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Übersicht über Windows SIM-Szenarien

Windows® System Image Manager (Windows SIM) erstellt und verwaltet Antwortdateien für die unbeaufsichtigte Windows Setup-Installation auf einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI).

Antwortdateien sind XML-basierte Dateien, die beim Ausführen von Windows Setup zum Konfigurieren und Anpassen der Windows-Standardinstallation verwendet werden.

Sie können Windows SIM beispielsweise zum Erstellen einer Antwortdatei verwenden, mit der ein Datenträger vor der Installation von Windows partitioniert und formatiert wird. Windows SIM ändert außerdem die Standardeinstellung für die Internet Explorer®-Homepage und konfiguriert Windows für das Starten im Überwachungsmodus nach der Installation. Durch Ändern der Einstellungen in der Antwortdatei können Sie mit Windows SIM auch Anwendungen von Drittanbietern, Gerätetreiber, Sprachpakete und andere Updates installieren.

noteHinweis
Mit Windows SIM wird nicht das Windows-Image selbst geändert. Windows SIM wird nur verwendet, um eine Antwortdatei zu erstellen. Beim Windows Setup wendet die Antwortdatei die Einstellungen auf die Windows-Installation an. Windows SIM ändert die Einstellungen in einer Windows-Imagedatei (WIM-Datei) nicht.

Bevor Sie eine Antwortdatei erstellen können, müssen Sie eine Katalogdatei (CLG-Datei) erstellen. Katalogdateien enthalten alle konfigurierbaren Einstellungen in einem einzelnen Windows-Image und die entsprechenden Werte der einzelnen Einstellungen.

Wir empfehlen, zum Erstellen der Katalogdateien die 32-Bit-Version von Windows SIM zu verwenden. Die folgende Tabelle zeigt die Architekturen von Windows SIM und die unterstützten Windows-Imagearchitekturen.

 

Windows SIM – Architektur Katalogerstellung für Windows-Images der folgenden Architekturtypen möglich

x86-Version von SIM

x86-basierte Systeme, x64-basierte Systeme und Windows® RT ARM-basierte Systeme

x64-Version von SIM

nur x64-basierte System

Sie können mit Windows SIM eine Antwortdatei erstellen, die beim Windows Setup verwendet wird. Sie können alle in einem Windows-Image verfügbaren Komponenten anzeigen, der Antwortdatei Komponenteneinstellungen hinzufügen sowie auswählen, wann eine Komponenteneinstellung angewendet werden soll, indem Sie diese einer bestimmten Konfigurationsphase hinzufügen.

Nachdem Sie einer Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation Komponenteneinstellungen hinzugefügt haben, können Sie die verfügbaren Einstellungen für jede Komponente anzeigen und anpassen. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Antwortdateien.

Sie können Windows SIM verwenden, um einer vorhandenen Antwortdatei Komponenten, Pakete oder andere Updates hinzuzufügen. Sie können auch eine vorhandene Antwortdatei für ein Windows-Image überprüfen, um sicherzustellen, dass die Einstellungen in der Antwortdatei auf ein bestimmtes Windows-Image angewendet werden können. Eine Antwortdatei wird üblicherweise einem bestimmten Windows-Image zugeordnet. Mit Windows SIM können Sie das Windows-Image sowie eine vorhandene Antwortdatei öffnen und an der Antwortdatei Änderungen vornehmen.

Windows SIM überprüft die Komponenteneinstellungen in der Antwortdatei und vergleicht sie mit den im Windows-Image verfügbaren Einstellungen. Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfen einer Antwortdatei.

Sie können mithilfe von Windows SIM während Windows Setup Gerätetreiber hinzufügen. Windows Setup verwendet folgende Arten von Treibern:

  • Mitgelieferte Treiber

    Windows Setup behandelt mitgelieferte Treiber wie Pakete.

  • Separate Treiber

    Mit Windows SIM können Sie bei Windows Setup separate (INF-basierte) Treiber hinzufügen. Diese separaten Treiber werden in der Regel während der Konfigurationsphase auditSystem verarbeitet. INF-basierte separate Treiber müssen sich in einem Distributionsfreigabe-Unterordner mit dem Namen "Out-of-Box Drivers" befinden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Dateien und Ordnern in einer Distributionsfreigabe.

