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Datei-und Speicherdienste: Übersicht

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Februar 2013

Betrifft: Windows Server 2012

TipTipp
Die Datei- und Speicherdienste wurden in Windows Server 2012 erweitert. Lesen Sie das Evaluierungshandbuch, und laden Sie die Testversion von Windows Server 2012 herunter.

In diesem Thema wird die Serverrolle "Datei- und Speicherdienste" in Windows Server 2012 erläutert. Sie finden hier eine Beschreibung der neuen Funktionen, eine Liste der Rollendienste und Links zu Produktbewertungen und Bereitstellungsinformationen.

Meinten Sie…

Die Datei- und Speicherdienste enthalten Technologien, mit deren Hilfe Sie einen oder mehrere Dateiserver einrichten und verwalten können. Dateiserver sind Server, die einen zentralen Ort im Netzwerk bereitstellen, an dem Sie Dateien speichern und für andere Benutzer freigeben können. Wenn die Benutzer in Ihrer Organisation auf die gleichen Dateien und Anwendungen zugreifen müssen oder wenn eine zentrale Datensicherung und Dateiverwaltung für Ihre Organisation wichtig ist, sollten Sie einen oder mehrere Server als Dateiserver einrichten, indem Sie die Datei- und Speicherdienste-Rolle sowie die geeigneten Rollendienste hinzufügen.

Die Rolle "Datei- und Speicherdienste" und der Rollendienst "Speicherdienste" werden standardmäßig, jedoch ohne zusätzliche Rollendienste installiert. Diese Basisfunktionalität bietet Ihnen die Möglichkeit, die Speicherfunktionen Ihrer Server mit Server-Manager oder Windows PowerShell zu verwalten. Um einen Dateiserver einzurichten oder zu verwalten, sollten Sie jedoch den Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features in Server-Manager oder das Windows PowerShell-Cmdlet Install-WindowsFeature zum Installieren zusätzlicher Rollendienste der Datei- und Speicherdienste (z. B. die in diesem Thema beschriebenen Rollendienste) verwenden.

Administratoren können die Datei- und Speicherdienste-Rolle verwenden, um mehrere Dateiserver und ihren Speicher mithilfe des Server-Managers oder mithilfe von Windows PowerShell einzurichten und zu verwalten. Zu den besonderen Anwendungsfällen zählen folgende.

  • Verwendung der Datendeduplizierung, um den Speicherplatzbedarf der Dateien zu reduzieren und auf diese Weise Geld für Speicher zu sparen.

  • Verwendung des iSCSI-Zielservers, um zentralisierte, softwarebasierte und hardwareunabhängige iSCSI-Datenträgersubsysteme in Storage Area Networks (SANs) zu erstellen.

  • Verwendung von Speicherplätzen, um hochverfügbaren Speicher, der robust und skalierbar ist, mittels kostengünstiger Standarddatenträger bereitzustellen.

  • Verwendung des Server-Managers, um mehrere Dateiserver von einem Remotestandort aus über ein einziges Fenster zu verwalten.

  • Verwendung von Windows PowerShell, um die Verwaltung der Mehrzahl dateiserverbezogener Verwaltungsaufgaben zu automatisieren.

In der folgenden Tabelle sind einige der wesentlichen Änderungen in der Funktionalität der Datei- und Speicherdienste aufgeführt, die in dieser Version verfügbar sind.

 

Feature/Funktionalität Neu oder aktualisiert? Beschreibung

Datendeduplizierung

Neu

Spart Speicherplatz, indem nur eine einzige Kopie identischer Daten auf dem Volume gespeichert wird.

iSCSI-Zielserver

Neu

Stellt mithilfe des iSCSI-Standards (Internet SCSI) Blockspeicher für andere Server und Anwendungen im Netzwerk zur Verfügung.

Speicherplätze und Speicherpools

Neu

Ermöglicht es Ihnen, Speicher zu virtualisieren, indem Standarddatenträger zu Speicherpools gruppiert und dann anhand der in den Speicherpools verfügbaren Kapazität Speicherplätze erstellt werden.

