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Planen der Hardwarearchitektur in Project Server 2010

 

Gilt für: Project Server 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2013-12-18

Viele Faktoren können sich stark auf den Durchsatz in Microsoft Project Server 2010 auswirken. Dazu zählen die Anzahl der Benutzer sowie Typ, Komplexität und Häufigkeit von Benutzervorgängen, die Anzahl von Postbacks in einem Vorgang sowie die Leistung von Datenverbindungen. Bei der Planung der Hardwarearchitektur sollten Sie die in diesem Abschnitt behandelten Faktoren sorgfältig prüfen. Project Server kann auf vielfältige Weise bereitgestellt und konfiguriert werden. Deshalb ist es nicht einfach abzuschätzen, wie viele Benutzer von einer bestimmten Anzahl von Servern unterstützt werden können. Führen Sie deshalb in Ihrer eigenen Umgebung Tests durch, bevor Sie Project Server 2010 in einer Produktionsumgebung bereitstellen.

In diesem Artikel finden Sie eine Beschreibung der getesteten Leistungs- und Kapazitätsgrenzen von Microsoft Project Server 2010, Informationen zur Testumgebung und zu den Testergebnissen sowie Richtlinien für eine akzeptable Leistung. Bestimmen Sie anhand der Informationen in diesem Artikel die Durchsatzziele für Project Server.

Achten Sie bei der Kapazitätsplanung für Microsoft Project Server 2010 auf die Variablen, die sich auf die Leistung einer Project Server-Bereitstellung auswirken können.

Aufgrund der umfangreichen Funktionalität von Project Server können Bereitstellungen, die auf übergeordneter Ebene ähnlich zu sein scheinen, bei den tatsächlichen Leistungsmerkmalen erhebliche Unterschiede aufweisen. Es reicht nicht aus, Ihre Anforderungen lediglich anhand der Anzahl von Projekten oder der Anzahl von Benutzern im System zu charakterisieren. Die Kapazitätsplanung für Ihre Project Server-Bereitstellung erfordert einen differenzierteren und ganzheitlicheren Ansatz. Beispielsweise weisen die Arbeitsauslastungen, und demzufolge Ihre Hardwareanforderungen, Abweichungen bezüglich der folgenden Variablen auf:

 

Faktor Merkmale

Projekte

  • Anzahl der Projekte

  • Typische Projektgrößen im Hinblick auf Vorgänge

  • Anzahl der benutzerdefinierten Felder auf Projektebene

  • Verknüpfungsgrad (Abhängigkeiten) zwischen Vorgängen

Benutzer

  • Gleichzeitige Benutzer. Wie viele Benutzer können gleichzeitig auf das System zugreifen? Wie sieht die durchschnittliche Arbeitsauslastung aus, welche Belastungsspitzen gibt es?

  • Über welche Sicherheitsberechtigungen verfügen die Benutzer? Dies hat Auswirkungen auf die Datenmenge, die dem Benutzer vom Server zu einem bestimmten Zeitpunkt angeboten werden müssen, sowie auf die Komplexität der Sicherheitsprüfungen, die vom Server vorgenommen werden müssen.

  • Geografische Verteilung der Benutzer. Wenn die Benutzer über riesige geografische Regionen verteilt sind, kann es zu Leistungseinbußen durch die Netzwerklatenz kommen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Verwendungsmuster, da die Benutzer wahrscheinlich zu unterschiedlichen Tageszeiten auf die Server zugreifen. Zeiten mit geringem Datenverkehr zum Ausführen von Wartungsaufgaben wie z. B. Backups, Berichterstellung oder Active Directory-Synchronisierung sind dadurch nur schwer zu ermitteln.

Verwendungsmuster

  • Arbeitsauslastungsbedingungen. Welche Featuregruppen werden häufig verwendet? Beispielsweise weist eine Bereitstellung, bei der Arbeitszeittabellen häufig verwendet werden, andere Merkmale als eine Bereitstellung ohne Verwendung von Arbeitszeittabellen auf.

  • Durchschnittliche Zeit zwischen Seitenanforderungen

  • Durchschnittliche Sitzungsdauer

  • Nutzlast von Seiten. Wie viele Webparts sind auf einer bestimmten Seite vorhanden? Wie viele Daten enthalten sie?

