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WSFC-Notfallwiederherstellung durch erzwungenes Quorum (SQL Server)

Themenstatus: Einige Informationen in diesem Thema sind vorläufig und können in zukünftigen Versionen geändert werden. In den Vorabinformationen werden neue Funktionen oder Änderungen an vorhandenen Funktionen in Microsoft SQL Server 2014 beschrieben.

Quorumfehler werden normalerweise durch eine systemische Katastrophe, einen persistenten Kommunikationsfehler oder eine fehlerhafte Konfiguration, die mehrere Knoten im WSFC-Cluster betreffen, verursacht. Zur Beseitigung eines Quorumfehlers ist ein manueller Eingriff erforderlich.

Voraussetzungen

Bei der Prozedur für erzwungene Quoren wird davon ausgegangen, dass vor dem Quorumfehler ein fehlerfreies Quorum vorhanden war.

Vorsichtshinweis Vorsicht

Der Benutzer sollte mit den Begriffen und Wechselwirkungen von Windows Server Failover Clustering, WSFC-Quorummodellen, SQL Server und der spezifischen Bereitstellungskonfiguration der Umgebung vertraut sein.

Weitere Informationen finden Sie unter: Windows Server Failover Clustering (WSFC) mit SQL Server, WSFC-Quorummodi und Abstimmungskonfiguration (SQL Server)

Sicherheit

Der Benutzer muss einem Domänenkonto entsprechen, das Mitglied der lokalen Administratorgruppe an jedem Knoten des WSFC-Clusters ist.

Vergessen Sie nicht, dass bei einem Quorumfehler alle gruppierten Dienste, SQL Server-Instanzen und AlwaysOn-Verfügbarkeitsgruppen im WSFC-Cluster offline geschaltet werden, da der Cluster in der aktuellen Konfiguration keine Fehlertoleranz auf Knotenebene gewährleisten kann. Ein Quorumfehler bedeutet, dass fehlerfreie Abstimmungsknoten im WSFC-Cluster nicht mehr dem Quorummodell entsprechen. Einige Knoten sind möglicherweise völlig ausgefallen, und andere haben den WSFC-Dienst möglicherweise nur heruntergefahren und sind, abgesehen vom Verlust der Fähigkeit, mit einem Quorum zu kommunizieren, möglicherweise fehlerfrei.

Um den WSFC-Cluster wieder online zu schalten, müssen Sie die Ursache für den Quorumfehler in der vorhandenen Konfiguration beheben, die betroffenen Datenbanken nach Bedarf wiederherstellen und die übrigen Knoten im WSFC-Cluster neu konfigurieren, um die verbleibende Clustertopologie widerzuspiegeln.

Sie können die erzwungene Quorumprozedur für einen WSFC-Clusterknoten verwenden, um die Sicherheitskontrollen zu überschreiben, die den Cluster offline geschaltet haben. Damit wird der Cluster im Endeffekt angewiesen, die Quorumssstimmenprüfungen anzuhalten, und Sie erhalten damit die Möglichkeit, die WSFC-Clusterressourcen und SQL Server auf beliebigen Knoten im Cluster wieder online schalten.

Dieser Typ von Notfallwiederherstellungsprozess sollte die folgenden Schritte umfassen:

So stellen Sie das System nach Quorumfehler wieder her:

  1. Bestimmen Sie den Fehlerumfang. Identifizieren Sie, welche Verfügbarkeitsgruppen oder SQL Server-Instanzen nicht mehr reagieren, welche Clusterknoten online sind und zur Verwendung nach der Katastrophe verfügbar sind, und untersuchen Sie die Windows-Ereignisprotokolle und die SQL Server-Systemprotokolle. Wo praktikabel, sollten Sie forensische Daten und Systemprotokolle für spätere Analysen beibehalten.

    Tipp Tipp

    Auf einer reagierenden Instanz von SQL Server 2014 können Sie Informationen zum Zustand von Verfügbarkeitsgruppen, die auf der lokalen Serverinstanz ein Verfügbarkeitsreplikat besitzen, abrufen, indem Sie die dynamische Verwaltungssicht (DMV, Dynamic Management View) sys.dm_hadr_availability_group_states abfragen.

  2. Starten Sie den WSFC-Cluster mit erzwungenem Quorum auf einem einzelnen Knoten. Identifizieren Sie einen Knoten mit einer minimalen Anzahl von Komponentenfehlern, auf dem der WSFC-Clusterdienst nicht heruntergefahren wurde. Überprüfen Sie, ob dieser Knoten mit den meisten anderen Knoten kommunizieren kann.

    Versetzen Sie den Cluster von diesem Knoten aus unter Verwendung der erzwungenen Quorumprozedur manuell in den Onlinemodus. Um potenzielle Datenverluste zu minimieren, wählen Sie einen Knoten aus, der zuletzt ein primäres Replikat der Verfügbarkeitsgruppe gehostet hat.

    Weitere Informationen finden Sie unter: Erzwingen des Starts eines Clusters ohne Quorum

    Hinweis Hinweis

    Die erzwungene Quorumeinstellung bewirkt, dass im gesamten Cluster die Quorumüberprüfungen blockiert werden, bis der logische WSFC-Cluster die Mehrheit der Abstimmungsknoten erreicht und automatisch zu einem regulären Quorumbetriebsmodus übergeht.

