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Generalisieren einer Windows-Installation mit Sysprep

Letzte Aktualisierung: Oktober 2013

Betrifft: Windows 8, Windows 8.1, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2

Verwenden Sie Sysprep zum Generalisieren einer Windows-Installation. Soll ein Windows-Image auf unterschiedlichen PCs bereitgestellt werden, müssen Sie das Image zunächst vorbereiten. Sie können entweder das Systemvorbereitungstool (Sysprep) verwenden oder in einer Antwortdatei eine Einstellung angeben, um das Image im Rahmen der unbeaufsichtigten Installation vorzubereiten. Um das Image vorzubereiten, müssen Sie computerspezifische Informationen aus dem Image entfernen. Dies wird als Generalisieren (Verallgemeinern) des Images bezeichnet.

In den meisten Windows 8-Bereitstellungsszenarien ist es nicht mehr erforderlich, die Einstellung SkipRearm der Antwortdatei zu verwenden, um die Windows-Produktaktivierungsuhr zurückzusetzen, wenn der Befehl Sysprep mehrmals auf einem Computer ausgeführt wird. In Windows 8 wird der Windows-Lizenzierungsstatus mithilfe der Einstellung SkipRearm angegeben. Wenn Sie den Product Key einer Verkaufsversion oder einer Volumenlizenz angeben, wird Windows automatisch aktiviert. Sie können den Befehl Sysprep bis zu 8 weitere Male auf einem einzelnen Windows-Image ausführen. Wenn Sysprep 8-mal auf einem Windows 8-Image ausgeführt wurde, müssen Sie Ihr Windows-Image erneut erstellen. Weitere Informationen zu Windows-Komponenten und -Einstellungen, die Sie einer Antwortdatei hinzufügen können, finden Sie in der Referenz für das unbeaufsichtigte Windows Setup.

CautionVorsicht
Aktualisieren Sie Ihre Windows Store-Apps nicht über den Windows Store, bevor Sie sysprep /generalize ausgeführt haben. Sysprep generalisiert das Image in diesem Szenario nicht. Dies gilt auch für Windows Store-Apps, die im Lieferumfang von Windows 8 enthalten sind (z. B. Mail, Maps, Bing Finance, Bing News). Dies kann vorkommen, wenn Sie Ihre Installation im Überwachungsmodus als integrierter Administrator anpassen oder ein bestimmtes Benutzerkonto verwenden. Der folgende Fehler wird in den sysprep-Protokolldateien (%WINDIR%\System32\Sysprep\Panther) angezeigt:

<package name> was installed for a user, but not provisioned for all users. This package will not function properly in the sysprep image.

Für Sysprep /generalize ist es erforderlich, dass alle Dateien für sämtliche Benutzer bereitgestellt sind. Wenn Sie aber eine App aus dem Windows Store aktualisieren, wird diese App zu einer nicht bereitgestellten App und wird mit dem jeweiligen Benutzerkonto verknüpft.

Anstatt Ihre Apps über den Windows Store zu aktualisieren, sollten Sie Updates parallel zu Ihren Branchen-Apps laden oder es den Endbenutzern überlassen, die Apps auf deren eigenen PCs selbst über den Windows Store zu aktualisieren. Wenn in verwalteten Umgebungen der Zugriff auf den Windows Store von einem IT-Administrator deaktiviert ist, wird es Ihnen nicht möglich sein, die Windows 8 Store-Apps zu aktualisieren.

Weitere Informationen über das parallele Laden von Windows Store-Branchen-Apps finden Sie unter Querladen von Apps mit DISM sowie Anpassen der Startseite.

Wenn in der Netzwerkrichtlinienserver-Konfiguration (Network Policy Server, NPS) Ihres Servers RADIUS-Clients (Remote Authentication Dial-In User Service) oder Remote-RADIUS-Servergruppen definiert sind, sollten Sie diese Informationen vor der Bereitstellung auf einem anderen Computer entfernen. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten eines Netzwerkrichtlinienservers (NPS) für die Imageerstellung.

Inhalt dieses Themas:

Wenn Sie ein Windows-Image generalisieren, verarbeitet Windows Setup die Einstellungen in der Konfigurationsphase generalize. Sie müssen den Befehl Sysprep zusammen mit der Option /generalize ausführen, auch wenn der Referenzcomputer und der Imagecomputer über dieselbe Hardwarekonfiguration verfügen. Mit dem Befehl Sysprep /generalize werden eindeutige Informationen aus der Windows-Installation entfernt, sodass Sie das Image ohne Bedenken auf einem anderen PC wiederverwenden können. Sie können in der Konfigurationsphase generalize aber die Treiber beibehalten.

ImportantWichtig
Wenn Sie den Imagecomputer einrichten, installiert Windows Setup für jedes erkannte Gerät einen Treiber. Windows Setup entfernt diese Treiber standardmäßig, wenn Sie das System generalisieren. Wenn Sie das Image auf Computern mit der gleichen Hardware und den gleichen Geräte bereitstellen, soll Windows Setup wahrscheinlich genau diese Treiber wieder installieren. Sollen diese Treiber während der Systemgeneralisierung auf dem PC beibehalten werden, legen Sie die Einstellung "Microsoft-Windows-PnPSysprep | PersistAllDeviceInstalls" auf true fest. Weitere Informationen zu Sysprep-bezogenen Windows-Komponenten, die Sie einer Antwortdatei hinzufügen können, finden Sie in der Referenz für das unbeaufsichtigte Windows Setup.