Einheitliche Remoteverwaltung der Datei- und Speicherdienste im Server-Manager

Neu

Ermöglicht es Ihnen, mehrere Dateiserver, einschließlich ihrer Rollendienste und ihres Speichers, von einem Remotestandort aus über ein einziges Fenster zu verwalten.

Windows PowerShell-Cmdlets für Datei- und Speicherdienste

Neu

Stellt Windows PowerShell-Cmdlets bereit, mit denen die meisten Verwaltungsaufgaben für Datei- und Speicherserver ausgeführt werden können.

Weitere Informationen zu weiteren Neuerungen in den Datei- und Speicherdiensten sowie zu verwandten Technologien finden Sie in den folgenden Themen.

Wenn Sie den neuen Datendeduplizierungs-Rollendienst verwenden, um die Anzahl doppelter Datenblöcke im Speicher zu reduzieren, können Sie bei gegebener Speicherkapazität erheblich mehr Daten speichern, als dies in früheren Versionen möglich war, in denen der Single Instance Storage (SIS) oder die Komprimierungsfunktion des NTFS-Dateisystems verwendet wurde. Auf Universaldateiservern kann die Ausnutzung der Speicherkapazität im Allgemeinen im Verhältnis 2:1 reduziert werden (Dateien, die bislang beispielsweise 1 TB an Speicherplatz belegt haben, würden nach der Deduplizierung nur noch 500 GB beanspruchen). Auf Servern, die Virtualisierungsdaten hosten (beispielsweise VHD-Dateien), kann die Ausnutzung der Speicherkapazität häufig im Verhältnis 20:1 reduziert werden, sodass beispielsweise 1 TB an Daten auf 50 GB reduziert würde.

Datenintegrität und -wiederherstellbarkeit werden durch Prüfsummen- und andere Algorithmen mittels selektiver Redundanz maximiert. Die Datendeduplizierung ist äußerst skalierbar, ressourcensparend und nicht-intrusiv. Sie kann auf Dutzenden großer Primärdatenvolumes gleichzeitig ausgeführt werden, ohne dass sich dies auf andere Arbeitsauslastungen auf dem Server auswirkt. Die geringe Auswirkung auf die Serverarbeitsauslastungen wird erreicht, indem die Beanspruchung von CPU- und Arbeitsspeicherressourcen gedrosselt wird. Mithilfe von Datendeduplizierungsaufträgen können Sie den Zeitpunkt der Datendeduplizierung festlegen, die Ressourcen angeben, die dedupliziert werden sollen, und die Dateiauswahl optimieren.

In Kombination mit BranchCache werden die gleichen Optimierungstechniken auch auf Daten angewendet, die über das WAN an eine Filiale übertragen werden. Dies führt zu kürzeren Dateidownloadzeiten und einem geringeren Verbrauch an Bandbreite.

Welchen zusätzlichen Nutzen bietet diese Änderung?

Bei der Datendeduplizierung kommt die Datenblockerstellung mit Blöcken variabler Größe und die Komprimierung zum Einsatz. Durch diese Kombination lässt sich die Speichernutzung im Verhältnis 2:1 für allgemeine Dateiserver und bis zu 20:1 für Virtualisierungsdaten optimieren.

Worin bestehen die Unterschiede?

In Windows Server 2012 sind Datendeduplizierungsfunktionen als Rollendienst verfügbar, den Sie mithilfe von Server-Manager oder Windows PowerShell-Cmdlets installieren und verwalten können. Bereits mit den Standardeinstellungen kann die von Ihren Daten beanspruchte Speicherkapazität schnell reduziert werden. Durch die Feinabstimmung der Einstellungen kann die Speichernutzung weiter optimiert werden, und mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets können Sie Skripts erstellen, die die Speicheroptimierung ganz nach Bedarf starten.

