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Neuerungen in Exchange 2010 SP2

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-05-11

In diesem Thema finden Sie eine Übersicht über wichtige neue Funktionen und Funktionalitäten in Service Pack 2 (SP2) für Microsoft Exchange Server 2010, die bei der Planung, Bereitstellung und Verwaltung Ihrer Organisation hilfreich sein können. Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen über Änderungen an Funktionen und Funktionalitäten seit Service Pack 1 (SP1) für Exchange 2010:

Neben den in diesem Thema beschriebenen Änderungen umfasst Exchange 2010 SP2 außerdem Fixes für Probleme, die seit der Veröffentlichung von Exchange 2010 SP1 aufgetreten sind. Eine vollständige Liste der behobenen Probleme in Exchange 2010 SP2 finden Sie unter In Exchange 2010 SP2 behobene Probleme. Die Versionsanmerkungen zu Exchange 2010 SP2 finden Sie unter Exchange Server 2010 SP2 – Anmerkungen zu dieser Version.

Weitere Informationen zu den in vorherigen Versionen von Exchange 2010 eingeführten Funktionen finden Sie in den folgenden Themen:

In Exchange 2010 SP2 wird der Assistent für die Hybridkonfiguration eingeführt, der Sie optimal durch die Konfiguration einer Hybridbereitstellung zwischen einer lokalen und einer Office 365 Exchange-Organisation leitet. Hybridbereitstellungen bieten ein einheitliches Erscheinungsbild als nahtlose Exchange-Organisation. Sie versetzen Administratoren in die Lage, die Funktionsvielfalt und die Verwaltungskontrolle für eine lokale Organisation auf die Cloud auszudehnen. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zum Assistenten für die Hybridkonfiguration.

In Exchange 2010 SP1 wurde empfohlen, für den Kontonamespace für die Verbundvertrauensstellung mit Microsoft Federation Gateway eine Subdomäne von "exchangedelegation" zu erstellen. Die Empfehlung wurde in Exchange 2010 SP2 aktualisiert, und auch der Konfigurationsvorgang wurde automatisiert. Wenn Sie für die Konfiguration einer neuen Verbundvertrauensstellung den Verbundverwaltungs-Assistenten oder den Assistenten zum Verwalten von Hybridbereitstellungen verwenden, ist nun eine vordefinierte Zeichenfolge automatisch mit einer akzeptierten Domäne für Ihre Organisation kombiniert und wird für die Verbundvertrauensstellung als Kontonamespace zugewiesen. Der Kontonamespace für eine vorhandene Verbundvertrauensstellung wird durch diese Assistenten nicht geändert. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zum Verbund.

In Exchange 2010 SP2 wird das Objekt für Adressbuchrichtlinien eingeführt, das einem Postfachbenutzer zugewiesen werden kann. Über die Adressbuchrichtlinie werden die globale Adressliste (GAL), das Offlineadressbuch (OAB), die Raumliste und Adresslisten definiert, die für den Postfachbenutzer sichtbar sind, dem die Richtlinie zugewiesen wurde. Adressbuchrichtlinien bieten einen einfacheren Mechanismus, um die GAL-Segmentierung für eine lokale Organisation durchzuführen, die mehrere GALs benötigt. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Adressbuchrichtlinien.

Mit Exchange 2010 SP2 können Sie eine automatische Umleitung aktivieren, wenn ein Clientzugriffsserver eine Clientanforderung empfängt, die von einem Clientzugriffsserver an einem anderen Active Directory-Standort besser verarbeitet werden kann. Mittels dieser automatischen Umleitung kann auch Funktionalität für einmaliges Anmelden bereitgestellt werden, wenn auf allen Clientzugriffsservern die formularbasierte Authentifizierung aktiviert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Proxyfunktion und Umleitung.

