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Übersicht über die Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM)

Bei der Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM.exe) handelt es sich um ein Befehlszeilentool, das zum Warten eines Windows®-Images oder zum Vorbereiten eines Windows PE-Images (Windows Preinstallation Environment) verwendet werden kann. Sie können mit DISM ein Windows-Image (WIM-Datei) oder eine virtuelle Festplatte (Virtual Hard Disk, VHD) warten.

Das ImageX-Tool ist in Windows® 8 veraltet und wurde durch DISM für die Imageverwaltung ersetzt. Auch die Tools Paket-Manager (Pkgmgr.exe), PEimg und Intlcfg, die in früheren Bereitstellungstoolkits enthalten waren, wurden ersetzt. Der Funktionsumfang dieser Tools ist jetzt in einem Tool (DISM.exe) zusammengefasst. Zudem wurden neue Funktionen hinzugefügt, um die Offlinewartung zu verbessern.

Außer als Befehlszeilentool ist DISM auch über Windows PowerShell verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Cmdlets der Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM) in Windows PowerShell.

In diesem Thema wird Folgendes behandelt:

Sie können mit DISM ein Windows-Image aus einer WIM-, VHD- oder VHDX-Datei bereitstellen und warten sowie in bestimmten Fällen ein ausgeführtes Betriebssystem aktualisieren. DISM kann für ältere Windows-Images (WIM-Dateien) verwendet werden. Das Tool kann aber nicht für Windows-Images verwendet werden, die neuer sind als die installierte Version von Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK), in der DISM verteilt ist. DISM wird mit den Betriebssystemen Windows 8.1 und Windows® 8 installiert.

Eine vollständige technische Beschreibung des WIM-Formats finden Sie im Whitepaper zum Windows-Dateiformat für die Imageerstellung (WIM).

DISM kann zum Warten der folgenden Betriebssysteme verwendet werden:

  • Windows 8.1

  • Windows 8

  • Windows Server 2012 R2

  • Windows Server® 2012

  • Windows® 7

  • Windows Server® 2008 R2

  • Windows Server 2008 SP2

  • Windows PE 5.0

  • Windows PE 4.0

  • Windows Preinstallation Environment (Windows PE) 3.0

noteHinweis
Unter Windows Vista® mit Service Pack 1 (SP1) und Windows Server® 2008 kann DISM Windows-Images nicht von einer VHD bereitstellen. Sie müssen die VHD mit dem DiskPart-Tool anfügen, um das Image mit DISM warten zu können. Wenn Sie VHD-Images warten, die mit dem DiskPart-Tool angefügt wurden, werden die Änderungen bei jedem Vorgang automatisch übernommen und können nicht verworfen werden.

noteHinweis
Um mitgelieferte Treiber in einem Offlineimage von Windows Vista mit Service Pack 2 (SP2) oder Windows Server 2008 mit SP2 zu warten, müssen Sie die Windows 7-Version von DISM oder PkgMgr verwenden. Die Windows 7-Version von DISM ist in den Betriebssystemen Windows 7 und Windows PE 3.0 verfügbar oder kann mit Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) oder Windows OEM Preinstallation Kit (Windows OPK) für Windows 7 installiert werden.

Eine Liste der unterstützten Plattformen und Architekturtypen finden Sie unter Von DISM unterstützte Plattformen.

Bei WIM-Dateien können Sie DISM für folgende Aufgaben einsetzen:

  • Aufzeichnen und Anwenden von Windows-Images

  • Anfügen und Löschen von Images in einer WIM-Datei

  • Aufteilen von WIM-Dateien in mehrere kleinere Dateien

Bei WIM-, VHD- oder VHDX-Dateien können Sie DISM für folgende Aufgaben einsetzen:

  • Hinzufügen, Entfernen und Aufzählen von Paketen

  • Hinzufügen, Entfernen und Aufzählen von Treibern

  • Aktivieren oder Deaktivieren von Windows-Features

  • Übernehmen von Änderungen basierend auf dem Abschnitt offlineServicing einer Antwortdatei (Unattend.xml)

