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Clusterfähiges Aktualisieren: Häufig gestellte Fragen

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: August 2012

Betrifft: Windows Server 2012

Das clusterfähige Aktualisieren (Cluster-Aware Updating, CAU) ist ein Feature in Windows Server® 2012, das Softwareupdates auf allen Servern in einem Failovercluster auf eine Art und Weise orchestriert, die sich nicht stärker auf die Dienstverfügbarkeit auswirkt als ein geplantes Failover eines Clusterknotens. Bei einigen Anwendungen mit stets verfügbaren Features (z. B. Hyper-V mit Livemigration oder Dateiserver mit SMB Transparent Failover) kann durch CAU eine automatisierte Clusteraktualisierung ohne Auswirkungen auf die Dienstverfügbarkeit orchestriert werden.

Nein Mit CAU wird nur die Clusteraktualisierung auf Computern mit dem Betriebssystem Windows Server 2012 oder Windows® 8 orchestriert.

Nein CAU ist der Typ der Clusteranwendung unbekannt. CAU ist eine externe Orchestrierungslösung, die über die Cluster-APIs und Windows PowerShell®-Cmdlets gelagert ist. Daher kann mit CAU die Aktualisierung für eine beliebige geclusterte Anwendung orchestriert werden, die in einem Failovercluster von Windows Server 2012 konfiguriert ist.

noteHinweis
Für Windows Server 2012 wurden nur die folgenden geclusterten Arbeitsauslastungen für CAU getestet und zertifiziert: SMB, Hyper-V, DFS-Replikation, DFS-Namespaces, iSCSI und NFS.

Ja. Standardmäßig wird CAU für die Nutzung der Dienstprogramm-APIs von Windows Update-Agent (WUA) auf den Clusterknoten konfiguriert. Die WUA-Infrastruktur kann so konfiguriert werden, dass sie auf Microsoft Update und Windows Update oder auf die Windows Server Update Services (WSUS) als Updatequelle verweist.

Ja. Standardmäßig wird CAU für die Nutzung der Dienstprogramm-APIs von Windows Update-Agent (WUA) auf den Clusterknoten konfiguriert. Die WUA-Infrastruktur kann so konfiguriert werden, dass sie auf Microsoft Update und Windows Update oder auf die Windows Server Update Services (WSUS) als Updatequelle verweist.

Standardmäßig nicht. Updates von Versionen mit eingeschränkter Verteilung (Limited Distribution Release, LDR) werden nicht über Microsoft Update oder Windows Update veröffentlicht. Daher können sie nicht vom Dienstprogramm Windows Update-Agent (WUA) heruntergeladen werden, das standardmäßig durch CAU orchestriert wird.

CAU weist jedoch eine erweiterbare Architektur auf, die die Bereitstellung neuer Plug-Ins unterstützt. Wenn Sie über ein Plug-In verfügen, das LDR-Updates unterstützt, können Sie eine CAU-Aktualisierungsausführung konfigurieren, um die Installation von LDR-Updates mithilfe dieses Plug-Ins zu orchestrieren.

Ja. Wenn es sich bei den kumulativen Updates um Updates von Versionen mit allgemeiner Verteilung handelt, werden sie von CAU angewendet. Wenn es sich um LDR-Updates handelt, sehen Sie sich die vorherige Frage an.

Ja. CAU unterstützt die folgenden Aktualisierungsmodi, bei denen Updates jeweils geplant werden können:

Remoteaktualisierung Hiermit können Sie jederzeit auf einem Computer unter Windows 8 oder Windows Server 2012 eine Aktualisierungsausführung starten. Sie können eine Aktualisierungsausführung über die Benutzeroberfläche oder mithilfe des Cmdlets Invoke-CauRun Windows PowerShell starten. Die Remoteaktualisierung ist der Standardaktualisierungsmodus für CAU. Mit der Aufgabenplanung können Sie das Cmdlet Invoke-CauRun nach einem gewünschten Zeitplan auf einem Remotecomputer ausführen, bei dem es sich nicht um einen der Clusterknoten handelt.

