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Neues beim Failoverclustering unter Windows Server 2012

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Januar 2014

Betrifft: Windows Server 2012



In diesem Thema wird die Failoverclustering-Funktionalität beschrieben, die in Windows Server 2012 neu eingeführt oder geändert wurde. Diese Funktionalität sorgt für höhere Skalierbarkeit, fortlaufend verfügbaren dateibasierten Serveranwendungsspeicher, eine einfachere Verwaltung, ein schnelleres Failover und flexiblere Architekturen für Failovercluster.

Failovercluster bieten hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit für unterschiedliche Serverarbeitsauslastungen. Dazu zählen Serveranwendungen wie Microsoft Exchange Server, Hyper-V, Microsoft SQL Server und Dateiserver. Die Serveranwendungen können auf physischen Servern oder virtuellen Computern ausgeführt werden. Wenn bei einem Failovercluster auf einem oder mehreren der Clusterserver (Knoten) ein Fehler auftritt, werden seine Aufgaben sofort von anderen Knoten übernommen. Dieser Vorgang wird als Failover bezeichnet. Zusätzlich werden die Clusterrollen (früher Clusterdienste und -anwendungen genannt) proaktiv überwacht, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren. Funktionieren sie nicht, werden sie neu gestartet oder auf einen anderen Knoten verschoben. Failovercluster stellen darüber hinaus Funktionen für freigegebene Clustervolumes (Cluster Shared Volume, CSV) mit einem konsistenten verteilten Namespace bereit, mit dem Clusterrollen von allen Knoten aus auf den freigegebenen Speicher zugreifen können. Eine Übersicht über das Failoverclustering-Feature in Windows Server 2012 finden Sie unter Failoverclustering: Übersicht.

In der folgenden Tabelle und den folgenden Abschnitten werden die wichtigsten Failoverclustering-Funktionen zusammengefasst, die in Windows Server 2012 neu eingeführt oder seit Windows Server 2008 R2 geändert wurde.

 

Feature/Funktionalität Neu oder verbessert Beschreibung

Clusterskalierbarkeit

Verbessert

Skalierung auf 64 Knoten und 8.000 virtuelle Computer pro Cluster

Verwaltung umfangreicher Cluster mithilfe des Server-Managers und Failovercluster-Managers

Neu

Stellt GUI-Tools zum Optimieren der Verwaltung und des Betriebs von umfangreichen Clustern bereit.

Verwaltung und Mobilität von virtuellen Clustercomputern und anderen Clusterrollen

Neu

Ermöglicht das Zuordnen von Clusterressourcen zu virtuellen Clustercomputern und anderen Clusterrollen.

Freigegebene Clustervolumes

Verbessert

Verbessert das CSV-Setup und erhöht die Sicherheit, Leistung und Dateisystemverfügbarkeit für zusätzliche Clusterarbeitsauslastungen.

Unterstützung für Dateiserver mit horizontaler Skalierung

Neu

Stellt CSV-Speicher bereit und ermöglicht die Integration in Dateidienstfeatures zur Unterstützung von skalierbarem, fortlaufend verfügbarem Anwendungsspeicher.

Cluster-fähige Updates

Neu

Wendet Softwareupdates auf allen Clusterknoten bei gleichbleibender Verfügbarkeit an.

Überwachung und Verwaltung von Anwendungen auf virtuellen Computern

Neu

Erweitert die Überwachung virtueller Clustercomputer auf die Anwendungen, die auf den virtuellen Clustercomputern ausgeführt werden.

Clustervalidierungstests

Verbessert

Validiert die Hyper-V- und CSV-Funktionen, schnellere Ausführung

Integration von Active Directory-Domänendiensten

Verbessert

Erhöht die Clusterstabilität und unterstützt eine breitere Palette von Bereitstellungen.

Quorumkonfiguration und dynamisches Quorum

Verbessert

Vereinfacht die Quorumeinrichtung und erhöht die Verfügbarkeit des Clusters in Fehlerszenarien.