Es gibt zahlreiche weitere Variablen, die sich auf die Leistung in einer bestimmten Umgebung auswirken können, und jede dieser Variablen kann sich auf die Leistung eines anderen Bereichs auswirken. Einige der in diesem Artikel aufgeführten Testergebnisse und Empfehlungen beziehen sich möglicherweise auf Features oder Benutzervorgänge, die es in Ihrer Umgebung nicht gibt und deshalb nicht für Ihre Lösung gelten. Präzise Ergebnisse für Ihre eigene Umgebung erhalten Sie nur durch sorgfältiges Testen.

Weitere zu berücksichtigende Variablen:

Gleichzeitige Benutzer: Die Arbeitsauslastung durch gleichzeitige Benutzer ist oft ein wichtiger Faktor beim Festlegen der Kapazitätsanforderungen. Es kann sein, dass zwar weniger Benutzer im System vorhanden sind, diese aber zu Zeiten mit hohem Datenverkehr gleichzeitig auf den Server zugreifen. Beispielsweise können in einem Unternehmen, in dem alle Benutzer zum gleichen Zeitpunkt während der Woche Status-/Arbeitszeittabellenaktualisierungen senden, in diesen Zeiten erhebliche Leistungseinbußen zu verzeichnen sein. Zu Zeiten mit hohem Datenverkehr sollten Sie der Topologie zusätzliche Ressourcen hinzufügen, die für Ihr Dataset empfohlen werden.

Verteilung von Benutzerrollen: Die Verteilung Ihrer Benutzer zwischen Administratoren, Portfolioadministratoren, Projektmanagern und Teammitgliedern hat Auswirkungen auf die Leistung Ihrer Bereitstellung, da jeder Benutzertyp Zugriff auf eine unterschiedliche Datenmenge hat. Bei Benutzern in unterschiedlichen Sicherheitskategorien variiert die Anzahl von Projekten und Ressourcen, die für sie sichtbar sind. Beispielsweise sind für Administratoren beim Laden von Project Center alle Projekte auf dem Server bzw. beim Laden von Resource Center alle Ressourcen sichtbar. Im Vergleich dazu sind für einen Projektmanager nur die eigenen Projekte sichtbar. Für diese Benutzer ist deshalb die wahrgenommene Leistung beeinträchtigt. Es wird daher empfohlen, die Anzahl von Projekten, Vorgängen oder Ressourcen, die in einer bestimmten Ansicht angezeigt werden, möglichst durch die Definition entsprechender Filter über Servereinstellungen>Ansichten verwalten in den Ansichten zu begrenzen.

Globale Verteilung von Benutzern

Probleme, Risiken und Lieferumfang: Eine große Anzahl dieser Entitäten kann eine zusätzliche Auslastung für SQL Server bedeuten. Insbesondere durch das Anzeigen von und das Interagieren mit diesen Entitäten in der Project-Website wird wahrscheinlich diese zusätzliche Auslastung erzeugt. Wenn Sie diese Features sehr häufig verwenden, sollten Sie Ihrer Bereitstellung von SQL Server zusätzliche Ressourcen zuordnen, um ein hohes Leistungsniveau zu gewährleisten. Da es sich bei diesen Artefakten und der Project-Websitefunktionalität um SharePoint-Websites und -Listen handelt, sollten Sie Dokumentation im Zusammenhang mit dem Skalieren von SharePoint-Websites und -Listen heranziehen.

Kalender: Benutzerdefinierte Kalender können für Projekte, Vorgänge und Ressourcen definiert werden. Sie haben große Auswirkungen auf das Zeitplanungsmodul und bewirken eine höhere CPU-Auslastung auf den Anwendungs- und Datenbankservern.

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Datasets sind durch die Variablen gekennzeichnet, die in der folgenden Tabelle aufgeführt und erläutert werden. Diese Variablen decken möglicherweise nicht alle Faktoren ab, die sich auf die Leistung von Project Server auswirken (d. h., den in Ihrer Bereitstellung verwendeten Featuremix). Ein Großteil der Informationen, die für die Bestimmung der entsprechenden Kapazität eine wichtige Rolle spielen, wird jedoch erfasst.

 

Entität Beschreibung/Hinweise Klein Mittel Groß

1

Projekte

100

5.000

20.000

1

Vorgänge

17.125

856.250

3.425.000

1

Durchschnittliche Vorgänge pro Projekt

171,25

171,25

171,25

2

Vorgangstransaktionsverlauf

Die Anzahl, wie oft der Status für einen bestimmten Vorgang normalerweise gesendet und genehmigt wird

10

100

1.000

1

Zuweisungen

22.263

1.113.125

4.500.000

1

Durchschnittliche Zuweisungen pro Vorgang

1,3

1,3

1,3

2/3

Genehmigungen

Ausstehende Aktualisierungen pro Manager

50

600

3.000

Benutzer

1.000

10.000

50.000

Benutzerdefinierte Felder

Projekt (Formel)

3

20

25

Benutzerdefinierte Felder

Projekt (Manuell)

2

40

50

Benutzerdefinierte Felder

Vorgang (Formel)

Durch Vorgangsformelfelder wird die Leistung im Schnitt am stärksten beeinträchtigt, da sie für jeden Vorgang berechnet werden müssen.

