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Überlegungen zu Windows-Upgrades und -Migrationen

Dateien und App-Einstellungen können zu neuer Hardware unter dem Windows(R)-Betriebssystem migriert oder bei einem Betriebssystemupgrade auf dem gleichen PC beibehalten werden. Dieses Thema enthält eine Zusammenfassung der Microsoft(R)-Tools zum installationsübergreifenden Verschieben von Dateien und Einstellungen sowie besondere Aspekte, die beim Ausführen eines Upgrades oder einer Migration zu berücksichtigen sind.

Sie können ein Upgrade von einer früheren Windows-Version vornehmen. Dies bedeutet, dass Sie die neue Windows-Version installieren und Ihre Apps, Dateien und Einstellungen so beibehalten können, wie sie in der vorherigen Windows-Version vorhanden waren. Falls Sie anstelle eines Upgrades eine benutzerdefinierte Installation von Windows ausführen, werden die Apps und Einstellungen nicht beibehalten. Ihre persönlichen Dateien sowie alle Windows-Dateien und -Verzeichnisse werden in einen Ordner „Windows.old“ verschoben. Sie können auf die Daten im Ordner „Windows.old“ zugreifen, nachdem Windows Setup abgeschlossen wurde.

Ihnen stehen Migrationstools zur Verfügung, mit denen Sie Einstellungen von einem PC unter Windows auf einen anderen übertragen können. Diese Tools übertragen lediglich die App-Einstellungen, aber nicht die Apps selbst.

Weitere Informationen zur App-Kompatibilität finden Sie unter Application Compatibility Toolkit.

User State Migration Tool (USMT) 5.0 ist eine Microsoft-App für Administratoren, die große automatisierte Bereitstellungen ausführen. Bei Bereitstellungen für eine geringe Anzahl von PCs oder individuell angepassten Bereitstellungen können Sie Windows-EasyTransfer verwenden.

Windows-EasyTransfer ist ein Software-Assistent, mit dem Sie Dateien und Einstellungen von einem PC unter Windows auf einen anderen übertragen können. Er unterstützt Sie beim Auswählen der auf den Ziel-PC zu verschiebenden Elemente, ermöglicht Ihnen das Festlegen der gewünschten Migrationsmethode und führt dann die Übertragung aus. Nach Abschluss der Übertragung können Sie den Windows-EasyTransfer-Berichten entnehmen, welche Elemente übertragen wurden. Darüber hinaus finden Sie in den Berichten eine Liste mit Apps, die Sie auf dem Ziel-PC installieren können, und Links zu anderen Apps, die Sie herunterladen können.

Mit Windows-EasyTransfer lassen sich Dateien und Einstellungen per Netzwerkfreigabe, USB-Speicherstick oder EasyTransfer-Kabel übertragen. Die Verwendung eines regulären USB-Kabels für die Übertragung von Dateien und Einstellungen mit Windows-EasyTransfer ist nicht möglich. Ein EasyTransfer-Kabel können Sie im Internet, beim Computerhersteller oder in einem Elektronikfachgeschäft erwerben.

Mit USMT können Sie die Migration bei umfangreichen Windows-Betriebssystembereitstellungen automatisieren. USMT steuert anhand von konfigurierbaren XML-Migrationsregeldateien exakt, welche Benutzerkonten, Benutzerdateien, Betriebssystemeinstellungen sowie App-Einstellungen migriert werden und wie sie migriert werden. USMT kann sowohl für parallele Migrationen, bei denen ein Hardwareteil ausgetauscht wird, als auch für Migrationen vom Typ Löschen und Laden (auch bezeichnet als Auffrischungsmigrationen) verwendet werden, bei denen nur das Betriebssystem aktualisiert wird.

Weitere Informationen zu USMT finden Sie unter Technische Referenz zu USMT (User State Migration Tool).

Sowohl bei einem Upgrade als auch bei einer Migration zu einer neuen Windows-Version müssen die folgenden Probleme und Überlegungen berücksichtigt werden:

Weitere Informationen zur App-Kompatibilität unter Windows finden Sie im Thema zum Application Compatibility Toolkit (ACT).

Bei Windows-Upgrades in mehreren Sprachen unterstützt USMT keine sprachübergreifenden Upgrades. Beim Upgrade oder bei der Migration eines Betriebssystems mit mehreren installierten Language Packs kann nur ein Upgrade oder eine Migration auf die standardmäßige Benutzeroberflächensprache des Systems ausgeführt werden. Ist die Standardsprache also z. B. Englisch und ein spanisches Language Pack installiert, kann nur ein Upgrade oder eine Migration auf die englische Version ausgeführt werden.

Bei Verwendung eines einsprachigen Windows-Images, das der standardmäßigen Benutzeroberflächensprache des mehrsprachigen Betriebssystems entspricht, kann eine Migration ausgeführt werden. Allerdings werden alle Language Packs entfernt und müssen nach Abschluss des Upgrades wieder installiert werden.

Wenn Sie beim Upgrade einer älteren Windows-Version die Datei „Errorhandler.cmd“ verwenden möchten, müssen Sie sie in das Verzeichnis „%WINDIR%\Setup\Scripts“ der alten Installation kopieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Befehle in „Errorhandler.cmd“ ausgeführt werden, wenn in der Kompatibilitätsphase von Windows Setup Fehler auftreten.

Weitere Informationen zu „Errorhandler.cmd“ finden Sie unter Hinzufügen eines benutzerdefinierten Skripts zu Windows Setup.

Während der Windows Setup-Konfigurationsphase specialize wird auf mit NTFS formatierten Laufwerken, auf denen sich kein Betriebssystem befindet, die Stamm-Zugriffssteuerungsliste (Access Control List, ACL) auf das standardmäßige ACL-Format von Windows XP festgelegt. Die ACLs auf diesen Laufwerken werden geändert, um authentifizierten Benutzern das Ändern des Zugriffs auf Ordner und Dateien zu ermöglichen.

Werden die standardmäßigen Windows XP-ACLs auf eine Partition mit einer großer Menge von Daten angewendet, kann sich das Ändern der ACLs negativ auf die Leistung von Windows Setup auswirken. Aufgrund dieser möglichen Leistungsbeeinträchtigung lässt sich dieses Feature durch Ändern des folgenden Registrierungswerts deaktivieren:

Key: HKLM\System\Setup
Type: REG_DWORD 
Value: "DDACLSys_Disabled" = 1

Ist dieser Registrierungswert vorhanden und auf 1 festgelegt, ist das Feature deaktiviert.

Siehe auch

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