Cluster-Upgrade und Migration

Verbessert

Ermöglicht die Migration von virtuellen Computern von Windows Server 2008 R2, die Migration zu CSVs und die Wiederverwendung des vorhandenen Speichers.

Integration der Aufgabenplanung

Neu

Integriert das Failoverclustering in zusätzliche Serverfunktionen.

Windows PowerShell-Unterstützung

Verbessert

Ermöglicht das Skripting von Failoverclustering-Funktionen, die in Windows Server 2012 eingeführt wurden.

Failovercluster in Windows Server 2012 können auf eine höhere Anzahl von Knoten und virtuellen Computern skaliert werden als Cluster in Windows Server 2008 R2. Dies wird in der folgenden Tabelle veranschaulicht:

 

Clustermaximum Windows Server 2012 Windows Server 2008 R2

Knoten

64

16

Virtuelle Computer oder Clusterrollen

8.000 (bis zu 1.024 pro Knoten)

1.000

Der Server-Manager und Failovercluster-Manager stellen in Windows Server 2012 neue Funktionen zum Verwalten umfangreicher Cluster bereit.

Mit dem Server-Manager können die Knoten des Clusters ermittelt und verwaltet werden. Er ermöglicht die Remoteverwaltung mehrerer Server, die Remoteinstallation von Rollen und Features und das Starten des Failovercluster-Managers über die grafische Benutzeroberfläche des Server-Managers. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von mehreren Remoteservern mit dem Server-Manager.

Die folgenden neuen Features des Failovercluster-Managers vereinfachen die umfassende Verwaltung virtueller Clustercomputer und anderer Clusterrollen:

  • Suchen, Filtern und benutzerdefinierte Ansichten: Administratoren können zahlreiche virtuelle Clustercomputer und andere Clusterrollen verwalten und zwischen ihnen navigieren.

  • Mehrfachauswahl: Administratoren können eine bestimmte Auflistung virtueller Computer auswählen und anschließend den erforderlichen Vorgang (z. B. Livemigration, Speichern, Herunterfahren oder Starten) ausführen.

  • Einfachere Livemigration und Schnellmigration virtueller Computer und der Speicher virtueller Computer: Die Ausführung der Live- und der Schnellmigration wurde vereinfacht.

  • Einfachere Konfiguration freigegebener Clustervolumes (Cluster Shared Volumes, CSVs): Die Konfiguration erfolgt über einen Rechtsklick im Speicherbereich. An den freigegebenen Clustervolumes wurden ebenfalls Verbesserungen vorgenommen. Diese sind weiter unten in diesem Thema unter Freigegebene Clustervolumes beschrieben.

  • Unterstützung des Hyper-V-Replikats: Das Hyper-V Replikat ermöglicht die Zeitpunktreplikation virtueller Computer zwischen Speichersystemen, Clustern und Rechenzentren zur Notfallwiederherstellung.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Diese Skalierbarkeitsfeatures in Windows Server 2012 verbessern die Konfiguration, Verwaltung und Wartung großer physischer Cluster und Hyper-V-Failovercluster.

In Windows Server 2012 können Administratoren Einstellungen konfigurieren, z. B. das Starten von virtuellen Computern und Clusterrollen priorisieren oder virtuelle Computer und Clusterrollen auf Clusterknoten platzieren, um Clusterarbeitsauslastungen effizient Ressourcen zuzuordnen. In der folgenden Tabelle werden diese Einstellungen beschrieben:

 

Einstellung Beschreibung Bereich

Prioritätseinstellungen: "Hoch", "Mittel" (Standardeinstellung), "Niedrig" oder "Kein automatischer Start"

  • Clusterrollen mit einer höheren Priorität werden vor Clustern mit niedrigerer Priorität gestartet und auf Knoten platziert.

