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Bereitstellen der Implementierung der Aufbewahrung von Informationen auf Dateiservern (Schritte zur Veranschaulichung)

Veröffentlicht: Februar 2012

Letzte Aktualisierung: Mai 2012

Betrifft: Windows Server 2012



Mithilfe der Dateiklassifizierungsinfrastruktur und dem Ressourcen-Manager für Dateiserver können Sie die Aufbewahrungsdauer für Ordner festlegen und Dateien eine rechtliche Aufbewahrungspflicht zuweisen.

Inhalt dieses Dokuments

noteHinweis
Dieses Thema enthält Windows PowerShell-Beispiel-Cmdlets, mit denen Sie einige der beschriebenen Vorgehensweisen automatisieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Cmdlets.

Für die Schritte in diesem Thema wird angenommen, dass Sie einen SMTP-Server für Dateiablaufbenachrichtigungen konfiguriert haben.

In diesem Schritt werden die Ressourceneigenschaften für Aufbewahrungsdauer und Erkennbarkeit aktiviert, sodass diese Ressourceneigenschaften von der Dateiklassifizierungsinfrastruktur zum Kennzeichnen von Dateien verwendet werden können, die in einem freigegebenen Netzwerkordner gescannt werden.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Melden Sie sich am Domänencontroller am Server als ein Mitglied der Sicherheitsgruppe „Domänen-Admins“ an.

  2. Öffnen Sie das Active Directory-Verwaltungscenter. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras und dann auf Active Directory-Verwaltungscenter.

  3. Erweitern Sie Dynamische Zugriffssteuerung, und klicken Sie dann auf Ressourceneigenschaften.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Aufbewahrungsdauer, und klicken Sie dann auf Aktivieren.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Erkennbarkeit, und klicken Sie dann auf Aktivieren.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Set-ADResourceProperty –Enabled:$true –Identity:”CN=RetentionPeriod_MS,CN=Resource Properties,CN=Claims Configuration,CN=Services,CN=Configuration,DC=contoso,DC=com”
Set-ADResourceProperty –Enabled:$true –Identity:”CN=Discoverability_MS,CN=Resource Properties,CN=Claims Configuration,CN=Services,CN=Configuration,DC=contoso,DC=com”

In diesem Schritt wird die Konsole für den Ressourcen-Manager für Dateiserver zum Konfigurieren des SMTP-Servers, der Standard-E-Mail-Adresse des Administrators und der Standard-E-Mail-Adresse verwendet, mit der die Berichte gesendet werden.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe „Administratoren“ auf dem Dateiserver an.

  2. Geben Sie an der PowerShell-Eingabeaufforderung Update-FsrmClassificationPropertyDefinition ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE. Dadurch werden die auf dem Domänencontroller erstellten Eigenschaftsdefinitionen mit dem Dateiserver synchronisiert.

  3. Öffnen Sie den Ressourcen-Manager für Dateiserver. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras und anschließend auf Ressourcen-Manager für Dateiserver.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ressourcen-Manager für Dateiserver (lokal), und klicken Sie dann auf Optionen konfigurieren.

  5. Führen Sie auf der Registerkarte E-Mail-Benachrichtigungen Folgendes aus:

    • Geben Sie im Feld SMTP-Servername oder IP-Adresse den Namen des SMTP-Servers in Ihrem Netzwerk ein.

    • Geben Sie in das Feld Standardadministratorempfänger die E-Mail-Adresse des Administrators ein, der die Benachrichtigung erhalten soll.

    • Geben Sie in das Feld Standard-E-Mail-Adresse des Absenders die E-Mail-Adresse ein, die zum Senden der Benachrichtigungen verwendet werden soll.

  6. Klicken Sie auf OK.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Set-FsrmSetting –SmtpServer IP-Adresse des SMTP-Servers -FromEmailAddress “Absender-E-Mail-Adresse” -AdminEmailAddress “Administrator-E-Mail-Adresse”

In diesem Schritt wird die Konsole für den Ressourcen-Manager für Dateiserver zum Erstellen einer Dateiverwaltungsaufgabe verwendet, die am letzten Tag im Monat ausgeführt wird und alle Dateien mit den folgenden Kriterien als abgelaufen kennzeichnet:

  • Die Datei ist nicht mit zugewiesener rechtlicher Aufbewahrungspflicht klassifiziert.

  • Die Datei ist mit langfristiger Aufbewahrungsdauer klassifiziert.

  • Die Datei wurde in den letzten 10 Jahren nicht geändert.

Führen Sie diesen Schritt mit Windows PowerShell aus.

  1. Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe „Administratoren“ auf dem Dateiserver an.

  2. Öffnen Sie den Ressourcen-Manager für Dateiserver. Klicken Sie im Server-Manager auf Extras und anschließend auf Ressourcen-Manager für Dateiserver.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dateiverwaltungsaufgaben, und klicken Sie anschließend auf Dateiverwaltungsaufgabe erstellen.