Windows ersetzt nur die Sicherheits-ID (SID) des Computers im Betriebssystemvolume, wenn Sie Sysprep ausführen. Wenn Sysprep ein Image generalisiert, generalisiert der Befehl nur die allgemeine Partition. Wenn daher ein einzelner Computer mehrere Betriebssysteme hat, müssen Sie Sysprep für jedes Image einzeln ausführen.

  1. Fügen Sie Ihrer Antwortdatei eine der folgenden Einstellungen hinzu:

    • Verwenden Sie die Einstellung Microsoft-Windows-Deployment | Generalize. Legen Sie Mode auf OOBE oder Audit und ForceShutdownNow auf true fest. Der PC generalisiert das Image automatisch und fährt herunter.

      - Oder -

    • Fügen Sie die Einstellung Microsoft-Windows-Deployment | Reseal der Konfigurationsphase oobeSystem hinzu. Legen Sie Mode auf Audit fest. Verwenden Sie eine der folgenden Methoden, sobald der PC im Überwachungsmodus gestartet wurde und das Fenster Systemvorbereitungstool angezeigt wird:

      • Klicken Sie im Fenster Systemvorbereitungstool auf Verallgemeinern, auf Herunterfahren und dann auf OK. Der PC generalisiert das Image und fährt herunter.

        - Oder -

      • Schließen Sie das Fenster Systemvorbereitungstool, öffnen Sie als Administrator ein Eingabeaufforderungsfenster, und wechseln Sie dann in das Verzeichnis %WINDIR%\system32\sysprep. Verwenden Sie den Befehl Sysprep zusammen mit den Optionen /generalize, /shutdown und /oobe. Beispiele:

        Sysprep /generalize /shutdown /oobe
        
        Der PC generalisiert das Image und fährt herunter.

  2. Erfassen Sie das Image nach dem Herunterfahren des Computers mit einem Imageaufzeichnungstool. Sie können dazu den Befehl Dism /capture-image im Tool zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM) verwenden.

  3. Stellen Sie das Image auf einem Imagecomputer bereit. Wenn der Imagecomputer startet, zeigt er die Windows-Willkommensseite (OOBE) an.

Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen für das Automatisieren von OOBE und Konfigurieren von "Oobe.xml".

Wenn zusätzliche Anpassungen nötig sind, können Sie manuell in den Überwachungsmodus wechseln und diese Anpassungen vornehmen, bevor Sie das Image generalisieren und anpassen.

  1. Drücken Sie auf der Windows-Willkommensseite die Tastenkombination "STRG"+"UMSCHALTTASTE"+"F3". Windows startet den Computer im Überwachungsmodus neu, und das Fenster Systemvorbereitungstool wird angezeigt.

    CautionVorsicht
    Mit der Tastenkombination STRG+UMSCHALT+F3 werden nicht alle Teile des OOBE-Prozesses umgangen, z. B. das Ausführen von Skripts und das Anwenden von Antwortdateieinstellungen in der Konfigurationsphase oobeSystem.

  2. Fügen Sie die Anpassungen hinzu, die Sie einbeziehen möchten.

  3. Klicken Sie im Fenster Systemvorbereitungstool auf Verallgemeinern, auf Herunterfahren und dann auf OK. Der PC generalisiert das Image und fährt herunter.

    - Oder -

    Schließen Sie das Fenster Systemvorbereitungstool, öffnen Sie als Administrator ein Eingabeaufforderungsfenster, und wechseln Sie dann in das Verzeichnis %WINDIR%\system32\sysprep. Verwenden Sie den Befehl Sysprep zusammen mit den Optionen /generalize, /shutdown und /oobe. Beispiele:

    Sysprep /generalize /shutdown /oobe
    

    Der PC generalisiert das Image und fährt herunter.

  4. Erfassen Sie das Image nach dem Herunterfahren des Computers mit einem Imageaufzeichnungstool. Sie können dazu den Befehl Dism /capture-image im DISM-Tool verwenden.

  5. Stellen Sie das Image auf einem Imagecomputer bereit. Wenn der Imagecomputer startet, zeigt er die Windows-Willkommensseite (OOBE) an.

Weitere Informationen zum Überwachungsmodus finden Sie unter:

In Windows-Versionen vor Windows 8 können Sie Sysprep verwenden, um eine virtuelle Festplatte (VHD) zu generalisieren. In Windows 8 steht aber der Sysprep-VM-Modus zur Verfügung. Der VM-Modus generalisiert eine VHD, die Sie als VHD auf demselben virtuellen Computer oder Hypervisor bereitstellen. Dieser Modus unterstützt die schnelle Bereitstellung virtueller Computer. Der VM-Modus wird nur unterstützt, wenn Sie ihn von einem virtuellen Computer aus ausführen. Darüber hinaus kann der VM-Modus nur über die Befehlszeile aufgerufen werden. Sie können den VM-Modus nicht verwenden, um eine VHD für die Bereitstellung auf einem beliebigen Computer vorzubereiten.

  1. Öffnen Sie als Administrator ein Eingabeaufforderungsfenster, und wechseln Sie dann in das Verzeichnis %WINDIR%\system32\sysprep.

  2. Verwenden Sie den Befehl Sysprep zusammen mit den Optionen /generalize, /oobe und /mode:vm. Beispiele:

    Sysprep /generalize /oobe /mode:vm
    

    Der PC generalisiert das VHD-Image.

  3. Stellen Sie das generalisierte VHD-Image auf demselben virtuellen Computer bereit. Wenn der virtuelle Computer neu startet, zeigt er die Windows-Willkommensseite an.

Die einzigen zusätzlichen Optionen, die für den VM-Modus unterstützt werden, sind /reboot, /shutdown und /quit.

Siehe auch

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