  • Wird die Priorität "Kein automatischer Start" zugeordnet, wird die Rolle nach einem Fehler nicht automatisch online geschaltet. Dadurch sind Ressourcen weiterhin verfügbar, sodass andere Rollen gestartet werden können.

Alle Clusterrollen, einschließlich virtuelle Clustercomputer

Vorzeitiges Entfernen virtueller Computer basierend auf der Priorität

  • Der Clusterdienst verwendet virtuelle Computer mit niedrigerer Priorität, die offline geschaltet sind, wenn virtuelle Computer mit hoher Priorität nicht über ausreichend Arbeitsspeicher und andere Ressourcen zum Starten nach einem Knotenfehler verfügen. Die freigegebenen Ressourcen können virtuellen Computern mit hoher Priorität zugeordnet werden.

  • Falls erforderlich, beginnt die Vorwegnahme bei den virtuellen Computern mit der niedrigsten Priorität und fährt mit virtuellen Computern mit höherer Priorität fort.

  • Vorweggenommene virtuelle Computer werden später nach Priorität erneut gestartet.

Virtuelle Clustercomputer

Platzierung der virtuellen Computer unter Berücksichtigung des Arbeitsspeichers

  • Virtuelle Computer werden basierend auf der Konfiguration für den nicht einheitlichen Speicherzugriff (Non-Uniform Memory Access, NUMA), den bereits ausgeführten Arbeitsauslastungen und den verfügbaren Ressourcen der einzelnen Knoten platziert.

    Die Anzahl der Failoverversuche, bevor ein virtueller Computer erfolgreich gestartet wird, wird verringert. Dadurch wird die Betriebszeit für virtuelle Computer erhöht.

Virtuelle Clustercomputer

Mobilität virtueller Computer: Features

  • Mehrere Livemigrationen können gleichzeitig gestartet werden. Vom Cluster werden möglichst viele Migrationen ausgeführt. Die übrigen Migrationen werden zum späteren Abschließen in die Warteschlange verschoben. Fehlgeschlagene Migrationen werden automatisch wiederholt.

  • Virtuelle Computer werden zu Knoten mit ausreichend Arbeitsspeicher und anderen Ressourcen migriert.

  • Ein ausgeführter virtueller Computer kann zu einem Failovercluster hinzugefügt oder daraus entfernt werden.

  • Für den Speicher virtueller Computer kann eine Livemigration ausgeführt werden.

Virtuelle Clustercomputer

Automatisiertes Ausgleichen von Knoten

  • Vom Cluster wird ein Knoten automatisch ausgeglichen (die auf dem Knoten ausgeführten Clusterrollen werden auf einen anderen Knoten verschoben), bevor der Knoten in den Wartungsmodus versetzt wird oder andere Änderungen am Knoten vorgenommen werden.

  • Für Rollen wird nach Wartungsvorgängen ein Failback zum ursprünglichen Knoten ausgeführt.

  • Administratoren können einen Knoten mit einer einzelnen Aktion im Failovercluster-Manager oder mithilfe des Windows PowerShell-Cmdlet Suspend-ClusterNode ausgleichen. Der Zielknoten für die verschobenen Clusterrollen kann angegeben werden.

  • Beim clusterfähigen Aktualisieren wird der Knotenausgleich im automatisierten Prozess zum Anwenden von Softwareupdates auf Clusterknoten verwendet. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Cluster-fähige Updates.

Alle Clusterrollen, einschließlich virtuelle Clustercomputer

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Diese Features in Windows Server 2012 verbessern die Zuordnung von Clusterressourcen (insbesondere beim Starten oder Warten von Knoten) in großen physischen Clustern und Hyper-V-Failoverclustern.