Ausführlichere Informationen zur Datendeduplizierung finden Sie unter Datendeduplizierung: Übersicht.

Der iSCSI-Zielserver stellt anhand des iSCSI-Standards (Internet SCSI) Blockspeicher für andere Server und Anwendungen im Netzwerk bereit. Durch Kombination des iSCSI-Zielservers mit anderen dauerhaft verfügbaren Technologien in Windows Server 2012 kann ein ständig verfügbarer Speicher bereitgestellt werden, der zuvor nur in kostspieligen Highend-Storage Area Network (SAN)-Geräten verfügbar war.

Welchen zusätzlichen Nutzen bietet diese Änderung?

  • Netzwerkstart oder Start ohne Datenträger   Mit startfähigen Netzwerkadaptern oder einem Softwareladeprogramm können Sie hunderte von Servern ohne Datenträger bereitstellen. Mit dem iSCSI-Zielserver lässt sich die Bereitstellung erheblich beschleunigen (laut Microsoft-Tests können 256 Computer in 34 Minuten bereitgestellt werden). Mithilfe differenzierender virtueller Festplatten können Sie bis zu 90 % des Speicherplatzes für die Betriebssystemimages sparen. Dies ist ideal für große Bereitstellungen identischer Betriebssystemimages, z. B. in einer Serverfarm, in der Hyper-V ausgeführt wird, oder in High Performance Computing (HPC)-Clustern.

  • Serveranwendungsspeicher   Einige Anwendungen (z. B. Hyper-V und Exchange Server) erfordern einen direkt durch die Anwendung verwaltbaren Blockspeicher, d. h. einen Rohspeicher, der als unformatierter Datenträger für Anwendungen angezeigt wird. Der iSCSI-Zielserver kann diesen Anwendungen fortlaufend verfügbaren Blockspeicher zur Verfügung stellen. Da der Remotezugriff auf den Speicher möglich ist, kann der iSCSI-Zielserver Blockspeicher auch für Hauptniederlassungs- oder Filialstandorte konsolidieren.

  • Heterogener Speicher   Der iSCSI-Zielserver unterstützt iSCSI-Initiatoren auf anderen Betriebssystemen als Windows, sodass Speicher in einer heterogenen Umgebung mühelos freigegeben werden kann.

  • Entwicklungs-, Test- und Demolaborumgebungen   Der Rollendienst "iSCSI-Zielserver" ermöglicht es, jeden Computer unter Windows Server 2012 als im Netzwerk zugängliches Blockspeichergerät einzusetzen. Dies ist hilfreich, um Anwendungen zu testen, bevor sie auf einem SAN-Speichergerät bereitgestellt werden.

Worin bestehen die Unterschiede?

Ab dieser Version wird die Verwaltungsfunktion des iSCSI-Zielservers nicht mehr als separater Download zur Verfügung gestellt, sondern ist Teil des Windows Server-Betriebssystems. Sie können den iSCSI-Zielserver mit Server-Manager oder Windows PowerShell-Cmdlets einrichten, konfigurieren und verwalten. In Windows Server 2012 wurden auch Änderungen zum Verbessern der Skalierbarkeit am Clusterressourcenmodell vorgenommen, sodass mehr Initiatoren eine Verbindung mit den Zielservern herstellen können.

Ausführlichere Informationen zum iSCSI-Zielserver finden Sie unter iSCSI-Zielblockspeicher: Übersicht.

"Speicherplätze" ist ein in Windows Server 2012 und Windows 8 enthaltenes Speichersubsystem, das es Ihnen ermöglicht, Datenträger nach Industriestandard (z. B. Serial-ATA- oder Serial Attached SCSI-Datenträger) in einem oder mehreren Speicherpools zu gruppieren und anschließend als "Speicherplätze" bezeichnete virtuelle Datenträger aus der verfügbaren Kapazität in den Speicherpools zu erstellen. Windows Server 2012 unterstützt auch das Erstellen von Speicherpools in Speichersubsystemen, die nicht von Microsoft stammen. Speicherplätze stellen stabile Speichervirtualisierungsfunktionen für unternehmenswichtige virtuelle oder physische Bereitstellungen (einschließlich skalierbarer Mehrknotenserver) bereit.

