Exemplarische Vorgehensweise: Bereitstellen einer virtuellen Festplatte für systemeigenen Start
Letzte Aktualisierung: Mai 2012
Betrifft: Windows 8, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012
In dieser exemplarischen Vorgehensweise wird beschrieben, wie Sie eine virtuelle Festplatte (Virtual Hard Disk, VHD) unter Windows® 8 für den systemeigenen Start erstellen und konfigurieren. Bei einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start handelt es sich um eine virtuelle Festplatte, die als ausgeführtes Betriebssystem auf designierter Hardware ohne übergeordnetes Betriebssystem verwendet werden kann. Dies unterscheidet sich von einem Szenario, in dem eine virtuelle Festplatte auf einem PC mit übergeordnetem Betriebssystem mit einem virtuellen PC verbunden ist.
Virtuelle Festplatten können ohne einen virtuellen PC oder Hypervisor auf PCs angewendet werden, auf denen keine anderen Windows-Installationen (zur Verwendung als virtuelle Festplatte mit systemeigenem Start) vorhanden sind. (Ein Hypervisor ist eine Softwareschicht unterhalb des Betriebssystems, in der virtuelle PCs ausgeführt werden.) Dies ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitsauslastung, da sich Images für virtuelle PCs und designierte Hardware mittels einer einzelnen Gruppe von Tools verwalten lassen.
Hinweis |
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| In dieser exemplarischen Vorgehensweise wird beschrieben, wie Sie die virtuelle Festplatte auf einem PC bereitstellen, auf dem sich keine anderen Windows-Installationen befinden. Weitere Informationen zum Bereitstellen mehrerer virtueller Festplatten mit systemeigenem Start auf einem einzelnen PC oder zum Bereitstellen virtueller Festplatten auf PCs mit übergeordnetem Betriebssystem finden Sie unter Hinzufügen einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start zum Startmenü. |
Sie benötigen Folgendes, um diese exemplarische Vorgehensweise abzuschließen:
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Einen Referenz-PC, auf dem Windows® 7 oder Windows® 8 ausgeführt wird. Ein Referenz-PC ist ein beliebiger PC, auf dem Windows® Assessment and Deployment Kit (Windows ADK)-Tools installiert sind.
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Eine Windows 8-Imagedatei (WIM-Datei).
Hinweis Verwenden Sie ein generalisiertes Windows-Image. Ein spezialisiertes Image ist ein an einen bestimmten PC angepasstes Image, während ein generalisiertes Image auf einer Reihe von PCs bereitgestellt werden kann. Weitere Informationen zu den Konfigurationsphasen specialize und generalize finden Sie unter Windows Setup-Konfigurationsphasen. -
Einen Windows PE-Datenträger für Windows 8. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Installieren von Windows PE auf CD, USB-Speicherstick oder USB-Festplatte.
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Einen Ziel-PC zum Installieren der virtuellen Festplatte. Auf diesem PC müssen mindestens 30 Gigabytes (GB) an freiem Speicherplatz zur Verfügung stehen. Die virtuelle Festplatte kann auf einem PC, auf dem bereits andere Betriebssysteminstallationen ausgeführt werden, oder auch als einziges Betriebssystem des PCs installiert werden.
Weitere Informationen zum Verwenden virtuellen Festplatten in einer Unternehmensumgebung finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Festplatten mit systemeigenem Start.
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Verwenden Sie auf dem Referenz-PC das DiskPart-Tool, um eine neue virtuelle Festplatte zu erstellen, anzufügen, zu partitionieren und zu formatieren. Verwenden Sie zum Anfügen einer virtuellen Festplatte den Befehl Attach vdisk. Dadurch wird dem Speichercontroller auf dem Host die VHD- oder VHDX-Datei als Datenträger hinzugefügt. Dieser virtueller Datenträger wird am Ende des Verfahrens als Laufwerk „V:“ angezeigt. Durch den Befehl Detach wird der virtuelle Datenträger nicht mehr auf dem Host angezeigt.