Freigegebene Clustervolumes (Cluster Shared Volumes, CSVs) wurden in Windows Server 2008 R2 eingeführt, um allgemeinen Speicher für virtuelle Clustercomputer bereitzustellen. Unter Windows Server 2012 können CSVs Speicher für zusätzliche Clusterrollen bereitstellen. CSVs ermöglichen den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Knoten im Cluster auf dasselbe NTFS-Dateisystem ohne Einschränkungen aufgrund von Hardware, Dateityp oder Verzeichnisstruktur. Mithilfe von CSVs kann für mehrere virtuelle Clustercomputer dieselbe LUN verwendet und dennoch eine unabhängige Live- oder Schnellmigration von Knoten zu Knoten ausgeführt werden.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der neuen CSV-Funktionen in Windows Server 2012.

  • Speicherfunktionen für eine größere Anzahl an Clusterrollen. Dazu zählen Dateiserver mit horizontaler Skalierung für Anwendungsdaten, die fortlaufend verfügbaren und skalierbaren dateibasierten (SMB 3.0) Serverspeicher für Hyper-V und Anwendungen wie Microsoft SQL Server bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Unterstützung für Dateiserver mit horizontaler Skalierung.

  • CSV-Proxydateisystem (CSVFS). Bietet freigegebenen Clusterspeicher mit einem konsistenten Dateinamespace, wobei dennoch das zugrunde liegende NTFS-Dateisystem verwendet wird.

  • Unterstützung für BitLocker-Laufwerkverschlüsselung. Ermöglicht die Verschlüsselung mithilfe der allgemeinen Identität des Computerkontos für den Cluster (auch als Clusternamenobjekt bzw. CNO bezeichnet). Dadurch wird die physische Sicherheit für Bereitstellungen außerhalb von sicheren Rechenzentren ermöglicht. Darüber hinaus werden die Kompatibilitätsanforderungen für Verschlüsselung auf Volumeebene erfüllt.

  • Einfache Dateisicherung. Unterstützt Sicherungsanforderer, auf denen Windows Server 2008 R2- oder Windows Server 2012-Sicherungen ausgeführt werden. Von Sicherungen können anwendungs- und absturzkonsistente Momentaufnahmen des Volumeschattenkopie-Diensts (Volume Shadow Copy Service, VSS) verwendet werden.

  • Direkte E/A für den Dateidatenzugriff, einschließlich Dateien mit geringer Datendichte. Verbessert die Erstellung virtueller Computer und die Leistung beim Kopieren.

  • Entfernen der Abhängigkeiten der externen Authentifizierung. Verbessert die Leistung und Stabilität von CSVs.

  • Integration in SMB Multichannel und SMB Direct. Verwendet neue SMB 3.0-Features, sodass CSV-Datenverkehr über mehrere Netzwerke im Cluster gestreamt und Netzwerkadapter genutzt werden können, die Remotezugriff auf den direkten Speicher (Remote Direct Memory Access, RDMA) unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter Server Message Block – Übersicht

  • Speicher kann nur für eine Teilmenge der Knoten sichtbar gemacht werden. Ermöglicht Clusterbereitstellungen mit Anwendungs- und Datenknoten.

  • Integration in Speicherplätze. Ermöglicht die Virtualisierung von Clusterspeicher für Gruppen kostengünstiger Datenträger. Das Feature für Speicherplätze in Windows Server 2012 kann in CSVs integriert werden und ermöglicht so horizontal skalierten Zugriff auf Daten. Weitere Informationen finden Sie unter Speicherplätze – Übersicht.

  • Möglichkeit, Volumes ohne Ausfallzeiten zu prüfen und zu reparieren. Die CSV-Verfügbarkeit wird aufrechterhalten, während das NTFS-Dateisystem Unregelmäßigkeiten ermittelt, protokolliert und behebt.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Diese neuen Features bieten ein einfacheres CSV-Setup, breitere Unterstützung für Arbeitsauslastungen, höhere Sicherheit und Leistung für eine Vielzahl an Bereitstellungen und höhere Verfügbarkeit der Dateisysteme.

Worin liegen die Unterschiede?

CSVs werden nun als CSV File System (CSVFS) statt als NTFS angezeigt.