Selbstaktualisierung Hiermit kann sich der Cluster gemäß eines definierten Profils und regelmäßigen Zeitplans (z. B. während eines monatlichen Wartungszeitfensters) selbst aktualisieren. Wenn Sie den Selbstaktualisierungsmodus aktivieren möchten, müssen Sie dem Cluster die CAU-Clusterrolle hinzufügen. Das Selbstaktualisierungsfeature von CAU wird wie jede andere geclusterte Arbeitslast ausgeführt, und es kann problemlos für die geplanten und ungeplanten Failover eines Orchestrierungscomputers verwendet werden.

Ja. CAU weist in dieser Hinsicht keine Einschränkungen auf. Das Ausführen von Softwareupdates auf einem Server (mit den zugehörigen potenziellen Neustarts) während einer Sicherung ist jedoch keine bewährte IT-Methode. Beachten Sie, dass von CAU nur Cluster-APIs verwendet werden, um Ressourcenfailover und -failbacks zu bestimmen. Daher ist CAU der Serversicherungsstatus nicht bekannt.

Ja. Eine Serveradministrator sollte die folgenden Ebenen der Interoperabilität zwischen System Center Configuration Manager und CAU berücksichtigen:

Koexistenz CAU ist ein Tool, das Softwareupdates auf einem Clusterknoten orchestriert, und von Configuration Manager werden auch Serversoftwareupdates ausgeführt. Es ist wichtig, diese Tools so zu konfigurieren, dass sie keine überlappende Abdeckung derselben Server in einer Rechenzentrumsbereitstellung aufweisen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Absicht hinter der Verwendung von CAU nicht versehentlich aufgehoben wird, da von Configuration Manager gesteuerte Aktualisierungen keine Clusterinformationen beinhalten.

Nutzung Wenn die grundlegenden Konfigurationssicherheitseinstellungen für die Koexistenz festgelegt sind, können CAU und Configuration Manager gemeinsamen verwendet werden, um einen höheren Kundenwert zu bieten. Mithilfe der Architektur für die Schnittstelle für öffentliche Plug-Ins in CAU können in Configuration Manager die Clusterinformationen von CAU verwendet werden. Dadurch kann ein Kunde, der Configuration Manager bereits bereitgestellt hat, die Clusterinformationsfunktionen von CAU verwenden und gleichzeitig die Vorteile der Configuration Manager-Infrastruktur nutzen (z. B. Verteilungspunkte, Genehmigungen und die Konfigurationskonsole).

noteHinweis
Unter Windows Server 2012 ist kein Configuration Manager-Plug-In für CAU verfügbar.

Ja. Zum Ausführen der CAU-Tools sind Administratoranmeldeinformationen auf dem lokalen Server oder das Benutzerrecht "Annehmen der Clientidentität nach Authentifizierung" auf dem lokalen Server oder dem Clientcomputer erforderlich, auf dem CAU ausgeführt wird. Zum Orchestrieren von Softwareupdates auf den Clusterknoten sind für CAU jedoch Clusteradministratoranmeldeinformationen erforderlich. Auch wenn die CAU-Benutzeroberfläche ohne die Anmeldeinformationen gestartet wird, werden beim Herstellen einer Verbindung mit einer Clustersinstanz Clusteradministratoranmeldeinformationen angefordert.

Ja. CAU enthält Windows PowerShell-Cmdlets, die viele Optionen aufweisen. Dies sind dieselben Cmdlets, die von der CAU-Benutzeroberfläche zum Ausführen von CAU-Aktionen aufgerufen werden.

Für Clusterrollen (früher als Anwendungen und Dienste bezeichnet), die auf einem Knoten aktiv sind, wird ein Failover auf andere Knoten ausgeführt, bevor die Aktualisierung der Software beginnen kann. Diese Failover werden von CAU durch ein Clusteringfeature orchestriert, das den Knoten anhält und alle aktiven Clusterrollen auf ihm ausgleicht. Wenn die Softwareupdates abgeschlossen sind, wird der Knoten durch CAU fortgesetzt, und für die Clusterrollen wird ein Failback auf den aktualisierten Knoten ausgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verteilung von Clusterrollen im Vergleich zu den Knoten bei den CAU-Aktualisierungsausführungen auf einem Cluster gleich bleibt.