In diesem Beispiel wird eine feste virtuelle Festplatte mit einer Größe von 25 GB erstellt. Weitere Informationen zu den Arten von virtuellen Festplatten finden Sie unter Grundlegendes zu virtuellen Festplatten mit systemeigenem Start. Weitere Informationen zum DiskPart-Tool finden Sie auf dieser Microsoft-Website.
Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
diskpart create vdisk file=C:\windows.vhd maximum=25600 type=fixed select vdisk file=C:\windows.vhdx attach vdisk create partition primary assign letter=v format quick label=vhd exit
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Verwenden Sie das Tool zur Abbildverwaltung für die Bereitstellung (DISM), um die WIM-Datei auf die primäre Partition der virtuellen Festplatte anzuwenden. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
Dism /apply-image /imagefile:install.wim /index:1 /ApplyDir:V:\
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Verwenden Sie das DiskPart-Tool, um den virtuellen Datenträger zu trennen, nachdem Sie das Image angewendet haben. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
diskpart select vdisk file=C:\windows.vhdx detach vdisk exit
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Kopieren Sie die VHD-Datei an eine Netzwerkfreigabe oder auf eine USB-Festplatte. Beispielsweise:
net use n: \\server\share\ md N:\VHDs copy C:\windows.vhdx n:\VHDs\
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Starten Sie den Ziel-PC mithilfe des startbaren Windows PE-Mediums.
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Bereinigen Sie die Festplatte mithilfe des DiskPart-Tools.Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
Vorsicht Durch Ausführen dieses Befehls werden alle Informationen auf dem PC gelöscht. Führen Sie den Befehl nicht aus, wenn Sie eine virtuelle Festplatte bereitstellen und auf dem Ziel-PC die vorhandene Bereitstellung einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start oder ein ausgeführtes Betriebssystem beibehalten möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start zum Startmenü.
diskpart select disk 0 clean
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Erstellen Sie eine Systempartition. In diesem Beispiel wird eine Systempartition mit einer Größe von 300 Megabytes (MB) verwendet. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
create partition primary size=300 format quick fs=ntfs assign letter=s active
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Erstellen Sie eine primäre Partition. In diesem Beispiel erhält die primäre Partition den restlichen Speicherplatz. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
create partition primary format quick fs=ntfs assign letter=c exit
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Kopieren Sie die VHD-Datei auf den Ziel-PC. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
copy N:\VHDs\Windows.vhdx C:
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Fügen Sie die virtuelle Festplatte auf dem Ziel-PC mithilfe des DiskPart-Tools an. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
diskpart select vdisk file=C:\windows.vhdx attach vdisk
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Beim Anfügen wird der virtuellen Festplatte ein Volumebuchstabe zugewiesen. Suchen Sie in der Volumeliste den Buchstaben, der der virtuellen Festplatte zugeordnet ist, und beenden Sie anschließend das DiskPart-Tool. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
list volume select volume <volume_number_of_attached_VHD> assign letter=v exit
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Kopieren Sie mit dem BCDboot-Tool, das sich im Verzeichnis „\System32“ der virtuellen Festplatte für Windows 8 oder auf einem Windows PE-Medium für Windows 8 befindet, die Startumgebungsdateien aus dem Verzeichnis „\Windows“ der virtuellen Festplatte in die Systempartition. Vom BCDboot-Tool wird die BCD-Konfiguration erstellt, um von der virtuellen Festplatte zu starten. Weitere Informationen zum BCDboot-Tool finden Sie unter BCDboot (Befehlszeilenoptionen).
Geben Sie an einer Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:
cd v:\windows\system32 bcdboot v:\windows
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Trennen Sie den virtuellen Datenträger mithilfe des DiskPart-Tools. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:
diskpart select vdisk file=C:\windows.vhdx detach vdisk exit
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Starten Sie den Ziel-PC neu.
Vom Windows 8-Start-Manager wird das Windows 8-Betriebssystemimage gestartet, das in der VHDX-Datei enthalten ist.
Wenn Sie auf dem gleichen PC eine zweite virtuelle Festplatte mit systemeigenem Start bereitstellen möchten, können Sie die Datei kopieren und sie mithilfe des BCDedit-Tools dem vorhandenen Menü BCDboot hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen einer virtuellen Festplatte mit systemeigenem Start zum Startmenü.