Dateiserver mit horizontaler Skalierung können durch Verwendung des SMB 3.0-Protokolls als Host für fortlaufend verfügbaren und skalierbaren Speicher fungieren. Failovercluster in Windows Server 2012 enthalten die folgenden grundlegenden Features, die diesen Typ Dateiserver unterstützen:

  • Einen verteilten Netzwerknamen (Distributed Network Name, DNN), der für Clientverbindungen als Zugriffspunkt auf die Dateiserver mit horizontaler Skalierung dienen kann

  • Einen horizontal skalierten Dateiserver-Ressourcentyp, der horizontal skalierte Dateidienste unterstützt.

  • Freigegebene Clustervolumes (Cluster Shared Volumes, CSVs) für Speicher. Weitere Informationen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter Freigegebene Clustervolumes.

  • Integration in Dateidienstfeatures zum Konfigurieren der Clusterrolle für den Dateiserver mit horizontaler Skalierung.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Diese Funktionen unterstützen fortlaufend verfügbare und direkt skalierbare Dateidienste für Anwendungen und Endbenutzer. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Dateiserver mit horizontaler Skalierung für Anwendungsdaten.

Das clusterfähige Aktualisieren (Cluster-Aware Updating, CAU) ist eine automatisierte Funktion zur automatischen Aktualisierung von Hostbetriebssystemen oder anderen Systemkomponenten auf Clusterservern bei gleichbleibender Verfügbarkeit während dieses Vorgangs. Dieses Feature nutzt das automatisierte Ausgleichen und Failback der einzelnen Knoten während der Aktualisierung. Standardmäßig wird die Infrastruktur des Windows Update-Agents als Aktualisierungsquelle verwendet. Eine Übersicht über das CAU-Feature finden Sie unter Aktualisieren von Failoverclustern unter Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit des clusterfähigen Aktualisierens: Szenarioübersicht.

Welchen Wert fügt diese Änderung hinzu?

CAU bietet eine erhöhte Betriebszeit von Diensten mit hoher Verfügbarkeit, eine einfachere Verwaltung von Failoverclustern und zuverlässige sowie konsistente IT-Prozesse.

In Clustern mit Windows Server 2012 können Administratoren Dienste auf virtuellen Clustercomputern überwachen, auf denen auch Windows Server 2012 ausgeführt wird. Mit dieser Funktion wird die Überwachung auf oberster Ebene von virtuellen Computern erweitert, die in Windows Server 2008 R2-Failoverclustern implementiert wird. Wenn bei einem überwachten Dienst auf einem virtuellen Computer ein Fehler auftritt, kann der Dienst neu gestartet werden oder der virtuelle Clustercomputer neu gestartet bzw. auf einen anderen Knoten verschoben werden (abhängig von den Einstellungen zum Neustarten des Diensts und den Clusterfailovereinstellungen).

Welchen Wert fügt diese Änderung hinzu?

Dieses Feature erhöht die Betriebszeit von Diensten mit hoher Verfügbarkeit, die in einem Failovercluster auf virtuellen Computern ausgeführt werden.

Der Konfigurationsüberprüfungs-Assistent im Failovercluster-Manager vereinfacht das Überprüfen von Hardware und Software über Server hinweg, die in einem Failovercluster eingesetzt werden sollen. Die Leistung für große Failovercluster wurde verbessert, und neue Tests wurden hinzugefügt.

Die folgenden Features für die Überprüfung wurden verbessert:

  • Verbesserte Leistung. Bedeutend schnellere Ausführung, insbesondere beim Testen von Speicher.

  • Gezielte Validierung neuer LUNs. Ermöglicht die Angabe einer neuen LUN (Datenträger), statt beim Überprüfen des Speichers alle LUNs zu testen.

  • Integration in WMI. Macht den Clusterüberprüfungsstatus für Anwendungen und Skripts über die Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI) verfügbar.