Von CAU werden Cluster-APIs verwendet, um die Failover zu orchestrieren. Die Cluster-API-Implementierung wählt die Knoten durch Verwenden interner Metriken und intelligenter Platzierungsheuristiken (z. B. Arbeitsauslastungsstufen) für alle Zielknoten aus.

Von CAU wird für die Clusterknoten kein Lastenausgleich ausgeführt, aber es wird versucht, die Verteilung der Clusterrollen beizubehalten. Wenn die Aktualisierung eines Clusterknotens durch CAU beendet wird, wird für die Clusterrollen ein Failback ausgeführt. Von CAU werden Cluster-APIs verwendet, um für die Ressourcen ein Failback zum Anfang des angehaltenen Vorgangs auszuführen. Wenn keine ungeplanten Failover auftreten, bleibt die Verteilung der Clusterrollen daher unverändert.

Standardmäßig wird die Reihenfolge der zu aktualisierenden Knoten von CAU basierend auf dem Aktivitätsgrad ausgewählt. Die Knoten, auf denen die wenigsten Clusterrollen gehostet werden, werden zuerst aktualisiert. Ein Administrator kann jedoch für das Aktualisieren der Knoten eine bestimmte Reihenfolge angeben, indem er auf der CAU-Benutzeroberfläche einen Parameter für die Aktualisierungsausführung angibt oder indem er die Windows PowerShell-Cmdlets verwendet.

Der Administrator, der die Aktualisierungsausführung initiiert, kann den zulässigen Schwellenwert für die Anzahl von Knoten angeben, die offline sein können. Daher kann eine Aktualisierungsausführung selbst dann auf einem Cluster fortgesetzt werden, wenn keiner der Clusterknoten online ist.

Nein Bei CAU handelt es sich um ein Clusteraktualisierungstool. Daher können Sie nur zu aktualisierende Cluster auswählen. Wenn Sie einen einzelnen Knoten aktualisieren möchten, können Sie vorhandene Serveraktualisierungstools außerhalb von CAU verwenden.

Nein Von CAU können nur Aktualisierungsausführungen gemeldet werden, die innerhalb von CAU initiiert wurden. Wenn jedoch eine nachfolgende CAU-Aktualisierungsausführung gestartet wird, werden durch Methoden außerhalb von CAU installierte Updates entsprechend interpretiert, um die zusätzlichen Updates zu bestimmen, die möglicherweise für die einzelnen Clusterknoten gelten.

Ja. CAU bietet die folgenden Dimensionen der Flexibilität, um den individuellen IT-Prozessanforderungen von Unternehmenskunden gerecht zu werden:

Skripts Eine Aktualisierungsausführung kann ein Windows PowerShell-Skript vor dem Update und ein Windows PowerShell-Skript nach dem Update angeben. Das Skript vor dem Update wird auf jedem einzelnen Clusterknoten ausgeführt, bevor der Knoten angehalten wird. Das Skript nach dem Update wird auf jedem einzelnen Clusterknoten ausgeführt, nachdem die Knotenupdates installiert wurden.

noteHinweis
.NET Framework-Binärdateien müssen auf jedem Clusterknoten installiert sein, auf dem Sie die Skripts vor und nach dem Update ausführen möchten.

Öffentliche Plug-In-Architektur CAU enthält ein Standard-Plug-In, das die Windows Update-Agent-APIs (WUA) auf den einzelnen Clusterknoten orchestriert. Wenn ein Unternehmen individuelle Anforderungen hat, die mit diesem Standard-Plug-In nicht erfüllt werden können, kann das Unternehmen gemäß der öffentlichen API-Spezifikation ein neues CAU-Plug-In erstellen. CAU Features zum Registrieren, Aufheben der Registrierung und Auswählen von Plug-Ins.

CAU bietet Exportoptionen über die Befehlszeilenschnittstellen und die Benutzeroberfläche.

