Exemplarische Vorgehensweise: Installieren von Windows PE auf CD, USB-Speicherstick oder USB-Festplatte
Veröffentlicht: Februar 2012
Letzte Aktualisierung: Mai 2012
Betrifft: Windows 8, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012
Starten Sie einen Computer, der über kein Betriebssystem verfügt, mit Windows® Preinstallation Environment (Windows PE), um Windows installieren zu können. Wir empfehlen Ihnen, Windows PE auf einem Wechselmedium zu installieren, z. B. einer CD oder DVD, einem USB-Speicherstick oder einer USB-Festplatte. Da Windows PE in den Speicher startet, können Sie das Wechselmedium nach dem Start des Computers entfernen.
Inhalt dieses Themas:
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Schritt 1: Einrichten einer Windows PE-Erstellungsumgebung
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Schritt 2: Optimieren eines benutzerdefinierten Images (Optional)
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Schritt 3: Erstellen von Windows PE-Medien zum Start von RAM-Datenträgern
Sie benötigen Folgendes, um diese exemplarische Vorgehensweise durchzuführen:
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Einen Referenzcomputer, auf dem Windows 8 und Windows® Assessment and Deployment Kit (Windows ADK) installiert sind.
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Für den Test einen Zielcomputer, auf dem Windows 8 installiert ist.
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Wechselmedien: eine CD oder DVD, ein USB-Speicherstick oder eine externe USB-Festplatte. Das USB-Wechselmedium muss mindestens 64 MB größer sein als das Windows PE-Image – zuzüglich der Größe aller zusätzlichen Dateien oder Anwendungen, die Sie hinzufügen möchten.
Beachten Sie zudem folgende Hinweise, bevor Sie die exemplarische Vorgehensweise anwenden:
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Ein x64-basierter Unified Extensible Firmware Interface (UEFI)-Computer kann nur mit x64-Windows PE-Startdateien gestartet werden. Dies ist im BIOS anders. Im BIOS kann ein x64-basierter Computer mit x86-Windows PE-Startdateien gestartet werden.
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Auf einigen UEFI-Computern können Sie Windows nicht im BIOS-Kompatibilitätsmodus installieren und müssen zum UEFI-Kompatibilitätsmodus wechseln. Weitere Informationen finden Sie unter UEFI-Firmware.
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Bei Verwendung eines RAM-Datenträgers startet Windows PE direkt in den Speicher und erhält den Laufwerkbuchstaben X. Dieser Laufwerkbuchstabe stimmt nicht mit dem Medium überein, von dem aus Sie den Computer gestartet haben. Verwenden Sie bei jedem Neustart
Diskpart List volumezur Identifizierung von Laufwerkbuchstaben. -
Beim FAT32-Dateisystemformat ist die Dateigröße auf 4 GB und die Partitionsgröße auf 32 GB beschränkt.
In diesem Schritt richten Sie eine Windows PE-Erstellungsumgebung ein.
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Auf Ihrem Referenzcomputer: Klicken Sie auf Start, und geben Sie Bereitstellung ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Option für die Umgebung mit den Bereitstellungs- und Imageerstellungstools, und klicken Sie anschließend auf Als Administrator ausführen.
Ein Eingabeaufforderungsfensterder Umgebung mit den Bereitstellungs- und Imageerstellungstools wird geöffnet, in dem die Umgebungsvariablen automatisch auf alle notwendigen Tools verweisen. Standardmäßig werden alle Tools im Ordner "C:\Programme (x86)\Windows Kits\8.0\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools" (Windows-Installation mit 64 Bit) oder "C:\Programme\Windows Kits\8.0\Assessment and Deployment Kit\Deployment Tools" (Windows-Installation mit 32 Bit) installiert.
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Geben Sie an der Eingabeaufforderung den folgenden Copype-Befehl mit der Architektur und dem Arbeitsverzeichnis für die Windows PE-Dateien ein.
Copype amd64 C:\winpe_amd64
Die folgende Verzeichnisstruktur wird erstellt:
<Arbeitsverzeichnis> <Arbeitsverzeichnis>\media <Arbeitsverzeichnis>\mount
Hinweis Wenn Copype das Windows PE-Basisimage (Winpe.wim) in den Ordner <Arbeitsverzeichnis>\media\sources kopiert, benennt es das Basisimage von "Winpe.wim" in "Boot.wim" um.
Sie können startbare Medien mithilfe des Windows PE-Standardimages (Winpe.wim) erstellen. Optional können Sie das Windows PE-Standardimage anpassen, bevor Sie startbare Medien erstellen.
In diesem Schritt optimieren Sie ein benutzerdefiniertes Image, um seine Größe durch Profilerstellung zu verringern.
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Wie Sie ein benutzerdefiniertes Image erstellen, erfahren Sie unterExemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Images.
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Wie Sie dem Image eine benutzerdefinierte Anwendung oder ein Skript hinzufügen, erfahren Sie unter Hinzufügen einer Anwendung zu Windows PE.
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Wie Sie die Größe des benutzerdefinierten Images verringern, erfahren Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines optimierten Windows PE-Images mithilfe der Profilerstellung.
In diesem Schritt erstellen Sie ein Wechselmedium, das von einem RAM-Datenträger aus startbar ist: eine CD oder DVD, einen USB-Speicherstick oder eine externe USB-Festplatte.