  • Neue Validierungstests. Bietet Unterstützung für Validierungstests für CSVs, Hyper-V und virtuelle Computer (bei installierter Hyper-V-Rolle).

  • Kenntnis von Überprüfungstests bei replizierter Hardware . Trägt zur Unterstützung von Umgebungen mit mehreren Standorten bei.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Die zusätzlichen Tests bei der Überprüfung tragen zur Bestätigung bei, dass die Server im Cluster reibungslose Failover unterstützen, insbesondere bei virtuellen Computern zwischen Hosts.

Die Integration von Failoverclustern in Active Directory-Domänendienste (AD DS) ist dank der folgenden Features in Windows Server 2012 zuverlässiger:

  • Möglichkeit des Erstellens von Clustercomputerobjekten in gezielten Organisationseinheiten (Organizational Units, OUs) oder in denselben OUs wie die Clusterknoten. Dadurch werden die Failoverclusterabhängigkeiten unter AD DS mit dem delegierten Domänenadministrationsmodell abgestimmt, das in vielen IT-Organisationen verwendet wird.

  • Automatisierte Wiederherstellung von virtuellen Clustercomputerobjekten (VCOs) bei versehentlicher Löschung.

  • Clusterzugriff nur auf schreibgeschützte Domänencontroller. Unterstützt Clusterbereitstellungen in Zweigstellen- oder Umkreisnetzwerkszenarien.

  • Möglichkeit des Clusters zum Starten ohne AD DS-Abhängigkeiten. Ermöglicht bestimmte Szenarien für virtualisierte Rechenzentren.

noteHinweis
Von Failoverclustern werden keine gruppenverwalteten Dienstkonten unterstützt.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Mit diesen Features werden die Konfiguration und Stabilität von Failoverclustern verbessert.

Die folgenden Features in Windows Server 2012 verbessern die Verwaltung und Funktionalität des Clusterquorums:

  • Assistent zum Konfigurieren des Clusterquorums. Einfachere Quorumkonfiguration und nahtlose Integration in neue Features und vorhandene Quorumfunktionen.

  • Votumszuweisung. Ermöglicht die Angabe, welche Knoten über ein Votum beim Bestimmen des Quorums verfügen (standardmäßig besitzen alle Knoten ein Votum).

  • Dynamisches Quorum. Hierdurch erhalten Administratoren die Möglichkeit, die Quorumvotumszuweisung für einen Knoten auf Basis des Knotenzustands automatisch zu verwalten. Wenn ein Knoten heruntergefahren wird oder abstürzt, verliert der Knoten das Quorumsvotum. Wenn ein Knoten dem Cluster erneut hinzugefügt wird, erhält er sein Quorumsvotum zurück. Durch dynamisches Anpassen der Zuweisung der Quorumsvoten kann vom Cluster die Anzahl der für die weitere Ausführung erforderliche Anzahl der Quorumsvoten erhöht oder verringert werden. Dadurch kann der Cluster bei sequenziellen Knotenfehlern oder Herunterfahren die Verfügbarkeit aufrechterhalten.

Durch die Änderungen hinzugefügter Mehrwert

Diese Verbesserungen vereinfachen die Quorumeinrichtung und erhöhen die Verfügbarkeit des Clusters in Fehlerszenarien.

Mithilfe des Clustermigrations-Assistenten in Windows Server 2012 können Administratoren die Konfigurationseinstellungen für Clusterrollen (früher Clusterdienste und -anwendungen genannt) von Clustern mit Windows Server 2012, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 migrieren. Einige Verbesserungen der Migration in Windows Server 2012:

  • Exportieren und erneutes Importieren von virtuellen Hyper-V-Computern

  • Migrieren zu CSV-Datenträgern

  • Zuordnen von Speichern und virtuellen Netzwerken

  • Wiederverwenden von vorhandenem Speicher

Welchen Wert fügt diese Änderung hinzu?

Mit dem Clustermigrations-Assistenten können Failovercluster einfach und flexibel bereitgestellt, aktualisiert und migriert werden.