  4. Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein im Feld Aufgabenname einen Namen für die Dateiverwaltungsaufgabe ein, z. B. "Aufbewahrungsaufgabe".

  5. Klicken Sie auf der Registerkarte Bereich auf Hinzufügen, und wählen Sie die Ordner aus, die in dieser Regel einbezogen werden sollen, wie beispielsweise „D:\Finance Documents“.

  6. Klicken Sie auf der Registerkarte Aktion im Feld Typ auf Dateiablauf. Geben Sie in das Feld Ablaufverzeichnis einen Pfad zu einem Ordner auf dem lokalen Dateiserver ein, in den die abgelaufenen Dateien verschoben werden. Dieser Ordner sollte über eine Zugriffssteuerungsliste verfügen, die nur Dateiserveradministratoren den Zugriff erteilt.

  7. Klicken Sie auf der Registerkarte Benachrichtigung auf Hinzufügen.

    • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mail an folgende Administratoren senden.

    • Aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mail an Benutzer senden, deren Dateien betroffen sind, und klicken Sie dann auf OK.

  8. Klicken Sie auf der Registerkarte Bedingung auf Hinzufügen, und fügen Sie dann die folgenden Eigenschaften hinzu:

    • Klicken Sie in der Liste Eigenschaft auf Erkennbarkeit. Klicken Sie in der Liste Operator auf Ungleich. Klicken Sie in der Liste Wert auf Halten.

    • Klicken Sie in der Liste Eigenschaft auf Aufbewahrungsdauer. Klicken Sie in der Liste Operator auf Gleich. Klicken Sie in der Liste Wert auf Langfristig.

  9. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Bedingung das Kontrollkästchen Tage seit der letzten Dateiänderung, und legen Sie dann den Wert auf 3650 fest.

  10. Klicken Sie auf der Registerkarte Zeitplan auf die Option Monatlich, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen Letzter.

  11. Klicken Sie auf OK.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

$fmjexpiration = New-FSRMFmjAction -Type 'Expiration' -ExpirationFolder Ordner
$fmjNotificationAction = New-FsrmFmjNotificationAction -Type Email -MailTo "[FileOwner],[AdminEmail]"
$fmjNotification = New-FsrmFMJNotification -Days 10 -Action @($fmjNotificationAction)
$fmjCondition1 = New-FSRMFmjCondition -Property ‘Discoverability_MS’ -Condition ‘NotEqual’ –Value “Hold”
$fmjCondition2 = New-FSRMFmjCondition -Property 'RetentionPeriod_MS' -Condition 'Equal' -Value "Long-term"
$fmjCondition3 = New-FSRMFmjCondition -Property 'File.DateLastAccessed' -Condition 'Equal' -Value 3650
$date = get-date$schedule = New-FsrmScheduledTask -Time $date -Monthly @(-1)  
$fmj1=New-FSRMFileManagementJob -Name "Aufbewahrungsaufgabe" -Namespace @('D:\Finance Documents') -Action $fmjexpiration -Schedule $schedule -Notification @($fmjNotification) -Condition @( $fmjCondition1, $fmjCondition2, $fmjCondition3)

In diesem Schritt wird eine Datei mit zugewiesener rechtlicher Aufbewahrungspflicht klassifiziert. Der übergeordnete Ordner dieser Datei wird mit einer langfristigen Aufbewahrungsdauer klassifiziert.

  1. Melden Sie sich als Mitglied der Sicherheitsgruppe „Administratoren“ auf dem Dateiserver an.

  2. Navigieren Sie zu dem Ordner, der im Rahmen der Dateiverwaltungsaufgabe in Schritt 3 erstellt wurde.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Klassifizierung auf Aufbewahrungsdauer, klicken Sie auf Langfristig, und klicken Sie dann auf OK.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei in diesem Ordner, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  6. Klicken Sie auf der Registerkarte Klassifizierung auf Erkennbarkeit. Klicken Sie auf Halten, dann auf Anwenden und anschließend auf OK.

  7. Führen Sie auf dem Dateiserver die Dateiverwaltungsaufgabe mithilfe der Konsole für den Ressourcen-Manager für Dateiserver aus. Nachdem die Dateiverwaltungsaufgabe abgeschlossen ist, prüfen Sie den Ordner und stellen Sie sicher, dass die Datei nicht in das Ablaufverzeichnis verschoben wurde.

  8. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf dieselbe Datei in diesem Ordner, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  9. Klicken Sie auf der Registerkarte Klassifizierung auf Erkennbarkeit. Klicken Sie auf Nicht zutreffend, dann auf Anwenden und anschließend auf OK.

  10. Führen Sie auf dem Dateiserver die Dateiverwaltungsaufgabe mithilfe der Konsole für den Ressourcen-Manager für Dateiserver erneut aus. Nachdem die Dateiverwaltungsaufgabe abgeschlossen ist, prüfen Sie den Ordner und stellen Sie sicher, dass diese Datei in das Ablaufverzeichnis verschoben wurde.

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