  • Mit einer Windows Installer-Datei installierte mitgelieferte Treiber

    Mitgelieferte Treiber, für die eine Windows Installer-Datei erforderlich ist, werden auf die gleiche Weise hinzugefügt wie Anwendungen.

    noteHinweis
    Mit der Microsoft-Windows-PnpCustomizationsWinPE-Komponente müssen Sie erforderliche Startgerätetreiber hinzufügen, die während der Konfigurationsphase windowsPE für die Installation benötigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen von Gerätetreibern mit Windows Setup. Sie können auch die Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM) verwenden, um einem Offlineimage Gerätetreiber hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen und Entfernen von Treibern im Offlinemodus.

Sie können Windows SIM verwenden, um Anwendungen oder Treiber, die beim Windows Setup installiert werden sollen, einer Distributionsfreigabe hinzuzufügen. Auf einer Distributionsfreigabe können Sie alle Anwendungen, Gerätetreiber, Skripts oder anderen Ressourcen speichern, die Sie beim Windows Setup verfügbar machen.

Sie können weitere Anwendungen, Skripts und andere Binärdateien mithilfe eines Datenimages hinzufügen. Ein Datenimage wird ähnlich wie ein Windows-Image verpackt. Mithilfe des DISM-Tools (DISM.exe) können Sie eine Ordnerstruktur aufzeichnen, in der die Ressourcen enthalten sind, die Sie Windows (oder einer anderen Partition auf dem Computer) beim Windows Setup hinzufügen müssen. Sie können angeben, wo das Datenimage angewendet wird, indem Sie die DataImage-Einstellung in der Microsoft-Windows-Setup-Komponente verwenden. Weitere Informationen finden Sie im Thema zum Erstellen eines Datenimages.

Sie können auch die $OEM$ Folders-Ordnerstrukturen verwenden, um beim Windows Setup Binärdateien und andere Anwendungen in bestimmten Orten zu platzieren. Anwendungen werden von den Distributionsfreigaben über als $OEM$ Folders bezeichnete Unterordner hinzugefügt. Außerdem müssen Sie der Antwortdatei eine RunSynchronous-Einstellung hinzufügen, um die Windows Installer-Datei oder die EXE-Datei zu öffnen, mit der die Anwendung installiert wird. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Dateien und Ordnern in einer Distributionsfreigabe.

Mit Windows SIM können Sie einem Windows-Image Offlineupdates hinzufügen. Zu diesen Updates gehören Softwareupdates, Gerätetreiber, Sprachpakete und andere Pakete, die Microsoft bereitstellt.

DISM.exe ist das Tool, das Sie (mit oder ohne Antwortdatei) zum Anwenden von Paketen auf Windows verwenden. Jegliche Paketinstallation, Entfernung oder Änderung in der Antwortdatei wird auf das Windows-Image angewendet. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen oder Entfernen von Paketen im Offlinemodus.

In der Konfigurationsphase offlineServicing vorhandene Pakete werden auf das Windows-Offlineimage angewendet. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Windows-Imagedateien und -Katalogdateien.

Ein Konfigurationssatz ist eine Teilmenge der Dateien, die in einer explizit in einer Antwortdatei aufgerufenen Distributionsfreigabe verfügbar sind. Wenn Sie einen Konfigurationssatz erstellen, werden alle Dateien in einer Distributionsfreigabe, auf die in der Antwortdatei verwiesen wird, in einem bestimmten Ordner gespeichert. Die Pfade zu diesen Dateien werden in der Antwortdatei so aktualisiert, dass sie auf diesen bestimmten Ordner zeigen.

Konfigurationssätze sind kleinere, besser übertragbare Versionen einer Distributionsfreigabe. Ein Konfigurationssatz ist ideal für Installationen geeignet, die nicht auf eine Distributionsfreigabe zugreifen können. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Distributionsfreigaben und Konfigurationssätze.

Windows SIM importiert Pakete, die nicht Bestandteil einer Windows-Imagedatei (WIM) sind, in eine optionale Ordnergruppe, die als Distributionsfreigabe bezeichnet wird. Sie können die Pakete dann aus der Distributionsfreigabe einer Antwortdatei hinzufügen. Sie müssen zum Importieren eines Pakets in eine Distributionsfreigabe das Tool Windows SIM oder die CPI-APIs (Component Platform Interface) verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Distributionsfreigaben und Konfigurationssätze.

Sie können ein Paket auch direkt in eine Antwortdatei importieren. Die Antwortdatei enthält einen Zeiger auf den Pfad des Pakets.

Siehe auch

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