  • Konfigurieren von internationalen Einstellungen

  • Aktualisieren eines Windows-Images auf eine andere Edition

  • Vorbereiten eines Windows PE-Images

  • Nutzen der Vorteile einer besseren Protokollierung

  • Warten von früheren Windows-Versionen, z. B. Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista mit dem neuesten Service Pack und Windows Server 2008

  • Warten aller Plattformen (32-Bit und 64-Bit)

  • Warten eines 32-Bit-Images von einem 64-Bit-Host aus und Warten eines 64-Bit-Images von einem 32-Bit-Host aus. Weitere Informationen finden Sie weiter unten im Abschnitt "Einschränkungen".

  • Nutzen älterer Paket-Manager-Skripts

Lösungen für die Imagewartung und -verwaltung lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:

  • Verwalten der im Windows-Image enthaltenen Daten oder Informationen, einschließlich Aufzählen oder Erfassen des Bestands der Komponenten, Updates, Treiber oder Anwendungen in einem Image, Aufzeichnen oder Aufteilen eines Images, Anfügen oder Löschen von Images in einer WIM-Datei sowie Bereitstellen eines Images

  • Warten des Images selbst, einschließlich Hinzufügen oder Entfernen von Treiberpaketen und Treibern, Ändern der Spracheinstellungen, Aktivieren oder Deaktivieren von Windows-Features und Aktualisierten auf eine höhere Edition von Windows

Hier finden Sie einige allgemeine Szenarien für die Imagewartung und -verwaltung:

 

Aufgaben

Aufzeichnen eines Images und Speichern des Images als WIM-Datei

Auflisten aller Images in einer WIM-, VHD- oder VHDX-Datei

Verwalten mehrerer Images in einer einzelnen WIM-Datei durch Anfügen, Entfernen oder Aufzählen der Images

Vorbereiten eines Windows PE-Images

Auflisten der Informationen zu einem Windows PE-Image

Bereitstellen eines Windows-Images

Auflisten bestimmter Informationen zu einem von einer WIM-, VHD- oder VHDX-Datei bereitgestellten Image, einschließlich des Bereitstellungsverzeichnisses, des Bereitstellungsstatus und des Index der einzelnen Images in einer WIM-Datei

Auflisten aller Treiber in einem Image oder von Informationen zu einem bestimmten Treiber

Hinzufügen von Standardtreibern oder erforderlichen Starttreibern, um neue Hardware zu unterstützen

Hinzufügen von Betriebssystemupdates wie Hotfixes und Windows-Features

Hinzufügen oder Entfernen eines Sprachpakets und Konfigurieren internationaler Einstellungen

Auflisten aller internationalen Einstellungen und Sprachen in einem Image

Problembehandlung durch Integrationsstatus und Protokollierung

Verwalten mehrerer Imageversionen

Auflisten aller Features in einem Paket oder spezieller Informationen zu einem Windows-Feature

Prüfen der Anwendbarkeit einer MSP-Datei für Windows® Installer

Aktualisieren mehrerer Windows-Editionen durch Aktualisieren eines einzelnen Images

Aktualisieren auf eine höhere Edition von Windows

Auflisten aller Windows-Editionen, auf die ein Image aktualisiert werden kann

Anwenden der Einstellungen in einer Antwortdatei (Unattend.xml)

Aufteilen einer großen WIM-Datei in mehrere kleinere Dateien, damit sie auf die ausgewählten Medien passt

Remoteinstallation: Die Installation von Paketen auf einem Remotecomputer über ein Netzwerk wird nicht unterstützt. Das Windows-Image muss auf dem lokalen System vorhanden sein. Mit DISM kann auf Pakete auf einer Netzwerkfreigabe zugegriffen werden. Diese müssen jedoch in ein temporäres und beschreibbares Verzeichnis (wird als Scratchverzeichnis bezeichnet) kopiert werden. Es wird empfohlen, für jedes installierte Paket ein eindeutiges Scratchverzeichnis auf einem lokalen Laufwerk zu verwenden. Der Inhalt des Scratchverzeichnisses kann nach der Installation gelöscht werden.