Mithilfe von Speicherpools können Sie physische Datenträger in einem oder mehreren als Speicherpools bezeichneten Containern gruppieren. Anschließend können Sie anhand der Kapazität in einem Speicherpool virtuelle Datenträger erstellen, ohne jeden physischen Datenträger einzeln verwalten zu müssen. Diese Aggregation von Datenträgern ermöglicht es Ihnen, Datenträgerkapazität effizienter zu nutzen, Speicher mühelos und ohne Beeinträchtigung der Benutzer hinzuzufügen und die Speicherverwaltung zu delegieren. Sie können Speicherpools mit Speicherplätzen in Windows Server 2012 oder Windows 8 oder mit nicht von Microsoft stammenden Speichersubsystemen verwenden. Dazu zählen auch Subsysteme, die den SMI-S-Standard verwenden.

Welchen zusätzlichen Nutzen bietet diese Änderung?

Durch Speicherpools und Speicherplätze können die Verwaltungskosten reduziert werden, da Administratoren weniger Zeit für die Bereitstellung von Speicher aufwenden müssen. Sie tragen zudem zur Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben bei und ermöglichen es auf diese Weise, dass auch Administratoren, die im Hinblick auf Speichertechnologien weniger versiert sind, robusten und hoch verfügbaren Speicher einrichten und verwalten können. Mithilfe von Speicherplätzen können Sie außerdem Hardwarekosten senken, da sie die Nutzung von Standarddatenträgern für robusten Speicher mit hoher Verfügbarkeit ermöglichen.

Worin bestehen die Unterschiede?

Bei der Verwendung von Speicherpools wird nicht mehr jeder Datenträger einzeln verwaltet. Stattdessen fügen Sie physische Datenträger zu einem oder mehreren Pools hinzu und können dann anhand der verfügbaren Kapazität in einem Speicherpool virtuelle Datenträger erstellen. Anschließend erstellen Sie Volumes auf den virtuellen Datenträgern – so, als ob es sich um physische Datenträger handeln würde. Wenn die verfügbare Kapazität in einem Pool erschöpft ist, fügen Sie einfach weitere Datenträger hinzu.

Virtuelle Datenträger sind auch für die schlanke Speicherzuweisung geeignet, was bedeutet, dass Poolkapazität nur gemäß der Größe der Dateien verwendet wird, die Sie auf die virtuellen Datenträger kopieren, und nicht gemäß der Größe der virtuellen Datenträger, die Sie erstellen. So könnte beispielsweise ein virtueller Datenträger mit einer Größe von 10 TB Poolkapazität im Umfang von 100 MB beanspruchen, wenn Sie bislang erst wenige Dateien auf den Datenträger kopiert haben.

Weitere Informationen zu Speicherpools, Speicherplätzen und zur schlanken Speicherzuweisung finden Sie unter Storage Management Overview, Speicherplätze – Übersicht und Thin Provisioning and Trim Storage Overview.

Die Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager ermöglicht es Ihnen, mehrere Dateiserver mit Windows Server 2012, einschließlich ihrer Rollendienste und ihres Speichers, von einem Remotestandort aus über ein einziges Fenster zu verwalten. Die Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager stellt die folgenden Abschnitte für die Verwaltung aller Server mit Windows Server 2012 bereit, die der jeweiligen Instanz des Server-Managers hinzugefügt wurden.

  • Server   Dient zum Verwalten der grundlegenden Serverfunktionen auf Servern, auf denen Windows Server 2012, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 ausgeführt wird. Sie können die Seite Server verwenden, um Aufgaben wie das Neustarten von Servern und das Starten von Verwaltungstools durchzuführen.