Optionen der Befehlszeilenschnittstelle:

  • Vorschauergebnisse mithilfe des Windows PowerShell-Cmdlets Invoke-CauScan | ConvertTo-Xml. Ausgabe: XML

  • Berichtsergebnisse mithilfe des Windows PowerShell-Cmdlets Invoke-CauRun | ConvertTo-Xml. Ausgabe: XML

  • Berichtsergebnisse mithilfe des Windows PowerShell-Cmdlets Get-CauReport | Export-CauReport. Ausgabe: HTML, CSV

Optionen der Benutzeroberfläche:

  • Kopieren Sie die Berichtsergebnisse aus dem Bildschirm Vorschau der Updates anzeigen. Ausgabe: CSV

  • Kopieren Sie die Berichtsergebnisse aus dem Bildschirm Bericht generieren. Ausgabe: CSV

  • Exportieren Sie die Berichtsergebnisse aus dem Bildschirm Bericht generieren. Ausgabe: HTML

CAU ist Teil aller Editionen von Windows Server 2012, und eine CAU-Installation wird nahtlos in das Feature Failoverclustering in Windows Server 2012-Betriebssystemen integriert. CAU wird wie folgt installiert:

  • Wenn Failoverclustering auf einem Clusterknoten installiert ist, wird der CAU-WMIv2-Anbieter automatisch installiert.

  • Wenn Failoverclusteringtools auf einem Server oder Clientcomputer installiert sind, werden die Windows PowerShell-CAU-Cmdlets automatisch installiert.

  • Wenn die Failoverclustering-Benutzeroberfläche auf einem Server oder Clientcomputer installiert ist, werden die Windows PowerShell-CAU-Cmdlets und die CAU-Benutzeroberfläche automatisch installiert.

Für CAU muss kein Dienst auf den Clusterknoten ausgeführt werden. Es muss für CAU jedoch eine Softwarekomponente (der WMIv2-Anbieter) auf den Clusterknoten installiert werden. Diese Komponente wird mit dem Feature Failoverclustering installiert.

Zur Aktivierung des Selbstaktualisierungsmodus muss die CAU-Clusterrolle auch dem Cluster hinzugefügt werden.

  • Von System Center 2012 Virtual Machine Manager (VMM) werden nur Hyper-V-Cluster aktualisiert, während mit CAU beliebige Typen unterstützter Failovercluster, einschließlich Hyper-V-Clustern, aktualisiert werden können.

  • VMM erfordert zusätzliche Lizenzen, während CAU für alle Editionen von Windows Server 2012 lizenziert ist. Die CAU-Features, -Tools und -Benutzeroberfläche werden mit Failoverclusteringkomponenten installiert.

  • Wenn Sie bereits eine System Center-Lizenz besitzen, können Sie Hyper-V-Cluster weiterhin mit VMM aktualisieren, da es eine integrierte Verwaltungs- und Softwareaktualisierungserfahrung bietet.

  • CAU wird nur auf Clustern mit Windows Server 2012 unterstützt. Von VMM werden auch Hyper-V-Cluster auf Computern mit Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 unterstützt.

Ja. Ein Failovercluster mit einer Konfiguration zur Selbstaktualisierung kann bei Bedarf über die Remoteaktualisierung aktualisiert werden, so wie Sie jederzeit eine Windows Update-Überprüfung auf dem Computer erzwingen können, selbst wenn Windows Update für das automatische Installieren von Updates konfiguriert ist. Sie müssen jedoch sicherstellen, dass gerade keine Aktualisierungsausführung erfolgt.

Ja. Von CAU werden einige Aktualisierungsausführungsoptionen unterstützt, mit denen das Verhalten der Aktualisierungsausführung beim Aktualisieren des Clusters bestimmt wird. Diese Optionen können als Aktualisierungsausführungsprofil gespeichert und für beliebige Cluster wiederverwendet werden. Es wird empfohlen, Ihre Einstellungen für Failovercluster mit ähnlichen Aktualisierungsanforderungen zu speichern und wiederzuverwenden. Beispielsweise können Sie ein "Geschäftskritisches SQL Server-Cluster-Aktualisierungsausführungsprofil" für alle Microsoft SQL Server-Cluster erstellen, die geschäftskritische Dienste unterstützen.

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