  3. Starten Sie den WSFC-Dienst auf jedem einzelnen ansonsten fehlerfreien Knoten normal. Sie müssen die erzwungene Quorumoption nicht angeben, wenn Sie den Clusterdienst auf den anderen Knoten starten.

    Sobald der WSFC-Dienst auf den einzelnen Knoten wieder online ist, verhandelt er mit den anderen fehlerfreien Knoten, um den neuen Clusterkonfigurationszustand zu synchronisieren. Denken Sie daran, diesen Schritt für jeden Knoten getrennt auszuführen, um potenzielle Racebedingungen beim Auflösen des letzten bekannten Clusterstatus zu verhindern.

    Vorsichtshinweis Vorsicht

    Stellen Sie sicher, dass jeder Knoten, den Sie starten, mit den anderen neu online geschalteten Knoten kommunizieren kann. Erwägen Sie, den WSFC-Dienst bei den anderen Knoten zu deaktivieren. Andernfalls laufen Sie Gefahr, mehr als eine Quorumknotengruppe zu erstellen. Das ist ein Split-Brain-Szenario. Wenn Ihre Ermittlungsergebnisse in Schritt 1 richtig waren, sollte dieser Fall nicht eintreten.

  4. Übernehmen der neuen Quorummodus- und Knotenabstimmungskonfiguration. Wenn durch das Erzwingen des Quorums alle Knoten im Cluster erfolgreich neu gestartet wurden und die Ursache für den Quorumfehler korrigiert wurde, sind keine Änderungen am ursprünglichen Quorummodus und der Knotenabstimmungskonfiguration erforderlich.

    Andernfalls sollten Sie den neu wiederhergestellten Clusterknoten und Verfügbarkeitsreplikattopologie auswerten und bei Bedarf den Quorummodus und die Abstimmungszuweisungen für jeden Knoten ändern. Nicht wiederhergestellte Knoten sollten offline geschaltet werden oder einen Knotenabstimmungswert von 0 (Null) erhalten.

    Tipp Tipp

    Zu diesem Zeitpunkt hat es möglicherweise den Anschein, als wären die Knoten und SQL Server-Instanzen im Cluster in ihrem normalen Betriebszustand wiederhergestellt. Allerdings ist unter Umständen immer noch kein fehlerfreies Quorum vorhanden. Vergewissern Sie sich mithilfe des Failovercluster-Managers oder des AlwaysOn-Dashboard in SQL Server Management Studio oder der entsprechenden DMVs, dass ein Quorum wiederhergestellt wurde.

  5. Stellen Sie Datenbankreplikate der Verfügbarkeitsgruppen bei Bedarf wieder her. Datenbanken, die mit keiner Verfügbarkeitsgruppe verknüpft sind, sollten im Rahmen des regulären SQL Server-Startprozess von allein wiederhergestellt und online geschaltet werden.

    Sie können potenzielle Datenverluste und den Zeitaufwand des Wiederherstellungsvorgangs für die Verfügbarkeitsgruppenreplikate minimieren, indem Sie diese in der folgenden Reihenfolge wieder online schalten: primäres Replikat, synchrone sekundäre Replikate, asynchrone sekundäre Replikate.

  6. Reparatur oder Austausch fehlerhafter Komponenten und erneute Überprüfung des Clusters. Nachdem Sie das System nach dem Auftreten der ursprünglichen Katastrophe und des Quorumfehlers wiederhergestellt haben, sollten Sie die fehlerhaften Knoten reparieren oder austauschen und die zugehörigen WSFC- und AlwaysOn-Konfigurationen entsprechend anpassen. Hierzu kann es erforderlich sein, Verfügbarkeitsgruppenreplikate zu löschen, Knoten aus dem Cluster zu entfernen oder die Software eines Knotens zu vereinfachen oder neu zu installieren.

    Sie müssen alle fehlerhaften Verfügbarkeitsreplikate reparieren oder entfernen. SQL Server schneidet das Transaktionsprotokoll nicht am letzten bekannten Punkt des Verfügbarkeitsreplikats mit den am weitesten zurückliegenden Daten ab. Wenn ein fehlerhaftes Replikat nicht repariert oder aus der Verfügbarkeitsgruppe entfernt wird, wachsen die Transaktionsprotokolle, und es besteht das Risiko, dass nicht mehr ausreichend Speicherplatz für die Transaktionsprotokolle der anderen Replikate verfügbar ist.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie den WSFC-Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten ausführen, wenn im WSFC-Cluster ein Verfügbarkeitsgruppenlistener vorhanden ist, generiert der Assistent die folgende falsche Warnmeldung:

    "Die RegisterAllProviderIP-Eigenschaft für Netzwerkname 'Name:<Netzwerkname>' ist auf 1 festgelegt. Für die aktuelle Clusterkonfiguration muss dieser Wert auf 0 festgelegt werden."

    Ignorieren Sie diese Meldung.

  7. Wiederholen Sie Schritt 4 nach Bedarf. Das Ziel besteht darin, erneut das für einen fehlerfreien Betrieb angemessene Maß an Fehlertoleranz und hoher Verfügbarkeit wiederherzustellen.

  8. Ausführen einer RPO/RTO-Analyse. Sie sollten SQL Server-Systemprotokolle, Datenbank-Timestamps und Windows-Ereignisprotokolle analysieren, um die Fehlerursache zu bestimmen und die tatsächlichen Wiederherstellungspunkt- und Wiederherstellungszeitdaten zu dokumentieren.

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