Bei der Miniversion von Outlook Web App handelt es sich um einen schlanken browserbasierten Client ähnlich dem Outlook Mobile Access-Client in Exchange 2003. Diese Miniversion ist zur Verwendung unter einem Betriebssystem für mobile Geräte gedacht. Über die Miniversion von Outlook Web App stehen Benutzern folgende grundlegende Funktionen zur Verfügung:

  • Zugriff auf E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben und die globale Adressliste

  • Zugriff auf E-Mail-Unterordner

  • Verfassen von, Antworten auf und Weiterleiten von E-Mail-Nachrichten

  • Erstellen und Bearbeiten von Kalenderelementen, Kontakten und Aufgaben

  • Verarbeiten von Besprechungsanfragen

  • Festlegen der Zeitzone und automatischer Antwortnachrichten

Weitere Informationen finden Sie unter Understanding the Mini Version of Outlook Web App.

In Exchange 2010 SP1 mussten Sie zum Verschieben von Postfächern aus der lokalen Organisation nach "Outlook.com" oder in eine andere Gesamtstruktur auf dem Clientzugriffsserver am Remotestandort MRSProxy aktivieren. Zu diesem Zweck war es erforderlich, die Datei "web.config" auf jedem Clientzugriffsserver manuell zu konfigurieren. In Exchange 2010 SP2 wurden den Cmdlets New-WebServicesVirtualDirectory und Set-WebServicesVirtualDirectory zwei Parameter hinzugefügt, sodass die Konfiguration nicht mehr manuell durchgeführt werden muss: MRSProxyEnabled und MaxMRSProxyConnections. Weitere Informationen finden Sie unter Starten des MRSProxy-Diensts auf einem Remote-Clientzugriffsserver.

In Exchange 2010 SP1, Office Outlook 2007 und Outlook 2010 können Clients eine automatische Zuordnung zu einem Postfach ausführen, für das dem Benutzer der Vollzugriff erteilt wurde. Wurde einem Benutzer die Berechtigung "Vollzugriff" für das Postfach eines anderen Benutzers oder für ein freigegebenes Postfach erteilt, lädt Outlook über die AutoErmittlung automatisch alle Postfächer, für die der Benutzer Vollzugriff hat. Hat der Benutzer jedoch für zahlreiche Postfächer Vollzugriff, kann es beim Starten von Outlook Leistungsprobleme geben. Daher können Administratoren die Funktion für automatische Zuordnungen in Exchange 2010 SP2 deaktivieren, indem sie den Wert des neuen Parameters Automapping für die Add-MailboxPermission-Cmdlets auf $false festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Deaktivieren der Outlook-Funktion für automatische Zuordnungen bei Postfächern mit Vollzugriff.

In Exchange 2010 SP2 werden fünf neue mehrwertige benutzerdefinierte Attribute eingeführt, mit denen Sie zusätzliche Informationen für E-Mail-Empfängerobjekte speichern können. Die Parameter ExtensionCustomAttribute1 bis ExtensionCustomAttribute5 können jeweils bis zu 1.300 Werte enthalten. Sie können mehrere Werte in Form einer durch Trennzeichen getrennten Liste angeben. Die folgenden Cmdlets unterstützen diese neuen Parameter:

  • Set-DistributionGroup

  • Set-DynamicDistributionGroup

  • Set-Mailbox

  • Set-MailContact

  • Set-MailPublicFolder

  • Set-RemoteMailbox

In Exchange 2010 SP2 ist es nicht möglich, ein Postfach zu deaktivieren oder zu verschieben, das dem Beweissicherungsverfahren unterliegt. Wenn Sie diese Einschränkung umgehen möchten, müssen Sie entweder das Beweissicherungsverfahren für das Postfach aufheben oder den neuen Switch-Parameter IgnoreLegalHold verwenden, wenn Sie das Postfach entfernen bzw. deaktivieren. Der Parameter IgnoreLegalHold wurde den folgenden Cmdlets hinzugefügt.

  • Disable-Mailbox

  • Remove-Mailbox

  • Disable-RemoteMailbox

  • Remove-RemoteMailbox

  • Disable-MailUser

  • Remove-MailUser

Unter Exchange 2010 SP1 war es erstmals möglich, die Installation in einem Hostingmodus mithilfe der /hosting-Option bei der Ausführung des Installationsskripts auszuführen. Unter Exchange 2010 SP2 hingegen wird die Installation von Exchange mithilfe der /hosting-Option jedoch nicht mehr empfohlen. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung der Mehrinstanzenfähigkeit.

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