  • Speicherpools   Dient zum Verwalten von Speicherpools, einschließlich der physischen Datenträger, aus denen die Pools bestehen, und der virtueller Datenträger, die aus der verfügbaren Kapazität in den Pools erstellt werden.

  • Volumes   Dient zum Verwalten von Volumes, z. B. zum Überprüfen auf Dateisystemfehler, Erweitern von Volumes und Konfigurieren der Datendeduplizierung.

  • Freigaben   Dient zum Verwalten von SMB- und NFS-Freigaben, z. B. zum Erstellen neuer Freigaben und Einrichten von Kontingenten.

  • Virtuelle iSCSI-Datenträger   Dient zum Verwalten virtueller iSCSI-Datenträger, z. B. zum Erstellen neuer virtueller iSCSI-Datenträger und iSCSI-Ziele.

Welchen zusätzlichen Nutzen bietet diese Änderung?

Die Verwaltung mehrerer Dateiserver und Dateiservertechnologien über ein einzige Server-Manager-Fenster ermöglicht es Administratoren, effizienter zu arbeiten und ein besseres Bild der von ihnen verwalteten Server zu erhalten, sodass die Verwaltung mehrerer Server genauso einfach wird wie die Verwaltung eines einzelnen Servers.

Worin bestehen die Unterschiede?

Vor Windows Server 2012 mussten Sie zum Verwalten mehrerer Dateiserver eine Remotedesktopverbindung mit jedem Server herstellen oder mehrere Instanzen der Verwaltungskonsole öffnen (eine pro Server). In Windows Server 2012 können Sie viele Funktionen der folgenden eigenständigen Verwaltungskonsolen mit Server-Manager ausführen:

  • Datenträgerverwaltung

  • Freigabe- und Speicherverwaltung

  • Ressourcen-Manager für Dateiserver (Kontingente und Zuweisen von Ordnerverwaltungseigenschaften zu Dateifreigaben)

  • Microsoft iSCSI-Softwareziel (nicht verfügbar in Windows Server 2012)

  • Speicher-Manager für SANs (nicht verfügbar in Windows Server 2012)

Neben den integrierten Funktionen können Sie das Menü Extras in Server-Manager verwenden, um Verwaltungstools wie die DFS-Verwaltung, den Ressourcen-Manager für Dateiserver und Dienste für NFS (Network File System) auf jedem der verwalteten Server zu starten.

noteHinweis
Obwohl für die Rolle "Datei- und Speicherdienste" in Server-Manager keine vollständige Unterstützung der Verwaltung von Servern vorhanden ist, auf denen Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2008 ausgeführt wird, können Sie diese Server trotzdem dem Server-Manager hinzufügen. Verwenden Sie dann die Seiten Server und Alle Server zum Anzeigen von Details zu den Servern und zum Starten von Verwaltungstools. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von älteren Windows-basierten Servern über Server-Manager in Windows Server 2012.

Windows Server 2012 enthält Windows PowerShell-Cmdlets, mit denen die meisten Verwaltungsaufgaben für Datei- und Speicherserver ausgeführt werden können.

Welchen zusätzlichen Nutzen bietet diese Änderung?

Die reichhaltigen Windows PowerShell-Cmdlets ermöglichen es Administratoren, gängige Verwaltungsaufgaben mithilfe von Windows PowerShell-Skripts zu automatisieren.

Worin bestehen die Unterschiede?

Anstatt verschiedene Snap-Ins oder Befehlszeilenhilfsprogramme verwenden zu müssen, können Administratoren ihre Server jetzt mithilfe von Windows PowerShell-Cmdlets und -Skripts verwalten. Windows Server 2012 enthält Windows PowerShell-Cmdlets zum Verwalten der folgenden Datei- und Speichertechnologien.