Antwortdateien: Wenn Sie für ein Image eine Antwortdatei (Unattend.xml) festlegen, werden nur die in der Konfigurationsphase offlineServicing angegebenen Einstellungen angewendet. Alle anderen Einstellungen in der Antwortdatei werden ignoriert. Weitere Informationen finden Sie unter DISM-Befehlszeilenoptionen zum Warten der unbeaufsichtigten Installation.

Versionskompatibilität: DISM kann für Zielimages von älteren Windows-Betriebssystemen verwendet werden, aber nicht für Zielimages von Betriebssystemen, die neuer sind als die installierte Version von Windows ADK, in der DISM verteilt ist.

Service Packs: Service Packs müssen online mit dem eigenständigen Windows-Updateinstallationsprogramm installiert werden. Weitere Informationen zum eigenständigen Windows Updateinstallationsprogramm finden Sie unter Beschreibung des eigenständigen Windows Update Installer unter Windows.

Verwendung einer Antwortdatei zum Berücksichtigen von Paketabhängigkeiten: Bei einigen Paketen ist es erforderlich, vorher andere Pakete zu installieren. Aufgrund dieser Abhängigkeitsanforderung sollten Sie bei der Installation mehrerer Pakete eine Antwortdatei verwenden. Durch das Anwenden einer Antwortdatei mithilfe von DISM können mehrere Pakete in der richtigen Reihenfolge installiert werden. Dies ist die bevorzugte Methode für die Installation mehrerer Pakete.

Paketinstallationsreihenfolge: Pakete werden in der Reihenfolge installiert, in der sie in der Befehlszeile aufgelistet sind. Im folgenden Beispiel werden "1.inf", "2.inf" und "3.inf" gemäß ihrer Reihenfolge in der Befehlszeile installiert.

DISM.exe /image:"c:\images\Image1" /Add-Driver /ForceUnsigned /DriverName:"C:\Drivers\1.inf" /DriverName:"C:\Drivers\2.inf" /DriverName:"C:\Drivers\3.inf"

Dynamik der unterstützten Wartungsbefehle: Welche Befehle und Optionen zum Warten eines Images zur Verfügung stehen, richtet sich nach der gewarteten Windows-Betriebssystem und danach, ob es sich um ein Offlineimage oder um ein derzeit ausgeführtes Betriebssystem handelt.

Keine Unterstützung mehrerer Dateien für die unbeaufsichtigte Installation: Sie können in einer Befehlszeile mehrere Treiber oder Pakete angeben. Mehrere "Unattend.xml"-Antwortdateien werden jedoch nicht unterstützt. In einer Befehlszeile kann nur eine einzige Antwortdatei angegeben werden.

Keine Unterstützung für mehrere Wartungsbefehle: Sie können in einer Befehlszeile mehrere Treiber (1.inf, 2.inf) oder Pakete angeben, aber nicht mehrere Befehle (z. B. /Add-Driver/Remove-Driver oder /Add-Driver/Add-Package).

Protokollierung auf einer Netzwerkfreigabe: Wenn Sie einen Computer verwenden, der keiner Netzwerkdomäne angehört, legen Sie mit dem Befehl net use und Domänenanmeldeinformationen zunächst die Zugriffsberechtigungen fest, bevor Sie den Pfad für das DISM-Protokoll angeben, das auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert ist.

Platzhalter: Platzhalter werden in DISM-Befehlszeilen nicht unterstützt.

Installation eines Sprachpakets nach einem Update: Wenn Sie ein Update installieren (Hotfix, allgemeine Vertriebsversion [GDR] oder Service Pack [SP]), das sprachabhängige Ressourcen enthält, bevor Sie ein Sprachpaket installieren, werden die im Update enthaltenen sprachspezifischen Änderungen nicht angewendet. Installieren Sie die Sprachpakete immer vor den Updates.

Siehe auch

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