6

12

15

Benutzerdefinierte Felder

Vorgang (Manuell)

4

8

10

Benutzerdefinierte Felder

Abwärtszuordnung von Zuweisungen

50 %

50 %

50 %

Benutzerdefinierte Felder

Ressource

10

20

25

Benutzerdefinierte Felder

Benutzerdefinierte Felder von Nachschlagetabelle

2

15

100

1

Arbeitszeittabellen (pro Jahr)

Je stärker Sie Arbeitszeittabellen nutzen, desto höher sind die Ressourcenanforderungen für SQL Server

52.000

780.000

8.320.000

1

Arbeitszeittabellen-Zeilen

5

10

10

In den folgenden Abschnitten finden Sie allgemeine Empfehlungen zu Leistung und Kapazität. Legen Sie anhand dieser Empfehlungen eine geeignete Ausgangstopologie für Ihre Anforderungen fest, und bestimmen Sie, ob diese horizontal oder vertikal skaliert werden muss.

In diesem Artikel wird Bezug genommen auf die drei in Windows Server eingerichtete Rollen: Web-Front-End-Serverrolle, Anwendungsserverrolle und Datenbank (SQL)-Serverrolle. All dies sind Komponenten einer vollständigen Bereitstellung von Project Server 2010. Die Web-Front-End-Server dienen Benutzern als Schnittstelle für den Zugriff auf Project Server. Der Anwendungsserver verarbeitet die Anforderungen für die Datenebene von Project Server und implementiert die Geschäftslogik von Project Server 2010. Schließlich ist die Datenbankebene die Datenquelle, in der die Project Server 2010-Datenbanken gespeichert sind. Für kleine Bereitstellungen können die Web-Front-End-Server-, die Anwendungsserver- und Datenbankserverrollen auf demselben physischen Computer kombiniert werden. Für größere Bereitstellungen müssen diese Serverrollen möglicherweise auf separate Computer verteilt werden und eventuell sogar mehrere physische Computer dieselbe Rolle übernehmen.

In diesem Abschnitt wird eine Topologie für die weiter oben im Abschnitt "Typische Datasets" beschriebenen kleinen, mittleren und großen Datasets empfohlen. Die für jedes Dataset empfohlenen Topologien sollten ausreichend sein, um für die meisten Verwendungsmuster eine zufriedenstellende Leistung für diese Datasetgrößen zu erzielen. Sie sollten jedoch anhand der speziellen Empfehlungen im Rest dieses Artikels feststellen, ob Sie die für Ihr Dataset empfohlene Topologie erweitern sollten. Im Allgemeinen sollten Sie die Leistungsmetriken Ihrer Topologie überwachen und entsprechend skalieren, falls Sie nicht mit den Leistungsmerkmalen zufrieden sind.

Beachten Sie, dass aufgrund der Koexistenz von Project Server 2010 mit SharePoint Server 2010 zusätzliche Ressourcen verwendet werden (Prozessor, RAM und Festplatte). Die empfohlenen Anforderungen für SharePoint Server 2010 gelten auch für eine Project Server 2010-Installation mit einem kleinen Dataset und geringer Nutzung. Für größere Datasets und eine stärkere Nutzung sind allerdings zusätzliche Hardwareressourcen erforderlich. Für die Bereitstellung auf einem eigenständigen Computer mit einem kleinen Dataset werden 16 GB RAM empfohlen, um ein hohes Leistungsniveau zu gewährleisten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, soweit dies möglich ist, die Datenbankserverebene von den Anwendungs- und Web-Front-End-Ebene zu trennen, indem Sie Ihre Datenbanken auf einem dedizierten Computer mit SQL Server speichern.

In der folgenden Tabelle sind die Spezifikationen für Installationen mit einem einzelnen Server mit integrierten Datenbanken sowie Serverfarminstallationen, die einen einzelnen Server oder mehrere Server in der Farm aufweisen, aufgeführt.