Es gibt zahlreiche verwandte Cmdlets, die für Datei- und Speicherarbeitsauslastungen ebenfalls sehr nützlich sind. Sie können beispielsweise die Best Practices Analyzer-Cmdlets (BPA) verwenden, um Server mit einem bekannten Satz von Best Practices für die Datei- und Speicherdienste-Rolle zu vergleichen.

Das Windows PowerShell-Referenzblatt für Datei- und Speicherdienste enthält einige der am häufigsten verwendeten neuen oder verbesserten Cmdlets für Datei- und Speicherdienste und kann als Referenz heruntergeladen werden.

Die folgenden Features sind in Windows Server 2012 enthalten, werden jedoch nach und nach eingestellt und in zukünftigen Versionen von Windows Server voraussichtlich vollständig entfernt.

 

Veraltetes Feature Ersatz

DFS-Namespaces-Befehlszeilentool "Dfscmd"

Windows PowerShell-Cmdlets für DFS-Namespaces

Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS)

DFS-Replikation

Befehlszeilentools für den Ressourcen-Manager für Dateiserver: Dirquota, Filescrn und Storrept

Windows PowerShell-Cmdlets für den Ressourcen-Manager für Dateiserver

Snap-In "Freigabe- und Speicherverwaltung"

Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager

Snap-In "Freigegebene Ordner"

Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager

VDS-Anbieter (Virtual Disk Service, Dienst für virtuelle Datenträger)

Speicherverwaltungs-APIs und Speicheranbieter oder der SMI-S-Standard und ein kompatibler Speicheranbieter

Die folgenden Features sind in Windows Server 2012 nicht verfügbar.

 

Veraltetes Feature Ersatz

Snap-In "Speicher-Manager für SANs"

Datei- und Speicherdienste-Rolle im Server-Manager und Windows PowerShell-Cmdlets für die Speicherverwaltung

SCSIport-Hostbusadapter-Treiber

Storport-Treiber oder ein anderer Hostbusadapter

Eine Liste der veralteten Features in Windows Server 2012 finden Sie unter In Windows Server 2012 entfernte oder veraltete Features.

Weitere Informationen zur FRS-Unterstützung in Windows Server 2012 und Windows Server 2008 R2 finden Sie im Thema Veraltetes Feature in Windows Server 2008 R2: Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS).

Für die Ausführung der Datei- und Speicherdienste müssen keine besonderen Hardware- oder Softwareanforderungen erfüllt werden. Der Ressourcen-Manager für Dateiserver und die DFS-Dateireplikation unterstützen allerdings nur Volumes, die mit dem NTFS-Dateisystem formatiert sind. Das robuste Dateisystem (Resilient File System, ReFS) und das FAT-Dateisystem werden nicht unterstützt.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Antworten auf häufige Fragen im Zusammenhang mit den Anforderungen für Datei- und Speicherdienste.

Die Funktionen der Datei- und Speicherdienste können auf mehrere Server aufgeteilt werden. Dazu müssen auf den jeweiligen Servern die Rolle und die entsprechenden Rollendienste installiert werden. Anschließend können Sie alle Server zur zentralen Verwaltung in Server-Manager hinzufügen oder mithilfe von Windows PowerShell-Skripts mehrere Server gleichzeitig verwalten.

Ja. Alle Rollendienste der Datei- und Speicherdienste können auf virtuellen Hyper-V-Computern ausgeführt werden.

ImportantWichtig
Wenn Sie einen Server, auf dem die DFS-Replikation nicht nur zum Replizieren des SYSVOL-Ordners verwendet wird, mithilfe von Hyper-V-Momentaufnahmen wiederherstellen, tritt bei der DFS-Replikation ein Fehler auf. In diesem Fall müssen spezielle Schritte zur Datenbankwiederherstellung ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Microsoft Knowledge Base im Artikel 2517913.

Ja. Alle Rollendienste der Datei- und Speicherdienste können in einer Clusterumgebung ausgeführt werden. Die DFS-Replikation unterstützt jedoch nicht das Replizieren von Inhalten auf freigegebenen Clustervolumes.

