn den Benutzern diese Fehlermeldung immer wieder angezeigt wird und die Farm nicht für einen längeren Zeitraum offline war, benötigen einige Konvertierungsaufträge bis zu ihrem Abschluss länger als 24 Stunden, weil entweder die Farm falsch konfiguriert ist oder ihre Kapazitätsgrenzen überschritten wurden. Dieses Verhalten bedeutet, dass Sie die Kapazität der Farm erhöhen müssen. Erhöhen Sie entweder den Wert von Aktive Konvertierungsprozesse gesamt (auf bis zu n-1, wobei n die Anzahl der Prozessorkerne auf den einzelnen Anwendungsservern ist), oder fügen Sie, falls dies nicht möglich ist, der Farm weitere Anwendungsserver hinzu, die Word Automation Services nutzen kann. Dazu zählt auch das Aktivieren von Word Automation Services auf Anwendungsservern, die ansonsten über überschüssige Kapazität verfügen, oder das Hinzufügen weiterer physischer Server zur Farm.

Wenn Sie die Kapazität der Farm erhöhen, stellen Sie sicher, dass die Einstellungen für Word Automation Services entsprechend den Angaben unter Vertikal skalierte Topologie: dedizierte Word Automation Services-Farm oder Eingeschränkte Topologie: SharePoint-Produktionsfarm mit gemeinsam genutzten Anwendungsservern ordnungsgemäß konfiguriert sind.

Die Ausführungsdauer einer Word Automation Services-Lösung wird während der Ausführung des Diensts stetig länger.

Die Ausführungszeiten der folgenden Word Automation Services-Objektmodellmethoden werden mit der Anzahl der Elemente in der Word Automation Services-Datenbank skaliert:

  • ConversionJob.GetAllActiveJobs

  • ConversionJob.GetAllJobs

Generell wird empfohlen, dass die Word Automation Services-Datenbank auf maximal zwei Millionen Konvertierungselemente begrenzt werden sollte. Löschen Sie Konvertierungselemente aus der Datenbank, um dieses Problem zu beheben.

Die Durchsatzleistung von Word Automation Services wird bei einer horizontalen Skalierung der Anzahl der Anwendungsserver nicht weiter gesteigert.

Wenn das Hinzufügen weiterer Anwendungsserver zur Farm nicht zu einer weiteren Verbesserung des Durchsatzes führt, kann dies ein Hinweis sein, dass die SQL Server-Instanz, in der sich die Word Automation Services-Datenbank befindet, ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hat.

Es folgen die Auswirkungen der einzelnen Word Automation Services-Aktionen auf SQL Server:

 

Word Automation Services-Aktion Roundtrip pro Aufruf Zusätzlicher Roundtrip pro Element Hinweise

ConversionJob.AddFile

11

0

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.AddFolder

9

2

Trotz des Anstiegs von SQL Server-Roundtrips im Vergleich zu AddLibrary erfolgt die Ausführung dieses Objektmodellaufrufs meist schneller als der von AddLibrary.

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.AddLibrary

4

2

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.Start

3

0

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.Refresh

1

0

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.CancelJob

1

0

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

ConversionJob.GetAllActiveJobs

1

0

SQL Server-Ein-/Ausgabevorgänge pro Sekunde (IOPS) werden vertikal mit der Anzahl der Aufträge in der Word Automation Services-Datenbank skaliert.

ConversionJob.GetAllJobs

1

0

SQL Server-Ein-/Ausgabevorgänge pro Sekunde (IOPS) werden vertikal mit der Anzahl der Aufträge in der Word Automation Services-Datenbank skaliert.

ConversionJob.GetItems

2

0

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

Jede Ausführung von Timerjob

2

1

Niedrige Anzahl von SQL Server-Ein-/Ausgabevorgängen pro Sekunde (IOPS)

Abhängig von der Anzahl der beteiligten Konvertierungselemente weisen einige Aufrufe einen konstanten Verarbeitungsaufwand durch SQL Server-Roundtrips pro Aktion und zusätzliche SQL Server-Roundtrips pro Aktion auf.

Diese Informationen können für Entwickler, die benutzerdefinierte Lösungen für Word Automation Services-Bereitstellungen erstellen möchten, und Farmadministratoren hilfreich sein, die die Auswirkungen von Word Automation Services auf SQL Server berücksichtigen müssen.

Wenn sich die SQL Server-Datenbank für Word Automation Services auf demselben Server wie andere Datenbanken befindet, die die SQL Server-Datenbank von Word Automation Services verwenden, sorgt ein eigener physischer Server für SQL Server, dass bei den meisten Farmen dieser Engpass beseitigt wird.

Nach dem horizontalen Skalieren einer Farm scheint der Zeitgeberauftrag nicht vor seiner nächsten geplanten Ausführung beendet worden zu sein.

Die Ausführungsdauer des Zeitgeberauftrags für Word Automation Services wird linear mit der Anzahl der für Word Automation Services aktivierten Anwendungsserver in der Farm skaliert. Es ist möglich, dass der Zeitgeberauftrag mehr als eine Minute benötigt, um seine Ausführung abzuschließen.

Sollte dies passieren, ist keine Aktion erforderlich. SharePoint Server beginnt keinen geplanten Zeitgeberauftrag, wenn die vorherige Ausführung noch nicht abgeschlossen ist.

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