In Windows Server 2012 ist die Aufgabenplanung in Failoverclustering integriert, um dem Administrator die Konfiguration von Clusteraufgaben zu ermöglichen. Bei einer Clusteraufgabe handelt es sich um eine Aufgabenplanungsaufgabe, die für alle Clusterknoten registriert ist. Abhängig von der Aufgabe kann sie für alle Knoten oder eine Teilmenge der Knoten aktiviert werden.

Der Administrator kann Clusteraufgaben auf drei Arten konfigurieren:

  • Clusterübergreifend. Die Aufgabe wird für alle Clusterknoten geplant.

  • Ein Knoten. Die Aufgabe wird für einen zufälligen Knoten geplant.

  • Ressourcenspezifisch. Die Aufgabe wird nur für einen Knoten geplant, der eine angegebene Clusterressource besitzt.

Der Administrator kann Clusteraufgaben mithilfe der folgenden Windows PowerShell-Cmdlets konfigurieren und verwalten:

  • Register-ClusteredScheduledTask

  • Set-ClusteredScheduledTask

  • Get-ClusteredScheduledTask

  • Unregister-ClusteredScheduledTask

Welchen Wert fügt diese Änderung hinzu?

Clusteraufgaben stellen einen flexiblen Mechanismus zum Ausführen von Anwendungen oder Prozessen mithilfe von Clusterressourcen zu vorher festgelegten Zeiten dar.

Um die Windows PowerShell-Cmdlets für Failoverclustering verwenden zu können, müssen Sie das in den Failoverclusteringtools enthaltene Failoverclustermodul für Windows PowerShell installieren. Eine vollständige Liste der Cmdlets finden Sie unter Failoverclustering-Cmdlets in Windows PowerShell.

Unterstützung neuer Windows PowerShell-Cmdlets im Failoverclustering in Windows Server 2012, u. a.:

  • Verwaltung von Cluster-Registrierungsprüfpunkten einschließlich Kryptografieprüfpunkten

  • Erstellung von Dateiservern mit horizontaler Skalierung

  • Überwachung der Anwendungen von virtuellen Computern

  • Aktualisierung der Eigenschaften einer Ressource für einen verteilten Netzwerknamen

  • Erstellung und Verwaltung von Clusteraufgaben

  • Erstellung eines hoch verfügbaren iSCSI-Zielservers

Welchen Wert fügt diese Änderung hinzu?

Die neuen Windows PowerShell-Cmdlets bieten Unterstützung bei der Verwaltung und Skripterstellung für die Failoverclustering-Features in Windows Server 2012.

Worin liegen die Unterschiede?

Das Test-ClusterResourceFailure-Cmdlet ersetzt Fail-ClusterResource.

  • Das Befehlszeilentool "Cluster.exe" ist veraltet, kann jedoch optional mit den Failoverclusteringtools installiert werden. Die Windows PowerShell-Cmdlets für Failoverclustering bieten im Grunde die gleiche Funktionalität wie die Befehle von "Cluster.exe". Weitere Informationen finden Sie unter Zuordnen von Cluster.exe-Befehlen zu Windows PowerShell-Cmdlets für Failovercluster.

  • Die Cluster Automation Server (MSClus)-COM-Oberfläche ist veraltet, kann jedoch optional mit den Failoverclusteringtools installiert werden.

  • Die Unterstützung von 32-Bit-Clusterressourcen-DLLs ist veraltet, 32-Bit-DLLs können jedoch optional installiert werden. Clusterrollen-DLLs sollten auf 64-Bit aktualisiert werden.

  • Die Druckserverrolle wurde aus dem Assistenten für hohe Verfügbarkeit entfernt und kann im Failovercluster-Manager nicht konfiguriert werden.

  • Das Cmdlet Add-ClusterPrintServerRole ist veraltet und wird in Windows Server 2012 nicht unterstützt.

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