Für die Remoteverwaltung der Datei- und Speicherdienste können folgende Tools verwendet werden:

  • Server-Manager

  • Windows PowerShell-Cmdlets

  • DFS-Verwaltung

  • Ressourcen-Manager für Dateiserver

  • Dienste für NFS (Network File System)

  • DFS-Befehlszeilenhilfsprogramme

Bei der Verwendung dieser Tools sind keine speziellen Anforderungen zu beachten.

Sie können die Datei- und Speicherdienste auf einer Server Core-Installation oder einer Installation mit minimaler Serverschnittstelle installieren und ausführen. Server-Manager und Verwaltungskonsolen können auf einer Server Core-Installation nicht verwendet werden. Sie können allerdings mit der minimalen Serverschnittstelle von Windows Server 2012 und auch zur Remoteverwaltung von Servern mit einer Server Core-Installation verwendet werden.

Die folgenden Rollendienste können mit der Datei- und Speicherdienste-Serverrolle installiert werden.

noteHinweis
Server-Manager kann von Servern unter Windows Server 2003 nur den Online- oder Offlinestatus empfangen. Server-Manager kann nicht verwendet werden, um Servern unter Windows Server 2008 R2, Windows Server 2008 oder Windows Server 2003 Rollen und Features hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Remoteverwaltung mehrerer Server.

 

Rollendienst Beschreibung

Dateidienste

Stellt eine Gruppierung der Rollendienste dar, die mit Dateiservern verbunden sind. Eine weitergehende Installation erfolgt nicht.

Dateiserver

Verwaltet Dateifreigaben und ermöglicht es den Benutzern, über das Netzwerk auf Dateien auf diesem Computer zuzugreifen. Weitere Informationen zu Dateifreigaben mit dem Server Message Block (SMB)-Protokoll finden Sie unter Server Message Block – Übersicht.

BranchCache für Netzwerkdateien

Ermöglicht Computern in Filialen das Zwischenspeichern von häufig heruntergeladenen Dateien aus Dateifreigaben, für die BranchCache aktiviert ist. Diese Dateien können dann für andere Computer in der Filiale bereitgestellt werden. Dies reduziert die Auslastung der Netzwerkbandbreite und beschleunigt den Zugriff auf die Dateien. Weitere Informationen zu BranchCache finden Sie unter BranchCache: Übersicht.

Datendeduplizierung

Spart Speicherplatz, indem nur eine einzige Kopie identischer Daten auf dem Volume gespeichert wird. Weitere Informationen zur Datendeduplizierung finden Sie unter Datendeduplizierung: Übersicht.

DFS-Namespaces

Ermöglicht es Ihnen, Dateifreigaben, die sich auf verschiedenen Servern befinden, in einem oder mehreren logisch strukturierten Namespaces zu gruppieren. Jeder Namespace wird für Benutzer als einzelne Dateifreigabe mit einer Reihe von Unterordnern angezeigt. Die zugrunde liegende Struktur des Namespaces kann jedoch aus zahlreichen Dateifreigaben bestehen, die sich auf verschiedenen Servern und an mehreren Standorten befinden. Da die zugrunde liegende Struktur von Dateifreigaben für die Benutzer nicht sichtbar ist, kann ein einzelner Ordner in einem DFS-Namespace mehreren Dateifreigaben auf mehreren Servern entsprechen. Diese Struktur bietet Fehlertoleranz und die Möglichkeit, automatisch Verbindungen zwischen Benutzern und lokalen Dateifreigaben herzustellen, sobald sie verfügbar sind. Die Benutzer werden also nicht über Wide Area Network (WAN)-Verbindungen umgeleitet. Weitere Informationen zu DFS-Namespaces finden Sie unter Übersicht über DFS-Namespaces und DFS-Replikation.