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, vier Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern

RAM

4 GB zu Entwicklungs- oder Evaluierungszwecken, 8 GB für Farminstallationen mit einem einzelnen Server und mit mehreren Servern für Produktionszwecke

Festplatte

80 GB

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, vier Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern (acht Prozessorkerne werden empfohlen, wenn Ihr Dataset wesentlich größer als das mittlere Dataset ist)

RAM

4 GB zu Entwicklungs- oder Evaluierungszwecken, 8 GB für Farminstallationen mit einem einzelnen Server und mit mehreren Servern für Produktionszwecke

Festplatte

80 GB

Die für mittlere Datasets angegebenen Mindestanforderungen können für zusätzliche Arbeitsauslastung vertikal und horizontal skaliert werden. Mit den vertikal und horizontal skalierten Topologien sollen eine höhere Benutzerlast und eine höher Datenlast bewältigt werden.

Als allgemeine Empfehlung sollten Sie auf eine zusätzliche Benutzer- und Datenlast durch eine ausreichende Anzahl von Computern vorbereitet sein, um Ihrer Topologie Web-Front-End-Server und Anwendungsserver hinzufügen zu können. Die Hardwarespezifikationen Ihrer Web-Front-End-Server und Anwendungsserver können weitgehend unverändert bleiben. Eine 4 × 2 × 1-Topologie sollte für die Anforderungen der meisten mittleren Datasets und Verwendungsmuster ausreichend sein. Die horizontale Skalierung Ihrer Anwendungsserver und Web-Front-End-Server bedeutet eine zusätzliche Auslastung Ihrer Bereitstellung von SQL Server, was Sie durch das Hinzufügen von zusätzlichen Arbeitsspeicher- und CPU-Ressourcen kompensieren sollten. Die folgende SQL Server-Spezifikation sollte für die Leistungsanforderungen der meisten mittleren Datasets geeignet sein. Die beste Methode, um festzustellen, ob die entworfene Topologie Ihre Leistungsanforderungen erfüllt, ist das Einrichten einer Stagingumgebung, um die Topologie zu testen und die Leistungsmerkmale zu überwachen.

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, vier Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern

RAM

4 GB zu Entwicklungs- oder Evaluierungszwecken, 8 GB für Farminstallationen mit einem einzelnen Server und mit mehreren Servern für Produktionszwecke

Festplatte

80 GB

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, vier Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern

RAM

4 GB zu Entwicklungs- oder Evaluierungszwecken, 8 GB für Farminstallationen mit einem einzelnen Server und mit mehreren Servern für Produktionszwecke

Festplatte

80 GB

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, acht Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern (acht Prozessorkerne werden empfohlen, wenn Ihr Dataset wesentlich größer als das mittlere Dataset ist)

RAM

32 GB

Festplatte

160 GB

Für große Datasets ist die Datenlast der wichtigste Leistungsengpass.

Im Allgemeinen sollten Sie, zumindest für große Datasets, eine 4 × 2 × 1-Topologie verwenden. Die Hardwaremerkmale der Web-Front-End-Server und Anwendungsserver können im Vergleich zu den Empfehlungen für kleine und mittlere Datasets generell unverändert bleiben. Da jedoch die SQL Server-Installation den Engpass darstellt, wird dadurch Ihre Möglichkeit der horizontalen Skalierung auf zusätzliche Web-Front-End-Server und Anwendungsserver eingeschränkt. Falls Sie der Meinung sind, dass die Datenlast den Engpass darstellt, wird der Durchsatz durch das Hinzufügen zusätzlicher Web-Front-End-Server und Anwendungsserver möglicherweise nicht verbessert.

Wenn für große Datasets die SharePoint Server 2010-Instanz, mit der Project Server 2010 koexistiert, auch stark genutzt wird (d. h., Sie verwenden diese Bereitstellung von SharePoint Server 2010 nicht speziell für Project Server 2010-Funktionalität), empfiehlt es sich, die vier Project Server 2010-Datenbanken von den SharePoint Server 2010-Inhaltsdatenbanken zu trennen und in einer eigenen dedizierten SQL Server-Instanz zu platzieren.

Da der Datendurchsatz den Engpass darstellt, sollten Sie in zusätzliche Ressourcen für die SQL Server-Ebene Ihrer Topologie investieren. Sie können Ihre Installation von SQL Server "vertikal skalieren", indem Sie RAM-, CPU- und Festplattenressourcen hinzufügen. In den folgenden Abschnitten sind die Mindestspezifikationen und die empfohlenen Spezifikationen für die SQL Server-Ebene einer Topologie mit einem großen Dataset aufgeführt.

