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Übersicht zu Festplatten und Partitionen

Letzte Aktualisierung: Oktober 2013

Betrifft: Windows 8, Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2

In diesem Thema werden verschiedene Festplatten- und Partitionskonfigurationen beschrieben, die bei der Bereitstellung von Windows® auf verschiedenen Computern möglicherweise vorliegen.

Sie können Windows auf einer Festplatte, z. B. auf einem Festplattenlaufwerk oder einem Festkörperlaufwerk, installieren. Um die Sicherheit zu erhöhen, können Sie vom Hersteller vorab verschlüsselte Festplatten verwenden. Ein Computer kann mehrere Laufwerke enthalten.

Bei einem Festkörperlaufwerk (Solid-State Drive, SSD) handelt es sich um ein Datenspeichergerät, das Festkörperspeicher zum Speichern persistenter Daten verwendet. Ein SSD muss über mindestens 16 GB Speicherplatz verfügen, damit Windows® 8 installiert werden kann. Weitere Informationen zu Überlegungen in Bezug auf Laufwerkspeicherplatz und RAM finden Sie unter Bereitstellung von Festkörperlaufwerken.

Sie können einige Advanced Format-Laufwerke verwenden, um zusätzlichen Festplattenspeicherplatz bereitzustellen.

Laufwerke mit Advanced Format 512-Emulation (512e) werden auf BIOS-basierten und UEFI-basierten Computern unterstützt.

Laufwerke mit Advanced Format 4K Native (4Kn) werden nur auf UEFI-basierten Computern unterstützt.

WarningWarnung
Für Laufwerke mit Advanced Format 4K Native (4-KB-per-sector) ist die minimale Partitionsgröße aufgrund einer Beschränkung des FAT32-Dateiformats 260 MB. Die minimale Partitionsgröße von FAT32-Laufwerken wird als Sektorgröße berechnet (4KB) x 65527 = 256 MB. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von UEFI-/GPT-basierten Festplattenpartitionen.

Um zum Schutz der Bereitstellungsumgebung beizutragen, können Sie eine vom Hersteller verschlüsselte Festplatte verwenden. Damit wird der nicht autorisierte Zugriff vor der Installation von Windows oder anderer Software verhindert. Weitere Informationen finden Sie unter Vom Hersteller verschlüsselte Festplatten.

Wenn Sie Windows auf einem Computer mit mehreren Festplatten installieren, können Sie mit dem Datenträgerpfad sicherstellen, dass die Images auf die dafür vorgesehenen Laufwerke angewendet werden.

Wählen Sie dazu mit dem Befehl diskpart SELECT DISK=<disk location path> die einzelnen Laufwerke aus. Beispiel:

SELECT DISK=PCIROOT(0)#PCI(0100)#ATA(C00T00L00)

noteHinweis
Das Systemlaufwerk wird im DiskPart-Tool möglicherweise nicht als Datenträger 0 aufgeführt. Vom System werden den Laufwerken beim Neustart möglicherweise unterschiedliche Nummern zugewiesen. Unterschiedliche Computer mit derselben Laufwerkkonfiguration können verschiedene Datenträgernummern besitzen.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Sie können die Festplatte in mehrere Partitionen unterteilen. Sie können separate System-, Wiederherstellungs-, Windows- oder Datenpartitionen erstellen.

Um die Sicherheit der Windows-Partition oder einer Datenpartition zu erhöhen, können Sie mit BitLocker die Partition verschlüsseln. Weitere Informationen finden Sie unter BitLocker-Laufwerkverschlüsselung.

Die Partitionstypen müssen mit der Firmware des Computers übereinstimmen. Sie können Windows® 8 und Windows Server® 2012 auf Festplatten installieren, die auf einem der folgenden Firmwaretypen basieren:

  • Basic Input/Output System (BIOS). Verwendet die Master Boot Record (MBR)-Partitionsstruktur.

  • Extensible Firmware Interface (EFI) (Klasse 1): Verwendet die GUID Partition Table (GPT)-Partitionsstruktur.

  • Unified Extensible Firmware Interface (UEFI)-Klasse 2: Verwendet die GPT-Partitionsstruktur. Sie beinhaltet außerdem ein Modul zur Kompatibilitätsunterstützung (Compatibility Support Module, CSM), das die Nutzung von BIOS-Funktionen, einschließlich der MBR-Partitionsstruktur, ermöglicht. Dieses Modul kann in der Firmware aktiviert bzw. deaktiviert werden.

  • Unified Extensible Firmware Interface (UEFI)-Klasse 3: Verwendet die GPT-Partitionsstruktur.

Wenden Sie sich an Ihren Hardwarehersteller, wenn Sie Ihren Systemtyp nicht kennen. Eine vollständige Beschreibung der UEFI-Klassendefinitionen finden Sie unter UEFI.org: Bewerten von UEFI mithilfe marktüblicher Plattformen und Lösungen.

