(0) exportieren Drucken
Alle erweitern

Aufbauen einer Cloud-Infrastruktur: Szenarioübersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: September 2012

Betrifft: Windows Server 2012



Dieses Thema bietet eine Übersicht über den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur in Windows Server® 2012, um öffentliche und private IaaS-Clouds (Infrastructure as a Service) zu erstellen. Es enthält eine Szenariobeschreibung, praktische Anwendungsfälle, die hierfür notwendigen Rollen und Dienste sowie Links zu Themen, in denen die Bereitstellung beschrieben wird.

Meinten Sie…

  1. Private Cloud

  2. SaaS-basierte (Software as a Service) öffentliche Cloud

  3. PaaS-basierte (Platform as a Service) öffentliche Cloud

Beim Aufbau einer Cloud-Infrastruktur kommt eine Kombination aus Hyper-V-, Failoverclustering-, Speicher- und Netzwerktechnologien zum Einsatz, die das Erstellen einer Microsoft-Cloudinfrastruktur vereinfachen. Mit Windows Server 2012 werden eine Reihe neuer Features eingeführt, die alle erforderlichen Funktionen für die Erstellung einer effektiven Cloud-Infrastruktur auf einer offenen Plattform bereitstellen. Da sie mithilfe von Automation, einer offenen Plattform und auf Grundlage von Standards erstellt wird, senkt eine Windows Server 2012-basierte Cloud-Infrastruktur die Gesamtbetriebskosten und reduziert die Fehleranfälligkeit aufgrund von Interoperabilitätsproblemen. Dank der offenen Windows Server 2012-Plattform können Partner die Funktionalität über die Möglichkeiten der Plattform hinaus erweitern.

Die Informationen in den folgenden Themen zum Aufbau einer Cloud-Infrastruktur ermöglichen es Ihnen, einen Hyper-V-Cluster zum Hosten der virtuellen Computer einer IaaS-Cloud zu entwerfen, die Cloud zu konfigurieren und Aufgaben wie das Einbinden vorhandener virtueller Computer und die Pflege virtueller Computer auszuführen:

Der Aufbau einer Cloud-Infrastruktur mit Windows Server 2012 ist aufgrund der integrierten Unterstützung für Folgendes sehr viel einfacher als in vorherigen Versionen von Windows Server:

  • Mehrinstanzenfähigkeit

    Die Planung eines Rechenzentrums im Hinblick auf die dynamische und automatische Platzierung virtueller Computer reicht nicht aus, insbesondere dann nicht, wenn Sie mehr als einen Kunden betreuen. Mehrinstanzenfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit einer Cloud-Infrastruktur, die Arbeitsauslastungen virtueller Computer mehrerer Mandanten zu unterstützen, diese jedoch voneinander zu trennen. Alle Arbeitsauslastungen werden aber weiterhin in der gleichen Infrastruktur ausgeführt. Mehrere Arbeitsauslastungen eines einzelnen Mandanten können miteinander verbunden und remote verwaltet werden. Es gibt jedoch keine Verbindung zwischen diesen Systemen und den Arbeitsauslastungen anderer Mandanten, und auch die Remoteverwaltung durch andere Mandanten ist nicht möglich.

  • Hoch skalierbares, kostengünstiges Rechenzentrum

    Sie können Clouds verschiedener Größenordnungen bereitstellen, beispielsweise:

    • Ein mittelständisches Unternehmen, das eine kleine Zahl von Servern benötigt

    • Ein Unternehmen mit Hunderten oder Tausenden von Servern

    • Ein IaaS-Hostinganbieter mit Tausenden von Servern für mehrere Kunden

    In all diesen Fällen unterstützt Windows Server 2012 Features, die kostengünstige Alternativen zu herkömmlichen Datenträgerressourcen nutzen. Diese ermöglichen die einfachere Erstellung von kleinen Clouds, unterstützen aber auch Features, die umfangreiche Vorgänge ermöglichen.

  • Verwalten und Erweitern des Rechenzentrums

    Windows Server 2012 vereinfacht die Erstkonfiguration von Rechenzentren und die laufende Verwaltung mit Unterstützung der PowerShell 3.0- und PowerShell-Workflows. Mit dem virtuellen Hyper-V-Switch in Windows Server 2012 können Anbieter und Partner die Funktionen des virtuellen Switches erweitern, um zusätzliche Funktionen zu entwickeln, z. B. Add-Ons für Netzwerküberwachung, Sicherheit oder Routing.

In der folgenden Tabelle sind die Rollen und Features dieses Szenarios und die Art der bereitgestellten Unterstützung aufgeführt.

 

Rolle/Feature Auf welche Weise dieses Szenario unterstützt wird

Hyper-V: Übersicht

Die Hyper-V-Serverrolle hostet die virtuellen Computer, aus denen sich die IT-Arbeitsauslastungen zusammensetzen, die in der Cloud ausgeführt werden. Der Prozess für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur profitiert von vielen neuen Hyper-V-Features in Windows Server 2012, z. B. virtueller Hyper-V-Switch, Verbesserungen bei der Live- und Speichermigration, Hyper-V-Replikat und Ressourcenmessung.

Failoverclustering: Übersicht

Das Failoverclustering-Feature ermöglicht es, dass eine Gruppe von Computern wie ein einziger Computer auftritt, was die horizontale Skalierung und das Failover zu Clusterdiensten und -Ressourcen, einschließlich Speicher und virtueller Computer, ermöglicht. Windows Server 2012 ist eng in Hyper-V integriert und ermöglicht einen Großteil der Fabric-Management-Funktionen, die für eine Cloud-Infrastruktur erforderlich sind.

Datei-und Speicherdienste: Übersicht

Die Datei- und Speicherdienste ermöglichen es, einen Speicherpool für den Cluster verfügbar zu machen, um Speicher zu virtuellen Computern zuzuweisen und VHD-Dateien (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) zu speichern.

Bilden von Netzwerkadapterteams

Das Feature für Netzwerkadapterteams ermöglicht es Ihnen, mehrere Netzwerkadapter zu einem Team zu gruppieren, das wie ein einziger Netzwerkadapter agiert, um Bandbreite zu bündeln und Fehlertoleranz zu bieten.

Virtueller Hyper-V-Switch (Übersicht)

Der virtuelle Hyper-V-Switch basiert auf einer Plattform, die es Netzwerkpartnern ermöglicht, sich problemlos in den Datenfluss über den virtuellen Hyper-V-Switch einzuklinken und eigene Überwachungs-, Sicherheits- und Weiterleitungsfunktionalität zu implementieren.

Die genauen Hardwareanforderungen hängen von der Art der Arbeitsauslastungen ab, die auf den Hyper-V-Servern in der Cloud-Infrastruktur ausgeführt werden sollen. Einige Funktionen in den Cloud-Infrastruktur-Szenarien erfordern jedoch spezielle BIOS-Funktionen, z. B. zur Unterstützung von E/A-Virtualisierung mit Einzelstamm (Single Root I/O Virtualization, SR-IOV). Innerhalb des jeweiligen Szenarios werden die speziellen Hardwareanforderungen erläutert.

Clouds, die auf diesem Prozess für den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur basieren, erfordern Windows Server 2012 und seine Plattformfunktionen.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2014 Microsoft