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Migrations-, Cluster- und BranchCache-Überlegungen für die Datendeduplizierung

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: August 2013

Betrifft: Windows Server 2012, Windows Storage Server 2012

Wenn Sie das Datendeduplizierungsfeature erstmalig verwenden oder eine Migration von einer früheren Windows Server-Version zu Windows Server 2012 vornehmen, sollten Sie Folgendes bedenken:

Zusätzlich zur Speichereffizienz kann der Netzwerkzugriff auf Daten optimiert werden, indem BranchCache™ auf Servern und Client aktiviert wird. Wenn ein BranchCache-fähiges System über ein WAN mit einem Remotedateiserver unter Windows Server® 2012 kommuniziert, auf dem die Datendeduplizierung ausgeführt wird, sind alle deduplizierten Dateien bereits indiziert und mittels Hashfunktion organisiert, sodass Datenanforderungen aus einer Filiale schnell berechnet werden und die Liste der verbleibenden Datenblöcke, die der Client benötigt, schnell zurückgegeben wird. Dies ähnelt der Vorabindizierung eines BranchCache-fähigen Servers.

BranchCache ist ein Feature von Windows 7, Windows Server 2008 R2 und Windows Server® 2012, das die Auslastung von WANs (Wide Area Network, Fernnetz) verringern und das Reaktionsverhalten von Netzwerkanwendungen verbessern kann, wenn Benutzer in Filialen auf Inhalt in einer Zentrale zugreifen. Wenn Sie BranchCache aktivieren, wird ein Kopie des vom Webserver oder Dateiserver abgerufenen Inhalts in der Filiale zwischengespeichert. Wird dann derselbe Inhalt von einem anderen Client in der Filiale angefordert, kann er vom Client direkt aus dem lokalen Netzwerk der Filiale heruntergeladen werden, ohne dass ein Zugriff über das WAN erforderlich ist.

Das Failoverclustering wird vollständig unterstützt, und ein Failover für Volumes wird reibungslos ausgeführt. Auf jedem Knoten, der auf deduplizierte Volumes zugreift, muss das Deduplizierungsfeature ausgeführt werden. Ein dedupliziertes Volume ist eine unabhängige und übertragbare Einheit – sämtliche Daten und Konfigurationsinformationen befinden sich auf dem Volume. Deduplizierungszeitpläne werden mithilfe des Taskplaners verwaltet. Wenn ein Cluster gebildet wird, werden die Zeitplaninformationen in der Zeitplan-Clusterdatenbank abgelegt. Wenn ein dedupliziertes Volume von einem anderen Knoten übernommen wird, wird der geplante Auftrag im nächsten geplanten Intervall angewendet.

Auf Volumes, die mit Single Instance Storage (SIS), der älteren, in Windows Storage Server verfügbaren Version der Deduplizierung, erstellt und optimiert wurden, darf nicht gleichzeitig die Windows Server 2012-Datendeduplizierung ausgeführt werden. Von Microsoft wird empfohlen, SIS mithilfe des von Windows Storage Server bereitgestellten Tools "SISAdmin.exe" von dem Volume zu entfernen oder die Daten auf ein anderes Volume zu kopieren, auf dem SIS nicht ausgeführt wird, bevor das Volume zu Windows Server 2012 migriert wird. Windows Server 2012 unterstützt das Lesen und Schreiben auf SIS-gesteuerten Volumes, aber die weitere Verwendung von SIS-Dateien mit Windows Server 2012 ist nicht möglich. Sie können den SIS-Filtertreiber in Windows Server 2012 installieren, indem Sie "SIS-Limited" mithilfe der folgenden Befehlssyntax installieren:

C:\> dism /online /enable-feature:SIS-Limited

Nach dem Laden des SIS-Filtertreibers ist es möglich, SIS-gesteuerte Volumes zu lesen. Die Daten können dann auf ein Nicht-SIS-gesteuertes Volume kopiert werden, damit die Datendeduplizierung auf dem Volume installiert werden kann. Beachten Sie, dass Windows Server 2012 keine Unterstützung für "sisadmin.exe" bietet und nicht verwendet werden kann, um SIS von einem Volume zu entfernen.

  1. Sie sollten SIS von Ihren Volumes entfernen, bevor Sie das Datendeduplizierungsfeature von Windows Server 2012 installieren.

  2. Stellen Sie keine SIS-Links anhand einer Sicherung auf einem deduplizierten Windows Server 2012-Volume wieder her.

  3. Das Wiederherstellen von SIS-Volumes in Windows Server 2012 wird unterstützt, wenn Sie den Filter "SIS-Limited" laden.

Bei der Migration von Windows Storage Server 2008-Volumes zu Windows Server 2012 gibt es mehrere Möglichkeiten, das neue Datendeduplizierungsfeature zu nutzen.

Sie können die vorhandenen Windows Storage Server 2008-Volumes, auf denen SIS installiert ist, zu Windows Server 2012 migrieren. Die Migration erfolgt jedoch nicht automatisch. Single Instance Storage (SIS) und Datendeduplizierung sind Technologien, die sich gegenseitig ausschließen.

CautionVorsicht
Sie müssen die Volumes zuerst in Windows Storage Server 2008 öffnen, SIS entfernen und SIS dann deinstallieren, bevor Sie, wie in den folgenden Verfahren beschrieben, die Migration zu Windows Server 2012 vornehmen.

So können Sie SIS von einem Windows Storage Server 2008- oder 2008 R2-Volume entfernen:

  • Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:

    sisadmin.exe [/m <server>] [/u <volumes>
    
    Dabei gilt:

    /m <server> – Verlagert den Fokus von der Befehlszeile auf einen Remoteserver. Wenn die Option "/m" nicht angegeben wird, wird die Befehlszeile auf den lokalen Server angewendet. <server> kann als Hostname, vollqualifizierter Domänenname (Fully Qualified Domain Name, FQDN) oder als IP-Adresse angegeben werden.

    /u <volumes> – Wird verwendet, um SIS von einem Volume zu entfernen (d. h. um alle Dateikopien wiederherzustellen und Analysepunkte zu entfernen).

    Für jede Befehlsoption, für die <volumes> als Parameter verwendet wird, stellt <volumes> eine durch Leerzeichen getrennte Liste aus Volumenamen dar (Beispiel: d: e: f: g:). Beispiel:

    Um SIS beispielsweise vollständig vom Volume "F:" eines Remoteservers unter Angabe der IP-Adresse des Servers zu entfernen, könnten Sie den folgenden Befehl verwenden:

    sisadmin.exe /m 192.168.1.50 /u F:
    

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