Bei einer Systempartition handelt es sich um eine Partition, die die zum Laden von Windows erforderlichen hardwarespezifischen Dateien enthält.

Von Windows werden diese hardwarespezifischen Dateien während Windows Setup standardmäßig auf einer separaten Partition gespeichert. Dadurch wird die Verwendung folgender Elemente ermöglicht:

  • Sicherheitstools. Für einige Sicherheitstools, z. B. BitLocker, ist eine separate Systempartition erforderlich.

  • Wiederherstellungstools. Für einige Wiederherstellungstools, z. B. Windows-Wiederherstellungsumgebung (Windows Recovery Environment, Windows RE), ist eine separate Systempartition erforderlich.

  • Mehrere Betriebssysteme. Wenn auf einem Computer mehrere Betriebssysteme vorhanden sind (beispielsweise Windows® 8 und Windows® 7), wird eine Liste von Betriebssystemen angezeigt. Der Benutzer kann auswählen, welches Betriebssystem gestartet werden soll. Befinden sich die Systemstartdateien auf einer separaten Partition, kann eine Windows-Partition leichter entfernt oder die Partition leichter durch eine neue Kopie von Windows ersetzt werden.

Informationen zum Konfigurieren von Systempartitionen während der Anwendung von Images finden Sie unter Aufzeichnen und Anwenden von Windows-, System- und Wiederherstellungspartitionen.

Die MSR wird in UEFI-/GPT-Systemen zur Unterstützung von Softwarekomponenten verwendet, die früher ausgeblendete Sektoren verwendeten.

Weitere Informationen zum Konfigurieren von MSR-Partitionen finden Sie unter Konfigurieren von UEFI-/GPT-basierten Festplattenpartitionen.

Weitere Informationen zu MSR-Partitionen finden Sie unter Windows und GPT: Häufig gestellte Fragen.

Eine Wiederherstellungspartition kann eine Wiederherstellungslösung (z. B. Windows RE-Tools), ein Wiederherstellungsimage und/oder ein Wiederherstellungstool von Drittanbietern enthalten. Eine Wiederherstellungslösung kann zum Senken der Supportkosten beitragen, da Benutzern die schnelle Wiederherstellung der Werkseinstellungen auf einem Computer ermöglicht wird.

Es wird empfohlen, Windows RE-Tool-, System- und Hilfsprogrammpartitionen vor der Windows-Partition hinzuzufügen, da im Falle einer Wiederherstellung des gesamten Systems diese Partitionsreihenfolge verhindert, dass die Wiederherstellungstools die System- und Hilfsprogrammpartitionen überschreiben. Bei BIOS-/MBR-basierten Systemen wird empfohlen, die Windows RE-Tools in die Systempartition aufzunehmen, um die Gesamtanzahl der Partitionen zu verringern.

Es wird empfohlen, eine Partition mit einem separaten Wiederherstellungsimage nach der Windows-Partition hinzuzufügen, da Endbenutzer, die diesen Speicherplatz für ihre primäre Partition freigeben möchten, bei dieser Partitionsreihenfolge die Partition entfernen und anschließend die Windows-Partition erweitern können, um den freigegebenen Speicherplatz zu füllen.

Auf einer Datenpartition werden Benutzerdaten gespeichert. Eine separate Datenpartition kann die Wartung erleichtern, wenn das primäre Betriebssystem wahrscheinlich ersetzt wird oder mehrere Betriebssysteme, z. B. Windows® 8 und Windows® 7, auf demselben Computer vorhanden sind. Wenn auf einem Computer mehrere Festplatten vorhanden sind, wird eine Datenpartition vielleicht auf einem anderen Laufwerk gespeichert.

WarningWarnung
Bei typischen Konfigurationen mit einem Laufwerk wird die Verwendung einer separaten Datenpartition nicht empfohlen. Hierfür gibt es zwei Gründe:

  • Die Partition schützt vielleicht nicht automatisch außerhalb der Benutzerprofilordner gespeicherte Daten. Ein Gastbenutzer hat beispielsweise vielleicht Zugriff auf Dateien auf einer ungeschützten Datenpartition.

  • Wenn Sie den Standardspeicherort der Benutzerprofilordner in ein anderes Volume als das Systemvolume ändern, können Sie das Image nicht warten. Der Computer übernimmt möglicherweise keine Updates, Patches oder Service Packs für die Installation. Eine Liste der bekannten Probleme beim Ändern der Standardspeicherorte von Ordnern finden Sie unter Beschreibung bekannter Probleme mit der FolderLocation-Einstellung.

Siehe auch

Weitere Ressourcen

Festplatten und Partitionen

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