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, acht Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern (acht Prozessorkerne werden empfohlen, wenn Ihr Dataset wesentlich größer als das mittlere Dataset ist)

RAM

32 GB

Festplatte

250 GB

 

Komponente Empfohlen

Prozessor

64-Bit, acht Prozessorkerne, mind. 2,5 GHz pro Prozessorkern (acht Prozessorkerne werden empfohlen, wenn Ihr Dataset wesentlich größer als das mittlere Dataset ist)

RAM

64 GB

Festplatte

Mindestens 300 GB. Platzieren Sie die Berichtsdatenbank auf einem separaten Datenbankserver. Idealerweise sollten Sie Daten auf Datenträger verteilen und priorisieren. Platzieren Sie die Datendateien und SQL Server 2008-Transaktionsprotokolle auf separaten physischen Festplatten. RAID 5 sollte einen guten Kompromiss zwischen Zuverlässigkeit und Durchsatz darstellen.

Project Server 2010 unterstützt die Ausführung auf virtualisierten Computern. Die meisten Empfehlungen für die Virtualisierung von SharePoint Server 2010 gelten auch für Project Server 2010. Dokumentation zur Virtualisierung in SharePoint Server 2010 finden Sie unter Virtualisierungsplanung (SharePoint Server 2010). Weitere Informationen zur Virtualisierung und zu Project Server 2010 finden Sie auch im Project Server 2007-Virtualisierungshandbuch, da dieses Handbuch auch weiterhin aktuell ist. Wie immer bei Verwendung der Virtualisierung müssen Sie Konflikte bei den Ressourcen des physischen Computers zwischen virtualisierten Computern, die in derselben physischen Instanz ausgeführt werden, berücksichtigen.

HinweisNote
Es wird davon abgeraten, SQL Server auf einem virtualisierten Computer auszuführen. Durch den Wettbewerb um Ressourcen auf einem virtualisierten Computer kann die Serverleistung erheblich beeinträchtigt werden. Falls Sie SQL Server in einer virtualisierten Umgebung ausführen müssen, werden die folgenden Einstellungen empfohlen:
  1. Netzwerkadapter:

    • Bei Verwendung der Hyper-V-Virtualisierung sollten Sie den virtuellen Netzwerkadapter anstelle des älteren Netzwerkadapters verwenden.

  2. Virtueller Datenträger:

    • Für den virtuellen Computer, auf dem Sie SQL Server ausführen, wird empfohlen, die Option "Pass-Through" als Datenträgertyp auszuwählen (anstelle von "Dynamisch" oder "Fest"). Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie einen Datenträger mit fester Größe anstelle eines virtuellen Datenträgers mit dynamisch festgelegter Größe verwenden.

    • Es wird empfohlen, IDE anstelle von SCSI für das Startlaufwerk auszuwählen.

    • Ordnen Sie ausreichend Speicherplatz für die erwartete maximale Datasetgröße und die ULS-Protokollierungsanforderungen zu.

  3. Arbeitsspeicher:

    • Sie sollten dem virtuellen Computer, auf dem SQL Server ausgeführt wird, so viel Arbeitsspeicher wie möglich zuordnen. Dies sollte mit der Arbeitsspeichermenge, die für physische Server mit der gleichen Funktion erforderlich ist/empfohlen wird, vergleichbar sein.

    • Mindestens 2 GB Arbeitsspeicher sollte für das Hostbetriebssystem reserviert werden.

Durch die Ausführung der Web-Front-End-Server oder Anwendungsserver in virtualisierten Umgebungen wird die Leistung im Allgemeinen nicht so stark beeinträchtigt wie bei der Ausführung von SQL Server in einer virtualisierten Umgebung.

Für die meisten Project Server-Bereitstellungen stellt die Netzwerkbandbreite generell nicht den Engpass für die Leistung dar. In der folgenden Tabelle werden die empfohlenen Spezifikationen von Netzwerkkomponenten aufgeführt. Eine geringe Wartezeit zwischen der Anwendungsebene und der SQL Server-Ebene sollte allgemein das Ziel sein.

 

Komponente Kleine und mittlere Datasets Großes Dataset

Anzahl der Netzwerkschnittstellenkarten (NICs)

1

2

NIC-Geschwindigkeit (Netzwerk)

Jede Geschwindigkeit über 100 MBit/s sollte okay sein

1 GB/s

Lastenausgleichstyp

NLB oder Hardware (beides ist akzeptabel)

NLB oder Hardware (beides ist akzeptabel)

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