Wenn Sie die mehrsprachige Benutzeroberfläche (Multilanguage User Interface, MUI) ändern müssen, um sie an Ihr Gebietsschema anzupassen, tun Sie dies, bevor Sie die ISO-Datei erstellen und das Image brennen. Wenn Sie die MUI ändern, werden Elemente wie Eingabeaufforderungen und Fehlermeldungen lokalisiert.
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Legen Sie auf dem Referenzcomputer eine CD oder DVD ein.
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Optional: Ändern Sie die MUI so, dass sie mit Ihrem Gebietsschema übereinstimmt:
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Kopieren Sie die MUI-Dateien für Ihr Gebietsschema in den Ordner "C:\winpe_amd64\media\", in dem sich die Windows PE-Dateien befinden.
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Verwenden Sie das BCDedit-Tool, um bootmgr in der Datei mit den Startkonfigurationsdaten (Boot Configuration Data, BCD) auf Ihr Gebietsschema festzulegen:
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Verwenden Sie für UEFI die folgende Syntax, in der <amd64> für die Architektur der Windows PE-Startdateien eines UEFI-Computers steht und <fr-fr> die Gebietsschema-ID (LCID) für Französisch (Frankreich) ist.
Bcdedit /store C:\winpe_<amd64>\media\EFI\Microsoft\Boot\BCD /set {bootmgr} locale <fr-fr> -
Verwenden Sie für BIOS die folgende Syntax, in der <x86> für die Architektur der Windows PE-Startdateien eines x86-BIOS-Computers steht und <fr-fr> die Gebietsschema-ID (LCID) für Französisch (Frankreich) ist.
Bcdedit /store C:\winpe_<x86>\media\sources\boot\BCD /set {bootmgr} locale <fr-fr>
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Verwenden Sie für UEFI die folgende Syntax, in der <amd64> für die Architektur der Windows PE-Startdateien eines UEFI-Computers steht und <fr-fr> die Gebietsschema-ID (LCID) für Französisch (Frankreich) ist.
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Erstellen Sie mit dem MakeWinPEMedia-Tool eine ISO-Datei. Beispiel:
Makewinpemedia /iso C:\winpe_amd64 C:\winpe_amd64\winpe_amd64.iso
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Brennen Sie die Imagedatei auf eine CD oder DVD.
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Starten Sie den Zielcomputer, ändern Sie ggf. die Startreihenfolge, und testen Sie die erstellte startbare CD bzw. DVD.
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Verbinden Sie einen USB-Speicherstick mit dem Referenzcomputer.
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Kopieren Sie die Windows PE-Dateien mit dem MakeWinPEMedia-Tool auf den USB-Speicherstick. Beispiel:
Makewinpemedia /ufd C:\winpe_amd64 F:
"F:\" steht dabei für den Laufwerkbuchstaben des USB-Speichersticks.
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Starten Sie den Zielcomputer, ändern Sie ggf. die Startreihenfolge, und testen Sie den erstellten startbaren USB-Speicherstick.
In diesem Schritt formatieren Sie eine externe Festplatte und kopieren dann die Windows PE-Startdateien darauf. Wenn Sie eine Partition für Windows PE erstellen, empfehlen wir Ihnen, eine zweite Partition zu erstellen, die als NTFS-Dateisystem formatiert ist.
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Verbinden Sie eine externe Festplatte mit dem Referenzcomputer.
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Verwenden Sie das Diskpart-Tool an einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten zur Formatierung der externen Festplatte (siehe nachfolgendes Beispiel). Windows PE erfordert eine aktive Partition, deren Größe der Größe des Windows PE-Images entspricht oder diese übersteigt.
Diskpart list disk select <Datenträgernummer> clean rem === 1. Create the system partition === create partition primary size=1500 active format quick fs=fat32 label="System" assign letter=S rem === 2. Create a data partition (optional). === rem This partition fills the rest of the disk. create partition primary format quick fs=ntfs label="Other Files" assign letter=O list vol exit
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Kopieren Sie die Windows PE-Startdateien in die Systempartition auf der externen Festplatte. Im folgenden Beispiel kopiert die Option "/s" Verzeichnisse und Unterverzeichnisse.
Xcopy C:\winpe_amd64\*.* E:\ S:\ /s
"E:\" steht hierbei für die externe Festplatte.
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Starten Sie den Zielcomputer, ändern Sie ggf. die Startreihenfolge, und testen Sie die erstellte startbare externe Festplatte.
Jetzt können Sie Windows PE in den Speicher starten und dazu verwenden, einen Computer ohne Betriebssystem zu starten, um Windows darauf zu installieren. Um die Startzeiten zu verkürzen, können Sie von einer einfachen Kopie des Windows PE-Images direkt starten, anstatt in den Speicher zu starten. Dieses Verfahren wird auch als direkte Installation von einem Datenträger bezeichnet. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Direkter Start von Windows PE.
Aufgaben
Exemplarische Vorgehensweise: Hinzufügen der Unterstützung mehrerer Sprachen zu Windows SetupReferenz
Copype (Befehlszeilenoptionen)Makewinpemedia (Befehlszeilenoptionen)
Oscdimg (Befehlszeilenoptionen)
Windows PE-Wartung (Befehlszeilenoptionen)
Begriffe
Starten von Windows PE von einem RAM-DatenträgerBCDboot (Befehlszeilenoptionen)
Weitere Ressourcen
Festplatten und Partitionen