DFS-Replikation

Repliziert Daten zwischen mehreren Servern über Netzwerkverbindungen mit begrenzter Bandbreite und Verbindungen in lokalen Netzwerken. Es handelt sich hierbei um ein Multimasterreplikationsmodul, das das RDC-Protokoll (Remote Differential Compression) verwendet, um nur die Teile der Dateien zu replizieren, die seit der letzten Replikation geändert wurden. Die DFS-Replikation kann zusammen mit DFS-Namespaces oder allein verwendet werden. Weitere Informationen zu DFS-Namespaces finden Sie unter Übersicht über DFS-Namespaces und DFS-Replikation.

Ressourcen-Manager für Dateiserver

Unterstützt Sie durch die Planung von Dateiverwaltungsaufgaben und Speicherberichten, die Klassifizierung von Dateien und Ordnern, die Konfiguration von Ordnerkontingenten und die Definition von Dateiüberprüfungsrichtlinien bei der Verwaltung und Verwendung von Dateien und Ordnern auf einem Dateiserver. Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen-Manager für Dateiserver: Übersicht.

Dateiserver-VSS-Agent-Dienst

Ermöglicht es Ihnen, Volumeschattenkopien von Anwendungen zu erstellen, die Datendateien auf diesem Dateiserver speichern.

iSCSI-Zielserver

Stellt Verwaltungstools für iSCSI-Ziele bereit. Weitere Informationen finden Sie unter iSCSI-Zielblockspeicher: Übersicht

Server für NFS (Network File System)

Ermöglicht es diesem Computer, Dateien mit UNIX-basierten Computern und anderen Computern, die das NFS-Protokoll verwenden, gemeinsam zu nutzen.

Speicherdienste

Stellt stets installierte Funktionalität zur Speicherverwaltung bereit, einschließlich Speicherpools und Speicherplätze.

Weitere verwandte Informationen finden Sie in den folgenden Ressourcen:

 

Art der Inhalte Referenzen

Produktbewertung

Datendeduplizierung: Übersicht | Übersicht über DFS-Namespaces und DFS-Replikation | Leistungsstarker, fortlaufend verfügbarer Dateifreigabespeicher für Serveranwendungen (technische Vorschau) | iSCSI-Zielblockspeicher: Übersicht | Network File System | Windows Offloaded Data Transfers Overview | Robustes Dateisystem: Übersicht | Erhöhen der Server-, Speicher- und Netzwerkverfügbarkeit: Szenarioübersicht | Scenario: Get Insight into Your Data by Using Classification | Scenario: Implement Retention of Information on File Servers | Server Message Block – Übersicht | Einführung in SMI-S | Storage Management Overview | Speicherplätze – Übersicht | Supporting Information Workers with Reliable File Services and Storage | Thin Provisioning and Trim Storage Overview

Bereitstellung

Planen der Datendeduplizierungsbereitstellung | Deploy Network File System | Grundlagen und Problembehandlung für Dateiserver mit horizontaler Skalierung in Windows Server "8" Beta | Grundlagen und Problembehandlung für Speicherplätze und Speicherpools in Windows Server "8" Beta

Betrieb

iSCSI Target Block Storage, How To | Windows PowerShell-Referenzblatt für Datei- und Speicherdienste

Tools und Einstellungen

BranchCache | Deduplication | iSCSI | IscsiTarget | MPIO | Storage | Speicherverwaltungs-API-Klassen

Problembehandlung

Bekannte Probleme: Datei- und Speicherdienste unter Windows Server 2012

Community-Ressourcen

TechNet-Forum zu Dateidiensten und Speicher | Dateidienste und Speicherfeatures (Teamblog) | Fragen zu den Verzeichnisdiensten (Teamblog) | Jose Barretos Blog | Windows-Speicher (Teamblog) | Sicherheitsleitfaden zur DFS-Replikation (TechNet-Wiki) | Windows Server-Informationen und -Erfahrungen auf Twitter

Verwandte Technologien

Übersicht über Ordnerumleitung, Offlinedateien und Roamingbenutzerprofile | Failoverclustering: Übersicht

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